DE2019395B2 - Elektronische Gabelschaltung in Signaluebertragungsanlagen,insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents
Elektronische Gabelschaltung in Signaluebertragungsanlagen,insbesondere FernsprechanlagenInfo
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Description
In Fernsprechanlagen ist es üblich, die Verbindung ··'·
eines Teilnehmerapparates an eine Vermittlungsstelle mittels einer Zweidrahtleitung vorzunehmen, über
welche außer dem Mikrofonspeisestrom des Teilnehmers auch die Wechselstromsignale in beiden Richtungen
übermittelt werden. Die Erzeugung bzw. der -4"1
Empfang dieser Wechselstromsignale wird mittels eines Mikrofons bzw. einer Hörkapsel an der Teilnehmerstelle
vorgenommen. Da die in der Fernmeldetechnik üblichen Mikrofonkapseln einen im Betrieb durch die
Änderung des Mikrofonkohlewiderstandes schwanken- ">" den Speisestrom benötigen, ist eine Reihenschaltung
von Mikrofon und Hörkapsel wegen der ständigen Vormagnetisierung und Jer damit verbundenen geringen
Aussteuerbarkeit der Hörkapsel nicht angebracht. Außerdem ist hierbei die Speisestromschwankung als v>
Wirkung der Widerstandsänderung des Mikrofons wegen der in Reihe liegenden Hörkapsel relativ gering.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird daher meistens ein Differentialübertrager verwendet, der eine galvanische
Trennung von Hörkapsel und Mikrofon ermög- h0
licht. Derartige Schaltungen sind unler der Bezeichnung »Gabelschaltungen« bekannt. Sie haben die Aufgabe,
bei gleichspannungsmäßiger Trennung des Sprech- und Hörkreises voneinander, den Empfang b/w. das
Aussenden über eine Zweidrahtlciiung vom bzw. zum h>
Vermittlungsamt zu ermöglichen.
Von Nachteil sind bei diesen induktiven Gabclschaltungen der für den Differentialüberlrager erforderliche
Platz im Teilnehmerapparat, Die relativ hohen Kosten dieses Übertragers und die dabei übliche Durchlaßdämpfung
von ungefähr 0,4 Neper, die durch die notwendige Leistungsnachbildung hervorgerufen werden.
Bekannt geworden sind auch sogenannte »Widerstandsgabeln«, die das Prinzip von Brückenschaltungen
verwenden. Diese Anordnungen weisen jedoch erheblich höhere Durchlaßdämpfungswerte auf, die eine
Verstärkung des Signals nach Durchlaufen der Gabelschaltung notwendig machen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schaltungsmöglichkeit
aufzuzeigen, die unter Vermeidung dieser Nachteile die Funktionen einer Gabelschaltung erfüllt.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß ein von einem Sender erzeugtes, mittels eines ersten
Verstärkers auf die Übertragungsleitung geleitetes Signal zum Zwecke der Differenzbildung sowohl vor als
auch nach Durchlaufen dieses Verstärkers an die entsprechenden Eingänge eines zweiten Operationsverstärkers
geführt ist und daß ein über die Übertragungsleitung ankommendes Signal mittels des zweiten
Operationsverstärkers zum Empfänger geleitet ist.
Anhand der Fig. 1 der Zeichnung wird das Prinzip
der Erfindung erläutert. In F i g. 2 ist eine zweckmäßige Ausführungsform mit erdsymmetrischen, an den Leitungswiderstand
anp-jßbarem Ausgang dargestellt. Für das Verständnis der Erfindung nicht erforderliche
Einzelheiten sind weggelassen worden.
Grundlage der Schaltung bilden zwei Operationsverstärker Op 1 und Op 2, die bekanntlich einen sehr hohen
Eingangswiderstand und eine hohe Leerlaufverstärkung
besitzen. Sie haben jeweils zwei Eingänge, den invertierenden Eingang E— und den nicht invertierenden
Eingang E+. Bei Aussteuerung an beiden Eingängen wird am Ausgang A des Operationsverstärkers
ein Signal abgebildet, das der Differenz der beiden Eingangssignale, vergrößert um den Verstärkungsfaktor
des Operationsverstärkers, entsp -icht. Durch geeignete
Gegenkopplung K 1 bzw. KI kann der Verstärkungsfaktor
der Operationsverstärker Op 1 bzw. Op 2 auf Vl bzw. V 2 herabgesetzt werden.
Mit dem Mikrofon M wird der Operationsverstärker OpI an seinem nicht invertierendem Eingang El +
unsymmetrisch gegen Erde durch Sprachsignale U\ angesteuert. Der invertierende Eingang EX— wird
wechselspannungsmäßig nicht ausgesteuert. Der Widersland R 1 dient lediglich zur nicht näher erläuterten
glcichstrommäßigen Symmetrierung des Operationsverstärkers. Das gleiche Signal U\ steht an der
Widerstandskombination /?3, R 4. Ein dem Verhältnis dieser Widerstände R 3, R 4 entsprechender Anteil über
R4 steht am invertierenden Eingang £2— des zweiten
Operationsverstärkers Op 2. Am Ausgang A 1 des Operationsverstärkers Op I erscheint ein dem Eingangssignal
Ui entsprechendes, um den Verstärkungsfaktor
V\ vergrößertes Signal. Der Widerstand R 2 ist so bemessen, daß die an dem den Leitungswiderstand
repräsentierenden Widerstand RL abfallende Spannung L/2 gleich dem Eingangssignal U\ des Mikrofons ist.
Dieses Signal Ul ist über einen Widerstand R5 an den
F.ingang £2+ des Operationsverstärkers Op2 geführt.
Wegen der Hochohmigkeii des Verstärkereinganges fällt über R 6 bei entsprechender Dimcnsionicrung der
Widerstände R 5, Rb, die im selben Verhältnis zueinander stellen müssen wie die Widerstände R .3, R 4,
ein Teil der Spannung U2 ab, der ebenso groß ist wie
der am Widerstand R 4 anstehende Signalantcil des
Eingangssignals Ui. Da die Differenz der beiden
Signale an den beiden Eingängen £2+ und E2— Null ist, erscheint dementsprechend kein Signal am Ausgang
AZ
Soll ein von der Vermittlungsstelle über die Leitung
RL eintreffendes Signal U 2 zum Hörer H übertragen werden, so wird ein im Verhältnis der Widerstände R 5,
R6 entsprechender Anteil auf den Eingang E2 + des Operationsverstärkers Op 2 gegeben. An seinem Ausgang
A 2 erscheint dann ein infolge des Verstärkungsfaktors V2 verstärktes, dem Signal U2 entsprechendes
Signal i/3. Eine Beeinflussung bei Simultanbetrieb kann innerhalb gewisser, durch die Aussteuerbarkeit der
Operationsverstärker und die obere Grenzfrequenz gegebener Grenzen infolge der Differenzbildung im
Operationsverstärker Op 2 nicht auftreten.
Die bei Gabelschaltungen oft erwünschte sogenannte Blasprobe zur Prüfung auf vorhandene oder nicht
vorhandene Einspeisung, die bei den induktiven Gabelschaltungen durch gezielte Fehlanpassung des
Differeniialübertragers realisiert ist, kann bei dsr
elektronischen Gabel durch geringfügige Änderung einer der vier Widerstände R 3, R 4, R 5, R 6 von dem
zur vollständigen Unterdrückung des Eingangssignals UX erforderlichen Wert auf einfache Weise erreicht
werden.
Die Möglichkeit, eine zweidrähtige, erdsymmetrische Übertragung in Verbindung mit der erfindungsgemäßen
Gabelschaltung vorzunehmen, zeigt Fig. 2 der Zeichnung.
Abweichend von der Anordnung in Fig. 1 arbeitet
der Operationsverstärker Op 1 nicht über einen Widerstand R 2 direkt auf die Leitung RL, sondern auf
einen Eingang eines Differenzverstärkers, dessen zweiter Eingang geerdet ist. Der Verbraucherwiderstand
RL ist zwischen den beiden Kollektoren des mit einer Konstantstromquelle / arbeitenden Differenzverstärker
angeschlossen.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Das Mikrofonsignal U1 wird, ebenso wie in F i g. 1, an
den Eingang Ei + des Operationsverstärkers Op 1 und
gleichzeitig teilweise an den Eingang E2— des Operationsverstärkers Op 2 gelegt. Das Ausgangssignal
des Operationsverstärkers Op 1 steuert über R 2 einen Eingang eines Transistor-Differenzverstärkers aus.
Ober den Kollektorwiderständen Rx bilden sich bei entsprechender Dimensionierung der Widerstände Rx,
Ry infolge des durch die Stromquelle eingeprägten Stromes zwei um 180° gegeneinander verschobene
Signale 0,5 ■ U2, die summiert am Widerstand RL
liegen. Zur erforderlichen Differenzbildung im Operationsverstärker Op2 wird das Signal 0,5 ■ i/2 am
Kollektor des Transistors Γ2 über einen Widerstand R5 an den Eingang £2+ geführt. Bei geeigneter
Dimensionierung erscheint am Ausgar3 A 2 kein Signal.
So!! ein Signa! von der Leitung kommend zum Hörer H übertragen werden, so wird nur die am Kollektor-Widerstand
Rx des Transistors T2 abfallende Spannung 0,5 · i/2 auf den Eingang E2+ des Operationsverstärkers
Op 2 geführt, dessen Verstärkungsfaktor V"2 so zu bemessen ist, daß das Ausgangssignal i/3 gleich i/2
wird.
Der Vorteil des angeführten Differenzverstärkers liegt darin, daß neben der auf diese Weise realisierten
Erdsymmetrie noch eine Anpassungsmöglichkeit durch geeignete Dimensionierung an den den Verbraucher
repräsentierenden Widerstand RL in beiden Richtungen möglich ist. So müssen beispielsweise bei einem
Abschlußwiderstand von RL = 600 Ohm die Kollektorwiderstände Rx = 300OhmDetragen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
- Patentansprüche:f. Gabelschaltung in Fernsprechanlagen mit voneinander getrennten Sende- und Empfangskreisen zur simultanen Übertragung gerichteter Signale über eine Leitung für beide Richtungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein von einem Sender (M) erzeugtes, mittels eines ersten Verstärkers (Op 1) auf die Übertragungsleitung (RL) geleitetes Signal (Ui) zum Zwecke der Differenzbildung ίο sowohl vor als auch nach Durchlaufen dieses Verstärkers (Op 1) an die entsprechenden Eingänge (E2 + , E2-) eines zweiten Operationsverstärkers (Op2) geführt ist und daß ein über die Übertragungsleitung (RL) ankommendes Signal (U 2) mittels ü des zweiten Operationsverstärkers (Op2) zum Empfänger (H)geleitet ist
- 2. Gabelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Signal (U 1) nach Durchlaufen des ersten Operationsverstärkers (Op 1) an einen 21: Eingang eines aus zwei Transistoren (Ti, Tl) und aus gleich großen Kollektorwiderständen (Rx) gebildeten, mit seinem zweiten Eingang an Masse gelegten Differenzverstärkers geführt und erdsymmetrisch zwischen den Kollektoren der beiden -'"> Transistoren (Ti, T2) abgreifbar ist und daß ein Teil des über die Übertragungsleitung (RL) ankommenden Signals (U2) an den Eingang (E2 + ) des zweiten Operationsverstärkers (Op 2) geführt, durch diesen auf den ursprünglichen Wert verstärkt und an den > <> Empfänger /T7Jgeleitet ist.
- 3. Gabelschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die· beider-. Kollektorwiderstände (Rx) halb so groß wk; der Lastvvidersiand (RL) sind. >'>
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Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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