DE2009454B2 - Vorrichtung zum Beschichten von Werk stucken mit planen Oberflachen - Google Patents

Vorrichtung zum Beschichten von Werk stucken mit planen Oberflachen

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DE2009454B2
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Scholten Juergen Dipl-Ing 4100 Duisburg
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05CAPPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05C1/00Apparatus in which liquid or other fluent material is applied to the surface of the work by contact with a member carrying the liquid or other fluent material, e.g. a porous member loaded with a liquid to be applied as a coating
    • B05C1/02Apparatus in which liquid or other fluent material is applied to the surface of the work by contact with a member carrying the liquid or other fluent material, e.g. a porous member loaded with a liquid to be applied as a coating for applying liquid or other fluent material to separate articles
    • B05C1/025Apparatus in which liquid or other fluent material is applied to the surface of the work by contact with a member carrying the liquid or other fluent material, e.g. a porous member loaded with a liquid to be applied as a coating for applying liquid or other fluent material to separate articles to flat rectangular articles, e.g. flat sheets

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Description

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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftrage von flüssigen oder pastösen Medien wie Lacken auf Werkstücke mit im wesentlichen planen Oberflächen, beispielsweise zum Lackieren von für die Möbelherstellung verwendeten Platten, mit einem Transporttisch und einem über diesen laufenden, für den Transport der Werkstücke bestimmten Förderband und einer über dem Förderband höhenverstellbar gelagerten Auftragwalze, der das aufzutragende Medium über eine Dosierwalze zugeführt wird.
Flüssige oder pastöse Medien werden zur Oberflächenveredlung von bevorzugt planen Flächen durch Gieß- oder Walzverfahren aufgetragen. So werden beispielsweise in der Möbel- und Plattenindustrie an furnierten und sonstigen Trägerplatten nach dem mechanischen Oberflächenschliff verschiedene aufeinanderfolgende Flüssigbeschichtungen vorgenommen, z. B. Wässern, Beizen, Bleichen, Porenfüllen, Farbgrundieren, Spachteln, Mattieren, Lackieren.
Sofern hierbei das Walzverfahren Anwendung findet, arbeitet in der Regel eine gummierte Auftragwalze mit einer Dosierwalze zusammen. Beim Lackauftrag wird beispielsweise durch Verstellen der Spaltweite zwischen beiden Walzen und/oder des Anpreßdruckes der aus der zwischen diesen Walzen befindlichen Lackvorlage auf die Auftragwalze übertragene Lackfilm in seiner Stärke reguliert und die abgegebene Lackmenge somit dosiert (DT-Gbm 66 02 672). Zum Auftragen des Lackes auf ein durchlaufendes Werkstück ist in der Regel senkrecht unterhalb der Auftragwalze eine mit dieser synchron laufende Gegendruck- oder Transportwalze angeordnet. Gelangt ein Werkstück in den Einzugbereich dieses Walzenpaares, wird es bei ausreichender Friktion mitgenommen und beschichtet, wobei der Auftrag ein- oder doppelseitig erfolgen kann.
bei einer derartigen Anordnung ist es bekannt, die Auftragwalze mitsamt einem einen Lackvorrat aufnehmenden Dosierkasten mit Hilfe von senkrecht angeordneten Spindeln zu verstellen (DT-AS 12 20 582). Auf diese Weise kann mim zwar den Durchlaufspalt zwischen der Gegendruck- oder Transportwalze und der Auftragwalze auf verschiedene Werkstückdicken einstellen, jedoch kann sich der Durchlaufspalt nicht selbsttätig auf Schwankungen in der Werkstückdicke einstellen, so daß der Anlagedruck der Auftragwalze auf der zu beschichtenden Oberfläche des Werkstückes unerwünscht hoch ansteigen oder zu klein werden kann.
Eine weitere ähnliche Anordnung ist aus der DT-AS 10 78 906 bekannt. Hierbei sind mehrere AuftragwaJ-zen in einem Rahmen gelagert, der mit Hilfe von Spindeln gegenüber dem Maschinengestell senkrecht verstellbar ist. Auch mit einer derartigen Anordnung ist ein selbsttätiges Nachregulieren oder Einstellen des für die durchlaufenden Werkstücke zwischen den Auftragwalzen und den Gegendruckwalzen vorhandenen Spaltes nicht möglich, so daß sich wiederum ungleichförmige Auftragstärken auf den durchlaufenden Werkstükken ergeben können, wenn deren Dicke auch nur innerhalb kleiner Toleranzgrenzen schwankt.
Wenn beispielsweise eine Lackstraße mit geringer Durchlaufgeschwindigkeit gefahren wird, können herkömmliche Gießmaschinen nicht eingesetzt werden, da diese auch bei sehr gut filmbildenden Lacken zu große Auftragmengen (über 100 g/m2) erbringen. Diese technologische Lücke hat man wiederum durch Hilfskonstruktionen zu überbrücken versucht, indem man vor und hinter den Gießzonen Beschleunigungs- und Bremszonen einschaltet oder Vakuum- und Drosselköpfe verwendet, um bei verminderten Durchlaufgeschwindigkeiten die gewünschten Auftragmengen bzw. -gewichte im Bereich von 50 bis 80 g/m2 erzielen zu können.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ausgehend von dem durch die DT-Gbm 66 02 672 gegebenen Stand der Technik einen Weg zu finden, um den für den Durchlauf der zu beschichtenden Werkstücke vorhandenen Walzenspalt auch während des Beschichtungsvorganges selbsttätig an die jeweilige Werkstückdicke genau anpassen zu können.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art vorgeschlagen, daß die Auftragwalze zusammen mit der Dosierwalze in einem Walzenstuhl gelagert ist, der auf dem Grundrahmen der Vorrichtung um eine horizontale Achse kippbar abgestützt ist, die sich an einem Ende des Walzenstuhles befindet. Mit einer derartigen Vorrichtung ist es möglich, den zwischen Auftragwalze und Dosierwalze befindlichen Walzenspalt auf die zu erwartende Werkstückdicke durch Verschwenken des Walzenstuhles um seine Kippachse einzustellen, wobei die Auftragwalze beim Durchlaufen von Werkstück entsprechend der tatsächlichen Werkstückdicke vom Werkstück angehoben wird und mit verhältnismäßig geringem Druck auf der Werkstückoberfläche aufliegt, wenn der Walzenspalt geringfügig kleiner als die zu erwartende Werkstückdicke eingestellt wurde. Da die Auftragwalze ganz unabhängig von der jeweiligen genauen Dicke des Werkstückes nur mit verhältnismäßig geringem Druck auf den einzelnen Werkstücken aufliegt, lassen sich Beschädigungen der Auftragwalze mit Sicherheit vermei-
den, ebenso wie es möglich ist, dickere Filrie des aufzuschichtenden Mediums mit einer glatten Auftragwalze auf die Werkstücke zu übertragen, ohne daß irgendwelche Oberflächenfehler übertragen werden wurden. Auch ergeben sich nicht die gefürchteten Lacknasen an den Seiten und dem Ende der durchlaufenden Werkstücke, die auftreten, wenn die Auftragwalze mit zu hohem Druck gegen das Werkstück angestellt ist
Bei einer Maschine zum Auftragen von Klebstoff auf Zubehörteile für Schuh- und Lederwaren ist es bekannt, die unter einer um eine feste Achse drehbar gelagerten Auftragwalze befindliche Gegendruckwalze elastisch abzustützen, so daß diese Walze von einem festen Anschlag ausgehend entgegen Federdruck ausweichen kann, wenn Werkstücke größerer Dicken oder unregelmäßiger Formen durch den Walzenspalt hindurchlaufen (DT-Gbm 18 69 958). Gegenüber diesem bekannten Stand der Technik ergibt sich im vorliegenden Falle der Vorteil, daß auf Andruckfedern verzichtet werden kann und daß man die Auftragwake zusammen mit der Dosierwalze beliebig von der Vorrichtung abnehmen und auf diese aufsetzen kann, was nicht zuletzt auch die Reinigung der Vorrichtung erleichtert.
Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der Erfindung ist der Walzenstuhl mittels seitlich angeordneter Laufrollen auf dem Grundrahmen abgestützt, so daß die Auftragwalze in jede beliebige Arbeitsposition auf dem Grundrahmen der Vorrichtung verfahren werden kann. Der Walzenstuhl stützt sich daher nur mit seinem Eigengewicht auf dem Grundgestell der Vorrichtung ab und benötigt nicht, wie bei herkömmlichen Maschinen, einen mechanischen Höhenanschlag, der die Durchgangshöhe für Werkstücke begrenzt. Beim Einzug doppelt liegender Werkstücke sowie im Unglücksfalle der Hand oder des; Armes einer Bedienungsperson kann sich der ganze Walzenstuhl nach oben abheben, so daß Beschädigungen an der Vorrichtung und ernsthafte Verletzungen des Bedienungspersonals nicht zu befürchten sind.
Bei Druckmaschinen zum Bedrucken von Gewebe ist es bekannt, das Druckwerk gegenüber einem Tisch, auf dem das zu bedruckende Gewebe liegt, zu verfahren und zu diesem Zweck auf seitlichen Laufrollen abzustützen (DTPS 1 05 258). Das Druckwerk muß für den Druckvorgang also über den Tisch verfahren werden und kann nicht an jeder beliebigen Stelle den Druckvorgang ausführen. Auch ist nicht vorgesehen, das Druckwerk zum Einstellen auf einen bestimmten Walzenspalt gegenüber dem Grundrahmen der Maschine zu kippen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist zum Erzielen der Kippbarkeit des Walzenstuhles ein auf das eine Laufrollenpaar desselben einwirkender Spindeltrieb vorgesehen, mit dessen Hilfe das betreffende Ende des Walzenstuhles unterschiedlich hoch gegenüber dem Grundrahmen der Vorrichtung eingestellt werden kann. Das am anderen Ende des Walzenstuhles befindliche Laufrollenpaar bildet dann die Kippachse des Walzenstuhles.
Nach noch einem Merkmal der Erfindung ist jedes S Ende der Auftragwalze mit einem Antrieb versehen. Auf diese Weise vermeidet man, daß die Auftragwalze einseitig durch den Antrieb belastet wird, was die Abhebebewegungen der Auftragwalze gegenüber dem Grundrahmen der Vorrichtung beim Durchlauf von
ίο Werkstücken beeinträchtigen würde.
In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Seitenansicht dargestellt
Die Vorrichtung besitzt einen Rahmen mit einem Antriebsständer ί und einem Blindständer 2, die jeweils einen zur Höheneinstellung dienenden Schraubfuß 3 besitzen.
Im Antrieusständer 1 ist ein Antriebsmotor 4 für ein im Rahmen gelagertes endloses Transportband 5 untergebracht. Das Transportband läuft über Umlenkrollen 6 und 7 und eine mittlere Stützwalze 8, die einen größeren Durchmesser als die Umlenkrollen 6 und 7 besitzen kann. Die UmlenkroUe 6 wird vom Antriebsmotor 4 beispielsweise über einen Ketten- oder Keilriementrieb 9 angetrieben, während man die Stützwalze 8 über einen Sondertrieb i0 derart antreibt, daß sie synchron mit dem Transportband 5 läuft.
Auf dem Grundrahmen der Vorrichtung sitzt oberhalb des Transportbandes 5 ein rahmenförmiger WaI-zenstuhl Ii für eine Lackauftragswalze 12, eine gegen diese anstellbare Dosierwalze 13, ein Dosiergetriebe 14 und eine von demselben betätigte Dosierspindel 15. Dieser Walzenstuhl 11 ist mittels Laufrollen 16 und 17 in Längsrichtung über die gesamte Länge der Maschine verfahrbar auf dem Grundrahmen abgestützt, so daß die Lackauftragswalze 12 in jede beliebige Lage gegenüber dem Transportband 5 gebracht werden kann und in jeder beliebigen Lage beidseitig, beispielsweise von der Stützwalze 8, anzutreiben ist. Der Antrieb für die Lackauftragswalze 12 ist in der Zeichnung nicht dargestellt.
Die Laufrollen 16 sind auf beiden Seiten des Walzenstuhles 11 fest mit demselben verbunden, während die Laufrollen 17 am unteren Ende einer Stellspindel 18 gelagert sind, die in ein Gewinde am hinteren Ende des Walzenstuhies eingreift und durch einen Antrieb 19 gedreht werden kann, wodurch sich die Höhenlage dieses Endes des Walzenstuhles 11 gegenüber dem Transport band 5 und damit der Durchgangsspalt zwischen der Auftragswalze 12 und dem Transportband 5 verändern läßt. Hierbei wird der Walzenstuhl 11 um einen Drehpunkt verschwenkt, den die Achsen der Laufrollen 16 bilden.
Die Werkstücke werden in Richtung des Pfeiles 20 durch die Vorrichtung hindurchbewegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Auftragen von flüssigen oder pastösen Medien wie Lacken auf Werkstücke mit im wesentlichen planen Oberflächen, beispielsweise zum Lackieren von für die Möbelherstellung verwendeten Platten, mit einem Transporttisch und einem über diesen laufenden, für den Transport der Werkstücke bestimmten Förderband und einer über dem Förderband höhenverstellbar gelagerten Auftragwalze, der das aufzutragende Medium über eine Dosierwalze zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragwalze (12) zusammen mit der Dosierwalzc (13) in einem Walzenstuhl (11) gelagert ist, der auf dem Grundrahmen (1,
2) der Vorrichtung um eine Achse (16) kippbar abgestützt ist, die sich an einem Ende des Walzenstuhles befindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 2c zeichnet, daß der Walzenstuhl (11) mittels seitlich angeordneter Laufrollen (16,17) auf dem Grundrahmen (1,2) abgestützt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erzielen der Kippbarkeit des Walzenstuhles (U) ein auf das eine Laufrollenpaar (17) einwirkender Spindeltrieb (18, 19) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Ende der Auftragwalze (12) mit einem Antrieb versehen ist.
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DE102005035860A1 (de) 2005-02-17 2006-08-24 Karl W. Niemann Gmbh & Co.Kg Verfahren zum Beschichten von Werkstücken mit rutschfestem Belag

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