DE201325C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE201325C DE201325C DE1907201325D DE201325DA DE201325C DE 201325 C DE201325 C DE 201325C DE 1907201325 D DE1907201325 D DE 1907201325D DE 201325D A DE201325D A DE 201325DA DE 201325 C DE201325 C DE 201325C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- parts
- acids
- acylsalicylic
- acid
- benzene
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C69/00—Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
- C07C69/76—Esters of carboxylic acids having a carboxyl group bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
- C07C69/84—Esters of carboxylic acids having a carboxyl group bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring of monocyclic hydroxy carboxylic acids, the hydroxy groups and the carboxyl groups of which are bound to carbon atoms of a six-membered aromatic ring
- C07C69/86—Esters of carboxylic acids having a carboxyl group bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring of monocyclic hydroxy carboxylic acids, the hydroxy groups and the carboxyl groups of which are bound to carbon atoms of a six-membered aromatic ring with esterified hydroxyl groups
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 201325 KLASSE 12 q. GRUPPE
Die Acylsalicylsäuren (Acidylsalicylsäuren) haben in den letzten Jahren als Heilmittel in
der Therapie vielfach Verwendung gefunden. Trotz ihrer guten therapeutischen Eigenschaften
geben diese Körper bei ihrer Verwendung häufig zu Klagen Veranlassung, da sie einerseits
einen ausgesprochenen sauren Geschmack besitzen, der bei vielen Patienten ihre Verwendung
ausschließt, und da sie andererseits
ίο nicht völlig indifferent gegen krankhaft gesteigerte.
Sensibilität 4er Magenschleimhaut sind.
Es wurde nun gefunden, daß die bisher noch nicht bekannten Anhydride der Acylsalicylsäuren
der allgemeinen Formel:
CO
(R bedeutet eine Acidylgruppe) die. therapeutisch wichtigen Eigenschaften in gleichem
Maße wie die Acylsalicylsäuren selbst besitzen, aber die oben genannten Übelstände bei ihrer
Verwendung nicht zeigen.
Das Verfahren zur Darstellung 4er Anr hydride der Acylsalicylsäuren besteht darin,
daß man entweder die Acylsalicylsäuren mit zweibasischen Säurehalqgeniden, wie Phosgen,
Thionylchlorid oder Sulfurylchlorid in Gegenwart von tertiären Basen oder die Halogenide
der Acylsalicylsäuren mit tertiären Basen und Wasser behandelt, oder die Halogenide der
Acylsalicylsäuren auf die Acylsalicylsäuren in Gegenwart von tertiären Basen oder anderen
alkalisch wirkenden Mitteln oder auf die Salze der Acylsalicylsäuren einwirken läßt.
40
360Teile Acetylsalicylsäure werden in 500 Teilen
Benzol und 158 Teilen Pyridin gelöst und unter Kühlen und Rühren eine Lösung von
119 Teilen Thionylchlorid in 500 Teilen Benzol zugefügt. Die Umsetzung erfolgt augenblicklich
unter Abscheidung von salzsaurem Pyridin. Alan fügt zerstoßenes Eis und verdünnte Salzsäure
hinzu und schüttelt im Scheidetrichter kräftig durcheinander. Die wässerige Schicht,
welche die Base als salzsaures Salz gelöst enthält, trennt man ab und trocknet die Berizollösung
mit Chlorcalcium. Dann destilliert man das Lösungsmittel — am besten im Vakuum
— aus dem Wasserbade ab und fügt zum Destülationsrückstande 500 Teile wasser-
und alkoholfreien Äther. Nach einiger Zeit scheidet sich — zumal beim Abkühlen — das
Acetylsalicylsäureanhydrid in weißen Kristallen aus. Diese werden abgesaugt und bei einer
Temperatur von .50 bis 6o° getrocknet.
Das neue Acetylsalicylsäureanhydrid bildet weiße Kristalle, die bei 82 bis 830 schmelzen.
Durch wiederholtes Umkristallisieren aus Aikohol läßt sich der Schmelzpunkt auf 850 treiben.
Es ist in Wasser kaum, in Äther schwer lösrlich, leichter in heißem. Alkohol und sehr
leicht in Aceton. Das Produkt ist neutral und völlig geschmackfrei und gibt weder in
wässeriger Suspension noch in alkoholischer Lösung mit Eisenchlorid die violette Salicylsäurereaktion.
Ersetzt man im Beispiel 1 das Thionylchlorid durch 99 Teile Phosgen .(oder seine
Polymolekularen: 99 Teile Perchlormethylformiat bzw. 99 Teile Hexachlordimethylcarbonat)
und arbeitet sonst völlig analog, so erfolgt die Umsetzung unter lebhafter Kohlensäureentwicklung.
Beim Aufarbeiten nach den Angaben des Beispiels 1 wird Acetylsalicylsäureanhydrid
erhalten.
Man fügt eine Lösung von 198,5 Teilen Acetylsalicylsäurechlorid (erhältlich z. B. durch
Einwirkung von Phosphorpentachlorid auf Acetylsalicylsäure und. nachfolgende Destillation
im Vakuum; farblose Kristalle, F. 43 bis 44°, Kp12 = 134,6 bis 1350; vgl. Kekule,
Lehrb. der organ. Chemie, Bd. IV, 1. Lfg. [1887], S. 187) in 250 Teilen Toluol zu einer Suspension
von 180 Teilen Acetylsalicylsäure in 121 Teilen Dimethylanilin und 200 Teilen Toluol.
Unter Erwärmen tritt Umsetzung der Komponenten ein. Man läßt' längere Zeit stehen, entfernt dann — wie im Beispiel 1
beschrieben — die Base und arbeitet in völlig analoger Weise auf. Das Anhydrid wird aus
wenig heißem Aceton umkristallisiert und so in reiner Form gewonnen.
Man erhitzt 202 Teile des Natronsalzes der Acetylsalicylsäure mit 198,5 Teilen Acetylsalicylsäurechlorid.
Nach beendeter Umsetzung digeriert man die Schmelze mit Benzol, saugt von ungelöstem Chlornatrium ab und wäscht
die Benzollösung unter Beigabe von gestoßenem Eis mit verdünnter Sodalösung, um die durch
Nebenreaktion entstandene freie Säure -zu entfernen. Dann trocknet man die benzolische
Lösung über ausgeglühter Pottasche, destilliert das Benzol im Vakuum ab und löst den'
Rückstand in Alkohol. Beim Abkühlen kristallisiert das Anhydrid der Acetylsalicylsäure
aus und wird gegebenenfalls durdh Kristallisation aus Alkohol gereinigt.
Zu einer Lösung von 100 Teilen Acetylsalicylsäurechlorid
in 300 Teilen Benzol fügt man 50 Teile a-Picolin. Es scheidet sich fast
sofort ein weißes Salz ab, das aus der Doppelverbindung des Chlorids mit der Base besteht.
Wenn sich der Niederschlag nicht mehr vermehrt, gibt man 100 Teile Wasser hinzu und
rührt längere Zeit kräftig durcheinander. Dann macht man das Gemisch durch Hinzufügen
von verdünnter Schwefelsäure kongosauer, schüttelt abermals im Scheidetrichter, läßt
absitzen, entfernt die wässerige Schicht, welche die Base als Sulfat gelöst enthält, wäscht mit
eiskalter verdünnter Sodalösung aus, trennt die Benzolschicht von der Sodalösung und
trocknet sie über Pottasche. Nach dem Abdestillieren des Benzols wird mit Äther versetzt
und das Anhydrid, welches alsbald äuskristallisiert, in bekannter Weise isoliert.
Man übergießt 420 Teile Carboxäthylsalicyl-
saure
,0 —COOC2
^COOH
(dargestellt durch Einwirkung von chlorameisensaurem
Äthyl auf Salicylsäure in Gegenwart von alkalisch reagierenden Substanzen, vgl. amerikan. Patentschr. 639174 und Pat. 117267,
Kl. 12 0, Beispiel 4) mit 400 Teilen Benzol und mit einer Lösung von 135 Teilen Sulfurylchlorid
in 200 Teilen Benzol. In die Suspension läßt man unter Rühren und Kühlen eine Mischung von 316 Teilen Pyridin und go
300 Teilen Benzol tropfen. Durch Waschen mit verdünnter Schwefelsäure entfernt man
darauf das Pyridin, durch Waschen mit eiskalter Sodalösung die der Reaktion etwa entgangene
Carboxäthylsalicylsäure. Die Benzollösung wird über Chlorcalcium getrocknet, das
Benzol im Vakuum möglichst vollständig abgetrieben und das zurückbleibende Öl in der
gleichen Menge wasserfreien Äthers gelöst und diese Lösung durch Abkühlung mit Eiskochsalzmischung
zur Kristallisation gebracht. Das neue Anhydrid scheidet sich in glänzenden, zu Drusen und Sternen vereinigten Nadeln ab.
Es ist geruch- und geschmacklos, reagiert neutral, gibt mit Eisenchlorid keine Violettfärbung
und schmilzt bei 640.
484 Teile Benzoylsalicylsäure (vgl. Pat. 169247, Kl. 12 q) werden in einer Lösung von 99 Teilen no
Phosgen in 500 Teilen Benzol suspendiert und hierzu 258 Teile Chinolin, verdünnt mit 300Teilen
Benzol zugegeben. Man läßt die Mischung 24 Stunden stehen, entfernt die Base sowie
etwa unverändert gebliebene Benzoylsalicylsäure nach den oben beschriebenen Methoden
und kühlt die Benzollösung nach dem Trocknen ab. Das neue Anhydrid scheidet sich als
weißer Kristallbrei ab. (Bisweilen erfolgt diese Abscheidung schon während des Waschens
ohne besondere Kühlung.) Aus Alkohol umkristallisiert schmilzt das Benzoylsalicylsäure-
anhydrid bei 106 bis 1070. Es sind weiße
Kristalle, welche mit Eisenchlorid keine Violettfärbung geben und neutral reagieren.
536 Teile Cinnamoylsalicylsäure
. O — CO — CH = CH-
. O — CO — CH = CH-
*\COOH
C6-H5
(vgl. Proceedings of the ehem. soc. 22 [1906],
S. 317/18) werden in einer Lösung von 99 Teilen Phosgen in 500 Teilen Benzol suspendiert
und hierzu 376 Teile Antipyrin, gemischt mit 300 Teilen Benzol, zugegeben. Es wird dann
genau, wie in Beispiel 7 angegeben, weiter verfahren. Das Anhydrid der Cinnamoylsalicylsäure
stellt weiße Kristalle von neutraler Reaktion dar, die bei 114 bis ii6° schmelzen.
An Stelle der in den Beispielen genannten Acylsalicylsäuren können andere analog konstituierte
Verbindungen nach dem angegebenen Verfahren in ihre bisher noch nicht bekannten Anhydride übergeführt werden. Ebenso können
andere tertiäre Basen, andere alkalisch wirkende Mittel oder andere Salze der Acylsalicylsäuren
Verwendung finden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Darstellung der Anhydride . von Acylsalicylsäuren, darin bestehend, daß man entweder Acylsalicylsäuren mit zweibasischen Säurehalogeniden, wie Phosgen, Thionylchlorid oder Sulfurylchlorid in Gegenwart von tertiären Basen, oder die Halogenide der Acylsalicylsäuren mit tertiären Basen und Wasser behandelt, oder die Halogenide der Acylsalicylsäuren auf die Acylsalicylsäuren in Gegenwart von tertiären Basen oder von anderen alkalisch wirkenden Mitteln oder auf die Salze der Acylsalicylsäuren einwirken läßt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT38350D AT38350B (de) | 1907-05-08 | 1908-09-19 | Verfahren zur Darstellung der Anhydride von Azylsalizylsäuren. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201325C true DE201325C (de) |
Family
ID=463889
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1907201325D Expired - Lifetime DE201325C (de) | 1907-05-08 | 1907-05-08 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201325C (de) |
-
1907
- 1907-05-08 DE DE1907201325D patent/DE201325C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2308305A1 (de) | Verfahren zur herstellung von 4-hydroxy-3-(5-methyl-3-isoxazolylcarbamoyl)2-methyl-2h-1,2-benzothiazin-1,1-dioxid | |
| DE201325C (de) | ||
| AT38350B (de) | Verfahren zur Darstellung der Anhydride von Azylsalizylsäuren. | |
| DE201326C (de) | ||
| DE514821C (de) | Verfahren zur Darstellung von Anhydro-N-pyridiniumsulfonsaeuren | |
| DE935365C (de) | Verfahren zur Herstellung von Ketoverbindungen | |
| EP0006151B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 17-Hydroxyspartein | |
| DE877766C (de) | Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Verbindungen | |
| DE956226C (de) | Verfahren zur Herstellung von biologisch wirksamen Verbindungen des <<Desacetylthiolutins>> | |
| AT117475B (de) | Verfahren zur Darstellung von Substitutionsprodukten des ß-Jodpyridins. | |
| AT265286B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden | |
| AT303962B (de) | Verfahren zur Herstellung von 14-Desoxy-14-tosyloxyacetoxymutilin | |
| AT268288B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen antidiabetisch wirksamen Sulfonamiden | |
| DE534909C (de) | Verfahren zur Darstellung von Thiophenderivaten der Anthrachinonreihe | |
| DE606615C (de) | Verfahren zur Herstellung von Tetrazolabkoemmlingen der Terpenreihe | |
| DE196634C (de) | ||
| DE955510C (de) | Verfahren zur Herstellung eines heterocyclischen Chinons | |
| DE764384C (de) | Verfahren zur Herstellung von Diphenylsulfonabkoemmlingen | |
| DE698910C (de) | gmasterin | |
| DE2244727C3 (de) | ||
| DE1088507B (de) | Verfahren zur Herstellung von substituierten Thiophen-2-carbonsaeureestern bzw. den freien Carbonsaeuren | |
| DE1101407B (de) | Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeureamid-N-sulfensaeurechloriden | |
| DE1002318B (de) | Verfahren zur Herstellung von bakteriostatisch wirksamen Oxamidsaeureestern | |
| DE2033590A1 (en) | Semi-synthetic penicillins - from 6-apa triethylammonium salt and sulphamoylaryloxyalkanoyl halides | |
| DE1225170B (de) | Verfahren zur Herstellung von Ninhydrin |