DE201986C - - Google Patents

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DE201986C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D43/00Machines for making stitch lips, or other preparatory treatment of soles or insoles before fixing same
    • A43D43/02Machines for making stitch lips, or other preparatory treatment of soles or insoles before fixing same for making stitch lips by cutting

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

fiit-Ό
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 201986 KLASSETIc. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. September 1906 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Maschinen zur Bearbeitung von Schuhwerksohlen und besonders auf solche Maschinen, welche den Zweck haben, die Sohle zu beschneiden und mit dem Ritzkanal zu versehen, während sich das Schuhwerk auf dem Leisten befindet.
Beim Beschneiden von Sohlen ist es häufig wünschenswert, an denselben den sogenannten schottischen Rand zu bilden, d. h. eine Verbreiterung der Sohle am Vorderteil. Wenn diese Verbreiterung größer ist an der Außenseite des Fußes als an der inneren Seite des-. selben, so wird diese Verbreiterung Baltimore-Rand genannt. Maschinen, welche diesem Zwecke dienen, sind bereits seit lange bekannt, und es bestehen auch verschiedene Bauarten derselben. Bei den genannten Maschinen sind im allgemeinen der Werkstückführer und das Schneidmesser gegeneinander beweglich, um die Weite der Sohlenverbreiterung während des Zuschneidens zu verändern.
Bei den älteren Arten dieser Maschinen ar-
. beitete der Werkstückführer gewöhnlich am Boden der Falte und gegen die Innennaht des Schuhes, und zwar auf seinem ganzen Wege um den Schuh herum.
Eine Maschine dieser Art ist im amerikanischen Patent 232382 vom 21. September 1880 dargestellt. Hier sind der Werkstückführer, das Schneidmesser und das Ritzmesser gegeneinander einstellbar angeordnet, um die Größe der Verbreiterung, die durch das Schneidmesser gebildet wird, und die Entfernung des Ritzkanäls von der Sohlenkante einstellen zu können. Bei jener Maschine kann das Ritzmesser durch das oder mit dem Schneidmesser eingestellt werden, so daß die Entfernung des Ritzkanals von der Sohlenkante konstant bleibt, trotz der sich ändernden Abstände des Sohlenrandes von der Innennaht. .
. Es ist aus verschiedenen Gründen, insbesondere auch deshalb, weil das Zurechtschneiden im Gelenk so nahe als möglich an der Innennaht stattfinden sollte, wünschenswert, die Innennaht als Leitlinie beim Beschneiden des ganzen Sohlenrandes zu benutzen.
Während theoretisch die Innennaht gewöhnlich dem Umriß des Leistens am Boden desselben folgt und daher eine richtige Führungslinie bilden sollte, nach welcher die Sohle bearbeitet werden könnte, ist es nichtsdestoweniger Tatsache, daß· die Innennaht häufig mehr oder weniger unregelmäßig abweichend von der Schuhform verläuft, beispielsweise infolge ungenauen Ritzens oder Nähens oder infolge von Änderungen der Dicke oder des Zustandes des Oberleders.
Bei für diesen Zweck später gebauten Maschinen, beispielsweise gemäß dem amerikanischen Patent 249279 vom 8. November 1881, ist der Werkstückführer so angeordnet, daß er nicht in oder an der Innennaht entlang fährt, sondern an dem Leisten nahe der Naht, so daß die bearbeitete Kante, die durch diese Führung erzeugt wird, die Unregelmäßigkeiten der Naht (falls solche vorhanden sind) zeigt, jedoch nichtsdestoweniger einer Linie folgt, die parallel derjenigen ist, die der Naht entspricht. Eine derartige Leistenführung war jedoch nicht einwandfrei, nicht nur des-
halb, weil es wünschenswert ist, im Gelenk dichter an der Innennaht zu schneiden, als eine Leistenführung gestatten würde, sondern auch weil der starke Druck, mit welchem diese Stiefel gegen die Führung gedrückt werden müssen, dazu führen könnte, an den Stellen, wo die Führung entlang geht, das Oberleder zu zerquetschen, zu zerstören oder bei Anwesenheit von Schmutz zu verunreinigen.
ίο Diese Übelstände führten zur Anwendungeiner Nahtführung am Fuß entlang, wo die Sohlenkante mehr oder weniger durch den überhängenden Teil des Schuhes verborgen ist und folglich, wo das Erfordernis einer symmetrischen Außenlinie nicht so groß ist, wobei, wenn der vordere Teil erreicht ist, die Führung von der Naht an die Leistenkante oder das'darauf befindliche Oberleder übertragen wird. Dies erfordert zwei unabhängige Führungen, von welchen eine im Gelenk'und die andere an dem Vorderteil wirkte.
Eine derartige Maschine ist in dem amerikanischen Patent 559602 vom 22. Februar 1898 dargestellt, bei welcher die Anbringung der Schnitte des Schneid- und, Ritzmessers im Gelenk dadurch bestimmt wird, daß man die Innennaht des Schuhes gegen eine feste Führung drückt und, sobald der Vorderteil erreicht ist, eine besondere unabhängige Führung vorlegt und durch Eingriff in den Leisten oberhalb der Naht den Stiefel von der Nahtführung fortdrückt, wobei nur von dem Leisten aus geführt wird, so daß irgendwelche Unregelmäßigkeiten der Innennaht nicht auf den Außenrand der Sohle übertragen werden.
Die Führung des Schuhes vom Leisten aus
ist jedoch nicht frei von Mißständen, weil das Andrücken des Stiefels gegen die Führung mit dem erforderlichen starken Druck der Maschine häufig das Leder zerquetscht. Bei manchen Schuhsorten ist hierbei noch die Möglichkeit vorhanden, daß· das Leder von Schmutz oder Schmiereteilchen, welche zwischen die Führung und das Oberleder gelangen, verunreinigt \vird und so den Stiefel für den Markt unbrauchbar machen, wenn nicht etwa vorher eine mit Kosten verknüpfte Reinigung vorgenommen wird.
Überdies sind Maschinen bekannt, geworden, die mit einer die gegenseitige Lage des Beschneidmessers und des Werkstückführers bestimmenden, zwangläufig bewegten Schablone versehen sind.
Bei der Maschine nach der vorliegenden Erfindung ist nur ein einziger Führer angeordnet, der dazu bestimmt ist, längs der Innennaht des Schuhwerkes zur Wirkung zu kommen, wobei alle diejenigen Vorteile ausgenutzt werden, welche einer solchen Führung eigentümlich sind, während gleichzeitig Mittel benutzt werden, welche eine Verunreinigung des Oberleders verhindern. Die Nahtführung kann hierbei von Zeit zu Zeit so eingestellt werden, daß Unregelmäßigkeiten- in der Lage der Innennaht aufgehoben werden, so daß die Innennaht als genaue Führung für die Herstellung einer fertigen Sohle benutzt werden kann. Die zwangläufig bewegte Schablone zur Bestimmung der gegenseitigen Lage des Beschneidmessers und des Werkstückführers ist als drehbare Scheibe ausgebildet. Ihr Umfang ist aus den für den rechten und für den linken Schuh eines Paares dienenden Musterflächen zusammengesetzt. Diese Musterscheibe ermöglicht die Herstellung des schottisehen Randes oder des Baltimore-Randes.
Schließlich ist die Maschine nach der vorliegenden Erfindung mit einer Einstellvorrichtung nebst Skala /für verschiedene -Schuhgrößen versehen, welche gestattet, die Drehung der Musterscheibe derart zu verändern, daß diese Drehung mit der Bearbeitung des Schuhrandes verschiedener Schuhgrößen gleichen Schritt halten kann. Dieselbe Einstellvorrichtung verändert auch die Randbreite entsprechend der Schuhgröße.
Auf den Zeichnungen zeigt:
Fig. ι eine linke Seitenansicht des mit der vorliegenden Erfindung ausgerüsteten Kopfes der Maschine, Fig. 2 eine rechte Seitenansicht desselben,
Fig. 3 einen Grundriß des Kopfes der Maschine von oben gesehen,
Fig. 4 eine Vorderansicht,
Fig. 5 einen wagerechten Schnitt«durch den Messerträger und die angrenzenden Teile nach der Linie 5-5 der Fig. 2.
Fig. 6 ist ein wagerechter Schnitt unterhalb der Musterscheibe nach Linie 6-6 der Fig. 7.
Fig. 7 ist eine Seitenansicht der in Fig. 6 gezeichneten Teile.
Fig. 8 ist ein wagerechter Schnitt nach Linie 8-8 der Fig. 7.
Fig. 9 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 9-9 der Fig. 6 nach rechts gesehen.
Fig. 10 ist ein Schnitt nach Linie 10-10 der Fig. I.
Fig. 11 ist eine Einzelansicht des das Ritz-, messer in Tätigkeit setzenden Hebels. .
Fig. 12 ist ein senkrechter Längsschnitt des no Innennahtführers und des Fühlers.
Fig. 13 ist ein Schnitt nach Linie 13-13 der Fig. 2.
Fig. 13 a ist eine Einzelansicht des Keilführungsblockes.
Fig. 14 ist ein Grundriß des das Messer einstellenden Keiles und der damit verbundenen Triebwerksteile. $
Fig. 15 ist eine Seitenansicht der Teile gemäß Fig. 14, wo ein Teil des nebenliegenden Messerträgers dargestellt ist.
Fig. 16 ist eine geschnittene Oberansicht
des den Führungskeil einstellenden Gliedes und des denselben in Bewegung setzenden Exzenters.
Fig. 17 ist eine Einzelansicht der Nabe des zur Einstellung des Führungsgliedes dienenden Teiles.
Fig. 18 ist eine Oberansicht des Tretwerkes der Maschine.
Fig. 19 ist eine Seitenansicht im Schnitt
ίο nach Linie 19-19 der Fig. 18.
Bei der Maschine, welche in den Zeichnungen als Beispiel dargestellt ist, wird der Sohlenrand zwischen einen Nahtführer 1 und ein unter Federdruck stehendes Druckstück 2 eingeführt, wie aus den punktierten Linien in Fig. ι ersichtlich ist, wobei der Rand gegen die innere Fläche des Führungsstückes ruht und das untere Ende des Führungsstückes auf dem Boden der Falte fest gegen die Naht aufliegt. Die Sohle wird dadurch in der Bahn des Schneidmessers 3 gehalten sowie gegen ein Ritzmesser 4. Letzteres sitzt auf dem vorderen Ende eines in der Seitenrichtung'.feststehenden, jedoch senkrecht einstellbaren" Blockes 5 und greift in die Tretfläche der ' Sohle in einer geeigneten Entfernung von der Kante derselben, um den Riß zu bilden, sobald die Sohle darüber hingeführt wird.
Beim Beschneiden der Sohle um den Vorderteil eines Stiefels ist es wünschenswert, daß die Außenlinie symmetrisch zur Hauptaußenlinie des Stiefels von oben gesehen ist. Die Naht, welche hier die Führungsbasis bildet, verläuft jedoch etwas unregelmäßig zu dieser Außenlinie, und es ist- daher erforderlich, Mittel anzubringen, durch welche die Nahtführung selbsttätig eingestellt werden kann, um Fehlern in der Lage der Naht zu begegnen.
Zu diesem Zweck ist neben der Nahtführung ι ein Führungseinsteller vorgesehen, welcher aus einem am Hebel 7 schwingbaren, und durch eine Feder 6Ö in Berührung mit der Führung gehaltenen Fühler 6 (Fig. 12) besteht. Der Fühler oder Finger 6 besitzt beiderseits Ansätze 8, welche· um den Führer 1 herumgreifen und den Finger mit demselben in einer Richtung halten. Das wirksame Ende des Fingers ist mit einer Tastrolle 9 versehen, welche sich gegen das Oberleder gerade oberhalb der Naht legt und dem Umriß des im Stiefel befindlichen Leistens folgt, wobei durch eine im folgenden näher beschriebene geeignete Vorrichtung die Führung 1 zum Schneidmesser eingestellt wird und den Stiefel von der Naht aus führt, so daß die Sohle nach einer Linie beschnitten wird, welche symmetrisch zum Umriß des Stiefels ist. Der Fühler 6 ist hier in der Lage zum Führer 1 dargestellt, welche er annimmt, wenn der Führer am Gelenk des Schuhes entlang geht.
Bei normaler Ruhelage ruht der Fühler am Ende der Führung.
Während dieser Beschneidtätigkeit bildet das Ritzmesser einen Kanal in der Sohlen-Unterseite in einer Entfernung von der Kante, welche durch die gegenseitige Lage der beiden Messer bestimmt wird.
Wünscht man einen weiteren Vorsprung, d. h. einen schottischen Rand oder einen Baltimore - Rand an der Sohlenaußenseite des Ballenteiles des Stiefels zu bilden, so wird das Beschneidmesser 3 gehoben oder quer zur Schneidrichtung bewegt, wobei es veranlaßt wird, die Sohle in einer größeren Entfernung vom Führungsglied 1 zu beschneiden. Die Bewegungen des Beschneidmessers werden zu diesem Zweck durch eine im folgenden näher beschriebene geeignete Vorrichtung geregelt, so daß die Außenlinie der Sohlenausladung selbsttätig bestimmt werden kann.
Der Vorschub des Werkstückes wird durch die vereinigte Klemm- und Vorschubwirkung des Führers 1 gebildet, wobei das Druckstück 2 und das Beschneidmesser 3 für diesen Zweck seitlich beweglich sind. Diese drei Teile erfassen das Werkstück und nehmen es um die Länge eines Vorschubes mit, worauf das Druckstück 2 vom Klemmdruck befreit wird und zusammen mit dem Führer 1 in die Anfangsstellung zurückgeht, wo beide das Werkstück wieder erfassen und es dem neuen Beschneidhub des Beschneidmessers entgegenhalten. Am Ende jedes Führüngshubes wird behufs Verhinderung einer Rückbewegung des Werkstückes durch die Rückkehr des Führers und Drückers das Schneidmesser festgehalten, so daß das Werkstück, bis der Führer und Drücker ihre Rückbewegung vollendet haben, still steht, worauf das Messer vom Werkstück fortbewegt wird und allein in die Anfangsstellung zurückkehrt, so daß es zu einem neuen Schnitthub bereit ist. Das seitwärts feststehende, in das Werkstück greifende Ritzmesser unterstützt das Schneidmesser beim Festhalten des Werkstückes gegen Rücklaufbewegung während des Rückwärtsganges des Führers und des Drückers.
Das Ritzmesser besitzt ferner eine Bewegung zum Beschneidmesser, durch welche die n0 Entfernung des Ritzes von dem Sohlenrand erforderlichenfalls geändert werden kann. Beispielsweise ist es üblich, den Riß im Gelenk weiter in die Sohlenmitte hineinzuverlegen als den Riß im vorderen Teil. , Zu diesem Zweck sind Mittel vorgesehen, durch welche das Ritzmesser durch den Arbeiter so bewegt werden kann, daß es am Vorderteil der Sohle einen geeigneten Abstand vom Schneidmesser erhält und am Gelenk in seine andere Lage zurückkehrt.
Um eine senkrechte Einstellung des Fütn
rungsstückes zu ermöglichen, die erforderlich ist, um Unregelmäßigkeiten in der Naht wirkungslos zu machen, ist das Führungsstück an einem Tragarm IO befestigt, der um sein hinteres Ende bei ii sctwingbar an der Buchse 54 ist, die den festen Bolzen 55 umgibt. Um diese Unregelmäßigkeiten der Naht zu ermitteln und die erforderliche Einstellung des Führers 1 zu bewirken, ist der Fühler 6 bei 6a um einen Stift 6C schwingbar, welcher in das Ende eines Hebels 7 hineingeschraubt ist und durch Veränderung der Einschraubtiefe eingestellt werden kann. Der Hebel 7 ist bei 7" an der Seite des wagerechten Armes. 14 gelagert, dessen hinteres Ende am oberen Ende des senkrechten Bolzens 55 befestigt ist. Der Fühler 6 wird in leichter Berührung mit der Vorderfläche des Führers 1 mittels einer Feder 6δ (Fig. 12) gehalten und trägt an sei-
2ü nem unteren Ende eine Rolle9, welche auf dem Oberleder an der Leistenkante gerade oberhalb der Innennaht entlang läuft.
Der Führer 1 ist senkrecht einstellbar in bezug auf den Fühler 6, und zwar mittels eines beweglichen Keiles 13, dessen Stellung durch den Fühler bestimmt wird. Dieser Keil wird zwischen den beweglichen Führerarm 10 und den festen Arm 14, welcher den Fühlerhebel trägt, geschaltet.
Zur Führung des Keiles in geeigneter Weise zwischen den Armen 10 und 14 greift dieser Keil (Fig. 13 und 13 a) in einen Führungsblock, welcher aus den zwei Teilen 13" und Ι3δ besteht. Die Lappen 131" des Teiles 13* gleiten in Nuten τy des Teiles 13'1, um zu gestatten, daß diese Teile durch den Keil 13 einander genähert und voneinander entfernt werden können. Die Teile 13" und 13* sind außerdem gemeinsam einstellbar, und zwar in einer hohlen Nabe 14° des Armes 14. Die normale Stellung des Hebels 10 in bezug auf den Arm 14 kann durch eine Stellschraube 13° bestimmt werden, welche auf den Teil 13* des zweiteiligen Führungsblockes wirkt. Die Stellung des Keiles 13 wird mittels eines Paares von Greifern 15 verändert, welche den Schaft des Keiles angreifen (Fig. 4) und auf dem senkrechten schwingenden Arm 17 angebracht sind, der bei 18 an dem Rahmen 19 der Maschine drehbar ist (Fig. 1). Dieser Arm 17 und seine Greifer werden gewöhnlich in senkrechter Stellung (Fig. 4) durch eine Feder ija gehalten. Die Nabe ijh dieses Armes 17 besitzt einen Ansatz 27 (Fig. 17), in welchem ein Stift27" gelagert ist, der vorn einen durchbohrten Kopf 271 trägt. In letzteren greift das untere Ende der Stange 26, die vom hinteren Ende des den Fühler 6 tragenden Hebels 7 hinabführt und an ihrem unteren Ende unterhalb des Kopfes 27^ einen Anschlagring 26a besitzt, so daß jede Bewegung des Fühlers auf den Arm 17 und seine Greifer 15 übertragen wird und diese bewegt, wodurch bewirkt wird, daß die letzteren in der einen oder anderen Richtung auf dem Schaft des Einstellkeiles 13 verschoben' werden. Eine Druckfeder 28 umgibt die Stange 26 zwischen dem Kopf 2jh und einem auf der Stange 26 sitzenden Ring 28". Der vordere Greifer 15 (Fig. 1) besitzt einen Ansatz 20, welcher die beiden Greifer umfaßt und als Lager für einen schwingbaren Klotz 21 dient, der einen gegen den hinteren Greifer wirkenden Daumen besitzt und mit einer nach unten hängenden Feder 22 fest verbunden ist. Diese Feder 22 hängt vor ■ einem Hubdaumen 24, welcher auf der Hauptwelle A befestigt ist und bei jeder Umdrehung die Feder 22 in einer Richtung schwingt, so daß die Greifer 15 sich einander nähern und den Keil 13 erfassen. Der Hubdaumen 24 (Fig. 1 und 16) ist ferner mit schrägen Flächen 24°' versehen, welche dadurch, daß sie, nachdem der Hubdaumen gewirkt hat, bei jeder Umdrehung zwischen ein Paar Rollen 25 des schwingenden Armes 17 greifen, letzteren zentrieren, nachdem die Greifer 15 den Keil 13 erfassen, so daß die Verschiebungen des letzteren alle von der seitlichen Stellung, welche der Arm 17 unter dem Einfluß des Fühlers 6 einnimmt, ihren An- go fang und von der senkrechten Mittelstellung dieses Armes ihr Ende nehmen.
Bei der Arbeit der Maschine läuft der Fühler 6, solange wie die Innennaht in der geeigneten Entfernung von der Kante des Leistens entfernt ist, frei an dem mit dem Oberleder bekleideten Leisten entlang und bewirkt keine Einstellbewegung des Keiles 13 und des Führers 1. Wenn jedoch eine Erhöhung oder Senkung in der Naht angetroffen wird, so nähert sich oder entfernt sich der Fühler 6 gegenüber der wirksamen Kante des Führers ι und schwingt dadurch seine Greifer, wodurch bewirkt wird, daß der Keil von diesen durch die Wirkung des Hubdaumens 24 an einem anderen Punkt ergriffen und dann durch das von den Flächen 24^ bewirkte Zentrieren des Armes 17 nach rechts oder links gezogen wird, wodurch der Führer entweder nach oben oder unten in einer Entfernung no festgestellt wird, welche nötig ist, die Erhebung oder Senkung in der Innennaht unschädlich zu machen und die Schnittlinie des Beschneidmessers so zu. legen, als ob keine Unregelmäßigkeit in der Innennaht vorhanden gewesen wäre.
Der Hebel 17 wird in seinen Schrittbewe-. gungen begrenzt und gehindert, aus dem Bereich des Hübdaumens 24 zu gelangen, und zwar dadurch, daß der Stift 27a (Fig. 17) mit genügendem Spiel in ein Lager 27° des Rahmens 19 der Maschine greift. Dieser Stift 27"
wird bei normaler Stellung des Armes 17 zentrisch zum Lager 27" gehalten.
Die Bewegung des Armes 17 genügt für alle gewöhnlichen Einstellungen, die für den Führer erforderlich sind.
Man hat jedoch in der Praxis gefunden, daß eine außerordentliche Bewegung des Armes selten erforderlich ist.
Um die Bewegungsgröße des Keiles 13 zu begrenzen, ist der Schaft des letzteren an jedem Ende mit Schultern 1301 (Fig. 3) versehen. Wenn die Greifglieder bei ihrer Schwingbewegung gegen eine der Schultern I3al stoßen, so wird eine weitere Bewegung des Armes 17 verhindert, obwohl die Bewegung der Stange 26 gegen den Druck der Feder 28 fortgesetzt werden kann, wobei die Reibung zwischen dem Keil 13 und den Armen 10 und 14 genügt, um dem Federdruck zu widerstehen.
Wenn der Keil 13 in eine solche Lage bewegt ist, daß eine seiner Schultern mit den durch die Daumenflächen 24°· zentrierten Greif gliedern 15 in Berührung kommt, so ist eine weitere Bewegung des Keiles in derselben Richtung nicht mehr möglich.
Auch eine außerordentliche Bewegung des Fühlers 6 über den Bewegungsbereich des Keiles 13 hinaus wird durch die Federn 28 aufgenommen, ohne die Stellung des Führers zu beeinflussen.
Wenn der Arbeiter die Innennaht gegen den Führer 1 drückt, so berührt gleichzeitig das auf den Leisten gezwickte Oberleder den Fühler 6 und bewegt ihn in die Höhe, so daß durch den Hebel 7 und die Stange 26 der die Greifer 15 tragende Arm 17 entgegen der Wirkung der Feder iya nach rechts geschwungen wird. Der Hubdaumen 24 schwingt dann bei seiner nächsten'Umdrehung gegen den Federarm 22 und die Rollen 25 und bewirkt dadurch, daß die Greifer 1S zunächst durch die Umfläche des Daumens gegen den Keil 13 angedrückt werden und diesen erfassen und dann durch die Anlaufflächen 24^ zentriert werden. Dadurch wird der Führungsarm 10 und der Führer 1 gehoben oder gesenkt und der Schuh zum Beschneidmesser eingestellt.
Es ist ersichtlich, daß, wenn die Rollen 25 des Greiferarmes 17 in einer Richtung mit dem Hubdaumen liegen, so daß letzterer sie bei seiner Umdrehung in keiner Richtung verschiebt, dann der Fühler 6 und der Führer 1 in einer geeigneten gegenseitigen Stellung zueinander und zum Beschneidmesser sich befinden, um dem Führer zu gestatten, den Stiefel für eine gegebene gleichförmige Breite des Sohlenrandes einzustellen.
Die Bewegungen der beschriebenen Teile des Fühlermechanismus sind so geregelt, daß die ausgleichende Bewegung des Führers bei irgendeiner Unregelmäßigkeit in der Innennaht etwas früher als der Schneidhub des Messers auftritt.
Infolge der federnden Verbindung zwisehen der senkrechten Stange 26 und dem Greiferarm 17 ist der Fühler 6 stets frei senkrecht beweglich, so daß er nicht in ungeeigneter Weise das Oberleder berührt, drückt oder quetscht, und sicher bei jeder Ungleich- 70-heit imLeder anspricht, ohne daß eine Störung in der Führung des Schuhes durch die Hand des Arbeiters eintritt, ausgenommen die geeignete Einstellung des Führers, gegen den allein der Schuh gepreßt und durch den er allein geführt wird.
So kann der Fühler 6 niemals als eine Führung für den Schuh dienen. Er besitzt keine genügende Stütze oder keinen genügenden Widerstand für einen Führer; er hat nur die Aufgabe eines Fühlers, welcher anzeigt, wann und in welchem Maße der wirkliche Führer 1 eingestellt werden muß.
Das Schneidmesser 3 (Fig. 5) ist mittels Schraube 3a am vorderen Ende einer Schwinge 29 angebracht, welche an seinem hinteren Ende bei 29s mit einem Schlitten 29^ drehbar verbunden ist, so daß sie in einer Führung 32 des Messerträgers 30 gleitet. Der letztere ist an dem hinteren Maschinenende um denselben Zapfen 11 drehbar, auf welchem der Führungsarm 10 schwingt. Die Schwinge 29 ist von geringerer Breite als die Führung 32, so daß sie Seitenschwingungen relativ zum Messerträger 30 ausführen kann; Um das Werkstück vorzuschieben, werden der Messerträger 30, die Schwinge 29, der Führer 1 und der Drücker 2 gemeinsam um die Achse 55 geschwungen. Darauf kehren der Messerträger 30, der Führer 1 und der Drücker 2 in die normale Lage zurück, während das Messer 3, wie vorher beschrieben, festgehalten wird, um das Werkstück während der Rückbewegung des Führers und des Drückers für einen neuen Griff festzuhalten.
Der Schneidhub des Schneidmessers wird durch einen senkrechten Hebel 33 (Fig. 2) bewirkt, welcher bei 33* schwingbar ist und an einen unteren Fortsatz 34 der Messerschwinge 29 mittels eines Gleitklotzes 35 greift, der in einer·Querführung 36 des Fortsatzes 34 gleitet. Die Führung 32 des Messerträgers 30 ist unten abgeschlossen durch eine Platte 37, welche die Messerschwinge 29 trägt. Die Platte 37 besitzt eine öffnung 38, durch Avelche der Fortsatz 34 der Messerschwinge 29 hindurchragt. . Diese Öffnung ist von genügender Länge, um den Schneidhub des Messers zu gestatten.
Das Schneidmesser 3 schneidet bei seiner Vorwärtsbewegung gegen einen geeigneten Block 61 (Fig. 12), welcher gleitend auf der
einen Fläche der Führung ι angebracht ist und durch einen Finger 62 (Fig. 1 und 12) mit dem vorderen Ende des Messerträgers 30 verbunden ist, so daß der Block 61 stets in derselben relativen Lage mit Bezug auf das Schneidmesser 3 gehalten wird, ohne Rücksicht auf die senkrechte Einstellung des Führers 1 mit Bezug auf dieses Messer. Wenn das Messer senkrecht eingestellt wird, nimmt es den Schneidblock 61 mit sich, so daß die beiden stets in geeigneter Stellung zueinander stehen. Der Finger 62 kann in irgendeiner passenden Weise auf dem Messerträger 30 angebracht werden (nicht dargestellt).
Der Hebel 33 für den Messerschlitten wird in Tätigkeit gesetzt von der Kurvennut 39* aus, welche sich in dem Hubrad 39 der Hauptmaschinenwelle befindet, und zwar geschieht dies mittels einer Gleitrolle 33s.
Der Drücker 2 (Fig. 2), welcher die Tretfläche der Sohle berührt, sitzt auf einem schwingenden Arm 40, der an seinem oberen Ende bei 41 an einem Ansatz 42 schwingbar angebracht ist. Letzterer ragt vom Messer-
träger 30 nach obeij, während der schwingende Arm 40 so verlängert ist, daß er eine Handhabe 43 bildet, so daß der Drücker 2 von dem Arbeiter nach rückwärts gedrückt' werden kann, um die Sohle zwischen den Drücker und den Führer 1 zu bringen.
Die Klemmbewegung' des Drückers 2 wird mittels einer Stange 44 (Fig. 2 und 3) bewirkt, welche gleitend in dem Ansatz 42, der den Klemmarm 40 trägt, angebracht ist.
Die Stange 44 und folglich der Arm mit seiner Klemmvorrichtung werden durch die Feder 45, die den Bolzen 46 umgibt, nach vorn gedrückt. Der Bolzen 46 geht durch ein Auge 47 der Stange 44. Zwischen dem Auge 47 und dem Kopf 48 wirkt die Feder 45, um dem Drücker 2 eine Klemmwirkung zu verleihen. Der Bolzen 46 kann gegen unbeabsichtigtes Drehen mittels einer Klemmschraube 49 im Ansatz 49* gesichert werden. Um die Sohle aus der Klemmwirkung des Drückers 2 von Zeit zu Zeit freizugeben, namentlich am Ende jeder Vorschubbewegung, ist die Stange 44 am hinteren Ende mit einem Hebel 50 verbunden, der bei 51 an dem Rahmen der Maschine angelenkt ist, und eine Reibrolle 52 besitzt, die durch eine Hubscheibe 39 in Tätigkeit gesetzt wird, um die Stange 44 zurückzuziehen und den Drücker 2 vom Federdruck zu entlasten, so daß der Drücker 2 lose um seinen Drehpunkt schwingt.
Der gemeinsame Drehpunkt 11 des Führerarmes 10 und des Messerträgers 30 sind auf der senkrechten Buchse 54 des Bolzens 55 am hinteren Ende der Maschine angebracht, so daß der Führer 1, der Träger 2 und das Schneidmesser 3 eine seitliche Zuführbewegung erhalten können, um das Werkzeug für die Schnitt für Schnitt absetzend vor sich gehende Beschneidarbeit vorzuschieben und gleichzeitig die Schuhsohle zu ritzen, indem man sie gegen das Ritzmesser 4 hält, während die Zuführbewegung stattfindet.
Die seitliche Zuführbewegung der genannten Teile wird mittels Hubscheiben 56 und 57 (Fig. 4 und 5) bewirkt, welche sich an entgegengesetzten Seiten des Hubrades 39 befinden. Eine derselben arbeitet mit der Reibrolle 58 eines Stiftes 59 zusammen, der sich auf dem Führungsarm 10 befindet, und die andere 57 arbeitet mit einer zweiten Reibrolle 6iB zusammen, die auf einem nach vorn vorragenden Arm 62a an der Unterseite der Buchse 54 angebracht ist, wie in Fig. 2 in punktierten Linien dargestellt ist.
Um den Messerträger 30 festzuhalten und ihn am Ende seiner Vorwärtsbewegung zu halten, ist ein Anschlag 63 (Fig. 2 und .5) vorgesehen, der in der Öffnung 64 der Messerschwinge 29 schwingbar ist und der bei der Vorwärtsbewegung der Messerschwinge in einen nach oben vorstehenden Finger 65 greift (Fig. 2), der sich an der Seite des Messerträgers 30 befindet und gegen die Wirkung einer geeigneten Feder 63" zurückgeschwungen wird, so daß, wenn der Messerträger 30 zusammen mit der Messerschwinge 29 seitlich nach links geschwungen wird, der Anschlag 63 unter der Wirkung seiner Feder nach vorn schwingt, und zwar in die Richtung des Fingers 65 gelangt, so daß der Schlitten festgehalten wird. Wenn der Messerträger 30 seitwärts nach rechts zurückbewegt wird, um den Drücker 2 zurückzubewegen, so dient der Anschlag 63 und Finger 65 dazu, den Messerschlitten am Ende des Zuführungshubes festzuhalten. Wenn der'Messerschlitten 29° zurückbewegt wird, um das Messer von dem Werkstück zurückzuziehen, so wird der Anschlag 63 hinter den Finger 65 zurückgezogen, und gleichzeitig gleitet ein anderer Anschlag 66 (Fig. 5), welcher an der entgegengesetzten Seite der Messerschwinge 29 in der Aussparung 67 drehbar angeordnet ist, und durch eine Feder gewöhnlich in rückwärtiger Stellung in dieser Aussparung gehalten wird, über eine Kurvenfläche 68 an der Seite eines 'Führungsschlitzes 32 des Messerträgers. Durch seine Feder bringt er das Messer in seine normale Lage gegen die gegenüberliegende Wand des Führungs-Schlitzes. Wenn das Messer zurückgezogen wird, so greift der Anschlag 66 in eine zweite Ausnehmung 69 in der Seite des Führungsschlitzes 32, so daß, wenn der Schlitten 29" vorwärts bewegt wird, zum Zweck eines weiteren Schneidhubes, und wenn die Federwirkung des Anschlages 66 aus irgendeinem
Grunde den Messerschlitten nicht in seine normale Lage zurückgebracht hat, so vollendet das Ende des Anschlages 66, welches gegen die vordere schräge Wandung 6ga der zweiten Ausnehmung 69 wirkt, die seitliche Rückwärtsbewegung der Messerschw.inge 29. Bei der Wirkung der bisher beschriebenen Teile wird der Drücker 2 durch den Arbeiter zurückgedrückt, und der Rahmen des Schuhes wird gegen die inneren Flächen des Führers 1 gebracht, wobei das Ende des letzteren gegen die Innennaht am Grunde der Falten gedrückt wird. Nach Loslassen des Handgriffes 43 wird der Schuh durch den Führer 1 und Drücker 2 und zwischen beiden gehalten und die Maschine dann angelassen, worauf das Schneidmesser durch das Sohlenmaterial sich vorwärts bewegt. Nach Vollendung des Schneidhubes des Schneidmessers wird der Führer 1, der Drücker 2 und das Schneidmesser 3 zusammen seitwärts nach links bewegt, um die Zuführbewegung des Arbeitsstückes zu veranlassen, während welcher das Ritzmesser 4 in die Außenfläche der Sohle einen Kanal in einer vorher bestimmten Entfernung von dem beschnittenen Rand ritzt. Nach Vollendung der Zuführbewegung· wird das durch den Anschlag 63 gegen Seitenbewegungen gesicherte Schneidmesser 3 etwas zurückgezogen, um es von dem Schneidblock 61 zu befreien. Gleichzeitig wird der Drücker 2 selbsttätig freigelassen, so daß die Sohle frei wird und der Drücker 2 und der Führer 1 in ihre Anfangsstellung nach rechts zurückkehren. Während dieser Rückkehrbewegung der genannten Teile wird das Arbeitsstück gegen Rückbewegung durch das festgehaltene Messer und das Ritzmesser 4 gesichert. Nachdem der Drücker und der Führer ihre Rückbewegung vollendet haben und das Werkstück von ihnen wieder erfaßt ist, wird das Messer aus letzterem ganz herausgezogen und, wie beschrieben, in die Anfangsstellung gebracht und für den nächsten Schneidhub ausgerichtet. Um den Handgriff von den Erschütterungen des Drückers unabhängig zu machen, kann er getrennt davon hergestellt werden und an dem Maschinenrahmen mit einem bei der Arbeitsstellung herausragenden, in der Richtung der Erschütterungen des Drückers angeordneten Teile angebracht werden.
Um eine schottische oder eine Baltimore-Form des Randes um den Ballen des Schuhes zu bilden, wird das Messer 3 senkrecht mit Bezug auf den Führer 1 bewegt. Die hierzu erforderliche Vorrichtung besteht aus einem Exzenter 70 (Fig. 15), welches auf der Hauptwelle A angebracht ist. Auf diesem Exzenter läuft eine Rolle 71 (Fig. 14 und 15), welche an einem Arm 72 sitzt, der bei 72"' schwingbar am Ende der Maschine angebracht ist und an seinem vorderen Ende eine keilförmige Führung 73 besitzt. Zwischen letzterer und dem M.esserträger ist ein: Keil 74 eingeschaltet, welcher dazu bestimmt ist, die Höhe des Messerträgers 30 zu ändern. Dieser Keil wird vorwärts und rückwärts zwischen dem Messerträger und der Führung 73 durch einen Arm 75 (Fig. 3) bewegt, welcher bei 76 am Maschinenrahmen schwingbar angebracht ist. Die Teile sind hierbei so angeordnet, daß der Keil 74 durch eine zu beschreibende Vorrichtung verschoben wird und der Vorsprung joa des Exzenters 70 unter die Rolle 71 gelangt (Fig. 15), gerade wenn das Schneidmesser in das Werkstück eintreten will, so daß die Ebene des folgenden Schnittes dieses Messers durch die vordere oder rückwärtige Lage des Keiles 74 bestimmt wird. Sobald das Messer in das Werkstück eingetreten ist und gehalten wird, so läuft der Vorsprung joa des Exzenters 70 unterhalb der Rolle 71 fort und gestattet, daß sich der Keil etwas senkt und hierdurch seine Berührung mit dem Messerträger 30 etwas löst, so daß der Keil durch die nächste Bewegung des Armes 75 verschoben werden, kann.
Zum Zweck der Bewegung des Keiles 74 ist der Arm 75 (Fig. 3 und 6) mit einem Fuß JJ versehen, in welchen eine V-förmige Rippe 78 (Fig. 9) eingreift, die an der Schwingplatte
79 sitzt, welche um einen, wagerechten Stift
80 drehbar ist (Fig. 9 und 10) und an ihrem oberen Ende eine Rolle 81 (Fig. 3) besitzt, welche mit der sich drehenden Musterscheibe 82 in Eingriff steht. Der Fuß JJ wird getrennt vom Arm 75 hergestellt und ist mit einem Ansatz JJ" versehen, welcher dem Ansatz 75"' des Armes 75 gegenübersteht. Eine Feder Jjb liegt ZAvischen diesen Ansätzen (Fig. 6), um die Bewegung des Fußes JJ aufzunehmen in dem Fall, wenn aus irgendeinem Grunde der Arm 75 an der Bewegung gehindert ist, wodurch ein Bruch von verschiedenen Teilen verhindert wird. Die Musterscheibe 82 (Fig. 3) ist mit zwei Musterflächen versehen, von denen sich jede um den halbenUmfang erstreckt. Die eine Musterfläche hat den Zweck, die Breite des Sohlenrandes eines rechten Schuhes, und die andere, dieBreite des Sohlenrandes eines linken Schuhes zu bestimmen. Diese Musterscheibe wird stets in einer Richtung gedreht, und zu diesem Zweck ist sie auf einer senkrechten Achse 83 (Fig. 3, 6 und 7) befestigt, welche in Armen gelagert ist, welche sich von einem Arm 84 (Fig. 7) nach außen erstrecken. Letzterer wird an dem Maschinenrahmen mittels Bolzen.84* (Fig. 1) befestigt. Zwischen den Lagern in dem Arm 84 besitzt die Achse 83. einen Stift 85 (Fig. 8) und eine Buchse 86, welche ein Paar entgegengesetzt spiralfederförmig gewundener Kupp-
lungsteile 87 besitzt, die die Buchse für gewöhnlich lose umgeben. Die inneren Enden dieser Federkupplung sind mit der Buchse 86 verbunden, während die anderen freien Enden mit den Kupplungsarmen 88 verbunden sind. Wenn einer der Kupplungsarme in der Richtung der Windung des Kupplungsgliedes 87, die durch einen Pfeil (Fig. 6) angedeutet wird, bewegt wird, so zieht sich die Kupplung zusammen und ergreift die Buchse 86 und dreht dieselbe mit der Achse 83 und der Musterscheibe 82. Wenn jedoch der Kupplungsteil in entgegengesetzter Richtung bewegt wird, so verbreitert sich die Kupplung" und gleitet leicht auf der Buchse, ohne dieselbe mitzunehmen. Die Kupplungsteile 88 sind mit einstellbaren Flächen versehen; welche durch Kontaktschrauben 89 gebildet werden. Jede derselben steht mit einem von zwei schwingenden Übertragungsteilen 90 (Fig. 6, 7 und 10) in Eingriff, welche ähnlich wie die Flügel eines Scharniers auf dem Bolzen 91 des Armes 84 gelagert sind. Die Teile 90 \verden durch Hebel 92 bewegt, welche am oberen und unteren Ende eines Stiftes 93 des Armes 84 schwingbar angebracht sind. Diese Hebel 92 sind an ihren freien Enden (Fig. 6 und 7) mit Rollen 94 versehen, welche Kurvenschlitzen 95 der Kurventrommel 96, die auf der Welle A sitzt, folgen. Diese Rollen 94 sind an entgegengesetzten Seiten der Wellet angeordnet.
Um den Hub des Teiles 90 durch die Hebel 92 ändern zu können, besitzen letztere die Kontaktstücke 97 (Fig. 6), welche messerförmige Lager 98 aufweisen, die mit dem Teil 90 an entgegengesetzten Seiten desselben in Eingriff stehen. Wenn die messerförmigen Lager 98 der Hebel und die Berührungsflächen der Schrauben 89 nach ihren Drehpunkten hin verstellt werden, um ihre radiale Länge zu verändern,'so werden die Schwingbewegungen, welche auf die Kupplung 87 übertragen werden, ebenfalls geändert, wodurch auch die Drehbewegung der Musterscheibe 82 geändert wird.
Zum Zweck der Einstellung des messerartigen Lagers 98 am Hebel 92 entlang, um die .Hubwirkung des schwingenden Gliedes 90 zu ändern, sind die Lager mit Stiften 98* versehen (Fig. 6 und 9), auf welchen die Gleitstücke 99 sitzen, die mit gegabelten Enden des Bügels 100 (Fig. 6 und 9) in Eingriff stehen. Dieser Bügel wird zur Änderung des Messerlagers durch eine Zahnstange 101 bewegt, welche damit verbunden ist und durch ein Zahnsegment 102 (Fig. 6) bewegt wird. Die Einstellung des Bügels mittels des Zahnsegments wird durch einen Hebel 103, der über einer Skala gleitet (Fig. 3) bewirkt. Eine Skala 104 ist unter dem freien Ende des Einstellhebels 103 angebracht und so eingeteilt, daß sie die erforderlichen Einstellungen des Hebels erzeugt, welche nötig sind, um der Musterscheibe 82 die fortschreitende Bewegung zu geben, um den verschiedenen Schuhformen zu entsprechen. Die allmähliche Weiterdrehung der Musterscheibe erfolgt in kürzeren Schritten für größere Schuhsorten, und in größeren Schritten für kleinere Schuh-Sorten, damit in jedem Falle das Vorbeigehen einer Musterfläche an. der Rolle 81 zu derselben Zeit beendigt ist, wie das Beschneiden des Sohlenrandes.
Bei größeren Schuhsorten muß die Breite des Randes ebenfalls vergrößert werden, um dieselbe proportionale Wirkung auf alle hergestellten Schuhsorten zu erzielen und der Zunahme der Randbreite oder Einstellung des Schneidmessers für die aufeinanderfolgenden Schuhgrößen Rechnung zu tragen; zu diesem Zweck sind Mittel angeordnet, um das messerförmige Lager 98 mit Bezug auf den Fuß yj des den Keil bewegenden Hebels einzustellen und hierdurch die Länge der aufeinanderfolgenden Bewegungen des Keiles 74 nach der Größenzunahme zu vermehren. So wird die V-förmige Rippe 78, welche einstellbar an der Schwingplatte 79 sitzt, von einem Gleitstück 105 (Fig. ι und 10) getragen, welches in einer Führung 106 der Schwingplatte 79 liegt. Auf dem Gleitstück 105 sitzt ein Anschlag 107 (Fig. I und 6), welcher mit der Rippe 78 eine senkrechte Führung 108 bildet, welche das runde obere Ende 109 eines an seinem unteren Ende bei in gelenkig an der Zahnstange 101 (Fig. 10) angebrachten Gliedes 110 aufnimmt. Das Glied 110 ist bei 112 geschlitzt und nimmt einen Stift 113 (Fig. 9 und 10) auf, welcher durch einen Schlitz 116 der Schwingplatte 79 tritt und daher als Schwingungspunkt dient, um welchen das obere Ende des Gliedes 110 durch die Zahnstange 101 geschwungen wird, um die Kontaktrippe 78 nach vorn und rückwärts auf der Schwingplatte einzustellen und die Keilbewegung zu ändern, die durch die Schwingplatte übertragen wird, so daß die Rippe 78 für die verschiedenen Schuhgrößen verstellt wird. Um den Stift 113 in seiner eingestellten Lage zu erhalten, ist derselbe mit einem runden Kopf 114 versehen, welcher in'der einen oder anderen runden Ausnehmung 115 ruhen kann, welche an der Innenseite der geschlitzten Schwingplatte 79 angebracht sind. Der Stift 113 kann, wenn gewünscht, innerhalb des Schlitzes 116 der Schwingplatte mit einem Gleitholz 117 versehen sein, um ein besseres Gleitlager zu bilden. Das äußere Ende des Stiftes 113 ist mit einem Kopf 118 versehen. Zwischen letzterem und der Buchse 120 ist eine lose auf dem Stift 113 sitzende Feder. 121 eingeschaltet, welche
für gewöhnlich den inneren Kopf 114 in der Ausnehmung 115 der Schwingplatte hält.
Die Achse des Stiftes 113 fällt bei ihrer Lage am oberen Ende des Schlitzes 112 des Gliedes 110 mit der Achse des oberen runden Endes dieses Gliedes zusammen, so daß eine Bewegung des unteren Endes des Gliedes durch die Zahnstange 101 nur das obere Ende desselben um die zusammenfallenden Mittelpunkte dreht und es zwingt, sich.in der Führung zu heben und zu senken, ohne eine Längsoder Seitenbewegung derselben hervorzurufen und ohne die Kontaktrippe 78 auf der Schwingplatte 79 zu bewegen. Wenn jedoch der Stift 113 mit seinem Kopf 114 in eine der unteren Einsenkungen 115 gesteckt wird, so hat jede von der Zahnstange 101 verursachte Schwingbewegung' des unteren Endes des Teiles 110 zur Folge, daß sein Oberes Ende, das sich nunmehr oberhalb der Achse "des Stiftes 113 befindet, eine Seitenbewegung macht, die der Rippe 78 mitgeteilt wird und daher die Größe der Bewegung des das Messer einstellenden Keiles 74 ändert, so daß eine proportionale Änderung der Sohlenrandbreite erzielt wird, sobald die Stellung des die Größe einstellenden Hebels 103 geändert wird.
Da die Musterscheibe 82 zwei Musterflächen besitzt, eine für rechte und eine für linke Schuhe, so ist es, da der ganze Mechanismus kontinuierlich arbeitet, erforderlich, die Drehung der Musterscheibe gegen das Ende jeder Ründungsarbeit anzuhalten, bis ein zum Paar gehöriger neuer Schuh zugebracht wird, worauf sie wieder in Tätigkeit gesetzt werden kann.
Zu diesem Zweck ist die Buchse 86, mit weichet; die Musterscheibe verbunden ist, an diametral gegenüberliegenden Seiten (Fig.. 8) mit Vorsprüngen 122 versehen, in welche eine Blattfeder 123 greift, die am hinteren Ende des Armes 84 (Fig. 7 und 8) sitzt. Diese Feder besitzt ein Querstück 124, dessen Enden auf Ohren 88* der Kupplungsteile 88 aufliegen und die Kontaktschrauben 89 dieser Teile gegen den Teil 90 drücken. Wenn jedoch bei der Drehung der Musterscheibe einer der Vorsprünge 122 der Buchse 86 zur Wirkung gegen die Feder 123 kommt, so drücken sie diese Feder nach außen und drücken dadurch - das Querstück 124 von den Kupplungsteilen 88 fort, und gestatten, daß die Federkupplung und die Teile 88 vom Schwingteil 90 entfernt bleiben und die Musterscheibe 82 anhalten.
Wird die Feder 123 zu anderen Zeiten nicht . nach außen gedrückt, so dreht sich die Musterscheibe und stellt den Keil 74 entsprechend ein. '
Um die Musterscheibe zu; richtiger. Zeit wieder in Drehung zu versetzen, nachdem ein neuer Schuh zugebracht ist, ist eine Anlaßvorrichtung vorgesehen, welche aus einem senkrechten Hebel 125 (Fig. 1 und 11) besteht, der auf einer Schwingachse 126 sitzt, auf der ein Arm 127 angebracht ist,, welcher mittels einer Stange 128 mit dem im folgenden zu beschreibenden Tretwerk verbunden ist. An dem oberen freien Ende des Hebels 125 sitzt ein drehbarer Stift 130, an dessen Ende ein schwingbarer Arm 129 sitzt, der mit einem Sperrfinger 134 (Fig. 3) versehen ist, während eine Feder 131 am Hebel 125 sitzt und der Stift 130 dazu dient, den Stift und den'Arm 129 wagerecht in die Drehungsbahn eines Paares diametral gegenüberliegender Anlaßstifte 132 (Fig. 3) zu bringen, welche an. der Unterseite der Musterscheibe sitzen.
Wenn die Musterscheibe 82 bei ihrer Umdrehung sich · dem Ende einer halben Umdrehung nähert, d. h. nahe dem Ende einer vollen Bearbeitung des Schuhes steht, so schlägt einer der Stifte 132 gegen die Seite des Anschlages 129 und schwingt diesen nach einer Seite, um ihm zu gestatten, daß er vorbeigeht. Nachdem der Stift ani Anschlag vorbeigegangen ist, schwingt die Feder 131 den letzteren in seine normale Lage zurück, wo der Anschlag durch Berührung seines Fingers mit dem Stift angehalten wird.
Die Stifte 132 sind auf einem Halbmesser der Musterscheibe angebracht, und zwar auf demjenigen, auf welchem die Ansätze 122 (Fig. 8) der Buchse 86 angeordnet sind, so daß, wenn einer der Stifte eine in Fig. 3 dargestellte Lage zum Anschlag 129 einnimmt, einer der Vorsprünge 122 gleichzeitig mit der Feder 123 in Eingriff kommt und die Kupplungsteile 88 außer Wirkung kommen und die Musterscheibe angehalten wird. Wenn nun die Musterscheibe angelassen werden soll, wird der Hebel 125 mittels der Stange 128 nach vorn geschwungen, worauf der Anschlag 129 mit dem Stift 132 in Eingriff kommt und die Musterscheibe antreibt, wodurch die Buchse 86 genügend gedreht wird, um den Vorsprung 122 an der Feder 123 vorbei fortzubewegen, wodurch die Kupplungsteile 88 mit Bezug auf den Hebel 92 in die Arbeitsstellung gebracht werden.· Die" so in Umdrehung versetzte Musterscheibe dreht sich, bis der entgegengesetzte Stift 132 die Feder 123 erreicht und zur Seite drückt und die Musterscheibe am Ende, einer halben Umdrehung wieder stillsetzt.
. Es ist daher ersichtlich, daß das Ingangsetzen der Musterscheibe vollkommen unter der Kontrolle des Arbeiters steht; er setzt sie in Gang, wenn er einen neuen Schuh zur Bearbeitung eingespannt hat. Wenn dann die Musterscheibe in Gang gesetzt ist, so wird ihre Tätigkeit nur durch den Gang der Maschine geregelt, und sie kann — abgesehen
von dem Falle, daß die Hauptwelle A stillgesetzt wird — nicht wieder unterbrochen werden, bevor nicht eine halbe Umdrehung vollendet ist, worauf . der fertige Schuh . durch einen anderen ersetzt wird.
Das Ritzmesser 4 (Fig. 1) ist an einem Block 5 angebracht. Um einen Wechsel in der Höhe des Ritzmessers mit Bezug auf die Schnittlinie des Schneidmessers zu gestatten, ist dieser Block am oberen Ende bei 147 geschlitzt, um den Blockzapfen, welcher auf dem einen Arm eines T-förmigen Hebels 144 angebracht ist und bei 135 an einem Ohr des Trägers 30 des Beschneidmessers 3 sitzt,, auf-
zunehmen, so daß der Block 5 und sein Ritzmesser 4 jedesmal, wenn der Träger 30 des Beschneidmessers zwecks Änderung der Randbreite gehoben oder gesenkt wird, ebenfalls gehoben oder gesenkt wird, so daß der Riß in gleichförmiger, vorher bestimmter Entfernung von der Sohlenkante gehalten wird, wie die Sohlenbr'eite auch sein mag. An den hinteren und unteren Enden des Blockes 5 ist bei 138 ein Glied 137 angelenkt, welches bei 139 am Schneidmesserträger 30 aufgehängt ist, wodurch das hintere Ende des Blockes, der sich mit dem Messerträger 30 bewegt, getragen wird. Damit der Block 5 beständig nach vorn gedrückt wird, um das Ritzmesser über den Drücker 2 hinaus zu bewegen und es in eine solche Stellung zu bringen, daß es einen Kanal in die Sohle ritzt, während es über den Drücker geführt wird, ist der Block 5 bei 140 durchbohrt und nimmt hier eine Feder 141 auf, welche gegen eine einstellbare Anschlagschraube 142 stößt. Mit dem anderen Ende drückt die Feder gegen einen an dem Glied 137 schwingbaren Block 143. Die in dem Block 5 befindliche und gegen das Glied 137 wirkende Feder 141 ist bestrebt, das obere Ende des Gliedes 137 zurückzubewegen. Da letzteres aber nicht nachgibt, so wird die Feder 141 veranlaßt, sich und den Block 5 in die entgegengesetzte Richtung gegen die hintere Fläche des Drückers 2 zu bewegen.
Um gleichzeitig das Ritzmesser beim An-, lassen der Musterscheibe gegen das Schneidmesser 3 zu schwingen und hierdurch den Riß näher an der Kante des Vorderteiles als an der des Gelenkteiles zu.schneiden, ist, wie bereits 'erwähnt, auf einem Stift 135 ein T-förmiger Hebel 144 angebracht, dessen vorderer Arm mit einem Stift 145 versehen ist, der durch einen Gleitblock 146 geht. Letzterer liegt in einer Führung 147 des vorderen Endes des Blockes S- De1' nach unten ragende Teil des T-förmigen Hebels 144 ist mittels eines Gliedes 148 mit dem Hebel 125 verbunden, welcher den Anschlag 129 in Tätigkeit setzt. Wenn dieser Hebel vorwärts bewegt wird, um die Musterscheibe 82 in Umdrehung zu versetzen, so bewirkt er durch das Glied 148, daß der T-förmige Hebel 144 geschwungen wird und dadurch das vordere Ende des Blockes 5 mit dem Ritzmesser 4 hebt. Der Hebel 125 und der Block 5 werden in dieser Lage, wobei das Ritzmesser den Kanal dicht an der zu beschneidenden Kante schneidet, gewöhnlich während der Bearbeitung des ganzen vorderen Teiles gehalten,-bis das Gelenk ander entgegengesetzten Seite des Schuhes erreicht ist, worauf der Hebel 125 freigelassen wird und in seine Normalstellung· zurückkehren kann, wodurch auch das Ritzmesser in die untere Stellung zurückkehrt, um am Gelenk entlang zu schneiden. Die Bewegungen des Ritzmessers 4 zum Schneidmesser 3 sind durch Anschlagschrauben 149 begrenzt, welche nach abwärts gerichtet sind.
Um dem Hebel 125 eine größere Schwingung mitteilen zu können, als zur Bewegung des Ritzmessers erforderlich ist, ist das Glied 'I48, welches das Ritzmesser mit diesem Hebel verbindet, bei 150 gegabelt, um den Stift 151 des Hebels zu umfassen. Die untere Zinke der Gabel ist mit einem Ansatz 152 versehen, welcher zwischen die Enden einer Feder 153 greift, die an einem Stift 154 des Hebels 125 sitzt und beiderseits gegen einen Ansatz 155 drückt. Wenn der Hebel 125 losgelassen-wird, so bringt der federnde Arm den Hebel in seine Normallage zurück, die zwischen den Federarmen zentriert wird.
Die eigenartige Form des Tretwerkes für die Stange 128 und den Hebel 125 ist in Fig. 18 und 19 dargestellt, in welchen der eigentliche Trethebel 156 bei 157 an einem Gestell 158 schwingbar gelagert ist. · Der Arm 156 ist am vorderen Ende mit einer Trittplatte 159 versehen, welche bei 160 schwingbar ist und mit einem Anschlag 161 versehen ist, welcher mit dem vorderen Ende des Trethebels 156 in Berührung kommen kann und die höchste Lage der Platte bestimmt. Das Zehenende des Trethebels 156 ist gegabelt. Hier ist bei 162 ein zweiter Trethebel 170 gelagert, dessen Ende mit dem Zehenteil der Platte 159 in Berührung steht, und deren hinteres Ende gelenkig mit der Stange 128 verbunden ist. Diese steht mit dem Arm 125 in Verbindung, der zur Steuerung der Muster-, scheibe 82 und des Ritzmessers 4 dient. Am Drehpunkt 162 des Trethebels 170 sitzt eine Stange 171 angelenkt, welche die Federkupphingen 87 für den Antrieb der Musterscheibe 82 beeinflußt.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende :
Der Arbeiter setzt zunächst seinen Fuß auf die Trittplatte 159 und drückt mit seinem Absatz den Anschlag 161 auf den Arm 156
und drückt. diesen so nieder, wodurch der zweite Trethebel 170 mitgenommen wird, ohne ihn jedoch hinsichtlich seiner Lage zum Trethebel 156 zu ändern. Dies Niederdrücken des Haupttrethebels 156 bewirkt einen Zug auf die Stange 171 und eine'solche Bewegung der Kupplung der Hauptwelle A, daß die Maschine angeht, wodurch das Schneidmesser 3 und die seitliche Zuführbewegung des Drückers 2 und Führers 1 in Tätigkeit gesetzt werden. Der Arbeiter drückt dann den Drückerhebel 43 nach hinten, um den Drücker zurückzuziehen und zu gestatten, daß die Sohlenkante des zu bearbeitenden Schuhes zwischen den Drücker und den Führer eingelegt wird, wobei.die Kante des Führers fest an die Falten der Innennaht gelegt wird, worauf der Arbeiter den Hebel 43 losläßt und dem Drücker gestattet, daß dieser nach vorn bewegt wird, wodurch ein Vorwärtsbewegen der Sohle nach und nach erfolgt.
Das Schneidmesser, welches gleichzeitig mit dem Drücker und Führer in Tätigkeit gesetzt wurde, beschneidet, sofort die Sohlenkanten und bewegt sich nach jedem Schnitt mit dem Führer und Drücker nach links, um die Sohle gegen das feste Ritzmesser zu führen und das letztere zu veranlassen, daß es den Kanal nach Maßgabe des Vorschubes des Arbeitsstückes schneidet. Wie erwähnt, wird das Schneidmesser am Ende jeder Vorschubbewegung etwas aus dem Arbeitsstück herausgezogen und hier festgehalten, um das .Werkstück .während der Rückkehr des Führers und Drückers in ihre Anfangsstellung festzuhalten, worauf das Schneidmesser zurückgezogen wird und dann für einen neuen Schnitt in die Anfangslage vorgeht.
Da das Messer als Vorschubelement, der Maschine ,und als Mittel zur Verhinderung der Rückwärtsbewegung des AVerkstückes dient, während der Führer und Drücker in ihre normale Lage zurückkehren, so wird dieses Messer zweckmäßig hohlmeißelartig ausgebildet, d. h. derart gestaltet, daß es entweder eine gekrümmte Schneidkante an seinem Ende oder eine gerade Schneidkante mit einer senkrechten Lippe an einer oder beiden Seiten der Schneidkante darbietet. Ein so gestaltetes Messer setzt sich selbsttätig in dem Arbeitsstück fest, insofern eine Seitenbewegung des Arbeitsstückes zum Messer stattfindet, und bewirkt daher den zum Vorschub des Werkstückes erforderlichen Eingriff gegen den beträchtlichen Widerstand des festen Ritzmessers und sichert ebenfalls das Festhalten des Werkstückes in seiner neuen Lage, während der Führer und Drücker in ihre Anfangslage zurückkehren. Es ist wichtig, daß die Vorschubbewegung für jeden Schnitt des Schneidmessers in der vorgeschriebenen Weise stattfindet, um eine geeignete Beziehung zwischen den Hüben, des Schneidmessers und der Drehung der Musterscheibe zu erhalten. Die Drehung der Musterscheibe wird, wie bereits oben erläutert ist, durch den Einstellhebel 103 der Schuhgröße entsprechend geregelt.
Wie vorher erwähnt, dient der Führer als Sohlenführer für das Werkstück beim Umlauf des ganzen Umrisses des Schuhes, nicht nur entlang den Seiten des Fußes desselben, sondern, auch bei den Vorderteilen, so daß, die Maschine nur einen einzigen Führer selbst für Schuhe verschiedener Größen besitzt. 75 -·
Der Fühler 6 hat nur die Aufgabe eines Fühlers und nicht eines Führers und Drückers und zerstört und beschmutzt daher nicht das Oberleder an irgendeiner Stelle, weil er nur mit geringem Druck darauf ruht. Sollte der Arbeiter fahrlässiger Weise.den Schuh so bewegen, daß er das Oberleder mit starkem Druck gegen den Fühler bringt, so gibt der Fühler sofort nach und schwingt hoch in die Luft. Dadurch wird es stets unmöglich, daß der Fühler auf dem Oberleder mit einem solchen Druck lastet, der zur Führung ausreichend wäre und welcher das Leder zerstören oder beschmutzen könnte. . Dieser Fühler tastet nur nach Ungleichmäßigkeiten und Unebenheiten der Innennaht, und wenn er solche Unregelmäßigkeiten findet, so bewirkt er, daß der Führer hiernach eingestellt wird, so daß die Schnittlinie proportional zur Naht und in einem regelmäßigen Linienzug verläuft.
Wenn "die Maschine angelassen wird, so bleibt die Musterscheibe zunächst in Ruhe, weil beide Federkupplungen 87 von einer der Hervorragungen 122 (Fig. 9), die die Feder 123 von den Kupplungsteilen 88 entfernt halten, außer Tätigkeit gehalten werden.
Wenn am Vorderteil entlang geschnitten wird, so ist es, wie beschrieben, wünschenswert, die' beschnittene Kante so dicht wie möglich an der Innennaht zu halten, ohne jedoch die Innennaht zu zerstören. Im Gelenk wird dagegen der Riß weiter in die Sohle hineingeschnitten. Wenn jedoch der Vorderteil an beiden Seiten eines Schuhes erreicht ist, so drückt der Arbeiter, welcher seinen Fuß auf dem Tritt 159 niedergedrückt hat, ohne Verlassen desselben seine Zehen nieder, wodurch er das Zehenende der Trittplatte 159 um den Punkt 160 dreht und so das äußere Ende des zweiten Trethebels 170 niederdrückt, wodurch. bewirkt wird, daß das hintere Ende dieses Trittes die Hilfsstange 128 hebt. Die letztere bewegt hierbei den Hebel 125 nach vorn (Fig. 1), wodurch der Anschlag 129 veranlaßt wird, die Musterscheibe zu erfassen und sie in eine vorher bestimmte Lage zu bringen, wobei die vordere Kante des Anschlages 129
in Wirkung tritt. Gleichzeitig bringt der Hebel 125 die Federkupplungen in Tätigkeit, um die Musterscheibe während der folgenden Arbeit der Maschine zu drehen.'
Bei der weiteren Arbeit der Maschine verändert die Drehung dieser Musterscheibe durch Änderung der Lage des Keiles 74 bei jedem Hub des Messers die Höhenlage des Schneidmesserträgers zum Führer, wodurch bewirkt wird, daß das Schneidmesser entlang einer Linie schneidet, deren Entfernung von der Innennaht durch die Musterscheibe bestimmt wird, so daß die beschnittene Kante im wesentlichen die Form des Umrisses der Musterscheibe annimmt.
Selbstverständlich kann man durch Anwendung einer anderen Musterscheibe eine andere Außenlinie der Sohle herstellen. Während zwei Federkupplungen absetzend auf die Musterscheibe behufs Drehung derselben wirken, ist die Drehbewegung der Musterscheibe doch in gewissem Sinne kontinuierlich, weil die absetzenden Bewegungen zwangläufig aufeinanderfolgen und eine willkürlich zu unterbrechende Ruhepause erst dann eintritt, wenn eine ganze Musterfläche an der Rolle 81 vorbeigegangen ist.
Obwohl die Musterscheibe so im wesentlichen kontinuierlich bewegt wird, gestattet die Anwendung der Einstellvorrichtung und der abwechselnd wirkenden Kupplungen, den Betrag der Umdrehung zu ändern, so daß die Musterscheibe eine halbe Umdrehung in kürzerer Zeit für einen kleineren Schuh als für einen größeren Schuh macht, was natürlich notwendig ist, weil die Anzahl der Messerhübe für einen großen Schuh größer ist als für einen kleinen. Diese veränderliche Vorschubbewegung . der Kupplung wird durch Änderung der Lage der Lagerschneide 98 (Fig. 6) am Hebel 92 erreicht.
Bei gleicher Bewegung des Hebels 92 ist, wenn Bewegung von diesem auf die scharnierartigen Übertrager 90 bei veränderlichen Entfernungen vom Schwingungspunkt der Hebel übertragen wird, die übertragene Bewegung größer oder kleiner, wodurch die Bewegungen der Kupplungen geändert werden. Diese Einstellung der Lagerschneide 98 auf ihren Hebein wird durch Einstellung des Zeigers 103 je nach der Schuhgröße bewirkt. Durch die Einstellung des Zeigers 103 wird aber auch gleichzeitig die Randbreite der Schuhgröße ■ entsprechend geregelt, indem die Lage der Lagerschneide 78 zum Fuß Jj des Hebels 75, der den Keil 74 beeinflußt, geändert wird.
Der Führer braucht bei der Herstellung mancher Schuhe nicht benutzt zu werden und kann dann in die in Fig. 1 gezeichnete Lage hochgeschwungen werden, in welcher er durch die Feder 6b gehalten wird.

Claims (24)

Patent-Ansprüche:
1. Maschine zum Beschneiden von Sohlen oder ähnlichen Schuhteilen mit einer die gegenseitige Lage des Beschneidmessers und des Werkstückfülirers bestimmenden, zwangläufig bewegten Schablone, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone als drehbare Scheibe (82) ausgebildet ist und ihr Umfang aus mehreren aufeinanderfolgenden Musterflächen zusammengesetzt ist, die alle durch die Umdrehung der Scheibe in derselben Richtung zur Einwirkung gebracht werden. .
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein gleitender Keil (74) zwischen dem Antrieb (A, joa, Ji) ■zur Höheneinstellung des Beschneidmessers (3) und dem Beschneidmesserträger (30) angeordnet ist, und daß dieser Keil (74) durch Drehung der Musterscheibe (82) mittels geeigneter Zwischenglieder (81,79,78,77,75) bewegt wird, um die gewünschte Verbreiterung am Sohlenrand hervorzubringen.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein verstellbares Glied (78) in. der Vorrichtung (81,79,77,75) zur Übertragung der Tätigkeit der Musterscheibe (82) auf das Beschneidmesser (3) eingeschaltet ist, wodurch die beschnittene Randbreite entsprechend der Größe des jeweilig zu bearbeitenden Schuhes entweder erhöht oder vermindert werden kann.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung des, Gliedes (78) durch eine von Hand zu bedienende'Vorrichtung (103,102,101,110, 113, 105) bewirkt wird.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die von Hand zu bedienende Vorrichtung (103, 102, 101, 110, 113, 105) ein bewegliches Glied (113) enthält, das in verschiedenen Stellungen (115) gebracht werden kann, um den Einfluß der genannten, von Hand zu bedienenden Vorrichtung abzustufen.
6. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (A, 95, 92, 90, 88, 87, 83) zur Drehung der Musterscheibe (82) ein verstellbares Glied (98) enthält, mittels dessen die Drehungsgeschwindigkeit der Musterscheibe nach Wunsch erhöht oder vermindert werden kann, entsprechend der Größe des jeweilig zu bearbeitenden Schuhes.
. 7, Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung des verstellbaren Gliedes (98) durch eine von Hand zu bewegende Vorrichtung (97, 98°, 99, 100, 101, 102, 103, 104) bewirkt wird.
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die von Hand zu bewegende Vorrichtung (97, 98^ 99, 100, 101, 102, 103, 104) zur Einstellung des be-.
weglichen Gliedes (98) eine in Schuhgrößen eingeteilte Skala (104) und einen darüber schwingenden Arm (103) enthält.
9. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Musterscheibe
(82) zwei Musterfläclien besitzt, eine für rechte Schuhe und eine für linke.
10. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Musterscheibe (82), nachdem eine Musterfläche ihre Tätigkeit beendet hat, durch eine Haltevorrichtung (122, 123, 124) zum Stillstand gebracht wird.
11. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen Anlaßhebel (125) eine Antriebverbindung (95, 92, 98, 90, 89, 88) zwischen der Hauptwelle (A) und Kupplungen (87) der Musterscheibenwelle (83) geschlossen (129, 132, 86, 123, 124, 88) werden kann.
12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebverbindung (95, 92, 98, 90, 89, 88) zwischen der Hauptwelle (A) und den Federkupplungen (87) der Musterscheibenwelle (83) derart eingerichtet ist, daß die Federkupplungen (87) absetzend und abwechselnd bewegt werden. .
■13. Maschine nach Anspruch 1 mit . einem Rißmesser, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage des Rißmessers (4) gegenüber dem Beschneidmesser (3) beim Ingangsetzen der Musterscheibe (82) durch eine Einstellvorrichtung (144, 148, 125, 127, 128) verändert wird, wobei die Ver- - stellung des Rißmessers durch Anschläge (149) begrenzt werden kann.
14. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstückführer: (1) und das Beschneidmesser (3) durch eine Vorrichtung (28, 17, 13, 15, 24, 25) relativ verstellt werden können, so daß die Unebenheiten der Nahtlinie, an welchem der WTerkstückführer entlangarbeitet, ausgeglichen werden, wobei die Größe dieser
Verstellung durch einen Fühler (6) o. dgl. mittels geeigneter Zwischenglieder (7, 26) selbsttätig bestimmt wird.
15. Maschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß . die Bewegung des Werkstückführers (1) durch einen Keil (13) ο. dgl. bewirkt wird, welcher zuerst durch Klemmglieder (15) festgeklemmt (24) wird, worauf diese Klemmglieder und der von ihnen festgeklemmte Keil durch Schubflächen (24") - bewegt werden, um die Einstellung des Werkstückführers zu bewirken, wobei die Größe der Einstellbewegung des Werkstückführers gegenüber dem Beschneidmesser
(3) durch den mit dem Oberleder in Berührung stehenden Fühler (6) bestimmt wird.
16. Maschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschneid-' messerantrieb (A, 39°, 33, 29) und der Antrieb (A, 24, 24«·, 22, 15) 'zum Festklemmen der Klemmglieder (15) und Verschiebung des Keiles (13) derart gegeneinander eingestellt sind, daß die Verschiebung des Keiles (13) stets unmittelbar vor der Beschneidbewegung des Beschneidmessers (3) stattfindet.
Vj. Maschine nach Anspruch 14,' dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (6) durch eine Feder (28) 0. dgl. nachgiebig an den Schuh angedrückt wird und deshalb nie als Führer für den Schuh dienen kann.
18. Maschine nach Anspruch 1, bei welcher der Vorschub des Werkstückes durch die Seitwärtsbewegung mehrerer Klemmbacken und des Beschneidmessers bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vollendung des Vorschubhubes das Beschneidmesser (3) teilweise, und nach der Rückwärtsbewegung der Klemmbacken (Drückerfuß 2 und Werkstückführer 1) vollständig aus dem Werkstück herausgezogen und in seine ursprüngliche Stellung zurückbewegt wird (39®, Fig. 2).
19. Maschine nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß nach Vollendung des Vorschubhubes und während die Klemmbacken (2, 1) wieder zurückbewegt werden, das Beschneidmesser durch eine Sperrvorrichtung (63,65) in seiner vorgeschobenen Stellung verriegelt, darauf aber durch eine Anschlagvorrichtung (66, 68, ev. 69"·) in seine Ausgangsstellung gebracht wird.
20. Maschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (6)' durch eine Feder (6δ) ο. dgl. in seiner Arbeitsstellung gehalten wird, derart, daß er, wenn er einer größeren Bewegung ausgesetzt wird, als die Verstellung des Werkstückführers (1) verlangt, aus der Arbeitsstellung . herausschwingt und außer Wirkung tritt.
21. Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Rißmesser ·
(4) auf dem.Beschneidmesserträger (30) schwingt (135, 139) und folglich an der Auf- bzw. Abwärtsbewegung des letzteren teilnimmt, so daß bei jeder Form der Musterscheibe (82) der Abstand des Risses vom Sohlenrand gleich bleibt.
22. Maschine nach Anspruch 11 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß, wenn die Musterscheibe (82) in Gang gesetzt wird, das Rißmesser durch geeignete Zwischenglieder (144,146,148) gegen das Beschneidmesser (3) verschoben wird, um den Abstand des Risses vom Sohlenrand am Anfangspunkt der Beschneidarbeit gering zu halten, von diesem Anfangspunkt aber schnell auf das normale Maß anwachsen zu lassen.
23. Maschine nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (125) zum Anlassen (129,132) der Musterscheibe (82) durch eine nachgiebige bzw. elastische Verbindung (Hebel 150, Stift 151, Feder 153) mit dem Lenker (48) zum Verschieben des Rißmessers verbunden ist, zum Zweck, eine größere Ausschwenkung des Anlaßhebels (125) zu gestatten, als zur Verstellung des Rißmessers (4) nötig, ist. . ■ . ■
24. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Trethebel (156), durch welchen die Maschine eingerückt wird, ein Trittbrett (159) drehbar angeordnet ist, von dessen Enden das eine in der Normalstellung auf dem Trethebel (156) und das andere auf dem vorderen Ende eines zweiten Trethebels (170) ruht, welcher auf dem Trethebel (156) drehbar (162) gelagert ist und mit seinem hinteren Ende mit einer Stange (128) gelenkig verbunden ist, durch welche der Hebel (125) zum Anlassen der Musterscheibe bewegt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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