DE2009342A1 - Verwendung von Glycerin alkylather (1) phosphorsaure (3) monochohnestern (Äther Lysolecithine) als Mittel zur Stei gerung der natürlichen Resistenz des Or ganismus - Google Patents

Verwendung von Glycerin alkylather (1) phosphorsaure (3) monochohnestern (Äther Lysolecithine) als Mittel zur Stei gerung der natürlichen Resistenz des Or ganismus

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DE2009342A1 DE19702009342 DE2009342A DE2009342A1 DE 2009342 A1 DE2009342 A1 DE 2009342A1 DE 19702009342 DE19702009342 DE 19702009342 DE 2009342 A DE2009342 A DE 2009342A DE 2009342 A1 DE2009342 A1 DE 2009342A1
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Description

Dr.Gr/Kg
Gase 5/448
Dr. Karl Thomae GmbH, Biberach, an der Riss
Verwendung von Glyoerin-al]syläther-(l)-phosphorsäure^(3)-
monocholinestern (Äther-Lysolecithine) als Mittel zur
Steigerung der natürlichen Resistenz des Organismus
Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von Glycerinalkyläther-(l)-phosphorsäure-(3)-monocholinestern (Ither-Lysoleoithinen) der allgemeinen Formel
GHOH
1
C-)
109836/1125
200P342
in der R. einen Alkylrest mit mindestens 12, vorzugsweise 18 Kohlenstoffatomen bezeichnet, als Mittel zur Steigerung der natürlichen Resistenz des Organismus,
Über die lebende Zelle, die kleinste Einheit des Organismus, sind bisher eine Vielzahl von Untersuchungen durchgeführt worden. Man kennt sehr genau den morphologischen Aufbau der Zelle und weiß im wesentlichen über die Bedeutung und Funktionsweise der einzelnen subzellulären Strukturen Bescheid. Auch die Zellmembran ist schon Gegenstand eingehender Untersuchungen gewesen. Man hat bestimmte Vorstellungen über deren !einbau und zahlreiche Membranfunktionen, wie aktiver oder passiver Transport, behinderte oder erleichterte Diffusion, Gegenstromeffekte, Pumpeffekte, Erregungsvorgänge, Signalverarbeitung und dergl. sind schon gründlich studiert worden. Um so verwunderlicher ist es, daß bisher den Grenzflächeneigenschaften der Membranen so wenig Beachtung geschenkt worden ist, obwohl leicht einzusehen ist, daß viele, wenn nicht sogar der überwiegende Teil der Membranfunktionen entscheidend von der Grenzflächenaktivität der Membranen beeinflußt werden. Der Gedanke, daß in der Änderung der Grenzflächenaktivität der zentrale Steuerungs- und Regelmechanismus zu sehen ist, ist gar nicht so abwegig, wenn man sich vor Augen hält, daß durch Grenzflächenaktivitätsänderungen nicht nur die Permeabilität der Membranen, sondern auch die dort auftretenden elektrischen Potentialschwellen beeinflußt werden. Berücksichtigt man ferner, daß die Permeabilität der Membran für die Richtung, Menge und Art der hindurchzutransportierenden Stoffe verantwortlich ist und daß das Membranpotential eine wichtige Rollein der Signalübermittlung im Organismus spielt wobei nicht zu vergessen ist, daß Potentialdifferenzänderungen an Membranen letztlich auf deren Permeabilitätsänderungen beruhen - so könnte man den Schluß ziehen, daß es möglich sein müßte, durch Beeinflussung der Aktivitäten der Membrangrenzflächen gezielte biologische Wirkungen hervorzurufen.
109836/15 25
200P342
Es würde jedoch- in der Fachwelt als abwegig angesehen, die Beeinflussung der Grenzflächenaktivitäten mit Hilfe von oberflächenaktiven Stoffen bewirken zu wollen, denn es ist bekannt, daß oberflächenaktive oder grenzflächenaktive Stoffe im allgemeinen hochgiftige Substanzen darstellen. Stoffe dieser Art erniedrigen bereits in Konzentrationen, die weit unter dem Dosisbereich liegen, der zur Erzielung einer biologischen oder pharmakodynamischen Wirkung ausreicht, die Grenzflächenaktivität der Membran^fLO^weit, daß deren Desintegration eintritt. D.h. grenzÄSchenaktive Stoffe wirken im allgemeinen zytolytisch, sie zerstören die Membran und vernichten dadurch die Zelle. Die zytolytische Wirkung wird dabei um so größer sein, je stärker die grenzflächenaktiven Stoffe resorbiert, d.h. an die Membran angelagert, und je weniger und je langsamer sie metabolisiert werden. . ·
Lysolecithine, das sind Acylglycerinphosphorsäurecholinester, besitzen gleichfalls grenzflächenaktive Eigenschaften und man weiß, daß sie in höheren Konzentrationen zytolytisch, z.B. hämolytisch, wirken. Trotzdem liegt die letale Dosis der Lysolecithine relativ hoch, was darauf zurückzuführen ist, daß Lysolecithine im Organismus außerordentlich rasch u.a. durch Reacylierung zu Lecithinen oder durch Desacylierung zu Glycerylphosphorylcholin metabolisiert werden. Um so erstaunlicher ist es, daß Äther-Lysolecithine der Formel I, die auch oberflächenaktiv sind und die sich von den Lysolecithinen durch den Ersatz der Acylgruppe durch eine Alkylgruppe unterscheiden und daher nicht oder doch wesentlich schwieriger metabolisierbar sein sollten, gleichfalls relativ ungiftig sind. Sie zeigen dosisabhängige pharmakodynamische Wirkungen bereits in einem Dosisbereich, der erheblich Unter dem Wert der Dosis letalis liegt. Als oberflächenaktive Stoffe verändern die Verbindungen der Formel I gleichfalls die Membrangrenzflächenaktivität und sie eigenen sich daher in ausgezeichneter-Weise zur Beeinflussung· und Steuerung der Grenzflächeneigenschaften von Membranen.
Die praktische Nutzanwendung der Äther Lysolecithine der Formel I liegt in deren Verwendbarkeit als Mittel zur Steigerung der natürlichen Resistenz des Organismus. Diese Resistenzsteigerung zeigt sich in einer erhöhten Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen sowie gegenüber Tumoren, ferner in der Potenzierung der Antigenität schwacher, ansonsten tolerierter Immunogene. Darüber hinaus können die Verbindungen der Formel I auch als Hilfsstoffe zur Zellanlockungin vivo und zur Gewinnung von hochaktiven immunkompetenten Zellen verwendet werden.
Die Darstellung der Verbindungen der Formel I ist literaturbekannt und kann z.B. nach dem von D. Arnold, H.U. Weltzien und O. Westphal in Liebigs Ann. Chem 709 (1967) 234 beschriebenen Verfahren erfolgen. Die Synthese verläuft entsprechend dem nachfolgenden Reaktionsschema, ausgehend von 1,3-Benzylldenglycerin über Glycerin-benzyläther-(2), Alkylierung, Umsetzung des GIycerindiäthers mit Phosphorsäure-mono-2-bromäthylester-dichlorid und Einführung des Trimethylaminrestes zum Glycerinalkyläther-(l)-benzyläther —(2)-phosphorsäure-cholinester, aus dem dann durch Hydrogenolyse die Benzylschutzgruppe entfernt wird.
109836/1525
CHOH CH-C^-H,-
ι / CH2-O
CH0-O
CH-O-Bz
CH2-O
CH-C6H5
CH0-OH I ά
CH-O-Bz I
Cffc-OH
CHo-0-Alkyl I -
CH-O-Bz
CH2-OH
CHo-0-Alkyl \ d
CH-O-Bz
CH2-O-PO2-CH2-CH2-Br Cl ·
CHo-0-Alkyl I
CH-O-Bz
CH2-O-PO2-CH2-CH2-Br • OH
CHo-0-Alkyl
CH-O-Bz I
CH-O-PO2-CH2-CH2-N(CH3),
0,
Alkyl = Alkylrest mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen Bz = CH2-C6H1-, Benzylgruppe
Die Verbindungen der Formel I besitzen ein asymetrisches Kohlenstoffatom, sie können daher in zwei stereoisomeren Formen auftreten. Die Herstellung der stereoisomeren Verbindungen kann durch entsprechende Abwandlung des obigen Reaktionsschemas, d.h.
1098 36/1526
Verwendung optisch aktiver Verbindungen, oder durch nachträgliche Spaltung des Reaktionsendproduktes in die optischen Antipoden erfolgen.
Die Herstellung der Verbindungen wird anhand des in der Literatur bisher noch nicht beschriebenen Octadecyl-lysolecithins erläutert.
Herstellungsbeispiel
Glycerin-octadecyläther-(l)-phosT)horsäure-(3)-monooholine3ter
a) Glycerin-octadecyläther-d)-benzyläther-(2)
14 g (0,07 Mol) Glycerin-benzyläther-(2) werden in 500 ml absolutem Xylol gelöst, 1,62 g (0,07 Mol) Natrium zugegeben und das Gemisch allmählich auf 1000C erhitzt. Nach 6 Stunden, naohdem eine dicke Natriumalkoholat-Suspension entstanden ist, werden 34 g (0,09 Mol) n-Octadecyljodid zugegeben und weitere 6 Stunden bei 900C gerührt. Die Lösung wird zunächst klar, doch beginnt nach einiger Zeit allmählich Natriumiodid auszufallen. Nach Abkühlen und Zugabe von 500 ml Wasser wird die organische Phase abgetrennt. Aus ihr werden alle Bestandteile abdestilliert, die bei 0,1 Torr bis zu 1800C flüchtig sind. Es verbleiben 29,2 g Rohprodukt. Diese werden in drei Portionen an je 120 g Kieselgel mit Äther/Petroläther (1:1) als Laufmittel chromatographiert. Ausbeute an reinem Diäther: 8,2 g (entsprechend 19 # der Theorie) als farblose wachsartige Substanz mit Pp. 45 C. (R51 = 0,37)
Analyse für C28H50O3 (434,7)
Ber. C 77,36 H 11,59
Gef. C 77,03 H 11,27
b) Glyoerin-octadecyläther-(l)-benzyläther-(2)-phosphorsäure-(3)-monocholinester
6,8 g (0,016 Mol) Glycerin-octadecyläther-(l)-benzyläther-(2) werden in 60 ml absolutem Chloroform gelöst und die Lösung bei Raumtemperatur mit 4,0 g (0,017 Mol) Phosphorsäure-mono-(2)-
109836/1525
bromäthylester-dichlorid und 3,8 g (0,065 Mol) Triäthylamin in 60 ml Chloroform langsam zugetropft. Nach eintägigem Stehen bei Raumtemperatur wird die rotbraune Lösung zur Hydrolyse mit 8 ml Wasser 2 Stunden lang kräftig gerührt. Nach Eindampfen im Vakuum wird der Rückstand im Hochvakuum über Phosphorpehtoxid getrocknet und anschließend mit 300 ml absolutejn^PetröTäther (60-700C) extrahiert. Man saugt von . den ungelöst gebliebenen Ammoniumsalzen ab, dampft das FiI-trat ein, löst den Rückstand in 100 ml Chloroform und schüttelt 5 Minuten mit 20 ml gesättigter wässriger Bariumacetatlösung kräftig durch. Die Reinigung des Bariumsalzes erfolgt an 200 g Kieselgel mit Chloroform/Methanol (9:2) als" Laufmittel, wobei das Hauptprodukt als farblose gummiartige Substanz anfällt (Rp = 0,58). Nach Umfallen mit Aceton aus Äther (beide absolut) erhält man 6,2 g reines Bariumsalz. Dieses wird nun in 150 ml absolutem Methanol (etwa 5O-6O°warm) 15 Minuten mit 10 ml luftgetrocknetem Kationenaustauscherharz in der H-Form geschüttelt, wobei allmählich Lösung eintritt. Nach Absaugen und Abziehen des Lösungsmittels erhält man 5,8 g freies Bromäthylphosphat als farbloses Öl. Dieses kocht man anschließend mit 300 ml einer 12,5 %igen methanolischen Trimethylaminlösung 6 Stunden am Rückfluß. Das nach dem Eindampfen erhaltene feste Lecithinbromid (7,0 g) wird dann in 200 ml Methanol mit 2,8 g Silberacetat 30 Minuten bei Raumtemperatur heftig gerührt. Dabei entsteht ein wachsartiges rohes Lecithin aus dem die letzten Spuren von Silberacetat nur durch Chromatographie an 200 g Kieselgel mit Chloroform /Methanol/Wasser (65:25:4) als Laufmittel entfernt werden können (Rp = 0,3)* Nach Umfallen mit Aceton aus wenig Chloroform erhält man schließlich das reine Produkt als farbloses Pulver in einer Ausbeute von 40 96 der Theorie (über beide Stufen) Analyse C33H54O7NP (617,9)
Ber. C 64,15 H 10,44 N 2,27 P 5,01 Gef. C 63,40 H 10,26 N 2,32 P 5,07
10 9 836/1525
c) Glyccrin-octadecyläther-(l)-phosphor8äure-(5)-monocholinester
1,0 g (1,62 mMol) Glycerin-ocatadecyläther-(l)-benzyläther-(2)-phosphorsäure-(3)-monocholinester werden mit 250 mg Palladium-Mohr in 150 ml absolutem Methanol 7 Stunden bei 400C und unter Normaldruck hydriert. Anschließende Chromatographie an 100 g Kieselgel mit Chloroform/Methanol/Wasser im Volumenverhältnis von 65:25:4 liefert das reine Ätherlysolecithin als farbloses Pulver mit einem R™-Wert von 0,2. Die Ausbeute beträgt 0,64 g entsprechend 75 % der Theorie. Analyse
C26H58O7NP (527,7)
Ber. C 59 ,17 H 11, 08 N 2, 65 P VJl ,87
Gef. C 57 ,69 H 11, 26 N 2, 48 P 5 ,60
Die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen wurde durch Bestimmung der Überlebenszeit von Mäusen nach Infektion mit pathogenen Keimen in Anlehnung an die von H.G. Howard, D.H. Rowly and A.C. Wardlaw in Nature 179 (1957) 317 beschriebene Versuchsanordnung geprüft. Tiere, denen vor der intraperitonealen Infektion mit E. coli 145 Ätherlysolecithine der Formel I i.p. gegeben worden waren, zeigten eine zwei- bis dreifach längere Überlebenszeit als die unbehandelten Kontrolltiere. Der Grund für die Resistenzsteigerung kann in einer erhöhten Phagozytose gesehen werden. Tiere, die mit Ätherlysolecithinen vorbehandelt waren, zeigten eine erhöhte Aufnahme von Keimen in das Zytoplasma der Phagozyten (Makro- und Mikrophagen). Sowohl die Zahl der phagozytierenden Zellen als auch die pro Zelle aufgenommene Anzahl an Bakterien waren auf das Mehrfache gesteigert. Diese Befunde konnten sowohl in vivo als auch in vitro erhoben werden.
109836/1525
9 -
Die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Tumoren konnte am Beispiel von Impftumoren nachgewiesen werden. Der sog. Mäuse-Ehrlich-Ascites-Tumor ist ein "bei allen Mäusestämmen anwachsender intraperitonealer Impftumor, der nach etwa 10 bis 14 Tagen zum Tode aller geimpften Tiere führt. Werden die Tiere aber mit Itherlysolecithinaider Formel I vorbehandelt, so konnte das Anwachsen des Tumors bei 50 % der Versuchstiere vollständig verhindert werden, d.h.. der übertragene Tumor wurde vernichtet. Bei den restlichen 50 $> der Tiere wurde eine Verlängerung der ' . a Überlebensrate"auf das Zwei- bis Dreifache beobachtet. ^
Die Potenzierung der.Antigen!tat schwacher Immunogene, die gleichfalls als eine Steigerung der natürlichen Resistenz betrachtet werden kann, wurde wie folgt geprüft: ·
1. Die Prüfung erfolgte in Anlehnung an die Methode von Dresser (Immunology £ (1965) 26l).. Die Grundlage der Versuchsanordnung besteht in der Induktion von Toleranz durch ein lösliches Protein. In dieser Versuchsanordnung wird die Fähigkeit von . Substanzen untersucht, im Organismus die Immunantwort gegenüber dem äußerst schwachen immunogenen bovinem Gammaglobulin (BGG) so zu verstärken, daß Antikörper gegen dieses Protein einwand- | frei nachgewiesen werden können. Mäuse erhalten hierbei eine intraperitoneale Injektion von abzentrifugiertem aggregatfreien BGG in einer Dosis von 5 mg.'Normalerweise sind bei dieser Dosis nach 8 bis 10 Tagen keine Antikörper nachweisbar* Die Tiere sind also nicht immunisiert.. Sie sind unter diesen Bedingungen unfähig, gegen das BGG eine Immunantwqrt zu geben.: Gibt man dagegen das BGG in Kombination mit einem Adjuvans, so wird die vorübergehende Toleranzausbildung verhindert und die Tiere bilden nun Antikörper gegen das sonst tolerpgene BGG. 10 bis 12 Tage nach Gabe des tolerogenen Proteins wird den Tieren erneut BGG eingespritzt, das mit Jod-125 markiert ist* Sind die Tiere tolerant, so wird das markierte Antigen wie eigenes Gammaglobulin langsam abgebaut.
109836/1525
- ίο -
Sind die Tiere dagegen immun, so kommt es zu einer sog. Immunelimination, d.h. das markierte Antigen wird wesentlich schneller aus dem Kreislauf entfernt. Als Maß für die gebildeten Antikörper dient daher die Eliminationsgeschwindigkeit von mit Jod-125 markiertem BGG.
Bei der Prüfung des Octadecyläther-lysolecithins konnte festgestellt werden, daß gegenüber einer lediglich mit Kochsalz vorinjizierten Kontrollgruppe die mit BGG und Ätherlysolecithin behandelten Tiere das Tracer-Protein zehn- bis einhundertmal schneller aus dem Kreislauf eliminieren.
2. Eine weitere immunologische Bestimmungsmethode für Antikörper, mit deren Hilfe die Potenzierung der Antigenität schwacher Immunogene bestimmt werden kann, beruht darauf, daß das Antigen (BGG) an Erythrozyten gekoppelt wird und die so behandelten Zellen mit dem Serum in einer geometrischen Verdünnungsreihe während 20 Stunden bei 4°0 inkubiert werden. Ist das Serum antikörperhaltig, so werden die Erythrozyten agglutiniert. Die höchste Serumverdünnung, bei der dieses Phänomen noch zu beobachten ist, wird als Antikörpertiter bezeichnet.
Auch mit dieser, wesentlich ungenaueren Methode ließ sich nachweisen, daß die erfindungsgemäßen Ätherlysolecithine hochaktive Adjuvantien sind.
Die Verbindungen der Formel I können auf übliche Weise appliziert werden. Besonders bevorzugt ist die intraperitoneale Injektion. Die Dosis kann innerhalb weiter Grenzen schwanken und kann etwa 0,5 bis etwa 10 mg/kg betragen.
- Patentansprüche -
109836/1525

Claims (2)

- Ii - Pa te η t a η s ρ rü c Ii e
1. Verwendung von Glycerin-alkyläther-(l)-phosphorsäure--(3)· monocholinester der allgemeinen Formel
CH2-O-R "
CHOH
1 W ^
CH2-O-PO2-CH2-CH2-N(CH3)5 I,
in der R einen Alkylrest mit mindestens 12, vorzugsweise 18 Kohlenstoffatomen bezeichnet, zur Steigerung der natür lichen Resistenz des Organismus.
2. Pharmazeutische Präparate zur Steigerung der natürlichen Resistenz, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Wirkstoff eine Verbindung der Formel I enthalten.
109836/1525
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