DE201666C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
- C25D5/00—Electroplating characterised by the process; Pretreatment or after-treatment of workpieces
- C25D5/10—Electroplating with more than one layer of the same or of different metals
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 48». GRUPPE
Zusatz zum Patente 201664 vom 20. August 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Oktober 1907 ab. Längste Dauer: 19. August 1922.
Die Bemühungen, unedle Metalle derart zu platinieren, daß sie das Platin für bestimmte
technische Zwecke ersetzen können, haben bisher zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt,
namentlich dann nicht, wenn es sich darum handelt, daß das Ersatzmittel gegen
höhere Temperatur widerstandsfähig sein soll." Das vorliegende Verfahren ermöglicht es,
einen Ersatz für Platin herzustellen, welcher gegen hohe Temperaturen unempfindlich ist,
z. B. das Einschmelzen in Glas gestattet und; sich durch Billigkeit auszeichnet.
Zu seiner Ausführung bedient ^nan sich der
Metalle der Eisengruppe, deren Vertreter Eisen, Kobalt, Nickel einesteils hohen Schmelzpunkt besitzen, andernteils aber auch
Legierungen zu bilden vermögen, welche einen dem Platin nahekommenden Ausdehnungskoeffizienten
besitzen.
Um die Metalle der Eisengruppe oder deren Legierungen überhaupt mit einem einigermaßen
festhaftenden Überzug von Platinmetall zu versehen, hat man sie bisher meist zuerst elektrolytisch mit Kupfer überzogen
und dann erst elektrolytisch platiniert, oder man. hat elektrolytisch aus einer gemischten
Lösung von Platin und Unedelmetall auf dem Grundmetall niedergeschlagen (britische Patentschrift
7853/1894)..
Diese Verfahren mögen für alle diejenigen Fälle geeignet sein, in welchen es sich um
nur geringe Beanspruchung des Platinüberzuges handelt; soll dieser jedoch höheren Beanspruchungen
genügen, beispielsweise eine Temperatur von 900 bis iooo0 C. aushalten,
so genügen sie nicht mehr den' Anforderungen, weil der Niederschlag anläuft oder abblättert;
so legiert sich erfahrungsgemäß Platin sehr leicht mit Kupfer (nach Muspratt schon
bei 3500 C.), aber es blättert dann ab.
Nach der vorliegenden Erfindung kann man einen widerstandsfähigen Überzug, der nicht
abblättert und auch nicht anläuft, auf Metallen der Eisengruppe oder deren Legierungen
herstellen, wenn man in folgender, beispielsweise am Nickel geschilderter Weise
verfährt.
Ein in üblicher Weise für die Galvanisierung gut vorbereiteter Nickelgegenstand
(Draht oder Blech) wird zunächst in einem Elektrolyten behandelt, welcher 25 Prozent
Platin und 75 Prozent Nickel enthält. Durch Anwendung geeigneter Stromdichte und Spannung
(z. B. 0,6 bis 0,8 Amperes für 1 qdcm bei 4 bis 6 \^olt) erhält man einen Niederschlag
von wenig Platin und viel Nickel.
Dieser Niederschlag wird wie üblich gekratzt und getrocknet und darauf der Gegenstand
einem Glühen im Wasserstoff bei 900 bis 10000 C. unterworfen.
Hierdurch wird der Niederschlag auf die Unterlage aufgeschweißt, wobei anscheinend
der Wasserstoff eine Vermittlerrolle spielt, indem er bei der angegebenen Temperatur die
Metalle durchdringt bzw. auflockert und dadurch eine innige Verbindung, d. h. ein Ineinandersintern
dieser bewirkt.
Der so behandelte Gegenstand wird nun-, mehr in ein zweites Bad gebracht, welches
50 Prozent Platin und 50 Prozent Nickel enthält, und nach der Elektrolyse genau wie vorher
ebenfalls im Wasserstoff geglüht, worauf er in ein drittes Bad gebracht wird, welches
75 Prozent Platin und 25 Prozent Nickel enthält; alsdann ist wieder im Wasserstoff zu
glühen.
Der Gegenstand, etwa ein Draht, besteht nunmehr im Innern aus reinem Nickel, nach
!5 der Oberfläche hin jedoch aus einer immer
reicher an Platin werdenden Legierung von Platin und Nickel.
Nach der Behandlung in dem dritten gemischten Elektrolyten überzieht man mit einer
dünnen Schicht von reinem Platin, worauf wiederum im Wasserstoff bei 1000 bis
JiOO0C. geglüht wird. Dieses Überziehen
mit reinem Platin und Glühen nach jedesmaligem Überzug wird je nach der gewünschten
Stärke des Platinüberzuges mehrmals wiederholt.
Der Gedanke, galvanische Niederschläge durch Glühen in einer reduzierenden Atmosphäre
auf dem Grundmetall aufzuschweißen, ist zwar an sich bekannt (vgl. die deutschen
Patentschriften 132614 und 175937 sowie die
britische Patentschrift 15037/1903). Die Benutzung dieses Gedankens bei Platinierungen
in Verbindung mit den übrigen oben angegebenen Maßnahmen ergibt aber ein neues und wertvolles technisches Erzeugnis, das ein
Platinersatzmittel darstellt für solche Fälle, in denen seither nur reines Platin oder Legierungen
von Platinmetallen verwendet werden konnten.
Claims (1)
- Patent^ Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Platinüberzügen auf schwer schmelzbaren Unedelmetallen, wie Eisen, Nickel, Kobalt oder deren Legierungen, gemäß Patent 201664, dadurch gekennzeichnet, daß man statt des einmaligen Niederschlages einer Legierung des Platins mit einem der Grundmetalle solche Legierungen mit stufenweise steigendem Gehalt an Platinmetall und abnehmendem Gehalt an Grundmetall und alsdann erst mehrfache Niederschläge von reinem Platinmetall elektrolytisch aufbringt unter jedesmaligem Glühen in einer reduzierenden Atmosphäre, wie Wasserstoff.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT42745D AT42745B (de) | 1907-10-17 | 1908-10-19 | Verfahren zur Herstellung von Platinüberzügen auf schwer schmelzbaren Unedelmetallen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE201666T | 1907-10-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201666C true DE201666C (de) |
Family
ID=8896440
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1907201666D Expired - Lifetime DE201666C (de) | 1907-10-17 | 1907-10-17 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201666C (de) |
| FR (1) | FR396033A (de) |
-
1907
- 1907-10-17 DE DE1907201666D patent/DE201666C/de not_active Expired - Lifetime
-
1908
- 1908-10-16 FR FR396033A patent/FR396033A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR396033A (fr) | 1909-03-30 |
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