DE2013809C - Pufferspeicher - Google Patents

Pufferspeicher

Info

Publication number
DE2013809C
DE2013809C DE2013809C DE 2013809 C DE2013809 C DE 2013809C DE 2013809 C DE2013809 C DE 2013809C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
current
magnetic core
conductive
transistor
winding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz 7750 Konstanz Treiber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Publication date

Links

Description

1 2
In digitalen Datenverarbeitungsanlagen werden zum voneinander die internen Vorgänge, also auch Spei-
Speichern von Informationen vorzugsweise Magnet- ehern und Auslesen der binären Informationen,
kerne mit nahezu rechteckiger Hysterese verwendet, steuern. Werden nun z, B, digitale Daten von einem
Diese Magnetkerne haben zwei Sättigungszustände peripheren Gerät einem Magnetkern-Pufferspeicher positiver und negativer Magnetisierung, die mit den 5 des Rechners angeboten, so können Überschneidungen
binären Werten »1« und »0« identifiziert werden. Mit zwischen dem vom peripheren Gerät eingespeisten
solchen Magnetkernen werden Speicherwerke, Schiebe- Schreibstrom und dem vom Rechner gelieferten Ab-
register, logische Schaltungen u. a. aufgebaut und die fragestrom auftreten, da Schreib- und Abfragestrom
den binären Werten »0« und »!«entsprechenden Infor- von verschiedenen Taktgebern gesteuert werden. An mationen mittels durch den Magnetkern geführter io Hand von F i g. 1, wo Ströme und Induktionsspannung
Wicklungen gespeichert und gelesen. in Abhängigkeit von der Zeit t aufgetragen sind, ergibt
Beim Speichern (Einschreiben einer Information) sich folgender Sachverhalt:
fließt durch eine durch den Magnetkern geführte Der vom Taktgeber des peripheren Geräts gesteuerte Wicklung ein Strom der Richtung und Größe, daß die Schreibstrom I1 magnetisiert den Magnetkern in posimagnetischen Kraftlinien den Magnetkern erfassen 15 tiver Richtung, d. h., der Magnetkern enihält die In- und diesen in Abhängigkeit von der Stromrichtung formation »1«. Der vom Taktgeber des Rechners gepositiv oder ntgativ magnetisieren. Der Strom muß steuerte Abfragestrom I2, der in entgegengesetzter so groß sein, daß die im Magnetkern verursachte Feld- Richtung zum Strom /, fließt, bewirkt nun im Magnetstärke ausreicht, diesen in den Sättigungszustand zu kern eine Durchflutung, die ihn ummagnetisieren bringen. Definitionsgemäß entspricht die positive ao möchte. Grundsätzlich ist die Impulslänge des AbMagnetisierung dem binären Wert »1« und die negative fragestroms I2 se bemessen, daß der Magnetkern voll-Magnetisierung dem binären Wert »0«, wobei dieser ständig ummagnetisiert werden kann. Fließen nun inbinäre Wert »0« dem Ausgangszustand des Magnet- folge der unabhängigen Taktgeneraioren die Ströme I1 kerns entspricht. Soll ein negativ magnetisierter, also und I2 nicht synchron, so kann es durch teilweise Komden binären Wert »0« habender Magnetkern ummagneti- 35 pensation der von den Strömen I2 und I1 erzeugten siert werden, so wird in genau vorgeschriebener Rieh- Durchflutungen vorkommen, daß nur ein Teil des tung ein Strom uurch riie Wicklung geschickt, dessen Impulses von I2 zur Ummagnetisierung des Magnet-Größe ausreicht, den M?gnetkern vom negativen Re- kerns zur Verfügung steht; die Schaltzeit des Magnetmanenzzustand in den positiven überzuführen. Der kerns ist somit verkürzt, und der Magnetisierungs-Magnetkern enthält als Informat· >n nun den binären 30 zustand durchläuft eine Unterschleife. Erst beim nach-Wert »1«. Die Speicherung des binären Wertes »0« ent- folgenden Abfragestromimpuls wird der Magnetkern spricht einem Stromfluß in der, im Verhältnis zur Spei- vollständig in den komplementären Magnetisierungscherung des binären Wertes »1«, entgegengesetzten zustand übergeführt.
Richtung. Der Auslesevorgang, also das Erfassen der In der Lesewicklung wird also nicht nur ein dem
gespeicherten Information, erfolgt durch Einspeichern 35 Informationsgehalt des Magnetkerns entsprechender
einer »0«. War der Magnetkern negativ magnetisiert. Spannungsimpuls Vina induziert, sondern deren zwei,
so behält er diesen Zustand bei, d. h. in einer Lese- Eine in dem Magnetkern eingespeicherte Information
wicklung, die die Flußänderung des Magnetkei ns über »1« kann beim Auslesen somit zwei Lesesignale/
einen induzierten Spannungsstoß registriert, wird keine nach außen abgeben.
Flußänderung beobachtet. War hingegen im Magnet- 40 Die Aufgabe der Erfindung ist es, die durch asyn-
kern eine »1« gespeichert, so wird er durch Einspeiche- chron fließende Schreib- und Abfrageströme ent-
rung einer »0« ummagnetjsiert. In der Lesewicklung stehende Schaltzeitverkürzung eines aus mindestens
wird auf Grund der Flußänderung eine Spannung in- einem Magnetkern mit nahezu rechteckiger Hysterese-
duziert, die einem Leseverstärker zugeführt wird. Die schleife bestehenden Pufferspeichers zu kompensieren.
Lesewicklung gibt somit die gespeicherte Information 45 Die Erfindung besteht darin, daß pro Magnetkern
in Form eines Spannungsimpulses weiter. eine Verstärkerschaltung vorgesehen ist, die zwei
Die dem Magnetkern entsprechende Hysterese wird Transistoren enthält, von denen der erste vom indubei Speicherung der binären Werte exakt durchlaufen, zierten Ausgangssignal leitend gesteuert wird und durch solange die magnetische Feldstärke hinreichend groß seinen Leitungsstrom gleichzeitig einen Speicherist. In Kernspeichern treten häufig Feldstärken der 50 kondensator auflädt und den zweiten Transistor Größe // - Hm auf, wobei unter Hm die zum voll- leitend steuert, der seinerseits im leitenden Zustand in ständigen Ummagnetisieren notwendige Feldstärke zu einer zusätzlichen Wicklung des jeweiligen! Magnetverstehen ist. Wenn an einem Magnetkern im Zustand kerns einen Stromfluß verursacht, der im Sinne einer »0« oder »1« Felder der Größe H^ ,'tm anliegen, so Unterstützung des Abfrageimpulses und durch einen durchläuftdie Magnetisierungskurve sogenannte Unter· 55 den zweiten Transistor leitend haltenden Entladestrom schleifen, d. h„ der Magnetkern wird hinsichtlich des Speicherkondensators mindestens so lange wirkt, seines Magnetisierungszustands in mehr als die zwei bis der Magnetkern eine dem Abfrageimpuls ent* Sättigungszustände übergeführt. Diese Unterschleifen sprechende Magnetisierungsänderung erfahren hat. können auch auftreten, wenn der Abfragestrom so In P i g. 2 ist eine erfindungsgemäße Schaltung kuiz fließt, daß die dem Kern zugeführte Energie nicht 60 aufgezeigt. Der Magnetkern K liege in der Zeichen· ausreicht, den Magnetkern umzumagnetisieren. In ebene und sei positiv, das ist im Gegenuhrzeigersinn diesem Falle ist die Schaltzeit, also die Zeit, die für den magnetisiert. Die Stromrichtung der Ströme Z1 und Z8 abgeschlossenen Ummagnetisierungsvorgang eigent· sei so, daß der Schreibstrom Z1 in der Schreibwicklung lieh erforderlich wäre, verkürzt. W1 aus der Zeichenebene heraus- und der Abfrage*
Diese Problematik der Schaltzeitverkürzung tritt 6s strom Z1 in der Abfragewicklung W1 in die Zeichen·
auf bei der Datenübertragung zwischen Digitalrech· ebene hineinfließe. Die Taktgeber für Z1 und Z1 sind
fler und peripheren Geräten. Sowohl Rechner als auch durch Schalter S1 und St schematisch dargestellt,
fterinhere Geräte haben Taktgeber, die unabhängig Verursacht nun der Abfragestrom Zg eine Magnet!·
sierungsänderung im Kern K, so wird in der Lesewicklung W3 eine Spannung VtnU induziert, die den Basisstrom für einen pnp-Transistor T1 liefert, dessen Emitter mit einer positiven Spannungsquelle verbunden ist, Zwischen dem Emitter von T1 und der Basis liegt S ein Kondensator C„ der hochfrequente Signale kurzschließt. Emitter und Basis von T1 sind mit den beiden Enden der Lesewicklung W3 verbunden, wobei zwischen Wicklungsende und Basis ein Widerstand A1 liegt. Der Basisstrom steuert also den Transistor T1 in den leitenden Zustand und liefert somit über den Kollektor von T1 den Ladestrom für einen mit einem Widerstand R2 überbrückten Speienerkondensator C2. R2 und C2 liegen mit ihrem dem Transistor T1 abgewandten Verbindungspunkt an einer negativen Spannungsquelle. Von dem dem Transistor T1 zugewandten Verbindungspunkt wird ein Teil des aus dem Transistor T1 fließenden Stromes dem npn-Transistor T2 über einen Widerstand R3 als Basisstrom ugeführt und steuert T2 leitend. Der Emitter von T2 liegt auf negativem Potential, der Kollektor ist mit einem Ende der zusätzlichen Wicklung W4 verbunden. Das zweite Ende der Wicklung W4 liegt über einen Widerstand A4 an einer positiven Spannungsquelle. Von dem mit dem Kollektor von T2 verbundenen Wicklungsende von W4 kann über eine Diode D am Ausgang A das Nutzsignal abgenommen werden.
Die in der Verstärkerschaltung vorgesehenen komplementären Transistoren können unter Änderung der Versorgungsspannungen so vertauscht werden, daß T1 ein npn- und T2 ein pnp-Transistor ist. Die Dimensionierung der Bauelemente ist so, daß der in der zusätzlichen Wicklung W4 fließende Strom /4 etwa gleich groß ist wie der Abfragestrom I2. Die zusätzliche Wicklung W4 ist so durch den Kern K geführt, daß der in ihr fließende Strom /4 die gleiche Richtung wie der Auslesestrom I9 hat. Ist nun der Schreibstrom /, unterbrochen und fließt der Abfragestrom I2, so kann auf Grund der in der Lesewicklung W3 induzierten Spannung V(nd der Basisstrom für den Transistor T1 fließen. 7\ wird leitend und liefert den Ladestrom für den Speicherkondensator C2 und den Basisstrom für den Transistor T1. Damit wird T2 leitend und der in der zusätzlichen Wicklung W4 fließende Strom /4 erhöht die Durchflutung des Kerns K, da er sich dem Abfragestrom I2 überlagert. Daraus resultiert eine Erhöhung der induzierten Spannung Vtnd und eine Verkürzung der Schaltzeit des Kerns K. Überschneiden sich nun Schreibstrom /, und Abfragestrom I2, so übernimmt der Speicherkondensator C2 die Aufgabe, den Transistor Tt so lange leitend zu halten, bis der Kern K vollständig ummagnetisiert ist. Die erfindungsgemäße zusätzliche Wicklung W4 gewährleistet also, daß die Durchflutung des Kerns K unabhängig vom Abfragestrom I2 so lange aufrechterhalten bzw, so groß wird, daß der Magnetkern K vollständig ummagnetisiert werden kann.
Das Nutzsignal wird am Punkt Λ abgegriffen und kann hier mit anderen Signalen verknüpft werden.
Iti F i 3. 3 sind analog zu F i g. 1 die Verhältnisse gemäß der Erfindung aufgezeichnet. Der Abfrage· strom /, wird teilweise durch den Schreibstrom Ix kompensiert. Der in der Lesewicklung W3 induzierte Strom /„ steuert den Transistor Tx leitend und prägt der zusätzlichen Wicklung W4 einen Strom I4 ein, der die Durchflutung des Kerns K erhöht. Der Strom I4 erhöht auch den Induktionsspannungsimpuls Vma in der Lesewicklung W3. Die Durchflutung des Kirns K ist so groß, daß in Verbindung mit dem den Abfragestromimpuls verlängernden Stromimpuls in der zusätzlichen Wicklung W4 der Magnetkern K vollkommen ummagnetisiert werden kann. Eine im Kern K gespeicherte Information gibt beim Auslesen nur mehr ein einziges Nutzsignal nach außen ab, womit die Eindeutigkeit der Information gewahrt bleibt.
Die erfindungsgemäße Schaltung kann sowohl für den Datenfluß zwischen Peripheriegerät und Rechner als auch für den Da^nfluß zwischen Rechner und Peripheriegerät angewandt werden.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Pufferspeicher mit mindestens einem Magnetkern mit nahezu rechteckiger Hystereseschleife, der von einem ersten Gerät her Einschreibeimpulse zur Magnetisierung vom einen Sättigungszustand (z. B. negativen Magnetisierungszustand ^ binär »0«) in den anderen Sättigungszustand (ζ. Β positiven Magnetisierungszustand i> binär »L«) erhält und von einem zweiten Gerät her zu den Einschreibeimpulsen asynchrone Abfrageimpulse von entgegengesetzter Polarität empfängt, dadurch gekennzeichnet, daß pro Magnetkern eine Verstärkerschaltung vorgesehen ist, die zwei Transistoren (T1, T1) enthält, von denen der erste (T1) vom induzierten Ausgangssignal (Z3) leitend gesteuert wird und durch seinen Leitungsstrom gleichzeitig einen Speicherkondensator (C2) auflädt und den zweiten Transistor (T2) leitend steuert, der seinerseits im leitenden Zustand in einer zusätzlichen Wicklung des jeweiligen Magnetkerns (K) einen Stromfluß (I4) verursacht, der im Sinne der Unterstützung des Abfrageimpulses (/a) und durch einen den zweiten Transistor (T1) leitend haltenden Entladestrom des Speicherkondensators (C2) mindestens so lange wirkt, bis der Magnetkern (K) eine dem Abfrageimpuls (I2) entsprechende Magnetisierungsänderung erfahren hat.
2. Pufferspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Transistor (T1) im leitenden Zustand den Basisstrom für den zweiten Transistor (7"a) und den Ladestrom für den Speicherkondensator (C9) liefert.
3. Pufferspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transistoren (T1, T2) zu einander komplementär sind.
4. Pufferspeicher nach Anspruch 1, gekenn· zeichnet durch eine solche Dimensionierung ihrer Elemente, daß der in der Auslesewicklung (W1) fließende Auslesestrom etwa gleich dem in der zu· sätzlichen Wicklung (W4) fließenden Strom ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1774708B2 (de)
DE1474388C3 (de) Schieberegisterspeicherstufe mit Feldeffekttransistoren
DE1058284B (de) Magnetkernmatrix-Speicheranordnung mit mindestens einer Schaltkernmatrix
DE1424528B2 (de) Leseschaltung mit erhoehter ablesegeschwindigkeit fuer einen oberflaechenspeicher mit einem eine magnetisierbare oberflaeche spurweise abtastenden bewickelten lesekopf
DE1265784B (de) Flipflopschaltung zur Speicherung von binaeren Datensignalen
DE1071387B (de) Wählschaltung für eine Magnetkernmstrix
DE1070225B (de)
DE2013809C (de) Pufferspeicher
DE2013809B2 (de) Pufferspeicher
DE1449302A1 (de) Treiberschaltung fuer einen Magnetkopf
DE1915700C3 (de) Schieberegister
AT223401B (de) Magnetisches Schieberegister
DE1171649B (de) Binaeres Impulsschieberegister
DE1180414B (de) Nach Art eines Schieberegisters wirkende Speicheranordnung zur Speicherung von Informationen
DE1146538B (de) Elektronische Schaltungsanordnung zum Aufbau von Ringzaehlern ungerader Stufenzahl aus Transistor-Ringkern-Kombinationen
DE1424446B2 (de) Anordnung zur Schräglaufkompensation an einer Mehrspur-Magnetbandmaschine
EP0489248B1 (de) Adress-Steuerung für einen First in- / First out-Speicher
DE2132560B2 (de)
DE1424446C (de) Anordnung zur Schräglaufkompensation an einer Mehrspur Magnetbandmaschine
AT220402B (de) Speichervorrichtung
DE1524919C3 (de) Matrixspeicher
DE2533483C3 (de) Einrichtung zur Abfrage von durch Stellungen von Meldeschaltern in digitalen Geräten dargestellten Informationen
DE1549481C (de) Rechenanordnung
DE1176714B (de) Anordnung fuer eine statische magnetische Speichervorrichtung
DE1449441C3 (de) Schaltungsanordnung zum Lesen und Schreiben von Information in einem Datenspeichersystem