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Verfahren zum Herstellen von Schwimmbecken Gegenstand der Erfindung
ist ein Verfahren zum Herstellen von Schwimmbecken, insbesondere von Schwimmbecken
aus glasfaserverstärkten Kunststoffen. Schwimmbecken haben in der Regel eine rechteckige
Form bei einer Standardgröße von 8 x 4 Metern. Beim Bau derartiger Schwimmbecken
werden die Böden aus mehreren Elementen zusammengesetzt. Diese Elemente ergeben
sich durch schachbrettartige Unterteilung der Böden mit Basislängen von 1 bis 2
m.
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Die Elemente werden vorfabriziert und an Ort und Stelle meist mechanisch,
z. B. durch Verschrauben von an den Rändern der Elemente vorgesehenen Flanschen
unter Zwischenlage von Dichtungen, zusammengefügt, Das Verfahren hat zwei schwerwiegende
Nachteile: 1. Die Gesamtlänge der Trennfugen ist verhältnismäßig groß.
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2. Die Trennfuge sind sämtlich durchgehend, d. h., sie laufen in
der Breite von einer Seite zur andern und in der Länge von einem Ende zum andern
Eine große Gesamtlänge der trennfuge bedingt große Mengen an Dichtungsmaterial und
eine große Zahl von Schrauben; sie wirkt sich in doppeltem Maße auf die Länge der
insgesamt anzubringendenfiFlansche und die Zahl der zu bohrenden Löcher aus. Durch
gehende Trennfugen aber begtlnstigen.das Durchknicken der ?läehen beim Zusammensehrauben
und erschweren dadurch die Montage.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die den Boden bildenden
Elemente so zu gestalten und so anzuordnen, daß weniger durchgehende Trennfugen
auftreten und daß darüber hinaus die Gesamtlänge der trennfuge im Becken reduziert
wird.
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Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird der Boden eines rechteckigen
Schwimmbeckens ebenfalls in an sich bekannter Weise aus rechteckigen Platten zusammengefügt,
wobei eine Gruppe von den Innenteil bildenden Platten von einem Rahmen aus weiteren
im Grundriß rechteckigen Elementen eingefaßt wird. Das kennzeichnende Merkmal der
Erfindung besteht jedoch darin, daß zur Bildung der Ecken des Rahmens längliche
Rechteck-Elemente so angeordnet werden, daß sie als Teil eines Rahmenstückes um
die Breite des anschließenden, senkrecht dazu liegenden Rahmenstückes über den Innenteil
vorragen und die Ecke umgreifen.
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Dieser Aufbau der Beckenfläche ermöglicht es, bereits beim Boden eines
Schwimmbeckens von 8 x 4 m (Standard-Größe) mindestens vier Meter Trennfugenlänge
einzusparen und durchlaufende Trennfugen an mindestens zwei Stellen zu unterbrechen.
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Das Herstellungsverfahren kann noch verbessert werden, wenn, nach
einem weiteren Gedanken der Erfindung, die die Ecken bildenden Elemente eine solche
Form erhalten, daß die Länge eines solchen Elements zusammen mit seiner Breite die
Gesamtbreite der Bodenfläche ergibt und wenn die den Rahmen bildenden Elemente so
angeordnet werden, daß an zwei einander gegenüber liegenden Ecken der Bodenfläche,
in Umfangsrichtung des Rahmens gesehen, zwei Eck-Elemente aufeinander folgen.
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Bei dieser Formgebung der Eckplatten und Anordnung der Rahmenplatten
gibt es in der ganzen Bodenfläche keine durchgehenden Trennfugen mehr. Ein Durchknicken
der Fläche beim Zusammenfügen der Einzelelemente während der Montage ist praktisch
ausgeschlossen. Die Montage des Bodens wird dadurch erleichtert und die Montagezeit
verküzzt.
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Die Gesamtlänge der Trennfugen hat sich weiter vermindert.
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An sich wäre es möglich, den Rahmen an verschisdenen eiten verschieden
breit zu machen. Die Herstellang der Einzelelemente und der Aufbau
des
Rahmens werden jedoch wesentlich vereinfacht, wenn alle zur Bildung des Rahmens
benutzten Elemente die gleiche Breite erhalten. und wenn ihre Länge jeweils ein
ganzes Vielfaches ihrer Breite beträgt.
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Für ein Standard-Becken haben sich folgende Abmessungen der Einzel-Elemente
als besonders günstig erwiesen: 4 Elemente je 1 Rahmenbreite breit und 2 Rahmenbreiten
lang, 4 Elemente je 1 Rahmenbreite breit und 3 Rahmenbreiten lang, 2 Elemente je
2 Rahmenbreiten breit und 3 Rahmenbreiten lang.
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Diese Abmessungen ergeben die günstigsten Herstellungszeiten bei der
Vorfabrikation und die kürzesten Montagezeiten sowie sehr günstige Verlade- und
Transportmöglichkeiten.
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Die neuartige Zusammensetzung des Beckens führt nach einem weiteren
Gedanken der Erfindung zu einer neuartigen Gestaltung der Seitenwände. Auch die
Seitenwände werden aus einzelnen Elementen zusammengesetzt, wobei jedes Element
an der dem Becken zugewandten Seite aus einem horizontalen Teil in einer Wölbung
allmählich in einen schräg oder lotrecht nach oben führenden Teil übergeht und mit
dem Rand des waagrechten Teils an den Mittelteil des Bodens angeschlossen wird.
An den Ecken wird diese Wölbung durch Drehung der Erzeugenden um 900 aus einer Richtung
stetig in eine senkrecht dazu verlaufende Richtung übergeführt.
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Die Abmessungen der die Seitenwände bildenden Elemente werden zweckmäßig
so gewählt, daß die geraden Stücke sämtlich gleich lang, nämlich in einer Länge
gleich der doppelten Breite - in Draufsicht gesehen - die Eckstücke in einer Länge
gleich der dreifachen Breite ausgeführt werden. Dadurch ergibt sich eine wesentliche
Vereinfachung bei der Vorfabrikation der Elemente und eine Verbesserung der Transportmöglichkeiten.
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Die Wölbung kann in beliebigen Kurven ausgeführt werden, wenn nur
ein allmählicher bergang aus der Horizontalen in die Schräge bzw.
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die Vertikale gesichert ist. In Bezug auf den Erddruck ist die Ausführung
der
Elemente mit einem Querschnitt in Form einer kubischen Parabel besonders günstig.
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Die Verbindung der Einzel-Elemente kann sowohl beim Boden, als auch
bei den Seitenwänden auf verschiedene Art erfolgen. Die Elemente konnten beispielsweise,
wenn sie aus Kunststoff bestehen, an den Rändern zusammengeschweißt werden. Auch
eine Verbindung durch Uberlaminieren der Trennfugen ist denkbar. Die Montage gestaltet
sich besonders einfach, wenn alle Bauelemente an den an benachbarte Elemente angrenzenden
Rändern nach außen abgebogene Flansche erhalten, an welchen sie unter Zwischenlage
von Dichtungen mit einander verschraubt oder auf andere Weise fest verbunden werden.
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In den Abbildungen sind die bisher übliche Bauart und die drfindungsgemäße
Bauart einander gegenüber gestellt. Im einzelnen zeigen: Fig. 1 die bisher übliche
Anordnung der Bauteile in Draufsicht; Fig. 2 die erfindungsgemäße Anordnung der
Bauteile in Draufsicht; Fig. 3 einen Querschnitt durch ein Schwimmbecken nach Pig.
2; Fig. 4 einen Bauteil der Umrandung perspektivisch und Fig. 5 die Verbindung einer
Bodenplatte mit einem Randelement im Schnitt in vergrößertem Maßstab.
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Die Anordnung gemäß Fig. 1 enthält drei quadratische Bodenplatten
21, 22, 23, die an den Trennfugen 25 und 26 miteinander verbunden sind. Um die Bodenplatten
ist ein Rand gelegt, der aus acht rechteckigen Wandelementen 1 bis 8 und vier quadratischen
Eckelementen 12, 13, 15, 16 zusammengesetzt ist. Die Länge der rechteckigen Wandelemente
entspricht jeweils einer Seitenlänge der mittleren Bodenplatten. Die Anordnung weist
zwei durchgehende Längstrennfugen und vier ebenfalls durchgehende Quertrennfugen
auf.
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Bei der erfindungsgemäßen Ausführung nach Fig. 2 sind die Bodenplatten
bei gleichbleibender Breite um die Hälfte verlängert. Dadurch entfällt eine Trennfuge
zwischen den Bodenplatten. Die Wandelemente 2 und 3 sowie 5 und 6 haben ihre ursprüngliche
Größe beibehalten und sind an denselben Stellen angeordnet wie bei Fig. 1.
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Die Wandelemente 1 und 12 sind jedoch bei Fig. 2 zu einem Element
11 zusammengefaßt, das nunmehr um die Länge des früheren Elements 12 über die Bodenplatte
21 hinausragt. In gleicher Weise sind die früheren Wandelemente 8 und 15 zu einem
neuen Element 18, die früheren Wandelemente 4 und 16 zu einem neuen Element 14 und
die früheren Wandelemente 7 und 13 zu einem neuen Element 17 zusammengefaßt.
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In allen Fällen ist das neue Wandelement auf 2/3 seiner Länge mit
einer Bodenplatte verbunden, während 1/3 für den Anschluß des im Uhrzeigersinn folgenden
Wandelements zur Verfügung steht. Durch diese Anordnung gewinnt die ganze Beckenkonstruktion
erheblich an Festigkeit. Dazu kommt, daß keine Trennfuge mehr voll durchläuft.
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Die den Rand bildenden Wandtiemente sind, wie insbesondere aus Fig.3
ersichtlich, nach außen gewälbt, und zwar so, daß ihr Querschnitt aus der waagrechten
allmählich in eine lotrechte oder annähernd lotrechte Richtung übergeht. Die Wölbung
verläuft bei den Teilen 2, 3 und 5, 6 nur in einer Schnittebene. Bei den Eckelementen
11, 18, 14 und 17 geht sie an einem Ende Jeweils aus einer Schnittebene in eine
senkrecht dazu stehende Schnittebene über.
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Zur Verbindung mit den Bodenplatten erhalten die Wandälimente innen
einen Flansch 20 (Fig. 4). Zwei weitere Flansche an den Enden, von denen nur einer,
19, in Fig. 4, sichtbar ist, dienen zum Verbinden mit den benachbarten Wandelementen.
Die Schraubenlöcher sind mit 30 bzw. 29 bezeichnet.
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In Fig. 5 ist eine solche Flanschverbindung in-vergrößertem Maßstab
dargestellt. Es handelt sich dabei um die Verbindung der Bodenplatte 21 mit dem
Wandelement 6.-Beide Teile sind mit lotrecht nach unten sich erstreckenden Flanschen
40 bzw. 20 versehen und unter Zwischenlage einer Dichtung 33 mit Hilfe von Schrauben
32 miteinander verschraubt. Diese Art der Verbindung ist mit verhältnismäßig einfachen
Mitteln herzustellen, bleibt auf lange Zeit dicht und erleichtert den Zusammenbau.
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- Schutzansprüche -