DE2013111A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Bewegen von Zielscheiben beim Schießen auf Wurftaub en - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Bewegen von Zielscheiben beim Schießen auf Wurftaub enInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bewegen von Zielscheiben beim Schießen auf Wurftauben,
die eine mittlere Ausnehmung aufweisen, in der eine koaxial angeordnete Patrone mit einer Treibladung vorgesehen
ist.
Eine solche Zielscheibe und ein Verfahren zum Antreiben sind in der französischen Patentschrift 1 403 044 beschrieben.
Danach erfolgt der Antrieb auf die Weise, daß ein
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in die mittlere Ausnehmung der Zielscheibe eindringendes mechanisches Organ auf die Patrone stößt.
Durch Variieren der Art der Treibladung, beispielsweise
durch Einbringen verschiedenartiger Sprengstoffe in die Patrone, erhält man aufgrund des aufeinanderfolgenden
™ Zündens der einzelnen Schichten in der Bewegung der Zielscheibe
Schwankungen, die ihr die Unregelmäßigkeiten eines lebendigen Wildvogels im Fluge verleihen, und zwar unabhängig
von den Ausführungsformen der Zielscheibe.
Wenn durch dieses Verfahren auch eine Bewegung erhältlich ist, die eindeutig mehr befriedigt als diejenige, die
aus dem mechanischen Antrieb einer tragen Zielscheibe resultiert, so weist es demgegenüber doch den Nachteil
ψ auf, daß eine relativ bedeutsame Sprengladung erforderlich
ist, was den Herstellungspreis der Zielscheibe erhöht und gewisse» Gefahren in sich birgt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu beseitigen.
Gemäß der Erfindung besteht das Verfahren zum Bewegen von Zielscheiben darin, daß das Zünden der Treibladung
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durch das Entzünden eines von der Zielscheibe unabhängigen Zünders erfolgt.
Da die Explosion des Zünders neben der Entzündung der Treibladung dafür sorgt, daß die Zielscheibe aufgrund
des durch die gebildeten Gase ausgeübten Stoßes in Bewegung versetzt wird,- wird es möglich, die Stärke der
Treibladung zu reduzieren, da diese nicht mehr das Abheben
der Zielscheibe bewirken muß.
Das Entzünden der Treibladung kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß in die Patrotte ein Kanal oder deren
mehrere eingebracht werden, durch welche die heißen Gase und die Flammen,' die durch das Zünden des Zünders entstehen,
die in der Patrone eingeschlossenen Treibbestandteile erreichen können.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird der Zünder
durch eine Vorrichtung entzündet, die eine Einrichtung nach Art einer abgewandelten Schreckschußpistole aufweist,
wobei deren Lauf in die mittlere Ausnehmung der Zielscheibe eingelegt wird.
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Diese Vorrichtung gestattet eine einfache und schnelle Handhabung, da die Pistole gleichzeitig mit mehreren
Zündern geladen werden kann.
Vorteilhafterweise erfolgt das Entzünden der Treibladung unter Zwischenschaltung einer Zündschnur, einer Wand
oder eines in der Treibladung eingeschlossenen explodierenden Bestandteiles. Auf diese Weise wird das Entzünden
der Treibladung verzögert, und die Zielscheibe hat aufgrund des Stoßes, der von den durch die Explosion des
Zünders ausgetriebenen Gasen ausgeübt wird, schon einige Meter hinter sich gebracht, bevor der Antrieb durch das
Verbrennen der Treibladung selbst bewirkt wird.
Dadurch weist die Zielscheibe zuerst eine gleichmäßig verzögerte Bewegung auf, da der Druck der Gase abnimmt j
sie bewegt sich dann aber, einem unbestimmten Winkel folgend, mit einer heftigen Beschleunigung.
Es empfiehlt sich, eine lange Führung von einigen Dezimetern vorzusehen, um einen korrekten Abschuß der Zielscheibe
zu gewährleisten.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die
Ladung in an sich bekannter Weise aus unterschiedlichen
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Treibbestandteilen, "bestehen, deren Verbrennung eine unregelmäßige
Bewegung der Zielscheibe bewirkt.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist erfindungsgemäß
gekennzeichnet durch die Kombination einer eine mittlere Ausnehmung aufweisenden Zielscheibe, wobei
in der Ausnehmung eine koaxial angeordnete Patrone mit einer Treibladung vorgesehen ist, mit einer Vorrichtung
nach Art einer abgewandelten Schreckschußpistole, deren Lauf in die mittlere Ausnehmung der Zielscheibe einlegbar
ist.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform sowie an Hand der Zeichnung. Hierbei
zeigt jeweils schematischs
Pig. 1 eine Zielscheibe!
Fig. 2 die Vorrichtung zum Entzünden des Zünders und
Fig. 3 die Zielscheibe, in die der Lauf der Vorrichtung gemäß Fig. 2 eingelegt ist.
Die insgesamt mit 1 bezeichnete Zielscheibe weist einen Kopf 2 und Flügel 3 auf. Eine mittlere Ausnehmung 4
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erstreckt sich über die gesamte Länge der Zielscheibe 1 und weist auf etwa halber länge eine plötzliche Änderung
im Durchmesser auf, wodurch zwei voneinander abgesetzte Zonen 4a und 4b gebildet werden. Durch die Veränderung
des Durchmessers ergibt sich außerdem eine Ringschulter Eine in der Ausnehmung 4b angeordnete auswechselbare
b Patrone 6 ragt etwas in die Ausnehmung 4a hinein. Die Patrone 6 weist einen Sprengstoffteil 7 auf, der mit
einer Treibladung 8 in Verbindung steht.
Die insgesamt mit 9 bezeichnete Vorrichtung zum Entzünden des Zünders weist einen Lauf 10 auf, in den in Längsrichtung
ein Kanal 11 gebohrt ist. Dessen Durchmesser vergrößert sich in der Nähe des freien Endes plötzlich, wodirch
zwei voneinander abgesetzte Kanäle 11a und 11b so- ^ wie eine Ringschulter 12 gebildet werden. Der Kanal 11b,
der die Explosionskammer des Zünders bildet, weist zum Entzünden des Zünders eine Öffnung 13 auf. Wie aus
Pig. 3 ersichtlich, entspricht der Durchmesser des Kanals 11a etwa demjenigen der Patrone 6, so daß ein Teil von
ihr in den Lauf 10 hineinragt, wenn dieser der Schulter 5 angelegt ist.
Die Einheit funktioniert folgendermaßen?
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Wenn die einzelnen Teile gemäß Fig. 3 zusammengefügt sind,
wird der Zünder durch die öffnung 13 hindurch, entzündet,
wodurch sowohl eine den Sprengstoff 7 entzündende- Flamme
entsteht als auch Gase gebildet werden, die, durch den Kanal 11t» hindurchgeleitet,kauf die Patrone 6 einen Stoß
ausüben. Unter diesem Druck setzt sich die Zielscheibe 1 in Bewegung, zuerst noch entlang einer nicht dargestellten
Führung, sodann völlig frei fliegend, während der Sprengstoff 7 abbrennt und danach die Treibladung 8 entflammt.
Die Bewegung der Zielscheibe 1 wird nunmehr durch die Verbrennung dieser Treibladung 8 bewirkt.
Der aufgestellte Schütze kann in diesem Augenblick die Zielscheibe 1 durch einen Schuß aus beispielsweise einer
Jagdwaffe zerstören.
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Claims (1)
- _ 8 Patentansprüche:M. !Verfahren zum Bewegen von Zielscheiben beim Schießen auf Wurftauben, die eine mittlere Ausnehmung aufweisen, in der eine koaxial angeordnete Patrone mit einer Treibladung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Zünden der Treibladung (8) durch das Entzünden eines von der Zielscheibe (1) unabhängigen Zünders erfolgt.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zünder durch eine eine abgewandelte Schreckschußpistole aufweisende Vorrichtung (9) entzündet wird, wobei der Lauf (10) der Schreckschußpistole in die mittlere Ausnehmung (4) der Zielscheibe (1) eingelegt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zünden der Treibladung (8) aufgrund des Durchsatzes der heißen Gase und/oder der durch das Entzünden des Zünders entstandenen Flammen durch mindestens einen Kanal (11) erfolgt, der am Ende der Patrone (6) vorgesehen ist und mit der Masse der in der Patrone eingeschlossenen Treibbestandteile in Verbindung steht.009840/01304. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zünden der Treibladung (8) mittels einer in der Patrone (6) eingeschlossenen Zündschnur, erfolgt.5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zünden der Treibladung (8) mittels eines in der Patrone (6) eingeschlossenen Sprengstoffes erfolgt. ■..--.6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch die Kombination einer eine mittlere-Ausnehmung (4) aufweisenden Zielscheibe (1), wobei in der Ausnehmung eine koaxial angeordnete Patrone (6) mit einer Treibladung (8) vorgesehen ist, mit einer Vorrichtung (9) nach Art einer abgewandelten Schreckschußpistole, deren Lauf (10) in die mittlere Ausnehmung der Zielscheibe einlegbar ist.7i Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei in die mittlere Ausnehmung (4) der Zielscheibe· (1) eingesetztem Lauf (10) hinter der Patrone (6) eine Explosionskammer (11b) gebildet ist.009840/01 3 0;8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Verbrennungskammer (11b) kleiner ist als der Durchmesser der Patrone (6).9. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Verbrennungskammer (11b) demjenigen der Patrone (6) entspricht.10. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Verbrennungskammer (11b) größer ist als der Durchmesser der Patrone (6).Leerseite
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