DE2019189A1 - Handgriff fuer zahnaerztliche Bohrmaschinen - Google Patents
Handgriff fuer zahnaerztliche BohrmaschinenInfo
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Description
Patentanwälte
I-In=. ir. ι ΑΓ. JP. .ECHT
Prying, ί.. ο ^ ::: γ ζ ]r
8 München 22, Sioinodorfctr. Ίθ
2^-15.6ο8ρ(15.6Ο9Η)- , 21.4.1970
ÜKD PRAHA, oborovy- podnik, PRAG (Tschechoslowakei)
Handgriff für zahnärztliche Bohrmaschinen
Die Erfindung betrifft einen Handgriff für zahnärztliche Bohrmaschinen, der mit einer Reaktions-Gasturbine ausgestattet
ist, welche in gasgeschmierten Lagern läuft. Der Handgriff ist insbesondere für die Verwendung in der Stomatologie
bestimmt* Bei bekannten Ausführungen dieser Art
wird durchwegs mit einem unveränderlichen Druckabfall des die Reaktionsturbine antreibenden Gases gearbeitet·
Gegenwärtig werden bei zahnärztlichen Bohrmaschinen immer öfter Handgriffe verwendet, bei denen dem Bohrwerkzeug
Drehzahlen von 40Ö„000 bis 750,000 u/min erteilt werden«
Maxi erzielt diese hohen Drehzahlen durch die Verwendung von Gasturbinen, deren Rotor in gasgeschmierten Lagern
gelagert ist. Ira Hinblick auf die beschränkten Abmessungen
233-Cs66-5O)-Tp-r
-Z-
des Handgriffs baut man Reaktionsturbinen ein, deren Rotor zylindrisch ist und bei denen die ganze Oberfläche des
Turbinenrotors das Radiallager bildet» Hierbei tritt die Luft in den hohlen Rotor tangential von der Seite her
durch mehrere axiale, im Rotor vorgesehene Bohrungen ein,
aus denen sie8 wiederum tangential, in den Zwischenraum
zwischen Stator und Rotor eintritt und dort als Schmier- · gas für die Lagerung des Rotors dient» Bekannt ist ferner
die Anordnung eines mit einem zentralen Lufteintritt versehenen Rotors, welcher tangentiale Austrittsöffnungen für
den Eintritt der Luft in den erwähnten Zwischenraum enthält, wo die Luft einen Schmierfilm bildet. Dieser Rotor
hat die Form eines Doppelkegels, wobei die konische Form des Rotors sowohl axiale als auch radiale Lager bildet.
Bekannt ist ferner eine Konstruktion, bei der ein
zylindrischer Rotor vorgesehen ist, der aber nicht hohl ist und als Aktionsturbine arbeitet, d. h. das Druckmedium
wirkt auf verschiedene, auf der Oberfläche des Rotors vorgesehene Flächen ein.
Die erwähnten bekannten Ausführungen arbeiten unvorteilhafterweise
mit einem konstanten Druckabfall sowohl für den Antrieb der Turbine als auch für das Füllen der
gasgeschmierten Lager, in denen der Hotor gelagert ist»
Infolgedessen werden bei der Arbeitsbelastung, z, Ba des
Bohrers, die Tragfähigkeit der Lager in der Axialrichtung verringert und die Drehzahl der Turbine und des Arbeitswerkzeuges wesentlich herabgesetzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen solchen
Handgriff für zahnärztliche Bohrmaschinen so auszubilden, daß eine automatische Erhöhung der Tragfähigkeit
00984 37 1334
der Axiallager und Erhöhung des Drehmomentes der Antriebsturbine in Abhängigkeit von der Arbeitsbelastung des Werkzeuges
erfolgen. .
Gegenstand der Erfindung, mit der diese Aufgabe gelöst
wird| ist ein Handgriff für zahnärztliche Bohrmaschinen, im wesentlichen bestehend aus einer Gasturbine, deren
Rotor auf gasgeschmierten Lagern läuft und die Form eines
hohlen Zylinders hat, in dessen Mantel tangential Düsen
ausgebildet sind, wobei der Mantel des Rotors zugleich · einen Teil des gasgeschmierten Lagers bildet und die übrigen
Teile des Lagers durch den im Körper des Handgriffs untergebrachten Stator der Turbine gebildet werden und wobei
die Zuführung eines gasförmigen Mediums von konstantem Druck sowie dessen Auspuff gleichfalls im Körper des Handgriffs
vorgesehen sind, mit dem Kennzeichen, daß zwischen
der Stirnseite des hohlen Rotors, der in beschränktem Maße
axial .beweglich ist, und der Gegenfläche des Stators ein
ringförmiger Spalt ausgebildet ist, dessen innerer Raum
mit dem Zuführungskanal des gasförmigen Druckmediums verbunden ist und dessen Umfang mit dem Auspuffkanal verbunden
ist, wobei die relative Größe des Durchmessers des Zuführungskanals
und der Summe der konstanten Durchmesser der
Tangentialdüsen der Turbine und des veränderlichen Querschnitts
des ringförmigen Spalts so gewählt sind, daß durch Änderung des'Querschnitts des ringförmigen Spalts im Bereich
des axialen Spiels des Rotors der Turbine eine Druckänderung im Räume des ringförmigen Spalts zustandekommt„
Um das Anlaufen der Antriebsturbine bei nicht eingespanntem
Werkzeug zu verhindern, kann der Handgriff erfindungsgemäß
so ausgebildet werden, daß der hohle Rotor in
der Klemme für den Werkzeugschaft mit einer Durchflußliöhlung
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versehen wird, deren oberer Teil in den Spalt gegenüber
der Zufuhr des Druckmediums mündet, so daß der Werkzeugschaft zugleich als Versculußpfropfen dient»
Bei dieser Anordnung des Handgriffs erzielt man infolge
des erhöhten Drucks auf das Werkzeug eine Änderung der Lage des Turbinenrotors in der axialen Richtung, was
eine Änderung des Spalts zur Folge hat, der zwischen der Stirn des Turbiiienrotors und der axialen Fläche des Stators
besteht, welche das gasgeschmierte Lager bildet, so
daß keine Drosselung des Auspuf!'querschnitts des Arbeitsrnediums
eintritt. Die Folge davon ist eine Druckerhöhung sowohl im Raum des eigentlichen axialen Lagers, also eine
Erhöhung dex· axialen Tragfähigkeit dieses Lagers, als auch
eine Druckerhöhung in der Höhlung des Rotors und damit eine G-eschwindigkeitserhöhung in den tangeritialen Düsen
der Reaktionsturbine, eine Vergrößerung des Drehmoments
und zugleich eine Druckerhöhung des gasförmigen Mediums
im Radisllager. - Die erfinclun/ sgemäße Einrichtung ist
raumsparend, arbeitet in unabhängiger Veisc und erfordert
keine besondere IJ inrieh tun;-; zur Geschv.'indigkeits-Regelumder
Antriebs turbine. Van gewinnt damit eine hoho betriebliche
Zuverlässigkeit Lei minimalen; Instandhaltungsaufwand.
Die Zeichnung zeigt zwei beispielsweise Ausführungen
der /Jrfindun,'1 in seitlichem Schnitt.
Der in Fig. 1 dargestellte Handgriff ist mit einem hohlen Rotor ausgestattet, auf de.:, eine Reaktionsturbine
ausgebildet ist0 Das Druckmedium wird an der Stirnseite
des hohlen Rotors der Turbine zugeführt»
009 8 43/1334
Der hohle Rotor des in Fig. 2 dargestellten Handgriffs
ist an seinem Mantel mit mehreren Turbinenrädern der Reaktionsturbine versehen* Das Druckmedium wird der
Turbine auf der Stirnseite des hohlen Rotors zugeführt.
G-On'äß der Erfindung· besteht der Handgriff der zahnärztlichen Bohrmaschine aus einem Körper 1, der' mit einem
Kanal 2 für die Zuführung des Druckmediums versehen ist.· Der Kanal 2 mündet in der Mitte eines ringförmigen Spaltes 3» der als Regulierglied des Mediums für die Turbine
und das Lager dient. Der ringförmige Spalt 3 ist zwischen
der Stirn des hohlen Rotors 'l· und der entsprechenden Fläche
5 des Stators, also des Körpers 1, ausgebildet» Der Umfaii;:
des ringförmigen Spalts 3 steht axt dem im Körper 1
vorgesehenen Auspuffkanal 6 in Verbindung. Innerhalb des
Körpers 1 ist der hohle Rotor k gelagert, welcher zwischen
deiii obere..;, vom Spalt 3 gebildeten Lager und dem unteren
axialen Lager 7 axial beweglich ist« Im Mantel des hohlen
Ho tors '-I siricl tangentiale Düsen 8 der 3?.eaktionsturbine angeordnet
und aünden in. dem Spalt 9, der das Radiallager bildet. Im hohlen Rotor 'τ sind Leitlcanäle 10 angebracht,
weiche· das gasförmige Druckmedium in'die ringförmige Höhlunj
11 des Rotors k einführen. Des weiteren ist der Rotor
4 ;'.it einer liolilon Klemme 12 versehen, welche zu;?: Festspannen
cat Werkzeugschafts dient. Der obere Teil der hohlen
1-. 1 e.-:i;:ic 12 ;i-iiiüet in der Mitte des ringförmigen Spalts 3»
der de:.i ί'Άτ die Zuführung des Drvickinediums dienenden Kanal
2 gegenüberliftgt. .
Der beschriebene Handgriff der zahnärztlichen Bohrmasnhirje
arbeitet folgexi'.ierinaSen:
Das gasförmige Druckmedium tritt durch den Kanal 2 in
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BAD
den stirnseitigeii ringförmigen Spalt 3 ein und entweicht,
wenn das Werkzeug nicht eingesetzt i.-.t, direkt in die Atmosphäre.
Mach deni Einsetzen des lferkzeu{ schaftes in die
hohle Kleune 12 ströat das gasfcraii-.e ^rvick.nediuM aus de;.i-Zuführunjskanal
2 in den Spalt 3 tmd durch die Leitöffnungeii
10 in die ringförmige Höhlung 11 des hohlen Rotors h.
Aus der ringförmigen Höhlung 1 T ströat das gasförnii^e
Druckmedium durch die tangentialen Düsen 3 in den zylindrischen Spalt 9 und von da durch den Auspuffkanal 6 in
die Atmosphäre. Bei Belastung des Werkzeugs erfolgt eine
axiale Verschiebung des hohler· Rotors h in der Pfeilrichtung
13 relativ zun Körper ! des Handgriffs in der Yeise,
da£'. der Querschnitt des stirns&itigen rißgförniigeü Spalts '}
verkleinert wird, wodurch die Teilmenge des in die ringförmij-,e
Höhlung 1 1 des Rotors K fließende:. Druci-aaediuiiis erhöht
wird. Dadurch steigt die Ausflußgeschwindigkeit des
Druckmediums aus den tangentialen Düsevi 8, und das JJrehiiioment
der Turbine steigt. Ztigleicli steigt auch der Druck
im stirnseitigen ringförmigen Spalt 3 in ausreichendei;; Maße»
so dai3 eine Erhöhung der axialen Tragfähigkeit des Lagers
erzielt wird, welches zwischen der oberen Stirnseite des hohlen Rotors 4 und der G-egenfläche des Körpers 1 des Handgriffs
gebildet wird. Mach Entlastung des Werkzeuges erfolgt unter dein Druck des Arbei tsmediums eine Verschiebung
des Rotors h in der Pfeilrichtting i4, so daJ3 der fuerschnitt
des Spaltes 3 vergrößert wird und der Überschuß an gasförmigem Druckmedium durch den Auspuffkanal 6 in
die Atuosphäre entweicht.
00 98 4 3/133Λ
BAD
Claims (1)
- Patentansprüche!Handgriff fax- zahnärztliche Bohrmaschinen, im wesentlichen bestehend aus einer Gasturbine, deren Rotor auf gasgeschmierten Lagern läuft und die Form eines hohlen 'Zylinders hat, in dessen Mantel tankentiale Düsen ausgebildet sind, wobei der Mantel des Rotors zugleich einen Teil des gasgeschmierten Lagers bildet und die übrigen Teile des Laders durch den im Körper des Handgriffs untergebrachten Stator der Turbine gebildet werden und wobei die Zuführung eines gasförmigen Mediums von konstanten Drtjck sowie dessen Auspuff gleichfalls im Körper des Handgriffs vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, · daß z\\-ischen der Stii-nseite des hohlen Rotors (4), der in beschränktem Maße axial beweglich ist, und der -Gegen-flä'-che-(f») des Stators ein ringförmigei- Spalt (3) ausgebildet ist, dessen innerer !.'auin ::iit den« 7uHihx-ujijskanal (2) des gasförmige:: Druckmediums verbunden ist und dessen Umfang mit dem Auspuffkanal (ί>) verbunden ist; wobei die relative Größe des Durchmessers des 7uf':hrun tkanals (2) und der .-Summe'-"der .konstanten Durchmesser der Täiigentialdü-sen . (3 ) der Turbine und des veränderlichen Querschnitts des ringförmigen Spalts (3) so i-evählt sind, dai3 durch Ände'runr des Querschnitts" des rinffΓιπ,ιχ^οιϊ Spalts (3) iit Bereich des axialen Spiels 'Ies Rotors -der Turbine eine Druckänderung im Räume des riiigf örini^ ei. Spalts :;us tandekonir.tto2c Handgriff nacli .Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hohle Rotor (4) .-sit- einer durchlaufenden, hohlen Klotn:::o (i2) für einen ¥erkzeugfc'iaft versehen ist, deren oberer Teil in dem ringförmigen, den Zuf'ihrungskanal» (2) des Druckmediums gegenüberliegenden Spalt (3) mündet, wobei der Werkzeugschaft zugleich als Pfropfen dient*009843/1334BAO'Leerseite
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |