DE201857C - - Google Patents
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- DE201857C DE201857C DENDAT201857D DE201857DA DE201857C DE 201857 C DE201857 C DE 201857C DE NDAT201857 D DENDAT201857 D DE NDAT201857D DE 201857D A DE201857D A DE 201857DA DE 201857 C DE201857 C DE 201857C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60C—VEHICLE TYRES; TYRE INFLATION; TYRE CHANGING; CONNECTING VALVES TO INFLATABLE ELASTIC BODIES IN GENERAL; DEVICES OR ARRANGEMENTS RELATED TO TYRES
- B60C11/00—Tyre tread bands; Tread patterns; Anti-skid inserts
- B60C11/02—Replaceable treads
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
- Tires In General (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 201857 KLASSE 63e. GRUPPE!/
JEAN LOUIS VILLARD in LYON.
Schutzmantel für Luftreifen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Mai 1907 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Schutzmantel für elastische Radbereifungen, dessen
wesentliches Merkmal darin besteht, daß die Lauffläche desselben aus. einer Anzahl starrer
und mehr oder weniger harter Lamellen, beispielsweise aus Eisen, Holz, Leder, Papiermache
usw. derart zusammengesetzt ist, daß die einzelnen Lamellen infolge der gegenseitigen
elastischen Verbindung eine radiale
ίο Relativbewegung gegeneinander vollziehen
können; zu diesem Zweck erfolgt die Vereinigung der starren Lamellen durch eine
Zwischenschicht aus Gummi, welche eine derartige Stärke erhält, daß die erforderliche
Relativverschiebung zweier benachbarter Lamellen hierdurch gewährleistet ist.
Auf diese Weise wird eine Radbereifung geschaffen, bei welcher einerseits die genügende
Festigkeit und Widerstandsfähigkeit vorhanden ist, während andererseits diese widerstandsfähigen
Bestandteile der Bereifung durch die Gummizwischenschichten miteinander gewissermaßen gelenkig in Verbindung stehen,
so daß der Bereifung die erforderliche Elastizität gegeben wird.
Die Lamellen können sowohl radial als auch schräg eingesetzt werden, außerdem
parallel zur Radachse verlaufen, oder schräg zu derselben oder schließlich einander überkreuzend.
Die zwischen den Lamellen untergebrachte elastische Schicht hat nicht nur den Zweck,
die Verbindung der Lamellen herbeizuführen, sondern denselben auch zu ermöglichen, unabhängig
voneinander Relativbewegungen auszuführen. Der als elastische Zwischenschicht dienende Gummi wird zwischen die Lamellen
derart festgeklebt, daß er ein zusammenhängendes Ganze mit den Seitenteilen des
Schutzmantels bildet und zugleich mit denselben mit einer inneren Stoffscbicht, welche
gewissermaßen den Träger des Gummimaterials bildet, fest verbunden ist. Auf diese Weise wird ein genügend wirksames ■
Gefüge geschaffen, welches außerordentlich widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse
und mechanische Beschädigungen jeder Art ist und insbesondere den Luftschlauch gegen
Eindringen von Fremdkörpern und gegen Zerplatzen schützt.
Ein gemäß der Erfindung hergestellter Schutzmantel ist in verschiedenen Ausführungsformen
auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Querschnitt nebst schaubildlicher
Darstellung eines Teiles des Schutzmantels nebst Luftschlauch und Felge.
Fig. 2 ist ein teilweiser Längsschnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1.
Fig. 3 ist ein Querschnitt einer zweiten Ausführungsförm.
Fig. 4 ist ein Längsschnitt nach 4-4 der
Fig. 3· Fig. 5 zeigt einen Teil des Schutzmantels
im Längsschnitt beim Überfahren einer Unebenheit der Fahrbahn.
Fig. 6 ist die Draufsicht einer als Gleitschutz dienenden Metalleinlage;
Die Lamellen A werden auf Hochkant angeordnet und verlaufen in den dargestellten
Ausführungsformen quer zur Radebene; sie sind untereinander durch je einen kleinen
Zwischenraum getrennt, welcher durch ■ eine Gummimasse B ausgefüllt wird, die mittels
seitlicher Verlängerungsstücke den Schutzmantel der Radbereifung bildet. .Diese Gummimasse
verbindet sich mit einer Stoffschicht C zu einem gemeinsamen Ganzen.
Die Lamellen A werden mit halbkreisförmigen Aussparungen D oder schwalbenschwanzförmigen
Nuten D1 versehen, welche
ίο ebenfalls mit Gummi ausgefüllt werden, wodurch
eine vollständig sichere Verbindung geschaffen wird.
Die so geschaffene Radbereifung wirkt an und für sich schon als Gleitschutzmittel.
Will man die Gleitschutzwirkung noch erhöhen, so kann man in bestimmten Abständen
an Stelle je einer Lamelle A kleine Metallplatten E (Fig. 3, 4 und 6) einsetzen, welche an
ihrem unteren Rand Einschnitte erhalten, so daß die dadurch gebildeten Lappen abwechselnd
nach rechts und links rechtwinklig abgebogen werden können und so Rippen E1
bilden, welche das Festhalten der Metallteile in dem Gummi sichern. Außerdem erhalten
diese Platten E zweckmäßigerweise Querbohrungen F, in welche der Gummi eindringt,
so daß hierdurch eine durchaus sichere Verbindung der Platten E mit dem übrigen Teil
des Schutzmantels bewirkt wird.
Das Spiel der Lamellen ergibt sich aus der Darstellung der Fig. 5. Wenn der Laufstreifen
auf eine Unebenheit der Fahrbahn1 • stößt, werden die mit dieser Unebenheit in
Berührung kommenden Lamellen nach einwärts gedruckt, was infolge der elastischen
Verbindung der einzelnen Lamellen möglich ist, und zwar unabhängig von den die Unebenheit
der Fahrbahn nicht berührenden benachbarten Lamellen und unabhängig vpn der
Luftkammer G.
Die Radbereifung bietet also außer den bekannten Vorzügen des Luftschlauches einen
hohen Grad von Elastizität infolge der gegenseitigen Unabhängigkeit der einzelnen Lamellen
A voneinander und eine hohe Wider-Standsfähigkeit mit Rücksicht auf das Material
der Lamellen, die nahe gegenseitige Anordnung derselben und ihre Stellung auf Hochkant.
Claims (2)
1. Schutzmantel für Luftreifen, dadurch
gekennzeichnet, daß senkrecht oder schräg zur Radebene , verlaufende, hochkant gestellte
Lamellen aus hartem, widerstandsfähigem Stoffe zwischen Gummischichten eingebettet und mit denselben, zu einem
zusammenhängenden Ganzen vereinigt sind, wobei diese Gummischichten eine
derartige Breite erhalten, daß einerseits die Lamellen eine gegenseitige radiale
Relativverschiebuhg vornehmen können, andererseits jedoch ein Eindringen von
Fremdkörpern zwischen je zwei aufeinander folgenden Lamellen wirksam verhindert
wird.
2. Schutzmantel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle einzelner
Lamellen (A) angeordnete Metalleinlagen durch von der elastischen Zwischenschicht
ausgefüllte Querbohrungen (F) dieser Einlagen oder durch seitlich abgebogene
Lappen (E1) festgehalten werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201857C true DE201857C (de) |
Family
ID=464381
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT201857D Active DE201857C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201857C (de) |
-
0
- DE DENDAT201857D patent/DE201857C/de active Active
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