DE20107970U1 - Schelle zur Befestigung einer Mehrzahl von Schlauch- oder Rohrleitungen - Google Patents
Schelle zur Befestigung einer Mehrzahl von Schlauch- oder RohrleitungenInfo
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Description
HYDAC Befestigungstechnik GmbH, D - 66125 Saarbrücken Schelle zur Befestigung einer Mehrzahl von Schlauch- oder Rohrleitungen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schelle zur Befestigung einer Mehrzahl von Schlauch- oder Rohrleitungen, mit zwei Klemmkörpern, an denen Anlageflächen vorgesehen sind, an denen die Klemmkörper zur Bildung eines Klemmbackenpaares mittels zumindest einer Spannschraube aneinander anlegbar sind, und mit jeweils im Bereich zwischen benachbarten Anlageflächen gelegenen Durchgängen für die zu befestigenden Leitungen.
Schellen dieser Art, bei denen mehrere Durchgänge für Leitungen in nebeneinanderliegender Anordnung vorgesehen sind, werden beispielsweise zur Verankerung von Hydraulikleitungen bei Hydraulikbaggern verwendet. Um bei hierbei gegebenen rauhen Betriebsbedingungen mit entsprechend großen, durch die Schelle aufzunehmenden mechanischen Belastungen eine ausreichende Betriebssicherheit zu gewährleisten, sind sowohl hinsichtlich der Werkstoffwahl für die Klemmkörper als auch der Anordnung und Dimensionierung der Spannschrauben und der mittels dieser gegebenenfalls bewirkten Befestigung der Schelle am zugehörigen Träger verhältnismäßig hohe Anforderungen zu erfüllen, was zu entsprechend hohen Herstellungskosten führt.
LBBW (Bl
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48cdh/228751
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schelle der besagten Art zu schaffen, die eine besonders betriebssichere Verankerung von Schlauchoder Rohrleitungen sicherstellt, nichts destoweniger jedoch besonders kostengünstig herstellbar ist.
Bei einer Schelle der eingangs genannten Art ist diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an beiden, den seitlichen Enden der Klemmkörper nächstgelegenen, endseitigen Anlageflächen jedes Klemmkörpers eine gegen Relativbewegungen längs der Anlagefläche wirksame Verriegelungsanordnung vorgesehen ist, die jede einen aus der Anlagefläche vorstehenden Vorsprung und eine in der Anlagefläche ausgebildete Vertiefung beinhalten, und daß Vorsprung und Vertiefung zueinander komplementär ausgebildet und so angeordnet sind, daß sie bei aneinander anliegenden Anlageflächen ineinander greifen.
Die auf diese Weise durch den gegenseitigen Eingriff von Vorsprüngen und Vertiefungen erreichte, zumindest in Teilflächenbereichen durch Formschluß wirkende gegenseitige Fixierung der jeweils außenliegenden Endbereiche der Schelle ist in mehrerer Hinsicht vorteilhaft. Zum einen ergibt sich aufgrund der erzielten Erhöhung der Strukturfestigkeit eine höhere Sicherheit bei Auftreten von nicht axialen Belastungen durch die in der Schelle aufgenommenen Leitungen. Des weiteren ergibt sich die Möglichkeit, die Klemmkörper als verhältnismäßig langgestreckte Reihenleisten auszubilden, die für die Befestigung einer größeren Anzahl von Leitungen mit einer entsprechenden Anzahl von Durchgängen ausgebildet sind, ohne daß zu befürchten wäre, daß die am weitesten außenliegenden Leitungen ungenügend gesichert wären. Aufgrund der erreichten, erhöhten Strukturfestigkeit sind auch an die Anzahl und Dimensionierung der Spannschrauben keine besonderen Anforderungen zu stellen.
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Ein besonderer Vorteil besteht darin, daß auf den Einsatz hochfester Werkstoffe verzichtet werden kann. Dank der erfindungsgemäßen Gestaltung der Klemmkörper kann die erfindungsgemäße Schelle aus Kunststoff, beispielsweise einem Polypropylen-Kunststoff gefertigt werden, ohne daß Einbußen der Betriebssicherheit zu befürchten wären. Dadurch ergeben sich nicht nur niedrige Werkstoff- und Herstellungskosten für die beispielsweise durch Preßformen herstellbaren Klemmkörper, sondern auch die weiteren Vorteile des geringen Gewichts und der gegenüber aus Metall gefertigten Schellen verbesserten Dämpfungseigenschaften.
Dadurch, daß die Verriegelungsanordnung an beiden endseitigen Anlageflächen jedes Klemmkörpers durch je einen Vorsprung und je eine Vertiefung gebildet sind, eröffnet sich zudem die Möglichkeit, beide Klemmkörper des Klemmbackenpaares der Schelle gleich auszubilden, was ebenfalls zu besonders kostengünstiger Herstellung beiträgt.
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht eines Klemmkörpers eines Ausführungsbeispieles
der erfindungsgemäßen Schelle, gesehen in Richtung auf die in gemeinsamer Trennebene liegenden Anlageflächen für die Anlage eines gleich ausgebildeten zweiten Klemmkörpers;
Fig. 2 einen Längsschnitt des Klemmkörpers von Fig. 1 und
Fig. 3 und 4 Schnitte entsprechend den Schnittlinien III - III bzw. IV-IV von Fig. 1.
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Der in den Figuren dargestellte, als Ganzes mit 1 bezeichnete Klemmkörper hat die Form einer, bezogen auf seine Längsachse 3, langgestreckten Leiste mit ebenem Boden 5 mit rechteckförmigem Grundriß. An seinen Schmalseiten, d.h. den von der Längsachse 3 durchdrungenen Enden, ist der Klemmkörper 1 durch ebenfalls ebene Endflächen 7 begrenzt, welche durch ebene Seitenflächen 9 miteinander verbunden sind.
Quer zur Längsachse 3 ist der Klemmkörper 1 durch vier Vertiefungen 11 durchzogen, welche in Zusammenwirkung mit einem zweiten, nicht dargestellten Klemmkörper, der gleich ausgebildet ist wie der dargestellte Klemmkörper 1, vier Durchgänge für in der Schelle aufzunehmende Schlauch- oder Rohrleitungen (nicht dargestellt) bilden. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel haben die halbkreisförmigen Durchgänge 11, deren Achsen in Fig. 1 mit 12 bezeichnet sind, verschiedene Radien zur Aufnahme von Leitungen unterschiedlichen Durchmessern, wobei beim gezeigten Beispiel die beiden den Endflächen 7 näher gelegenen Vertiefungen 11 gleiche Radien aufweisen, die kleiner sind als die ebenfalls einander gleichen Radien der beiden Vertiefungen 11 im mittleren Bereich des Klemmkörpers 1.
In den Bereichen zwischen den Vertiefungen 11 bildet der Klemmkörper 1 ebene Anlageflächen 13, 14 und 15 für die Anlage entsprechender Anlageflächen des das Klemmbackenpaar der Schelle vervollständigenden zweiten Klemmkörpers. Die Anlageflächen 13, 14 und 15 liegen in einer gemeinsamen Trennebene des Klemmbackenpaares, welche durch den Zentralbereich der Vertiefungen 11 verläuft. In den Bereichen der Anlageflächen 14 zwischen den jeweils äußeren Vertiefungen 11 ist der Klemmkörper 1 durch je ein Durchgangsloch 17 durchzogen, die jede für den Durchtritt einer nicht gezeigten Spannschraube vorgesehen sind und in dem dem Bo-
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den 5 benachbarten Bereich einen Abschnitt 18 erweiterten Durchmessers aufweisen.
An jeder der beiden den Endflächen 7 benachbarten, endseitigen Anlageflächen 13 ist eine Verriegelungsanordnung vorgesehen, von denen jede einen Vorsprung 21 und eine dazu komplementäre Vertiefung 23 aufweist. Vorsprung 21 und Vertiefung 23 sind bei beiden Anlageflächen 13 in jeweils geringen Abständen zu den Endflächen 7 und den Seitenflächen 9 und in jeweils gleichen Abständen von der Längsachse 3 angeordnet, wobei Vorsprung 21 und Vertiefung 23 an beiden Enden des Klemmkörpers auf verschiedenen Seiten der Längsachse 3 angeordnet sind, so daß bei Bilden eines Klemmbackenpaares durch Vereinigen zweier gleich ausgebildeter Klemmkörper 1 jeweils der Eingriff von Vorsprung 21 und Vertiefung 23 an jeder Anlagefläche 13 erfolgt.
Die Vorsprünge 21 können, wie gezeigt, kegelig ausgebildet sein, könnten jedoch auch eine andere Form besitzen, beispielsweise zylindrisch, rechteckig oder dergleichen, wobei die zugeordnete Vertiefung jeweils in angepaßter Form ausgebildet ist.
Wie insbesondere aus Fig. 2 zu ersehen ist, sind die an die benachbarten Anlageflächen 13, 14 oder 15 angrenzenden Ränder 25 jeweils leicht abgerundet. Durch Vermeidung einer scharfen Kante besteht keine Gefahr, daß bei Schlauch- oder Rohrleitungen, die mit weichen Umhüllungen ummantelt sind, ein Einquetschen der Ummantelung in der Trennebene erfolgt.
Weiterhin ist, wie aus Fig. 4 erkennbar ist, die Innenfläche jeder Vertiefung 11 mit einer leichten balligen Wölbung 27 versehen, so daß im Klemmbakkenpaar der Innendurchmesser der durch die Vertiefungen 11 gebildeten Durchgänge im Zentral bereich geringer ist als in den von der Längsachse 3
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entfernten Endbereichen. Diese Balligkeit in der Aufnahme der Leitungen führt zu einer erhöhten Flächenpressung im Zentralbereich der Durchgänge, wodurch die Kraftverteilung im Klemmbackenpaar der Schelle optimiert wird.
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Aufgrund der durch die gegenseitige Fixierung der äußeren Anlageflächen 13 beider Klemmkörper 1 erreichten Erhöhung der Strukturfestigkeit läßt sich die erfindungsgemäße Schelle ohne Einbuße hinsichtlich der Sicherheit der Befestigung als langgestreckte Reihenleiste mit einer verhältnismäßig großen Anzahl von Durchgängen für Leitungen ausbilden, ohne daß teure Werkstoffe verwendet werden müßten oder ein hoher baulicher Aufwand für die Ausbildung der Spannschrauben erforderlich wäre. Diese lassen sich ohne weiteres in der Nähe des Zentralbereiches des Klemmbackenpaares anordnen, was konstruktive Vorteile insbesondere dann erbringt, wenn die Spannschrauben gleichzeitig zur Befestigung der Schelle an einem Träger benutzt werden, wobei geringe Abstände zwischen den Schrauben, d.h. den Befestigungsstellen, von Vorteil sind. Die erfindungsgemäße Schelle kann aus Kunststoff, mit oder ohne Verstärkung, kostengünstig beispielsweise durch Preßformen hergestellt werden, wobei ein Polyproylen-Kunststoff vorgesehen sein kann.
Claims (10)
1. Schelle zur Befestigung einer Mehrzahl von Schlauch- oder Rohrleitungen mit zwei Klemmkörpern (1), an denen Anlageflächen (13, 14, 15) vorgesehen sind, an denen die Klemmkörper (1) zur Bildung eines Klemmbackenpaares mittels zumindest einer Spannschraube aneinander anlegbar sind, und mit jeweils im Bereich zwischen benachbarten Anlageflächen (13, 14, 15) gelegenen Durchgängen (11) für die zu befestigenden Leitungen, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden, den seitlichen Enden (7) der Klemmkörper (1) nächstgelegenen, endseitigen Anlageflächen (13) jedes Klemmkörpers (1) eine gegen Relativbewegungen längs der Anlagefläche (13) wirksame Verriegelungsanordnung vorgesehen ist, die jede einen aus der Anlagefläche (13) vorstehenden Vorsprung (21) und eine in der Anlagefläche (13) ausgebildete Vertiefung (23) beinhalten, und daß Vorsprung (21) und Vertiefung (23) zueinander komplementär ausgebildet und so angeordnet sind, daß sie bei aneinander anliegenden Anlageflächen (13) ineinander greifen.
2. Schelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlageflächen (13, 14, 15) der Klemmkörper (1) eine gemeinsame, sich durch den Zentralbereich der Durchgänge (11) erstreckende Trennebene definieren.
3. Schelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Klemmkörper (1) gleich ausgebildet sind.
4. Schelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Klemmkörper (1) eine quer zur Achse (12) der Durchgänge (11) langgestreckt ausgebildete Leiste mit zumindest drei Durchgängen (11) bildet.
5. Schelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (21) und die Vertiefung (23), gemessen in Richtung der Achsen (12) der Durchgänge (11), in einem wesentlichen Abstand voneinander in der betreffenden Anlagefläche (13) angeordnet sind.
6. Schelle nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den leistenartigen Klemmkörpern (1) in Bereichen, die durch zumindest einen Durchgang (11) von den endseitigen Anlageflächen (13) getrennt sind, zumindest ein Durchgangsloch (17, 18) für je eine Spannschraube vorgesehen ist.
7. Schelle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die den Übergang zwischen den Anlageflächen (13, 14, 15) und den angrenzenden Durchgängen (11) bildenden Ränder (25) der Anlageflächen (13, 14, 15) abgerundet sind.
8. Schelle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderflächen der Durchgänge (11) eine ballige Wölbung (27) dergestalt aufweisen, daß im Klemmbackenpaar der Innendurchmesser der Durchgänge (11) im Zentralbereich geringer ist als in den axialen Endbereichen.
9. Schelle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgänge (11) unterschiedliche Durchmesser aufweisen.
10. Schelle nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmkörper (1) aus Kunststoff, vorzugsweise einem Polypropylen-Kunststoff, gefertigt sind.
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