DE2015143C - Vorrichtung zum Formen von Schließ köpfen an Nieten - Google Patents
Vorrichtung zum Formen von Schließ köpfen an NietenInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Formen von Schließköpfen an Nieten mit einem auf unterschiedlichen
Schleifenbahncn, die etwa über das Zentrum des Nietes führen, geführten Nietdöpper,
bei der in einem Gehäuse zentrisch ein Drehantrieb gelagert ist, der exzentrisch über ein Zwischenglied
auf den Halter des Nietdöppers treibt.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1961369
ist eine Nietvorrichtung bekannt, deren Nietdöpperhalter eine hypozyklGJdenähnliche Bahn bestreicht,
wobei diese Bewegung durch ein Hypozykloidengetriebe erzeugt wird. Die Schleifenform der Umlaufbahn
des Nietdöppers wird durch das jeweilige Zähnezahlverhältnis bestimmt. In jenem Gebrauchsmuster
ist als Beispiel ein Zähnezahlverhältnis von :50 angegeben.
Aufgabe der Erfindung ist eine solche Ausbildung der Nietvorrichtung, daß die Form der Schleifenbahn
leicht und auch während des Betriebs geändert werden kann. Vor allem soll der Anteil der Radialbewegung
gegenüber der Tangentialbewegung innerhalb der Schleifenbahn veränderbar sein.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Zwischenglied ein Überlagerungstrieb
ist und daß Drehrichtung and Frequenz beider Antriebe veränderbar sind.
EMe Erfindung ermöglicht also eine Änderung der
Schleifenbahn während der Ausformung eines Nietkopfes. Damit können die Eigenschaften der verschiedenen
Nietwerkstoffe wie Stahl, Messing, Kupfer, Leichtmetall berücksichtigt werden. Vor allem
kann die Materialverdrängung und die Verhärtung während der Bildung des SchGeßkopfes durch Änderung
der Schleifenbahn berücksichtigt werden. Die Erfindung ermöglicht es, daß der Radialanteil innerhalb
der Schleifenbahn den Tangentialanteil um weit mehr als 5O°/o überwiegt, was vor allem bei Nieten
aus gehärtetem Werkstoff wichtig ist. Infolge der Materialverhärtung während der Bildung des Nietkopfes
ist es vorteilhaft, mit fortschreitender Bildung des Niotkopfes den Radialteil immer mehr gegenüber
dem Tangentialanteil überwiegen zu lassen.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt Es zeigt
Fig. I einen Längsschnitt durch eine Vorrichtung,
Fig.2 eine Ausführungsvariante im Längsschnitt
mit Exzenter und Schieber,
F i g. 3 eine Ansicht der in F i g. 2 dargestellten Ausführungsform in Richtung des Pfeiles A1
Fig. 4 eine weitere Ausführungsvariante im Längsschnitt,
F i g. 5 eine Ansicht der in F i g. 4 gezeigten Ausführungsform in Richtung des Pfeiles D und
Fig.6 eine weitere Ausführungsvariante mit teilweise
hydraulisch gesteuerter Bewegung.
Nach F i g. 1 ist eine Hauptspindel 1 an oder in einem nicht dargestellten Maschinenkopf drehfest,
aber in Axialrichtung verschiebbar geführt und enthält in einer Längsbohrung eine Antriebswelle 2. Im
Innern dieser Antriebswelle 2 ist in koaxialer Anordnung ein Überlagerungstrieb 3 angeordnet, welcher
mit einem Exzenterteil 4 in Aatriebsverbindung steht. Der Exzenterteil 4 liegt drehbar in einem zur Bohrung
12 exzentrisch verlaufenden unteren Bohrungsteil. Die Antriebsverbindung zwischen Überlagerungstrieb
3 und Fxzenterteil 4 wird durch eine biegsame Welle 5 bewirkt, die sich entsprechend der Umlaufbewegung
des Exzenterteils 4 seitlich ausbiegen kann. Ein Nietdöpper 6 ist in einen Nietdöpperhalter7
eingesteckt, der an seiner oberen Fläche als Kugelsegment ausgebildet ist und mit Hilfe einer Feder
9 gegen eine Kugelpfanne 8 angedrückt wird, die sich im Innern der Hauptspindel 1 befindet. Vom
Exzenterteil 4 ragt unten ein Exzenterstift 10 ab, auf dem eine Antriebskugel 18 sitzt, die in eine Ausnehmung
des Nietköpperhalters 7 eingreift. In der Extremlage sind die Achsen des Exzenterstiftes 10 und
des Überlagerungstriebes 3 um die Distanz e zueinander versetzt. Bei einer Drehung des mit dem Exzenterteil
4 starr verbundenen Exzenterstiftes 10 führt der Nietdöpperhalter 7 somit eine Taumelbewegung
aus, wobei die Nietdöpperachse die Nietachse schneidet. Wenn außerdem die Antriebswelle 2 im gleichen
Drehsinn mit unterschiedlicher Drehzahl oder mit entgegengesetztem Drehsinn angetrieben wird, überlagern
sich die beiden Bewegungen, und der Mittelpunkt des Exzenterbolzens 10 führt dabei eine schleifenförmige,
rosettenartige Bewegung aus. Je nach dem Verhältnis der beiden Geschwindigkeiten zueinander
ist es auf diese Weise möglich, ganz unterschiedliche Schleifenformen zu erzeugen. Dadurch
kann die zur Formung des Schließkopfes 6' eines Niets 11 zweckmäßigste Bewegung den Gegebenheiten
optimal angepaßtwerden.
in den F ig. 2 und 3 ist eine Ausführungsvariante dargestellt, bei welcher eine Antriebswelle 2 und em
Oberlagerungstrieb 13 ebenfalls mit einer Drehzahldifferenz
bzw. unterschiedlichen Geschwindigkeiten angetrieben werden. Die Antriebswelle 2 ist auch hier
in einer Hauptspindel gelagert, wie im erstbeschriebenen
AusfühningsbeispieL Der Exzenterzapfen 15 am unteren Ende des Oberlagerungstriebes 13 greift
in einen Schieber 16 ein, der seinerseits einen Exzenterstift
10 trägt Der Schieber 16 ist geradlinig verschiebbar in einer Führungsnut 17 gehalten, die
durch eine Platte 12' abgedeckt ist Wenn sich die Antriebswelle2 und der Oberlagerungstrieb 13 drehen,
entsteht hier, je nach der Drehzahldifferenz zwisehen den beiden Antrieben, eine etwas anders geartete
Schleifenbewegung als bei der Vorrichtung gemaß Fig. 1, die Wirkungsweise ist jedoch sinngemäß
die gleiche
Bei der Ausführungsvariante gemäß Fig.4 wird
der Überlagerungstrieb 22 durch einen Exzenterring 21 angetrieben, der eine exzentrische oder von der
Kreisform abweichende öffnung 26 enthält, welche als Schablone für die Bewegung des als zweiarmiger
Hebel ausgebildeten Überlagerungstriebs 22 dient Dieser Hebel ist etwa in der Mitte der Antriebswelle
2 durch einen Bolzen 24 um die Ouerachse 23 gelenkig gelagert. Am unteren Ende des Hebels befindet
sich ein Zapfen 25, welcher bei den anderen Ausführungsformen dem Exzenterstift 10 entspricht
und der dazu bestimmt ist, in den Nietdöpperhalter7 einzugreifen. Wenn der Exzenterring 21 und die Antriebswelle2
in Drehung versetzt werden.wobei die
Drehzahlen unterschiedlich sind, fuhrt dieser ^.apien
25 wiederum die gewünschte zusammengesetzte Bewegungaus.
„ ,. In F i g. 6 ist eine Ausführungsfonmdargestellt oei
der der Überlagerungstrieb hydraulisch arbeitet Rne
Antriebswelle 34 wird durch einen nicht dargestellten Motor in Drehbewegung versetzt Diese A°™*-
welle 34 trägt unten einen geradlinig bewegüchen
Schlitten 31, der seinerseits den Zapfen iw tragt, weieher,
wie bei den anderen A«^run?5bi^*^; "
den Nietdöpperhalter? eingreift ta eine Manschette
36 am oberen Ende der Antriebswelle 34 sind AnSchlußleitungen
35 und 37 für d£.Zu- und /VDUiiir
von Druckflüssigkeit eingeführt. Diese UrucMiussigkeil
wird durch Längsbohrungen 30 im innernaer
Antriebswelle 34 zu einem ÜberlagerangstrieD JSim
Form eines Kolbens 38 geführt, welcher dann.den
Schlitten 31 hin- und herbewegt Durch steuerung
der Flüssigkeit läßt sich die Hubgeschwindigkert und
damit die Hubzahl pro Zeiteinheit verandern. Auch
hier ergibt sich eine aus der Drehbewegung 1der Antriebswelle
34 und der Hin- und Herbewjpmgd«
Schlittens 31 zusammengesetzte Gesamtbeweping
a5 des Nietdöpperhalters 7, mit ™^\™™™ο n ™'
deren Ausführungsbeispielen, die verronnung ucr
Schließköpfe der Nieten vorgenommen wird
Die Antriebswelle 2 bzw. 34 wird jeweils durch
einen Elektromotor vorzugsweise mit konstanter Drehzahl angetrieben, wogegen der jeweiligejJDerlagerungstrieb
3, 13, 21 mit veränderlicher Drehzahl
angetrieben wird bzw. bei der hydraulischen Ausrunrungsform nach Fig. 6 der Schlitten Ji mit unierschiedlicher
Hubzahl bewegt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Formen von Schließköpfen an Nieten mit einem auf unterschiedlichen
Schleifenbahnen, die etwa über das Zentrum des Nietes führen, geführten Nietdöpper, bei der in
einem Gehäuse zentrisch ein Drehantrieb gelagert ist, der exzentrisch über ein Zwischenglied auf
den Halter des Nietdöppers treibt, dadurch xo gekennzeichnet, daß das Zwischenglied
ein Überlagerungstrieb (3, 13, 22, 38) ist und daß Drehrichtung und Frequenz beider Antriebe
(2,3,13,22,34, 8,38) veränderbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Überlagerungstrieb (3) eine biegsame Welle (5) umfaßt, die mit einem in der Antriebswelle (2) gelagerten Exzenterteil (4)
in Antriebsverbindung steht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlagerungstrieb (13)
eine in der Antriebswelle (2) koaxial gelagerte, mit einem Exzenterzapfen (15) versehene Welle
umfaßt, wobei der Exzenterzapfen in einen an der Antriebswelle (2) etwa rechtwinhlig, geradlinig
geführten Schieber (16) eingreift.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlagerungstrieb (22)
einen innerhalb der Antriebswelle (2) um eine Querachse (23) schwenkbar gelagerten, zweiarmigen
Hebel umfaßt, dessen dem Zwischenglied (25) abgekehrtes Ende mit einem umlaufenden
Exzenterring (21) zusammenwirkt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlagerungstrieb (38)
ein in der Antriebswelle (34) angeordneter, hydraulisch betätigbarer, hin- und hergehender Kolben
ist, der einen an der Stirnseite der Antriebswelle (34) angeordneten, geradlinig, etwa rechtwinklig
geführten Schlitten (31) antreibt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH550269 | 1969-04-11 | ||
| CH550269A CH507037A (de) | 1969-04-11 | 1969-04-11 | Vorrichtung zum Formen von Schliessköpfen an Nieten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2015143A1 DE2015143A1 (de) | 1970-10-22 |
| DE2015143C true DE2015143C (de) | 1973-07-19 |
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