DE2013193B2 - Verfahren und Vorrichtung zum Filtrieren, Rühren und Evakuieren von Kunststoff- und Farbpasten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Filtrieren, Rühren und Evakuieren von Kunststoff- und FarbpastenInfo
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- B29B—PREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
- B29B7/00—Mixing; Kneading
- B29B7/80—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
- B29B7/84—Venting or degassing ; Removing liquids, e.g. by evaporating components
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D19/00—Degasification of liquids
- B01D19/0042—Degasification of liquids modifying the liquid flow
- B01D19/0052—Degasification of liquids modifying the liquid flow in rotating vessels, vessels containing movable parts or in which centrifugal movement is caused
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29B—PREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
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Description
Schleuder- oder sonstigen Pasten von großen Wichtig keit. Ungefilterte und nicht durch Evakuierung entlüftete
Pasten führen auf den Weiterverarbeitungsmaschinen zu Fehlern im Arbeitsablauf und zu hohen Ausschußquoten.
Es ist daher erforderlich, bei der Pastenaufbereitung ein Pastenfilter bekannter Bauart und ein
Evakuierungsrührwerk einzusetzen. Bei bekannten Verfahren erfordern das Filtern und das Rühren mit
Evakuieren zwei zusätzliche Arbeitsgänge und entspre Vor allem wird eine intensive Entlüftung erzielt, weil
bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine gegenseitige Beeinflussung des Filterns bzw. Siebens und des
Evakuierens stattfindet, da der Entlüftungsprozeß schon während des Eintritts der Paste aus dem Filter in
chende getrennte Vorrichtungen für jeden Arbeitsgang. 40 den Behälter beginnt. Die Pastenentlüftung erfolgt unter
Bewegung der Paste durch das Rührwerk schon während der langsamen Füllung des Behälters. Gerade
am Anfang des Filtrierens ist der Entlüftungseffekt überdurchschnittlich groß und normalisiert sich dann
Auch in der Lack- und Farbenindustrie macht die zunehmende Verwendung hochtouriger Dispergiermaschinen
unter der möglichen Ausschaltung herkömmlicher Reibmaschinen, aber auch das Abreiben von Pro
dukten mit hochtourigen Rührwerkskugelmühlen, wie 45 mit steigendem Flüssigkeitsspiegel. Da pastöse Massen
das Filter bzw. Sieb meist in Form eines Strähnenbündels
verlassen, wird dem Unterdruck von vornherein eine große Pastenoberfläche geboten und dadurch ein
hoher Evakuierungseffekt schon während der Füllung
Sand- oder Perlenmühlen, eine verstärkte Endkontrolle erforderlich. So müssen bei Verfahren unter Verwendung
von Rührwerkskugelmühlen oft Reibkörpersplitter oder Reibkörperabrieb durch einen Filtergang eli
miniert werden. Derart hochtourige Verarbeitungsma- 5° des Behälters erzielt.
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schinen mischen überdies viel Luft in die Pastenmasse, so daß es nicht mehr genügt, insbesondere hochviskose
Produkte zum Entlüften einfach stehen zu lassen. Vielmehr wird ein Rührvorgang unter Evakuieren erforderlich,
wodurch auch ein schneller und kontinuierlicher Ablauf des gesamten Verarbeitungsverfahren gefördert
wird.
Die Nachteile bei den bisherigen Filtrier- und Evaku ierverfahren liegen darin, daß einmal gesonderte Arbeitsgänge
für das Filtrieren und das Evakuieren unter Rühren erforderlich sind, und andererseits das Filtern
und Evakuieren wesentlich schneller erfolgt als das Abreiben, so daß eine kontinuierliche Pastenverarbeitung
in eigenen Abreib- bzw. Dispergier- und Filtrier- sowie Evakuiervorgängen auf Schwierigkeiten bezüglich des
gesamten Verfahrensablaufes in seiner zeitlichen Koordination führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver-In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zusammen mit einer Reibmaschine,
Fig.2 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung zusammen mit einer Rührwerkskugelmüh-Ie,
F i g. 3 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Malerialauffangbehälters mit aufgesetztem Deckel,
Fig.4 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach
F i g. 3,
F i g. 5 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach F i g. 3 mit angehobenem und abgeschwenktem Deckel.
In F i g. 1 ist ein Materialauffangbehälter I zwischen
einer Reibmaschine 2, weiche hier ein Dreiwalzenstuhl ist, und einem Vorratsbehälter 3 angeordnet. Die gezeigte
Anordnung dient zur PVC-Pastenaufbereitung. Die von dem Dreiwalzenstuhl ablaufende abgeriebene
Paste läuft in den Trichter 4 eines Vakuumfilters 5. Das Vakuumfilter selbst ist in einem Flachdeckel 6 angeordnet,
welcher dichtend auf dem Materialauffangbehälter
I sitzt. Der Flachdeckel 6 trägt weiter ein Rührwerk 7
mit entsprechenden Rührflügeln 8. Er sitzt in der Höhe verschiebbar und seitlich verschwenkbar an einer Hubsäule
9.
Am unteren Ende des Materialauffangbehälters 1 ist ein Ausiaufkugelhahn 10 angeordnet, durch welchen
die in dem Materialauffangbehäiter befindliche Paste
II dosiert in den Vorratsbehälter 3 abfließen kann. Der
Materialauffangbehäiter 1 selbst ist auf Rädern 12 horizontal verschiebbar, wenn der Flachdeckel 6 angehoben
ist.
In dem Materialauffangbehälter 1 wird ein Unterdruck
erzeugt. Dieser Unterdruck zieht die sich in dem Trichter 4 über dem Vakuumfilter 5 ansammelnde Paste
durch das Filter in den Behälter. Beim Filtervorgang selbst ist die Paste nur kurz dem Unterdruck ausgesetzt.
Deshalb sorgt das langsam laufende Rührwerk 7 mit seinen Rührflügeln 8 in der Behältermitte dafür,
daß die sich im Materialauffangbehäiter sammelnde Paste 11 in Bewegung gehalten wird. Hierbei werden in
der Paste enthaltene Lufteinschlüsse durch den Unterdruck im Behälter abgesaugt. Durch die dosierte Abgabe
der Paste 11 in den Vorratsbehälter 3 über den Auslaufkugelhahn
10 ist es möglich, eine kontinuierliche Pastenfiltrierung und wirkungsvolle Entlüftung durch
zuführen, ohne den Pastenherstellungsvorgang selbst zu verlängern, da das Abreiben der Paste immer mehr
Zeit als die Mindestdauer des Filtrierens und Entlüftens in Anspruch nehmen wird.
Die angehobene Lage des Flachdeckels 6 mit Vakuumfilter 5 und Rührwerk 7 ist in F i g. 1 gestrichelt dargestellt.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß bei dieser Lage des Deckels der Materialauffangbehäiter 1 aus
seiner gezeigten Arbeitsstellung verfahren werden kann.
In F i g. 2 ist der Einsatz einer kombinierten Filter- und Evakuierungseinrichtung zusammen mit einer
Rührwerkskugelmühle 13 gezeigt. Zusätzlich ist die Steuervorrichtung 14 für die Anordnung dargestellt.
Außerdem ist ein Entlüftungsansatz 15 angedeutet. Abgesehen von der Tatsache, daß die Reibmaschine 2 in
Form eines Dreiwalzenstuhles durch die Rührwerkskugelmühle
13 ersetzt ist, sind die weiteren Einzelteile sowie der Verfahrensablauf die gleichen wie im Zusammenhang
mit F i g. 1 beschrieben.
In F i g. 3 ist ein erfindungsgemäßer Materialauffangbehäher
mit Zubehör in Seitenansicht ohne Einfügung in einen Verfahrensablauf gezeigt. F i g. 4 stellt eine
Draufsicht auf diese Anordnung dar, während in F i g. 5 der Flachdeckel in angehobener und abgeschwenkter
Lage gezeigt ist.
In F i g. 3 bis 5 ist zu erkennen, daß der Materialauffangbehäiter
1, der gleichzeitig ein Mischbehälter für die Paste 11 ist, zusammen mit dem hydraulisch oder
pneumatisch anhebbaren Flachdeckel 6 einen Vakuumrezipienten bildet. Der Flachdeckel 6 weist wieder ein
zentral angeordnetes Rührwerk 7 mit Rührwerksantrieb 16 und Rührflügeln 8 auf. Der Flachdeckel 6 enthält
weiter einen Trichter 4 zum Einfüllen der Paste in den Materialauffangbehäiter 1 mit darunter angeordnetem
Vakuumfilter 5. Das Vakuumfilter 5 kann in bekannter Weise als Schncllwechseleinsatz ausgebildet
sein.
Der Flachdeckel 6 dichtet mit dem Materialauffangbehäiter 1 in ebenfalls bekannter Weise ab. Er ist an
einer Hubsäule 9 befestigt und kann somit leicht gehoben und seitlich abgeschwenkt werden. Die Hub- und
Schwenkmöglichkeit ist wichtig, um die Rührflügel 8 gut reinigen und um den Materialauffangbehäiter verfahren
zu können.
Mit der Steuervorrichtung 14 läßt sich das Heben des Flachdeckels 6 und sein Abschwenken um 180° steuern.
Materialauffangbehäiter 1, Hubsäule 9 und Steuervorrichtung 14 sind auf einer Grundplatte 17 angeordnet
und bilden so eine Einheit, die in verschiedenen Verfahren eingesetzt werden kann. Selbstverständlich ist es
möglich, das kombinierte Gerät ausschließlich zum Evakuieren oder ausschließlich zum Filtrieren einzusetzen.
Durch die Anordnung einer einfachen Hubsäule in Verbindung mit dem Flachdeckel und seinen Aufbauten
wird ein umständliches Aufsetzen des Deckels auf den Materialauffangbehäiter mit einem Elektrozug od. dgl.
vermieden. Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, daß eine einheitliche und kompakte Vorrichtung
zum Filtrieren, Rühren und Evakuieren dispergierter oder abgeriebener Kunststoff- und Farbpasten geschaffen
worden ist.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zum Filtrieren und Evakuieren dispergierter oder abgeriebener Kunststoff- und Farbpasten,
bei welchem die Pasten über ein Vakuumfilter in einen Behälter mit Unterdruck gelangen, dadurch gekennzeichnet, daß die gefilterten
Pasten in diesem Behälter bei einem Unterdruck bis zu einer Atmosphäre der Einwirkung eines Rühr
werks ausgesetzt werden und hierauf kontinuierlich ablaufen.
2. Vorrichtung zur Durchführung der Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
evakuierbarer Auffangbehälter (i) mit einem Flachdeckel (6) versehen ist, der ein Rührwerk (7) trägt
und ein Vakuumfilter (5) enthält.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß der Flachdeckel (6) mit Vakuumfilter
(5) und Rührwerk (7) an einem Hubwerk (9) befestigt ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702013193 DE2013193C3 (de) | 1970-03-19 | 1970-03-19 | Verfahren und Vorrichtung zum Filtrieren, Rühren und Evakuieren von Kunststoff- und Farbpasten |
| AT134771A AT306894B (de) | 1970-03-19 | 1971-02-17 | Verfahren und Vorrichtung zum Filtrieren, Rühren und Evakuieren |
| FR7108133A FR2084377A5 (en) | 1970-03-19 | 1971-03-09 | Paint or lacquer pastes prepn |
| BE764276A BE764276A (fr) | 1970-03-19 | 1971-03-15 | Procede et dispositif pour filtrer, brasser et degazer des pates a basede matiere synthetique et de pigments en pate |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702013193 DE2013193C3 (de) | 1970-03-19 | 1970-03-19 | Verfahren und Vorrichtung zum Filtrieren, Rühren und Evakuieren von Kunststoff- und Farbpasten |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2013193A1 DE2013193A1 (de) | 1971-10-07 |
| DE2013193B2 true DE2013193B2 (de) | 1975-04-17 |
| DE2013193C3 DE2013193C3 (de) | 1975-11-27 |
Family
ID=5765618
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702013193 Expired DE2013193C3 (de) | 1970-03-19 | 1970-03-19 | Verfahren und Vorrichtung zum Filtrieren, Rühren und Evakuieren von Kunststoff- und Farbpasten |
Country Status (4)
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| DE (1) | DE2013193C3 (de) |
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-
1970
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-
1971
- 1971-02-17 AT AT134771A patent/AT306894B/de not_active IP Right Cessation
- 1971-03-09 FR FR7108133A patent/FR2084377A5/fr not_active Expired
- 1971-03-15 BE BE764276A patent/BE764276A/xx unknown
Also Published As
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|---|---|
| DE2013193C3 (de) | 1975-11-27 |
| FR2084377A5 (en) | 1971-12-17 |
| DE2013193A1 (de) | 1971-10-07 |
| BE764276A (fr) | 1971-08-02 |
| AT306894B (de) | 1973-04-25 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |