DE202006003473U1 - Behältereinrichtung für eine Pressvorrichtung für Abfälle, aufweisend eine Verschlussklappe mit einer kraftbeaufschlagten Spanneinrichtung - Google Patents

Behältereinrichtung für eine Pressvorrichtung für Abfälle, aufweisend eine Verschlussklappe mit einer kraftbeaufschlagten Spanneinrichtung Download PDF

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Abstract

Behältereinrichtung für eine Pressvorrichtung für Abfälle,
wobei die Behältereinrichtung mit einer Einfüll- und Presseinrichtung verbunden oder mit dieser koppelbar ist, und
wobei eine der Einfüll- und Presseinrichtung zugewandte Wand der Behältereinrichtung in ihrem unteren Bereich eine Öffnung für aus der Einfüll- und Presseinrichtung in die Behältereinrichtung zu verbringende Abfälle aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Behältereinrichtung eine diese Öffnung ganz oder teilweise abdeckende, sich in Richtung des Innenraums der Behältereinrichtung öffnende Verschlussklappe aufweist,
wobei die Verschlussklappe eine kraftbeaufschlagte Spanneinrichtung aufweist, die die Verschlussklappe in einer die Öffnung abdeckenden Position hält,
dergestalt, dass Abfälle aus der Einfüll- und Presseinrichtung zunächst gegen die Verschlussklappe gepresst werden,
und die Verschlussklappe sich erst nach Überwindung der sie beaufschlagenden Kraft in Richtung des Innenraums der Behältereinrichtung öffnet.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Pressvorrichtung für Abfälle, insbesondere eine Behältereinrichtung für eine solche Pressvorrichtung, wobei die Behältereinrichtung mit einer Einfüll- und Presseinrichtung verbunden oder mit dieser koppelbar ist.
  • Solche Pressvorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt, z.B. aus der DE 29602344 , bei der die Einfüll- und Presseinrichtung einen Schneckenverdichter aufweist, aus der DE 4027717 , die einen linear arbeitenden Presskolben offenbart, oder aus der DE 2814720 , bei der der Presskolben als Pendelkolben ausgeführt ist.
  • Diese Vorrichtungen haben gemein, dass der darin vorgesehene Presskolben oder Schneckenverdichter so ausgestaltet ist, dass er Abfälle aus der Einfüll- und Presseinrichtung in die Behältereinrichtung schiebt und durch Kompression verdichtet. Die Behältereinrichtung ist dabei in der Regel durch mindestens eine Zwischenwand von der Einfüll- und Presseinrichtung getrennt. Diese Zwischenwand weist naturgemäß eine Öffnung auf, durch die die Abfälle geschoben werden können. Häufig sind an der Unterseite der Oberkante der Öffnung Rückhaltezähne oder eine Brech kante vorgesehen, die dazu beitragen, dass der herangeförderte Müll komprimiert und ggf. zerschnitten wird.
  • Gleichwohl ist die Verdichtungswirkung der genannten Pressvorrichtungen häufig sehr schlecht, weil der Presskolben oder die Förderschnecke die Abfälle im überwiegenden Teil des Befüllungszyklus nicht komprimiert, sondern lediglich in die Behältereinrichtung befördert. Erst wenn die Behältereinrichtung bereits sehr stark gefüllt ist, und der Presskolben oder die Förderschnecke gegen einen sich in der Behältereinrichtung aufbauenden Staudruck arbeiten muss, werden die in der Behältereinrichtung befindlichen Abfälle verdichtet. Da nunmehr schlagartig der gesamte Inhalt der Behältereinrichtung verdichtet werden muß, ist das Verdichtungsresultat nicht sehr befriedigend.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine gattungsgemäße Pressvorrichtung bereitzustellen, die ein verbessertes Verdichtungsresultat aufweist. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Demnach ist eine Behältereinrichtung für eine Pressvorrichtung für Abfälle vorgesehen, die mit einer Einfüll- und Presseinrichtung verbunden oder mit dieser koppelbar ist. Dabei weist eine der Einfüll- und Presseinrichtung zugewandte Wand der Behältereinrichtung in ihrem unteren Bereich eine Öffnung für aus der Einfüll- und Presseinrichtung in die Behältereinrichtung zu verbringende Abfälle auf. Die Behältereinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie eine diese Öffnung ganz oder teilweise abdeckende, sich in Richtung des Innenraums der Behältereinrichtung öffnende Verschlussklappe aufweist. Die Ver schlussklappe weist ihrerseits eine kraftbeaufschlagte Spanneinrichtung auf, die die Verschlussklappe in einer die Öffnung abdeckenden Position hält, dergestalt, dass Abfälle aus der Einfüll- und Presseinrichtung zunächst gegen die Verschlussklappe gepresst werden. Die Verschlussklappe öffnet sich erst nach Überwindung der sie beaufschlagenden Kraft in Richtung des Innenraums der Behältereinrichtung. Dabei werden die zu entsorgenden Abfälle vorverdichtet, wodurch wiederum eine bessere und vollständigere Befüllung der Behältereinrichtung gewährleistet wird.
  • Die Behältereinrichtung kann als eigenständige und von der Einfüll- und Presseinrichtung abkoppelbare Vorrichtung ausgeführt sein, aber auch fest mit der Einfüll- und Presseinrichtung verbunden sein.
  • Die von der Einfüll- und Presseinrichtung abkoppelbare Ausgestaltung weist dabei den Vorteil auf, dass zur Entleerung der Behältereinrichtung nicht der gesamte Verbund abgefahren werden muss, sondern lediglich die Behältereinrichtung. Hierdurch wird die nutzbare Betriebsdauer der Press- und Einfülleinrichtung, die in der Regel die gesamte Technik aufnimmt, das heißt die Hydraulikpumpen, elektrotechnische Steuerung, Spannungsversorgung, verlängert, und die Wirtschaftlichkeit der genannten Vorrichtung wesentlich erhöht. In dieser Ausgestaltung der Behältereinrichtung verhindert die Verschlussklappe zudem, dass in von der Einfüll- und Presseinrichtung abgekoppeltem Zustand der Behältereinrichtung Abfälle aus der Öffnung der Behältereinrichtung herausfallen.
  • Bei Herkömmlichen Vorrichtungen wird dieses Problem gelöst, in dem eine Plane vor die Öffnung gespannt oder ein Sperrschieber hydraulisch vor die Öffnung geschoben wird.
  • Diese Zusatzeinrichtungen, die entweder den konstruktiven Aufwand wesentlich erhöhen oder aber die Handhabung sehr stark verkomplizieren, sind bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform verzichtbar.
  • Selbst wenn die Behältereinrichtung nahezu gefüllt ist und die gespannte Verschlussklappe die Öffnung nicht mehr vollständig schließen kann, klemmt sie jedoch das Material zwischen Einfüllöffnung und Verschlussklappe ein. Dadurch kann wesentlich weniger Abfall aus dem Container fallen.
  • Die erfindungsgemäße Behältereinrichtung ist verwendbar mit Pressvorrichtungen mit Pendelkolbensystemen, wie sie z.B. ein einer vom Anmelder unter dem Produktnamen Multipackbox vertrieben werden, aber auch mit Linearkolbensystemen, Förderschneckensystemen und weiteren, aus dem Stand der Technik bekannten Presseinrichtungen.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Spanneinrichtung der Verschlussklappe aus einer vorspannbaren Drehstabfeder besteht. Bezüglich dieser Ausgestaltung wird auf die Zeichnungen verwiesen. Es können jedoch auch andere geeignete Spanneinrichtungen verwendet werden, so z.B. eine Gasdruckfeder, ein Hydraulikzylinder oder eine herkömmliche Stahlfeder.
  • In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass es sich bei der Behältereinrichtung um einen Umleerbehälter handelt.
  • Ein solcher Umleerbehälter kann an Ort und Stelle entleert werden, muß also nicht bei jeder Leerung abgefahren und gegen einen entleerten Behälter ausgetauscht werden. Dies hat den Vorteil, dass der Entleerungsprozeß vor Ort beschleunigt wird, insgesamt weniger Behältereinrichtungen angeschafft werden müssen und die effektiv nutzbare Zeit auch für die Behältereinrichtung ansteigt. Für die Entleerung eines solchen Umleerbehälters kommen geeignete Entsorgungsfahrzeuge zum Einsatz, z.B. sogenannte Hecklader oder Überkopflader. Solche Umleerbehälter sind in Volumina zwischen 0,7 und 6 m3 erhältlich.
  • Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen beispielhaft erläutert. Es werden dabei Ausführungsbeispiele gezeigt, die den Schutzbereich der vorgelegten Ansprüche in keiner Weise einschränken sollen. Es zeigen:
  • 1 eine erfindungsgemäße Pressvorrichtung,
  • 2 eine Behältereinrichtung,
  • 3 eine kraftbeaufschlagte Spanneinrichtung, sowie
  • 4 eine Aufsicht auf eine der Press- und Einfülleinrichtung zugewandte Seite der Behältereinrichtung.
  • 1 zeigt eine Pressvorrichtung für Abfälle 10 in einer teilweisen Querschnittsansicht, mit einer Behälter einrichtung 11 und einer Einfüll- und Presseinrichtung 12, die in der vorliegenden Ausführungsform einen Pendelkolben 13 aufweist. Die Behältereinrichtung 11 weist in ihrer der Einfüll- und Presseinrichtung 12 zugewandten Wand in ihrem unteren Bereich eine Öffnung 14 für aus der Einfüll- und Presseinrichtung 12 in die Behältereinrichtung 11 zu verbringende Abfälle auf. Diese Öffnung ist ganz oder teilweise durch eine sich in Richtung des Innenraums der Behältereinrichtung 11 öffnende Verschlussklappe 15 abgedeckt, die eine kraftbeaufschlagte Spanneinrichtung 16 aufweist, die die Verschlussklappe in einer die Öffnung 14 abdeckenden Position hält.
  • Abfälle, die aus der Einfüll- und Presseinrichtung 12 mit Hilfe des Pendelkolbens 13 in die Behältereinrichtung 11 verbracht werden sollen, werden also zunächst gegen die Verschlussklappe 15 gepresst. Diese öffnet sich erst, wenn die durch den Pendelkolben 13 ausgeübte Kraft die die Verschlussklappe beaufschlagende Kraft übersteigt.
  • Dies führt dazu, dass die in die Behältereinrichtung 11 zu verbringenden Abfälle bereits durch das Pressen gegen die Verschlussklappe 15 vorgepresst werden.
  • Auf diese Weise wird bereits zu diesem Zeitpunkt das Volumen des in die Behältereinrichtung 11 zu verbringenden Abfalls verringert.
  • 2 zeigt die Behältereinrichtung 11, die in Form eines Umleerbehälters ausgestaltet ist, mit der Öffnung 14, der Verschlussklappe 15 sowie der kraftbeaufschlagten Spanneinrichtung 16, die die Verschlussklappe 15 in einer die Öffnung 14 abdeckenden Position hält. In 2 ist über dies der mögliche Öffnungswinkel der Verschlussklappe 15 dargestellt.
  • 3 zeigt die kraftbeaufschlagte Spanneinrichtung 16 in einer vergrößerten Ansicht. Die Spanneinrichtung 16 weist eine in Aufsicht auf ihre Längsrichtung dargestellte Drehstabfeder 17 sowie einen Federhebel 18 auf, wobei letzterer die Verschlussklappe 15 mit einer Kraft beaufschlagt, die die Verschlussklappe in einer in 3 nicht dargestellten Öffnung 14 abdeckenden Position hält.
  • Die Drehstabfeder weist eine Einspannung 19 in der Seitenwand der Behältereinrichtung 11 auf, die verschiedene Einspannpositionen 19.1 bis 19.6 aufweist. Mit Hilfe dieser verschiedenen Einspannpositionen ist es möglich, die Vorspannung der Drehstabfeder zu verändern, und so die Kraft zu regulieren, mit welcher die Verschlussklappe 15 beaufschlagt werden soll. Dies hat wiederum Einfluss auf das Ausmaß der Vorverdichtung des in die Behältereinrichtung zu verbringenden Abfallmaterials.
  • 4 zeigt eine Aufsicht auf die der Press- und Einfülleinrichtung zugewandte Seite der Behältereinrichtung 11. Deutlich erkennbar ist die Öffnung 14, die Verschlussklappe 15 sowie die Federhebel 18.1 bis 18.4 der Drehstabfeder 17. Die Verschlussklappe 15 ist durchsichtig dargestellt, sodass die Federhebel 18.4 bis 18.4 erkennbar sind.

Claims (3)

  1. Behältereinrichtung für eine Pressvorrichtung für Abfälle, wobei die Behältereinrichtung mit einer Einfüll- und Presseinrichtung verbunden oder mit dieser koppelbar ist, und wobei eine der Einfüll- und Presseinrichtung zugewandte Wand der Behältereinrichtung in ihrem unteren Bereich eine Öffnung für aus der Einfüll- und Presseinrichtung in die Behältereinrichtung zu verbringende Abfälle aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Behältereinrichtung eine diese Öffnung ganz oder teilweise abdeckende, sich in Richtung des Innenraums der Behältereinrichtung öffnende Verschlussklappe aufweist, wobei die Verschlussklappe eine kraftbeaufschlagte Spanneinrichtung aufweist, die die Verschlussklappe in einer die Öffnung abdeckenden Position hält, dergestalt, dass Abfälle aus der Einfüll- und Presseinrichtung zunächst gegen die Verschlussklappe gepresst werden, und die Verschlussklappe sich erst nach Überwindung der sie beaufschlagenden Kraft in Richtung des Innenraums der Behältereinrichtung öffnet.
  2. Behältereinrichtung für eine Pressvorrichtung für Abfälle gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung der Verschlussklappe aus einer vorspannbaren Drehstabfeder besteht.
  3. Behältereinrichtung für eine Pressvorrichtung für Abfälle gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Behältereinrichtung um einen Umleerbehälter handelt.
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