DE2007996C3 - Verfahren zur Herstellung von Acetylen und Äthylen enthaltenden Gasgemischen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acetylen und Äthylen enthaltenden Gasgemischen

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DE2007996C3
DE2007996C3 DE19702007996 DE2007996A DE2007996C3 DE 2007996 C3 DE2007996 C3 DE 2007996C3 DE 19702007996 DE19702007996 DE 19702007996 DE 2007996 A DE2007996 A DE 2007996A DE 2007996 C3 DE2007996 C3 DE 2007996C3
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DE19702007996
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DE2007996A1 (de
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Koichi;Kanbayashi Masaaki; Ozaki Kiyoji; Iwaki Fukushima; Kama Toshio; Yokohama Kanagawa Washimi (Japan)
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Kureha Kagaku Kogyo KJC., Tokio; Chiyoda Kako Kensetsu K.K., Yokohama, Kanagawa; (Japan)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Acetylen und Äthylen enthaltenden Gasgemischen durch thermische Spaltung von schweren Kohlenwasserstoffölen in Gegenwart von heißem Trägergas.
Wenn Acetylen, Olefine, Aromaten oder aromatische Teere in guter Ausbeute durch thermische Spaltung von schweren flüssigen Kohlenwasserstoffölen, beispielsweise Rohölen oder Schwerölen, bei über 8000C liegenden Temperaturen hergestellt werden sollen, wird üblicherweise ein Verfahren angewandt, bei dem das Beschickungsöl in den Reaktor in Form von feinen flüssigen Tropfen eingesprüht wird. Wenn jedoch in diesem Fall der Umsetzungszeitraum nicht innerhalb einer so kurzen Zeitraumes wie 0,01 bis 0,001 Sekunden liegt, schreitet die Umsetzung der durch die thermische Spaltung gebildeten Produkte unter starker Koksbildung od. dgl. fort. Deshalb ist es bei derartigen Systemen notwend-g, daß das als Beschickung dem Reaktor zugeführte Kohlenwasserstofföl sehr rasch verdampft wird, wodurch die Temperatur der zugeführten Kohlenwasserstofföle unmittelbar auf die Reaktionstemperatur erhöht wird. Da die Verdampfungsgeschwindigkeit der flüssigen Tröpfchen in weitem Umfang von der Größe der Flüssigkeitströpfchen abhängt, ist es in diesem Fall ebenfalls erforderlich, das Kohlenwasserstofföl fein zu versprühen oder zu zerstäuben.
Zur feinen Versprühung der Flüssigkeit sind Verfahren bekannt, bei denen die Flüssigkeit mittels einer Gaseindüsung mit hoher Geschwindigkeit zerstäubt wird, sowie ein Verfahren, bei dem die Flüssigkeit durch Versprühen der Flüssigkeit selbst durch eine Düse oder mehrere Düsen mit hoher Geschwindigkeit zerstäubt oder versprüht wird.
Bei dem ersteren Verfahren ist jedoch praktisch die gleiche Menge an Trägergas, beispielsweise Dampf, wie die Menge des Beschickungsöles erforderlich, um feine Flüssigkeitströpfchen in solchem Ausmaß zu erhalten, daß die Verdampfung der Flüssigkeitströpfchen innerhalb des vorstehend aufgeführten kurzen Zeitraumes beendet wird, wodurch die thermische Wirksamkeit erheblich verringert wird. Andererseits kann beim zweiten Verfahren, selbst wenn die Sprühgeschwindigkeit des Beschickungsöles oder der Flüssigkeit oberhalb bestimmter Grenzen erhöht wird, die Größe der versprühten Flüssigkeitströpfchen nicht weiterhin ver-
feinen werden und auch die Minimalgröße der bei diesem Verfahren erhaltenen Flüssigkeitströpfchen befriedigt die vorstehende Bedingung 2ur Verhinderung
der Bildung von Koksmaterialien nicht.
Aus der DT-AS 1049 851 ist ein Verfahren zur Herstellung gasförmiger Kohlenwasserstoffe von niedrigem Molekulargewicht, insbesondere olefinischer Kohlenwasserstoffe, wie Äthylen, Propylen oder Butylen, aus flüssigen Kohlenwasserstoffen, insbesondere hochsiedenden Erdölfraktionen durch thermische Um-Wandlung, bekannt, bei dem das Ausgangsgut und ein heißer Wärmeträger unter hoher Strömungsgeschwindigkeit des letzteren gemischt und das Gemisch durch Düsen versprüht wird. Aufgabe des bekannten Verfahrens ist die thermische Spaltung von Kohlenwasserstoifen bei verhältnismäßig tiefen Temperaturen, (z. B. 86O0C) unter Bildung von Äthylen, Propylen oder Butylen. Bei dem bekannten Verfahren können nich! gleichzeitig Acetylen und Äthylen in guter Ausbeute erhalten werden.
In der US-PS 21 76 962 ist ein Verfahren zur Herstellung von Äthylen durch thermische Spaltung von verdampfbaren Kohlenwasserstoffölen beschrieben. Die thermische Spaltung bei dem bekannten Verfahren erfolgt unter solchen Bedingungen hinsicht- !ich des Ausgangsmaterials, der Vorerhitzung der zu spaltenden öle und Einspritzung in eine heißere Reaktionskammer, daß in erster Linie Äthylen mit geringerem Anteil von anderen Olefinen mit nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen je Molekül erzeugt wird, wobei vergleichsweise geringe Mengen an Acetylen erzeugt werden.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung von Acetylen und Äthylen enthaltenden Ga· gemischen durch thermische Spaltung von schweren Kohlenwasserstoffölen wie Rohöl oder Schweröl, bei dem Acetylen und Äthylen in guter Ausbeute erhältlich ist und die Bildung von Koksablagerungen in der Reaktionskammer weitgehend vermieden wird.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Herstellung von Acetylen und Äthylen enthaltenden Gasgemischen durch thermische Spaltung von schweren Kohlenwasserstoffölen in Gegenwart von heißem Trägergas durch Versprühen der auf 200 bis 500° C vorerhitzten Kohlenwasserstofföle in eine bei einer Temperatur oberhalb 800° C und auf einem Druck zwischen Normaldruck und 10 kg/cm2 gehaltene Reaktionskammer, das dadurch gekennzeichnet ist, daß ein nicht vollständig verdampfbares, vorerhitztes, schweres Kohlenwasserstofföl durch eine oder mehrere Düsen unter einem Druck von 20 bis 100 kg/cm2 in die Reaktionskammer unter Entspannungsverdampfung von 5 bis 50 Gewichtsprozent des Beschickungsöles eingesprüht und zu Tröpfchen einer mittleren Größe von 18 bis 50 μηι fein zerstäubt wird.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird die Schnellverdampfeigenschaft der in dem Kohlenwasserstofföl enthaltenen flüchtigen Materialien bei der
Zerstäubung der schweren Kohlenwasserstofföle ausgenützt, <L h-, nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann ein schweres Kohlenwasserstofföl leichi fein zerstäubt werden und die Größe der zerstäubten feinen Flüssigkeitströpfchen erreicht überraschenderweise nur s 1/10 der Größe der Flüssigkeitströpfchen, die bei dem bekannten Sprühverfahren ei halten werden. Bei der praktischen Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Beschickung des schweren Kohlenwasserstofföls auf eine solche Temperatur vorerhitzt, die eine abrupte Schnellverdampfung oder Entspannungsverdampfung des Kohienwasserstofföles unter diesem Druck direkt nach dem Versprühen des Kohlenwasserstofföles durch die Düse verursacht.
Im Rahmen der Erfindung wurde festgestellt, daß die Wirkung der Entspannungsverdampfung niedriger wird, wenn der Anteil des entspannungsverdampften Beschikkungsöles weniger als 5% des gesamten Beschickungsöles beträgt, während andererseits, wenn der Anteil des entspannungsverdampften Beschickungsöles höher als 50% des gesamten Kohienwasserstofföles liegt, der Entspannungseffekt nicht weiterhin erhöht wird.
Wenn ein zu schweres öl als Beschickungsöl beim erfindungsgemäßen Verfahren angewandt wird, kann die Erscheinung auftreten, daß die Vorerhitzungstemperatur zur Erfüllung der vorstehenden Bedingungen zu hoch ist und infolgedessen die Gefahr besteht, daß das Beschickungsöl eine thermische Spaltung erfährt, bevor das öl der Düse zugeführt ist. In derartigen Fällen ist es zweckmäßig, die Vorerhitzungstemperatur des Beschikkungsöles durch Einmischen eines Kohlenwasserstofföles, welches leicht verdampft werden kann, zu verringern, so daß 5 bis 50% des gesamten Beschikktingsöles entspannungsverdampft werden, ohne daß das schwere Beschickungsöl auf zu hohe Temperaturen vorerhitzt wird.
Die Vorerhitzungstemperatur für das Beschickungsöl hängt von der Art und Beschaffenheit des zu verwendenden Beschickungsöles und des Anteils des der Entspannungsverdampfung unterworfenen Beschikkungsöles ab, sie beträgt vorzugsweise 200 bis 400° C.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Beispiels näher erläutert
Beispiel
Eine Reihe von Versuchen zum thermischen Spalten eines Rohöles bei einer Temperatur von 13000C und einem Reaktionsdruck von 5 kg/cm2 Überdruck bei x-inem Reakiionszeitraum von 0,005 Sekunden in einem thermischen Crackofen mit einem Reaktor von 3 I Inhalt wurde durchgeführt Hierzu wurde ein Rohöl mit einem spezifischen Gewicht von 0.8398 in eine auf 20000C geregelte Wasserstoff-Sauerstoff-Flamme durch Wasserdampf in den Reaktor durch Düsen mit jeweils einem Durchmesser von 0,3 mm bei einem Druck von 100 kg/cm2 und einer Geschwindigkeit von 100 I/Std gesprüht. Bei den Versuchen die angewandten Vorerhitzungstemperaturer. 70, 200, 300, 350 und 4000C. Die Ergebnisse der thermischen Spaltung sind in folgender Tabelle zusammengefaßt.
Bedingungen
Vorheiztemperatur (0C)
Entspannungsverdampfter Anteil nach dem Sprühen
(Gewichtsprozent)
Mittlere Größe der versprühten Tröpfchen (μηι)
Vergasungsverhältnis (Gewichtsprozent)
Ausbeute an Acetylen und Äthylen (Gewichtsprozent)
Bei den Versuchen (1) und (2) war die Ablagerung von Koks auf den Innenwänden der Reaktionskammer sehr stark und die Entstehung wurde auf die Verursachung durch eine Verkokung der nichtverdampften, an der Innenwand der Reaktionskammer anhaftenden Flüssig-
Versuchsnummer (2) (3) (4) (5)
(1) 200 300 350 400
70 5 33 50
0 50 23 18 18
70 40 6J 68 68
30 30 46 48 48
23
keitströpfchen bei der Atmosphäre von hoher Temperatur zurückgeführt. Andererseits war bei den Versuchen (3), (4) und (5) gemäß der Erfindung die Innenwand der Reaktionskammer sehr sauber und es trat keine Ansammlung von Koks an der Wand auf.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Acetylen und Äthylen enthaltenden Gasgemischen durch thermische Spaltung von schweren Kohlenwasserstoffölen in Gegenwart von heißem Trägergas durch Versprühen der auf 200 bis 5000C vorerhitzten Kohlenwasserstofföle in eine bei einer Temperatur oberhalb 8000C und auf einem Druck zwischen Normaldruck und 10kg/cm2 gehaltene Reaktionskammer, dadurch gekennzeichnet, daß ein nicht vollständig verdampfbares, vorerhitztes schweres Kohlenwasserstofföl durch eine oder mehrere Düsen unter einem Druck von 20 bis 100 kg/cm2 in die Reaktionskammer unter Entspannungsverdampfung von 5 bis 50 Gewichtsprozent des Beschickungsöles eingesprüht und zu Tröpfchen einer mittleren Größe von 18 bis 50 μηι fein zerstäubt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein leicht flüchtiges Kohlenwasserstofföl zu dem schweren Kohlenwasserstofföl zugesetzt wird, falls das schwere Kohlenwasserstofföl selbst eine zu hohe Vorerhitzungstemperatur zur Entspannungsverdampfung von mehr als 5% des schweren Kohlenwasserstofföles beim Versprühen erforderlich macht.
DE19702007996 1969-02-21 1970-02-20 Verfahren zur Herstellung von Acetylen und Äthylen enthaltenden Gasgemischen Expired DE2007996C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP1254469 1969-02-21
JP44012544A JPS4811681B1 (de) 1969-02-21 1969-02-21

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2007996A1 DE2007996A1 (de) 1970-09-03
DE2007996B2 DE2007996B2 (de) 1976-03-18
DE2007996C3 true DE2007996C3 (de) 1976-11-04

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