DE201041C - - Google Patents

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DE201041C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C19/00Details of fuzes
    • F42C19/04Protective caps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vl 201041-KLASSE 721 GRUPPE
L. DUVIGNAU de LANNEAU in PARIS.
Schutzkappe für Geschoßzünder. Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. September 1907 ab.
Man hat bereits versucht, die Übelstände, welche sich . bei Verwendung von Schutzkappen aus Blei oder anderem weichen Metall für Geschoßzünder ergeben, durch Ver-λvendung starrer Verschlußkappen zu vermeiden. Nun besaßen aber diese alle, um leicht entfernt zu werden, einen Aufreißdraht oder einen aufgeklebten oder aufgelöteten besonderen Befestigungsstreifen, der vor dem
ίο Entfernen der Kappe besonders abgerissen werden mußte.
Die neue Verkapselung, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, besteht nur aus einer starren metallischen Haube ohne besondere Befestigungs- oder Aufreißmittel. Diese Haube besitzt einen äußeren Vorsprung oder einen Befestigungswulst, der gleich bei der Fabrikation der Kappe mit hergestellt oder fest auf ihr angebracht wird.
Diese Kappe ist mit ihrem unteren Rande durch Einfügen oder Falzen in oder unter einer "Rinne oder einem Wulst befestigt, welcher zu diesem Zweck entweder auf, dem spitzbogenförmigen Teile der Granate oder auf dem Zünderteller oder endlich auf einem Ring angebracht ist, der zwischen dem Geschoß und dem Zünder eingeschraubt oder befestigt ist.
Die neue Anordnung besitzt weder Leimnoch Lötstellen, ferner keine Fugen bedeckenden Teile und auch keinen Gewindering, mit einem Wort keinen beweglichen oder von der eigentlichen Haube unabhängigen Teil und ist gegen teilweise Loslösung, die von den Erschütterungen herrührt, vollständig gesichert.
Die Zeichnungen (Fig. ι bis 7) stellen verschiedene beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung dar.
In Fig. I bezeichnet α den obersten Teil der Geschoßspitze und b den Zünder. Die Schutzkappe wird durch die starre Metallhaube c gebildet, die an passender Stelle einen Wulstring d besitzt, der eine Stütze für ein Abreißwerkzeug abgibt.
Der zur Befestigung der Kappe dienende Rand e ist an der Geschdßspitze angebracht, und um ihn wird der untere Rand/ der Kappe gebördelt. Letztere besitzt überdies eine Abstufung g, mit der sie sich auf den oberen Teil h des Randes e auflegt.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist der Wulst d durch einen auf die eigentliche Kappe c aufgeschobenen und mit ihr verlöteten Ring d gebildet. Der zur Befestigung der Kappe dienende Rand e ist als Vorsprung an der Zünderscheibe angebracht. Nach Fig. 3 wird der Rand e durch den vorspringenden Rand eines Metallringes gebildet, der entsprechende Dicke und Festigkeit hat und zwischen Geschoßspitze α und Zünder b bleibend eingefügt ist.
Fig. 4 zeigt eine Ausführung, bei welcher der untere Rand/ der Kappe in eine Ringnut e eingesetzt ist, die in die Abflachung der ogivalen Geschoßspitze eingeschnitten ist und an letzterer einen Reifen m stehen läßt, der so wenig widerstandsfähig ist, daß der Kappenrand/ eingefügt werden kann.
Die Dichtigkeit wird bei den Aüsführungen nach Fig. 1, 2 und 3 auf folgende Weise erreicht:
Die miteinander in Berührung kommenden Teile der Haube c und des zur Befestigung dienenden Randes e werden vor Aufsetzen der Kappe mit einer dünnen Schicht Firnis 5 oder einem Anstrich versehen. Nach Aufbringen und Befestigen der Kappe wird die an dem Geschoß bleibende Fuge mit einer Firnisschicht oder einem zweiten Anstrich bedeckt und dadurch eine weitere Gewähr für
ίο das Dichthalten gegeben.
Bei der Ausführung nach Fig. 4 werden die Wandungen der Ringnut e mit einer Firnisschicht oder einem Anstrich versehen, ehe die Kappe eingesetzt wird.
In allen Fällen ist aber nur eine einzige Fuge zwischen Kappe und Geschoß vorhanden, die überdies vollkommen abgedichtet werden kann.
Vor dem Schießen wird die Kappe mittels eines Schlüssels oder einer schwenkbaren Vorrichtung losgerissen; mit Vorteil kann das in Fig. 5 und 6 dargestellte Werkzeug Verwendung finden. Fig. 5 ist eine Vorderansicht des Werkzeuges, Fig. 6 eine Seitenansieht des am Geschoß zum Abreißen einer nach Fig. 2 befestigten Kappe angelegten Werkzeuges. Es besteht aus einer an einem Stiel k angebrachten Gabel, deren Arme finger- oder daumenartig abgebogene Enden η haben und an einem passenden Zwischenpunkt eine Schraube ο besitzen. Die Schrauben 0 dienen dazu, das Werkzeug an der Geschoßspitze anzuklemmen und zugleich Drehzapfen zu bilden, um durch Abwärtsschwenkung des Werkzeuges die Daumen η zu heben. Letztere stützen sich hierbei an dem Wulstring d, und durch bloßes Herabdrücken des Griffes k im Sinne des Pfeiles (Fig. 6) kann die Haube vollständig losgerissen werden.
Man kann ebenfalls eine schwenkbare Abreißvorrichtung, und zwar besonders vorteilhaft, in dem Falle verwenden, wenn die Geschosse mit den Hülsen verbunden sind (Einheitpatronen). Eine derartige Anordnung ist schaubildlich in Fig. 7 veranschaulicht. Das Werkzeug besteht aus einer zur Aufnahme des ogivalen Geschoß teiles bestimmten Hülse p, die mittels zweier Zapfen in den Seitenwänden eines Lagerkastens oder den Ständern s eines Lagergestelles drehbar ist. Auf letzterem sitzt außerdem eine Platte t mit einer schlitzartigen Durchbrechung u, die eine Erweiterung ν besitzt, um den Wulstrand d der Schutzkappe durchzulassen.
Um' die Kappe abzuziehen, genügt es, die Hülse^p um ihre Zapfen zu schwenken. Die Patrone, auf welche der Kanonier bloß die Hände zu legen braucht, bildet den Hebel der Vorrichtung. Die Schutzkappe kommt mit dem engen Teil u des Schlitzes in Eingriff und verläßt das Geschoß, sobald die schwenkende Bewegung genügend fortgesetzt wird. Auf der Grundplatte des Gestelles kann eine Feder χ angebracht sein, welche die Rückkehr der Hülse ρ in ihre ursprüngliche Stellung erleichtert. Die Vorrichtung kann so eingerichtet sein, daß sie sich leicht am Munitionskasten oder an der Lafette befestigen läßt.
Die beschriebenen Abreißwerkzeuge sind nur als Beispiele angeführt und können je nach den Anwendungen und der Art der Geschosse abgeändert werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Schutzkappe für Geschoßzünder, dadurch gekennzeichnet, daß sie als eine starre, aus einem einzigen Stück hergestellte Metallkappe (c) mit einem als Stütze dienenden äußeren Wulstrand(d) ausgebildet ist, der mit der Kappe in einem Stück hergestellt oder bleibend fest auf ihr angebracht ist, während der untere Rand der Kappe in oder unter einer Einziehung oder einem Wulstrand (e) durch Ziehen oder Umbördeln befestigt wird, der entweder an der Geschoßspitze oder an dem Zünder oder aber an einem zwischen Geschoß und Zünder bleibend befestigten Ring vorgesehen ist.
2. Werkzeug zum Abreißen einer Schutzkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer an einem Stiel sitzenden Gabel besteht, deren Arme mit seitlichen Vorsprüngen (0) versehen sind, die sich auf das Geschoß stützen und als Drehzapfen für das Werkzeug dienen, während die Enden der Arme Finger oder Daumen (n) zum Heben des Wulstrandes der Schutzkappe bilden.
3. Vorrichtung zum Abreißen einer Schutzkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem an der Lafette oder am Munitionskasten anbringbaren Gestell eine die Patronen aufnehmende Hülse (pj drehbar und vor dieser eine geschlitzte Platte (t) angeordnet ist, welche eine Erweiterung (v) des Schlitzes (ti) zum Durchtreten des Wulstrandes der abzuziehenden Schutzkappe aufweist, während der gerade Teil des Schlitzes (u) die Kappe zurückhält, wenn sie durch eine Schwenkung der Hülse (p) in diese eingeschoben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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FR (1) FR391255A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1079161A2 (de) 1999-08-24 2001-02-28 Forschungszentrum Rossendorf e.V. Anordnung zur Verhinderung unerwünschter Drücke beim Absperren oder Drosseln der Flüssigkeitsförderung in einer Rohrleitung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1079161A2 (de) 1999-08-24 2001-02-28 Forschungszentrum Rossendorf e.V. Anordnung zur Verhinderung unerwünschter Drücke beim Absperren oder Drosseln der Flüssigkeitsförderung in einer Rohrleitung

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Publication number Publication date
FR391255A (fr) 1908-10-27

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