DE2012121A1 - A.t 13.03.to - Google Patents
A.t 13.03.toInfo
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- DE2012121A1 DE2012121A1 DE19702012121 DE2012121A DE2012121A1 DE 2012121 A1 DE2012121 A1 DE 2012121A1 DE 19702012121 DE19702012121 DE 19702012121 DE 2012121 A DE2012121 A DE 2012121A DE 2012121 A1 DE2012121 A1 DE 2012121A1
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F8/00—Chemical modification by after-treatment
- C08F8/18—Introducing halogen atoms or halogen-containing groups
- C08F8/20—Halogenation
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Description
2ßj2T21
Ofpf.big. F.fi. ϊϊβΙ-ΙΐίΐϊβΓίη, Εϊϊρί,Cheaü ^'Hübar -V S aiünciian 2J1 Mähiatr. 22 .
ΪΗΕ DOW CHEMIGAl C0ΜΡΑΗΪ, Midland, Michigan / USA
Verfahren zmr Hacliöhlorierung von Vinyleiiloridhär^en; in
wässriger Suspenaion ; :
Die Erfindung betrifft ein Verfallen aür liaciiclilorietung
Vinylchloridharizien in wässriger Suspension in Abwe^eaMit' -I
von Sauerstoff sowie in Gegenwart eines ÖhlorüberdmolEö j
wenigstens 0,14 kg/qm2, abs. (2 psig) oberhalb
des* Systems, üieses Verfahren ist^dadiirch
dass die Ghlotierung bei einer (Deiöp.öratiiX1 vo» oberllalb;
10O0C und unterhalb 1400C durehgefQhrt wird, ■ ;/":
Es wurde gefunden, 'dass Temperaturen oberhalb 1000O9 «jedach
unterhalb 14Ö°O sur Folge habfn5 dass die Reaktion^
induktionszeit .im wesentlichen beseitigt wird, wobei
- 2
dom keine Bildung unerwünscht hoher Reaktionsdrucke auftritt.
Dieses Verfahren stellt ferner eine Möglichkeit zur schnellen Herstellung nachchlorierter Vinylchloridharze mit hohen Formbeständigkeitswerten
dar. Diese Harze -besitzen eine ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegenüber durch Wärme induzierten
Chlorwasserstoff abspaltung. Erfindungsgemäss v/erden die
nachstehend angegebenen Verfahrensstufen zur Fachchlorierung von Vinylchloridharzen in wässriger Suspension in vorteilhafter-Weise
durchgeführt:
1. Einleitung sättigender Mengen von Chlorgas in eine bewegte
Suspension aus einer kleineren Menge eines makrokörnigen Vinylchloridharzes
und einer grösseren Menge eines wässrigen Mediums, wobei die Suspension auf eine Temperatur von wenigstens ungefähr
10O0C solange erhitzt wird, bis eine Chlorierungsreaktion
initiiert worden ist, worauf
2. nach der Initiierung der Chlorierungsreaktion die Suspension bei einer Temperatur oberhalb 1000C, jedoch unterhalb ungefähr
HO0C im wesentlichen unter Ausschluss von Sauerstoff gehalten wird, wobei ein ChIorüberdruck von wenigstens
0,14 kg/cm , absolut (2 psig) oberhalb dem Eigendruck des Systems solange aufrechterhalten wird, bis die gewünschte
Chlormenge in das Vinylchloridharz eingeführt worden ist,
3. die Suspension auf eine Temperatur zwischen 100 und 1150C
abgekühlt wird, wobei bei dieser Temperatur die Chlorierungsreaktion im wesentlichen abgestoppt wird, und wobei ein
leichter Chlorüberdruck aufrecht erhalten wird, und anschliessend )
4. das chlorierte Produkt von der Suspension abgetrennt und
überschüssiges Chlor entfernt wird.
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ORfQINAi INSPECTED
Hie zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geeigneten
Yinylcn.Xoridh.arze sind alle thermoplastische Polymeren,
die aus einer Monoraerenmischung hergestellt werden,
welche nicht weniger als ungefähr SO Gewichts-^ Vinylchlorid
enthält, wobei sich der Eest. aus einem 1-moncolefinischen
oder vielartigen Go'monoraereii (d.h. einem Oombnomeren, das
eine einzige Gruppierung CH2=G pro Molekül enthält), !wie /beispielsweise
Vinylidenchlorid, Vinylacetat, Methylacrylat, Styrol,
Acrylnitril, Methylmethacrylat, Äthylen, Propylen oder dergleichen, zusammensetzt, wobei' das Homopolyaere des
Vinylchloridmonomeren bevorzugt wird.
„Unter dem Begriff "makrokörnig" soll jedes körnige Hars verstanden
werden, dessen Seuchen eine Grosse von mehr als ungefähr 10 u und vorzugsweise mehr als 50 u im Durchmesser
"besitzen,- Ss ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die sogenannten
"Yielzweckharze'V deren Teilchen im Durchmesser "bis zu
200 u oder darüber messen, ebenfalls in zufriedenstellender
Vieise eingesetzt v/erden können* Ferner hat eine Verwendung
der relativ porösen Harze zur JFolge, dass die Diffusion des
Chlors, in die Teilchen erleichtert wird. Daher ist es vorzuziehen,
zur Durchführung des erfindungsgeinässen Verfahrens derartige Harze einzusetzen. Beispiele für derartige bevorzugte
Harze sind diejenigen Harze, die ungefähr 5 - 50 VoIun-'/i
an Porenraum aufweisen.
ErfindungsgeEiärss werden ferner in vorteilhafter Vieise Quellmittel
verwendet, beispielsweise die chlorierten Kohlenwasserstoffe mit 1 - 3 Kohlenstoffatomen. Beispiele für bevorzugte
Materialien sind lionochlormethan, Di chlorine than, Trichlormethan,
'.Tetrachlorkohlenstoff sowie die Mitglieder der Chloräthan-i'amilie. Sin Vorteil der Erfindung besteht darin,
dass merklich geringere Kengen an Quellmitteln verwendet
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werden können, und zwar im Vergleich zu den üblichen Nachchlorierungsmethoden
bei niedriger Temperatur, so dass hinsichtlich der Lösungsmittelrückgewinnung sowie im Hinblick auf die
Tatsache, dass Reaktoren verwendet werden können, welche ge- „
ringere Drucke aushalten müssen, wirtschaftliche Vorteile erzielt v/erden. Insbesondere sieht die vorliegende Erfindung,
;falls überhaupt, nur die Verwendung von soviel Quellmittel vor, dass das Vinylchloridharz in einem solchen Maße angequollen
wird, dass bei den erhöhten Temperaturen Chlor einzudringen vermag, wobei bei den erhöhten Temperaturen, unter denen das
W Quellverinögen der Quellmittel merklich erhöht wird, weniger
Quellmittel erforderlich ist. Perner bleiben die Reaktionsdrucke in vorteilhafter Weise sehr niedrig, und zwar infolge
des wirksamen Eindringens des in geringer Menge verwendeten Quelimittels in das Polymere, wobei das Eindringen jedoch bei
einer Einhaltung von Temperaturen von weniger als 10O0G nicht
ohne weiteres erfolgt. Ein derartiges Eindringen reduziert merklich die Aktivität des Quellmittels (und zwar bezüglich der
Weise, in welcher es als freies Lösungsmittel wirkt), so dass merklich sein Partialdruck in dem Eigendruck des Systems bei
erhöhten Temperaturen reduziert wird. Bs wurde gefunden, dass erfindungsgemäss bei einer Verwendung von mehr als ungefähr
h 20 Gewichtsceilen eines Quellmittels pro 100 Gewichtsteile
eines Vinylchloridharzes die organische Phase im v/esentlichen ein'Gel bei den erhöhten Temperaturen wird, wobei das Gel nicht
mehr jei vernünftigen Aufschlämmungskonzentrationen bewegt
werden kann. Erfindurigsgernäss treten nur die geringen Viskositäten
einer wässrigen Aufschlämmung eines Feststoffs auf, der
nicht überriissig bei den Chlorierungs tempera türen erweicht ist,
und der mit fortschreitender Chlorierung und mit zunehmendem Peststoffgehalt in der Aufschlämmung in seiner Härte zunimmt.
Daher kann eine gröscere Aufschiämmungsnenge verwendet werden,
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wodurch die" Wirtschaftlichkeit des Verfahrens verbesseret wird.
Das Fehlen einer Gelierung sowie das Fehlen eines Zusammenschmelzens
der Seuchen bei der Durchführung des erfindungsgemässen
Verfahrens ermöglicht es ferner, ein nachchloriertes Vinylchloridpolymeres zu erhalten, das Oberflächeneigenschaften
(beispielsweise Porosität und Oberfläche) besitzt, die denjenigen des Ausgangsvinylchloridpolymeren ähnlieh sind
oder entsprechen.
Ferner hat erfindungsgemäss das Fehlen oder die Verwendung nur
sehr kleiner Mengen an Quellmitteln zur Folge, dass vollstän- |
dig die Notwendigkeit einer Lösungsmittelwiedergewinnung bei
der Verwendung vieler Grundharze entfällt. Wird kein Quellmittel verwendet, dann müssen auch keine Spuren an. Quellmitteln
entfernt werden. Dies trägt ebenfalls zu der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens bei. Es wurde ferner gefunden., dass
die Chlorierungsreaktion thermisch bei den erhöhten Temperaturen initiiert wird, so dass im Gegensatz zu den bei tieferen
Temperaturen durchgeführten Verfahren die Verwendung eines Katalysators oft unnötig ist. Soll jedoch ein Katalysator
verwendet werden, dann sind Jod und/oder Materialieni welche
Jod bei der Durchführung der Chlorierungsreaktion zu erzeugen vermögen, besonders wirksam, falls eine Verwendung in Mengen
vorgesehen ist, die dazu ausreicht, unter den Reaktionsbe- "
dingungen das Äquivalent- von bis zu ungefähr 3 Gewichtsteilen
pro 100 Teile des Vinylchloridharzes zu erzeugen". Dass dies unerwartet ist, vird durch die Tatsache erhellt, dass äquivalente
Mengen an Brom als Katalysator bei der Durchführung des erfindungsgemässen Chlorierungsverfahrens unwirksam sind. Es
wurde ferner in überraschender Weise gefunden, dass sie Verbindungen,
welche die Metallionen Fe+ , Al+++ und 'Zn++ bei
der Durchführung der Chlorierungsreaktion zu erzeugen vermögen,
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ebenfalls v/irksame Katalysatoren zur Durchführung einer derartigen
Reaktion sind, wenn diese Verbindungen in Mengen bis zu ungefähr 500 Gewichtsteilen pro 1 Million !Teile des Vinylchloridpolymeren
eingesetzt werden. Beispiele für derartige Materialien sind PeCl,, -AlGl, und ZnCl2. Dass dies unerwartet
ist, geht aus der Tatsache hervor, dass derartige Materialien dafür bekannt 3ind, dass sie in Gegenv/art von nur Spuren mengen
an V/asser ihre üblichen Punktionen verlieren. Es ist darauf hinzuweisen, dass die optimalen Mengen sowie die jeweils eingesetzten
Katalysatoren in erheblichem Ausmaße von dem Typ des eingesetzten Vinylchloridharzes abhängen.
Ein weiteres Kriterium des erfindungsgemässen Verfahrens be-
2 steht darin, dass ein Ohlorüberdruck von wenigstens 0,14 kg/cm ,
absolut (2 psig) oberhalb des Eigendrucks des Systems während des Chlorierungsverfahrens eingehalten wird. Sin derartiger
Druck v/ird im allgemeinen zur Erzielung einer zufriedenstellenden Chlorierungsgeschwindigkeit eingestellt, wobei der Druck
von den Eigenschaften des Ausgangsharzes abhängig ist. Er
muss jedoch zur Gewährleistung der Tatsache ausreichen, dass das Harz nicht an Chlor verarmt, da in einem derartigen Palie
eine Chlorwasserstoffabspaltung, ein Abbrechen der Kette oder andere ITebenreaktionen auftreten können, so dass die thermische
Stabilität des Endprodukts in nachteiliger V/eise beeinflusst v/ird. In dieser Beziehung ist es ferner notwenidg, einen leichten
Überdruck an Chlor aufrecht zu erhalten, wenn der gewünschte Chlorierungsgrad erreicht worden ist und die Reaktionsmischung
abgekühlt \d.rd, d.h. solange, bis die Temperatur
einen Wert erreicht, an welche::! die Reaktion im wesentlichen angehalten wird^ wobei diese Temperatur zwischen ungefähr
100 und 1150C liegt. Wird die Reaktionsaufschlämmung
solange unter der Reaktionstemperatur gehalten, bis der Überschuss
an Chlor verbraucht ist, dann erfolgt eine Chlorwasser-
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stoffabspaltung aus dem Produkt, was einen Verlust an thermischer
Stabilität zur Folge hat. Ausserdem v/ird der Gebrauchswert des Produktes verschlechtert. ·
Erfindungsgemäss ist es ferner von Vorteil, dass lange Induktionsperioden
bei der Durchführung der Reaktion beseitigt werden.,
und dass die Reaktionsgeschwindigkeiten sehr hoch sind. Bei tieferen Temperaturen verlaufende Verfahren erfordern oft
lange Induktionsperioden und/oder teure Bestrahlungsanlagen' um die Chlorierungsreaktion zu initiieren. Die Aufrechterhaltung
ausi-eichender Reaktionsgeschwindigkeiten bei tieferen
Temperaturen kann ohne Verwendung derartiger Bestrahlungs-
-anlagen oder ohne die kontinuierliche Zuführung von Katalysatoren ein Problem sein. Die bei'der Durchführung des erfindungsgemäss
en Verfahrens eingehaltenen höheren Temperaturen erhöhen die Neigung der Chlormoleküle zur Dissoziierung. Ausserdem
werden die eingesetzten Katalysatoren, wie· beispielsweise Peroxy- und Azokatalysatoren, nicht verbraucht. Durch
Durchfuhren der Reaktion oberhalb des Siedepunkts des Systems kann ferner das Problem des gelösten Sauerstoffs auf ein
Minimum reduziert werden, und zwar in der Weise, dass der Reaktor einfach mittels eines schwachen StickstoffStroms
gespült wird. Bei der Durchrührung von Verfahren bei'tiefe-■■
ren Temperaturen muss der Reaktor oft kräftig mit Stickstoff. gespült werden, da eine Verdrängung und Entfernung von gelöstem Sauerstoff durch Spülen nur sehr langsam vonstat ten geht,
und ausserdem bei tieferen Temperaturen die Löslichkeit des
Sauerstoffs grosser' ist. ".·■_.
Das erfindungsgemässe System ermöglicht es ferner, dass, die
Reaktion anfänglich bei grösserenChiorgeschwindigkeiten gefahren
worden kann. Kit fortschreitender Reaktion fällt die
Chlorierungsgeschwindigkeit ab, was die Beendigung der Reak-
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BAD
tion "bei gewünschten Chlorgehalten ermöglicht, ohne dass dabei
die Gefahr einer Chlorwasserstoffabspaltung infolge einer Verarmung an Chlor auftritt.
Es ist bekannt, Vinylchloridpolymere in wässrigen Suspensionen mit und ohne Verwendung eines Quellmittels zu chlorieren, Es
wurde jedoch bisher noch niemals ein -in der Praxis durchführbares
Verfahren vorgeschlagen, bei dessen Durchführung Temperaturen oberhalb 1000C eingehalten werden, und zwar zur Herstellung
von nachchlorierten Produkten mit einer hohen thermischen Stabilität. Ferner lehrt der Stand der Technik die Verwendung
von Friedel-Crafts-artigen Katalysatoren (Jp, ZnCIp und AlCl*)
zur Durchführung der Chlorierung von Vinylchloridpolymeren in Lösung. Es war jedoch nicht bekannt, dass die gleichen Katalysatoren
auch bei der Durchführung einer wässrigen Chlorierung wirksam sind. Dies war auch im Hinblick auf die Tatsache
nicht zu erwarten, dass diese gewöhnlich zur Durchführung von Chlorierungsreaktionen in organischen Lösungsmitteln eingesetzten
Katalysatoren gegenüber Feuchtigkeit empfindlich sind. Es ist ferner bekannt, dass chlorierte Vinylpolymere gegenüber
Spurenmengen der vorstehend erwähnten Hetallkatalysatoren sehr
empfindlich sind. Die Tatsache, dass kleine Mengen dieser Katalysatoren verwendet v/erden können, wobei Produkte mit einer
ausgezeichneten Warmestabilitat erhalten werden, ist ebenfalls
unerwartet und dürfte in einem erheblichen Ausmaße auf die Löslichkeit
dieser Katalysatoren in' der wässrigen sauren Phase zurückzuführen sein. Diese Phase ermöglicht ein wirksames und
einfaches Auswaschen der Katalysatorrückstände.
Es ist ferner darauf hinzuweisen, dass eine Vielzahl von Benetzungsmitteln,
wie beispielsweise Sulfonate, Sulfate, Polyphosphate sowie andere Typen ionischer und nicht-ionischer
grenzflächenaktiver Materialien, gegebenenfalls in zweckmässi-
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ger Weise eingesetzt werden können, um das Benetzen des zu •chlorierenden Polymeren zu fördern. Verbindungen, wie beispielsweise
Natriumlaurylsulfat sowie Alkylarylpolyäther- , alkohole!, können ebenfalls in vorteilhafter Weise verwendet
..werden. Es wurde ferner gefunden, dass die Verwendung von
solchen Benetzungsmitteln, in welchen der hydrophile Teil
aus einem Äthylenoxyd-Kondensationsprodukt besteht, oft zur .·, Folge hat, dass dem Harz eine bessere Farbe verliehen wird.
Wie erwähnt, erleichtert die Verwendung eines Benetzungsmittels die Suspendierung und gleichmässige Verteilung des Polymeren
während der Ghlorierungsreaktion. In einigen.Fällen kann es jedoch nicht notwendig sein, Benetzungsmittel zu verwenden,
und zwar insbesondere dann, wenn ein frisch hergestelltes Polymeres verwendet wird, das nach seiner Herstellung
in ungetrocknetem Zustand verwendet wird. Ferner kann die Verwendung
von Benetzungsmitteln entfallen, wenn zur Erzeugung und Aufrechterhaltung der Polymerenaufschlämmung eine ausreichende
Bewegung möglich ist.
Die Mengen, an Vinylchloridharz in der Suspension können erheblich
schwanken, und zwar bis zu einer Konzentration von ungefähr 100 Gewichtsteilen des Harzes pro ungefähr 480 Gewichtsteile
Wasser. Es existiert keine wirkliche untere Grenze hinsichtlich des Harzfeststoffgehaltes, wobei jedoch
praktische Erwägungen ein Minimum von nicht weniger als ungefähr 100 'Gewichtsteilen des Harzes pro 1800 Gewichtsteile
Wasser ratsam erscheinen lassen. . -
Im Labormaßstabe wird die Chlorierung des Vinylchloridharzes
in wässriger Aufschlämmung im allgemeinen in einem Glasi^eaktor.durchgeführt,
der mit- Polyvinylchloridharz, Wasser und gegebenenfalls einem oder mehreren Additiven beschickt worden
ist. Nachdem die Aus gangs charge in den PLeaktionskessel eingebracht worden ist, wird dieser mit einem Poly te traf luoräthy len-
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- ίο -
Verschluss verschlossen. Der Reaktor wird dann einem Drucktest unterzogen, um sichere'Betriebsbedingungen zu gewährleisten.
Dann wird ein Rührer gestartet, worauf die Reaktionstemperatur langsam erhöht v/ird. Nachdem die Temperatur des
Reaktors auf etwa den Siedepunkt der Reaktorflüssigkeit erhöht worder ist, wird das Chlor in den Reaktor eingeführt.
Gegebenenfalls kann man eine Stickstoffspülung durchführen.
-■ Diese wird gewöhnlich vor der Einführung des Chlors durchgeführt, da man annimmt, dass merkliche Mengen an Sauerstoff
eine nachteilige Wirkung auf die Wärmestabilität des Endproduktes
ausüben.
Die Temperatur des Reaktors wird auf die gewünschte Betriebstemperatur
steigen gelassen und anschliessend im wesentlichen konstant gehalten. Die Reaktion v/ird solange fortschreiten gelassen,
bis das gewünschte Ausmaß an Chlorierung stattgefunden hat-. Der Reaktor v/ird dann mit einem leichten Überdruck
an Chlor, der solange aufrecht erhalten wird, bis die Reaktion beendet ist, abgekühlt. Die Reaktion ist gewöhnlich bei
einer Temperatur zwischen 100 und 1150C beendet. Anschliossend
an die Beendigung der Reaktion wird die Chlorzufuhr abgestoppt. Der Reaktor wird anschliessend auf etwa 750C abgekühlt,
worauf das nachchlorierte Produkt entfernt v/ird.
ρ Die gekühlte Harzaufschlämmung v/ird anschliessend zentrifugiert
oder filtriert, um'das chlorierte Produkt von der Wasser^hase
abzutrennen. Das von dem Überschuss an Chlor, Quellmittel und/oder Chlorwasserstoffsäure abgetrennte Produkt
wird anschliessend mit kaltem Azeton oder Methanol gawaschen. Die Abtrennung von Säure erfolgt mittels einer wasserlöslichen
Base, wie beispielsweise ITatriuinhydroxyd, Kaliumhydroxyd oder
Ammoniumhydroxyd, wobei ferner die Carbonate oder Phosphate der genannten Kationen in Präge kommen. Perner ist ein einfaches
Waschen des Harzes mit Wasser bei Zimmertemperatur
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zur Entfernung von anhaftender Chlorwasserstoff säure möglich..
Die Abtrennung von den genannten Bestandteilen kann ausserdem
durch. Anwendung anderer üblicher Maßnahmen erfolgen, bei-··
spielsweise durch Trocknen im Hockvakuum oder-d.ureh,"Wasserdampfdestillation.
Die letztere Stufe kann natürlich dann entfallen, wenn kein Quellmittel verwendet wird. Das Trocknen des
gewaschenen Harzes kann in einem Luft- oder Vakuumofen durchgeführt
werden. Ferner kann man Suspensionstrockner verwenden,
wobei Temperaturen eingehalten werden, die vorzugsweise unter·^
halb ungefähr 75°C liegen.
Die· nach dem erfindungsgemässen Verfahren chlorierten Produkte f
besitzen ebenso wie alle anderen nachchlorierten Vinylchloridharze
nur dann eine hohe Stabilität gegenüber Wärme, wenn sie in entsprechender Weise stabilisiert worden sind. Es ist daher
notwendig, Stabilisierungsmittel zuzusetzen, welche die na;cb>
chlorierten Vinylchloridharze gegen eine mögliche Zersetzung
f ■ -
durch Wärme schützen, wobei die Wärme während der Verarbeitung oder anschlieosend daran einwirken kann, beispielsweise auf
Produkte, die aus den nachchlorierten Vinylchloridharzen hergestellt worden sind. Dabei kommen klimatische Bedingungen sowie
andere Umwälsbedingungen in Betracht. Geeignete Stabilisierungsmittel
sind diejenigen Materialien, v/elche in üblicher V/eise
zur Herstellung von Vinylpolymeren- und -copolymerenmassen ver- λ
wendet werden, beispielsweise organische Komplexe υηα/oder .
Salze von Blei, Zinn, Barium, Cadmium, Zink und Natrium, wobei insbesondere die schwefelenthaltenden Organozinnvei-binclungen
erwähnt, seier., beispielsweise die Alkylzinnmerkaptide. In Frage
kommen ferner Dibutvlsinnlaurat und Dibutylzinnmaleat sowie
verschiedene Epoxidverbindungen, beispielsweise die epoxydierten
Fettsäuren ixnd -öle etc. Die Stabilisierungsmittel v/erden
vorzugsweise in Mengen: zwischen ungefähr 1 und 10 Gewichtsteilen
pro 100 Teile des chlorierten Vinylchloridharzes eingesetzt.
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Gegebenenfalls können auch andere übliche Additive zugesetzt
werden, beispielsweise nicht-epoxydierte Fettsäuren und -öle, Polymere mit niederem Molekulargewicht, V/achse oder dergleichen.
Füllstoffe, Streckmittel, Gleitmittel, Farbstoffe und Pigmente, Weichmacher sowie andere übliche Additive können
ferner in der üblichen Weise verwendet werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Alle Teil-
und Prozentangaben beziehen sich auf 'das Gewicht.
ψ Jeweils zur Durchführung einer Reihe von Versuchen werden 500 g
eines makrokörnigen Polyvinylcv" »rids und 5600 ml V/asser in
einen 6 1-Glasreaktionskessel, gegebenenfalls zusammen mit
einem Katalysator, gegeben, wobei gegebenenfalls auch ein Quellmittel und/oder ein Benetzungsmittel zugesetzt wird.
Die Mischung wird anschliessend mechanisch bewegt, worauf die erhaltene Dispersion auf eine Temperatur zwischen 65 und 1000C
erhitzt und mit sauerstoffreiem Stickstoff während einer Zeitspanne von ungefähr 10 Minuten gespült wird (mit Ausnahme
der Probe, die nachstehend als Probe ITr. 1 bezeichnet wird). Anschliessend wird die Stickstoffspülung unterbrochen, worauf
der Reaktor verschlossen v/ird. Der Reaktor wird anschliessend
^ bei einer Temperatur zwischen 85 und 145°C während der
Chlorierungsreslrtion unter einem Chlorüberdruck von wenigstens
0,14 kg/cm , absolut (2 psig) oberhalb des Eigendrucks des Systems gehalten. Nachdem das gewünschte Ausmaß der Chlorierung
stattgefunden hat, wird der Reaktor auf eine Temperatur zwischen ungefähr 100 und 1150C abgekühlt, wobei ein leichter
Chlorüberdruck aufrecht erhalten v/ird. Das Produkt wird in jedem Falle durch Filtration isoliert, mit Wasser gewaschen
und in einem Vakmunoien unter einer Temperatur von 500C während
einer Zeitspc-uine von 43 Stunden getrocknet.
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BAD ORIGINAL
■In den folgenden Tabellen I und II sind die einzelnen Reaktionen
erläutert, und zwar anhand der zugesetzten Bestandteile,
"der eingehaltenen Eeaktionsbedingungen sowie der physikalischen Eigenschaften der erhaltenen Produkte.
Die Werte in den Tabellen I und II zeigen folgendes:
Die Probe Nr. 1 (Vergleich) weicht ab, da sie merkliche Mengen an Op enthält, die in dem Reaktor eingeschlossen sind, und
zwar deshalb, da keine Stickstoffspülung durchgeführt worden
ist und-die Abgasleitung bei 650O gesperrt worden ist.
; ' ■■ ■■ ■ *
Die Probe Ur. 2 (Vergleich) weicht deshalb ab, da eine Chlorierungstemperatur
von 85°C anstatt der erforderlichen Chlorierungstemperatur
zwischen 100 und HO0C eingehalten worden ist. Nach 20 Minuten verläuft die Reaktion nur noch sehr langsam
und wird daher beendet.
Die Probe Nr. 3 (Vergleich) weicht ab, da eine Chlorierungstemperatur von mehr als der maximalen Temperatur von 14O0C ·
eingehalten worden ist. · .
Ein Vergleich der Vergleichsproben Nr. T, 2 und 3 mit den Proben
Nr. 6, 7 und 8, die unter identischen Bedingungen, mit g
Ausnahme der vorstehend geschilderten Abweichungen, hergestellt worden sind, zeigt-eine merkliche Herabsetzung der Ofenstabili- '
täten der Proben, die unter Bedingungen hergestellt worden sind, welche von den erfindungsgemäss spezifizierten Bedingungen
abweichen. .
Die Probe Nr. 4 (welche ebenfalls Vergleichszwecken dient)
weicht insofern ab, als eine überschüssige Menge- an Quellmittel' während der Chlorierungsreaktion verwendet wird. Ein Vergleich
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-H-
mit der Probe Hr. 9> die in identischer Weise hergestellt worden
ist, mit der Ausnahme, dass nicht die maximal vorgeschriebene Menge an Quellmittel verwendet worden ist, zeigt eine
merkliche Herabsetzung der Ofenstabilität und der Wärmedurchbiegungstemperatur der Probe, die unter Einhaltung von Bedingungen
hergestellt worden ist, welche von den erfindungsgemäös erforderlichen Bedingungen abweichen. Die Reaktion wird
bei 63,5 % beendet, da die ganze Masse in dem Reaktor geliert ist und nicht mehr bewegt werden kann.
Die Probe Hr. 8 (welche die vorliegende Erfindung repräsentiert)"
erläutert die Verwendung eines Benetzungsmittels, dessen hydrophiler Teil aus einem Äthylenoxyd-Kondensationsprodukt
besteht. Ein derartiges Benetzungsmittel wird zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens bevorzugt.
Das zur Herstellung der Proben Ur. 1-9 verwendete Polyvinylchlorid
zeichnet sich durch eine Ofenstabilität bei 188°C von ungefähr 100 Minuten, eine Wärmedurchbiegungstemperatur unter
18,5 kg/cm (264 psi) zwischen ungefähr 70 und 72°0 und eine
Zugfestigkeit von ungefähr 560 kg/cm (8,5 x 10 psi) aus.
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| Tabelle ". | nein | 2 | - | 3 | 4 | |
| Γ | 125 · | KI | KI. | keiner | ||
| Prο be-Numme rn | keines | keines | 50 g OCl | |||
| - - ■ — | (Vergleich) | pro 100 | ||||
| Katalysator | 2 | PVC | ||||
| Quellmittel | KI . | keines | keines | keines | ||
| keines | 05 | 100 | 100 | |||
| ' | ||||||
| Bsne tztragsmittel | ||||||
| keines | da | da | da | |||
| Ablassöffnung geschlos- 65 | 35 | 145 | 125 | |||
| sen bei einer;Tempera | ||||||
| tur von (0C) | ||||||
| Stickstoffspülung | ||||||
| CHlorierungs tempera | ||||||
| tur, °ΰ | ||||||
fj Chlor .in dem End- ' 69,4
produkt . .■
produkt . .■
Reaktionszeit (iLinJ 100 20
Of en Stabilität: be?! 20 60
1800C " ,;;r.
WärmedurchbiegungGtem- 118 77
peratür unter 10,5lcg/
OKi2 (264 psi), 0O
OKi2 (264 psi), 0O
2ugfestigkoit (kg/cm2) 735 574
I, 2
165
30
30
102
742
742
63,5
76 80
83 693
0 0 9 8 A 1 / 1 8 0 6
Probe-Nummern (erfindungsgemäss)
| Katalysator | KI | da | KI | keiner | keiner | keiner | 100 |
| Quellmittel | keines | 125 | keines | keines | keines | 20 g CCl4 | da |
| 68, | pro 100 g PVC |
125 | |||||
| Benetzungsmittel | keines | 139 | keines | keines | (1) keines 6 g Zo- nyl A (eingetr. Warenzei chen ) |
66,0 | |
| Ablassöffnung geschlos- 100 sen bei einer Tempera tur von (0C) |
160 | 100 | 100 | 100 | 108 | ||
| Stickstoffspülung | da | da | da | 140 | |||
| Chlorierungs tempera tur, 0C |
125 | 125 | 125 | ||||
| $> Chlor in dem End | 4 67,0 | 67, | 3 66,6 | ||||
| produkt Reaktionszeit (Min.) |
74 | 137 | 116 | ||||
| Ofenstabilität bei 188 0C (Min.) |
160 | 150 | 160 |
V/ärmedurchbiegungstem- 107
^ peratur unter 18,5 kg/
^ peratur unter 18,5 kg/
ψ cm2 (264 psi), 0C
100
Zugfestigkeit (kg/cnr) 763 721
101
735
97
714
679
O) Benetzungsmittel, in welchem der hydrophile Teil aus einem
Äthylenoxyd-Kondensationsprodukt besteht.
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Claims (7)
- Patentansprüche1, Verfahren zur ITachchlorierung von .Vinylchloridharzen in wässriger Suspension in Abwesenheit von Sauerstoff sowie unter einem Chlorüberdruck von wenigstens 0,14 kg/cm ,absolut (2 psig) oberhalb des Eigendrucks des Systems, dadurch ge- · -kennzeichnet, dass die Chlorierung bei einer Temperatur oberhalb 1000C und unterhalb 14-00C durchgeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1,, dadurch gekennzeichnet, dass die Suspension auf eine Temperatur abgekühlt wird, bei welcher die Chlorierungsreaktionsstufe abgestoppt wird, wobei ein Chlorüberdruck aufrecht erhalten wird..
- 3, Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator Jod oder ein Material verwendet wird, das Jod in einer Menge zu erzeugen vermag, die dazu ausreicht, bis zu 3 Gewichtsteile Jod pro 100 Teile Vinylchloridharz unter den Reaktionsbedingungen zu erzeugen. ·
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Katalysator verwendet wird, der dazu in der Lage ist, während der Ghlorierungsreaktion bis zu 500 Gewichtsteile pro 1 Million Gewichts teioder Zn-zu erzeugen1 Million Gewichts teile des Vinylchloridharzes an Fe++;1~, Al+++
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator ITeCl.,, AlCl7 oder ZnGIp verwendet wird,
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 5} dadurch gekenn zeichnet, dass bis zu 20 Gewichtsteile pro 100 Teile des Vinylchloridharzes eines chlorierten Kohlenwasserstoff-0 0984 1/1806- 18 Quellmittels für das Harz verwendet werden.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Benetzungsmittel verwendet wird, in welchem der hydrophile Teil aus einem Ithylenoxyd-Komdensationsprodukt "besteht.0 0 S B 4 1 / 1 8 0 6
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