DE2017115C3 - Kolben-Brennkraftmaschine mit einer Vorrichtung zum Verändern des Volumens des Verbrennungsraums - Google Patents
Kolben-Brennkraftmaschine mit einer Vorrichtung zum Verändern des Volumens des VerbrennungsraumsInfo
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Description
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, da- ao großen Schiffsmotoren muß eine Einstellung auf
durch gekennzeichnet, daß eine vom höchsten mindestens zwei verschiedene Ausgangsleistungen
Druck im Verbrennungsraum abhängige Vorrich- möglich sein; im allgemeinen verlangt man eine stu-Aufladevorrichtung
(13) dem Verbrennungsraum fenlose Verstellbarkeil der Ausgangsleistung. Hierzu zugeführten Druck durch Drosseln vorgesehen geht man im allgemeinen so vor, daß man die dem
'st· as Zylinder beim Einlaßhub zugeführte Luft- und
3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 Kraftstoffmenge drosselt. Wenn also eine geringe
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Leistung benötigt wird, führt man dem Zylinder we-Kraftübertragung
(37) zum Übertragen der Lei- niger Luft und weniger Kraftstoff zu. Dies hat den
stung von der Brennkraftmaschine (35) vorgese- Nachieil, daß der maximale Verbrennungsdruck und
hen ist, wenn letztere mit einem kleinen Verbren- 30 das Entspannungwerhältnis in weiten Grenzen
nungsraumvolunien arbeitet, und daß mindestens schwanken. Bei einem bestimmten Motor gibt aber
eine zusätzliche Kraftübertragung (39, 40) für die jeweils ein bestimmtes Entspannungsverhältnis den
Übertragung von Leistung der mit vergrößertem höchsten Wirkungsgrad; falls daher das Entspan-Verbrennungsraumvolumen
111..I mit Aufladung nung:<verhältnis schwankt, arbeitet ein solcher Motor
arbeitenden Brennkraftmaschine (35) vorgesehen 35 mindestens während eines Teils seiner Betriebszeil:
lst· mit einem Wirkungsgrad, welcher kleiner ist als der
4. Brennkraftmaschine nach Anspruch 3, da- an sich mögliche. — Ein anderes Verfahren, die
durch gekennzeichnet, daß beim Betrieb mit ver- Ausgangsleistung einer Brennkraftmaschine zu ängrößertem
Verbrennungsraumvolumen die erste dem, besteht darin, die eingespritzte Kraftstoffmenge
Kraftübertragung (37) und die mindestens eine 40 zu ändern. Hierbei wird aber das Kraftstoff-Luftzusätzliche
Kraftübertragung (39, 40) gemeinsam Verhältnis nicht konstant gehalten, wodurch sich
wirksam sind. ebenfalls der Wirkungsgrad verringert.
5. Brennkraftmaschine nach mindestens einem Es ist bekannt (deutsche Auslegeschrift 1 116 942
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- und deutsche Patentschrift 536 930), das Verdichzeichnet,
daß die Aufladevorrichtung (13) minde- 45 tungsverhältnis eines Motors abhängig vom Verdichstens
einen Arbeitszylinder und einen Kompres- tungsdruck in seinem Zylinder zu verändern, um den
sor oder einen von einer Gasturbine angetriebe- maximalen Verbrennungsdruck konstant zu halten,
nen Kompressor aufweist. Hierbei wird die Größe des Verbrennungsraums
6. Brennkraftmaschine nach mindestens einem ständig automatisch in Abhängigkeit von den sich
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- 50 ändernden Verbrennungsdrücken in diesem Raum
zeichnet, daß Turbulenzkammern und/oder Kam- geregelt. Dies hat den Vorteil, daß man den maximamern
zur Verbesserung der Verbrennung des len Verbrennungsdruck und das Ausdehnungsvereiner
Vorrichtung (6) zum Zuführen von Kraft- hältnis im wesentlichen konstant hält. Der Umstand,
stoff zum Zylinder zugeführten Kraftstoffes vor- daß der maximale Verbrennungsdruck konstant gegesehen
sind. 55 halten wird, bedeutet, daß die Abmessungen der
7. Brennkraftmaschine nach mindestens einem Verbindungsteile und Übertragungselemente des Moder
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- tors so klein wie möglich gehalten werden. Diese
zeichnet, daß eine Sicherheitsvorrichtung vorge- Teile, also z.B. die Kurbelwelle oder die Schrauben,·
sehen ist, welche anspricht, wenn der Druck im mit denen das Schwungrad an der Kurbelwelle befe-Verbrennungsraum
einen bestimmten Wert über- 60 stigt ist, werden gewöhnlich nach dem höchsten Verschreitet,
brennungsdruck dimensioniert, und da dieser fest-
8. Brennkraftmaschine nach Anspruch 7, da- liegt, braucht man keine höheren Drücke zu berückdurch
gekennzeichnet, daß eine Betätigung der sichtigen, wie sie bei »normalen« Motoren möglich
Sicherheitsvorrichtung den Druck der von der sind.
Aufladevorrichtung (13) gelieferten Luft beein- 65 Bei den erwähnten bekannten Motoren wird aber
flußt. die Leistungsabgabe in der üblichen Weise dadurch
geändert, daß man die zugeführte Kraftstoffmenge ändert. Dies hat den Nachteil, daß das Verdichtunes-
verhältnis in weiten Grenzen änderbar sein muß, wo- so vor, daß eine erste Kraftübertragung zum Übertraliurch
sich komplizierte und teure Konstruktionen er- gen der Leistung von der Brennkraftmaschine vorgegeben
und wobei zur Verstellung zusätzliche Lei- sehen ist, wenn letztere mit einem kleinen Verbrennung
benötigt wird, die insgesamt den Wirkungsgrad nungsraumvolumen arbeitet, und daß mindestens
herabsetzt. — Beim Motor nach der deutschen Aus- s eine zusätzliche Kraftübertragung für die übertralegeschrift
I 116 942 ist ferner ein Abgasturbolader gung von Leistung der mit vergrößertem Verbrenzum
Aufladen der dem Verbrennungsraum zugeführ- nungsraumvolumen und mit Aufladung arbeitenden
ten Luft vorgesehen, wobei das Verdiclnungsverhält- Brennkraftmaschine vorgesehen ist, wobei beim Bepis
abhängig von dem vom Turbolader entwickelten trieb mit vergrößertem Verbrennungsraumvolumen
Druck verändert wird. Jo die erste Kraftübertragung und die mindestens eine
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Brenn- zusätzliche Kraftübertragung gemeinsam wirksam
kraftmaschine zu schaffen, bei der zu jedem beliebi- sind. Auf diese Weise kann man die erzeugte zusätzgen
Zeitpunkt die Ausgangsleistung ohne Änderung liehe Leistung z. B. dazu verwenden, zusätzliche
des maximalen Verbrennungsdrucks oder der Dreh- Schiffsschrauben anzutreiben, um das Schiff mit hözah!
geändert werden kann, wobei das Ausdehnungs- 15 herer Geschwindigkeit zu bewegen oder ihm eine
verhältnis auf dem Wert für einen guten Wirkungs- größere Manövrierfähigkeit zu verleihen, ohne die
erad gehalten wird. Drehzahl seines Antriebsmotors zu erhöhen.
" Erfiniiungsgemäß wird dies bei einer eingangs ge- Den Gegenstand der Erfindung weifer ausbildende
nannten Brennkraftmaschine dadurch erreicht, daß Einzelheiten und vorteilhafte M Eiterbildungen der
die Vorrichtung zum Verändern des Volumens des ao Erfindung ergeben sich au-, den im folgenden be-Verbrennungsraums
willkürlich betätigbar ist und schriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausgleichen
ig dazu dient, den von der Aufladevorrich- führungsbeispielen. Es zeigt
lung dein Verbrennungsraum zugeführten Druck zu Fig. 1 in schematischer Form eine in erfindungs-
regeln und die dem Verbrennungsraum zugeführte gemäßer Weise abgewandelte Brennkraftmaschine,
Kraftsto! (menge zu verstellen. »5 " F i g. 2 die Erzeugung verschiedener Verdichtungs-
Aul diese Weise wird dem Verbrennungsraum Verhältnisse bei einer nach dem Dieselzyklus arbeiständii;
das richtige Kraftstoff-Luft-Gemisch züge- tenden Brennkraftmaschine,
führt, r.nd die Brennkraftmaschine wird ständig mit Fig.3 eine Vorrichtung zum Erzeugen eines va-
einem günstigen Wirkungsgrad betrieben. Da ferner riablen Hubs bei einer Kraftstoffeinspritzpumpe,
das Verdichtungsverhältnis nur geändert wird, wenn 30 F i g. 4 einen Schnitt durch eine erfindungsgemalJ
die Leistungsabgabe geändert werden soll, ergeben abgewandelte Brennkraftmaschine der doppeltwirsich
keine Leistungsverluste durch zwischenzeitliche kenden Art,
Änderungen. Fig.5 eine grafische Darstellung der verschiede-
Nach einer ersten, einfachen Ausführungsform der nen Drücke und Volumina in dem Zylinder einer abErfindung
ist das Verdichtungsverhältnis nur auf 35 gewandelten und einer nicht abgewandelten Biennzwei
Werte einstellbar, und die Vorrichtung zum kraftmaschine und
Verände-n des Volumens des Verbrennungsraums ist Fig.6 eine Draufsicht auf ein Schiff mit einer
so ausgebildet, daß sie bei dem niedrigen Wert des Kraftübertragungsanlage, die für einen erfmdungsge-Verdiciitungsverhältnisses
die Aufladevorrichtung mäßen Motor geeignet ist.
und eine zusätzliche Kraftstoffzufuhr in Wirkung -,ο F i g. 1 zeigt eine Brennkraftmaschine 1, die einen
bringt und daß sie bei dem hohen Wert des Verdich- Zylinder 2 aufweist, welcher wesentlich langer ist als
tungsverhältnisses die Aufladevorrichtung und die üblich, um mittels einer Einstellvorrichtung 5 die
zusätzliche Kraftstoff zufuhr abschaltet, worauf der Einstellung eines verschiebbaren Zylinderkopf zu
Motor z. B. im normalen Dieselzyklus läuft. Ein sol- ermöglichen, welcher so angeordnet ist. daß sich ein
eher Motor ist besonders vorteilhaft für Schiffe; der 45 gewünschtes Verbrennungsraumvolumen ergiw,
normale Dieselzyklus wird dann für Normalfahrt bei wenn sich ein Kolben 4 in meiner oberen TotpunKtrelativ
niedriger Geschwindigkeit verwendet, und der lage befindet, und ein gewünschter Grad von Autla-Betrieb
des Motors mit niedrigem Verdichtungsver- dung erforderlich ist.
hältnis wird für wesentlich höhere Geschwindigkeiten F1 g. 2 zeigt schematisch einen zylinder, bei den:
oder bessere Manövrierfähigkeit des Schiffes ausge- 50 der verschiebbare Zylinderkopf von links nach recnts
nutzt. Während sich im erstgenannten Fall die be- nacheinander verschiedene Stellungen einnimmt »n
kannt niedrige Abgasemission eines Dieselmotors ei- der Grundstellung, d.h. der normalen Arbeitsstelgibt,
steigt im letzteren Fall der Abgasausstoß an. lung, ist die Höhe des Zylinderkopfs hQ (vgl. 1· ig. V,
Bei einer zweiten, komplexeren Alternative der und diese Höhe kann vergrößert werden auf h, h,h
Erfindung ist das Verdichtungsverhältnis in einem 55 oder A'", wobei gleichzeitig das Ve/dichtungsverhaltgrößeren
Bereich entweder in Stufen oder stufenlos nis entsprechend abnimmt und bei gleichbleibender
veränderbar. Hier ist eine zusätzliche Vorrichtung Kraftstoff· und Luftzufuhr auch die leistungsabgabe
zum Drosseln des von der Aufladevorrichtung dem entsprechend abnimmt. Wird jedoch Luft mit einem
Verbrennungsraum zugeführten Druckes vorgesehen, Druck von vier Atmosphären in den Zylinder mit
und zwar erfolgt diese Drosselung abhängig vom 60 einer Kopfhöhe W eingebracht und gleichzeitigauch
VerbrennungsdrSck im Verbrennungsraum, um eine die Kraftstoffmenge entsprechend erhöht, so· nimmt
genauere Steuerung des Drucks der Aufladevorrich- auch die Leistung zu. Diese ΖΜ»«^«»
fung zu erzie'en und um die Notwendigkeit zu ver- einem Vergleich ;der in Fig.5 schraffiert>
darg»teil meiden, den Druck der Aufladevorrichtung bei jeder ten Fläche M-M'-9-M mit &* ¥to**N-M -WV ,
kleinen Änderung des Verdichtungsverhältnisses 65 welch letztere in F ig. 5 unschraffiert und mite'nem
nachstellen zu müssen durchgehenden Rand dargestellt ist, wobei diese t la
mCä>£X besonders für größere Schiffe chen L normalen Maschine bzw. der aufgeladenen
geeißneten Ausftforungsform geht man mit Vorteil Maschine entsprechen. In den in Fig.2 von hdks
5 6
nach rechts dargestellten Fällen 00, 02, 04, 06 und malen Dieselzyklus arbeitet, und eine obere Stellung,
08 ergeben sich, ebenfalls von links nach rechts. Vei- in der der Kompressionszylinder 15 die maximak:
dichtungen von 16, 4, 2,6, 2,0 bzw. 1,6, und wenn Aufladung abgeben kann. Befindet sich der ver·
dabei die zugeführte Luft Drücke von 1,2,4,6 bzw. schiebbare Zylinderkopf 3 in seiner unteren Stellung,
8 kg/cm2 aufweist, so erhält man abgegebene Lei- 5 so ist die Aufladevorrichtung 13 außer Betrieb, und
stungen von 1, 2,13, 2,95, 3,70 bzw. 4,42. Dabei der Motor liefert seine Grundleistung bei günstigstem
nimmt naturgemäß der Kraftstoffverbrauch stark zu. Kraftstoffverbrauch. Arbeitet der Motor z.B. in
Fig. 1 zeigt eine Aufladevorrichtung 13 zum einem Schiff, und die Geschwindigkeit soll erhöht
Komprimieren von Luft. Die Vorrichtung 13 weist werden, weshalb eine wesentlich größere Leistung ereinen
Rekuperierzylinder 14 auf, der als Arbeitszy- io forderlich ist, dann wird der verschiebbare Zylinderlinder
wirkt, da er vom Druck und der Wärme der kopf 3 in seine obere Stellung gebracht. Dies bewirkt
Auspuffgase angetrieben wird, die aus einem Aus- eine Winkelverstellung der Lage der Anzeigenadel
laß 9 der Maschine 1 austreten, und ferner einen 22, wodurch die zweite Kraftstoffpumpe 7, die Auf-Kompressionszylinder
IS, der als Luftpresser für ladevorrichtung 13, der Vorglüh- oder Turbulenz-Verbrennungsluft
dient und gleichzeitig eine gewisse 15 raum 12 und die anderen Komponenten betätigt wer-Menge
Spülluft liefert; die Luft wird über einen Ein- den, welche zum Ermöglichen der Verbrennung bei
laß 16 von der Atmosphäre in den Zylinder 15 ange- niedrigen Verdichtungsverhältnisses benötigt werden,
saugt. Die Druckluft wird über eine Leitung 17, ein Befindet sich der verschiebbare Zylinderkopf 3 in
Ausgleichsgefäß 18 und ein flexibles Rohr 19 dem einer seiner beiden Endlagen, so kann er mittels
verschiebbaren Zylinderkopf 3 zugeführt und tritt in 30 einer Verriegelungsmutter 32 oder einer sonstigen geder
üblichen Weise über ein Einlaßventile in den eigneten Vorrichtung in seiner Lage verriegelt werden.
Zylinder 2 ein. Bei einer komplexeren Alternative der Erfindung
Die bereits unter dem Aufladedruck stehende Luft sind eine automatische Regelvorrichtung 10' und ein
wird durch die Aufwärtsbewegung des Kolbens4 in Drosselventil IV vorgesehen, um die Leistung der
der üblichen Weise weiter verdichtet. Mittels zweier as Aufladevorrichtung 13 zu steuern, so daß der maxi-Kraftstoffeinspritzpumpen6
und7 (Fig. 1) wird male Verbrennungsdruck gleichbleibt wie in dem Kraftstoff in den Zylinder 2 eingebracht. Die Fall, wenn sich der verschiebbare Zylinderkopf 3 in
Pumpe 6 ist in Betrieb, wenn der Motor normal läiuft, seiner tiefsten Stellung befindet. Die Regelvorrich-
und die Pumpe7 sowie ihre zusätzliche, in Fig. 3 lung 10' und das Drosselventil 3 Γ sind hier nur schedargestellte
Regelvorrichtung arbeiten dann, wenn 30 matisch angedeutet.
der Motor infolge Vergrößerung des Volumens der Bei einem in F i g. 6 dargestellten Schiff 33 wird
Brennkammer zusätzlichen Kraftstoff benötigt. die Leistung von dem Motor 35 über eine erste
Der verschiebbar». Zylinderkopf 3 wird mittels Kraftübertragung mittels eines normalen Propellers
eines Steuerrads 23 eingestellt, das auch eine Anzei- 37 übertragen. Die zusätzliche Leistung wird über
genadel 22 betätigt, und entsprechend der Stellung 35 eine zweite, zusätzliche Kraftübertragung übertragen,
dieser Nadel 22 wird eine Regelstange 26 (F i g. 3) nämlich mittels eines elektrischen Generators 38, deir
automatisch vertikal verschoben, so daß bei konstan- direkt mit dem Schwungrad der Maschine gekoppelt
tem Hub eines von einem Nocken 27 betätigten He- ist und der dazu dient, Elektromotoren 39 und 40 zu
bels 28 die auf den Kolben der Kraftstoffpumpe 7, versorgen, welche die Propeller 41 und 42 antreiben.
29 übertragene Bewegung sich entsprechend der 40 Die Aufladevorrichtung ist mit 43 bezeichnet und
Höhe ändert, auf die die Regelstange 26 eingestellt entspricht der in F i g. 1 dargestellten und dort beworden
ist. Die Bewegung der Anzeigenadel 22 schriebenen Aufladevorrichtung 13.
(Fig. 1) dient auch zur Betätigung oder Abschaltung Die erfindungsgemäßen Verbesserungen an Brenn-
(Fig. 1) dient auch zur Betätigung oder Abschaltung Die erfindungsgemäßen Verbesserungen an Brenn-
der Aufladevorrichtung 13 oder zur Steuerung des kraftmaschinen können nicht nur bei einfach wirken von
dieser entwickelten Drucks. 45 den Motoren verwendet werden, sondern auch bei
Die Auspuffgase werden dem Rekuperierzylinder anderen Motorenarten, z. B. bei doppeltwirkenden
14 zugeleitet, um den Kolben im Kompressionszylin- Motoren, d.h. solchen Motoren, wo Verbreriungen
der 15 der Aufladevorrichtung 13 zu betätigen. Die auf beiden Seiten des bzw. jeden Kolbens stattfinden.
Kurbelwelle der Vorrichtung 13 ist mit der Kurbel- F i g. 4 zeigt einen doppeltwirkenden Motor 44
welle des Motors 1 verbunden, um eine richtige Syn- 50 mit einem Zylinder 45 und einem Kolben 46. Für
chronisierung von Motor und Aufladevorrichtung zu gleiche oder gleichwirkende Teile wie in Fig. 1 wererreichen.
Die Auspuffgase im Rekuperierzylinder 14 den hier dieselben Bezugszeichen verwendet, und
werden dann in einen Rekuperierraum 21 geleitet, diese Teile werden nicht nochmals beschrieben, und
ehe sie über eine Auslaßöffnung 20 in die Atmo- zwar handelt es sich hier um die Teile mit den Besphäre
abgeführt werden. Ein Kraftstoffvorwärmer 55 zugszeichen 3,5,6, 7,8,9, 10', 12,19, 22,23 und 32,
25 kann vorgesehen werden, und die durch das die sich auf den oberen verschiebbaren Zylinder-Rohr
9 strömenden Auspuffgase können über einen kopf 3 beziehen. In analoger Weise beziehen sich die
zusätzlichen Luft/Kraftstoff-Injektor 24 angereichert entsprechenden Teile 3', 5', 6', 7',8'^, 10", 12', 19',
werden, um richtige Arbeitstemperaturen aufrechtzu- 23' und 32' auf einen unteren verschiebbaren Zyerhalten,
ehe die Gase in den Rekuperierzylinder 14 5o linderkopf 3. Für letzteren wird keine zweite Anzeieintreten.
gevorrichtung 22 benötigt, da die Teile 23 und 23"
Die verdichtete Luft im Ausgleichsgefäß 18 wird (F i g. 4) miteinander durch ein Getriebe verbunden
vor ihrem Eindringen in den Zylinder 2 gekühlt, und sind.
zwar durch Wasser, welches über Rohre 30 und 31 Die Arbeitsweise des in Fig.4 dargestellten Mo-
in das Gefäß 18 bzw. aus diesem herausströmt. 65 tors ist somit ähnlich der in Verbindung mit Fi g. 1
Im einfachsten Fall kann der verschiebbare Zy- beschriebenen Arbeitsweise, mit der einzigen Auslinderkopf
3 nur zwei Stellungen einnehmen, nämlich nähme, daß, sobald die Verriegelungsmuttern 32 und
eine untere Stellung, in der der Motor streng im nor- 32' gelöst werden, dieselbe Steuervorrichtung das
♦ ι
Steuerrad 23' betätigt, welches den unteren verschiebbaren
Zylinderkopf 3' betätigt.
Besitzt ein erfindungsgemäß verbesserter Motor eine manuelle Steuereinrichtung zum Einstellen des
verschiebbaren Zylinderkopfs3 (Fig. 1), wobei die automatische Zusammenarbeit, wie oben erläutert,
andere Elemente betrifft, und um solch einen Motor bei einem Fahrzeug, z. B. einem Lastkraftwagen anzuwenden,
wird ersichtlich das übliche Getriebe nicht benötigt, insbesondere dann, wenn die Aufladevor- to
riclitung urH die sonstigen Geräte in geeigneter Weise ausgelegt sind.
Die Erfindung kann auch bei anderen Motorenarten Anwendung finden, z. B. Zwei- oder Viertaktmotoren
von weniger kompliziertem Aufbau als dem bereits im Zusammenhang mit F ig. 4 erliiuterten.
Was die Luft anbetrifft, die über das Einlaßventil 8 (Fig. 1) in den Zylinder eingebracht wird, können
auch sehr niedrige Verdichtungsverhältnisse verwendet werden, möglicherweise mit einer anderen
Kraftstoffart, z. B. Gas oder Dampf, wie das bei anderen bekannten Maschinen gemacht wird. Es wird
hier Bezug genommen auf die zu Fig.5 in dieser Hinsicht bereits gegebenen Erläuterungen; die entsprechende
Kurve, die die Drücke und Volumina für Arbeit bei jedem ZUndhub zeigt wäre eine Fläche wie
z. B. M-N"-9-N", wobei sich die die hohen Drücke
darstellende Linie M-N' bei zunehmendem Aufladedruck weit mehr nach rechts erstrecken würde. Dies
macht es um so mehr notwendig, bei den Auspuffgasen vorgeschriebene Drücke aufrechtzuerhalten, z. B.
von derselben Größe wie die Aufladedrücke.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Kolben-Brennkraftmaschinc mit einer Vor- 5 mittels welcher dem Verbrennungsraum mindestens
richtung zum Verändern des Volumens des Ver- Luft zuführbar ist, wobei der Druck im Verbrenbrennungsraums
zur Verdichtungsveränderung nungsraum bei verschiedenen Verbrennungsraumvosowie
mit einer Aufladevorrichtung, mittels wel- lumina etwa konstant gehalten wird. Sie betrifft inscher
dem Verbrennungsraum mindestens Luft zu- besondere große Brennkraftmaschinen, wie sie häufig
führbar ist, wobei der Druck im Verbrennungs- io auf Schiffen verwendet werden und wo eine solche
raum bei verschiedenen Verbrennungsraumvolu- Brennkraftmaschine mit im wesentlichen konstanter
mina etwa konstant gehalten wird, dadurch Drehzahl und mit praktisch konstanter Last arbeitet,
gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (3) Man kann aber die Erfindung auch für andere Arten
zum Verändern des Volumens des Verbren- von Brennkraftmaschinen verwenden, bei welchen
nungsraums willkürlich betätigbar ist und gleich- 15 _ine Änderung der Leistungsabgabe gefordert wird,
zeitig dazu dient, den von der Aufladevorrich- Beim Betrieb einer Brennkraftmaschine muß eine tung (13) dem Verbrennungsraum zugeführten Vorrichtung vorhanden sein, um zu jedem gewünsch-Druck zu regeln und die dem Verbrennungsraum ten Zeitpunkt die Leistungsabgabe der Maschine änzugeführte Kraftstoffmenge zu verstellen. dem zu können. Selbst bei den eingangs erwähnten
zeitig dazu dient, den von der Aufladevorrich- Beim Betrieb einer Brennkraftmaschine muß eine tung (13) dem Verbrennungsraum zugeführten Vorrichtung vorhanden sein, um zu jedem gewünsch-Druck zu regeln und die dem Verbrennungsraum ten Zeitpunkt die Leistungsabgabe der Maschine änzugeführte Kraftstoffmenge zu verstellen. dem zu können. Selbst bei den eingangs erwähnten
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |