DE2019295A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Tiefziehen oder Tiefdruecken von Behaeltern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Tiefziehen oder Tiefdruecken von BehaelternInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
"Patentanwalt"1 0 1 IiPR 1970
894 MEMMINGEN/BAYERN
Bracher Straße 9 / Telefon 0 8331 / 31 83
Firma Dixie-Union Verpackungen G.m.b.H. Koblenz
Verfahren und Vorrichtung zum Tiefziehen oder Tiefdrücken von Behältern.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichte:'.ζ
zum Tiefziehen von erwärmten Kunststoffolien zur Bildur.3 von
Behältern für Verpackungszwecke.
Es ist bekannt, Behälter für Verpackungszwecke, beispielsweise
-2-
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zuni Verpacken von Lebensmitteln für Selbstbedienungsladen durch
Tiefziehen aus einer erwärmten Kunststoffolie herzusteller.. Die
erwärmte Kunststoffolie wird dabei durch Druckluft oder auch durch
einen Saugvorgang in eine Form hineingedrückt und paßt sich sehr oder weniger der Form an. Nach dem Erkalten behält die Kunsüstoffform
die gewonnene Form bei. So können Unterteile filz* noch zu. verschließende
Behälter geschaffen werden.
Der Tief ziehvorgang hat eine Dehnung des Materials zur Folgte, welche
Dehnung mit einer Verringerung der Wandstärke verbunden ist. Die Dehnung verteilt sich nun aber nicht gleichmäßig über die den Behälter
bildende Folie, sondern die Dehnung ist auf einige wenige bevorzugte Stellen begrenzt. Es handelt sich hierbei insbesondere
um die Übergänge aus dem Bodenteil in die Seitenwände bezw. aus den Seitenwänden in den Verschlußflansch am oberen Rande des Behälterunterteils.
Besonders nachteilig ist nun, daß diejenigen Stellen des Unterteils des fertigen Behälters, die die stärkste Dehnung erfahren,
also auch die größte Schwächung der Wandstärke■aufweisen, häufig
auch äic-jenigen Stellen sind, die beim praktischen Gebrauch am
meisten beansprucht werden. Um zu verhindern, daß ein Behälter beschädigt wird, ist es notwendig, von solchen Folienstärken auszugehen,
daß nach dem Tiefziehen an den am meisten geschwächten Stellen noch ausreichende Folienstärken verbleiben. Da der üerstellungsaufwand
von solchen Verpackungen im wesentlichen vom Gewicht abhängt, ergibt sieh hierdurch eine beträchtliche Erhöhung
des Herstellungsaufwandes, wobei zu beachten ist, daß die verhäinißnäsig
große Folienstärke an vielen Stellen des fertiger» Behälters nicht benötigt bezw. nicht ausgenützt wird.
Ss ist ein Ziel der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zua Tiefziehen von erwärmten Kunststoffolien zur Bildung von
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Behältern für Verpackungszwecke vorzuschlagen, mit welchem Verfahren
bezw. mit welcher Vorrichtung es möglich ist, mit Kunststoffolien geringerer Stärke auszukommen und trotzdem ausreichend
feste Verpackungsbehälter zu erhalten.
Die Erfindung schlägt in erster Linie ein Verfahren vor,"das dadurch
gekennzeichnet ist, daß die Folie zu Beginn der Verformung an verschiedenen Stellen eine die Dehnbarkeit der Folie verändernde,
unterschiedliche Temperatur aufweist.
Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß die Dehnung der Folie
beim Tiefziehen bezw. auch beim Tiefdrücken an den verschiedenen Stellen verschieden groß gehalten werden kann, wenn die verschiedenen
Stellen eine unterschiedliche Temperatur besitzen. Wenn also, wie die Erfindung insbesondere vorsieht, die Temperatur an
denjenigen Folienstellen, die der größten Dehnung beim Tiefziehen ausgesetzt sind,geringer ist, als an den anderen Stellen, wird die
Verringerung der Folienstärke an den betreffenden Stellen nicht so groß sein, als bei einer gleichmäßig erwärmten Folie. Die Dehnung
bezw. die Verringerung der Wandstärke verlagert sich dann von diesen bevorzugten Stellen auf andere Flächenteile bezw. verteilt
sich mehr oder weniger gleichmäßig auf das ganze, den Behälter bildende Folienstück.
Es ist gefunden worden, daß es durch die Erfindung möglich ist, eine besondere Schwächung an mechanisch stark beanspruchten Stellen
nicht nur zu verhindern, sondern daß es möglich ist, diese mechanisch besonders beanspruchten Stellen stärker zu halten, als
weniger beanspruchte Stellen.
Durch die Erfindung wird es möglich, Folien geringerer ^an
zu benützen und trotzdem 3ehälter zu erhalten, die beträchtlich bessere Gebrauchseigenschaften im Vergleich zu bekannten Behältern
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aufweisen.
Bei der Erfindung kann in verschiedener Weise vorge.^an^or. worden.
Bei einer Variante der Erfindung wird die zunächst glc-i ο.-.:.-. ä.i ig
erwärmte Folie durch eine Kühleinrichtung, insbesondere uurc;
einen Kühlluftstrom örtlich abgekühlt. Der Abkühlungsvorj^r.-; wird
insbesondere abgestoppt,sobald der Tiefkühlvorgang beginnt. Wird
ein Kühlluft strom benützt, so empfiehlt es sich, von einem ?re3-luftstrom
auszugehen, da sich bei der Entspannung der Preßluft eine Abkühlung einstellt.
Bei einer anderen Variante der Erfindung wird von vorneherein die
Erwärmung unterschiedlich gehalten, um das erf inäungsgem-Jie Ergebnis
zu erlangen.
Eine Vorrichtung, die bei der Erfindung Verwendung finder* :.^.:.:^
ist dadurch gekennzeichnet, da3 an die Tief ziehform ei:".-- K^I'.lluft·
leitung angeschlossen ist, und daS im Verformungohohlr^u..! d-,-r
Tiefziehform eine Luftverteileinrichtung angeordnet ist, ^i e den
Kühlluftstrom auf vorbestimmte Flächen der erwärmter. Folie lenkt.
Eine solche Luftverteilungseinrichtung kann insbesondere als Platte
mit einer Mehrzahl von Bohrungen ausgebildet sein. Der Luftstrom kann dabei die Verformungsdruckluft sein. Es ist aber auch
möglich, die Verformung mit anderen Mittel beispielsweise auch durch Saugluft herbeizuführen.
Folie
Bei Vorrichtungen, die eine Kontaktheizplatte für die.benützen,
schlägt die Erfindung vor, daß die Kontaktheizplatte Stellen geringerer Wärmeabgabe aufweist, beispielsweise dadurch, da3 die
Kontaktheizplatte Aussparungen besitzt.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung
schematisch dargestellt. Es zeigen :
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BAD ORIGINAL
?ig.,i einen Querschnitt durch eine Tiefziehform mit einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung,
?ig.2 eine perspektivische Schnittdarstellung einer Einzelheit
der Darstellung der Fig.l,
rig.3 einen Schnitt durch einen Behälter, der bei Benützung
der Vorrichtung nach den Figuren 1 und 2 gewonnen werden kann,
Fig.^ die schematische Darstellung eines Folienteilstückes,
aus dem der Behälter nach der Fig.3 geformt worden ist,
Fig.5 und Fig.6 perspektivische Schnittdarstellungen durch ein
abgewandeltes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung entsprechend der Erfindung,
durch
Fig.T einen Schnitt/einen tiefgezogenen Behälter, der in der Vorrichtung nach den Fig.5 bezw. β geformt worden ist und
Fig.T einen Schnitt/einen tiefgezogenen Behälter, der in der Vorrichtung nach den Fig.5 bezw. β geformt worden ist und
Fig.8 eine teilweise Draufsicht auf ein Folienstück, aus dem
der Behälter nach der Fig.7 geformt worden ist.
Bei der Vorrichtung nach den Fig.l und 2 ist angenommen, daß die Folie 1 außerhalb der Form in sich bekannter Weise auf Verarbeitung
3 temperatur angewärmt worden ist. Die Tief ziehform beaw. die
Tiefziehkammer besteht aus dem Unterteil 2, dam Zwischenstück 3
und der Abdeckung k. In dem Unterteil 2 sind Tiefzieheinsätze 5
eingesetzt, die die Tiefe der gefertigten Behälter bestimmen.
An der Unterseite des Zwischenstückes 3 ist eine Platte 6 mit
einer Vielzahl von Bohrungen 7 angesetzt und im/Oberteil k ist
-o-
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ein Druckluftanschluß 8 angeordnet. Das Unterteil" 2 der Tiefsiehkammer
besitzt Öffnungen 9, durch die diese Kasiner evakuiert,
werden kann. '
Durch den Anschluß 8 wird ein Druckluftstrom, der durch die Pfeile
Io angedeutet ist zugeleitet und durch die Bohrungen T auf die
unter der Platte 6 liegende Folie 1 geblasen, so daß annähernd
ein Ringbereich, der dem Ring 11 der Darstellung der Fig.k entspricht
s abgekühlt wird» Der außerhalb des Ringes 11 liegende
Ring 12 behält annähernd seine ursprüngliche Temperatur, desgleichen
der innere kreisförmige Teil 13» Der äußere Bereich 1^, der
vom Zwischenstück 3 festgehalten wirds erfährt durch diesen Kontakt
eine Abkühlung.
Wenn, nun nach dieser Temperaturbeeinflußung der Folie 1 der Tiefziehvorgang
durchgeführt wird,beispielsweise durch Evakuieren durch die Bohrungen 9, nimmt die sunäehst ebene Folie 1 die mit
strichpunktierten Linien 15 angedeutete Behälterform an.
Fig„3 zeigt eine Schnittdarstellung durch einen solchen Behälter
ηit stark vergrößerten Wandstärken. Der Boden ist von dem kreisförmigen
Teil 13 gebildet worden, der Ringbereich 11 mit den geringeren Temperaturen bildet den Übergang zwischen dem Boden und
der Seitenwand., wobei die Seitenwand von dem Ringbereich 12 gebildet wird und der Flansch vom Randbereich Ik. Wegen der geringeren
Temperatur der Teilflächen 11 und 14 sind die Dehnungen in diesem Bereich geringer und die Wandstärken sind größer als
im Bereich der Teilflächen 12 und 13«
Bei der Variante nach den Fig. 5 und 6 erfolgt die Anwärnung
durch die Kontaktheizplatte 17» Diese Kontaktheizplatte besitzt Aussparungen 18. Die Erwärmung der Folie 1 wird beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 und 6 innerhalb der Tiefziehkammer vorgenommen
«Die Kontaktheizplatte IT ist in der Höhe bexieglich.
ΊΌ 9845/1 SS 1 ~7~
--ι
BAD ORIGINAL
-τ-
We s c-η der Aussparungen 13 wird ein Teilbereich 19 (vergl,Fig.8)
weniger er-warsrt- sein, da sich zwischen der Oberfläche der Kon-■
t^l-itheisplatte IT und der Folie 1 ein teilweise isolierendes
Luftpolster befindet. Während dieses ■ Ef-wärmungs vor ganges- wird durc;
die bohrung 2o Stützluft einge"blasen, die die Folie an der Kontaktheizplatte
IT hält. "■-.-■.■
Iia.cn ' der. Verformuags-v.orgaag (Fig.6) wird die Dehnung im Bereich
der Fläche 19 geringer sein als in Bereich der Flächenteile
21 und 22. . ' . ' -.'/ ·
10 8 8 4 5/1 551
BAD ÖßfGfNAL
Claims (1)
- 2UPRI970■ .1 j C.i\PatentansprücheVerfahren zum Tiefziehen von erwärmten Kunststoffolien zur Bildung von Behältern für Verpackungszwecke, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie zu Beginn der Verformung an verschiedenen Stellen eine die Dehnbarkeit der Folie verändernde, unterschiedliche Temperatur aufweist.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur an denjenigen Folienstellen, die der größten Dehnung beim Tiefziehen ausgesetzt sind, geringer ist, als an den anderen Stellen.3. Verfahren nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprü-10 9845/1 551 BAD ORIGINAL■ ■"■ Λ- ■ . ■ ■ . : - -V . Vehe, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur an denjenigenFolienstellen, die beim fertigen Behälter den Boden mit den -.-Seitenwänden verbinden, geringer ist, als an den anderen Stellen. . .k, Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zunächst gleichmäßig erwärmte Folie durch Kühleinrichtungen, insbesondere durch einen Kühlluft strom örtlich- abgekühlt wird.5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden An.sprü-V. ehe, dadurch gekennzeichnet, daß der Abkühlungsvorgangjabgestoppt wird, sobald der Tiefkühlvorgang beginnt.6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder, mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an die Tiefziehform eine Kühlluftleitung (8) angeschlossen ist und daß im Verformungshohlraum' der Tiefziehform eine Luftverteileinrichtung (6,7) angeordnet ist, die den Kühlluftstrom auf vorbestimmte Flächen der erwärmten Folie CD lenkt,7» Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die /: Luftverteileinrichtung als Platte (6) mit einer Mehrzahl von Bohrungen (7) ausgebildet ist. ■ "-.- :8. Vorrichtungen nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlluftstrom von der Verformungsdruckluft gebildet :9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder . mehreren der- vorhergehenden Ansprüche mit einer' Kontakthei&- platte für die Folie, dadurch gekennzeichnet, daß die Kon- . ' taktheizplatte (l7) Stellen (18). geringere Wärmeabgabe aufweist . ■-■.-■ . ■■"".- -"■; ..-':. - -."■■■■';..-■■ " ' " ■ ' - "—3— ■ " ■ ■ "r09845/1551lo. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch, gekennzeichnet, daß die Kontaktheizplatt'e (17) Aussparungen (18) aufweist .Der103845/1551L e e P s e i t e
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