DE2016220B2 - Bedienungseinrichtung für mehretagige Backöfen - Google Patents
Bedienungseinrichtung für mehretagige BacköfenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bedienungseinrichtung
ao für mit Beschickungs- und Entladevorrichtungen
arbeitende mehretagige Backöfen, insbesondere Etagen-Netzbandöfen, welche im wesentlichen aus einem
Gestell mit auf die Höhe der einzelnen Backberde einstellbaren Auflagen für die Beschickungs- und
»5 Entladevorrichtungen besteht.
Für Etagenbackofen mit festen Herden ist bereits eine Reihe von Einrichtungen bekanntgeworden,
welche die Bedienung dieser Backöfen erleichtern sollen. So gibt es z. B. Gestelle und Schragen mit
Gleitrollen, von denen aus der Backwarenträger, d. h. die eigentliche Beschickungsvorrichtung — z. B.
ein Tuchabziehapparat — von Hand oder mit Hilfe von Seilzügen in den Ofen eingefahren wird (deutsche
Gebrauchsmusterschriften 1 942 101 und 1 903 002).
Auch Einrichtungen zur Höhenverstellung derartiger Hilfsgestelle sind bekannt. Beispielsweise kann die
Höhenverstellung über die Verstellung der Füße des Gestells erfolgen.
Ferner bekannt ist eine horizontale Querverschiebbarkeit von Gärgutträgern auf den Hilfsgestellen, so
daß eine Ausrichtung vor dem Einschießen in den Ofen erfolgen kann. Schließlich gibt es auch Bedienungseinrichtungen,
die als mit Etagenrahmen ausgestattete Hubwagen ausgebildet sind. Durch entspre-
chende Höhenverstellung können die in den einzelnen Etagen des Rahmens liegenden Beschickungsvorrichtungen,
z. B. Kipptrögel- oder Tuchabziehapparate, jeweils vor den Herd gebracht werden, um dann von
Hand eingeschlossen zu werden (deutsche Gebrauchs-
musterschrift 1955 401). Durch Gewichtsausgleicheinrichtungen
kann die manuelle Höhenverstellung erleichtert werden.
Bei allen diesen bekannten Einrichtungen handelt es sich also um Stützkonstruktionen, die die Beschikkungsvorrichtung
in Einschießhöhe vor dem Herd halten sollen bzw. sie dorthin bringen. Die bekannten
Konstruktionen sind durchweg für manuelle Bedienung mit einfachen mechanischen Vorkehrungen
ausgerüstet. Die eigentliche Beschickung, von den genannten Apparaten aus in den Ofen hinein, ebenso
wie das Ausbacken (Entladen), muß in jedem Falle von Hand erfolgen (z. B. das Auflegen einer als
Tuchabziehapparat ausgebildeten Beschickungsvorrichtung auf den Backherd, das Abziehen derselben
usw.). Wegen ihrer Beschailenheit erfordern die genannten
Geräte auch einen größeren Zeitaufwand für die Bedienung, z. B. für die entsprechende Einstellung
der Höhe usw. Natürlich müssen in allen
<f
genannten Fällen auch die Beschickungs- und Ent- Umfang zu finden. Natürlich ist auch die Zeitersparladevorrichtungen,
d. h. also die Backwaren- oder nis, wie aus allem vorher gesagten ohne weiteres sich
Gärgutträger, von Hand in die Bedienungseinrich- ergibt, sehr beträchtlich.
tung eingesetzt und auch wieiier aus ihr entnommen Eine Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich
werden. 5 dadurch aus, daß die Mittel zum Einschieben und
Bekannt ist auch eine für die Verwendung in in- Ausziehen der Beschickungs- und Entladevorrichtundustriellen
Bäckereien in Verbindung mit den dort gen sowie zum Abziehen oder Abkippen der Begebräuchlichen
Durchlaufbacköfen bestimmte An- schickungsvorrichtungen im wesentlichen aus an sich
lage, in der zwei hintereinander angeordnete senk- bekannten hydraulischen und/oder pneumatischen
rechte Transportvorrichtungen verwendet werden, to Zylindern mit Kolben und aus entsprechend angewelche
zusammen mit höhenverstellbaren Stoßgerä- ordneten Mitnehmern an Kolben und/oder Beschikten
dazu dienen, eine Änderung des zeitlichen Durch- kungsvorrichtungen bestehen. Damit ist eine konlaufs
vcn Teigstücken durch einen Gärraum herbei- struktive und unter dem Aspekt des Bauaufwandes
zuführen (französische Patentschrift 1148 106). Als besonders vorteilhafte Auslegung der besagten Mittel
Bedienungseinrichtung für Etagenbackofen ist diese 15 möglich.
Anlage nicht geeignet. Günstig wirkt sich auch eine Ausbildung der Er-
Anlage nicht geeignet. Günstig wirkt sich auch eine Ausbildung der Er-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine findung dahingehend aus, daß die besagte Bedie-
Bedienungseinrichtung zu schoflen für mit Beschik- nungseinrichtung in ihrer Gesamtheit verfahrbar aus-
kungs- und Entladevorrichtungen arbeitende mehr- gebildet ist. So kann z. B. mittels einer derartigen
etagige Backöfen, insbesondere Etagen-Netzband- 20 Bedienungseinrichtung eine Beschickung und/oder
öfen, bei denen die Beschickung bzw. Entladung der Entladung mehrerer öfen vorgenommen werden. Am
einzelnen Etagen durch mehrere in Längsrichtung Fahrboden oder am Backofen kann dabei über an
der Backherde aufeinanderfolgende Schritte ge- sich bekannte Mittel die Bedienungseinrichtung arre-
schieht. Die Bedienungseinrichtung muß so beschaf- tiert werden, zwecks störungsfreiem Arbeiten der-
fen sein, daß sie die für die Beschickung oder Ent- 25 selben.
ladung aller Etagen des Backofens notwendigen, vor- Mit Vorteil gestaltet man die Teilung der gleichzugsweise
in übereinander gestapelter Anordnung be- mäßig und mit Abstand übereinander an den Gereitgestellten
Beschickungs- oder Entladevorrichtun- hängeketten angebrachten Halterungen bzw. Auflagen
aufzunehmen vermag, diese Vorrichtungen selbst- gen für die Beschickungs- und Entladevorrichtungen
tätig in die einzelnen Etagen fördert, dort ebenfalls 30 entsprechend der Teilung von Gutträgern auf mit der
das Beschicken bzw. Entladen geschehen läßt und Bedienungseinrichtung zusammen verwendeten Transschließlich
die Vorrichtungen von den Etagen weg portmitteln, etwa Gärwagen. Damit ist es möglich,
und wieder zurück in die Ausgangsposition bringt. gleichzeitig eine ganze Anzahl von Beschickungs-Weiterhin
muß die Bedienungseinrichtung der Förde- und Entladevorrichtungen (Gärgutträger) von (z. B.)
rung genügen, daß eine anderweitige, also manuelle 35 Gärwagen aus auf die Bedienungseinrichtung, oder
Bedienung des Backofens nicht beeinträchtigt wird. umgekehrt von der Bedienungseinrichtung auf den
Die gestellte Aufgabe wird bei einer Bedienungs- Gärwagen, zu bringen.
einrichtung der eingangs genannten Art erfindungs- Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfingemäß
dadurch gelöst, daß das Gestell als portal- dung schließlich zeichnet sich aus durch Wahl der
artiger Rahmen gestaltet ist, zwischen dessen Seiten- 40 Teilung der gleichmäßig und mit Abstand übereinwänden
hintereinander zwei entgegengesetzt beweg- ander an den Gehängeketten angebrachten Halterunliche
senkrechte Transportvorrichtungen für jeweils gen bzw. Auflagen für die Beschickungs- und Fnfmehrere
Beschickungs- und Entladevorrichtungen ladevorrichtungen derart, daß jeweils in dem Bereich,
vorgesehen sind, wobei jede dieser Transporrvorrich- der dem Abstand zwischen zwei der übereinandertungen
aus in beiden Seitenwänden paarweise ange- 45 liegenden Herde des Backofens entspricht, die für die
ordneten endlosen Gehängeketten mit an diesen in vollständige Beschickung eines Herdes notwendige
gleichmäßigen Abständen angebrachten Auflagen für Anzahl von Beschickungsvorrichtungen in der Bediedie
Beschickungs- und Entladevorrichtungen besteht, nungseinrichtung untergebracht ist. Eine gleichzeitige
daß ober- und unterhalb der senkrechten Transport- Beschickung mehrerer Herde des Etagenofens von
vorrichtungen über die Länge der Seitenwand ver- 50 der Bedienungseinrichtung aus ist damit gewährleistet,
laufende Quertransportvorrichtungen angeordnet sind, Ferner läßt sich die Erfindung mit Vorteil auch
welche in Verbindung mit den senkrechten Transport- weiterbilden durch Koppelung einer in an sich bevorrichtungen
ein endloses Paternoster-Fördersystem kannter Weise elektrisch, hydraulisch oder mechanisch
bilden, und daß an den Seitenwänden des Rahmens erfolgenden Steuerung der Bewegungsabläufe in der
jeweils in Beschickungshöhe de: Backherde Mittel an 55 Bedienungseinrichtung mi* der Steuerung für die Besieh
bekannter Art sowohl zum Hin- und Herschie- wegung der Ofennotzbänder. Der gesamte Bedieben
der Beschickungs- und Entladevorrichtungen nungs- und Beschickungsvorgang kann auf diese
zwischen der dem Ofen zugewandten Transportvor Weise weitgehend automatisiert weiden. Es ist natürrichtung
und dem Ofen als auch zum Betätigen der lieh auch möglich, die Ofen-Netzbänder programm-Beschickungsvorrichtungen
im Ofen vorgesehen sinr1. öo gesteuert arbeiten zu lassen und beim Beschickungs-
Die Vorteile der Erfindung kommen insbesondere oder Entladevorgang (auch Ausbackvorgang genannt)
dadurch zum Tragen, daß nicht nur die schwere ein selbsttätiges Öffnen der Herdtüren durch das Bemanuelle
Arbeit für die Bedienungsleute bei der Be- dienungsgerät sowie eine Impulsgabe zur Einleitung
Schickung der Backöfen vollständig abgelöst wird, und Steuerung des Beschwadungsvorganges vorzusondern
daß Backprozesse in größerem Umfang 65 sehen.
durch die Erfindung überhaupt erst ermöglicht wer- In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel
den, da es bisher immer schwieriger geworden war, der Erfindung dargestellt.
Personal für die manuelle Bedienung in größerem F i g. 1 zeigt in vereinfachter Weise eine erfindungs-
gemäße Bedienungseinrichtung mit Beschickungsvor- band ebenfalls um eine entsprechende Breite zurück-
richtungen vor dem Ofen sowie einen dabei verwen- läuft, und ein Stück unbelegter Netzbandfläche unter
deten Gärwagen; die Bedienungseinrichtung ist ge- die nun herangeführte weitere Beschickungsvorrich-
schnitten etwa in der Ebene nach C-D der F i g. 2. tung schickt. Die Steuerung dieser Bewegungsabläufe
Einzelne nicht in der Schnittebene liegende Teile sind 5 kann z. B. elektrisch, hydraulisch oder mechanisch
zusätzlich angedeutet. erfolgen.
F i g. 2 ermöglicht einen Blick in Pfeilrichtung A Der Entladevorgang des Backofens erfolgt in
gemäß F i g. 1 auf die Beclienungseinrichtung, eben- anaioger Weise. Die beschriebenen hydraulischen
falls in vereinfachter Darstellung. Mittel wirken nunmehr in der Gegenrichtung. Man
Fi g. 3 stellt die Draufsicht auf das erfindungsge- io kann dabei so vorgehen, daß man die zu entladenden
mäße Gerät in Pfeilrichtung B nach F i g. 2 dar, wo- Beschickungsvorrichtungen über die Herdkonsolen
bei einige Teile abgenommen sind, damit die An- 17 in die Transportvorrichtung 1 rutschen laßt,
triebe der erfindungswesentlichen Gehängeketicn Es ist auch möglich, leere Gärgutträger (Beschik-
sichtbar werden. kungsvorrichtung) in die Aufnahmewinkel der Be-
Die Bedienungseiiirichtung besteht aus einem por- 15 dienungseinrichtung einzusetzen und von Hand mit
talartigen Rahmen 6. Zwischen den Seitenwänden den vorbereiteten (gegärten) Teigstücken zu belegen
dieses Rahmens ist ein System von zwei Transport- Dieses Verfahren ist anwendbar bei Broten, die vor
vorrichtungen 1, bestehend aus maschinell angetriebe- dem Einschießen in den Ofen noch geschnitten und
nen hintereinandei Hegenden Tragegehängen vorgese- gewendet werden müssen. Die erfindungsgemäße Behen.
Diese Tragegehänge bestehen vor allem aus je- ao dienungseinrichtung bietet in diesem Fall den Vorweils
in beiden Seitenwänden der Bedienungseinrich- teil, daß jeweils die Beschickungsvorrichtung, an weltung
paarig zueinander angeordneten endlosen Ge- eher manuell gearbeitet wird, in die richtige Bediehängeketten
2. An den Gehängeketten 2 sind Halte- nungshöhe getaktet werden kann. Im allgemeinen
rangen bzw. Auflagen 3 für die Beschickungs- und wird aber eine manuelle Aufbereitung der Teig-Entladevorrichtungen
(z. B. Tuchabzien- oder Kipp- »5 stücke vor dem Ofen nicht erforderlich sein, so daß
trögelapparate) 14 angebracht. Die Gehängeketten 2 die gegärten Teigstücke direkt aus dem Gärraum in
werden übet einen gemeinsamen Getriebemotor 7 an- den Ofen befördert werden. Ein solcher Vorgang
getrieben. Läuft die eine Transportvorrichtung 1 also wird im folgenden beschrieben, wobei auch zugleich
nach unten, so wird die andere Transportvorrichtung erläutert werden kann, wie vorteilhaft die erfindunpsnach
oben befördert. Mit la sind die Kettenräder für 30 gemäße Bedienungseinrichtung für eine gleichzeitige
die Gehängeketten 2 bezeichnet. In der Fi g. 1 ist der Beschickung mehrerer Ofenherde Verwendung findet.
Getriebemotor 7 nicht zu sehen, da er nicht in der Ein mit den belegten Beschickungsvorrichtungen
Schnittebenc liegt. beladener Transportwagen (Gärwagen) 5 wird H "j;c
Die beiden Transponvorrichtunger, 1 bilden in Bedienungseinrichtung zwischen die Tragegehänge 1
Verbindung mit je einer oben und unten etwa über 35 eingefahren. Die Etagenteilung im Tragegehänge dei
die Länge der Seitenwand verlaufende Quertrans- Transport Vorrichtungen 1 und im Gärwagen 5 muß
portvorrichtung 4 ein endloses Paternosterfördei- dabei gleich sein. Beim Einfahren des Gärwagens S
system. 4a sind die Kettenräder dieser Quertrans- liegen die Auflagen 3 etwa«; tiefer als die im Gärporteinrichtungen.
Die Quertransportvorrichtungea 4 wagen befindlichen Beschickungsvorrichtungen 14.
sind als Transportbänder gestaltet. Über Mitnehmer 40 So wird d-ns Finfahicn des Wagens ermöglicht. Das
kann so die jeweils oberste bzw. unterste Beschik- Tragegehänge wird nun über die Gehängeketkn 2
kungsvorrichtung je nach Laufrichtung von der einen druckknopfgesteuert etwas angehoben, bis die P^-
Transportvorrichtung 1 auf die andere Transport- Schickungsvorrichtungen in den Auflagen 3 lic^v:.
vorrichtung 1 geschoben werden. Der entladene Gärwagen 5 wird aus der Bedienung ,-
An den Seitenwänden des Rahmens der Bedie- 45 einrichtung herausgefahren und ist zur weiteren Y
nungseinrichtung sind jeweils in Beschickungshöhe wendung frei. Das Paternostersystem der Bedicnun. der Herde Hydraulikzylinder 10 mit Kolben »1 an- einrichtung wird nun in Gang gesetzt, und die !5c geordnet, welche die vom Paternostersystem in ent- Schickungsvorrichtungen werden — wie im einzelner: sprechende Beschickungsstellung geförderte Beschik- vorher beschrieben — vor die Herde in die ent kungsvorrichrungen auf die netzbänderförmigen 50 sprechende Beschickungshöhe gebracht und in ι Lr. Backherde 18 des Ofens 16 schieben. Diese Verschie- Ofen eingeschossen. Bei jedem Vorrücken um eine bung erfolgt über Konsolenstummel 19 an der Bedie- Teilung kann dabei in jedem Herd jeweils eine Benungseinrichtung und (nicht dargestellte) Führungs- schickungsvorrichtung eingeführt werden, wenn clic schienen, welche in den Seitenwänden des Ofens an- Teilung der an den Gehängeketten 2 angebrachter. geordnet sind. Ist die gewünschte Beschickungsstei- 55 Halterungen bzw. Auflagen 3 für die Beschicken ^- lung im Ofen erreicht, so wird durch andere Hydrau- vorrichtungen so gewählt ist, daß jeweils in dem Relikzylinder 12 mit entsprechenden Kolben ein ge- reich, der dem Abstand zwischen zwei der überstängeförmiger Mitnehmer 13 bewegt, welcher sinn- einanderlieeenden Herde des Backofens entspricht. voll in bekannter Weise zum Beispiel bei den in die für die vollständige Beschickung eines Herdes Fig. 3 dargestellten Kipptrögelapparaten der Be- 60 notwendige Anzahl von Beschickungsvorrichtungen schickungsvorrichtung 14 das Abkippen der Vor- in der Bedienungseinrichtung untergebracht ist.
richtung auf das Ofennetzband bewirkt. Nach dem Die aus dem Ofen nach der Beschickung wieder Rückhub der entladenen Beschickungsvorrichtung herausgenommenen Beschickungsvorrichtungen Hc-— ebenfalls über die eben beschriebenen hydrau- gen dann wieder im Tragegehänge der Transporilischen Mittel — läuft der Paternoster um eine 65 vorrichtung 1 des Paternostersystems der Bedienun«s-
nungseinrichtung sind jeweils in Beschickungshöhe wendung frei. Das Paternostersystem der Bedicnun. der Herde Hydraulikzylinder 10 mit Kolben »1 an- einrichtung wird nun in Gang gesetzt, und die !5c geordnet, welche die vom Paternostersystem in ent- Schickungsvorrichtungen werden — wie im einzelner: sprechende Beschickungsstellung geförderte Beschik- vorher beschrieben — vor die Herde in die ent kungsvorrichrungen auf die netzbänderförmigen 50 sprechende Beschickungshöhe gebracht und in ι Lr. Backherde 18 des Ofens 16 schieben. Diese Verschie- Ofen eingeschossen. Bei jedem Vorrücken um eine bung erfolgt über Konsolenstummel 19 an der Bedie- Teilung kann dabei in jedem Herd jeweils eine Benungseinrichtung und (nicht dargestellte) Führungs- schickungsvorrichtung eingeführt werden, wenn clic schienen, welche in den Seitenwänden des Ofens an- Teilung der an den Gehängeketten 2 angebrachter. geordnet sind. Ist die gewünschte Beschickungsstei- 55 Halterungen bzw. Auflagen 3 für die Beschicken ^- lung im Ofen erreicht, so wird durch andere Hydrau- vorrichtungen so gewählt ist, daß jeweils in dem Relikzylinder 12 mit entsprechenden Kolben ein ge- reich, der dem Abstand zwischen zwei der überstängeförmiger Mitnehmer 13 bewegt, welcher sinn- einanderlieeenden Herde des Backofens entspricht. voll in bekannter Weise zum Beispiel bei den in die für die vollständige Beschickung eines Herdes Fig. 3 dargestellten Kipptrögelapparaten der Be- 60 notwendige Anzahl von Beschickungsvorrichtungen schickungsvorrichtung 14 das Abkippen der Vor- in der Bedienungseinrichtung untergebracht ist.
richtung auf das Ofennetzband bewirkt. Nach dem Die aus dem Ofen nach der Beschickung wieder Rückhub der entladenen Beschickungsvorrichtung herausgenommenen Beschickungsvorrichtungen Hc-— ebenfalls über die eben beschriebenen hydrau- gen dann wieder im Tragegehänge der Transporilischen Mittel — läuft der Paternoster um eine 65 vorrichtung 1 des Paternostersystems der Bedienun«s-
Etagenteilung weiter und fördert in eben vorher ge- einrichtung und werden vom Paternoster unter
scmiderter Weise die nächste Beschickungsvorrich- Einbeziehung der Quertransportvorrichtung 4 in
tung in Beschickungsstellung, während das Ofennetz- eine Stellung gebracht (s. o.), die es ermöelicht. den
nunmehr leeren Gärwagen einzuführen und die leeren Beschickungsvorrichtungen auf denselben zu übergeben,
wonach der Gärwagen 5 wieder aus der Bedienungseinrichtung ausgefahren wird.
Die Bedienungseinrichtung ist universell verwendbar für verschiedenartigste Backwaren. Bei größeren
Gebäckhö'heu wird eben nur jede zweite Etage belegt. Bei entsprechend geeigneten Backblechrahmen
können natürlich auch Backbleche als Beschickungsvorrichtungen in die Bedienungseinrichtung eingesetzt
werden.
Entlädt man Brote aus dem Backofen, so können in die Gehängeketten 2 des Tragegehänges der Transportvorrichtungen
1 geeignete Ausbackroste mit einseitiger Auflaufschräge eingelegt werden, auf welche
vom zurücklaufenden Ofennetzband der Backherde 18 das Brot geschoben wird. Der Rückhub
bringt die belegten Roste wieder in das Tragegehänge der Transporteinrichtung 1, von wo sie in schon beschriebener
Weise in einen Transportwagen 5 abgesetzt werden können.
Der Motor 8 für die Quertransporteinrichtungen ist in der Fig. 1 strichpunktiert dargestellt, weil er
eigentlich nicht in der Schnittebene liegt, ebenso die
Mittel 12.
Die getriebemäßigen Verbindungen sind aus den Figuren zu erkennen. In der F i g. 3 ist eine Beschikkungsvorrichtung
14 (in diesem Falle Kipptrögelapparate) zu sehen, welche durch die hydraulischen
Mittel gerade in den Ofen 16 in Beschickungsstellung eingebracht worden ist. Mit 9 sind in der Zeichnung
die Hydraulikmotoren für die besagten hydraulischen Mittel 10,11,12 bezeichnet.
Die gesamte Bedienungseinrichtung ist auf Rädern 15 verfahrbar eingerichtet. Es ist dadurch möglich,
mehrere öfen mit einem Bedienungsgerät zu bedienen. Bei einem Backprogramm mit langen Backzeiten
wird dies wirtschaftlicher sein, als für jeden Ofen ein solches erfindungsgemäßes Bedienungsgerät bereitzustellen.
Natürlich kann eine Arretierung des Bedienungsgerätes am Backofen oder auf dem Fahrboden
erfolgen.
In Verbindung mit einer Programmsteuerung läßt die erfindungsgemäße Bedienungseinrichtung den
vollautomatischen Betriebsablauf vom Einschießen bis zum selbsttätigen Ausbacken nach vorgegebenem
Zeitplan zu. Es muß dazu lediglich innerhalb der Backzeit von Einschieß- auf Ausbackapparate umgerüstet
werden, was mit Hilfe der Transportwagenentladung durch Kettenrücklauf in einfachster Weis«
sehr schnell geschehen kann.
In der F i g. 1 sind die Kolben 11, welche dem Einschieben
und Ausziehen der Beschickungsvorrichtung dienen, im ausgefahrenen Zustand gezeigt. In dem ii
der besagten Figur in der Mitte dargestellten Here ist eine schematisch dargestellte Beschickungsvoirich
rung 14 in Beschickungsstellung vor dem Abkippet mittels Zylinder und Kolben 12 und Gestänge 13 ein
gezeichnet. Der Kolben 11 ist in diesem Fall abge brachen dargestellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Bedienungseinrichtung für mit Beschikkungs- und Entladevorrichtungen arbeitende
mehretagige Backöfen, insbesondere Etageu-Netzbandöfen,
welche im wesentlichen aus einem Gestell mit auf die Höhe der einzelnen Backherde
einstellbaren Auflagen für die Beschickungs- und Entladevorrichtungen besteht, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gestell als portalartiger Rahmen (6) gestaltet ist, zwischen dessen Seitenwänden hintereinander zwei entgegengesetzt
bewegliche senkrechte Transportvorrichtungen (1) für jeweils mehrere Beschickungs- und Entladevorrichtungen
(14) vorgesehen sind, wobei jede dieser Transportvorrichtungen aus in beiden Seitenwänden
paarweise angeordneten endlosen Gehängeketten (2) mit an diesen in gleichmäßigen
Abständen angebrachten Auflagen (3) für die Beschickungs- und Entladevorrichtungen (14) besteht,
daß ober- und unterhalb der senkrechten Transportvorrichtungen über die Länge der Seitenwand
verlaufe ade Quertransportvorrichtungen (4) angeordnet sind, welche in Verbindung mit
den senkrechten Transportvorrichtungen ein endloses Paternoster-Fördersystem bilden, und daß
an den Seitenwänden des Rahmens jeweils in Beschickungshöhe der Backherde (18) Mittel (10,11
und 12, 13) an sich bekannter Art sowohl zum Hin- und Herschieben der Beschickungs- und
Entladevorrichtungen (14) zwischen der dem Backofen (16) zugewandten Transportvorrichtung
und dem Ofen als auch zum Betätigen der Beschickungsvorrichtungen im Ofen vorgesehen
sind.
2. Bedienungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die MiUeI(IO, 11,
12, 13) zum Einschieben und Ausziehen der Beschickungs- und Entladevorrichtungen (14) sowie
zum Abziehen oder Abkippen der Beschickungsvorrichtungen (14) im wesent! ilen aus an sich
bekannten hydraulischen una/oder pneumatischen Zylindern mit Kolben (10, 11, 12) und aus entsprechend
angeordneten Mitnehmern (13) an Kolben und/oder Beschickungsvorrichtungen bestehen.
3. Bedienungseiurichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie in
ihrer Gesamtheit verfahrbar ausgebildet ist.
4. Bedienungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen
sind, die der Arretierung der Bedienungseinrichtung auf dem Fahrboden oder am Backofen (16)
dienen.
5. Bedienungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Teilung der gleichmäßig und mit Abstand übereinander an den Gehängeicetten (2) angebrachten
Auflagen (3) für die Besd.ickungs- und Entladevorrichtungen (14) entsprechend der Teilung von
Gutträgern auf mit der Bedienungseinrichtung zusammen verwendeten Transportmitteln, etwa
Gärwagen (5), gestaltet ist.
6. Bedienungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, gsKennzeichnet durch Wahl der
Teilung der gleichmäßig und mit Abstand übereinander an den Gehängeketten (2) angebrachten
Auflagen (3) für die Beschickungs- und Entladevorrichtungen (14) derart, daß jeweils in dem
Bereich, der dem Abstand zwischen zwei der übereinanderliegenden Backherde (18) des Backofens
(16) entspricht, die für die vollständige Beschickung eines Backherdes notwendige Anzahl
von Beschickungsvorrichtungen in der Bedienungseinrichtung untergebracht ist.
7. Bedienungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch Koppelung
einer in an sich bekannter Weise elektrisch, hydraulisch oder mechanisch erfolgenden Steuerung
der Bewegungsabläufe in der Bedienungseinrichtung mit Steuerung für die Bewegung der Ofen-Netzbänder-förmige
Backherde (18).
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|---|---|---|---|
| DE19702016220 DE2016220C3 (de) | 1970-04-04 | 1970-04-04 | Bedienungseinrichtung für mehretagige Backöfen. Aiwi: Werner & Pfleiderer, 7000 Stuttgart |
| AT1118470A AT321845B (de) | 1970-04-04 | 1970-12-11 | Bedienungseinrichtung für mehretagige backöfen |
| CH29171A CH517442A (de) | 1970-04-04 | 1971-01-08 | Bedienungseinrichtung für Etagenbacköfen mit mehreren Herden |
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| DE19702016220 DE2016220C3 (de) | 1970-04-04 | 1970-04-04 | Bedienungseinrichtung für mehretagige Backöfen. Aiwi: Werner & Pfleiderer, 7000 Stuttgart |
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| DE2016220A1 DE2016220A1 (de) | 1971-10-21 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702016220 Expired DE2016220C3 (de) | 1970-04-04 | 1970-04-04 | Bedienungseinrichtung für mehretagige Backöfen. Aiwi: Werner & Pfleiderer, 7000 Stuttgart |
Country Status (4)
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| DE (1) | DE2016220C3 (de) |
| FR (1) | FR2083150A5 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9010030U1 (de) * | 1990-07-02 | 1990-10-11 | Daum + Partner Maschinenbau GmbH, 7971 Aichstetten | Vorrichtung zum Umsetzen von Backblechen o.dgl. |
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| DE4214235C2 (de) * | 1992-05-05 | 2001-10-18 | Werner & Pfleiderer Lebensmitt | Be- und Entladeeinrichtung für Etagenbacköfen |
Families Citing this family (6)
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| FR2447884A1 (fr) * | 1979-01-31 | 1980-08-29 | Usinage Revisions Meca | Elevateur, notamment elevateur d'enfournement pour la boulangerie ou analogue |
| DE3027875C2 (de) * | 1980-07-23 | 1987-01-08 | Karl Ahlborn Maschinenfabrik Kg, 3432 Grossalmerode | Vorrichtung zum Beschicken von Backöfen |
| FI105885B (fi) | 1999-10-05 | 2000-10-31 | Teknokym Oy | Panostuslaitteisto leipomotuotteiden siirtämiseksi uuniin ja vastaavasti uunista |
| DE10119086A1 (de) * | 2001-04-19 | 2002-10-24 | Werner & Pfleiderer Lebensmitt | Back-Anlage und Verfahren zum Betrieb der Back-Anlage |
| CN111758745A (zh) * | 2020-07-15 | 2020-10-13 | 刘珊 | 一种受热均匀且方便拿取食物的烤炉 |
| DE102021110295B4 (de) * | 2021-04-22 | 2025-06-12 | Miwe Michael Wenz Gmbh | Transfervorrichtung für die Beladung und/oder die Entladung einer Behandlungseinheit für Lebensmittel |
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1970
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1971
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- 1971-03-05 FR FR7107786A patent/FR2083150A5/fr not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| FR2083150A5 (en) | 1971-12-10 |
| CH517442A (de) | 1972-01-15 |
| DE2016220C3 (de) | 1974-12-12 |
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