DE2017002A1 - Transparente oder opalartige Filme und Platten aus thermoplastischem Material zur Abdeckung für Gewächshäuser und andere Schutzanlagen - Google Patents
Transparente oder opalartige Filme und Platten aus thermoplastischem Material zur Abdeckung für Gewächshäuser und andere SchutzanlagenInfo
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Description
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ALFRED ·Η.0·:Γ·ΓΕα£8- . ""^-
DR. JUR. X! JL~£:iCM. +WJ. ,WOLFF
DR-JUR11HANS CHR. riJs
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Monteeattirii iaiissn SpÄ
Transparente odeip ©palartifge Filaae asniä Plattem saas
themoplastiselaeim Material zur Äbdeekmig i"ür (SeWSeIhS-häuser nand andere Schutzaalagen. .
i i .
Die vorliegende Erfindung fcetrifft transparente oder
opalartige Filme und Platten aus thermoplasti3elaeai
Material, das zur Abdeckung für Gewächshäuser^ Tunnel
und andere Treibhaus- und Schutzanlagen für den Gartenbau, die Blumenzucht und für Obstkulturen geeignet ist.
Es ist bekannt, daß die Abdeckung mit transparenten Filmen öder Platten aus. thermoplastischem Material,
das entweder gefärbt öder farblos, ist, gegenüber den
herkoiftnlleihen Abdeckung^Hurch Glas scheiben bemerken3-irefte
Vorteile aufweiet.
Es ist gleichfalls bekannt, daß die Wirksamkeit von
Abdeckungen aua thermoplastischem Material dadurch
vorteilhaft beeinflußt werden kann, dass man daa roho
thermoplae bißche Material mit geeigneten Zunht?.nn und
insboaondere .Tbabilieafcoren gegen die Einwirkung von
Sonnen! iiihfc und atmosphärischen P;inf!«inn·--n πj^, ' nit.
BAD ORIGINAL
Seliliesslich ist bekannt, dass weitere Vorteile
erzielt werden, wenn geeignete Schlitze oder öffnungen in den Abdeckungen vorgesehen sind. Alle bis zu diesem
Zeitpunkt verwendeten Filme und Platten hatten jedoch einen gemeinsamen Nachteil. Infolge der Temperaturgradienten
innerhalb des geschützten Raums findet auf der Innenfläche der Abdeckungen die
Bildung von Tautropfen statt, die eine fast halbkugelartige Form haben und infolge des starken
Absorptionsvermögens in der Infrarotzone einen Teil der Licht- und Wärmeenergiea die von der Aussenseite
eindringt, absorbieren. Ein anderer Teil der Energie wird jedoch durch die Tropfen»infolge ihrer
halbkugelartxgen Form, aufgrund des Brechungsphänomens, das im nachstehenden eingehender erläutert
wird, reflektiert.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung von Filmen, Folien und Platten
für Abdeckungen in der Landwirtschaft, die in der Lage sind, die Verluste an Licht- und Wärmeenergie,
welche durch Tautropfen verursacht werden, die .._.,
sich auf den Innenwänden der Abdeckungen selbst absetzen, auf ein Minimum zu reduzieren.
Weitere Ziele werden durch die nachfolgende Ber ,.,..
Schreibung erläutert.
Die vorstehend genannten Nachteile werden vermieden....
und die angeführten Vorteile werden leicht ersielt, v/cnn die Abdeckung von Gewächshäusern, Tunneln und
anderen für Dartonbau, Blumenzucht und Obstkultur
uii l!i\>
ibhaius ■ und Schill-zanlagon unter Vw-
0 I) 0 8 A 2 / 1 H β .
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Wendung der erfindungsgemässen Filme oder Platten
durchgeführt wird. Die erfindungsgemässen Filme und Platten haben eine derartige Oberfläche, dass die
daran infolge der Dampfkondensation gebildeten Tautropfen mit der Oberfläche einen Kontaktwinkel .
bilden, der kleiner als .75°, vorzugsweise' kleiner als der kritische Winkel "L" ist; der kritische
Winkel bezeichnet einen Winkel, der durch das Verhältnis definiert wird "
sin L = np^i
wobei n~ und n. jevxeils die Brechungsindices (n~ )
von Luft -und Wasser bedeuten.
Die beiliegende Figur 1 erläutert das Messen des Kontaktwinkels der Tropfen, dessen Beschaffenheit
von dor Oberflächenspannung des Feststoffs und der Flüssigkeit (Wasser/thermoplastisches Material)
abhängt. Das Messen wird nach den folgenden Ver-
fahren durchgeführt: .
In eine 1 ecm grosse Zelle, die im allgemeinen für die Analyse von Ultraviolettstrahlen verwendet wird,
wird ein fester Träger gebracht, der aus einer kleinen Polyvinylchloridplatte besteht. Darauf wird
eine Schicht in Wasser eingeweichtes Filterpapier angeordnet, um eine schnelle Sättigung des Raums
rait Wasserdampf und Bchliesslich des Filme oder
der blatte aus thermoplastischem Material, die
analysiert «erden soll, zu bewirken. .
Ein Tropfon destilliertes Wasser einer Grosse von etwa
verflache der.
0 0 9 8 4 2 / 1 3
3 nmr .wird auf die Oberfläche der.zu prüfenden Probe
ORIGINAL
gebracht und dann die Zelß hermetisch geschlossen. Alle diese Vorgänge werden in einem Raum durchgeführt,
dessen Temperatur mittels eines thermostatisch gesteuerten Systems bei etwa 20 C gehalten
wird.
Die mikroskopische Beobachtung (bei 50-facher Vergrösserung)
zeigt, dass der Tropfen mit der Zeit flacher und flacher wird. Falls ein Photo durch das
Mikroskop 60 Minuten nach Ablagerung des Tropfens aufgenommen und die Tangente zu der Kurve gezogen
wird, die der Tropfen im Kontaktpunkt mit der Oberfläche der Probe bildet, ist der Kontaktwinkel
der Winkel, der zwischen der Tangente und der Linie verläuft, die die Oberfläche der Probe selbst
bildet.
Tatsächlich sind die erfindungsgemässen Filme und
Platten in der Lage, die Verluste an Wärme- und Lichtenergie, welche durch Tautropfen, die sich
auf der Innenwandung von Schutz- und Treibhausanlagen für Gartenkultur, Blumenzucht und Obstanbau
absetzen, verursacht werden, auf ein Minimum zu reduzieren.
Diese Tatsache führt zu einer Zunahme der Durchschnitt stemperatur innerhalh der genannten Anlagen,
einer Zunahme der Menge der Produkte, einer Zunahme des Durchschnittsgewichts der Früchte und einer
wesentlich früheren Reifung.
Filme und Platten aus thermoplastischem Material mit Kontaktwinkeln, die kleiner als 75° und vorsugeweise
kleiner als der kritische Winkel sind, können im all·
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gemeinen nach einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden,Erfindung aus Gemischen erhalten werden, die:
1) ein thermoplastisches Material enthalten, das aus einem Polymeren oder einem Mischpolymeren
von mindestens einem ungesättigten Monomeren,
z.B. Vinyl- oder Vinylidenchlorid, allgemein ■ g
Olefinen und insbesondere Äthylen und Propylen, Styrol und Alphamethylstyrol, Acrylnitril und
Methacrylnitril, Vinylestern und insbesondere Vinylacetat und-propionat.s Alkylestern von
ungesättigten Säuren, z.B. Acrylaten und rieth-, '
acrylaten, oder einem Polyamid, Polyester,
Celluloseester, Polyoxymethylen und Gemischen dieser Verbindungen besteht, und die ferner
vorzugsweise, jedoch nicht notwendigerweise
die folgenden Stoffe enthalten: .
2) ein wärme- und .lichtstabilisierendes Mittel, '
das beispielsweise aus Barium, Cadmium, Blei, "
Zink, Zinn, Magnesiumseife, oder «Gemischen dieser
Materialien, gegebenenfalls in synergistischem ■ Gemisch mit geeigneten Stabilisatoren unterschiedlicher Art, z.B. Epoxystabilinatoren,
besteht; ' -
3) ein optisches Bleichmittel oder einem (Π ura;·
violettadsorbor;
H) einen Weichmacher, beispielsweise Phthalafcn,
Adipa.tte, Azo lato, Sebacate, organische Phosphate
..:, Phosphite, chlorierte oder sulfonierte Paraff'inwachse
usw., möglicherweise in Kombination mit
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- - 6 - . ^
einem Antioxydations- und Gleitmittel;
einem Antioxydations- und Gleitmittel;
5) einen oder mehrere Farbstoffe und, gemäss der
vorliegenden Erfindung, .
6) ein oder mehrere oberflächenaktive Mittel der
bekannten Art, die-mit den unter Punkt 1) angeführten
thermoplastischen Materialien verträglich sind.
Völlig zufriedenstellende Ergebnisse werden mit transparenten, opalartigen, farblosen oder farbigen
thermoplastischen Materialien in Form von Filmen oder Platten erzielt, die pro 100 Gewichtsteile
. thermoplastisches Material die folgenden Stoffe enthalten:
0,5 - 10 Gewichtsteile eines Wärme- und Lichtstabilisators
j möglicherweise als synergistisches Gemisch mit ο - 3o
Teilen eines anderen geeigneten Stabilisators;
ο - 2 Gowichtstoile eines optischen Blöbh-
mittels oder eines Ultraviolettadsorp"
tionsmittels;
ο -loo Gowichtstoile eines Weichmachergomisches,
möglicherweise in Kombination mit einem Antioxydationsmittel und mit ο - [5
Teilen eines Gleitmittels;
O-5 Gewicht r,te He eine^s Farbstoffe und schließlich,
gomäss der vorliegenden Erfindung,
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o,5 - 5 Gewichtsteile eines oder mehrerer Oberflächenaktiver Mittel, die nit den verwendeten thermoplastischen Materialien
verträglich sind.
Die genäss den Zielen der vorliegenden Erfindung
zu verwendenden oberflächenaktiven Mittel können aus einer grossen Vielzahl von Produkten ausgewählt werden, deren Eigenschaften,dem Fachmann
weitgehend bekannt sind. Diese Verbindungen müssen mit den verwendeten thermoplastischen Material
verträglich sein, und dürfen insbesondere die Eigenschaft der Transparenz des Materials selbst
während der Mischstufe sowie während der anderen Behandlungsstufen bei der Überführung in Filme
oder Platten nicht verändern.
Besonder· vorteilhafte Itogebnisse werden dadurch
erzielt, dass nan mindestens eines der nachfolgend angeführten oberflächenaktiven Mittel verwendet:
a) Polyalkylenglykole, z. B. Polyäthylenglycole,
Polypropylenglycole und die Xthylenoxld-Propylen- ^
oxid-Misehpolymeren nit endständigen Oxygruppen "
(OH-Oruppen);
b) Mono- und Diester von Polyalkylenglycolen mit Mindestens einer aliphatischen Fettsäure, die
Mindestens Io Kohlenstoffatom besttst, s. B.
Laurin-, Palnitin-, Miristinf Stearin-, 01-, Erukasäureester usw.;
e) Monoester von Sorbitan nit wenigstens einer aliphatischen Fettsäure nit mindestens 10 Kohlen-
0098^2/135Θ
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- 8 Stoffatomen;
.d) Die Veresterungsprodukte von- Polyalkylenglycolen
mit den vorstehend angeführten Monoestern von Sorbitan.
Die beiliegende Fig. 2 erläutert die vorliegende
Erfindung.
In dieser Figur wird der Bereich eines vollkommenen halbkugelförmigen Tropfens geseigt,
der einen Kontaktwinkel von 90 besitzt und mit einer plankonvexen Linse verglichen werden
kann.
Ein Teil der Sonnenstrahlen (S), die senkrecht auf die die Grundfläche des Tropfens bildenden
plane Oberfläche einfallen, gelangt infolge der Lichtbrechung an der Grenzfläche zwischen
Flüssigkeit und Atmosphäre unter mehr oder weniger stark ausgeprägten Ablenkungen, die vom Einfallspunkt
anhängen, von aussen in das Innere der
Abdeckung.
An der Grenzfläche werden die Strahlen S ', die die Senkrechte (P) an der Oberfläche des Tropfens
in einem Winkel schneiden, der dem kritischen Winkel "L" entspricht, in Richtung der Tangente
T, die zur Oberfläche im Schnittpunkt verläuft, abgelenkt.
Die verb]eibendon.Strahlen S'', die zwischen den
Strahlen :>' , und dom Rand des Tropfens einfallen,
schneiden die Senkrechte an dor Oberfläche in einem
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Winkel, der grosser ist? als der kritische Winkel,
und daher werden sie einmal oder mehrfach reflektiert, bis sie von der äusseren Oberfläche als
S-'1' Strahlen zurückkommen. .
Dieser Teil der Strahlen S"''muss als verlorengehend
oder vjenigstens als nicht brauchbar zum Aufwärmen d^r geschützten Kulturen angesehen
werden.
Falls jedoch der Tropfen flach ist, wobei der Kontaktwinkel kleiner ist als der kritische
Winkel (siehe z.B. in Fig. 2 den oberhalb, der
Linie H verlaufenden Bereich), gelangen praktisch
loo$ der'senkrecht auf die ebene Grundfläche auftreffenden Strahlen in den durch die Abdeckung
geschützten Raum, ohne dass Reflektionen entstehen. Da ausserdem diese flachen Tropfon
immer eine sehr geringe Dicke haben, absorbieren sie nur eine minimale Energiemenge.
Diese.Phänomene werden besonders durch die Mikrophotographic«
der Figuren 3 und 4 erläutert, die sich auf einen praktischen halbkuge Lförmigori
Tropfen bzw. einen flachen Tropfen beziehen.
Hior muss darauf hinffovrionon werden, dass der
kritische'Winkel'von der Wellenlänge dos einfallenden
Licht,1; abhängt. Vorn Ultraviolettlicht bi3 zum InfrarotIi.clit unterliegt der
kritinche Winkel etwa einer Veränderung von 2,2
(von 46,8 hi» H9 ). Um die Mcsßungen /,u vereinfachen,
wurde ein Durchnchnxttav/ort angenommen, dor gemeinhin
als kritischer Winke] für dio "D" Linie doß
- Io -
gelben Natriumlichtes bei 25°C bekannt ist.
Die guten Ergebnisse, die bei Verwendung der erfindungsgemässen Filme und Platten erzielt
werden, gehen aus den in den nachstehenden Beispielen angeführten Ergebnissen sowie aus den
Photbgraphien der Figuren 5 und 6 hervor, von
denen eine (Fig. 5) ein kleines Gewächshaus zeigt, das mit einem Film (Folie) aus normalem
Polyvinylchlorid hergestellt wurde, während die andere ein ähnliches Gewächshaus zeigt, das mit
einem erfindungsgemässen Polyvinylchloridfilm hergestellt wurde; beide waren sechs Monate
dem Licht und der Atmosphäre ausgesetzt worden. Fig. 5 zeigt grosso Tautropfen, die an den Wänden
des Gewächshauses anhaften und einen grossen Prozentsatz der von aussen kommenden Wärme- und
Lichtonergie absorbieren.
Die nachfolgenden Beispiele dienen der Erläuterung
der Erfindung oh.no sie einzuschränken.
e 1-7
Filme einer Dicke von o,15 mro wurden aus einem
Gemisch·der folgenden Zusammensetzung erhalten:
■- Granularoa Polyvinylchlorid, (Sicron 1S^R) das
nach einem Polymerisationsverfahren in wässriger
Suspomsion hergestellt wird- t00 Gew. Teile.
- Wf1 :ichmneher: ein Gemisch aus Phthalsäuroestern
und epoxidiertom
Sojabohnenöl 52 Qew. Teile
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Stabilisator; Cadmium- und Bariumseife 3 Gew. Teile
Oberflächenaktives Mittel: Gemisch von Estern. . . eines Polyalkohols mit Säuren mit mehr als
Io Kohlenstoffatomen (Laurin-, .Palmitln-,
Miristinsäure .usw..)
In unterschiedlichen Mengen ge-
Einige Proben aus diesen Filmen wurden in eine 1 ecm ·
grosso Zelle gebracht, difV gewöhnlich für die Analyse
von Ultraviolettstrahlen verwendet wird und in die vorher ein. starrer Träger sowie ein Blatt in Wasser
eingeweichtes .Filterpapier, gegeben worden waren, um eine schnelle Sättigung des Raums mit Wasserdampf
zu erzielen. Dann wurde die. Messung des Kontaktwinkels niit den Tautropfen frei verschiedenen
Zeitpunkton gemäss don in der.vorstehenden Beschreibung
angegebenen Verfahren vorgenommen.
Als durchschnittlicher■ Kontaktwinkel wird der ä
Halbwert der beiden Kontaktwinkel, d. h. des
rechten und linken Kontaktwinkels verstanden, die
in den Mikrophotographien zu erkennen sind.
Die Ergebnisse wurden in Tabelle I zusammengestellt-».
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ι Gew.-Teile !Durchschnittlicher Kontaktwinkel(ο)
spiel ι des ober flächen-!"
aktiven Mittels
nach 5 Miii.inach 60 Min.mach 15 Str.
| 2 | 1 | ,'5 |
| χ | 1 | |
| 2 | ,0 | |
| 5 | 3 | |
| 6 | H | ,0 |
| 7 | ||
Beispiele 8 und 9
Cwoi kleine üewächshäuser wurden mit den in den
Beispielen 1.. und 3 beschriebenen Filmen (Folien)
gebaut.
Die beiden Gewächshäuser wurden ^2 Tage bei dop
Ό· Breitengrad und ο Own G über Meeresliöhe der
Atmosphäre ausp;esetzt. Me Tempernturverände">"ungon
wurden in dr-n Tabellen II und III angegeben.
Aus den in d<. r lotsten SOalto dor Tabelle TIl anr.egeberen
Daten kann beobachtet werden, dass die Verwendung von thermo].·)laotischen Materialien in
Form von Filmen und Pl.^ti-cn- gem^ss der vorliegenden
Erfindimg zn bemorkenswerten Verbesserungen
en hinsieht] ich der Temperatur und dos relatii v/Feuchtig
liciti-f.^ad^ :i i:tvrha"lb (!es Gcwächr.liauses selbst
Ο 0 9 8 A 2 / 1 3 5 §
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| -2,85 | ♦0,7 | |||||||
O O
ro
24 Gewächshäuser, von denen jedes eine Fläche von
je 50 m bedeckte, wurden unter Verwendung verschiedener
transparenter Polyvinylchloridfilme (Folien) des nachstehend beschriebenen Typs als Abdeckungsmaterial
errichtet.
4 Gewächshäuser (Gruppe 1) wurden mit einem Film des .
in Beispiel 1 (+) beschriebenen Typs abgedeckt; 4
Gewächshäuser (Gruppe 2) wurden mit einem Film des in Beispiel 3 (+) beschriebnen Typs abgedeckt; 4
Gewächshäuser (Gruppe 3) wurden mit einem violetten . ' "
Film abgedeckt, der aus einem Gemisch aus
granulärem Polyvinylchlorid (Sicron 543) (1) 100 Gew.-Teile
einem Weichmacher (2) 52 Gew.-Teile
einem Stabilisator (3) . 3 Gew.-Teile
einem UV-Absorber (4) 0,2 Gew.-Teile
violettem Farbstoff (5) 0,05 Gew.-Teile
im kombinierten Strangpreß-Blasverfahren hergestellt
wurde. ·
(1) (2) (3) siehe Beispiel 1 ' *
(1O Es wurde eine Verbindung verwendet, die im Handel unter
dem Namen UV 9, bekannt ist
C5) Es wurde ein violetter Farbstoff verwendet, der
im Handel unter dem Namen Vat/Violet 2 (Color Index No. 73385) bekannt ist.
(+) der jedoch 0,26 Gewichtsteile eines im Handel unter dem Namen UV 9 bekannten Ultraviolettabsorbers
(American Gyanamid Co., V.St.A.) enthielt.
.009842/1366
BAD ORIGINAL
4- Gewächshäuser (Gruppe 4) wurden mit einem violetten
Film des vorstehend in Verbindung mit Gruppe 3 beschriebenen Typs abgedeckt, der jedoch 3 Gew..-Teile eines
oberflächenaktiven Mittels des in Beispiel 1 beschriebenen Typs enthielt.
4 Gewächshäuser (Gruppe 5) wurden mit einem gelben Film abgedeckt der durch kombiniertes Strangpreß-Blasverfahren
aus einem Gemisch aus
granulärem Polyvinylchlorid (Sicroη 548) (1) 100 Gew.-Teile
einem Weichmacher (2) 52 Gew.-Teile
einem Stabilisator (3) 3 Gew.-Teile
einem UV-Absorber (4) 0,2 Gew.-Teile
gelbem Farbstoff (5) Gew.-Teile
(1) (2) (3) und (4) siehe Beispiel 1 und vorstehend im Zusammenhang mit Gruppe 1 und 2.
(5) Es wurde ein gelber Farbstoff verwendet, der im Handel unter dem.Namen Pigment Gelb 83 bekannt ist.
Schließlich wurden 4 Gewächshäuser (Gruppe 6) mit einem
gelben Film des vorstehend im Zusammenhang mit Gruppe [5 beschriebenen Typs abgedeckt, der jedoch 3 Gew.-Teile
eines oberflächenaktiven Mittels des in Beispiel 1 beschriebenen Typs enthielt.
Alle 24 auf demselben Grundstück befindlichen Gewächshäuser
wurden in 4 angrenzenden Gruppen angeordnet, wobei jede Gruppe gemäß dem Versuchsschema aus Gewächshäusern
von ungleichen Blöcken bestand.
GQ9842/13SÖ
BAD ORIGINAL
4 Wiederholungen (replications) waren für jede Gruppe ·
vorgesehen.
In jedem Gewächshaus wurden am 11. März 1968 120
Tomatenpflanzen Sorte Supermanmande gepflanzt. Diese Pflanzen wurden bis zum gleichen Entwicklungsgrad
in einem Samenbeet wachsen gelassen.
Der Boden war zuvor in jedem Gewächshaus nach dem
gleichen Verfahren bearbeitet und gedüngt worden. %
In allen 24 Gewächshäusern wurden Pflanzenzüchtungsverfahren
(Beschneiden, Behandlung mit Pestiziden usw) ' und Bodenbearbeitungsverfahren (Unkraut jäten, düngen,
bewässern usw) gleichzeitig und immer nach den gleichen '
Hormen und Kriterien durchgeführt. Während des vegetativen
Stadiums wurde die Höhe der Tomatenpflanzen an vier verschiedenen Daten (29· März, 12. April, 26. April
und 10. Mai 1968) gemessen. Für diese Messungen wurden nur 20 Pflanzen, die von 120 in jedem Gewächshaus gezüchteten
Pflanzen beliebig ausgewählt worden waren, in Betracht gezogen. Bei diesen 20 Pflanzen wurde die Anzahl der ä
Blüten in den ersten 4 Büscheln (oder Blütenständen)
bestimmt. Anschließend wurde zur Berechnung des "setting index" die Zahl der aus diesen Blüten entstehenden
Früchte gleichfalls bestimmt.
Das Ernten der Früchte begann am 31. Mai und dauerte bis zum 17. Juli 1968.
Insgesamt wurden 16 Ernten durchgeführt.
Für jede Ernte wurden das Gewicht und die Zahl der in
jedem Gewächshaus erhaltenen Früchte bestimmt.
00 984 2/1 HO BAD ORIGINAL
-.18 -
Der Frühreife-Index (in Tagen) wurde auf Grund der
Menge der während der verschiedenen Ernten erhaltenen Früchte bestimmt.
Die während der vorstehend beschriebenen Züchtungsteste erhaltenen Daten werden nachstehend zusammengefaßt.
1) Höhe der Pflanzen in Zentimetern gemessen am:
29. März Gruppe 1 10,3
Gruppe 2 13,1
Gruppe 3 13,3
Gruppe 4' ±i\ to
Gruppe 5 13,7
Gruppe 6 15,5
Die Werte wurden auf der Grundlage der Durchschnittswerte für die 20 Pflanzen (für jedes Gewächshaus) bei
den vier Wiederholungen (replications) in jeder Gruppe bestimmt.
2) Durchschnittl. Zahl der Früchte Durchschnitt1
Gesamtgewicht in für jedes Gewächs- Gewicht der
kg für jedes haus Früchte für
jedes Gewächs Gewachshaus
haus in kg
2293 101,9
2346 101,4
238I 111,7
24ol 115,1
2306 106,5
2420 109,7
BAD ORIGINAL
| 12. April 23,5 |
26.April 44,2 |
5. Mai 78,6 |
| 27,3 | 49,1 | 80,5 |
| 27,6 | 48,4 | 80,8 |
| 28,2 | 50,1 | 81,2 |
| 28,0 | 51,2 | 86,1 |
| 29,0 | 52,6 | 86,3 |
| Gruppe | 1 | 233,9 |
| Gruppe | 2 ^ | 237,8 |
| Gruppe | 3 | 265,9 |
| Gruppe | 4 | 276,3 |
| Gruppe | 5 | 254,1 |
| Gruppe | 6 | 265,4 |
Diese Werte wurden auf der Grundlage der Durchschnittswerte
für die 20 Pflanzen (für jedes Gewächshaus) bei
den vier Wiederholungen in jeder Gruppe bestimmt.
3) Ausbeute-Index (in/O
(Setting-Index)
Gruppe 1 51 ·
Gruppe 2 47
Gruppe 3 46
Gruppe 4 119
Gruppe 5 47
Gruppe 6 5o .
Frühreife Index in Tagen
107,8 105,6
103,9 102,1
106,7 104,9
4) Für Gruppe 1 und 2 werden nachstehend zusätzlich
die Werte für die Gesamtmenge der bei jeder Ernte erhaltenen Früchte angegeben:
| Erntetag | Gruppe | 1 | O % | Gruppe | 2 | 0,09^ |
| 31.5.1968 | 0 | kg | 0,Io % | o,23 | kg | 0,55" |
| 4.6.1968 | o,25 | Il | 2,66 % | 1,33 | Il | 7,o3" |
| 9.6.1968 | .6,24 | ti | 6,08 % | 16,73 | It | 12,4o" |
| 12.6.1968 | 14,23 | Il | 11,66 % | 29,49 | ti | 18,73" |
| I6.6.I968 | 27,29 | H | 19,31 % | 44,55 | It | 26,73" |
| 18.6.1968 | 45,18 | Il | 25,88 < | 63,56 | It | 32,88" |
| 20.6'. I968 | 60,56 | Il | 4o,75 % | 78,18 | ti | 45,89" |
| 23.'6.1968 | 95,36 | It | 49,83 % | Io9,13 | It | 54,42" |
| 25,6.1968 | 116,59 | ti | 57,53 % | 129,41 | ti | 60,48" |
| 27.6.1968 | 134,61 | Il | 67,79 % | 143,82 | It | 68,62" |
| 30.6.1968 | 158,62 | It | 73,74 % | 163,6 | ti | 72,o9" |
| 2.7.1968 | 172,54 | ti | 78,39 % | 171,42 | ti | 76,54" |
| 4.7.1968 | 183,43 | It | 84,33 % | 181,99 | Il | 82,36" |
| 7.7.1968 | 197,33 | Il | 91,Io % | 195,83 | It | 89,56" |
| 11.7.19:6*8 | 213,17 | Il | Ιοο,οο % | P12,94 | Il | Ιοο,οο" |
| 17.7.1968 | 233,97 | It | ?37,7ß | It | ||
| 00 984 2/ | 13i | BAD ORIGINAL | ||||
Das gleiche Verhalten wurde bei den anderen Gruppen beobachtet.
Aus den vorstehend aufgeführten Werten ist ersichtlich, daß die erfindungsgemässen Filme tatsächlich zu einer
größeren Gesamt-Ernte führen als die Filme des Standes der Technik, (vergl. vor allem Gruppe 2 gegenüber
Gruppe 1; Gruppe k gegenüber Gruppe 3; Gruppe 6 gegenüber
Gruppe 5).
Darüber hinaus ist aud den unter Punkt 4 aufgeführten
Werten dieses Beispiels ersichtlich, daß die erfindungsgemäßen Filme die Wachstumsgeschwindigkeit
und die.Reifegeschwindigkeit von Tomatenpflanzen erhöhen.
Beim Vergleich der Werte der Gruppe 2 (erfindungsgemäßer Film) mit den Werten der Gruppe 1 (Film gemäß dem Stand
der Technik) ist zu beobachten, daß zumindest bei den ersten 9 Ernten (vom 31· Mai bis 27· Juni) eine merkliche
Verbesserung der Gesamtproduktion erreicht wurde. Diese Tatsache ist besonders wichtig, da in dieser Zeit
die Tomatenpreise am höchsten sind.
Das Beispiel 3 wurde wiederholt, wobei jedoch 1,5 Oew.-
Teile Polyoxyäthylenglycollaurat verwendet wurde. .
Ks .wurde ein Film mit gleichen Eigenschaften erhalten.
Das Beispiel 3 wurde wiederholt, wobei jedoch ein Gemisch
au η 1 nowichtßtr i.l ilorbitanmonolaurat und o,'3 Gowichtstcilon
Polyoxy;H hylenp;lycollaurat verwendet wurde.
wurdo oiiι- I'M "1 πι mit p;le'ichon Eigenschaften
0 09842/135G
Claims (1)
- Patentansprüche .y zeichnat, daß sie pro 100 Gewichtsteile thermoplastisches Material 0,5 bis 5 Gewichtsteile eines oberflächenaktiven Mittels enthalten, so daß transparente oder opalartige Filme oder Platten aus thermoplastischem Material erhalten werden, die als Abdeckung für Gewächshäuser, Tunnel und andere Treibhaus- und Sehutzanlagen für den Gartenbau, die Blumenzucht und den Obstanbau .geeignet sind und die eine solche Oberfläche haben, daß die sich daran infolge der Wasserdampfkondensation bildenden Tautropfen mit der Oberfläche einen Kontaktwinkel bilden, der kleiner als 75° und vorzugsweise kleiner als der kritische Winkel "L" ist, wobei der kritische Winkel "L" durch die Beziehungsin L = n^/n^in der n„ und ηΛ jeweils die Brechungsindices25
. (n~ ) von Luft und Wasser bedeuten, definiert wird.Filme und Platten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie pro 100 Gewichtsteile thermoplastisches Material 0,5 bis 5 Gewichtateile a) Polyalkylenglykole, wie Polyäthylenglycole, PoIypropylenglyeole und Kthylenoxid-Propylenoxid-Misch-' polymere mit endständigen Hydroxygruppen, b) Mono- und Diester von Polyalkylengylcolen mit mindeatenn einer aliphatischen Fett3äuro- mit mindoatens Io Kohlonstoffatomen, .wie Laurin-, Palmitin-,0D90A2/135Ö BADORiGINAL20170Ü2Myrist.in-, Stearin-y öl-, Erukasäureester,c) Monoester von Sorbitan mit wenigstens einer aliphatischen Fettsäure mit mindestens Io Kohlen-'stoffatomen oderd) Veresterungsprodukte von Polyalkylenglykolen mit den vorstehend angeführten Monoestern von Sorbitanals oberflächenaktives Mittel enthalten.3. Verwendung der transparenten Filme und Platten nach Anspruch 1-2 als Abdeckung für Gewächshäuser, Tunnel und andere Treibhaus- und Schutzanlagen für Gartenbau, Blumenzucht und Obstanbau.FürMontecatini Edison S.p.A. Mailand/Italieni-(Dr. K.J. Wolff)O O 9 O A 2 / 1 3 5 ALeersei te
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