DE201421C - - Google Patents
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprechanlagen mit selbsttätigen Fernsprechämtern
und betrifft eine Schaltung, bei welcher die Verbindung zweier an das selbsttätige Amt
angeschlossener Teilnehmer von dem Einwurf eines Geldstückes auf der rufenden Sprechstelle
abhängig ist, welches bei Antwort des gerufenen Teilnehmers einkassiert, dagegen
zurückgegeben wird, wenn die Leitung dieser
ίο Sprechstelle anderweitig besetzt ist oder der
Teilnehmer sich nicht meldet. Im einzelnen ist die Einrichtung so getroffen, daß die Rufvorrichtung
(Ruf- oder Nummernschalter) der Sprechstelle erst nach Einwurf des GeId-Stückes
an die auf dem Amt befindliche Wälllervorrichtung angeschlossen wird, durch welche alsdann die Leitung der rufenden
Sprechstelle mi't derjenigen der gerufenen verbunden wird. Ist die Verbindung durch
die selbsttätige Wählervorrichtung hergestellt, so tritt, wenn der gerufene Teilnehmer
in Beantwortung des Anrufes seinen Hörer vom Haken nimmt, ein elektromagnetischer
Mechanismus in Tätigkeit, der bewirkt, daß das Geldstück selbsttätig in den Geldkasten
befördert wird, wenn der. rufende Teilnehmer bei Beendigung des Gespräches seinen' Hörer
wieder anhängt. Um im anderen Fall, wenn die Leitung der gerufenen Sprechstelle schon
besetzt ist oder der betreffende Teilnehmer sich nicht meldet, das eingeworfene Geldstück
dem rufenden Teilnehmer zurückzuerstatten, ist auf der rufenden Sprechstelle ein Rück-'gabeschalter
vorgesehen, welcher nur dann die 35
40
45
Rückgabe des Geldstückes bewirkt, wenn auf der rufenden Sprechstelle ,nach dem vergeblichen
Versuch, eine Verbindung zu erhalten, der Hörer wieder angehängt wird. Ist die
Verbindung zwischen zwei Teilnehmern in der beschriebenen Weise hergestellt, so wird
die zur gerufenen Sprechstelle gehörige Wählervorrichtung selbsttätig von ihrer zugehörigen
Leitung abgeschaltet. Zu diesem Zweck ist jede Leitung mit einem Trennrelais ausgerüstet, das nur in dem Fall, daß die. betreffende
Leitung zu einer gerufenen Sprechstelle gehört, erregt wird und während der Dauer der Verbindung erregt bleibt.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer zweckmäßigen Ausführungsform
schematisch dargestellt. Die Figur zeigt zwei Sprechstellen A und B, die durch
Leitungen 1 und 2 mit einem selbsttätigen Amt verbunden sind. Jede Teilnehmerleitung
ist auf dem Amt mit einer Wählervorrichtung ausgerüstet; der Einfachheit halber ist jedoch
nur die Einrichtung der Sprechstelle^, welche im nachstehenden als der rufende Teil angesehen
werden soll, in die Zeichnung aufgenommen.
Die Sprechstelle A weist außer den üblichen Apparaten einen Ruf- oder Nummernschalter
3 auf, dessen drehbarer Arm 4 auf die Nummer der gerufenen Sprechstelle eingestellt
werden kann und nach seiner Einstellung unter Federkraft in die Ruhelage zurückgedreht
wird. Bei dieser Bewegung werden durch ein mit dem Arm verbundenes Schalt-
60
65
rad 5 ein Paar Kontakte 6, 7 abwechselnd, entsprechend der Nummer, auf welche der
Arm eingestellt ist, geöffnet und geschlossen. Wenn der Arm 4 in seine Ruhelage zurückgelangt,
schließt er zwei bis dahin voneinander abgehobene Kontaktfedern, welche in die Teilnehmerleitung
eingeschaltet sind.
Die Kontakte 6, 7, durch deren Öffnen und Schließen in an sich bekannter Weise die auf
dem Amt befindliche Wählervorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird, liegen in Reihe mit
zwei weiteren Kontakten 8,9, welche im Innern der Geldeinwurfvorrichtung C angebracht
sind und geschlossen werden, wenn der Teilnehmer beim Einleiten der Verbindung ein Geldstück in die Einwurföffnung der Vorrichtung
hineinwirft. Die Kontaktfeder 7 ist geerdet, der Kontakt 6 mit einer Leitung 10
verbunden, welche über die Kontakte 8, 9 an
ao den Zweig 2 der Teilnehmerleitung angeschlossen ist.
Von der Geldeinwurf- und Sammelvorrichtung C sind nur die Teile dargestellt, welche
für die vorliegende Erfindung in Betracht kommen. Hierzu gehört in erster Linie ein
Elektromagnet 11, welcher über eine Leitung 12 an dem Zweig 1 der Teilnehmerleitung und
an Erde liegt. Dieser Magnet ist. so eingerichtet, daß er durch den Strom der Amtsbatterie
nicht beeinflußt wird und nur auf einen Strom von verhältnismäßig hoher Spannung
anspricht. Sein Anker 13 ist an einem Jochstück 14 drehbar vor dem Kern gelagert
und trägt auf seinem einen Ende die vorhin erwähnten Kontakte 8,9. Auf der anderen
' Seite der Drehachse ist der Anker mit einem Stift 15 versehen, an welchem eine Feder 16
in solchem Sinne angreift, daß die Kontakte 8, 9 bei nicht erregtem Magneten in den Einwurfkanal
für die Geldstücke hineinragen. In diesen Kanal ragt ferner noch durch einen seitlichen
Schlitz ein Anschlag 17 hinein, der in Gemeinschaft mit dem Kontaktstück 8 das in
. den Kanal eingesteckte Geldstück darin so lange festhält, bis er nach hinten verschoben
wird. Zu diesem Zweck ist der Anschlag 17 an einem federnden Haltestück 18 befestigt,
welches in geeigneter Weise am Gestell der Geldeinwurfvorrichtung angebracht ist und
mitsamt dem Anschlag 17 nach hinten bewegt wird, wenn der Teilnehmer den Schaft 19
des Rückgabeschalters niederdrückt. Dieser Schaft wird für gewöhnlich durch eine Feder
20 in seiner vorderen Stellung festgehalten.
wobei zwei in dem Zweig 2 der Teilnehmerleitung liegende Kontaktfedern 21, 22 gegeneinandergelegt
werden.
Wenn ein Geldstück in den Einwurfkanal eingesteckt wird, gelangt es zwischen die Anschlage
17 und 8 und legt hierbei das Kontaktstück 8 gegen den Kontakt 9, so daß die
zum Nummernschalter 3 führende Leitung 10 mit dem Teilnehmerleitungszweig 2 verbunden
wird. Wenn hernach der Magnet 11 erregt wird und durch den in die Arbeitslage
gehenden Anker 13 die Kontaktstücke 8 und 9 aus dem Weg des Einwurfkanals herausgezogen
werden, so gelangt das Geldstück in den zum Geldbehälter führenden Kanal 23. Wird
der Magnet 11 dagegen nicht erregt, sondern der Rückgabeschalter 19 niedergedrückt, so
fällt das durch den dabei zurückbewegten Anschlag 17 freigegebene Geldstück in den Rückgabekanal
24. Wenn der rufende Teilnehmer nach dem richtigen Zustandekommen einer
Verbindung das eingeworfene Geldstück unberechtigterweise wiedererlangen will und zu
diesem Zweck den Rückgabeschalter 19 niederdrückt, so wird in .diesem Fall gleich beim
Beginn des Niederdrückens des Rückgabeschalters infolge Öffnens der Kontaktfedern
21, 22 der Magnet 11 erregt, so daß das Geldstück in den Kanal 23 fällt, ehe noch der Anschlag
17 durch den Schalterschaft 19 nach hinten bewegt wird. .
Auf dem Amt sind die Zweige 1, 2 der Teilnehmerleitung
über Ruhekontakte und Anker 31 und 32 eines Trennrelais 33 an die Kontakte
34 und 35 eines drehbaren Wählerarmes 36 angeschlossen, und zwar ist der Zweig 2 go
über einen Kondensator, den Arbeitskontakt und Anker 37 eines Relais 38 sowie den Ruhekontakt
und Anker 39 eines Relais 40 geführt, während der Zweig 1 einen Kondensator sowie
einen Ruhekontakt und den Anker 41 des Relais 40 enthält. Der Wählerarm 36 besitzt
noch einen dritten Kontakt 42, der durch eine Leitung 43 über das langsam arbeitende Relais
38 mit Erde verbunden ist, und kann über eine Anzahl fester Kontakte bewegt werden,
an welche Fernsprechleitungen oder Verbindungsleitungen, die zu anderen Wählervorrichtungen
führen, angeschlossen sind. Im vorliegenden Fall ist angenommen, daß die festen Kontakte mit Teilnehmerleitungen in
Verbindung sind, und zwar 'entspricht jeder Teilnehmerleitung ein Satz von drei Kontakten,
von denen der Kontakt 44 mit dem Zweig ι und der Kontakt 45 mit dem Zweig 2
.verbunden ist. Der dritte feste Lokalkontakt 46 ist über eine Leitung 47 und das Trennrelais
33 an den einen Pol einer geerdeten Batterie 48 angeschlossen. Die Zweige 1, 2
jeder Teilnehmerleitung sind natürlich mit den verschiedenen auf dem Amt befindlichen
Wählern 5" in Vielfachschaltung verbunden.
Der Wählerarm 36 ist an einer senkrechten Welle 49 befestigt, die durch eine mit einem
Zahnrad 50 zusammenarbeitende und durch einen Elektromagneten 51 bewegte Schaltklinke
52 in Drehung versetzt wird und in der fortgeschalteten Stellung durch eine vom
Elektromagneten 53 bewegte Sperrklinke 54 jeweils festgehalten wird. Wenn die Welle 49
auf die festen Klemmen der gewünschten Leitung durch Drehung eingestellt ist, so wird
sie durch den Anker eines Elektromagneten 55 nach unten gedrückt, so daß die Kontaktfedern des Wählerarmes alsdann erst mit den
Kontakten der gewünschten Leitung in Berührung kommen.
Die Wählervorrichtung ist abhängig von einem Schaltrelais 56, welches in eine zwischen
den Teilnehmerleitungen liegende Brücke 57 eingeschaltet ist.. Diese Brücke
enthält ferner eine Batterie 58, deren negativer Pol geerdet ist, und ein zweites Relais 59
derart, daß die Batterie zwischen den beiden Relais liegt und mit ihrem freien positiven
Pol an den Zweig 2 der Teilnehmerleitung angeschlossen ist. Beim Abnehmen des Hörers
auf der rufenden Sprechstelle A kommt, wie ersichtlich, ein die Relais 56 und 59 durchfließender
Strom-zustande; außerdem fließt auch ein Strom.von dem freien Pol der Batterie
58 durch die Brücke 57, Zweig 2, Kontakt 60 am Hakenumschalter zum Zweig 1 und von
diesem über die Leitung 12 und den Elektromagneten 11 zur Erde. Dieser Strom reicht
jedoch zur Erregung des letztgenannten Elektromagneten nicht aus.
Das Relais 56 besitzt einen langsam arbeitenden Anker 61, der in seiner Arbeitslage
einen Nebenschluß 62 um das Trennrelais 33 der rufenden Sprechstelle legt. Auf diese
Weise wird verhütet, daß das Trennrelais anspricht, wenn die gewünschte Leitung während
einer bestehenden Verbindung durch eine andere Sprechstelle ausgewählt und geprüft
wird. Der Anker 63 des Relais 56 regelt die Stromkreise der Wählerschaltmagnete und ist
durch eine Leitung 64 mit dem freien Pol der Batterie 58 verbunden, während sein Arbeitskontakt an eine Leitung 65 angeschlossen ist,
die über den Sperrmagneten 53, den Schaltmagneten 51, die durch das Relais 55 beeinflußten
und für gewöhnlich geschlossenen Kontakte 66, 67, den Anker 68 und den Ruhe-
, kontakt des Prüfrelais 69 zur Erde führt.
Von der Leitung 65 geht eine Zweigleitung 70 durch die Wicklung des Verbindungsmagneten
55 und ein Paar Kontakte 71, die durch den Anker des Schaltmagneten 51 abwechselnd
geöffnet und geschlossen werden, zurück zur Leitung 65. Die genannten Kontakte 71 sind vorgesehen, damit der Verbindungsmagnet
55 während der rasch aufeinanderfolgenden Stromstöße nicht anspricht,
sondern erst dann erregt wird, wenn nach Aufhören der Schaltströme ein Dauerstrom
zustande kommt. Der Magnet 55 besitzt einen Anker 72, der durch eine Leitung 73 mit
der schon erwähnten Leitung 70 verbunden ist und beim Anziehen die Welle 49 nach unten
bewegt. Bei dieser Bewegung legt sich der Anker gegen die Feder 67, welche von dem
Kontakt 66 abgehoben wird, und schließt dadurch für den Magneten 55 einen Stromkreis,
der von den Kontakten 71 unabhängig ist.
Die Wirkungsweise der Schaltung ist,die folgende: Will der Teilnehmer A einen Anruf
bewirken, so wirft er ein Geldstück in den Geldeinwurfbehälter C. Das Geldstück gelangt
zwischen die Anschlagstifte 17 und 8 und schließt die Kontakte 8 und 9. Wird hierauf
der Nummernschalter 3 in der eingangs erwähnten Weise in Tätigkeit gesetzt, so wird
in den Kontakten 6 und 7 ein das Relais 56 enthaltender Stromkreis entsprechend der
Zahl, auf welche der Nummernschalter eingestellt war, abwechselnd geöffnet und geschlossen.
Dieser Stromkreis enthält die Batterie 58, das Relais 56, Brücke 57, Zweig 2, Kontakte 9, 8, Leitung 10, Kontakte 6, 7 und
die Erde als Rückleitung. Bei den rasch aufeinanderfolgenden Stromstößen gerät der Anker
63 des Relais 56 in Bewegung und schließt jedesmal, wenn er sich gegen seinen Arbeitskontakt legt, den Weg eines Stromes, der von
dem freien Pol der Batterie 58 über die Leitungen 64 und 65, Sperrmagneten 53, den
Schaltmagneten 51, die Kontaktfedern 66 und 67, den Anker 68 und Ruhekontakt des Prüfrelais
69 zur Erde fließt und über diese zur Batterie 58 zurückkehrt. Der hierdurch erregte
Sperrmagnet 53 löst die Sperrklinke 54 aus, so daß sie sich hinter einen Zahn des
Schaltrades 50 legt. Der Schaltmagnet 51 dagegen bewirkt mittels seines als Schaltklinke
ausgebildeten Ankers 52 die Drehung der Schaltwelle 49 entsprechend den Stromstößen
bis in die Lage, in welcher die Kontaktfedern 34, 35 des Wählerarmes 36 über den festen
Kontakten 45 und 44 angelangt sind, die zu der Leitung des gewünschten Teilnehmers B
gehören. Wenn der Arm 4 des Rufschalters 3 in seine Ruhelage zurückkehrt, wird durch die
hierbei aufs neue geschlossenen Kontaktfedern zwischen dem Zweig 1 und 2 der Teilnehmerleitung
eine Brücke gebildet, über welche ein die Relais 56 und 59 erregender Strom der
Batterie 58 fließt. Ferner kommt nunmehr no über den Verbindungsmagneten 55 ein Dauerstrom
zustande, .welcher aus der Batterie 58 über die Leitungen 64, 65 und 70, den Verbindungsmagneten
55, den jetzt geschlossenen Kontakt 71 fließt, um von hier über den Anker
68 und Ruhekontakt des Prüfrelais 69 und Erde zur Batterie 58 zurückzukehren. Der
Verbindungsmagnet 55 wird durch diesen Strom erregt und drückt mittels seines in die
Arbeitslage gehenden Ankers 72 die Schaltwelle 49 nieder, so daß die Kontaktfedern 34,
35 und 42 mit den festen Kontakten 45, 44 und
46 in Berührung kommen. Der Anker 72 hebt gleichzeitig die . Kontaktfeder 67 yon dem
Kontakt 66 ab und schließt dadurch für den Verbinduhgsmagneten einen von den Kontakten
71 unabhängigen Stromkreis, welcher durch die Leitung 70, den Verbindungsmagneten
55, die Leitung 73, den Anker 72, die Kontaktfeder 67 und die Leitung 65 gebildet wird.
Wenn die Kontaktfeder 42 des Wählerarmes mit dem festen Kontakt 46 der gerufenen Leitung
in Berührung kommt, wird ein Strom eingeschaltet, der von dem freien Pol der
Batterie 48 über das Trennrelais 33 der gerufenen Leitung, Leitung 47 und Kontakte 46
und 42, die Leitung 43, das Relais 38 und Erde verläuft. Ist die gerufene Leitung frei,
so wird das zu ihr gehörige Trennrelais 33 erregt und durch die Anker dieses Relais der zu
der Leitung gehörende Wähler abgeschaltet.
Ist dagegen -die gerufene Leitung besetzt, etwa dadurch, daß seitens der an sie angeschlossenen
Sprechstelle gerade ein Anruf erfolgt, so wird das Trennrelais 33 in der beschriebenen Weise nicht erregt, weil in diesem
Fall durch den Anker 61 des Wählerrelais 56 zu dem Trennrelais der Nebenschluß 62 gelegt
ist. Ist die gerufene Leitung infolge 'eines Anrufes seitens einer dritten Sprechstelle
schon besetzt, so kann das Trennrelais 33 nicht noch erregt werden, da es bereits vorher
erregt war.
Der Zweig 2 der Teilnehmerleitung ist für gewöhnlich am Arbeitskontakt und Anker 37
des Relais 38 offen, besitzt aber von der Kontaktfeder 35 des Wählerarmes ab gerechnet
über den Ruhekontakt des Ankers 37 und eine Leitung 74 eine Verbindung mit der Wicklung
75 des Prüfrelais 69 und über diese mit Erde. Ist die gerufene Leitung besetzt und steht
deshalb der feste Kontakt 44 von der Amtsbatterie 58 aus über die Teilnehmerleitung
unter Spannung gegen Erde, so kommt, ehe noch das langsam arbeitende Relais 38 durch
den vorhin erwähnten Strom erregt wird, über die Kontakte 44 und 35, die Leitungen 2 und
74 ein zur Wicklung 75 des Prüf relais 69 fließender Strom zustande, der dieses Relais
erregt, und durch den hierbei in die Arbeitslage gehenden Anker 68 wird der oben be-
schriebene Stromkreis für den Verbindungsmagneten 55 geöffnet, was zur Folge hat, daß
der Wählermechanismus ausgelöst und unter der Wirkung einer geeigneten Feder in die
Ruhelage zurückgeführt wird. Das Relais 69 besitzt noch einen zweiten Anker 76, welcher
durch eine Leitung Jj mit dem Arbeitskontakt eines Ankers 78 verbunden ist, der zu dem
Wählerrelais 56 gehört und seinerseits an den Zweig ι der Teilnehmerleitung angeschlossen
ist. Der Arbeitskontakt dieses Ankers 76 ist durch eine Leitung 79 mit einer zweiten Wicklung
80 des Prüfrelais 69, der sekundären Wicklung einer Vorrichtung 81 zur Abgabe
eines Besetztzeichens und mit dem freien Pol einer geerdeten Batterie 82 verbunden. Wird
das Relais 69 infolge Besetztseins der gerufenen Leitung in der oben beschriebenen
Weise erregt, so kommt, wenn der Anker 76 in die Arbeitslage geht, ein Strom zustande,
welcher aus der Batterie 82 durch die Wicklung 80 des Relais 69, die Leitung 79, den
Arbeitskontakt und Anker 76, die Leitung Jj, den Arbeitskontakt und Anker 78 . des Relais
56 zum Zweig I der Teilnehmerleitung fließt und von hier über die Brücke 57 und Erde zur
Batterie zurückkehrt. Gleichzeitig geht ein Besetztzeichenstrom zur rufenden Sprechstelle,
und zwar nimmt dieser Strom seinen Weg von der sekundären Wicklung der Besetztzeichenabgabevorrichtung
81 über die Leitungen 79 und 1JJ und Zweig 1, über die
Sprechstelle A zurück-über den Zweig 2, die Brücke 57 und Erde. Der Teilnehmer hängt,
wenn er das Besetztzeichen in seinem Fernhörer vernimmt, den Hörer an und schaltet
hierdurch den das Relais 56 erregenden Strom ab. Dieses Relais läßt infolgedessen seinen
Anker 78 fallen, wodurch der Stromkreis, in welchem der die Wicklung 80 des Relais 69
erregende Haltestrom fließt, geöffnet wird.
Ist dagegen die gerufene Leitung frei und demgemäß die feste Anschlußklemme 44 ohne
Batterieanschluß, so kommt, wenn die Kontaktfeder 35 des Wählers mit der genannten
Klemme in Berührung gebracht wird, der das Prüfrelais 69 erregende Stromfluß nicht zustande.
Das langsam arbeitende Relais 38 findet alsdann Zeit, mittels seines Ankers 37 die zur Wicklung 75 des Prüfrelais 69 führende
Leitung 74 abzutrennen und gleichzeitig den abgehenden und ankommenden Teil
• des Zweiges 2 miteinander zu verbinden. Außer dem Anker 37 besitzt das Relais 38
noch einen mit Erde verbundenen Anker 83, dessen Arbeitskontakt über eine Leitung 84
und die Wicklung eines Relais 40 an den freien Pol einer geerdeten Batterie 85 angeschlossen
ist. Wenn die gerufene Leitung frei ist, el. h. der Wählerarm 36 nicht vor dem Ansprechen
des Relais 38 in die Ruhelage zurückkehrt, so wird beim Anziehen des Ankers 83 das erwähnte Relais 40 erregt. Infolgedessen
werden die Anker 39 und 41 dieses Relais angezogen, deren Arbeitskontakte über eine Leitung
86 mit einer Rufvorrichtung 87 und der Wicklung 88 eines Relais 89 verbunden sind.
Da die Anker 39 und 41 an die zu den Kontaktfedern 35 und 34 führenden Leitungen 2
und ι angeschlossen sind, kommt in diesem Fall ein Rufstrom zur gerufenen. Sprechstelle
aus der Rufvorrichtung 87 zustande. Das Relais 89 ist so eingerichtet, daß es auf diesen
Rufstrom zunächst nicht anspricht, sondern erst dann erregt wird, wenn der gerufene
Teilnehmer seinen Hörer von dem Haken nimmt und dadurch für den Rufstrom einen Weg von geringerem Widerstand schafft.
Alsdann zieht das Relais 89 seine Anker 90 und 9<Da an. Der Anker 90 ist über eine
niedrig ohmige Wicklung 92 des Relais 89 und eine Leitung 91 mit dem freien Pol der
geerdeten Batterie 85 verbunden, während sein Arbeitskontakt durch eine Leitung 93 an
den Anker 94 des Relais 59 angeschlossen ist, dessen Arbeitskontakt über die Brücke 57 an
Erde liegt. Geht der Anker 90 in seine Arbeitslage, so legt er über die Leitungen 91, 93
und 57 einen Nebenschluß zu dem Rufrelais 40, so daß dieses Relais seinen Strom verliert
und seine Anker abfallen läßt. Gleichzeitig wird das Relais 89 durch die in dem Nebenschluß
liegende Wicklung 92 weiter erregt . gehalten. Zwischen die Zweige 1 und 2 der
Teilnehmerleitung ist auf dem Teil zwischen den Kondensatoren und den Wählerkontaktfedern
eine Brücke 95 eingeschaltet, die eine den Speisestrom für die gerufene Teilnehmerstelle
liefernde Batterie 96 nebst beiderseitig davor liegenden Drosselspulen enthält.
: Der Anker 90* des vorhin erwähnten Relais
89 ist ein langsam arbeitender Anker und steht über eine Leitung 97 mit dem Ruhekontakt
des an den Zweig 1 der Teilnehmerleitung angeschlossenen Ankers 78 am Relais 56. in
Verbindung, während sein Arbeitskontakt durch eine Leitung 98 mit einem Stromerzeuger
99 verbunden ist. Wenn das Relais 89 bei der Meldung des gerufenen Teilnehmers
anspricht, so schaltet also der Anker ,90" den Stromerzeuger 99 so ein, daß bei Beendigung
des Gespräches, wenn der rufende Teilnehmer seinen Hörer anhängt und das Relais 56 seinen Strom verliert, über den Ruhekontakt
des Ankers 78 und den Zweig 1 der Teilnehmerleitung aus der Vorrichtung 99
zum Auslösemagneten 11 ein Strom fließt, der diesen bis dahin stromlosen Magneten erregt.
Da beim Anhängen des Fernhörers auch das Relais 59 stromlos wird, verliert gleichzeitig
das Relais 89 bzw. dessen Haltewicklung 92 ihren Strom. Dieser Umstand hat aber
die Unterbrechung des vorhin angegebenen Stromkreises am Anker 90® nicht sogleich zur
Folge, da — wie schon erwähnt — der Anker 90α ein langsam arbeitender Anker ist und
demzufolge noch an seinem Arbeitskontakt liegt, wenn der Anker 78 des Relais 56 schon
zurückgefallen ist. Es kommt deshalb für eine kurze Zeit, d. h. bis der Anker goa Zeit zum
Zurückfallen gefunden hat, aus dem Stromerzeuger 99 der vorhin beschriebene Stromfluß
über den Auslösemagneten 11 zustande, der nunmehr seinen Anker 13 anzieht und dadurch
die Kontakte 8, 9 aus dem Weg des eingeworfenen Geldstückes herausbewegt, so daß
dieses in den Kanal 23 gelangt und durch diesen in den Sammelbehälter fällt. .
Ist die Leitung der gerufenen Sprechstelle besetzt oder aritwortet der Teilnehmer auf den
Anruf nicht, so kann der rufende Teilnehmer das eingeworfene Geldstück zurückerlangen,
indem er nach Anhängen seines Hörers den Rückgäbeschalter 19 niederdrückt. Hierdurch
wird der bewegliche Anschlag 17 nach hinten bewegt, so daß das Geldstück in den
Rückgabekanal 24 fällt und nach außen gelangt. .Wenn aber der rufende Teilnehmer
nach der Meldung des gerufenen Teilnehmers durch Niederdrücken des Rückgabeschalters
19 widerrechtlich versuchen will, das eingeworfene Geldstück zurückzubekommen, so
wird durch die Kontaktfedern 21, 22, welche gleich bei Beginn des Niederdrückens der
Schaltvorrichtung voneinander abgehoben werden, der das Relais 56 enthaltende Stromkreis
unterbrochen und demzufolge der vorhin erwähnte Schaltstromkreis für den Auslösemagneten
11 geschlossen und dieser Magnet erregt, ehe noch der Anschlag 17 nach
hinten bewegt werden kann. Das Geldstück fällt deshalb in diesem Fall in den Kanal 23
hinein-.
Die Ausführung der Geldeinwurf- und Sammelvorrichtung kann natürlich eine beliebige
sein, ohne daß dadurch das Wesen der Erfindung berührt wird. Auch kann an Stelle
der verschiedenen Batterien, die in der Zeichnung der Deutlichkeit halber getrennt dargestellt
sind, eine einzige Batterie verwendet werden.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:I. Schaltung für Fernsprechstellen in Verbindung mit selbsttätigen Fernsprechämtern, bei denen die Herstellung einer Verbindung zwischen zwei an das selbsttätige Amt angeschlossenen Teilnehmern von dem Einwurf eines Geldstückes auf der rufenden Sprechstelle abhängig ist, das nach erfolgtem Einwurf die Anschließung der Schaltvorrichtung der Sprechstelle an die auf dem Amt befindliche zugehörige. Wählervorrichtung bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Geldstück nach Antwort des gerufenen Teilnehmers erst beim Anhängen des Fernhörers auf der rufenden Sprechstelle einkassiert, dagegen in an sich bekannter Weise beim Anhängen des Fernhörers zurückgegeben wird, wenn die Leitung der gerufenen Sprechstelle bereits anderweitig besetzt ist oder der gerufene Teilnehmer sich nicht meldet.
- 2. Schaltung nach Anspruch i, bei der die Einkassierung des Geldstückes unter der Wirkung eines Auslöseelektromagneten erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöseelektromagnet (ii) nur dann erregt wird, wenn sein Erregerstromkreis bei- der Meldung des gerufenen Teil-. nehmers vorbereitet ist' und beim Stromloswerden des zum rufenden Teilnehmer ίο gehörenden Wählerrelais (56) endgültig geschlossen wird.
- 3. Schaltung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Weg für den Erregerstrom des Auslösemagneten(11) durch den langsam arbeitenden Anker (90s) eines Relais (89) vorbereitet wird, welches bei der Meldung der gerufenen Sprechstelle (B) durch den nach dieser fließenden Rufstrom erregt' undzo hierauf durch ein von dem rufenden Teilnehmer (A) abhängiges Verbindungsrelais (59) weiter erregt gehalten wird, bis dieses Relais (59) seitens des rufenden Teilnehmers gleichzeitig mit dessen Wählerrelais (56) abgeschaltet wird, worauf über den abgefallenen Anker (78) dieses" Wählerrelais und den langsam arbeitenden Anker des erstgenannten Relais (89) so lange ein Stromfluß zum Auslösemagneten zustande kommt, bis der langsam arbeitende Anker (90°) zurückfällt.
- 4. Schaltung nach Anspruch 1 bis 3, bei der an der Münzeinwurfvorrichtung der Sprechstelle ein Rückgabeschalter angebracht ist, durch den das Geldstück in den Rückgabekanal befördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückgabeschalter (19) beim Niederdrücken einen beweglichen, in den Münzrückgabekanal (24) hineinragenden Anschlag (17) beiseite bewegt, so daß das zwischen diesem Anschlag und der am Anker (13) des Auslöseelektromagneten (11) angebrachten Kontaktvorrichtung (8, 9) enthaltene Geldstück in den Rückgabekanal fällt und nach außen rollt.
- 5. Schaltung nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine in der Teilnehmerleitung liegende Kontaktvorrichtung (21, 22), welche gleich bei Beginn des Niederdrückens des Rückgabeschalters (19) geöffnet wird und die Abschaltung des Wählerrelais (56) bewirkt, so daß der vorher etwa vorbereitete Weg für denErregerstrom des Auslösemagneten (11) geschlossen wird, noch ehe der bewegliche Anschlag (17) des Rückgabeschalters (19) beiseite bewegt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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