DE202007003473U1 - Halterung für eine Violine - Google Patents

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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D3/00Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
    • G10D3/18Chin-rests, hand-rests, shoulder rests or guards being removable from, or integral with the instrument

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Abstract

Halterung für eine Violine, die mit einer Schulterstütze versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass als Schulterstütze eine bandförmige, leicht elastische Schlaufe (18) vorgesehen ist, die zwischen der rechten Achsel des Spielers und der Unterseite (28) des Kinnhalters (4) lösbar befestigbar ist.

Description

  • Arbeitsgebiet
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Violine, die mit einer Schulterstütze versehen ist.
  • Problemstellung und Stand der Technik
  • Geigenspieler müssen beim Spielen der Violine wegen der Lagenwechsel ihr Instrument mit dem Kinn in einer unnatürlichen Lage festhalten oder sogar festklemmen. Dies bedeutet eine gewisse Anstrengung und führt häufig zu einer Fehlhaltung des Spielers. Diese Fehlhaltung bezieht sich auf die Halswirbelsäule, und häufig ist damit auch ein Hochziehen der Schulter verbunden. Bedeutsam ist auch die Entstehung eines sogenannten „Geigerflecks" an der linken Halsseite, die schmerzhaft sein und zu einer offenen Wunde führen kann.
  • Bisher wurde versucht, diesem Problem mit einer Schulterstütze zu begegnen, z. B. mit einer herkömmlichen sogenannten Kühn-Stütze. Eine solche Schulterstütze wird in der Regel an der Unterseite der Geige an den seitlichen Teilen (rechts und links) der unteren Zarge befestigt. Dadurch werden die genannten Probleme aber nur unzureichend gelöst.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Aufgabe der Erfindung ist es demnach, Maßnahmen für eine Violine anzugeben, durch die die Ausbildung von Fehlstellungen sowie die Entstehung des „Geigerflecks" verhindert werden.
  • Lösung der Aufgabe
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine bandförmige, leicht elastische Schlaufe vorgesehen ist, die zwischen der rechten Achsel des Spielers und der Unterseite des Kinnhalters lösbar befestigbar ist.
  • Hierbei wird die Geige mit Hilfe des schlaufenförmigen Bandes einerseits unter der Achsel des Spielers und andererseits unter dem vorderen Rand des Kinnhalters festgehalten.
  • Bei dieser Erfindung ist gewährleistet, dass der Geigenspieler beim Spielen, auch beim Lagenwechsel nach unten, seine natürliche gerade Kopfhaltung ohne Anstrengung beibehalten kann. Dadurch werden die genannten Fehlhaltungen und Schmerzen vermieden.
  • Ein anstrengendes Festklemmen oder gar „Festquetschen" der Violine durch den Geiger ist also nicht erforderlich, was für Kinder von besonderem Vorteil ist. Der Geiger kann sich ganz auf das Spielen konzentrieren.
  • Bevorzugte Ausführungsformen und Weiterbildungen
  • Eine vorteilhafte Ausbildung sieht vor, dass die Schlaufe endseitig, insbesondere im Bereich der Achsel des Spielers, auf Größe des Spielers und Größe des Kinnhalters einstellbar ist. Hierzu kann eine Art Gürtelschnalle dienen.
  • Vor ganz besonderem Vorteil ist es, wenn der Kinnhalter auf seiner Unterseite mit einer Festhalteeinrichtung für die Schlaufe versehen ist. Hierzu kann eine Rille zur Aufnahme der Schlaufe dienen. Der Querschnitt der Rille kann rund, aber auch eckig, z. B. rechteckig, ausgebildet sein. Die Rille kann aus mehreren Teilstücken oder Rillenteilen bestehen.
  • Hierbei sollte die Rille nahe des vorderen Randes an der Unterseite des Kinnhalters angebracht sein. Bei Anwendung einer solchen Rille sollte der Kinnhalter an dem vorderen Rand etwas dicker als normal ausgebildet sein.
  • Alternativ können als Festhalteinrichtung kleine Häkchen dienen. Insbesondere zwei solcher Häkchen, die beabstandet auf dem Kinnhalter angebracht sind, kommen hier in Betracht. Hierzu bedarf es keiner besonderen Kinnhalter-Ausführung.
  • Auf die Violine und ihren Saitenhalter darf während des Spiels nur wenig oder gar kein Druck ausgeübt werden. Dies gilt auch für das leicht elastische Band. Die Rille bzw. die kleinen Häkchen wird/werden daher auf dem vorderen Rand der Unterseite des Kinnhalters angebracht.
  • Eine besonders einfache und preiswerte Konstruktion sieht vor, dass die bandförmige Schlaufe durch eine elastische medizinische Binde gebildet ist.
  • Ein besonderer Vorteil wird darin gesehen, dass die bandförmige Schlaufe vom Raum unter dem vorderen Rand des Kinnhalters leicht lösbar ist. Dadurch ist es möglich, dass der Spieler in Spielpausen sein Instrument ganz normal, d. h. leicht, absetzen kann. Die bandförmige Schlaufe verbleibt beim Violinenspieler, und die Violine kann während der Spielpausen abgelegt werden.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 den Kinnhalter einer Violine im Blick von oben,
  • 2 den Kinnhalter im Blick von unten und
  • 3 einen Schnitt A-A durch einen Kinnhalter gemäß 2.
  • Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
  • Der in 1 gezeigte Ausschnitt eines Teils einer Violine zeigt den konventionell am Korpus anhängbaren Saitenhalter 2 und den darüber befestigbaren Kinnhalter 4. Zur Anhängung des Saitenhalters 2 an der Rückseite der Violine ist dabei ein Knopf 6 vorgesehen, der zwischen den Zargen angeordnet ist. Am unteren Rand des Kinnhalters 4 sind in bekannter Weise Ausnehmungen 8 und 10 vorgesehen, von denen jede ein gestrichelt angedeutetes Loch 12, 14 zur Aufnahme des Stegteils der jeweiligen metallischen Zange enthält, mit denen der Kinnhalter 4 an der Unterseite des Korpus der Violine festgemacht wird. Die Kinnauflagefläche für den Spieler ist mit 16 bezeichnet.
  • Von Bedeutung ist nun, dass die Violine mit einer besonderen Schulterstütze versehen ist. Dies umfasst ein leicht elastisches Halteband 18 in Form einer Schlaufe, das vom Spieler beim Spielen getragen wird. Diese bandförmige, leicht elastische Schlaufe 18 ist dabei zwischen der rechten Achsel des Spielers und der Unterseite des Kinnhalters 4 lösbar befestigt.
  • Zum Festhalten der Schlaufe 18 an der Unterseite des Kinnhalter 4 dient hier eine Festhalteeinrichtung in Form einer Rille, die in diesem Ausführungsbeispiel ein erstes und auch ein zweites Rillenteil 20a, 20b umfasst. Diese Rillenteile 20a, 20b erstrecken sich vom linken bzw. rechten Rand des Kinnhalters 4 im Bereich seines oberen Randes 22 in Richtung auf seinen mittleren Teil. In diese Rillenteile 20a, 20b ist das Band 18 beim Spielen eingelegt. Es kann in einer Spielpause oder nach Ende des Spielens problemlos herausgenommen werden. Da es elastisch ausgebildet ist, z. B. in Form einer farb-angepaßten medizinischen Binde, kann es nach dem Herausnehmen nicht ohne weiteres am Spieler herunterrutschen.
  • Festzuhalten ist, dass die Rille 20a, 20b natürlich auch als durchgehende Rille 20 ausgebildet sein kann.
  • Um einen festen Sitz zu sichern, kann der Kinnhalter 4 im Bereich des vorderen Randes 22 auch verdickt oder verstärkt ausgebildet sein.
  • Aus der Blickansicht von unten auf den (gegenüber 1 um 90° gedrehten) Kinnhalter 4 geht aus 2 hervor, dass eine durchgehende, leicht abgerundete Rille 20 am vorderen Rand 22 vorgesehen ist. In diese Rille 20 ist die bandförmige Schlaufe 18 eingelegt. Der am hinteren Rand üblicherweise vorhandene Auflagesteg ist mit 24 bezeichnet. Er kann auch direkt in den Kinnhalter 4 übergehen.
  • Aus der Schnittdarstellung A-A von 3 ist ersichtlich, dass die am vorderen Rand 22 des Kinnhalters 4 unten angebrachte Rille 20 bevorzugt gerundet ausgeführt ist. Auch geht aus 3 hervor, dass als Festhalteeinrichtung anstelle der Rille 20 ein oder mehrere in Richtung auf den vorderen Rand 22 geneigte Häkchen 26 zum Einlegen des Bandes 18 vorgesehen sein können. Bevorzugt sind dies zwei etwa parallel zu einander versetzte, an der Innenkrümmung oder Unterseite 28 festgemachte Häkchen 26. Der Auflagesteg für die Oberseite der Violine ist hier mit 30 bezeichnet. Das Band 18 ist in 3 der besseren Übersichtlichkeit wegen weggelassen.
  • 2
    Saitenhalter
    4
    Kinnhalter
    6
    Knopf
    8
    Ausnehmung
    10
    Ausnehmung
    12
    Loch
    14
    Loch
    16
    Kinnauflagefläche
    18
    elastisches Halteband, Schlaufe
    20
    Rille
    20a
    Rillenteil
    20b
    Rillenteil
    22
    oberer Rand
    24
    Auflagesteg
    26
    Häkchen
    28
    Unterseite
    30
    Auflagesteg

Claims (9)

  1. Halterung für eine Violine, die mit einer Schulterstütze versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass als Schulterstütze eine bandförmige, leicht elastische Schlaufe (18) vorgesehen ist, die zwischen der rechten Achsel des Spielers und der Unterseite (28) des Kinnhalters (4) lösbar befestigbar ist.
  2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlaufe (18) endseitig, insbesondere im Bereich der Achsel des Spielers, auf Größe des Spielers und Größe des Kinnhalters (4) einstellbar ist.
  3. Halterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur lösbaren Befestigung der bandförmigen Schlaufe (18) eine Art Gürtelschnalle vorgesehen ist.
  4. Halterung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kinnhalter (4) auf seiner Unterseite (28) mit einer Festhalteeinrichtung für die Schlaufe (18) versehen ist.
  5. Halterung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Festhalteeinrichtung eine ein- oder mehrteilige Rille (20a, 20b; 20) zur Aufnahme der Schlaufe (18) vorgesehen ist.
  6. Halterung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Festhalteineinrichtung mindestens ein Häkchen (26) vorgesehen ist.
  7. Halterung nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Festhalteeinrichtung nahe des vorderen Randes (22) an der Unterseite (28) des Kinnhalters (4) angebracht ist.
  8. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die bandförmige Schlaufe (18) durch eine elastische medizinische Binde gebildet ist.
  9. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kinnhalter (4) am vorderen Rand (22) verdickt ausgebildet ist.
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Cited By (5)

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