DE2014372B - Vorrichtung zum Ausrichten der Stempel eines Grubenausbaugestelles - Google Patents
Vorrichtung zum Ausrichten der Stempel eines GrubenausbaugestellesInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausrichten der Stempel eines mindestens zwei Stempel
aufweisenden Grubenausbaugestelles, bei der auf die Stempel zur Einhaltung oder Einstellung der ihnen
vorgegebenen Stellung eine unter Druckwirkung ein- und ausfahrbare Kolbenstange einer Druckmittelzylinderanordnung
einwirkt, wobei die Stempel sowohl mit der Sohlkonstruktion als auch mit der Kappenkonstruktion
begrenzt schwenkbar verbunden sind.
Bekannte Vorrichtungen dieser Art sind als Federn oder Druckmittelzylinder ausgebildet und greifen einerseits
an den Stempeln an, während sie sich andererseits gegen ein Widerlager abstützen, das durch
die Sohlkonstruktion oder ein mit dieser fest verbundenes Teil gebildet wird. Es ist dabei auch bekannt,
zwei hintereinander angeordnete Stempel mit einer Vorrichtung gleichzeitig auszurichten. Die bekannten
Vorrichtungen haben den Nachteil, daß sie eine besonders stark dimensionierte Sohlkonstruktion erfordern,
die die auftretenden Reaktionskräfte aufnehmen kann. Außerdem engen an zwei hintereinander angeordneten
Stempeln angreifende Vorrichtungen den Fahrweg zwischen diesen Stempeln von der Sohlkonstruktion
her stark ein, wenn sie ihn nicht sogar völlig blockieren.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein« Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen
die das gleichzeitige Ausrichten mehrerer Stempel er
laubt, ohne daß eine wesentliche Beeinträchtigung der Befahrbarkeit des Raumes zwischen den Stem·
pein eintritt und ohne daß eine der Vorrichtung angepaßte Sohl- oder Kappenkonstruktion erforderlicl
ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einei Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß die Druckmittelzylinderanordnung mindestens an einem der Stempel im wesentlichen parallel
zu dessen Längsachse angeordnet ist und die nach unten ausfahrende Kolbenstange mit ihrem freien
Ende auf ein an dem oder den benachbarten Stempeln angeordnetes, sich quer zu dessen oder deren
Längsachse erstreckendes Bauteil einwirkt.
Mittels einer solchen Vorrichtung können die vorderen und die hinteren Stempel eines Ausbaugestell
gleichzeitig und in der gleichen Richtung ausgerichtet werden, ohne daß eine Verbindung der Vorrichtung
mit der Kappenkonstruktion oder der Sohlkonstruktion erforderlich wäre. Dadurch braucht die Sohlkonstruktion
einerseits nicht zur Aufnahme der Richtkräfte dimensioniert zu sein, und andererseits kann
die Vorrichtung platzsparend an den Stempeln angeordnet werden. Der Platzersparnis wird unterstützt
durch die zu den Stempeln im wesentlichen parallele Anordnung derDruckmittelzylinderanordnung. Durch
entsprechende Beaufschlagung der Druckmittelzylinder-Anordnung kann weiterhin die Richtkraft in einfacher
Weise den Gegebenheiten angepaßt werden, und die Stempel können gegenüber der Sohlkonstruktion
um einen beliebigen vorbestimmten Winkel verschwerkt werden.
Zur Aufbringung eines Rückstellmomentes auf die Stempel sind diese zweckmäßig auf aus einem elastischen
Material bestehenden, sich auf der Sohlkonstruktion befindenden Polstern angeordnet. Die
Druckmittelzylinder-Anordnung braucht daher nicht doppeltwirkend zu sein.
Um den Arbeitsvorgang des Ausrichtens mit dem Arbeitsvorgang des Vorrückens sinnvoll zu koppeln,
steht der Druckmittelzylinder der Druckmittelzylinder-Anordnung zweckmäßig mit dem Druckmittelsystem
des Rückzylinders des- Ausbaugestelles in Verbindung, wie dies im Prinzip bekannt ist, so daß die
Stempel gleichzeitig mit dem Rückvorgang ausgerichtet werden.
Um eine Überlastung der Ausrichtvorrichtung durch auf das gesetzte Ausbaugestell wirkende Gebirgskräfte
zu vermeiden, ist vorgesehen, daß der Druckraum des Druckmittelzylinders über ein seinen
Innendruck begrenzendes Überdruckventil an die Druckmittelleitung angeschlossen ist.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung wird im folgenden an Hand
der Zeichnung näher erläutert, in der
F i g. 1 in Seitenansicht den abbaustoßseitigen und den versatzseitigen Stempel eines Ausbaugestelles in
senkre'chter Stellung, in der sie beim Setzen des Ausbaugestelles zwischen Hangendem und Liegendem
verspannt werden,
F i g. 2 in Seitenansicht den abbaustoßseitigen und den versatzseitigen Stempel eines Ausbaugestelles in
geneigter Stellung, die beispielsweise die Folge einer Strebkonvergsnz oder die Folge von während des
Vorrückens auftretenden Reibungskräften zwischen
3 4
der Kappenkonstruktion und dem Hangenden sein In die DruckmUtelleitung 26 kann ein handbetiitig-
kann, und tos Ventil eingeschaltet sein, über das dem Druckmit-
Fig. 3, 4 und 5 eine Ausführungsform des Gegen- telzylinder 22 Druckmittel zugeführt oder cntnomstandes
der Erfindung, bei der eine einzige Richtvor- men werden kann, wenn die Stempel von Hand in die
richtung zum Richten von vier Stempeln eines Aus- 5 jeweils benötigte Stellung gebracht werden sollen,
baugestelles dient, in teilweiser Seitenansicht, in Auf- Wie in Fig. 1 dargestellt, sind die Stempel zusieht und in einer Ansicht von der Linie V-V der nächst in genau senkrechter Stellung zwischen dem Fi g. 4 her zeigen. Hangenden und Liegenden verspannt. Fig. 2 zeigt
baugestelles dient, in teilweiser Seitenansicht, in Auf- Wie in Fig. 1 dargestellt, sind die Stempel zusieht und in einer Ansicht von der Linie V-V der nächst in genau senkrechter Stellung zwischen dem Fi g. 4 her zeigen. Hangenden und Liegenden verspannt. Fig. 2 zeigt
Das in der Zeichnung dargestellte Ausbaugestell die Stempel in einer gegen die Senkrechte geneigten
weist eine Grundplatte 10 auf, auf der mindestens io Stellung, wie sie beispielsweise infolge von Strebkonzwei
nebeneinander angeordnete Stempelpaare an- vergenz oder infolge von Reibungskräften zwischen
geordnet sind, wobei jedes Stempelpaar einen ver- der Kappenkonstruktion und dem Hangenden wiihsatzseitigen
und einen abbaustoßseitigen Stempel auf- rend des Rückvorganges eintreten kann. Mit Hilfe
weist. Die Stempel sind als hydraulisch ausfahrbare der Richtvorrichtung 22, 23 kann der Kippbewegung
Teleskopstempel ausgebildet. In den Fig. 1, 2 und 3 15 der Stempel Widerstand entgegengesetzt werden. Daist
jeweils nur ein solches Stempelpa^r dargestellt, bei hat die erfindungsgemäße Vorrichtung den Vorwobei
der versatzseitige Stempel mit 11 bezeichnet ist teil, daß auf alle vier Stempel des Ausbaugestelles bei
und der abbaustoßseitige Stempel mit 12 bezeichnet Verwendung von nur zwei Richtvorrichtungen 22, 23
ist. Diese Stempelpaare stützen über eine nicht näher ein etwa gleich großes Rückstellmoment ausgeübt
dargestellte Kappenkonstruktion des Ausbaugestelles ao weiden kann,
das Hangende ab. Während des Rückvorganges und beim Setzen des
das Hangende ab. Während des Rückvorganges und beim Setzen des
Der rückwärtige Stempel 11 ist in einer runden Ausbaugestelles wird jedem Druckmittelzylinder 22
Lagerbüchse 13 angeordnet, die mit einem seitlich Druckmittel zugeführt, so daß er die zugehörigen
vorragenden Fuß 14 verbunden ist, der auf einer Stempel ausrichtet, d. h. wieder in ihre senkrechte
Platte 15 befestigt ist. 25 Stellung verbringt. Die Druckmittelleitung 26 kann
Die Platte 15 ist auf einem Gummipolster 16 an- an das Druckversorgungssystem des Rückzylinders
geordnet, das zwischen der Platte 15 und der Grund- des Ausbaugestelles angeschlossen sein, so daß
platte 10 des Ausbaugestell eingebettet ist. Dieses gleichzeitig mit dem Vorrücken des Ausbaugestelles
Gummipolster 16 kann bis zu einem bestimmten seine Stempel ausgerichtet werden.
Grade durch Zusammenpressen vorgespannt sein. 30 In manchen Fällen ist es notwendig, die Stempel Dies kann beispielsweise mit Hilfe von Schraubenbol·· nicht genau senkrecht, sondern mit einer gewissen zen durchgeführt werden, die in Löcher eingesteckt Neigung in Richtung auf den Abbaustoß aufzustellen, sind, die sich durch die Platte 15, das Gummi- Dies kann dadurch erreicht werden, daß die Ausfahrpolster 16 und die Grundplatte 10 erstrecken. Die länge der Kolbenstange 23 etwas vergrößert wird, so gemeinsamen Achsen dieser Löcher sind mit 17 be- 35 daß die Platten 15 und 19 etwas über die Horizontalzeichnet, ebene hinaus herabgedrückt werden, wie in F i g. 1 in
Grade durch Zusammenpressen vorgespannt sein. 30 In manchen Fällen ist es notwendig, die Stempel Dies kann beispielsweise mit Hilfe von Schraubenbol·· nicht genau senkrecht, sondern mit einer gewissen zen durchgeführt werden, die in Löcher eingesteckt Neigung in Richtung auf den Abbaustoß aufzustellen, sind, die sich durch die Platte 15, das Gummi- Dies kann dadurch erreicht werden, daß die Ausfahrpolster 16 und die Grundplatte 10 erstrecken. Die länge der Kolbenstange 23 etwas vergrößert wird, so gemeinsamen Achsen dieser Löcher sind mit 17 be- 35 daß die Platten 15 und 19 etwas über die Horizontalzeichnet, ebene hinaus herabgedrückt werden, wie in F i g. 1 in
Der abbaustoßseitige Stempel 12 ist ebenfalls in unterbrochenen Linien dargestellt ist. Die Kolbeneiner
runden Lagerbüchse 18 angeordnet, die auf stange 23 stützt sich mit ihrem freien Ende 24 auf
einer Platte 19 befestigt ist, die ihrerseits auf einem dem Vorsprung 25 der Platte 15 vorteilhafterweise
Gumrnipolster 20 befestigt ist, das zwischen der 40 gelenkig ab, so daß beim Betätigen des Druckmittel-Platte
19 und der Grundplatte 10 des Ausbaugestelles Zylinders 22 sowohl die mit dem Druckmittelzylinder
eingebettet ist. Dieses Gummipolster 20 kann eben- 22 verbundene Lagerbüchse 18 als auch die Lagerfalls
bis zu einem bestimmten Grade durch Zusam- büchse 13 gleichzeitig eine gleichartige Kippbewemenpressen
vorgespannt sein. Dies erfolgt auch hier gung ausführen.
mit Hilfe von Schraubenbolzen, die in Löcher einge- 45 Das Hydrauliksystem zur Versorgung des Drucksteckt
sind, die sich durch die Platte 19, das Gummi- mittelzylinders 22 kann falls es nötig ist, mit einem
polster 20 und die Grundplatte 10 erstrecken. Die ge- Überdruckventil versehen werden,
meinsamen Achsen dieser Löcher sind mit 21 be- Die Richtvorrichtung gemäß der Erfindung kann zeichnet. auch so ausgebildet sein, daß ein einziger Druckmit-
meinsamen Achsen dieser Löcher sind mit 21 be- Die Richtvorrichtung gemäß der Erfindung kann zeichnet. auch so ausgebildet sein, daß ein einziger Druckmit-
Erfindungsgemäß ist an der Lagerbüchse 18 des 50 telzylinder 22 zum Ausrichten von vier oder mehr
Stempels 12 ein Druckmittelzylinder 22 befestigt, Stempeln eines Ausbaugestelles ausreicht. Eine
der zum Ausrichten der Stempel 11 und 12 dient. Der solche Richtvorrichtung ist beispielsweise in den
Kolben dieses Druckmittelzylinders 22 ist mit einer F i g. 3, 4 und 5 dargestellt. Der Druckmittelzylinder
Kolbenstange 23 versehen, deren freies Ende 24 kon- 22 ist hier über einen Rahmen 27 mit zwei abbau-
vex abgerundet ist und sich an einem Vorsprung 25 55 stoßseitigen Stempeln 12 verbunden, während das
der Platte 15 abstützt, auf der der Fuß 14 der Lager- freie Ende der Kolbenstange 23 auf eine Quertraverse
büchse 13 befestigt ist. Der Druckmittelzylinder 22 28 Druck ausübt, die die Vorsprünge 25 der Platter
ist mit einer Druckmittelleitung 26 verbunden, die 15 der versatzseitigen Stempel miteinander verbin-
zur Zu- und Abfuhr von Druckmittel dient. det.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Ausrichten der Stempel eines mindestens zwei Stempel aufweisenden Grubenausbaugestelles,
bei der auf die Stempel zur Einhaltung oder Einstellung der ihnen vorgegebenen Stellung eine unter Druckwirkung ein- und
ausfahrbare Kolbenstange einer Druckmittelzylinder-Anordnung einwirkt, wobei die Stempel sowohl
mit der Sohlkonstruktion als auch mit der Kappenkonstruktion begrenzt schwenkbar verbunden
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittelzylinder-Anordnung (22, 23)
mindestens an einem der Stempel (12) im wesentliehen parallel zu dessen Längsachse angeordnet
ist, und die nach unten ausfahrbare Kolbenstange (23) mit ihrem freien Ende (24) auf ein an dem
oder den benachbarten Stempeln (11) angeordnetes, sich quer zu dessen oder deren Längsachse
erstreckendes Bauteil (2S) einwirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stempel (11, 12) auf aus
einem elastischen Material bestehenden, sich auf der Sohlkonstruktion (10) befindlichen Polstern
(16, 20) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckmittelzylinder
(22) der Druckmittelzylinder-Anordnung (22, 23) mit dem Druckmittelsystem des Rückzylinders
des Ausbaugestelles in Verbindung steht, so daß die Stempel (11, 12) gleichzeitig mit dem
Rückvorgang ausgerichtet werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2-,oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum des Druckmittelzylinders (22) über ein seinen Innendruck
begrenzendes Überdruckventil an die Druckmittelleitung angeschlossen ist.
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