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Cello-Doppelstachel für Violoncello Die alten Instrumente, die man
bis heute nachgebaut hat, waren nicht für den seit dem 19. Jahrhundert bekannten
Stachel berechnet.
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Im 18. Jahrhundert kannte man den Cello-Stachel noch nicht. Im 19.
Jahrhundert brachte der uns bekannte Stachel - heute mit vielen Varianten im Handel,
im Prinzip aber gleichbleibend - Spiel- und Klangvorteile; die starke Körperdämpfung
der früheren Kniehaltung entfiel.
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Trotzdem kämpfen Spieler und Geigenbauer, oft jahrelang
miteinander
experimentierend, gegen die Schwächen der Celli an. Kaum eines, beste "Italiener"
einbezogen, ist frei von schlecht ansprechenden, widerspenstigen, keifenden, umschlagenden
sogenannten Wo lfs tönen, meist e, f oder fis auf D- und G-Saite, angeblich beruhend
auf zuviel lokalisierter Schwingung. Nicht selten enden diese Versuche mit Notlösungen,
wie Flaschenkorkenklemmen, Saitenabklemmen, Radiergummi oder ähnlichem im f-Loch.
Erfolg: Schwächestellen wandern, sitzen woanders; ein "Wolf" verschwindet mitunter,
die vorher relativ gute Klangqualität, die persönliche Note des Instruments aber
ist dahin. Unzufriedenheit bleibt, von schlechten Witterungseinflüssen ganz abgesehen.
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Wissenschaftliche Überlegungen und jahrelange praktische Versuche
an alten und neuen Instrumenten (deutsch, italienisch, französisch) fanden die Wurzel
des Übels beim herkömmlichen Stachel, der aber keineswegs zu verschwinden braucht
in seiner grundsätzlichen Funktion.
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Selbst nach einer soeben erst erfolgten Unterklotzerneuerung tritt
ein neu eingepaßter herkömmlicher Stachelkonus aus dem sofort wieder lädierten Weichholz-Unterklotzloch
heraus, hat Luft und drängt den mit Boden und Decke verbundenen Unterklotz in unerwünschte
Richtung: 1. durch zuviel Hängelzug, weil die Aufhängerille- handelsüblich
fast
ausschließlich zu weit von der Zarge entfernt ist, 2. durch das Cello-Eigengewicht,
3. infolge des Spielgewichts links und rechts. Bei intensivem Spiel wankt der Stachel
beängstigend.
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So wird kraftlinienmäßig; besonders noch bei Schräghaltung mit Rundstachel,
der Celloboden mit Hals und Schnecke in Richtung Stachelspitze vorgezogen, die Decke
hingegen, wie ein Kissen eingedrückt, senkt sich, während sich das Griffbrett hebt,
Steg und Saiten liegen zu tief; es rasselt, die Spielbarkeit ist unmöglich.
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Eine Reparatur jagt die andere. Abhilfeversuche, mit höherem Steg
oder gar erhöhtem Sattel, verstärken nur noch alle Übel maximal.
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Der neue Cello-Doppelstachel - fachmännische Bauart des Instrumentes
vorausgesetzt - wirkt dem einseitig falschen Kräftespiel entgegen und scheint, den
frappanten Ergebnissen zufolge, einen Zentral-Nerv-Punkt zu stimulieren. Er erzielt
ein vorher nie vermutetes Tonvolumen mit Nachhall und Klangschönheit. Wolfstöne
schlugen während der Regulierung durch die Hand des Geigenbauers um in glatt ansprechende
Normal töne.
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Die Decke vor allem als äußerst wichtige Resonanzplatte
ist
selbst bei schwachem Holz günstig beeinflußbar (Baßbalkenspannung!).
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Das Schraubgewinde wurde unter anderem aus dem Grunde erforderlich,
da ein nur leichtes Einfügen des Doppelstachels bei dem bisher bekannten glatten
Konus diesen bereits sofort heraussprengt. Der Schraubgewindekonus mit der neuen
Hauptstachelfassung bietet luitdichten massiven Materialkontakt ohne Schwingungsunterbrechung.
Deshalb klingt jedes Cello auch ohne aufmontierten Doppelstachelapparat schon besser.
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Ist alles ordrungsgemäß montiert, ergeben sich nunmehr folgende 8
Tonregulierstellen: 2xStimmstock, 2xSteg, 3xSattel, d.i. seitliches Verschieben
der Hängelsaitenauflagen und der Ebenholzspitze zwischen diesen beiden, lxSattelFrontaleinfluß
durch die Feinregulierschraube. Das Ohr ist entscheidend.
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Erfahrungsgemäß ist die Klangkulmination dann am besten, wenn der
Winkel zwischen Hauptstachel und Zarge mindestens 900 beträgt; besser noch, wenn
der Hauptstachel mit der Spitze etwas mehr zur Erde steht (Hängelsaiten-Gegendruck).
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Ausgiebige Testversuche zeitigten über Jahre hinaus keinerlei negative
Erscheinungen! Beständigkeit in
Stimmung und Material, höchstes
Klangvolumen, geringere Wetteranfälligkeit.
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Dieser Vorteil wird dadurch erreicht, daß die auf dem Hauptstachel
verschieblich gelagerten Teile spiellos und damit schwingungssicher mittels Klemmhülsen
oder dergleichen gehalten sind, die je nach Ausführungsart durch seitlich angebrachte
Klemmschrauben mit Klemmbügel oder achsial wirkenden Klemmuttern festziehbar und
lösbar sind und daß auch der Strebenstachel spiellos gelagert, jedoch mittels Feineinstellung
genau justierbar ist.
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In Ausführung der Erfindung ist in das in den Schraubkonusmantel einschraubbare
Führungsstück für den Hauptstachel eine Klemmhülse eingesetzt und mittels Schrauben
befestigt und auf dem geschlitzten Ende mittels Sprengring ein Klemmring gehalten,
welcher mittels Flügel- oder Rändelschraube zusammenziehbar und damit die Klemmhülse
spiel los gegen die Wandungen des Hauptstachels preßbar ist und beim Lösen der Flügel-
oder Rändelschraube der Hauptstachel wieder leicht gleitend in der Klemmhülse liegt.
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In anderer Ausführungsform der Erfindung ist in das Führungsstück
für den Hauptstachel eine beidseitig konisch abgesetzte und beiderseits mit Schlitzen
versehene Spannhülse eingesetzt, welche durch Anziehen einer
Rändelmutter
mit Innenkonus die Spannhülse gegen den Innenkonus des Führungsstückes und damit
beide Enden der Spannhülse gegen die Wandungen des Hauptstachels preßt und damit
spiellos festhält und beim Lösen der Rändelmutter mit Innenkonus das für das Gleiten
des Hauptstachels erforderliche Spiel freigibt.
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In weiterer Entwicklung der Konstruktion ist das Führungsstück außen
mit einem Konus versehen, der in den Innenkonus des mit Außenkonus versehenen Einleimstückes
spiellos einsetzbar und gehalten ist.
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Um das mit Konus versehene Führungsstück des Hauptstachels leicht
aus dem Innenkonus des Einleimstückes herausziehen zu können, ist auf dem Konus
des Führungsstückes eine Abdrückhülse gelagert, welche an der inneren Berührungsfläche
mit dem Ansatz des Führungsstücks Keilflächen aufweist, welche auf den Keilflächen
am Ansatzstück gleiten und beim Drehen der Abdrückhülse das Führungsstück leicht
aus dem Konus herausziehen.
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Desgleichen ist das Gelenk für den Abstützstachel in einem Klemmring
gelagert, wobei die Flügel- oder Rändelschraube zugleich den Lagerbolzen für das
Gelenl bildet.
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In weiterer Entwicklung ist auf dem Gewinde des Gelenkbolzens eine
Rändelmutter und eine mit Rändel versehene
Hülse aufgeschraubt,
die auf der freien Seite eine glatte Bohrung für die Lagerung des Abstützstachels
aufweist. Mit Hilfe dieser Konstruktion ist eine sehr feine Justierung des Abstützstachels
möglich.
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In anderer Ausführungsform ist auf das Führungsstück für den Hauptstachel
ein. Konusring mit angesetztem Lager für den kugelförmigen Zapfenansatz aufgesetzt,
in welchem der kugelförmige Zapfenansatz mit Haftsitz eingesetzt ist und dessen
freies Ende ein Gewinde aufweist, auf welchem eine feste Rändelmutter zum Drehen
des Zapfens, sowie eine lose Rändelmutter zum Kontern gegen den Abstützstachel aufgeschraubt
sind. Zugleich ist das Ende des Abstützstachels mit einem Gewindering versehen,
mit dem dieser auf den Zapfen aufschraubbar ist.
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Um zu verhindern, daß die Spitze des Hauptstachels den Boden verletzt,
ist an seiner Spitze ein Gewinde angeformt, auf dem eine Spitze mit Rändel aufschraubbar
ist, welche einen Flansch aufweist, der einer aufsetzbaren Gummispitze genügend
Halt bietet.
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In anderer Ausführung ist die Spitze mit einem Konus versehen, auf
welchen eine Spitze mit Flansch aufsetzbar ist,-auf welche ebenfalls eine Gummispitze
aufschiebbar ist.
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen in zwei Asuführungsbeispielen
dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 die Seitenansicht des Cello-Doppelstachels mit Schnitt
durch das Führungsstück mit Einleimkonus und Schnitt durch die Justierung des Abstützstachels
nebst Spitze, Fig. 2 die Seitenansicht der Justierung mir Rändelschraube und Ansätzen
für das Klemmstück und Fig. 3 eine Seitenansicht nach Fig. 1, jedoch mit Konus einsatz
und doppelseitiger Klemmhülse.
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In den Unterklotz 1 des Cellos 2 ist das Einleimstück 3 mit seinem
äußeren konischen Mantel 4 eingeleimt. In das Innengewinde 5 des Einleimstücks 3
ist das Führungsstück 6 mit Außengewinde 7 bis zum Anschlag an den Ansatz 8 eingeschraubt.
In die etwas größer gehaltene Bohrung 9 ist eine Spannhülse 10 eingesetzt und mit
dem Flansch 11 mittels zweier Schrauben 12 an das Führungsstück 6 angeschraubt.
Am geschlitzten Ende der Spannhülse 10 ist eine Nut 13 eingedreht, in welcher ein
Sprengring 14 eingesetzt ist, welcher einen Klemmring 15 mit Rändelschraube 16 auf
der Spannhülse 10
gegen Abrutschen sichert. Durch Drehen der Rändelschraube
16 läßt sich die Spannhülse 10 zusammenpressen und dadurch den Hauptstachel 17 im
Führungsstück 6 festklemmen, wobei zwischen Hauptstachel 17 und Führungsstück 6
das Spiel beseitigt ist. Durch Lösen der Rändelschraube 16 wird die Pressung aufgehoben
und der Hauptstachel 17 ist leicht hin- und herschiebbar.
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Auf dem inneren Ende des Hauptstachels 17 ist ein Stellring 18 aufgesetzt,
der ein Herausrutschen des Hauptstachels 17 verhindert. Des weiteren ist auf dem
Hauptstachel 17 ein Klemmring 19 mit Rändelschraube 20 befestigt, wobei die Rändelschraube
zugleich den Lagerbolzen für den Gelenkzapfen 21 mit Gewindeansatz 22 bildet. Auf
den Gewindeansatz 22 ist zunächst eine lose Rändelmutter 23 als Kontermutter und
dann eine Gewindehülse 24 mit Rändelrand 25 aufgeschraubt. Das freie Ende der Gewindehülse
ist mit einer Bohrung 26 versehen, in welche der Ansatz 27 des Abstützstachels 28
einsteckbar ist. Eine Kunststoffscheibe 29 verhindert Klirrgeräusche. An seiner
Spitze ist der Hauptstachel 17 mit einem Gewinde 30 versehen, auf das eine Spitze
31 mit Ansatz 32 und Rändelung 33 aufschraubbar ist. Auf die Spitze 31 des Ansatzes
32 ist ein Gummi 34 mit Halbrundkopf zur S-chonung des Bodens auf-.
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schiebbar.
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In Fig. 3 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung
gezeigt.
Hier ist das Einleimstück 35 mit Innenkonus 36 versehen. Das Führungsstück 37 ist
mit dem Außenkonus 38 in das Einleimstück 35 einsetzbar und infolge des spiellosen
Sitzes der Konen sicher gehalten. Am oberen Rand 39 sind Keilflächen 40 angeformt.
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Eine Abdrückhülse 41 mit äußerer Rändelung 42 weist innen ebenfalls
Keilflächen auf, die beim Drehen der Abdrückhülse 41 den Konus des Führungsstückes
37 aus dem Konus des Einleimstückes 35 herausziehen. Im Inneren ist das Führungsstück
37 mit einer Bohrung 43 versehen, die am Ende einen Konus 44 aufweist. Am äußeren
Ende ist das Führungsstück 37 mit einem Innengewinde 45 versehen, in das eine Rändelmutter
46 mit Innenkonus 47 einschraubbar ist. Eine in der Bohrung 43 liegende beidseitig
geschlitzte Spannhülse 48 wird beim Einschrauben der Rändelmutter 46 spiellos an
beiden Enden gegen den Hauptstachel 49 gepreßt und beim Lösen der Rändelmutter 46
wieder freigegeben. Auf einem weiteren Führungsstück gleicher Bauart ist ein Konusring
50 aufgesetzt, welcher an einer Seite ein Lager 51 für den Kugelansatz 52 des Lagerzapfens
53 des Abstützstachels 54 aufweist.
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Auf dem Gewindeteil 55 des Lagerzapfens 53 ist zunächst eine Rändelmutter
56 fest aufgesetzt und eine zweite Rändelmutter 57 als Kontermutter aufgedreht.
Der Abstützstachel 54 wird mit dem aufgesetzten und fest mit
dem
Abstützstachel verbundenen Gewindering 58 auf dem Gewindeteil 55 aufgeschraubt und
durch Drehen der Rändelmutter 56 einjustiert und durch Kontern festgestellt. Auf
diese Weise ist jegliches Spiel zwischen den einzelnen Berührungsstellen ausgeschaltet
und damit ein Klirren o.dgl. vollkommen vermieden.
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Eine andere Ausführung der Spitze des Hauptstachels zeigt Fig. 3 unten.
Hier ist die Stachelspitze 58 mit einem Konus versehen, auf den die mit Innenkonus
59 versehene Spitze 60 aufsetzbar ist. Auf diese Spitze ist der Gummi 34 in der
gleichen Weise wie in Fig. 1 aufsetzbar.
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Patentans-prüche: