DE2014459A1 - Vorrichtung zum Analysieren von organischen chemischen Verbindungen - Google Patents
Vorrichtung zum Analysieren von organischen chemischen VerbindungenInfo
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Description
:■■ 20H459
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LKB-Produkter AB, 3-161 25 Bromma 1, Schweden
Vorrichtung zu™ AnsiveWgn von organischen chem
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Analysleren von organiflchen
chemischen Verbindungen, Zusammensetzungen, Mischungen u. dgl.,
bei der ein Gaschroma l.ograph, ein MoiekUlseparator und ein Manenspektrometer
vorgesehen sind. Der Molekulseparator 1st zwischen dem Auegang des Gaschromatographen und dem Eingang einer Ionenquelle
des Maf5senspektrometers angeordnet. Der Separator weist
mindestens eine Separatorstufe auf, die aus einer mit einer Vakuumpumpe verbundenen Evakuierungekammer, einer ElngangsdUse und
einer hierzu koaxial AusgangsdUBθ besteht. Über die ElngangsdUse
werden die MolekUle im gasförmigen Zuotand vom Gaschromatographen
zugeführt.
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Del der vorstehenden kombinierten Vorrichtung werden die sog.
Moleldllseparatoren benutzt, um ein Trügergas, In der Regel Helium,
von der zu analyßlerenden Probe zu trennen und den Druck In der
Ionenquelle des Massenspektrometers zu reduzieren. Zu diesem Zweck
werden verschiedene Arten von Separatoren benutzt. Hierbei haben die sog. Decker-Ryhage-Scparatoren mehrere Vorteile Im Vergleich zu
anderen Separatoren. Del diesem Separator Ist die Anreicherung hoch,
der Verlust an Probe gering, der tote Raum klein und der Speichereffekt vernachlüsslgbar. Ein Becker-Ryhage-Separator besteht Im
allgemeinen aus zwei Stufen. In der ersten Stufe wird der Druck auf
0,001 mm Hg durch eine öldifihslonspumpe reduziert. Auf diese Art
und Welse werden etwa 99 % des Trilgergases evakuiert, wührend
zumindest 75 % der Probe verbleiben. Der Druck wird sodann bei
dor Iono quelle des Massenspektrometer welter reduziert.
Der vorgenannte Separator 1st Im einzelnen In "Analytical Chemistry"
Dand 30, Nr. 4, April 1961, S. 759 - 704 beschrieben. Das Prinzip
des Separators 1st In der Deutschen Patentschrift I 052 955 (s. Flg.l)
beschrieben.
Del Anwendung eines herkömmlichen Molektllseparators entstehen
mehrere Probleme. Zum Auswechseln der Gaschromatographlesäule
mUssen folgende Schritte durchgeführt werden:
a) die Verbindung zwischen dem Separator und der Ionenquelle des
Massenspektrometers muß getrennt und abgeschaltet werden oder der Strom zum Faden der Ionenquelle muß abgeschaltet werden.
ISs Ist Jedoch nicht erwUnscht, die Ionlnatlonsbedlngungen und den
lonlsatlonszu.itand zu lindern, weshalb In der Regol ein Hahn
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zwischen dem Separator und der Ionenquelle angeordnet ist.
b) Die öldifiusionspumpejdie mit der zweiten Separator stufe verbunden
ist, wird abgeschaltet.
c) Die mechanische Vakuumpumpe,die mit der ersten Separatorstufe
verbunden ist, wird abgeschaltet.
d) Der Druck in dem Separator wird durch einen zwischen der
mechanischen Vakuumpumpe und der ersten Separatorstufe angeordneten Ausblashahn angehoben.
e) Die Gaschromatographiesäule wird ausgetauscht. .
f) Die Anordnung wird evakuiert, indem die erste mechanische
Vakuumpumpe und sodann die öldiffusionspumpe angeschlossen werden.
g) Wenn der Druck genügend reduziert worden ist, wird der Haiin der
Ionenquelle geöffnet. .
Die vorstehend beschriebene Arbeitsweise ist sehr langwierig und
mühevoll, was Insbesondere die Evakuierung betrifft. Das Einsetzen
eines Hahnes zwischen dem Separator und Ionenquelle vergrößert den
toten Raum in der Anordnung, wodurch die durch den Gaschromatographen erhaltene Trennung beeinträchtigt wird. Der Separator und
elzt
die Verbindung zu der Ionenquelle müssen geh/werden, wobei es natürlich
wünschenswert ist, daß die geheizten Teile so klein wie möglich sind. Obgleich der Druck hinter dem Separator sehr niedrig ist und
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die Geschwindigkeit der Moleküle hoch ist, besteht eine gewisse Gefahr
einer Degradation im Hahn und in den Verbindungsrohren, was auf thermische und katalytische Wirkungen zurückzuführen ist.
Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik ist es nun Aufgabe
der Erfindung, den vorgenannten Nachteilen abzuhelfen und eine verbesserte Vorrichtung zum Analysieren in Vorschlag zu bringen. Diese
Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Separator mit einem Absperrorgan versehen ist, welches zwischen die Eingangs und
die Ausgangsdüse zur Verhinderung eines Gasflusses durch den Separator einsetzbar ist.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen und anhand der beiliegenden Zeichnung ersichtlich. Hierin zeigen:
Fig. 1 eine erste bevorzugte Ausführungsform eines zweistufigen erfindungsgemäßen Separators mit einer Abschaltanordnung,
die in etwa schieberartig ausgebildet ist;
Fig. 2 eine zweite bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
zweistufigen Separators, wobei die zweite Separatorstufe mit der Ionenquelle kombiniert ist.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung ist ein Befestigungsflansch 1 zum Anschluß eines Gaschromatographen G vorgesehen.
Mit dem Bezugszeichen 2 ist eine erste Separatorstufe, mit dem BeEugszeichen
3 eine zweite Separator stufe und mit dem Bezugsceichen 4
ein Befestigungsflansch für die Ionenquelle eines Massenspektrometer· M
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·» 5 m
bezeichnet. Die Separator stufen sind mit Eingängsdüsen 5a und 5b jeweils versehen, sowie mit Äusgangsdüsen 6a und 6b. Mittels eines
schieberartig ausgebildeten Absperrorganes 7 kann der Gasstrom abgeschaltet,
zumindest aber am Durchgang durch die zweite Separatorstufe
gehindert werden. Ein Balg 8 steuert die Lage des schieberartigen Absperrorganes 7, Ein Knauf 9 dient zur Bewegung des Balgens 8.
Das Absperrorgan 7 kann in zwei Stellungen lla und 11b eingestellt
werden, die mittels einer Schraube 10 einstellbar bzw. arretierbar
sind. Anschlüsse 12 und 13 führen jeweils zu einer Vakuumpumpe
bzw. zu einer^!diffusionspumpe.
Wenn die Säule des Gaschromatographen ausgewechselt werden soll
oder wenn es aus einem anderen Grunde erforderlich ist, den Gasstrom'durch
den Separator abzuschalten, wird das schieberartige Absperrorgan zwischen die Düsen 5a und 6ä eingeschoben. Der Abstand
zwischen diesen Düsen beträgt ungefähr 0,1 mm, weshalb die Abmessungen des schieberartigen Absperrorganes entsprechend gewählt
werden müssen. Die Düse 5a hat einen Durchmesser von etwa 0,1 mm. Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß das schieberartige
Absperrorgan diese Düse vollständig abdichtet. Ein kleiner Leckstrom
im Separatorgehäuse tet zulässig. In der Praxis hat sich gezeigt, daß
trotz dieses Leckstromes die mechanische Pumpe den Druck so niedrig
hält, daß die öldiffusionspumpe arbeiten kann und daß es nicht erforderlich
ist, die Ionenquelle abzuschalten. Selbst wenn der Druck in der ersteri Separatorstufe einen Wert von 1 mm Hg anstelle dete"Üblichen
Wertes von 0,1 mm Hg hat, arbeitet die Anordnung zufriedeiiätelibiiä."
Eis 1st somit nicht erforderlich, die Pumpen abzuschalten.- '?'' '*'>:""
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In manchen Fällen ist es erwünscht, einen gewissen Leckstrom in demSeparator zu haben,ohne daß Gas in die Ionenquelle einfließt. Zu
diesem Zweck wird das schieberartige Absperrorgan derart ausgebildet, daß es nur gegenüber der Ausgangsdüse 8a abdichtet. In diesem
Fall kann das schieberartige Absperrorgan 7 mit einem Schlitz in der Fläche versehen sein, die der Einiaßdüse 5a zugewandt ist. Diese
Formgebung des schieberartigen Absperrorganes ist zweckmäßig, wenn ein Gasstrom nur durch die Gas Chromatographiesäule gewünscht
wird (z. B. nach der Montage der Säule).
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1st der tote Raum hinter dem
Separator sehr gering. Bei den herkömmlichen Anordnungen beträgt das Volumen des Hahnes zwischen dem Separator und der Eöfienciuelle
ungefähr 0, 5 cm und die Verbindungsrohre haben in etwa Ä^selbe
Volumen. Wenn diese Werte mit der Fläche des Kanales durch den
2 2
Separator (0, 8 mm ) und der Fläche der Düse {0,008 mm ) verglichen
werden, wird die Bedeutung des reduzierten toten itaumes
deutlich. Naturgemäß bedeutet ein reduziertes Volumen nach dem1 '
Separator weniger als ein reduziertes Volumen vor dem Separator, da die Druckbedingungen vollständig unterschiedlich sind. Gleichwohl
ist jedoch das reduzierte Volumen sehr vorteilhaft. Das Einsetzen eines Absperrorganes oder Hahnes vor dem Separator ist nicht zweckmäßig,
da der tote Raum vergrößert wird. Die hierdurch bedingten . Nachteile sind allgemein bekannt, und 25war Insbesondere bei Verwendung
von Kapillarsäulen in dem Gas Chromatographen. '"
Ein vor dom Separator angeordneter IlAhn Vergrößert'die Schwierigkeiten,
den Flansch zum Reinigen der Düse 5a zu entfernen. Die
alitieren Düsen mihrjeh nldit jo oft ^reinigt werden, tli der Druck
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BAD ORIGiMAL
und somit die Verschmutzung bei diesen Düsen geringer sind.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform der Erfindung
bestehen die Abschaltmittel aus einem schieberartigen Absperrorgan.
Dieser Schieber kann naturgemäß eine beliebige Form und Gestalt aufweisen und das Einsetzen des Scliiebers zwischen die beiden Düsen
des Separators kann ebenfalls in beliebiger Weise erfolgen. Wenn nur eine Abschließung der Auslaßdüse gewünscht ist, kann es geeignet
sein, die Spitze der Auslaßdüse radial beweglich auszubilden.
Fig. 2 zeigt eine zweite bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
mit einer neuartigen Verbindung zwischen dem Separator und dem Massenspektrometer. Diese Verbindung ist aufgrund der Anwendung
der Erfindung möglich. Bei der Anordnung gemäß Fig. 2 sind mit den gleichen Bezugszeichen dieselben Teile wie in Fig. 1 bezeichnet,
so daß eine nochmalige Beschreibung insoweit entbehrlich ist. Mit dem Bezugszeichen 15 ist eine Verbindung bezeichnet, die zu der
Ionenquelle führt. Die Bezugszeichen 14a und 14b bezeichnen die Düse der zweiten Separatorstufe. Mit dem Bezugszeichen 16 ist die Verbindung
des Hochvakuumsystem es - dieses ist in diesem Fall dasselbe für die zweite Separatorstufe - und des Ionenquellengehäuses bezeichnet.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist im Vergleich zu. der
gemäß Fig. 1 der tote Raum, dh. das tote Volumen, beträchtlich herabgesetzt. Andererseits ist die Flexibilität etwas reduziert.
Die Einlaßdüsen sind als Strahldüsen (jet nozzle) ausgebildet. Wie
ohne weiteres ersichtlich können mehrere Evakuierungsstufen vorgesehen sein, die in Reihe geschaltet und miteinander verbunden sind.
Jede Evakuierungsstufe ist hierbei mit einer Vakuumpumpe ver-
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bunden und mit einer Einlaßstrahldüse und einer hierzu koaxialen
Auslaßdüse versehen, wobei das schieberartige Absperrorgan bei der ersten Stufe vorgesehen ist,
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?» UAB
Claims (2)
- PatentansprücheVorrichtung zum Analysieren von organischen chemischen
Verbindungen, Zusammensetzungen, Mischungen u. dgl», beider
ein Gas Chromatograph, ein Molekülseparator und ein Massenspektrometer vorgesehen sind, wobei der Molekülseparator zwischen dem
Ausgang des Gas Chromatograph en unddem Eingang einer Ionenquelle des Massenspektrometer angeordnet ist und mindestens eine
Separator stufe aufweist, die aus einer mit einer Vakuumpumpe verbundenen Evakuierungskammer, einer Einlaßdüse, durch welche
Moleküle in gasförmigen Zustand vom Gaschromatographen zugeführt werden und aus einer koaxial zur Einlaßdüse angeordneten Auslaßdüse besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Separator ein insbesondere schieberartig ausgebildetes Absperrorgan (7) aufweist, welches
zwischen die Einlaßdüse (5a) und die Auslaßdüse (6a) zum Abschalten des Gasflusses durch den Separator einsetzbar ist. - 2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Absperrorgan (7) derart ausgebildet ist, daß es die Auslaßdüse (6a) abschließt, während-bei der Einlaßdüse ein Leekstrom vorhanden ist.3, Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Stufen vorgesehen sind und daß die Istsite Stufe
mit dom Gehäuse der Ionenquelle kombiniert, insbesondere verbunden ist, . .BAD ORIGINAL
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE05621/69A SE325726B (de) | 1969-04-21 | 1969-04-21 | |
| SE562169 | 1969-04-21 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE2014459B2 DE2014459B2 (de) | 1976-05-06 |
| DE2014459C3 DE2014459C3 (de) | 1976-12-23 |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE325726B (de) | 1970-07-06 |
| US3633027A (en) | 1972-01-04 |
| GB1267121A (de) | 1972-03-15 |
| DE2014459B2 (de) | 1976-05-06 |
| FR2045486A5 (de) | 1971-02-26 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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