DE200746C - - Google Patents

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DE200746C
DE200746C DENDAT200746D DE200746DA DE200746C DE 200746 C DE200746 C DE 200746C DE NDAT200746 D DENDAT200746 D DE NDAT200746D DE 200746D A DE200746D A DE 200746DA DE 200746 C DE200746 C DE 200746C
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oil
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sulfuric acid
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solid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L91/00Compositions of oils, fats or waxes; Compositions of derivatives thereof
    • C08L91/005Drying oils

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Compounds Of Unknown Constitution (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 200746 -KLASSE 39 δ. GRUPPE
Dr. FRITZ STEINITZER in ARBON, Schweiz.
gelatinierenden Öles aus chinesischem Holzöl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. November 1907 ab.
Wenn trocknende Öle mit konzentrierter Schwefelsäure, behandelt werden, so entstehen unter Erhitzung und Zersetzung sowie unter Entwicklung von Schwefeldioxyd schwarze schmierige Massen. Dies ist auch bei dem chinesischen Holzöl der Fall. Wird aber dieses öl mit einer Schwefelsäure behandelt, deren Konzentration zwischen den spezifischen Gewichten 1,597 bis 1,759 liegt, so treten weder Zersetzung unter Bildung von Schwefeldioxyd noch Erhitzung ein, und es entsteht eine bräunliche feste Masse. Ist die Säure stärker, als dem spezifischen Gewicht 1,759 entspricht, so entstehen schmierige Produkte und Schwefeldioxyd tritt auf; ist sie schwächer als 1,597, so wirkt sie nicht mehr auf das Öl ein. Am geeignetsten ist eine Säure vom spezifischen Gewicht 1,688.
Aus der so erhaltenen Masse läßt sich durch bloßes Waschen mit kaltem oder heißem Wasser die Schwefelsäure vollständig entfernen , und es resultiert ein gelbgraues Pulver von schwachem Geruch und .neutraler Reaktion, welches keinen Schwefel in irgendwelcher Form gebunden enthält.
, Dieser Körper schmilzt nicht, sondern verkohlt bei höherer Temperatur und ist in Wasser sowie den üblichen Fettlösungsmitteln unlöslich; in einigen der letzteren quillt er auf. Er läßt sich durch ätzende und kohlensaure Basen leicht verseifen. Wird die Seife mit Säure zersetzt, so scheidet sich ein sehr dickflüssiges, rotbraunes, trocknendes öl ab, 40
45
welches beim Erhitzen nicht gelatiniert, fast geruchlos ist und sich mit Alkohol in jedem Verhältnis mischt.
Um den festen Körper herzustellen, rührt man z. B. i,o kg chinesisches Holzöl mit 0,26 kg Schwefelsäure vom spezifischen Gewicht 1,688 unter langsamem Zugeben "der Säure innig zusammen und läßt die bald fest werdende Masse unter öfterem Zerreiben einige Stunden stehen. Darauf schüttet man sie in Wasser, läßt mehrere Stunden stehen, bis die Masse pulverig und fast weiß ist, zerreibt dann möglichst fein und wäscht unter wiederholtem Zerreiben mit Wasser aus, bis alle Schwefelsäure entfernt ist. Der Körper wird nun abgepreßt und an der Luft oder künstlich getrocknet.
Das so erhaltene Produkt besitzt ein großes Aufsaugevermögen für Flüssigkeiten und die Fähigkeit, Farbstoffe, Salze usw. aus Lösungen aufzunehmen und festzuhalten. Es soll als Träger von Arzneimitteln, als Füllstoff für Gummiindustrie, Isoliermassen usw. benutzt werden.
Um aus dem in vorbeschriebener Weise erhaltenen Körper das öl darzustellen, wird er nach den üblichen Verfahren verseift und aus der Seife das öl mit Säure abgeschieden.
Statt durch Verseifung mit Alkali kann der feste Körper auch durch Behandlung mit Säuren oder Wasser unter Druck in das Öl übergeführt werden.
60
:.l·. fki' JaJtM-Jl.
Das öl soll eingedicktes Leinöl ersetzen
und seiner Löslichkeit in Alkohol wegen als
Zusatz zu Lacken, Kunstschellack usw. dienen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung eines als Füllmittel für Kautschuk und für ähnliche Verwendungszwecke geeigneten festen ίο Körpers, dadurch gekennzeichnet, daß chinesisches Holzöl mit Schwefelsäure vom spezifischen Gewicht 1,597 bis 1,75g in der Kälte behandelt wird.
  2. 2. Verfahren zur Gewinnung eines in der Hitze nicht gelatinierenden Öles aus dem nach dem Verfahren des Anspruches 1 erhaltenen festen Körper, dadurch gekennzeichnet , daß man diesen Körper nach bekannten Methoden verseift und das öl isoliert.
    '7 Ip
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