DE2013396C3 - Zusatz beim Verformen von Kunstharzen - Google Patents

Zusatz beim Verformen von Kunstharzen

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DE2013396C3
DE2013396C3 DE2013396A DE2013396A DE2013396C3 DE 2013396 C3 DE2013396 C3 DE 2013396C3 DE 2013396 A DE2013396 A DE 2013396A DE 2013396 A DE2013396 A DE 2013396A DE 2013396 C3 DE2013396 C3 DE 2013396C3
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    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/20Carboxylic acid amides
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen neuartigen Zusatzstoff, der beim Formen von synthetischen Harzen wertvoll ist, insbesondere auf einen Zusatzstoff, der ausgezeichnete Wirkungen beim Formen von thermoplastischen Harzen zeigt.
Es ist bekannt, daß beim Vorgang des Verformens r-on thermoplastischen Harzen, beispielsweise Polyvinylchlorid, Poly-iacrylnitril-butadien-styrol) (nachstehend als ABS-Harz bezeichnet) und ähnlichen Polymeren ein Gleitmittel verwendet wird, das den Zweck hat, die Fließfähigkeit der Harze zu erhöhen, um sie leichter verarbeitbar zu machen und um die Endbearbeitung der Formen zu verbessern. Als derartige Gleitmittel sind beispielsweise Stearinsäure, Stearinamid, Zinkstearat. Bleistearat, Bariumstearat, Cadmiumstcarat, Stearylalkohol und dergleichen bekannt. Einige dieser Verbindüngen zeigen jedoch keine ausreichende Schmierwirkung und andere haben keine zufriedenstellende Verträglichkeit mit Harzen, so daß diese Verbindungen nicht zufriedenstellend sind.
Kiel der Erfindung ist daher ein neuartiger Zusatzstolf, der zum Formen von synthetischen Harzen mit ausgezeichneten Eigenschaften geeignet ist. Dieser erfindungsgemäOe Zusatzstoff soll als Gleitmittel zum Formen von synthetischen Harzen mit ausgezeichneten Eigenschaften dienen. Das crfindungsgcmäße Schmiermittel soll die Fähigkeit haben, die Fließfähigkeit von Harzen so zu verstärken, daß ihre Bearbeitbarkeit erhöht und die Endbearbeitung der Formen verbessert wird.
Fxfindungsgcmäß soll ein Gleitmittel vorgesehen werden, das eine ausgezeichnete Verträglichkeit mit synlhetischen Harzen zeigt und die thermische Stabilität von Harzen verbessert. Diese Ziele können crfindungsgenväß durch Verwendung von N-Alkylgliiconamiden erreicht werden.
Gegenstand der Erfindung ist daher die Verwendung von N-Alkylglticonamiden der allgemeinen Formel
R-NHCO(CHOH)4iH.OH
in der R eine Alkylgruppe bedeutet, als Zusatzstoff beim Formen von Kunstharzen.
Gegenstand der Erfindung ist außerdem eine harzartige Formmasse, die gekennzeichnet ist durch den Gehalt mindestens eines Kunsihiir/es und
N-Alkylgluconamids der Formel
R-NHCO(CHOH)4CHjOH
in der R eine Alkylgruppe bedeutet.
Diese N-Alkylgluconamide haben im Vergleich mit konventionellen Gleitmitteln vom Typ aliphatisch^ Säureamide, wie Stearinsäureamid, die nachfolgend aufgezählten Vorteile. Sie zeigen eine ausgezeichnete Wirkung zur Verbesserung der thermischen Stabilität von Harzen, eine ausgezeichnete Gleit- bzw. Schmierwirkung, überragende Verträglichkeit mit Kunstharzen und eine große Befähigung, mit anderen Zusatzstoffen vermischt zu werden. Durch Vermischen dieser Zusatzstoffe mit thermoplastischen Harzen, beispielsweise Polyvinylchlorid, ABS-Harz und dergleichen beim Formen dieser Harze wird ein außerordenlüch glattes Fließen der Harze erzielt, in der Formvorrichtung tritt eine sehr geringe Reibungswärme auf, die Dauer bis zum Konstantwerden des Drehmoments ist geringer, die Temperatur der Harze in konstantem Zustand ist geringer, der Zersetzungspunkt der Harze wird nach einer längeren Dauer erreicht und das Erweichungspunkt-Tropf-Verhältnis der Harze ist kleiner. Die erfindungsgemäßen Zusatzstoffe enthaltende Harzmassen werden wegen ihrer ausgezeichneten Dehnbarkeit vorzugsweise zum Vakuumverformen verwendet. Die Emformbarkeit des Formkörpers ist sehr gut. Durch die Verwendung des neuartigen Zusatzstoffes zum Verformen von thermoplastischen Harzen kann daher das Fließvermögen von Harzen erhöht und ihre Bearbeitbarkeit verbessert werden. Außerdem kann die Oberfläche von Formen verbessert werden, das heißt, daß die erhaltenen Formteile eine glatte Oberfläche ohne Fischaugen oder Formlinien besitzen und guten Glanz und Reinheit zeigen. Von Interesse ist. daß die Zusatzstoffe synthetischen Harzen antistatische Eigenschaficn verleihen.
Der erfindungsgemäße Zusatzstoff kann nicht nur thermoplastischen Harzen, sondern auch thermisch härtbaren Harzen zugegeben werden. Durch die Zugabe des Zusatzstoffes zu thermisch härtbaren Harzen kann die Emformbarkeit von Formkörpern nach dem Härten außerordentlich verbessert werden. Die erhaltenen Formteile haben einen ausgezeichneten Glanz und daraus hergestellte gefärbte Gegenstände zeigen tiefe Färbungen. Sie weisen außerdem gute antistatische Eigenschaften auf. Die Zugabe des Zusatzstoffes zu thermisch härtbaren Harzen erfolgt, indem der Zusatzstoff Vorkondensaten der thermisch härtenden Harze zugegeben und danach die so erzielte Masse gehärtet wird. In diesem Fall kann der Zusatzstoff auch als Härlungsbeschlcunigcr wirken.
Der erfindungsgemäße Zusatzstoff kann daher als Gleitmittel für thermoplastische Harze, als Formtrennmittel bzw. Enlformungsmittel für thermisch härtbare Harze und als antistatisch machendes Mittel für beide Harztypen eingesetzt werden.
Der erfindungsgemäß verwendete Zusatzstoff ist ein N-Alkylgluconamid der allgemeinen Formel
R-NHCO(CHOH).,CH>OH
In dieser allgemeinen Formel bedeutet R eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe, die gewöhnlich etwa I bis 24 Kohlcnstoffatome aufweisen kann. Heim Vorliegen von Alkylgruppcn mil außerordentlich niedrigen Kohlenstoffzahlcn besteht jedoch die Nci-
gung, das Fließvermögen der Harze zu vermindern, und beim Vorliegen von Alkylgruppen mil weit höheren Kohlenstoffzahlen wird die Verträglichkeil zwischen dem Zusatzstoff und den Harzen vermindert. Die Anzahl der Kohlenstoffatome in der Alkylgruppe beträgt daher.vorzugsweise 8 bis 20, insbesondere 12 bis 18.
N-Alkylglueonamide, die Alkylgruppen mit 8, 10, 12, 14,16 und 18 Kohlenstoffatomen aufweisen, sind bereits aus der Literaturstelle in »The Journal of the American Oil Chemist Society«, Band 29, Seiten 202 bis 207 (1952) bekannt; die anderen sind jedoch neue Verbindungen. Sämtliche der neuen Verbindungen können in der in der Literatur beschriebenen Weise hergestellt werden. Beispiele für N-Alkylgluconamide sind
N-Äthylgluconamid, N-propylgluconamid,
N-Butylgluconamid, N-Pentylgluconamid,
N-Hexylgluconamid, N-Heptylgluconamid,
N-Octylgluconamid, N-Nonylgluconamid.
N-Decylglucon.iTiid, N-Undecylgluconamid,
N-Dodecylgluconamid.N-Tridecylgluconamid,
N-Tetradecylgluconamid,
N-Pentadecylgluconamid,
N-Hexadecylgluconamid,
N-Heptadecylgluconamid,
N-Octadecylgluconamid,
N-Nonadecylgluconamid, N-F.icosyigluconamid,
N-Heneicosylgluconamid,
N-Decosylgiuconamid und
N-Tricosylgluconamid.
Als Kunstharze, die in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Zusatzstoff verwendet werden, eignen sich thermoplastische Harzt- und thermisch härtbare Harze, Beispiele für solche thermoplastische Harze sind
Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid,
Polystyrol, Poly-(acrylnitril-styrol),
Poly-(acrylnitril-butadien),ABS-Harz,
Acrylhara, Methacrylharz, Polyäthylen,
Polypropylen, Poly-(äthylen-propylen),
Poly-(äihylen-vinylacetat),
Polyfluorkohlenstoff, Polyamide,
κι Polycarbonate und dergleichen.
Beispiele für geeignete thermisch härtbare Harze sind Phenolharze, Harnstoffharze, Melaminharze, Guanaminharze und dergleichen.
Bei der Zugabe der N-Alkylgluconamide zu diesen r> Kunstharzen können wahlweise eine oder mehrere Arten der N-Alkylgluconamide eingesetzt werden. Das Mischungsverhältnis variiert in Abhängigkeit von der Art der Harze und dem angewendeten Formgebungsverfahren und liegt im allgemeinen im Bereich von 0,01 bis 20 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das verwendete Harz.
Zum Verformen der Harzmasse, in die N-AIkyiglu-
conamid eingearbeitet wurde, können konventionelle Verfahren angewendet werden, beispielsweise Strang-
pressen, Spritzgießen, Formpressen und dergleichen. In diesen Fällen können der Harzmasse wahlweise verschiedene andere Zus-itzstoffe eingesetzt werden, wie Weichmacher, Stabilisatoren, Farbstoffe, Füllstoffe und Entformungsmittcl. Wahlweise können außerdem
to konventionelle Gleitmittel zugegeben werden.
Die folgenden Beisp'/wle dienen dazu, verschiedene Ausführungsformen der Erfindung zu veranschaulichen. In diesen Beispielen bedeuten alle Teile Gewichtsteile.
Beispiel 1
|cde Masse der in Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzung wurde 2 Minuten bei I8O"C in einem Walzenmischer geknetet, in den Kolbenteil eines Koka-I'rüfgerüts für das Fließvermögen eingefüllt und dann erhitzt. Nach F.rrcichcn einer Temperatur von 200 C wurde der Düsenverschluß der Prüfvorrichtung für das Flicßvcrmögcn geöffnet und die Abwärtsbewegung des Kolbens gemessen, tine ausführliche Erläuterung der Koka-Prüfvorrichtung für das Flieüvermögcn wird in dem Werk von Teikichi A r a i. »Λ Guide to the Testing of Rheological Properties with Koka i;lowO e -,ter«, Verlag Maruzcn Co.. Ltd.(1958) zu entnehmen.
Die Prüfcrgcbnissc sind in Tabelle 1 aufgeführt.
Tabelle
Zusammensetzung (Teile)
Sekunden
I 5
Beispiel I
ABS-Harz (50)
N-Stearylgluconamid*) (I)
Vergleichsversuch 1
ABS-Harz
Vergleichsversuch 2
ABS-Harz (50)
Stcarinsäureamid (I)
10
15
JO
0,8 mm 1,5 mm 2.7 mm 3.9 mm 5,4 mm 7.4 mm 12.1mm 0,7 mm 1,0 mm 1,3 mm 1.7 mm 2.2 mm 3.0 mm 4,1mm 0,7 mm 1.1 mm 1.8 mm 2,5 mm 3,3 mm 4,4 mm b.Oinm
*) N-Oi'tiiclccylgliicnnamicl.
Beispiel 2
|ede der in Tabelle 2 angegebenen Massen wurde 2 Minuten bei 170X' in einem Walzenmischer geknetet und in der in Beispiel I beschriebenen Weise behandelt. Danach wurde die Abwärtsbewegung des Kolbens gemessen. Die erzielten Testergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.
Tabelle 2
Zusammensetzung (Teile) Sekunden
4 20 43 60 80 100 120
Beispiel 2
Polymethylmethacrylat (100) 0,4 mm 0,8 mm 1,6 mm 2,9 mm 4,9 mm 7,2 mm 10,3 mm
N-Stearylgluconamid (1,5) Vergleichsbeispiel 3
Polymethacrylat 0,3 mm 0,4 mm 0,8 mm 1,5 mm 2,7 mm 4,5 mm 6,4 mm
Beispiel 3
Die Verfahrensweise des Beispiels 1 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, daß anstelle der Massen mit der in Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzung die Zusammensetzungen verwendet wurden, die in Tabelle 3 aufgeführt sind.
Die Testergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Tabelle 3
Zusammensetzung (Teile) Sekunden
12 3 4
Beispiel 3
Polyvinylchlorid (50) Dioctylphthalat (25)
Cadmiumstearat (0,25) S- 15 mm
Bleistearat (0,25) (nach 0.2 Sek.)
N-Stearylgluconamid (1) I
Vergleichsbeispiel 4 Polyvinylchlorid (50) Dioctylphthalat (25) Cadmiumstearat (0,25) Bleistearat (0,25)
3,4 mm 7,0 mm 10,4 mm 13,7 mm
Beispiel 4
100 Teile Polyvinylchlorid, 2,5 Teile Dibutyl-zinnma- Temperatur: 1800C
leat und !,0 Teile Dibutyl-zinn-laurat wurden mit Hilfe Vorheizen: 2 Minuten eines Mischers 10 Minuten bei 1000C vermischt und die 40
erhaltene Masse abgekühlt und aus dem Mischer
entnommen. Der Masse wurde ein Teil N-Stearylglu- Unmittelbar nach dem Vorheizen wurde die Prüfung
conamid zugesetzt. Die so erzielte Masse wurde im begonnen.
Plastographen geprüft, wobei die in Tabelle 4 gezeigten Als Vergleichsbeispiel 5 wurde die Verfahrensweise
Prüfwerte erhalten wurden. 45 des Beispiels 4 wiederholt, mit der Ausrahme, daß kein
Im Plastographen wurden folgende Prüfbedingungen N-Stearylgluconamid verwendet wirde.
angewendet: Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 4
Fassungsvermögen: 50 cm1 aufgeführt. Umdrehungszahl: 50 Upm
Tabelle 4
Drehmoment Temperatur des Harzes Tc QMc Mb
(kgm) Γ C) (Min.) C C) (kgm)
3 Min. 5 Min. 3 Mi-. 5 Min.
Beispiel 4 3,32 2,90 170 189 6,0 186,0
Vergleichsbeispiel 5 3,50 3,03 186 195 9.5 202.0
Die in der Tabelle verwendeten Bezeichnungen haben folgende Bedeutung:
Tc Dauer (Minuten) bis zum Erreichen eines konstanten Drehmoments im Harz; QMc. Temperatur (0C) im konstanten Zustand:
Mn: Maximales Drehmoment (kg m).
Beispiel 5
100 Teile Polyvinylchlorid, 2,5 Teile Dibutyl-zinn-ma- Gemisch wurde abgekühlt und aus dem Mischer leat und 1,0 Teil Dibutyl-zinn-laurat wurden mit Hilfe entnommen. In das erzielte Gemisch wurden 0,5 Teile eines Mischers 10 Minuten bei 100"C vermischt. Das N-StearvIplnrnnamiH nnH η 1S Tpüp Ηρε hprpiic hpUnnn.
ten Gleitmittels Bulylstcaral eingearbeitet. Die so erzielte Masse wurde im Plastographcn geprüft, wobei die in Tabelle 5 gezeigten Priifcrgcbnisse erzielt wurden.
Als Vergleichsversuch 6 wurde das Verfahren des Beispiels 5 mit der Ausnahme wiederholt, daß N-Stearylgluconamid weggelassen wurde.
Als Vergleichsversuch 7 wurde die Verfahrensweise des Beispiels 5 wiederholt, mit der Ausnahme, daß 0,5 Teile Butylstearat anstelle von N-Stcarylgluconamid verwendet wurden.
Die erzielten Prüfcrgchnissc sind in Tabelle 1J gezeigt.
Tabelle 5 Beispiel 5
Vcrglcichsbeispiel b
Vcrglcichsbeispicl 7
(Min.)
17,0
11.5
13.5
Mn
(kg m)
6.60
9,05
8,80
Γη bedeutet die Zeit (Minuten) innerhalb der das Harz IMl1H Zcrsclzungspiinkl erreicht.
Alkylgruppe
O C-,
(Kohlenstoff/.
Ch C
ahl)
Ci„
Drehmoment
beim
Verpressen
Dauer bis zur
Gelbildung
Die in der Tabelle gebrauchten Abkürzungen haben folgende Bedeutung:
/'/: Dauer bis zur Zersetzung des Harzes;
Or- Zerselzungstcmpcratur:
Ti: Zeit, die zum Erreichen eines konstanten Zu
stands des Harzes erforderlich ist:
Ti>: Zeit, die zur Gelbildend c'rs Harzes erforcln ·
hch ist:
Mir. Drehmoment im Zustand der Cjelbildunj;;
M): Drehmoment im konstanten Zustand:
. schlechter als Blindprobe:
± : keine Veränderung;
+ bi·, + + t-: besser als Blindversuch.
Aus den Ergebnissen dieser [Beispiele ist ersichtlich. c'aH die Formmassen aus thermoplastischen Harzen, die das orfindungsgemäOe Gleitmittel enthalten eine hohe Abwartsbewegung des Kolbens, niedriges Drehmoment und gutes Fließvermögen zeigen. Außerdem erreichen die Harze innerhalb kurzer Zeit ein konstantes Drehmoment, haben im konstanten Zustand niedrige Temperatur und erfordern lange Zeit zum F.rrcichcn ihres Zcrselzungspiinktcs.
B e i s ρ i e I b
100 Teile Polyvinylchlorid. 15 Teile Dioctylphthalal. 1.5 Teile Cadmiumstearal und 1,5 Teile Bleistearal wurden bei 80 C in einem Henschel-Mischcr vermischt und dann abgekühlt. Zu der erzielten Masse wurde jedes der N-Alkylgluconamidc gegeben, deren Alkylgruppen in Tabelle 6 aufgeführt sind. Die so erzielten Harzmassen wurden im Plastographen geprüft, um den Einfluß auf die thermische Stabilität, das Drehmoment beim Verpressen und die Dauer bis zur Gelbildung festzustellen, die durch die verwendeten Gleitmittel erzielt wurde.
Im Plastographen wurden folgende Prüfbedingungen angewendet:
IJmdrehungs; jhl:
Temperatur:
Vorheizen:
Probe:
30UpM
1900C
3 Minuten
55 g
Tabelle 6
Alkylgruppe (Kohlenstoffzahl)
C; Ci Cs Ci2 CiS
Thermische
Stabilität
Beispiel 7
100 Teile Polyvinylchlorid, 50 Teile Dioctylphthalat 0.5 Teile oadmiumstearat, 0,5 Teile Zinkstearat und 1,C oder 1.5 Teile N-Stearylgluconamid wurden mit Hilfe eines Walzenmischers bei 165 bis 1700C verknetet und dann bei 170 bis I8O°C unter Bildung einer Folie verpreßt.
In Form eines Vergleichsversuches wurde die Verfahrensweise des Beispiels 7 mit der Ausnahme wiederholt, daß Äthylen-bis-stearinsäureamid anstelle von N-Stearylgluconamid verwendet wurde.
Die Zugfestigkeit und die Dehnung dieser Folien wurden gemessen. Die Zuggeschwindigkeit betrug 200 mm/Min.
Die Prüfergebnisse sind in Tabelle 7 aufgeführt.
Tabelle 7
Zugfestigkeit Dehnung
N-Stearylgluconamid
OTeil 1.95 283
1,0 Teil 2,25 280
1.5 Teile 2.26 29 j
Äthylen-bis-stearinsäureamid
1,0 Teil 2,03 258
1.5 Teile 1,89 273
Beispiel 8
100 Teile Polyvinylchlorid, 50 Teile Dioctylphthalat, 1,0 Teil Cadmiumstearat, 1,5 Teile Bariumstearat und 0,5 Teile N-Stearylgluconamid wurden verknetet und dann zu einer Platte verformt.
In einem Vergleichsversuch wurde die Verfahrensweise des Beispiels 8 mit der Ausnahme wiederholt, daß Äthylen-bis-stearinsäureamid anstelle von N-Stearylgluconamid verwendet wurde.
Die spezifischen Oberflächenwidersiände der : erüielten Platten sind in Tabelle 8 aufgeführt.
Tabelle 8
Spezifischer Widerstund (Ohm)
Beispiel 8 3,7 · 10"
Vergleichsbeispiel 2,1 ■ 10"
Blbidversuch 2,8 ■ 10"
IO
Beispiel 9
Auf die in Beispiel 7 und dem entsprechenden Vergleichsbeispiel erhaltenen Folien wurde Hochspannung aufgedrückt und die antistatischen Eigenschaften aufgrund der Verminderung des Ladungswertes gemessen. Die Messung wurde in einem klimatisierten Raum durchgeführt, der bei 20°C und 72% relativer Feuchtigkeit gehalten wurde.
Es wurden die in Tabelle 9 gezeigten Testergebnisse erzielt.
Tabelle
iJei'ipicl 9
Vprulpii'ht.hp
o- '
Blindvcrsuch
8,0OkV 7 M) kV 7.00 kV
1.04 kV 5.72 kV 5.3OkV M)
OkV
4.r)2kV
4,l9kV
121)
3.02 kV
2,68 kV
IKO
2.17 kV
I.fib kV
In den folgenden Beispielen IO bis Ib sind verschiedene Formulierungen für l-ormmassen iius Kunsthar/en angegeben, die crfindungsgcmäU N-Siearylgluconamidc enthalten.
Beispiel 10 (IViIt;
100
Polyvinylchlorid
Dioctylphthalat ")
Epoxyharz 0.3
Oadmiumsicarai 0.3
Bariiimstearat I
N-Stcarylgluconamid 0,")
Phenylsalicylai
Bestandteile wurden /ur Bildung einer Harzmussc gleichförmig vermischt.
Beispiel Polyäthylen Il (Teile)
N-Dccylgluconumid 100
Titandioxyd 0,5
Strontiumchromat 2
0.5
Die Bestandteile wurden gleichförmig zu einer I luxmasse vermischt.
Beispiel Polystyrol 12 (Teile)
N-Hexadecylgluconamid 100
0,3
Die Bestandteile wurden gleichförmig zu einer Hariimasse vermischt.
Beispiel 13 A BS-Harz (Teile)
N-Tetradecylgluconamid 100
Talkum 2
Strontiumchromat 10
0.5
Die Bestandteile wurden gleichförmig zu einer Harzmasse vermischt.
Beispiel 14
Polyvinylidenchlorid
Di-isooctylphthalat
N-Dodeeylglueonamid
Phenylsalicylai
(Teile)
100
40
1.5
0,5
Die Bestandteile wurden gleichförmig zu
I lar/masse vermischt.
Beispiel 15
Polyvinylchlorid
Dibutyl/inn-inercaptid
Cadmiumstearat
N-(2-Äthylhexyl)-glutonamid
Titandioxyd
Strontiumchromat
(Teilt·)
100
2
0.5
1.5
r)
0.5
Die Bestandteile wurden unter Bildung einer Hai/ masse gleichförmig miteinander vermischt.
Beispiel lh
Poly-fmethylmethacrylat)
N-Nonylgliieonamid
Cl eile) K)O
Durch gleichförmiges Vermischen dieser Bestandteile wurde eine I lar/masse erhallen.
Beispiel 17
70 Teile eines Vorkondensats aus Harnstoff und Formaldehyd und JO Teile Pulpe wurden vermischt, getrocknet und dann zu Kompounds zerkleinert. Den Kompounds wurden 0.05 Teile eines sauren Härtungsmittels und die gewählten Mengen N-Stearylgluconamid zugemischt. Die erhaltene Masse wurde zur Messung der Fließgeschwindigkeit (in cm '/Sekunden) in einem Kaka-Prüfgerät für das Fließvermögen mit einer Düse von 0,5 mm Durchmesser behandelt.
Als Vergleichsbeispiel wurde die Verfahrensweise des Beispiels 17 mit der Ausnahme wiederholt, daß anstelle von N-Stearylgiiiconaniid Stearinsäure verwendet wurde.
Die Testergebnisse sind in Tabelle 10 aufgeführt.
Tabelle 10
Anteil iin N-Steiirylgliiennamid
(Teile)
Tabelle 12
(Tießgeschwimligkcit (cmVSek.)
0,2
0,5
1,0
2,0
von .Stearinsäure
(0,4 Teile)
0,213
0,245
0.39J
0,488
0,619
0.311J
Die Prüfung wurde bei 200 kg/cm- und einer Temperatur von Ϊ 30"C vorgenommen.
Beispiel 18
Die in Beispiel 17 erhaltenen Harnstoff-Formnldrhyd-Harze wurden der Prüfung der Biegefestigkeit unterworfen. Die Prüfung wurde nach der Vorschrift |IS K 6911 durchgeführt.
Temperatur: 20" C"
Uiegegeschwindigkeil: 0,5 mm/Min.
Die Testergebnisse sind in Tabelle 11 aufgeführt.
Tabelle 11
Anteil un N-SlCiirvIglucomimiil
(Teile)
0,5
1.0
Zusatz von Stearinsäure
(0,4 Teile)
Biegefestigkeit
(kg/mm-)
11.9 30
9.670
8.b5O
7.410
Beispiel 19
I-.iri Gemisch aus I Mol M'.-Iamin. 2,8 Mol i7%igem Formalin (pll 8) und Hexamethylentetramin (> (ic wichtspro/ent. bezogen auf das Melamin) wurden 30 Minuten auf 80 C erhitzt, wobei ein Vorkondensat gebildet wurde.
60 Teile des Vorkondensals und 40 Teile Pulpe wurden vermischt, getrocknet und unter Bildung von Kompounds zerkleinert.
Den eihaltenen Kompounds wurde N-Siearvlglui/onamid zugesetzt (0.5 oder 1.0 Gewichtsprozent, bezogen auf den Anteil an Melamin).
Um das FlieUvermögen der erzielten Masse festzustellen, wurde diese zwischen zwei Platten mit chromplatticrten Oberflächen bei I7OCC unter einem Druck von 50 kg/cm- während einer Minute verpreßt. Dabei wurden Scheiben erhalten.
Als Vergleichsbeispiel wurde die Verfahrensweise des Beispiels 19 wiederholt, mit der Ausnahme, daß ein Gemisch aus Zinkstearat (I Gewichtsprozent, bezogen auf Melamin) und Aluminiumstearat (1 Gewichtsprozent, bezogen auf den Anteil an Melamin) anstelle von N-Stearylgluconamid verwendet wurde.
Der Durchmesser des glänzenden Bereiches und die Biegefestigkeit der Scheiben wurden bestimmt.
Die Prüfergebnisse smd \n Tabelle 12 aufgeführt.
Durchmesser kleine Biege
Achse festigkeit
große (cm)
Achse
(em) (kg/mm-)
Beispiel 19 6,65
N-Stearylgluconamid 7,10
0,5% 7,30 9,85
1.0% 7.35 9 40
Vergleichsbeispiel
6,85
b.65
9,10
20
B e i s ρ i e
Fin Phenolformaldehydharz der folgenden Formulierung wurde vcrformi.
Vorkondensat 70 Teile
Pulpe 30 Teile
N-Stearylgluconamid I Teil
Pigment (schwarz) mehrere Ante
Als Vergleichsversiich wurde die Verfahrensweise des Beispiels 20 mit tier Ausnahme wiederholt, daß anstelle von N-Stearylgluconamul ein Teil /inkstearat verwendet wurde.
Die Prüfergebnisse sind in Libelle I i aiil'geluht ι
Libelle I)
Wasser- Schwund Isolier gehalt beim vs niet st.itnl
Verformen
N-Stearylgluconamid 0.7 0,ti7
Zinkstearat 0.8 0.64
(Meg..-Ohm)
7.5 ■ 10"· 1.1 ■ 10"
Bei der Herstellung von Fonnkörpern, die N-Stear>luluconamid enthalten, bietet das Fntweicheti von Gasen und das entformen keinerlei Schwierigkeiten. Die Oberfläche der Formkörper zeigt ausgezeichneten Glanz und keine Trübung.
Beispiel 21
Fin Phenol-Formaldehyd-Harz der folgenden Zusammensetzung wurde verformt:
Vorkonilensat
Pulpe
Häniingsniittel
N-Stearylgluconamid
Farbstoff
47.5 Teile 48,5 Teile
2.5 Teile
1.0 Teile einige Anteile
Beispiel 22
Ein Mclamin-Formaldehyd-Harz der folgenden Zusammensetzung wurde verformt:
Vorkondensat
Pulpe
Zinkstearat
N-Stearylgluconamid
Farbstoff
60 Teile 35 Teile
0.6 Teile
0,4 Teile mehrere Anteile

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verwendung eines N-Alkylgluconamids der allgemeinen Formel >
R-NHCO(CHOH)4CH2Oh
in der R eine Alkylgruppe bedeutet, als Zusatzstoff beim Verformen von Kunstharzen.
2. Verwendung nach Anspruch I, dadurch i<> gekennzeichnet, daß als Kunstharz ein thermoplastisches Harz vorliegt und der Zusatzstoff als Gleitmittel verwendet wird.
3. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kunstharz ein thermisch is härtbares Harz vorliegt und der Zusatzstoff als Entformungsmittel verwendet wird.
4. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch .gekennzeichnet, daß der Zusatzstoff als antistatisches Mittel eingesetzt wird. 2<>
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