DE2013997A1 - Verfahren zur Herstellung von Monofilen aus einem Polyamid-Polyestergemisch durch Schmelzspinnen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Monofilen aus einem Polyamid-Polyestergemisch durch SchmelzspinnenInfo
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-
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Description
Verfahren zur Herstellung von Monofilen aus einem Polyamid-Polyestergemisch
durch Schmelzspinnen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Monofilen
aus einem Polymergemisch, bestehend aus mindestens 60 Gew.%
eines hochmolekularen, linearen Polyamids und eines hochmolekularen, linearen Polyesters, durch Verspinnen dieses Gemisches aus der Schmelze. . ·
eines hochmolekularen, linearen Polyamids und eines hochmolekularen, linearen Polyesters, durch Verspinnen dieses Gemisches aus der Schmelze. . ·
Es ist bekannt, Dispersionen von Polyestern in Polyamiden zu
Fäden nach dem Schmelzspinnverfahren zu verspinnen. Die Dispersionen werden hierbei in einem Extruder hergestellt und anschließend nach den beim Schmelzspinnen üblichen Methoden versponnen. Diese Fäden und Fasern haben als Reifencord und als Teppichgarne eine besondere technische Bedeutung. Derartige Mischungen sind physikalische Mischungen (Dispersionen), die aus zwei diskreten Phasen bestehen, von denen die eine in der anderen dispergiert ist. Die Herstellung einer solchen Mischung in einem Schmelzextruder soll möglichst kurzzeitig erfolgen, um einen Abbau des Polyesters zu vermeiden.
Fäden nach dem Schmelzspinnverfahren zu verspinnen. Die Dispersionen werden hierbei in einem Extruder hergestellt und anschließend nach den beim Schmelzspinnen üblichen Methoden versponnen. Diese Fäden und Fasern haben als Reifencord und als Teppichgarne eine besondere technische Bedeutung. Derartige Mischungen sind physikalische Mischungen (Dispersionen), die aus zwei diskreten Phasen bestehen, von denen die eine in der anderen dispergiert ist. Die Herstellung einer solchen Mischung in einem Schmelzextruder soll möglichst kurzzeitig erfolgen, um einen Abbau des Polyesters zu vermeiden.
1098U/U78
Aufgrund der bei der Verarbeitung auftretenden Entmischungserscheinungen
ergeben sich bei den bekannten Verfahren insofern Schwierigkeiten, als eine vollkommen homogene Vermischung von
Polyamid und Polyester nicht erfolgt und sich größere Teilchen, sogenannte Gel-Teilchen, ausbilden. Als Folge hiervon resultieren
Fadenverdickungen beim Schmelzspinnen und ein Reißen der Monofile
beim Verstrecken.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine völlig homogene
Vermischung von Polyamid und Polyester zu bewirken, damit die Bildung der sogenannnten Gel-Teilchen vermieden wird.
Die vorliegende Erfindung löst dieses Problem dadurch, daß man
den getrennt aufgeschmolzenen, linearen Polyester dem Strom der
Polyamidschmelze zudosiert, die Schmelzmischung bei Temperaturen zwischen 250 und 2700C durchrührt unter Verwendung eines Rührwerksmischers,
wobei dessen Mischkammerwandung und Rührwerkswelle jeweils in abwechselnden Ebenen mit Segmenten besetzt sind
und wobei mindestens die Segmente jeder zweiten Ebene Keilform aufweisen und mit den Segmenten der benachbarten Ebenen einen
Keilspalt bilden; und daß man die homogenisierte Schmelze zu Monofilen verspinnt und anschließend die gesponnenen Monofile
verstreckt.
Das Schmelzspinnen wird vorzugsweise bei Temperaturen zwischen
250 und 2900C durchgeführt. Die gesponnenen Monofile werden in
einem Verhältnis von 1:3 bis 1:5* vorzugsweise etwa um 1:4
verstreckt.
Als Polyamid wird vorzugsweise Polyamid-6 (Poly- 6-caprolactam)
mit relativen Lösungsviskositäten von 2,6 bis J5.0 (gemessen mit einer 1 gew.#igen Lösung in m-Kresol bei 200C) und als linearer
Polyester Polyäthylen-glykolterephthalat oder Polydimethynol-
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cyclohexan-terephthalat mit relativen Lösungsviskositäten von
1.6 bis 1.8 (gemessen in einer 1 gew.^igen Lösung in m-Kresol
bei 200C verwendet. Bei Einsatz von Poly-6-caprolactam kann das.
Verfahren durch die Polymerisation in einem absteigenden Rohr (VK-Rohr)
kontinuierlich, ausgehend von£-Caprolactam, durchgeführt
werden.
Durch die Verwendung des obengenannten Rührwerksmischers wird
erreicht, daß bei der Rotation der Rührwerkswelle in der Misch»
kammer zwischen den Segmenten ein hoher Druckaufbau, ein großes
Schergefälle und eine^Querförderung des Gemisches auftritt, wie
sie zu dessen einwandfreier Homogenisierung erforderlich ist. Je nach dem geometrischen Anstiegswinkel des Keilspaltes setzen
sich Druckaufbau und Strömung aus verschieden großem konzentrischem und radialem Richtungsanteil zusammen. Im Hinblick auf die
speziellen Eigenschaften der zu vermischenden viskosen Flüssigkeiten oder Kunststoffschmelzen läßt sich auf die Ausbildung der
Keilform der Segmente und damit der Keilspalte weitgehend Einfluß
nehmen. Die Ausgestaltung der Segmente läßt eine Vie.lzahl von Ausführungsmöglichkeiten zu. Beispielsweise brauchen nur die
Segmente der Rührwerkswelle öder nur die an der Mischkammerwandung
angebrachten Segmente keilförmig gestaltet sein. Die Keilform
kann symmetrisch oder ,asymmetrisch sein. Die Keilflächen können
stetig, insbesondere geradflächig verlaufen. Sie können aber auch
eine Wölbung aufweisen, um bestimmte Strömungsformen zu erzielen.
Die Segmente der Rührwerkswelle sind vorzugsweise mit schrägen Anlaufkanten ausgestattet. Der Antrieb des Rührwerksmischers
erfolgt vorzugsweise über ein stufenlos regelbares Getriebe.
Die erhaltenen Monofile weisen einen besseren Bauschwiderstand,
ein verbessertes Füllvermögen und einen wesentlich erhöhten Bauschwiderstandsgrad auf.
In einer Zeichnung sei nun eine Anlage zur Durchführung des
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109-8 ^ 37 U 7 8-
erfindungsgemäßen Verfahrens schematisch dargestellt und näher
beschrieben und zwar zeigen:
Figur 1 die Anlage,
Figur 2 den Rührwerksmischer im Längsschnitt, Figur 3 den Rührwerksmischer im Querschnitt, gemäß Linie A-B in
Figur 2 und
Figur 4 die Seitenansicht eines Segmentes der Rührwerkswelle.
Figur 4 die Seitenansicht eines Segmentes der Rührwerkswelle.
In der Anlage gemäß Figur 1 wird die Polymerisation des Caprolactams
in einem sogenannten VK-Rohr 1 durchgeführt, wonach die gewonnene Polyamidschmelze durch eine Austragspumpe 2 in eine
Evakuierungsanlage 3 gefördert wird. Aus dieser Evakuierungsanlage 3 wird die Polyamidschmelze über eine Austragsschnecke 4
und eine Förderpumpe 5 einem Rührwerksmischer 6 zugeführt. Vor Eintritt der Polyamidschmelze in den Rührwerksmischer 6 wird die
separat aufgeschmolzene Polyesterschmelze über einen Extruder 7 und eine Dosierpumpe 8 der Polyamidschmelze zugemischt. Die in
dem Rührwerksmischer 6 homogenisierte Mischung wird über Spinnköpfe 9 versponnen und in üblicher Weise einem nicht dargestellten
Streckwerk zugeführt.
Der in den Figuren 2 und 3 dargestellte Rührwerksmischer 6 besteht
aus der Mischkammer 10, deren Wandung 11 Segmente 12 aufweist. Die Rührwerkswelle 13 ist ebenfalls mit Segmenten 14
besetzt. Die Segmente 12 der Mischkammerwandung 11 und die Segmente 14 der Rührwerkswelle 13 sind jeweils in verschiedenen,
einander abwechselnden Ebenen 15 und 16 angeordnet. Mit 17 ist das Fördergewinde im Zulauf 18 bezeichnet. Das homogenisierte
Gemisch verläßt den Rührwerksmischer β durch den Auslauf I9.
Die Segmente 14 der Rührwerkswelle I3 sind mit schrägen Anlaufkanten
20 (Figur 3) versehen.
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1 09843/ 1 4 7
In"Figur 4 ist eine Ausbildungsform der Segmente 14 der Rtihrwerkswelle
13 dargestellt. Die schrägen Anlaufkanten sind mit 20 bezeichnet. Die Keilform der Segmente 12 der Mischkammerwandung
11 kann in gleicher Weise gestaltet sein.
( Beispiel 1; .
ι " ■ *
ι Im VK-Rohr 1 wird £-Caprolactarn kontinuierlich polymerisiert und
I zu der Schmelze des erhaltenen Polyamid-6 (nre]_ = 2,7; gemessen
j an einer 1 gew.^igen Lösung in m-Kresol bei 200C) nach Ve.r-
I lassen der Evakuierungsanlage 3 mit Polyäthylenglykolterephthalat-
I Schmelze (ηΓβχ = 1 ,Ti gemessen an einer 1 gew.^igen Lösung in
I m-Kresol bei 200C) im Verhältnis 93,5 Gew.% Polyamid-6 zu 6,5
I Gew.# Polyäthylenglykolterephthalat zudosiert, und zwar bei
I einer Temperatur von 2650C. Die Schmelzmischung wird dem Rühr-
7 werksmischer 6 zugeleitet und bei der angegebenen Temperatur
ι homogenisiert. Anschließend wird die Polymer-Mischung aus Spinn-.
I köpfen 9 bei Temperaturen von 27O0C zu Monofilen versponnen. Die
il'f erhaltenen Fäden (i50dtex) werden im Verhältnis 114 bei einer
I Temperatur von 750C verstreckt.
1 ■ " - ■ ■ ■ ■ ·
I Im Vergleich zu Polyamid-6-Monofilen zeigen die erfindungsgemäß
\ hergestellten Monofile folgende Eigenschaften
Monofil 93,5/6.5 100^ Polyamid-6
Polyamid/Polyester
dtex 150 150
Bauschwiderstand /**** 46 38
f FUllvermögen ^n^ 79 68
Bauschwiderstandsgrad /o 61 48,5
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1098A3/U7 8
Analog Beispiel 1 wurden 86 Gew.% Polyamid-6 (nrei = 2,6) mit
14 Gew.$> Polyäthylenglykolterephthalat (nrel = 1,6) in der
Schmelze vermischt und zu Monofilen versponnen. Die gesponnenen Fäden wurden im Verhältnis 1:4 verstreckt (I50 dtex). Sie haben
folgende Eigenschaften im Vergleich zu Fäden aus 100$ Polyamid-6:
| Monofil | 86,0/14,0 | 100^ Polyamid-6 |
| Polyamid/Polyester | ||
| dtex | 150 | 150 |
| . Bauschwiderstand | fa/ni/ 47 | 58 |
| f Füllvermögen |
r7r7 | 68 |
| Bauschwiderstandsgrad Ύο 56,7 | " 48,5 |
Le A 12 549 . 6 -
109843/ 1 A78
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung von Monofilen aus einem Polymergemisch,
bestehend aus mindestens 60 Gew.% eines hochmolekularen, linearen Polyamids, und eines hochmolekularen, linearen Polyesters,
durch Verspinnen dieses Gemisches aus der Schmelze, dadurch gekennzeichnet,
daß man den getrennt aufgeschmolzenen, linearen
Polyester dem Strom der Polyamidschmelze zudosiert, die Sehmelzmischung bei Temperaturen zwischen 250°und 2700C durchführt
unter Verwendung eines Rührwerksmischers, wobei dessen Mischkammerwandung jeweils in abwechselnden Ebenen mit Segmenten
besetzt ist und wobei mindestens die Segmente jeder zweiten Ebene Keilform aufweisen und mit den Segmenten der benachbarten Ebenen
einen Keilspalt bilden; und daß man die homogenisierte Schmelze zu Monofilen verspinnt und anschließend die gesponnenen Monofile
verstreckt. . ■ .
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schmelzspinnen bei Temperaturen zwischen 250° und 29O0C durchgeführt wird. ·
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
gesponnenen Monofile in einem Verstreckungsverhältnis von "IO bis
1:5* vorzugsweise 1:4 verstreckt werden.
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1 0 9 8 A 3 / U 7 8*
Leerseite
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| DE19702013997 DE2013997A1 (de) | 1970-03-24 | 1970-03-24 | Verfahren zur Herstellung von Monofilen aus einem Polyamid-Polyestergemisch durch Schmelzspinnen |
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Cited By (4)
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| CN117071088A (zh) * | 2023-08-24 | 2023-11-17 | 福建锦程高科实业有限公司 | 一种高强度高韧性锦纶工业丝的加工工艺 |
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-
1971
- 1971-03-19 SE SE03591/71A patent/SE357009B/xx unknown
- 1971-03-23 NL NL7103890A patent/NL7103890A/xx unknown
- 1971-03-24 BE BE764773A patent/BE764773A/xx unknown
- 1971-03-24 FR FR7110463A patent/FR2085109A5/fr not_active Expired
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| US5075063A (en) * | 1986-11-29 | 1991-12-24 | Barmag Ag | Spinning centrifuge |
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| FR2085109A5 (en) | 1971-12-17 |
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