DE2008124B2 - Automatische Blitzlichtvorrichtung für eine Kamera mit LamellenverschluB - Google Patents

Automatische Blitzlichtvorrichtung für eine Kamera mit LamellenverschluB

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DE2008124B2
DE2008124B2 DE2008124A DE2008124A DE2008124B2 DE 2008124 B2 DE2008124 B2 DE 2008124B2 DE 2008124 A DE2008124 A DE 2008124A DE 2008124 A DE2008124 A DE 2008124A DE 2008124 B2 DE2008124 B2 DE 2008124B2
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Description

Die Erfindung betrifft eine automatische Blitzlichtvorrichtung für eine Kamera mit Lamellenverschluß, bei dem die Blendenöffnung bestimmt wird durch die Öffnung der Verschlußlamellen am Ende des verhältnismäßig langsam ablaufenden Öffnungsvorgangs, wobei die Zündung des Blitzlichts gesteuert von einem Verzögerungsstromkreis, bestehend aus einem Konden-
J0 sator und einem entsprechend der Entfernung einstellbaren Regelwiderstand, auslösbar ist.
Bei bekannten Kameras dieser Art bestimmt sich die Blenden- oder Lamellenöffnung entsprechend der Entfernung vom Objekt. Die Vorrichtungen in einer
ir> derartigen Kamera sind kompliziert. Da bei der automalischen Blitzlichtaufnahme nicht nur die Entfernung vom Objekt und die Blendenöffnung, sondern auch die Leitzahl des Blitzlichts und die Empfindlichkeit des Films zu berücksichtigen sind, verkompliziert es die Einrichtung noch mehr, wenn man die Blendenöffnung sich an die anderen Bedingungen der Aufnahme anpassen lassen will.
Befindet sich das Objekt unterhalb oder oberhalb eines bestimmten Entfernungsbereiches, so würde es einmal überbelichtet, das andere Mal unterbelichtet. Es ist daher wünschenswert, daß die automatische Blitzlichtvorrichtung feststellt, wenn das Objekt außerhalb des vom Blitzlicht erfaßbaren Bereiches liegt, und dies durch eine Warneinrichtung sicher anzeigt.
Die DE-AS 17 72 768, die gegenüber der vorliegenden Erfindung als älteres Recht zu gelten hat, schlägt vor, das Blitzlicht während des Öffnungsvorganges des Blendenverschlusses zu einem von der Entfernungseinstellung abhängigen Zeitpunkt zu zünden, so daß die
's 5 effektive Blendenöffnung entsprechend der Entfernung veränderbar ist. Dabei wird dieser Zeitpunkt durch einen Mechanismus gesteuert, indem mit der Einstellung der Entfernung an der Kamera die Stellung eines Kontaktstückes verändert wird, an dem im Laufe der Öffnungsbewegung durch einen Berührungs- oder Druckkontakt der Stromkreis für das Blitzlicht geschlossen wird. Die mechanischen Teile und ihre Lagerungen müssen aber von äußerster Präzision sein, weil sich bereits geringe Abweichungen und Toleranzen
b5 stark auf den verhältnismäßig kurzen, gemäß der Entfernung einstellbaren Weg zwischen den Kontakten auswirken. Abnutzungserscheinungen, denen die mechanischen Teile zwangsläufig unterliegen, und Staub-
ablagerungen beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit der Vorrichtung. Oxydationserscheinungen an dem lediglich als Berührungskontakt ausgebildeten Schließschalter des Blitzlichtstromkreises können durch unsaubere elektrische Kontaktabgabe die Funktionsfähigkeit ebenfalls stören. Außerdem kann bei rier hier beschriebenen Blitzlichtsteuerung bei Überschreitung einer bestimmten Objektentfernung durch Blitzlicht eine unterbelichtete Aufnahme entstehen.
Aus der US-PS 34 26 661 ist die Steuerung des to Blitzlichts durch einen aus einem Kondensator und einem abhängig von der Entfernungseinstellung veränderbaren Widerstand bestehenden Verzögerungsstromkreis im Prinzip bekannt. Durch einen entfernungsabhängig einstellbaren Verzögerungsstromkreis r> wird die relative Bewegung zwischen dem Führungsring und dem Folgering der Verschlußlamellen, d. h. die jev/eilige Blendenöffnung, gesteuert und durch einen, gesteuert vom Verzögerungsstromkreis, de^ Folgering für die Schließbewegung des Verschlusses freigebenden Riegel der Schalter des Blitzlichtstromkreises geschlossen. Das Blitzlicht wird also immer mit Beginn der schnell ablaufenden Schließbewegung des Verschlusses gezündet. Auf Grund der an den mechanischen Verschlußteilen auftretenden Trägheits- und Reibungs- 2> kräfte soll nach dem Gedanken dieser Schrift der an sich schnell ablaufende Schließvorgang soweit verzögert werden, daß die Zündung des Blitzlichts noch nahezu bei der maximal gesteuerten Blendenöffnung erfolgt. Gerade die Reibungskräfte zwischen den Verschlußtei- «1 ien nehmen aber mit der Benutzung der Kamera ab, d. h. die Teile werden im Laufe der Zeit leichtgängiger, die Verzögerung des Schließvorgangs wird also geringer. Andererseits kann die Zugfeder, die durch den genannten Riegel den Blitzlichtschalter schließt, im π Laufe der Zeit um ein gewisses Maß erlahmen, so daß die Zündung des Blitzlichts gegenüber dem nun reibungsloser ablaufenden Schließvorgang verzögert wird. Beide Erscheinungen müssen sich nachteilig auf die effektive Belichtung auswirken. Das Blitzlicht wird hier indirekt über mechanische Teile des Verschlußmechanismusses gesteuert, so daß sich die oben genannten Zeitverschiebungen einstellen können. In dieser Schrift ist der Nachteil ihrer Blitzlichtsleuerung erwähnt, daß bei Überschreitung einer bestimmten Objektentfernung 4i bei voll geöffneter Blendenöffnung durch Blitzlicht eine unterbelichtete Aufnahme entstehen kann. Die bekannte Vorrichtung ist auch in Aufbau und Funktionsweise kompliziert und nicht sicher.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Kamera, bei der Blendenöffnung und Belichtungszeit durch die Öffnung derselben Lamellen bestimmt werden, bei der sich also während des Öffnungsvorganges die Blendenöffnung allmählich vergrößert, eine automatische Blitzlichtvorrichtung zu schaffen, durch v, die das Blitzlicht über einen Verzögerungsstromkreis aus Regelwiderstand und Kondensator so gezündet wird, daß im Augenblick des Blitzes die Blendenöffnung der Entfernung vom Objekt entspricht und so eine automatische Blitzlichtaufnahme ermöglicht wird. Die t>o Vorrichtung soll in Aufbau und Funktionsweise einfach und zuverlässig sein. Außerdem soll eine Vorrichtung vorgesehen weHien, die feststellt, wann sich das Objekt außerhalb des 'intfernungsbereiches befindet, in dem eine automatische Blitzlichtaufnahme möglich ist, und f-s dies anzeigt, uit< Fehlbelichtungen auszuschließen.
Erfindungsgtf'näß wird dies dadurch erreicht, daß die Zündung des B'itilichts durch den Verzögerungsstromkreis während einer konsiant eingestellten Öffnungszeit (vorzugsweise '/30 see) zeitlich direkt steuerbar ist und daß ein Warnstromkreis vorgesehen ist, in den der Regelwiderstand des Verzögerungsstromkreises durch einen Umschalter vorübergehend einschaltbar und durch den bei einem einer einen vorbestimmten Objektabstand übersteigenden Entfernung entsprechenden Widerstandswert des Regelwiderstandes ein Signal erzeugbar ist.
Der Widerstandswert des Regelwiderstandes ist zweckmäßig entsprechend der Entfernung des Objekts von der Kamera, der Empfindlichkeit des angewendeten Films und der Leitzahl des Blitzlichts einstellbar.
Der Warnstromkreis, der die Möglichkeit einer automatischen Blitzlichtaufnahme feststellt, ist vorzugsweise eine Brückenschaltung, und der Regelwiderstand kann durch Umschalter aus dem Verzögerungsstromkreis getrennt und in den einen Zweig der Brückenschaltung eingeschaltet werden.
Im Stromkreis zur Auslösung des Blitzlichts sind vorteilhaft die Blitzlichtlampe und der Thyristor in Reihe an die Stromquelle angeschlossen, wobei Kathode und Gitter des Thyristors jeweils mit einer Seite des Kondensators des Verzögerungsstromkreises mit veränderlicher Zeitkonstante verbunden sind, so daß die Leitfähigkeit des Thyristors und damit die Zündung der Blitzlichtlampe durch die Ladespannung am Kondensator gesteuert werden.
Der Entfernungseinstellring und der Leitzahlring der Kamera sind vorzugsweise durch einen Mechanismus miteinander verbunden und nach Lösen dieses Mechanismus gegeneinander verdrehbar- Der gegenüber dem Leitzahlring drehbare Ring zur Einstellung der Filmempfindlichkeit ist dabei in der Kamera oder dem fixierten Tubus entgegen einer Reibungskraft verdrehbar angeordnet. Der Regelwiderstand wird dabei durch einen auf die Innenfläche des Leitzahlringes autgebrachten Ring aus Widerstandsmaterial und zwei auf diesem Ring gleitenden Kontaktbürsten gebildet, von denen eine mit dem Entfernungseinstellring und eine mit dem Ring zur Einstellung der Filmempfindlichkeit fest verbunden ist.
Die Umschalter, die den Regelwiderstand vom Verzögerungsstromkreis in den "Warnstromkreis umschalten, bestehen vorzugsweise aus einer bogenförmigen Scheibe aus Isoliermaterial, die im Entfernungseinstellring um eine Achse drehbar gelagert ist. An ihren beiden Enden trägt sie dabei jeweils zwei Kontakte, welche paarweise mit einem der beiden Anschlüsse des Regelwiderstandes verbunden sind. Diesen genannten Kontakten liegen isoliert im Entfernungseinstellring angebrachte Kontakte gegenüber, von denen das eine Paar zu dem Verzögerungsstromkreis, dar andere Paar zur Brückenschaltung gehört. Die Kontakte einer Seite werden normalerweise durch Federkraft geschlossen gehalten. Die bogenförmige Scheibe aus Isoliermaterial trägt vorzugsweise einen aus dem Entfernungseinstellring hervorspringenden Druckknopf, bei dessen Betätigung der Umschalter gegen die Federkraft um seine Achse verschwenkt wird, so daß der Regelwiderstand aus dem einen Stromkreis herausgetrennt und in den anderen Stromkreis vorübergehend eingeschaltet wird.
Gegenüber der störanfälligen, der mechanischen Abiutzung unterliegenden und auf Grund ihrer erforderlichen Präzision in der Herstellung komplizierten sowie teuren Vorrichtung des älteren Rechts arbeitet die erfindungsgemäße Vorrichtung durch ihre elektronische Steuerung störungsfrei und ist in der
Herstellung weniger kompliziert und kostenintensiv. Da elektrische Kontakte nicht als Berührungskontakte sondern als Schleifkontakte ausgebildet sind, ist eine unsaubere elektrische Kontaktgabe infolge von Oxydationserscheinungen ausgeschlossen; denn eine sich "> eventuell bildende Oxydschicht wird durch die Betätigung der Kontakt sofort wieder abgeschliffen.
Während nach dem Stand der Technik das Blitzlicht mit Beginn der schnell ablaufenden Schließbewegung des Verschlusses und indirekt über mechanische Teile ι ο gezündet wird und man sich auf die nicht genau vorausbestimmbaren und vor allem mit der Zeil veränderlichen Trägheits- und Reibungskräfte der mechanischen Verschlußteile verläßt, die den Schließvorgang soweit verzögern soiien, daß die Zündung des Blitzlichts noch nahezu bei der maximal gesteuerten Blendenöffnung erfolgt, wird erfindungsgemäß bei Blitzlichtaufnahmen die Belichtungszeit auf eine konstante Zeit, vorzugsweise '/3osec eingestellt; der Verschluß öffnet sich also immer bis zur vollen Blendenöffnung. Die für die Aufnahme effektive Blendenöffnung aber wird durch die Zündung des Blitzlichts zu veränderlichen Zeitpunkten während des Öffnungsvorgangs des Verschlusses entfernungsabhängig durch den Verzögerungsstromkreis bestimmt. Der Verzögerungsstromkreis steuert also nur und direkt die Zündung des Blitzlichts; Zeitverschiebungen auf Grund mechanischer Übertragungsteile sind ausgeschlossen, und unkalkulierbare Trägheits- und Reibungskräfte gehen in den Steuervorgang nicht ein. jo
Durch die direkte elektronische Steuerung der Blitzlichtzündung abhängig von der Entfernungseinstellung nach der Erfindung erfolgt die Zündung des Blitzlichts nicht während des schon eingeleiteten Schließvorgangs des Verschlusses, sondern während der konstanten Öffnungrzeit des Blendenverschlusses, und damit erfolgt indirekt die Steuerung der effektiven Blendenöffnung elektronisch zu von der Entfernungseinstellung abhängigen Zeitpunkten. Die Blendenöffnung wird also durch die Steuerung des Zeitpunktes für w die Zündung des Blitzlichts während der Öffnungszeit automatisch an die übrigen Aufnahmebedingungen angepaßt.
Der erfindungsgemäße Warnstromkreis, in den der mit der Entfernungseinstellung veränderbare Regel- « widerstand vor Tätigung einer Blitzlichtaufnahme vorübergehend eingeschaltet werden kann, zeigt durch das Aufleuchten einer Warnlampe an, wenn die für eine Blitzlichtaufnahme auch bei voller Blendenöffnung zulässige Entfernung überschritten ist, so daß sich Fehlaufnahmen vermeiden lassen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet störungsfrei und unterliegt keiner Abnutzung; ihr Aufbau ist verhältnismäßig einfach, und ihre Herstellung ist kostengünstig.
Weitere Einzelheiten und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung an Hand der Zeichnung.
F i g. 1 zeigt in einer graphischen Darstellung das Verhältnis von Verschluß- und Blendenöffnung, sowie den zeitlichen Verlauf der Zündung des Blitzlichts gemäß der Erfindung.
Fig.2 zeigt das Schaltbild eines Zündstromkreises und Warnstromkreises für eine erfindungsgemäße Bl'itzlichtvorrichtung.
Fig.3 zeigt die perspektivische Darstellung einer Ausführung des im Tubus angeordneten Regelwiderstandes.
Fig. 4 zeigt den Querschnitt einer Anordnung nach F i g. 3, aus dem die Verbindung des Entfernungseinstellringes mit dem Leitzahlring sowie die Trennung derselben ersichtlich ist.
Fig. 5 zeigt in einer perspektivischen Teilansichi vergrößert den im Entfernungseinstellring angeordneten Umschalter eines Ausführungsbeispieles.
Fig. 1 verdeutlicht die Grundgedanken der Erfindung. Auf der Abszisse des Diagramms ist die Zeit, aul der Ordinate ist die Blendenöffnung aufgetragen.
Der öffntingsvorgang der Lamellen, die 7iigleicr Verschluß und Blende bilden, wird zur Zeit / = C ausgelöst; dabei öffnen sich die Lamellen gemäß deir Verlauf der Geraden A verhältnismäßig langem bii z;um Zeiipuiiki i = i\, iü dem eine voriierbeiiiininic Lichtmenge in das Objektiv einfällt. In diesem Augenblick wird z. B. durch Betätigung des Elektromagneten über den elektrischen Verzögerungsstromkreis und den Schaltstromkreis ruckartig der rasch abgelaufene Schließvorgang der Lamellen eingeleitet, so daß die gesamte Öffnungszeit des Verschlusses ungefähr t beträgt und somit die effektive Belichtungszeit zu '/2 f wird bei einer Blendenöffnung D\. Wie weiter ober bereits beschrieben, bilden die Lamellen gleichzeitig Blende und Verschluß, also werden Blendenöffnung unc Belichtungszeit durch den Öffnungsvorgang derselber Lamellen auf einen programmierten Wert bestimmt.
Wenn andererseits bei einer Blitzlichtaufnahme di< Belichtungszeit auf einen bestimmten Wert, z. B. V30 see eingestellt wird und die Blendenöffnung entsprechenc der Filmempfindlichkeit, der Leitzahl des Blitzlichts unc der Entfernung vom Objekt richtig bestimmt wird, s< erfolgt die Aufnahme bei richtiger Belichtung. Stellt siel die Blendenöffnung automatisch entsprechend de Entfernung des Objekts ein, so wird die automatische Blitzlichtaufnahme ermöglicht.
Filmempfindlichkeit und Leitzahl sind festgelegt, se daß die Blendenöffnung sich nur nach der Entfernunj vom Objekt richten muß. Wird während des öffnungs Vorgangs der Blende, der wie oben beschriebe! verhältnismäßig langsam gemäß der Geraden A bis zi völligen Öffnung D\ der Blende verläuft, zur Zeit t? da zeitlich gemäß der Kurve B verlaufende Blitzlicht gezündet — die Ordinate entspricht hierbei de Helligkeit des Blitzlichts — so ist die für den Augenblicl i3 der Blitzlichtaufnahme, d. h. der maximalen Helligkei des Blitzlichtes, geltende Blendenöffnung Di. Somi kann die wirksame Blendenöffnung verändert werden indem der Stromkreis zur Auslösung des Blitzlichtes zi verschiedenen Zeitpunkten geschlossen wird. Erfin dungsgemäß wird also die wirksame Blendenöffnun; auf den entsprechend der Entfernung des Objekte richtigen Wert eingestellt, indem der Zeitpunk verzögert wird, zu dem der Stromkreis zur Auslösung des Blitzlichtes geschlossen wird; eine automatisch! Blitzlichtaufnahme kann so vorgenommen werden.
In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird da Schließen des Stromkreises zur Auslösung des Blitz lichts durch einen aus einem Regelwiderstand un< einem Kondensator bestehenden Verzögerungsstrom kreis gegenüber dem Antrieb des Öffnungsvorgangs de Lamellen verzögert und somit die Blendenöffnung gesteuert
Gemäß F i g. 2 wird der Ladekreis des Stromkreise zur Auslösung des Blitzlichts aus der Stromquelle 1 um dem Kondensator 2 gebildet; parallel zum Kondensate 2 liegt der Entladekreis bestehend aus dem Thyristor: und der Blitzlichtlampe 4, deren Zeitkonstante vor
Schließen des Schalters bis zu ihrem Aufleuchten sowie die Dauer des Blitzes selbst kurz sind. Parallel zum Lade- und Entladekreis sind das aus dem Kondensator 6 und dem Regelwiderstand 5 bestehende Verzögerungsglied sowie der aus einem parallel zum Kondensator 6 angeordneten Zeitschalter 7 gebildete Kurzschlußstromkreis angeschlossen. Durch die Umschalter 8, 9 mit den Kontakten a, b, c, t/kann der Regelwiderstand 5 in das Verzögerungsglied eingeschaltet oder herausgetrennt werden.
Der Regelwiderstand 5 besteht aus dem zwischen den Umschaltern 8,9 eingeschalteten Widerstand 18, der mit dem Umschalter 8 elektrisch verbundenen Gleitbürste 19 und der mit dem Umschalter 9 elektrisch verbundenen Gleitbürste 20. is
Die positive Elektrode des Kondensators 6 im Verzögerungsstromkreis ist an das Gitter des Thyristors 3 angeschlossen, die negative Elektrode des Kondensators 6 ist mit der Kathode des Thyristors 3 verbunden.
Der Widerstandswert des Regelwiderstandes 5 wird zunächst entsprechend der Filmempfindlichkeit, der Leitzahl des Blitzlichts und der Entfernung des Objekts eingestellt, und der Regelwiderstand 5 wird durch die Umschalter 8,9 an die Kontakte a und b angeschlossen. Wenn dann die öffnung der Verschlußlamellen ausgelöst wird, wird gleichzeitig der Zeitschalter 7 geöffnet, und die Aufladung des Kondensators 6 beginnt. Hat die Ladespannung einen bestimmten Wert erreicht, so wird der bisher nichtleitende Thyristor 3 durch diese Spannung am Gitter leitend, worauf das Blitzlicht 4 gezündet und dabei die Blitzlichtaufnahme vorgenommen wird. Die Verzögerungszeit, bis der Thyristor 3 leitend wird, kann durch den Widerstandswert des Regelwiderstandes 5 gesteuert werden. Da der Widerstandswert des Regelwiderstandes 5 nach den äußeren Bedingungen für die Blitzlichtaufnahme eingestellt wurde, erfolgt die Zündung des Blitzlichts automatisch so, daß dieses seine größte Helligkeit zu dem Zeitpunkt hat, zu dem die Verschlußlamellen eine für die Aufnahmebedingungen geeignete Blendenöffnung eingenommen haben.
Die automatische BHtzlichtaufnahme wird jedoch unmöglich, wenn die Entfernung des Objekts für eine bestimmte Filmempfindlichkrit und Leitzahl des Blitzlichts äußerst klein ist, oaer auch wenn sie einen bestimmten Wert überschreitet. Der Entfernungsbereich, in dem die automatische BHtzlichtaufnahme nicht möglich ist, soll festgestellt und angezeigt werden.
Die Ermittlung des kritischen Entfernungsbereichs und die Warnanzeige erfolgt in einer Brückenschaltung, die aus den bei e, f, g, h verbundenen Zweigen besteht. Die Verbindungsstellen f und Λ sind mit einer Stromquelle 11 verbunden, und zwischen den Verbindungspunkten e und g liegen ein Halbleiterelement 12 mit konstanter Durchgangsspannung, die Kontrollampe 13 und ein weiteres Halbleiterelement 14 mit konstanter Durchgangsspannung zum ersteren entgegengesetzt in Reihe. Die Verbindungsstelle e ist außerdem mit dem zweiten Kontakt c des Umschalters 9 verbunden. In Normalstellung schließen die Umschalter 8 und 9 die ω Kontakte a und b. Werden die Umschalter 8,9 aus ihrer Normalstellung gebracht, so daß sie die Kontakte cund d schließen, wird der Regelwiderstand 5 in den Brückenzweig zwischen den Verbindungsstellen eund h eingeschaltet
Überschreitet der Regelwiderstand 5 abhängig von der Entfernung des Objekts einen bestimmten Wert und kommt er aus dem Bereich, in dem die automatische Blitzlichtaufnahme möglich ist, so wird das Spannungsgefälle zwischen den Brückenpunkten g und e so groß, daß das Halbleiterelement 12 leitend wird und ein Strom von g nach e fließt, der die Kontrollampe 13 aufleuchten läßt. Wird die automatische BHtzlichtaufnahme möglich, weil infolge der Entfernung vom Objekt der Regelwiderstand 5 einen bestimmten Wert unterschreitet, so erreicht das Spannungsgefälle zwischen den Punkten e und g, also mit umgekehrtem Vorzeichen, die Durchgangsspannung des Halbleiterelementes 14, es fließt ein Strom von e nach g und zündet ebenfalls die Kontrollampe 13.
So kann also festgestellt werden, ob der der Entfernung des Objekts entsprechende Widerstandswert des Regelwiderstandes 5 sich im Bereich, in dem die automatische Blitzlichtaufnahme möglich ist, befindet oder nicht und ob die Bedingungen für die Blitzlichtaufnahme neu eingestellt werden müssen oder nicht.
Anhand der Fig. 3 bis 5 werden im folgenden Konstruktion und Aufbau des Regeiwiderstandes 5 und der Umschalter 8,9 anschaulich betrieben.
Der Entfernungseinstellring 15, der gegenüber der Kamera oder dem Tubus drehbar gelagert ist, bewegt bei der Drehung mittels eines bekannten Mechanismus den Objektivtubus vor und zurück, wodurch die Entfernung vom Objekt und entsprechend der Brennpunkt richtig eingestellt werden.
Die Erfindung sieht den Leitzahlring 16 vor, dessen Teil 21 von geringerem Durchmesser ist und in den Entfernungseinstellring 15 einfaßt. Auf dem Umfang des Teils 21 sind einige Eingriffsöffnungen 22 vorgesehen. In einer in der Innenfläche des Entfernungseinstellringes 15 eingearbeiteten Ausnehmung 28 (siehe F i g. 4) ist ein kleiner Hebel 24 um die Achse 25 drehbar gelagert. Wie aus F i g. 4 ersichtlich, ist das eine Ende des Hebels 24 zu einer Nase geformt, die in eine der öffnungen 22 im Teil
21 des Leitzahlrings 16 eingreift. Durch eine Feder 26 wird der Hebel 24 in Eingriffsstellung gehalten. Das andere Ende des Hebels 24 ist ebenfalls rechtwinklig abgebogen und ragt durch eine Bohrung 29 in der durch die Ausnehmung 28 reduzierten Wand über die Außenfläche des Entfernungseinstellringes 15 hinaus und bildet dadurch den Druckknopf 27 (siehe auch Fig. 3).
Gewöhnlich wird also die Nase 23 des Hebels 24 durch die Feder 26 in Eingriff mit einer der öffnungen
22 gehalten, so daß Entfer.iun^seinstellring 15 und Leitzahlring 16 miteinander verbunden sind und nur gemeinsam verdreht werden können. Wird der Druckknopf 27 entgegen der Kraft der Feder 26 betätigt, so löst sich der Eingriff, und bei einer gegenseitigen Verdrehung von Entfernungseinstellring 15 und Leitzahlring 16 schnappt die Nase 23 in eine andere Öffnung 22, wodurch die betreffende Leitzahl des Blitzlichts eingestellt wird.
Vor dem Leitzahlring 16 ist gemäß F i g. 3 der Ring 17 zur Einstellung der Filmempfindlichkeit vorgesehen, der mit dem fixierten Tubus oder der Kamera in Reibschluß steht und entgegen der Reibungskraft verdrehbar ist
Auf der Innenfläche des Leitzahlringes 16 ist der ringförmige Widerstand 18 befestigt Mit dem Entfernungseinstellring 15 und dem Ring 17 ist jeweils ein Hebel 30, 31 aus elektrisch leitendem Material fest verbunden. Das freie Ende der beiden Hebel 30 und 31 trägt jeweils eine Kontaktbürste 19 und 20, die auf dem Widerstand 18 gleiten.
Auf dem Entfernungseinstellring 15 ist der diesen
Ring verdrehende Bedienungsansatz 23 vorgesehen. Wie aus Fig.5 ersichtlich ist, ragt der Druckknopf 35 des Umschalters durch eine öffnung 33 in der Wand des Entfernungseinstellringes 15 und des Bedienungsansatzes 32 (siehe such F i g. 3).
Der Druckknopf 35 befindet sich an der bogenförmigen Isolierplatte 34, die an der Seitenwand des Entfernungseinstellringes 15 um die Achse 36 drehbar gelagert ist und durch die Feder 37 in Normalstellung gehalten wird. Die bogenförmige Isolierplatte 34 trägt an ihren beiden Enden jeweils zwei Kontakte 38,39 und 40,41, wobei die Kontakte 38 und 40 sowie die Kontakte 39 und 40 durch zwei parallel auf der Isolierplatte 34 verlaufende Drähte 42, 43 leitend verbunden sind. Der Leitungsdraht 42 ist mit dem elektrisch leitenden Hebe! 30 (siehe Fig.3) verbunden, und entsprechend ist der Leitungsdraht 43 mit dem elektrisch leitenden Hebel 31 verbunden. Auf einer weiteren Isolierplatte 48, die auf der Innenfläche des Entfernungseinstellrings 15 fest angeordnet ist, befinden sich die Gegenkontakte 44,45, 46, 47. Der Kontakt 44 entspricht dem Kontakt c in F i g. 2 der Kontakt 45 dem Kontakt d, der Kontakt 46 dem Kontakt a und der Kontakt 47 dem Kontakt b.
Der Regelwiderstand 5 wird daher normalerweise durch die Feder 37 über die Kontakte a, b an den Verzögerungsstromkreis angeschlossen gehalten. Durch einen Druck auf den Druckknopf 35 wird der Regelwiderstand 5 über die Kontakte c, d in den Brückenstromkreis eingeschaltet, wobei festgestellt wird, ob eine automatische Blitzlichtaufnahme möglich ist und, wenn dies nicht der Fall ist, die Warnvorrichtung ausgelöst wird.
Ό Es ist auch möglich, die Anschlußbedingungen der Kontakte umzukehren, so daß der Regelwiderstand 5 in Normalstellung an die Brückenschaltung angeschlossen ist und durch Betätigung des Druckknopfes 35 in den Verzögerungsstromkreis umgeschaltet wird.
Um die Erläuterungen zu vereinfachen, wurde davon ausgegangen, daß als Blitzlichtvorrichtung ein Lampenblitz verwendet wird, bei dem der Zeitabstand vom Schließen des Schalters 7 bis zur größten Helligkeit der Strahlung und die Strahlungszeit selbst kurz sind. Ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen, kann an Stelle dieses Lampenblitzes auch die bekannte elektronische Blitzröhre verwendet werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Automatische Blitzlichtvorrichtung für eine Kamera mit Lamellenverschluß, bei dem die Blendenöffnung bestimmt wird durch die Öffnung der Verschlußlamellen am Ende des verhältnismäßig langsam ablaufenden Öffnungsvorgangs, wobei die Zündung des Blitzlichts gesteuert von einem Verzögerungsstromkreis, bestehend aus einem Kondensator und einem entsprechend der Entfernung einstellbare» Regelwiderstand, auslösbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündung des Blitzlichts (4) durch den Verzögerungsstromkreis (6, 5) während einer konstant eingestellten Öffnungszeit (tu vorzugsweise V3osec) zeitlich direkt steuerbar ist und daß ein Warnstromkrcis (10) vorgesehen ist, in den der Regelwiderstand (5) durch einen Umschalter (8,9) vorübergehend einschaltbar und durch den bei einem einer einen vorbestimmten Objektabstand übersteigenden Entfernung entsprechenden Widerstandswert des Regelwiderstandes (5) ein Signal erzeugbar ist.
2. Automatische Blitzlichtvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstandswert des Regelwiderstandes (5) entsprechend der Empfindlichkeit des eingelegten Films, der Leitzahl des Blitzlichts und der Entfernung des Objekts von der Kamera einstellbar ist.
3. Automatische Blitzlichtvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Warnstromkreis (10), der die Möglichkeit einer automatischen Blitzlichtaufnahme feststellt, eine Brückenschaltung ist und der Regelwiderstand (5) durch die Umschalter (8, 9) aus dem Verzögerungsstromkreis zu trennen und in den ein Zweig (e, h)aer Brückenschaltung (10) einzuschalten ist.
4. Automatische Blitzlichtvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Stromkreis zur Auslösung des Blitzlichts an die Stromquelle (1) die Blitzlichtlampe (4) und der Thyristor (3) in Reihe angeschlossen sind und die Kathode und das Gitter des Thyristors (3) jeweils mit einer Seite des Kondensators (6) des Verzögerungsstromkreises verbunden sind, wobei die Leitfähigkeit des Thyristors (3) und damit die Zündung der Blitzlichtlampe (4) durch die Ladespannung am Kondensator (6) gesteuert werden.
5. Automatische Blitzlichtvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Entfernungseinstellring (15) und der Leitzahlring (16) der Kamera durch einen Mechanismus miteinander verbunden sind und nach Lösen dieses Mechanismus gegeneinander verdrehbar sind, daß der gegenüber dem Leitzahlring (16) verdrehbare Ring (17) zur Einstellung der Filmempfindlichkeit in der Kamera oder dem fixierten Tubus entgegen einer Reibkraft verdrehbar angeordnet ist und daß der Regelwiderstand (5) durch einen auf die Innenfläche des Leitzahlringes (16) aufgebrachten Ring aus Widerstandsmaterial und zwei auf diesem Ring gleitende Kontaktbürsten (19, 20) gebildet wird, von denen eine mit dem Entfernungseinstellring (15) und eine mit dem Ring (17) zur Einstellung der Filmempfindlichkeit fest verbunden ist.
6. Automatische Blitzlichtvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschalter (8, 9) von einer im Entfernungsein-
stellring (15) um eine Achse (36) drehbar gelagerten bogenförmigen Scheibe (34) aus Isoliermaterial gebildet werden, die an ihren beiden Enden jeweils zwei Kontakte (38, 39, 40, 41) trägt, welche paarweise mit einem der beiden Anschlüsse des Regelwiderstandes (5) verbunden sind, wobei diesen genannten Kontakten isoliert im Entfernungseinstellring (15) angebrachte Kontakte (44, 45, 46, 47) gegenüberliegen, von denen das eine Paar zum Verzögerungsstromkreis, das andere Paar zur Brückenschaltung (10) gehört, und daß die Isolierscheibe (34) einen aus dem Entfernungseinstellring (15) hervorspringenden Druckknopf (35) trägt, bei dessen Betätigung der Umschalter gegen eine Federkraft um die Achse (36) verschwenkt wird und der Regelwiderstand (5) aus dem einen Stromkreis herausgetrennt und in den anderen Stromkreis vorübergehend eingeschaltet wird.
DE2008124A 1969-02-24 1970-02-21 Automatische Blitzlichtvorrichtung für eine Kamera mit LamellenverschluB Expired DE2008124C3 (de)

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DE2008124C3 DE2008124C3 (de) 1980-11-13

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DE3033453A1 (de) * 1980-09-05 1982-03-25 Balda-Werke Photographische Geräte und Kunststoff GmbH & Co KG, 4980 Bünde Kamera mit blitzgeraet

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