DE2009390B2 - Farbstoff und seine verwendung zur faerbung von polyestern - Google Patents
Farbstoff und seine verwendung zur faerbung von polyesternInfo
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Description
Die Erfindung betrifft neuartige Farbstoffe, welche zur Massefärbung von synthetischen Polyestern geeignet
sind und ihre Verwendung zur Färbung eines solchen Materials.
Damit ein Farbstoff zufriedenstellend für die Massefärbung von Polyestern verwendet werden kann, muß
der Farbstoff im allgemeinen die folgenden Bedingungen erfüllen:
1. der Farbstoff muß bei der Polymerisationstemperatur oder bei der Temperatur, bei welcher das
Polymerisat zu dem Formarti'cel geformt wird, oder bei welcher solche Fomartikel verarbeitet
werden, stabil genug sein:
2. die Flüchtigkeit muß unter den obengenannten Bedingungen niedrig genug sein, da die Färbung,
falls die Flüchtigkeit hoch ist, unregelmäßig oder ungleichmäßig sein kann und der benachbarte
Gegenstand (z. B. ein Gewebe) verfärbt werden könnte;
3. der Farbstoff soll eine hohe Echtheit oder Beständigkeit gegenüber Licht und den Einwirkungen
von Reinigungslösungsmitteln, Schweiß und Bleichmitteln besitzen.
Es wurde nun gefunden, daß bestimmte Farbstoffe mit drei bis fünf kondensierten oder anneliierten
Ringen die obengenannten Bedingungen erfüllen.
Insbesondere wird der Farbstoff für die Massefärbung von Polyestern gemäß der Erfindung durch die
allgemeine Formel (I) wiedergegeben:
CH2-N-COR2
J»
(D
worin A die Iminogruppe oder ein Schwefelatom, Z ein Wasserstoffatom, einen Nieder-Alkylrest, einen
Nieder-Alkoxyrest oder ein Halogenatom und m und η
jeweils eine ganze Zahl von 1 bis 4 darstellen, wobei A verschieden sein kann, wenn π 2 oder größer ist, und D
einen Fafbstofrrest darstellt, deraus 3 bis 5 kondensierten
Ringen besteht, wovon jeder keine Sulfonsäuregruppe
aufweist, jedoch mit einem oder mehreren Hydroxyl-, Amino-, Nitrorest/en. Halogenatom/en,
Nieder-Alkyl-, Nieder-Alkoxy-, N-Nieder-Alkylamino-,
Phenylamino-, Cyclohexylamine- oder Carboxylrest/en substituiert sein kann, und R1 und R2
die später gegebene Bedeutung besitzen. Die Erfindung betrifft ebenfalls die Verwendung von einem oder mehreren
dieser Farbstoffe. In der Erfindung bedeuten die Ausdrücke »Nieder-Alkyl-« und »Nieder-Alkoxyreste«
solche Alkyl- und Alkoxyreste mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen.
Aus der belgischen Patentschrift 728 536 sind Dispersionsfarbstoffe bekannt, die vorzugsweise zusammen
mit anderen Dispersionsfarbstoffen für die Färbung von Polyamiden und Polyestern bestimmt
sind. Ihre Verwendung als Dispersionsfarbstoffe legt nicht nahe, daß sie auch für die Färbung in der Masse
brauchbar sind. Der chemische Aufbau zeigt, daß sie keine Carboxylgruppe aufweisen, die für die Verträglichkeit
mit Polyestern und die gute Verteilung in Polyestern wesentlich ist und außerdem die Sublimationsfestigkeit
erhöht, überdies schließt das Fehlen einer Carboxylgruppe einen Einbau des Farbstoffes
in den Polyester selbst bei Anwendung während dessen Herstellung aus, was jedoch zu besonders echten Färbungen
von Polyestern führt.
Der Farbstoff der Formel (I) kann hergestellt werden, indem eine durch die folgende allgemeine Formel
(II) wiedergegebene Verbindung:
D-
(Z)n,
worin A, Z, D, m bzw. η die oben angegebene Bedeutung
besitzen und worin, falls η ^2 ist, A verschieden
sein kann, mit einer Verbindung, welche durch die folgende allgemeine Formel (III) dargestellt wird:
T-CH2-N-COR,
(III)
worin T einen Hydroxylrest, ein Halogenatom, einen Alkoxy- oder Alkylaminorest, R1 ein Wasserstoffatom,
einen Nieder-Alkylrest oder —CO—R3 bedeutet,
R5 R6
—CH- CH,
COOH
HN-COR2
(IV)
worin R1 bzw. R2 die oben angegebenen Bedeutungen
besitzen, in Anwesenheit von Formaldehyd. Paraformaldehyd oder Di(halogenmethyl)äther umsetzt, oder
mit einer durch die allgemeine Formel (V) wiedergegebenen Verbindung:
NC-R7
(V)
worin R7 einen gesättigten oder ungesättigten, mit
einer Carboxylgruppe, einer Carboxyphenylgruppe oder deren niederen Alkylester substituierten Nieder-Alkylrest
oder einen aromatischen, mit einer Carboxylgruppe, einer Carboxyalkylgruppe oder deren
niederen Alkylester substituierten Rest der Benzolreihe bedeutet, in Anwesenheit von Formaldehyd,
Parafonnaldehyd oder Di(halogenmethyl)äther umsetzt.
Das bei der obenerwähnten Kondensationsreaktion zu verwendende Lösungsmittel kann 70 bis 98%ige
Schwefelsäure, 70 bis 85%ige Phosphorsäure oder eine
niedrigere Fettsäure sein, z.B. Ameisensäure oder Essigsäure, unter diesen Verbindungen ist Schwefelsäure
besonders bevorzugt
Die Reaktionstemperatur ist nicht kritisch. Die Reaktion kann bei 0 bis 1200C, für gewöhnlich bei
Zimmertemperatur durchgeführt werden.
AJs Katalysator können solche verwendet werden, welche Sür gewöhnlich bei FriedeKksJts-iteaktionen
verwendet werden, z. S. wasserfreies Zinkchlorid, wasserfreies
Alüffliiiiümchlorid, Boitrifluorid oder PhosphoroxychloritL
und falls R1 ein Wasserstoffatom oder einen Nieder-Alkylrest
darstellt, R2 einen gesättigten oder ungesättigten, mit einer Carboxylgruppe, einer Carboxyphenylgruppe
oder deren niederen Alkylestern substituierten Nieder-Alkylrest, einen aromatischen, mit einer
Carboxylgruppe, einer Carboxyalkylgruppe oder deren niederen Alkylestern substituierten Rest der Benzolreihe
oder einen Anilinrest bedeutet, der mit einer Carboxylgruppe substituiert ist und der zusätzlich
mit einem Nieder-Alkylrest, einem Nieder-Alkoxyrest oder einem Halogenatom substituiert sein kann, und
falls R1 den Rest -CO-R3 darstellt, R2 und R3
miteinander verbunden R4 mit der Bedeutung
-C=C-
darstellen und R5 und R6 jeweils miteinander verbunden
einen Rest darstellen, der einen mit einer Carboxylgruppe oder dessen niederen Alkylester substituierten
Benzolring darstellen, in einem Lösungsmittel und gegebenenfalls in Anwesenheit eines Katalysators umsetzt,
oder mit einer durch die allgemeine Formel (IV) wiedergegebenen Verbindung:
Beispiele für Verbindungen der Formel (II), welch bei der Herstellung der Farbstoffe der Erfindung vei
wendet werden können, sind
1,4-, 1,5- oder 1,8-Dianilinoanthrachinon,
1,4-, 1,5- oder 1,8-Di(phenylthio)anthrachinon, 1,4-, 1,5- oder 1,8-Di(2-, 3- oder 4-toluidino)-
anthrachinon,
1,4- 1,5- oder 1,8-Di(2-, 3- oder 4-methylphenyl-
1,4- 1,5- oder 1,8-Di(2-, 3- oder 4-methylphenyl-
thio)anthrachinon,
1,4-, 1,5- oder 1,8-Di(2-, 3- oder 4-anisidino)-
1,4-, 1,5- oder 1,8-Di(2-, 3- oder 4-anisidino)-
anthrachinon,
1,4-, 1,5- oder 1,8-Di(2-, 3- oder 4-methoxy-
1,4-, 1,5- oder 1,8-Di(2-, 3- oder 4-methoxy-
phenylthio)anthrachinon,
1,4-, 1,5- oder 1,8-Di(2-, 3- oder 4-chloranilino)-
1,4-, 1,5- oder 1,8-Di(2-, 3- oder 4-chloranilino)-
anthrachinon,
1,4-, 1,5- oder 1,8-Di(2-, 3- oder 4-chlorphenylthio)anthrachinon,
1,4-, 1,5- oder 1,8-Di(2-, 3- oder 4-chlorphenylthio)anthrachinon,
1,4-, 1,5- oder 1,8-Dimesidinoanthrachinon, 1,4-, 1,5-oder l,8-Di(vic-m-xylidino)anthra-
chinon,
1,4-, 1,5- oder l,8-Di(2,6-diäthylanilino)-
1,4-, 1,5- oder l,8-Di(2,6-diäthylanilino)-
anthrachinon,
1,4-, 1,5- oder l,8-Di(2,6-dimethyl-4-t-butyl-
1,4-, 1,5- oder l,8-Di(2,6-dimethyl-4-t-butyl-
anilino)anthrachinon,
1,4-, 1,5- oder l,8-Di(2,6-dimethyl-4-n-butyl-
1,4-, 1,5- oder l,8-Di(2,6-dimethyl-4-n-butyl-
anilino)anthrachinon,
1,4-, 1,5- oder 1.8-Di(2,3,5,6-tetramethylanilino)-anthrachinon,
1,4-, 1,5- oder 1.8-Di(2,3,5,6-tetramethylanilino)-anthrachinon,
1,4,5,8-Tetraanilinoanthrachinon, 1,4,5,8-Tetra(phenylthio)anthrachinon,
l-Amino^-phenylthio^-anilinoanthrachinon,
l-Amino-2-phenylthio-4-(2-, 3- oder 4-toluidinoJ anthrachinon,
l-Amino-2,4-Di(phenylthio)anthrachinon. l-Amino-2,4-Di(2-, 3- oder 4-methylphenylthio)-anthrachinon.
l-Amino-4-(4-methylphenylthio)anthrachinon, l-Methylamino-4-(phenyIthio)anthrachinon,
l-Anilino-4-, 5- oder 8-phenylthioanthrachinon,
l^-Dihydroxy-S-anilino-S-phenylthioanthrachinon,
!,S-Dianilino-AS-dihydroxyanthrachhion,
!,S-Dianilino^.S-dihydroxyanthrachinon,
l^-Dianilino-S-nitro-S-hydroxyanthrachinon,
l,5-Di(phenylthio)-4.8-dihydroxyanthrachinon, l,8-Di(phenylthio)-4,5-dihydroxyanthrachinon,
l-Cyclohexylamino^-toluidinoanthrachinon,
l-Methylamino^-anisidinoanthrachinon, 1 -Methyiamino^toluidinoanthrachinon,
l-CycIo-hexylamino-^anisidinoanthrachinon,
1 -Mesidinoanthrachinon,
1 - Oxy-4-mesioünoanthrachinGn, 1 -Oxy-^vic-m-xylidinojanthrachinon, 1,4-Diamino-2,3-di(phenylthio)anthrachinon, 6-AniIino-3 '^'-phthaloylacridon, 6-Phenylthio-3 '^'-phtihaloxylacridon, 4-Anflino-2-methyl-l '(N)^'-anihrapyridin, ö-(4-Toluidino)-3',4'-phtiialoylacridon, 6-<4-Chlorphenyltiiio)-3',4'-phÜiaIoylacridon, 6-Aniüno-i ,P'-anthrapyrimrdon,
1 - Oxy-4-mesioünoanthrachinGn, 1 -Oxy-^vic-m-xylidinojanthrachinon, 1,4-Diamino-2,3-di(phenylthio)anthrachinon, 6-AniIino-3 '^'-phthaloylacridon, 6-Phenylthio-3 '^'-phtihaloxylacridon, 4-Anflino-2-methyl-l '(N)^'-anihrapyridin, ö-(4-Toluidino)-3',4'-phtiialoylacridon, 6-<4-Chlorphenyltiiio)-3',4'-phÜiaIoylacridon, 6-Aniüno-i ,P'-anthrapyrimrdon,
yii^
5-Aöilino-l ',9'{N)-isothiazelanthfon,
7-Phenyltfaio-l '^'H
i
i
and
^y
benzunidazoL
benzunidazoL
^ durch die allgemeine Formel {III) wiede'rge
geojsneVerbmdangen, weiche bei der Herstellung äe
erfindungsgemäßen Farbstoffe verwendet werden können,
seien beispielsweise genannt:
N-Methylolmalonsäure-monoamid,
N-Methylolbernsteinsäure-monoamid, N-Methylol-tere(oderiso)phthalsäure-
N-Methylolbernsteinsäure-monoamid, N-Methylol-tere(oderiso)phthalsäure-
monoamid,
N-MethyloM-carboxyphenylacetamid,
N-Methylol-4-carboxymethylbenzamid,
N-Methylol-3-methyl-terephthalsäure-monoamid,
N-Methylol-4-carboxymethylbenzamid,
N-Methylol-3-methyl-terephthalsäure-monoamid,
N-Methylol-trimellitimid,
N-Methylol-^-carboxybenzyD-succinimid,
N-(Chlor- oder Brom-methyl)-malonsäure-
N-Methylol-^-carboxybenzyD-succinimid,
N-(Chlor- oder Brom-methyl)-malonsäure-
monoamid,
N-(Chlor- oder Brom-methyl)bernsteinsäure-
monoamid,
N-(Chlor- oder Brom-methyl)-trimellilin'iid,
N-Methylol-N-methylterephthalsäure-mono-
N-Methylol-N-methylterephthalsäure-mono-
amid,
KN'-Methylen-bislcarboxyacetamid),
Bis(malonsäure-monoamidomethyl)äther,
N-Methylol-2-. 3- oder 4-urcidobenzoesäure,
N-Methylol-4-ureido-2-methylbenzoesäure,
N-Methylol-3-ureido-benzoesäure,
N-Mcthylol-4-ureido-2-methoxybenzoesäure
und deren niedrigere Alkylester.
Bis(malonsäure-monoamidomethyl)äther,
N-Methylol-2-. 3- oder 4-urcidobenzoesäure,
N-Methylol-4-ureido-2-methylbenzoesäure,
N-Methylol-3-ureido-benzoesäure,
N-Mcthylol-4-ureido-2-methoxybenzoesäure
und deren niedrigere Alkylester.
Die obenerwähnten N-Methylolsäureamid-Verbindungen
oder N-Methylolsäureimid-Verbindungen können leicht hergestellt werden, indem die entsprechende
Säureamid- oder Säureimidverbindung, welche durch die Formel (IV) wiedergegeben wird, in einer
wäßrigen Lösung von Formalin erhitzt wird.
Als durch die allgemeine Formel (IV) dargestellte Verbindungen, welche bei der Herstellung der erfindung^gemäßen
Farbstoffe verwendet werden können, seien die Säureamide und Säureimide aufgeführt,
welche die Vorläufer der oben als Beispiele der durch die allgemeine Formel (111) wiedergegebenen Verbindüngen
genannt wurden.
Beispiele von durch die allgemeine Formel (V) dargestellten Verbindungen, welche bei der Herstellung
der erfindungsgemäßen Farbstoffe verwendet werden können, sind: Cyanessigsäure, /ί-Cyanpropionsäure,
y-Cyanbuttersäure, 3- oder 4-Cyanbenzoesäure, oder
4 - Cyanmethylbenzoesäure. 4 - Cyanphenylessigsäure, /i - (4 - Cyanphenyl) - propionsäure. 4 - Cyanstilben-4'
- carbonsäure, 2 - Methyl - 4 - cyanbcnzoesäure,
4-Chlor- oder 4-Methoxy-3-cyanbenzoesäure und
deren niedrigere Alkylester.
Der durch D in der allgemeinen Formel (I) wiedergegebene Farbstoffrest umfaßt die folgenden beiden
Gruppen:
1. Anthrachinon oder Derivate hiervon, welche durch die folgende Formel wiedergegeben werden
und Schwefelatom enthält und genauer die durch die folgenden Formeln wiedergegebenen Reste:
N-CH3
N N
N —S
N-NH
oder durch die Formel
2. durch die folgenden Formeln wiedergegebene Naphihalinderivate:
worin X ein Rest eines heterocyclischen Ringes ist, welcher ein Stickstoffatom oder ein Stickstoff-Bei
den obengenannten Farbstoffresten können die Anthrachinon- und Naphthalinkerne substituiert sein
mit Hydroxyl, Amino, Nitro, einen Halogen, Nieder-Alkyl,
Nieder-Alkoxy, N-Nieder-Alkylamino, Phenylamino,
Cyclohexylamine oder Carboxyl.
Der erfindungsgemäße Farbstoff kann in gewöhnlicher Weise angewandt werden. So kann/können ein
oder mehrere der durch die oben aufgeführte allgemeine Formel (1) wiedergegebene/n Farbstoff/e einem
Polyester in für die Massefärbung bekannter Weise zugegeben und hiermit vermischt werden. Beispielsweise
kann ein fein zerkleinerter Farbstoff in einer Poliertrommel zum überziehen von Schnitzeln aus
Polyester aufgetragen und die erhaltene, gefärbte Mischung dann geschmolzen und zu Einzelfäden oder an-
deren Gegenständen verformt werden. Falls erforderlich kann das obengenannte Vermischen oder Auftragen
in der Poliertrommel unter Verwendung einer Dispersion des Farbstoffes in einer flüchtigen Flüssigkeit
wie beispielsweise Wasser, Alkohol oder Äthylenglykoläthern (Cellosolve) durchgeführt werden, oder
eine solche Flüssigkeit kann zur Anfeuchtung der Mischung von Farbstoff und Polymerisat verwendet werden.
Weiterhin ist es möglich, das Polymerisat in Anwesenheit von solchen Farbstoffen herzustellen. So
werden z. B. Monomere wie Terephthalsäure oder Dimethylterephthalat,
ein Glykol, z. B. Äthylenglykol, und einer oder mehrere der obengenannten Farbstoffe
vermischt und erhitzt, um die Polymerisation durchzuführen, wobei ein gefärbtes Polymerisat erhalten
wird. Das so hergestellte, gefärbte Polymerisat kann zu Gegenständen wie Fäden oder Filmen in bekannter
Weise verformt werden. Darüber hinaus ist es ebenfalls möglich, ein Vorpolymerisat oder Vorkondensat herzustellen,
und dann den Farbstoff hinzuzufügen. Die Mischung wird dann weiterer Polykondensation unterworfen,
bis ein gewünschter Polymerisationsgrad erreicht ist.
Polyester, welcher nach der Erfindung gefärbt werden kann, ist z. B. ein durch die Polykondensation von
Terephthalsäure und/oder Isophthalsäure oder Ester hiervon mit Glykol der Formel
HO — (CH2)W — OH
(worin w eine ganze Zahl von 2 bis 10 bedeutet)
oder l^-DiihydroxymethyOcyclohexan erhaltener
Polyester. Der Ausdruck »Polyester«, wie er hier verwendet wird, schließt Copolyester ein. Ein solcher Copolyester
kann erhalten werden, indem ein Teil der obengenannten Dicarbonsäure durch eine andere Dicrrbonsäure
oder eine Oxycarbonsäure und/oder indem ein Teil des obengenannten Glykols durch ein
anderes Glvkol ersetzt werden. Da diese Polyester und Copolyester und ihre Herstellung an sich gut bekannt
sind, sind weitere Erläuterungen hierzu nicht erforderlich.
Die erfindungsgemäß erhaltenen, gefärbten Produkte besitzen eine gute Beständigkeit gegenüber
Licht, Dämpfen unter Druck, Schweiß, Reiben nach dem Dämpfen und Wärmebehandlungen im Falle
von Bügeln. Die Farbe besitzt eine tiefe Tönung und die Färbung kann ohne schädliche Beeinflussung der
gewünschten Eigenschaften der Polyester oder der hieraus geformten Artikel durchgeführt werden.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele erläutert. In den Beispielen beziehen sich die Angabenteile
und Prozent immer auf Gewicht.
4 Teile 1,5-Dianilinoanthrachinon werden in 60 Teilen
95%iger Schwefelsäure aufgelöst. 4,4 Teile Cyanessigsäure werden zu der Lösung gegeben und vollständig
aufgelöst. Dann werden, während die Lösung mit Wasser gekühlt wird, 1,6 Teile Paraformaldehyd
nacheinander in kleinen Mengen zu der Lösung zugegeben. Diese Reaktionslösung wird bei Zimmertemperatur
20 Stunden gerührt. Die Lösung wird in 600 Teilen kaltes Wasser eingegossen. Die erzeugten
Kristalle werden abfiltriert, mit Wasser bis zur Neutralität gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute beträgt
5,6 Teile. Dieser Farbstoff besitzt die folgende Formel
O NH
HOXCh2CONHCH2
CH2NHCOCH2CO2H
100 Teile Dimethylterephthalat, 71 Teile Äthylenglykol,
0,05 Teile Manganacetat und 0,04 Teile Phosphorsäure werden miteinander 4 Stunden bei !97"C
gerührt. Das hierbei als Nebenprodukt gebildete Methanol wird abdestilliert. Dann werden zu dieser Mischung
3 Teile eines Farbstoffes, wie er im Beispiel 1 hergestellt wurde und der zuvor mit 12 Teilen Äthylenglykol
durch Mahlen in der Kugelmühle für etwa 30 Minuten angefeuchtet worden war. hinzugegeben.
Dann wird die Temperatur der Mischung auf 2770C
erhöht, und der Druck wird auf 0,3 mm Hg herabgesetzt. Unter diesen Bedingungen wird die erhöhte
Temperatur 6 Stunden aufrechterhalten, um jedes überschüssige Äthylenglykol abzudestillieren. Die
Schmelze wird zu Fäden geformt, die verstreckt werden. Die so erhaltenen verstreckten Fäden sind in rötlichpurpurner
Farbe gefärbt, welche eine hohe Lichtechtheit und Hitzebeständigkeit aufweist.
4,7 Teile 1,4-Dimesidinoanthrachinon werden in 70 Teilen 85%iger Schwefelsäure aufgelöst. Es werden
7,5 Teile 4-Chlor-3-cyanobenzoesäure zu der Lösung zugesetzt, und die Mischung wird bis zur vollständigen
Auflösung gerührt. Dann werden 5.7 Teile Di(chlormethyl)äthcr nacheinander in die Lösung eingetropft.
Nach dem Eintropfen wird die Lösung bei Zimmertemperatur
20 Stunden gerührt. Die Reaktionslösung wird in 700 Teile kaltes Wasser einfließen gelassen. Die
erzeugten Kristalle werden abfiltriert und bis zur Neutralität mit Wasser gewaschen. Beim Trocknen des
Kuchens werden 7,9 Teile blaue Kristalle erhalten.
to
Dieser Farbstoff besitzt die im folgenden aufgeführte Formel
| ο 11 |
NH- | —< | Ϋ | CH2NHCO | |
| Λ | CH3 | ||||
| V | T | CH3 | |||
| V | M O |
NH- | —< | O | |
| H3 | C | -CH3 | |||
| CH2NHCO | |||||
CO2H
Cl
CO2H
Wenn Schnitzel eines Copolyesters von 75% Äthy
wird zusammen mit 100 Teilen Polyäthylenterephtha- 25 lenterephthalat und 25% Äthylenisophthalat an Stell
-----■-· aus polyethylenterephthalat verwendet werden un
diese nach demselben Verfahren gefärbt werden, wir·) aus diesen durch Verformung ein Polyesterfilm in
Form eines gefärbten Produktes erhalten, welches ausgezeichnete Echtheit besitzt.
1 Teil des im Beispiel 3 hergestellten Farbstoffes
lat in Form von Schnitzeln in der Poliermühle behandelt.
Wenn die so hergestellte Mischung in bekannter Weise schmelzversponnen wird, werden blaugefärbte
Fäden erhalten, welche eine ausgezeichnete Lichtechtheit und Hitzebeständigkeit aufweisen.
4,2 Teile 1,5-Di(phenylthio)anthrachinon werden vollständig in 84 Teilen 95%iger Schwefelsäure aufgelöst,
und während diese Lösung mit Wasser gekühlt wird, werden 7,7 Teile N-MethyloltrimelHtimid
nacheinander in kleinen Anteilen hier zugegeben. Dann wird die Lösung 15 Stunden gerührt, während
sie auf Zimmertemperatur gehalten wird. Die Reaktionslösung wird in 800 Teile kaltes Wasser einfließen
gelassen. Die erzeugten Kristalle werden abfiltriert, mit Wasser gut bis zur Neutralität gewaschen und getrocknet.
Die Ausbeute beträgt 11,3 Teile.
Dieser Farbstoff besitzt die folgende Formel
Dieser Farbstoff besitzt die folgende Formel
40
HO2C
N-CH,
CO, H
Wenn N-Brommethyl-trimellitimid an Stelle des
N-Methyloltrimellitimids bei diesem Beispiel verwendet
wird und die Behandlung in der gleichen Weise durchgeführt wird, wird die gleiche Verbindung wie in
diesem Beispiel erhalten.
1 Teil des nach Beispiel 5 erzeugten Farbstoffes und 3 Teile Äthylenglykolmonoäthyläther (Älhyl-Cellosolve)
werden zusammen mit 100 Teilen granulat-
60 förmigem Polyäthylenterephthalat in einer Poliermühle behandelt, bis eine gleichmäßige Mischung erzeugt
ist. Wenn die gefärbte Mischung bei 1200C in einem Vakuum getrocknet und schmelzversponncn
wird, werden gelbgefärbte Fäden von guter Beständigkeit erhalten.
4,5 Teile l,4-Di(4-toluidino)-5,8-dihydroxyanthrachinon werden in 70 Teilen 85%ieer Phosohorsäure
aufgelöst. Es werden 4,9 Teile 4-Cyanbenzocsäure in
die Lösung eingegeben. Während die Lösung mit Wasser gekühlt wird, werden 1,5 Teile Paraformaldehyd
in kleinen Mengen nacheinander hier zugegeben. Die Lösung wird 15 Stunden bei 30 bis 35° C gerührt.
Diese Reaktionslösung wird langsam in 700 Teile
Eiswasser einfließen gelassen. Nachdem 1 Stunde gerührt wurde, wird die Mischung zur Abtrennung der
Kristalle filtriert, diese werden mit Wasser bis zur Neutralität gewaschen. Nach dem Trocknen werden
7,0 Teile grüne Kristalle erhalten. Sie besitzen die folgende Formel
CO2H
HO O NH
Wenn 2-Methyl-4-cyanobenzoesäure an Stelle von 4-Cyanbenzoesäure in dem Beispiel verwendet wird, und
die Behandlung in der gleichen Weise durchgeführt wird, wird eine Verbindung mit einer ähnlichen Farbtönung
mit der folgenden Formel erhalten:
CH2NHCO -<f>—CO2H
HO O NH
CH,NHCO-<f V-CO,H
HO O NH
100 Teile Dimethylterephthalat, 71 Teile Äthylenglykol, 0,05 Teile Manganacetat und 3 Teile der nach
dem Verfahren des Beispiels 7 erhaltenen Farbstoffes werden 4 Stunden bei 197° C gerührt, während als
Nebenprodukt erzeugtes Methanol entfernt wird. 0,5 Teile Triphenylphosphat und 0,05 Teile Antimontriooxid
werden hinzugegeben. Die Temperatur der Mischung wird auf 277° C erhöht und der Druck auf
0,3 mm Hg reduziert. Unter diesen Bedingungen wird die Mischung 6 Stunden gehalten. Währenddessen
wird überschüssiges Äthylenglykol abdestilliert. Dann wird die Mischung zu Fäden verformt, welche
verstreckt werden. Die erhaltenen verstreckten Fäden sind grün gefärbt und besitzen eine ausgezeichnete
Echtheit.
4,2Teile l-Amino-2-phenylthio-4-anilinoan1:hrachinon
werden in 63 Teilen 85%iger Schwefelsäure aufgelöst. Es werden 8,0 Teile 4-Cyanmethylbenzoesäure
hier zugegeben und vollständig aufgelöst. Während die Lösung mit Wasser gekühlt wird, werden 1,5 Teile
Paraformaldehyd in kleinen Mengen hier zugegeben. Die Lösung wird 20 Stunden bei 5O0C gehalten. Die
Reaktionslösung wird in 700 Teile Wasser einfließen gelassen. Die erzeugten Kristalle werden abfillriert.
mit Wasser gewaschen und getrocknet, wobei 7.2 Teile blaue Kristalle erhalten werden. Die erhaltene Verbindung
besitzt die durch die folgende Formel wiedergegebene Struktur
CH2NHCOCH2 <■
O NH
CH1NHCOCH2 CO,H
21
22
Teile Dimethylterephthalat, 25 Teile Dimethylisophthalat,
100 Teile Äthylenglykol, 0,035 Teile Manganacetat und 1 Teil des im Beispiel 9 erhaltenen Farbstoffes
werden rasch erhitzt, bis dL Temperatur auf bis 105° C steigt und 5 Stunden auf dieser Temperatur
gehalten, während als Nebenprodukt erzeugtes Methanol abdestilliert wird. Es wurden 0,03 Teile
Antimontrioxid und 0,4 Teile Triphenylphosphat hier zugegeben. Die Temperatur der Mischung wird auf
etwa 285° C erhöht und ihr Druck wird auf 0,3 mm Hg reduziert. Unter diesen Bedingungen wird die Mischung
6 Stunden gehalten, während überschüssiges Äthylenglykol entfernt wird. Wenn das so erhaltene
Polymerisat in bekannter Weise verformt wird, wird ein
grüngefärbter Polyesterfilm erhalten, welcher ausgezeichnete Echtheit besitze
In der folgenden Tabelle I sind die nach dem
gleichen Verfahren wie im Beispiel 1,3,5. 7 oder 9 synthetisierten
Farbstoffe in der zweiten Spalte aufgeführt.
und die Farbtönungen von mit diesen Farbstoffen nach den Färbeverfahren der Beispiele 2, 4, 6, 8 oder
gefärbten Polyester sind in der dritten Spalte angegeben :
12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26
28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43
Farbstoff
1 ^-Difcarboxyacetamidomethj l-4-anilino)anthrachinon
!,S-Difcarboxyacetamidomethylanilinojantbrachinon
l,4-Di(trimelIitimidomethyl-4-methoxyaniIino)anthrachinon lAS^-Tetraicarboxyacelamidomethylanilinolanthrachinon
M-Dilcarboxyacetamidomethylanilinol-S-nitro-S-hydroxyanthrachinon
l,4-Di(trimellitimidomethyl-2-toluidino)anthrachinon l,4-Di(trimellitimidomethyl-4-toluidino)anthrachinon
1,8-Di(trimellitimidomethylphenylthio)anthrachinon l-Amino-2,4-di(trimellitimidomethylanilino)anthrachinon
lAS.S-TetraitrimellitimidomethylphenylthiuJanthrachinon
l,4-Di[(4-carboxyacetamidomethyl)mesidino]anthrachinon 1,4-Di(trimellitimidornethylphenylthio)anthrachinon
l,4-Di[(4-carboxybenzamidomcthyl)anilino]anthrachinon l,4-Di(carboxyacetamidomethyl-vic-rn-xylidino)anihrachinon
l,4-Di[(3-carbomethoxybenzamidomethyl)-2,6-diäthylanilino]anthrachinon
l,8-Di[(3-methyl-4-carboxybenzamidomethyl)-4-toluidino]-4,5-dihydroxyanthrachinon
l-Amino-2-(trimellitimidomethylphenylthio)-4-(trimellitimidomethylanilino)-anthrachinon
l-Amino-2,4-di[(4-carboxyphenylacetamidomelhyl)phenylthio]anthrachinon
l,5-Dif(3-carboxybenzamidomethyl)-3-toluidino]anthrachinon l,5-Di[(3-carboxybenzaniidomelhyl)-4-chloranilino]anthrachinon
l,4-Di[(3-carboxybenzamidomelhyl)-4-toluidino]anthrachinon l,5Di[(4-carboxybenz;amidomethy])phenylthio]anthrachinon
l,8-Di[(4-carboxybenzamidomethyl)phenylthio]anthrachinon l-Cyclohexylamino-4-(lrimellitimidomethyl-4-anisidino)anthrachinon
l-Methylamino-4-[(4-ciirboxybenzamidomelhyl)-4-loluidino]anthrachinon
l,8-Di[(4-carboäthoxybenzamidomet!''yl)-4-iin.ilhylphenyllhio]anthrachinon
l,5-Di(carboxyacetamidomethyi-2-mcthyIphenylthio)anthrachinon l,5-Di((nmelliüiTndomeUiylmesidino)anthrachinon
l,4-Di(carboxypropionamidomethyl-2,(>dime(hyl-4-t-butylanilino)anthrachinon
l,5-Di(carboxypiOpionamidomelhyl-2,6-dimethyl^t-n-butylanilino)anthrachinon
!,S-Difcarboxybulyramidomelhyl-vic-m-xylidinotanlhrachinon
l,4-Di(4-lrimellitimidomelhyl-2,3,5,6-lelramelhylanilino)anthrachinon
l-Hydroxy-4-(carboxyacetamidomclhylmesidino)anthrachinon Farbton
grünlichblau
puipur
grün
grün
grün
grünlichblau
grün
gelb
grün
rot
blau
bläulichrol
grünlichblau
blau
blau
blau
bläulichgrün
rot
purpur
purpur
grün
gelb
gelb
blau
bläulichgrün
gelb
gelb
bläulichrot
blau
bläulichrot
bläulichrot
blau
bläulichrol
Fortsetzung
/3
| Beispiel | Farbstoff | Farbton |
| 44 | l-Hydroxy-4-(carboxyacetamidomethyl-vic-m-xylidino)anthrachinon | bläulichrot |
| 45 | l-Hydroxy-4-(4-carboäthoxybenzamidomethylmesidino)anthrachinon | bläulichrot -ι. |
| 46 | !,S-DiP-carbomethoxybenzamidomethylmesidinoJanthrachinon | bläulichrot |
| 47 | l,4-Di(trimcllitimidomethyl-2,6-dimethyl-4-t-butylanilino)anthrachinon | blau |
| 48 | l,5-Di(trimellitimidomethyI-4-methylphenyIthio)anthrachinon | gelb |
| 49 | l,5-Di(trimeIlilimidomethyl-2-methy!phenylthio)aiithrachinon | gelb |
| 50 | l,5-Di(trimellitimidomethyl-4-toluidino)anthrachinon | purpur |
2 Teile 1,8-Dianilinoanthrachinon werden in
30 Teilen 95%igcr Schwefelsäure aufgelöst. 3,5 Teile (4-Carboxybenzyl)-succinimid werden in kleinen
Mengen zu der Lösung gegeben. 0,45 Teile Paraformaldehyd werden in kleinen Mengen in die Lösung
gegeben. Die Lösung wird 20 Stunden bei 20 bis 25° C gerührt und dann in 300 Teile kaltes Wasser eingegossen.
Die erzeugten Kristalle werden abfillriert, bis zur Neutralität mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die
Ausbeute beträgt 3,3 Teile.
Dieser Farbstoff hat die folgende Formel, und er färbt nach den Verfahren der Beispiele 2,4,6,8 oder 10
Polyester in Purpur.
O NH
HO2C-
/~~Vhn ο
N-CH2
CH2-N
CH,
CO2H
CH, O
4,7 Teile 1,4-Dimesidinoanthrachinon werden /u
94 Teilen Eisessig gegeben. Es werden 1.5 Teile Bortrifluoridätherat
hier zugegeben. 6,6 Teile N-Methylol-trimellitimid
werden weiterhin beigefügt. Die Mischung wird 20 Stunden bei 50 bis 55° C gerührt und
dann in 600 Teile kaltes Wasser eingegossen. Die
erzeugten Kristalle werden abfiltriert, bis zur Neutralität
mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute beträgt 10,3 Teile.
Dieser Farbstoff besitzt die unten aufgeführte Formel,
und wenn Polyester hiermit nach den in den Beispielen 2, 4, 6, 8 oder 10 genannten Verfahrensweisen
gefärbt werden, ergibt sich eine blaue Färbung.
CO2H
CO2H
25
Beispiel 53
4,2 Teile l,4-Di(4-toluidino)anthrachinon werden in 63 Teilen 90%iger Schwefelsäure aufgelöst. Es werden
5,4 Teile N-Methylol-4-ureidobenzoesäure in kleinen Mengen in die Lösung gegeben. Wenn die Lösung bei
Zimmertemperatur 24 Stunden gerührt wurde, werden 8,5 Teile l,4-Di(4-carboxyphenylcarbamidomethyl-4-toluidino)anthrachinon
der im folgenden aufgeführten Formel erhalten. Bei der Färbung von Polyester mit
diesem Farbstoff nach den in den Beispielen 2,4, 6, 8 oder 10 gezeigten Verfahrensweisen werden diese grün
gefärbt.
CH2NHCONH
// V
CO2H
— CO2H
V^-CH3
CH2NHCONH
Beispiel 54
4,2 Teile l,5-Di(4-toluidino)anthrachinon werden in 63 Teile in 95%iger Schwefelsäure aufgelöst. Es werden
5,4 Teile 3-Ureidobenzoesäure in diese Lösung gegeben. 0,9 Teile Paraformaldehyd werden in kleinen Mengen
in die Lösung eingebracht. Die Lösung wird bei Zimmertemperatur 24 Stunden gerührt, wobei 9,3 Teile 1,5-Di-[P-carboxyphenyl-carbamidomethylH-toluidinoJanthrachinon
der folgenden Formel erhalten werden. Dieser Farbstoff färbt Polyester purpur.
O NH /~~V-CH3 C°2H
CH2NHCON H ~\S
9-
CO2H
NHCONHCH
CH3
HN O
In der folgenden Tabelle II sind die Namen der nach den gleichen Verfahren wie im Beispiel 52 oder 53 synthetisierten
Farbstoffe in der zweiten Spalte aufgeführt,und die mit diesen nach den Verfahrensweisen der Beispiele 2
4, 6, 8 oder 10 gefärbten Polyester sind in der dritten Spalte aufgeführt.
| Beispiel | Farbstoff | Farbton |
| 55 | l,5-Di[(4-carboxyphenylcarbamidomethyl)-4-methoxyphenylthio]anthrachinon | gelb |
| 56 | l,4-Di[(3-carboxyphenylcarbamidomethyl)-3-chlorphenylthio]anthrachinon | gelb |
| 57 | l,5-Di[(3-carboxyphenylcarbamidomethyl)-4-chloranilino]anthrachinon | purpur |
| 58 | l,5-Di[(4-carboxyphenylcarbamidomethyl)-vic-m-xylidino]anthrachinon | rötlichpurpur |
| 59 | l,4-Di[(4-carboxy-3-methylphenylcarbamidomethyl)-2,6-dimethyl-4-t-butyl- | blau |
| anflino] anthrachinon | ||
| 60 | l,4-Di[4-(4-carboäthoxyphenylcarbamidomethyl)-2,3,5,6-tetramethylanilino] | blau |
| anthrachinon | ||
| 61 | l-Amino-2-[(4-carboäthoxyphenylcarbamidomethyl)phenylthio]-4-[(4-carb- | bläulichpurpur |
| oxyphenYlcarbamidomethy:)-4-io'Uidino]anthrachinor. | ||
| 62 | lAS^-Tetra^S-carboxy-^-chlorphenylcarbamidomethyOphenylthio] anthrachinon |
rot |
| 63 | l,4-Di[(3-carboxy-4-chlorphenylcarbamidomethyl)anilino]-5,8-dihydroxy- anthrachinon |
grün |
| 64 | l-Cyclohexylamino-4-[(3-carboxyphenylcarbamidomethyl)-4-anisidino]- anthrachinon |
blau |
| 65 | 1 -Hydroxy-4-[(4-carboxy-3-methoxyphenylcarbamidomethyl Jmesidino]- | bläulichrot |
| anthrachinon |
4,5 Teile o-AnilinoO'^'-phthaloylacridon werden
vollständig in 63 Teilen 95%iger Schwefelsäure aufgelöst. Es werden 3,3 Teile N-Methyloltrimellitimid in
kleinen Anteilen in die Lösung gegeben. Wenn die
Lösung dann 20 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt wird, werden 7,0 Teile Farbstoff erhalten.
Dieser Farbstoff besitzt die folgende Struktur, und er färbt nach den Verfahrensweisen der Beispiele 2, 4,
5 6, 8 oder 10 Polyester grün.
CH,-N
O NH
CO2H
Beispiel 67 Lösung dann 20 Stunden bei Zimmertemperatur ge-
3,5 Teile 6-Anilino-3-methyl-r(N),9-anthrapyridon rührt wird, werden 4,2 Teile eines roten Farbstoffes
werden in 50 Teilen 95%iger Schwefelsäure aufgelöst. erhalten.
Es werden 3,3 Teile N,N'-Methylen-bis(carboxyacet- Dieser Farbstoff besitzt die durch die folgende For-
amid) allmählich in die Lösung gegeben. Wenn die 25 mel wiedergegebene Struktur und färbt Polyester rot.
N-CH,
CH2NHCOCH2CO2H
O NH
In der folgenden Tabelle III sind die Namen der angegeben und die Farbtöne der hiermit nach den
nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 65 oder gleichen Verfahren wie im Beispiel 2, 4, 6, 8 oder 10
66 synthetisierten Farbstoffe in der zweiten Spalte 40 gefärbten Polyester in der dritten Spalte.
| Beispiel | Farbstoff | Farbton | rot |
| 68 | 4-[(N-Methyl-4-carboxybenzamidomethyl)anilino]2-methyl-l'(N),9'-anthra- pyridin |
purpur | |
| 69 | 6-[(4-Carboxybenzamidomethyl)anilino]-r.9'-anthrapyrimidon | rot | |
| 70 | 6-(Trimellitimidomethylanilino)-3-methyl-r(N),9'-anthrapyridon | gelb | |
| 71 | 5-(Trimellitimidomethylanilino)-1 ',9 '(N)-isothiazolan thron | blau | |
| 72 | o-CTrimellitimidomethylphenylthioJ-S'^'-phthaloylacridon | grün | |
| 73 | 6-[(4-C£rboxyphenylcarbamidomethyl )anilino]-3 \4'-phihaloylacridon | grün | |
| 74 | 6-[(3-Carboxyphenylcarbamidomethyl)-4-toluidino]-3',4'-phthaloylacridon | blau | |
| 75 | 6-[(4-Carboxyphenylcarbamidomethyl)-phenylthio]^4'-phthaloylacridon | rot | |
| 76 | 4-[(3-Carboxyphenylcarbaniidoinethyl)anilino]-2-methyl-r,(N),9'-anthra- pyridin |
purpur | |
| 77 | 6-[(4-Carboxyphenylcarbamidomethyl)aniiino]-1 ',9 '-anthrapyrimidon | gelb | |
| 78 | S-^-Carboxyphenylcarbamidomethynanilinoj-r^'^Hsothiazol-anthron | gelb . | |
| 79 | 4',5'-Di[(4-carboxyphenyJcarbamidomethyl)-4-methylphenylthio]-r,8/-naph- thoylenbenzimidazol |
Claims (16)
1. Farbstoff der allgemeinen Formel
—NCOR,
IO reihe oder einen Anilinrest darstellt, der mit eini
Carboxylgruppe substituiert ist und der weiterhi mit einem Nieder-Alkylrest, einem Nieder-Alkox;
rest oder einem Halogenatom substituiert sei kann, und wenn R1 den Rest — CO — R3 darstell
R2 und R3, die miteinander verbunden sind, R
darstellen, wobei R4 folgende Bedeutung hat:
worin D einen Farbstoffrest mit 3 bis 5 kondensierten Ringen bedeutet, wovon keiner eine Sulfonsäuregruppe
besitzt, und jeder mit einem Hydroxyl-, Amino-, Nitrorest, einem Halogenatom, einem oder
Nieder-Alkyl-, Nieder-Alkoxy-, N-Nieder-AIkylamino-,
Phenylamino-, Cyclohexylamino- oder Carboxylrest substituiert sein kann, A einen Iminorest
oder ein Schwefelatom darstellt, Z ein Wasserstoffatom, einen Niederalkylrest, einen Nieder-AIkoxy-Rest
oder ein Halogenatom darstellt, R1 ein Wasserstoffatom, einen Nieder-Alkylrest oder den
Rest —CO — R3 darstellt, und wenn R1 ein
Wasserstoffatom oder einen Nieder-Alkylrest darstellt, R2 einen gesättigten oder ungesättigten, mit
einer Carboxylgruppe, einer Carboxyphenylgruppe oder deren niederen Alkylester substituierten Nieder-Alkylrest,
einen aromatischen, mit einer Carboxylgruppe, einer Carboxylalkylgruppe oder deren
niederen Alkylester substituierten Rest der Benzol- -C=C-R5
R6
—CH-CH2-
COOH
und R5 und R6, die miteinander verbunden sind
einen Rest darstellen, der einen mit einer Carboxylgruppe oder dessen niederen Alkylester substituierten
Benzolring bilden und m und η jeweils eirn.
ganze Zahl von 1 bis 4 bedeuten, und wenn η ^ 2 ist, A gleich oder verschieden sein kann.
2. Farbstoff der Formel
HO2C
N-CH2
CH2-N
CO2H
S
3. Farbstoff der Formel
HO2CCh2CONHCH
CH2NHCOCH2CO2H
4. Farbstoff der Formel
O NH
CH2N
OCH3
-OCH3
CH2N
5. Farbstoff der Formel
CH2N
NH-
CO2H
CH3
NH
CH2N
CH3
CO2H
6. Farbstoff der Formel
O NH
CH2N
CH,
O NH
CH2N
7. Farbstoff der Formel
H3C CK2NHCOCH2CO2H
H3C CH2NHCOCH2CO2H
8. Farbstoff der Formel
CH2NHCO
O NH
C0,H
CH2NHCO
O NH
9. Farbstoff der Formel
CONHCH,
CO2H _J CH2NHCO-<
>
HN O
CO2H
10. Farbstoff der Formel
CH2NIlCO
O NH-/ ■>
CH,
O NH
-CH3
CH,NHCO
CH,NHCO
CO, H CH, H
11. Farbstoff der Formel
H3C
CO2H
CO2H
12. Farbstoff der Formel
O NH
CH2NHCONH
CH2NHCONH
y v
13. Farbstoff der Formel
CH2N
O NH
CO2H
14. Farbstoff der Formel
O S
15. Farbstoff der Formel
HO2C
CO2H
16. Verwendung der Farbstoffe gemäß einem der Ansprüche 1 bis 15 zum Färben von synthetischen PoIyesterformkörpcrn,
dadurch gekennzeichnet, daß man einen oder mehrere der Farbstoffe bei oder nach der
Herstellung der Polyester zusetzt und in üblicher Weise verformt.
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