DE202009007202U1 - Halteeinrichtung zur Festlegung von Gegenständen an einer Halteschiene eines Operationstisches - Google Patents

Halteeinrichtung zur Festlegung von Gegenständen an einer Halteschiene eines Operationstisches Download PDF

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Abstract

Halteeinrichtung zur Festlegung von Gegenständen an einer Halteschiene eines Operationstisches mit zwei in einer Klemmstellung an die Halteschiene anlegbaren und die Halteeinrichtung dabei klemmend an der Halteschiene festlegbaren Klemmbacken, wobei eine die Klemmbacken aus der Klemmstellung in eine die Halteschiene freigebende Freigabestellung und umgekehrt bewegende Betätigungseinrichtung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung der Betätigungseinrichtung ein Betätigungshebel (23) an der Halteeinrichtung (6) angeordnet ist, der zwischen einer Arbeitsstellung, in der die Klemmbacken (7, 12) in der Klemmstellung gehalten werden, und einer Ruhestellung bewegbar ist, in der die Klemmbacken (7, 12) ihre Freigabestellung einnehmen, und dass an dem Betätigungshebel (23) Halteelemente (41) zum Halten der Gegenstände (42) gehalten sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Halteeinrichtung zur Festlegung von Gegenständen an einer Halteschiene eines Operationstisches mit zwei in einer Klemmstellung an die Halteschiene anlegbaren und die Halteeinrichtung dabei klemmend an der Halteschiene festlegbaren Klemmbacken, wobei einer die Klemmbacken aus der Klemmstellung in eine die Halteschiene freigebende Freigabestellung bewegende Betätigungseinrichtung vorgesehen ist.
  • Derartige Halteeinrichtungen werden verwendet, um an einem Operationstisch Geräte und Instrumente zu positionieren. Dabei ist wichtig, dass normalerweise das Untergestell des Operationstisches unsteril ist und durch sterile Tücher abgedeckt wird, während der Bereich oberhalb der Abdecktücher steril ist. Herkömmliche Klemmeinrichtungen, die beispielsweise mittels Klemmschrauben bedient werden, sind normalerweise im unsterilen Bereich unterhalb der sterilen Abdecktücher angeordnet, während an der Halteeinrichtung gehaltene Teile durch die Tücher hindurch in den sterilen Bereich hineinragen. Zur Festlegung derartiger Halteeinrichtungen am Operationstisch wird daher meistens eine zusätzliche Person benötigt, die im unsterilen Bereich die Klemmeinrichtung bestätigt, während im sterilen Bereich lediglich die an der Halteeinrichtung gehaltenen Geräte und Instrumente positioniert werden.
  • Dies ist umständlich und schränkt die Anwendbarkeit der Halteeinrichtung, insbesondere deren Verstellbarkeit während einer Operation, deutlich ein.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Halteeinrichtung so auszubilden, dass ihre Handhabbarkeit verbessert wird, insbesondere im Hinblick auf eine Handhabbarkeit im sterilen Bereich.
  • Diese Aufgabe wird bei einer Halteeinrichtung der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zur Betätigung der Betätigungseinrichtung ein Betätigungshebel an der Halteeinrichtung angeordnet ist, der zwischen einer Arbeitsstellung, in der die Klemmbacken in der Klemmstellung gehalten werden, und einer Ruhestellung bewegbar ist, in der die Klemmbacken ihre Freigabestellung einnehmen, und dass an dem Betätigungshebel Halteelemente zum Halten der Gegenstände gehalten sind.
  • Bei dieser Konstruktion wird dem Betätigungshebel eine doppelte Funktion zugeordnet, nämlich einmal die Funktion der Halterung von Gegenständen, die üblicherweise ein Haltestab oder ein Halterohr an derartigen Halteeinrichtungen ausfüllt, und zum anderen auch die Funktion der Betätigung der Betätigungseinrichtung, mit der die Klemmbacken zwischen der Klemmstellung und der Freigabestellung bewegbar sind. Auf diese Weise kann die Betätigung dieser Betätigungseinrichtung von der sterilen Seite des Operationsbereiches aus erfolgen, und zwar einfach dadurch, dass das normalerweise ohnehin an derartigen Halteeinrichtungen vorgesehene stab- oder rohrförmige Halteelement bewegt wird zwischen einer Arbeitsstellung und einer Ruhestellung.
  • Ein zusätzliches Betätigungsglied ist also nicht notwendig, sondern es wird das Halteelement selbst verwendet, welches bei derartigen Halteeinrichtungen in aller Regel vorhanden ist.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Betätigungshebel schwenkbar an der Halteeinrichtung gelagert ist.
  • Dabei kann der Betätigungshebel die Form eines Stabes oder einer Stange haben, beispielsweise in Form eines Rohres.
  • Es ist günstig, wenn der Betätigungshebel in der Arbeitsstellung im Wesentlichen senkrecht verläuft und damit als Ständer für daran festgelegte Halterungen dient.
  • Bei einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Betätigungshebel über eine exzentrische Anlagefläche an einem der Klemmbacken anliegt. Bei der Verschwenkung des Betätigungshebels wird die exzentrische Anlagefläche um die Schwenkachse des Betätigungshebels verschwenkt und verschiebt dadurch den Klemmbacken zwischen der Freigabestellung und der Klemmstellung.
  • Eine andere Möglichkeit der Übertragung der Bewegung des Betätigungshebels auf einen Klemmbacken ergibt sich dadurch, dass der Betätigungshebel über zwei gelenkig miteinander verbundene Hebelarme eines Kniehebels mit einem der Klemmbacken verbunden ist. Bei der Verschwenkung des Betätigungshebels wird dieser Kniehebel mehr oder weniger gestreckt und überträgt dadurch die Verschwenkbewegung des Betätigungshebels auf eine Verschwenkbewegung des Klemmbackens.
  • Grundsätzlich können beide Klemmbacken gegeneinander verschwenkbar oder bewegbar ausgestaltet sein, günstig ist es jedoch, wenn nur einer der beiden Klemmbacken verschwenkbar oder anderweitig bewegbar am anderen Klemmbacken gelagert ist. Günstig ist es weiterhin auch, wenn der Betätigungshebel an dem feststehenden Klemmbacken gelagert ist, beispielsweise durch eine Schwenklagerung. Dadurch ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau der Halteeinrichtung.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Betätigungshebel in der Arbeitsstellung mit der Halteeinrichtung lösbar verriegelbar ist. Dadurch werden auch die Klemmbacken in der Klemmstellung festgelegt, wenn der Betätigungshebel die Arbeitsstellung erreicht.
  • Es ist dabei vorteilhaft, wenn zur Verriegelung ein federbelasteter Riegelkörper und eine Riegelausnehmung vorgesehen sind, in die der federbelastete Riegelkörper beim Erreichen der Arbeitsstellung eintaucht.
  • Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Riegelkörper eine gegenüber der Verschiebebahn des Riegelkörpers beim Eintauchen in die Riegelausnehmung geneigte Anlagefläche aufweist, an der der Rand der Riegelausnehmung beim Eintauchen des Riegelkörpers in die Riegelausnehmung anliegt. Dadurch werden der Riegelkörper und die Riegelausnehmung relativ zueinander zentriert, und diese Zentrierung überträgt sich auf die Teile, an denen der Riegelkörper und die Riegelausnehmung angeordnet sind, so dass dadurch eine definierte Positionierung des Betätigungshebels in seiner Arbeitsstellung erreicht werden kann.
  • Beispielsweise kann der Riegelkörper konisch ausgebildet sein.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Riegelkörper pneumatisch oder hydraulisch aus der Riegelausnehmung entfernbar ist. Dadurch beschränkt sich die manuelle Betätigung der Halteeinrichtung auf das Verschwenken des Betätigungshebels, zum Lösen desselben genügt es, den Riegelkörper pneumatisch oder hydraulisch aus der Riegelausnehmung zu entfernen.
  • Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
  • 1: eine perspektivische Teilansicht der Lagerfläche eines Operationstisches mit einer daran angeordneten Halteschiene und einer an dieser festgeklemmten Halteeinrichtung mit einem Betätigungshebel in seiner Arbeitsstellung;
  • 2. eine perspektivische Ansicht der Halteeinrichtung der 1;
  • 3: eine Schnittansicht der Halteeinrichtung der 2 längs Linie 3-3 in 2 mit dem Betätigungshebel in dessen Arbeitsstellung und mit den Klemmbacken in der Klemmstellung;
  • 4: eine vergrößerte Detailansicht des Bereiches A in 3 mit einem in eine Riegelausnehmung eintauchenden Riegelkörper und einem vorgeschobenen Betätigungskolben;
  • 5: eine Ansicht ähnlich 4 mit einem zurückgezogenen Betätigungskolben und einem aus der Riegelausnehmung ausgehobenen Riegelkörper;
  • 6: eine perspektivische Ansicht der längs Linie 3-3 in 2 geschnittenen Halteeinrichtung von der Rückseite her gesehen;
  • 7: eine Ansicht ähnlich 3 mit in die Ruhestellung verschwenktem Betätigungshebel und mit in der Freigabestellung stehendem Klemmbacken;
  • 8: eine Ansicht ähnlich 3 mit einer Kniehebelübertragung zwischen Betätigungshebel und verschwenkbaren Klemmbacken mit dem Betätigungshebel in der Arbeitsstellung und
  • 9: eine Ansicht ähnlich 8 mit dem Betätigungshebel in der Freigabestellung.
  • In 1 ist die Lagerfläche 1 eines Operationstisches teilweise dargestellt, an einer Längskante dieser Lagerfläche 1 ist eine parallel zu dieser Längskante verlaufende, im Querschnitt rechteckförmige Schiene 2 angeordnet, über die zur Abdeckung ein steriles Tuch 3 gelegt ist. In 1 ist von dem Tuch 3 nur ein schmaler Streifen dargestellt, tatsächlich erstreckt sich dieses Tuch über die gesamte Länge der Lagerfläche 1 und deckt die Schiene 2 vollständig ab.
  • An der Schiene 2 ist ein diese umgreifender Halter 4 festgelegt, und zwar unter Zwischenlage des Tuches 3, so dass sich dieser Halter 4 im sterilen Bereich des Operationsraumes befindet. Längs der Schiene 2 sind mindestens zwei derartige Halter 4 festgelegt, diese Halter 4 tragen gemeinsam eine parallel zu der Schiene 2 und im Abstand dazu verlaufende, im Querschnitt rechteckförmige Halteschiene 5, die sich vollständig im sterilen Bereich befindet.
  • An der Halteschiene 5 ist eine Halteeinrichtung 6 festklemmbar gelagert. Diese umfasst einen oberen Klemmbacken 7 mit einer senkrechten Anlagefläche 8, einer quer davon abstehenden oberen Anlagefläche 9 und einer von dieser schräg nach unten weisenden Anlagefläche 10, deren Abstand von der senkrechten Anlagefläche 8 zum freien Ende der Anlagefläche 10 hin zunimmt. Dabei ist der Abstand der schräg verlaufenden Anlagefläche 10 von der senkrechten Anlagefläche 8 so gewählt, dass er unmittelbar anschließend an die obere Anlagefläche 9 kleiner ist als die Breite der Halteschiene 5, dagegen am freien Ende größer, so dass die an der senkrechten Anlagefläche 8 anliegende Halteschiene 5 etwa in der Mitte der schrägen Anlagefläche 10 mit ihrer oberen äußeren Kante 11 zur Anlage gelangt.
  • An dem oberen Klemmbacken 7 ist über eine parallel zur Längsachse der Halteschiene 5 verlaufende Drehachse verschwenkbar ein unterer Klemmbacken 12 gelagert, der im Querschnitt L-förmig ausgebildet ist und einen senkrechten Schenkel 13 und einen im Wesentlichen senkrecht davon abstehenden, horizontalen Schenkel 14 aufweist. Die Oberseite des horizontalen Schenkels 14 ist als Anlagefläche 15 ausgebildet, die an die Unterseite der Halteschiene 5 angelegt werden kann und dadurch die Halteschiene 5 gegen den oberen Klemmbacken 7 spannt. In diesem Zustand verläuft die Anlagefläche 15 des horizontalen Schenkels 14 nicht genau parallel zur Unterseite der Halteschiene 5, sondern ist gegenüber dieser geringfügig geneigt, so dass sich die obere Anlagefläche 15 nur im Bereich der äußeren unteren Kante 16 der Halteschiene 5 an diese anlegt.
  • Am oberen Klemmbacken 7 ist an seitlichen, senkrechten, nach hinten abstehenden Seitenwänden 17, 18 um eine die beiden Seitenwände 17, 18 verbindende, senkrecht auf diesen stehende Drehachse verschwenkbar ein Lagerblock 20 gelagert, der an seiner dem unteren Klemmbacken 12 zugewandten Seite eine gebogene Anlagefläche 21 aufweist, die an der Rückseite des senkrechten Schenkels 13 des Klemmbackens 12 anliegt. Die Anlagefläche 21 ist gegenüber der Drehachse des Lagerblockes 20 exzentrisch ausgebildet, so dass sich ihr Abstand von der Drehachse beim Verschwenken ändert. Der Abstand der Anlagefläche 21 ist am größten, wenn der Lagerblock 20 in einer im Wesentlichen horizontalen Endposition steht (3), dagegen am kleinsten, wenn der Lagerblock 20 gegenüber dieser Stellung verschwenkt ist. Bei der Verschwenkung des Lagerblockes 20 verschiebt dadurch die Anlagefläche 21 den unteren Klemmbacken 12 mehr oder weniger in Richtung auf die Halteschiene 5, so dass der Klemmbacken 12 dabei seinerseits verschwenkt wird. Wenn der Lagerblock 20 gegenüber der Horizontalen verschwenkt ist (7), ermöglicht er dem Klemmbacken 12 ein Zurückschwingen und damit eine Entfernung der oberen Anlagefläche 15 von der Unterseite der Halteschiene 5. Der Klemmbacken 12 befindet sich damit in einer Freigabestellung, in der die Halteeinrichtung gegenüber der Halteschiene frei verschoben oder auch von dieser abgenommen werden kann.
  • In dieser verschwenkten Lage steht der Lagerblock 20 in einer Ruhestellung, in der die Halteeinrichtung 6 nicht mit der Halteschiene 5 verspannt ist.
  • Wenn der Lagerblock 20 dagegen in die horizontale Stellung verschwenkt ist, die in 3 dargestellt ist, wird dadurch auch der Klemmbacken 12 gegen den feststehenden Klemmbacken 7 verschwenkt und spannt damit über die obere Anlagefläche 15 die Halteschiene 5 gegen die Anlageflächen des feststehenden oberen Klemmbackens 7, das heißt die Halteeinrichtung 6 wird dadurch mit der Halteschiene 5 verspannt. In dieser Stellung steht also der untere Klemmbacken 12 in der Klemmstellung, während sich der Lagerblock 20 in einer Arbeitsstellung befindet, in der die Halteeinrichtung 6 mit der Halteschiene 5 durch Klemmung verbunden ist.
  • Zum Verschwenken des Lagerblockes 20 zwischen der Ruhestellung und der Arbeitsstellung nimmt dieser in einer senkrechten, kreisförmigen Öffnung 22 eine rohrförmige Betätigungsstange 23 auf, die fest mit dem Lagerblock 20 verbunden ist und die damit einen Betätigungshebel zum Verschwenken des Lagerblockes 20 ausbildet. Diese Betätigungsstange 23 dient jedoch nicht nur der Verschwenkung des Lagerblockes 20, sondern gleichzeitig bildet die Betätigungsstange 23 einen Haltestab für Halterungen, an denen Gegenstände befestigt werden können, beispielsweise Instrumente, chirurgische Apparate, Zubehörteile von Apparaten. In der Arbeitsstellung steht die Betätigungsstange 23 bei den dargestellten Ausführungsbeispielen senkrecht, so dass bei einer an der Halteschiene 5 festgeklemmten Halteeinrichtung 6 an dieser senkrechten Betätigungsstange 23 die Gegenstände wie an einem senkrechten Stativ befestigt werden können.
  • In 1 ist stellvertretend für alle Gegenstände, die an der Betätigungsstange 23 befestigt werden können, an dieser Befestigungsstange 23 eine Manschette 41 dargestellt, die beispielsweise als Klemm-Manschette ausgeführt sein kann und die einen Gegenstand 42 trägt, der in der Zeichnung lediglich als Rechteck dargestellt ist. An dieser Stelle kann jeder Gegenstand befestigt werden, der in der Nähe des Operationstischs in einer bestimmten Position benötigt wird, beispielsweise eine Beleuchtung, ein chirurgisches Instrument oder ein Retraktor.
  • Die Schwenkbewegung der Betätigungsstange 23 wird bei dem Ausführungsbeispiel der 1 bis 7 über einen Lagerblock 20 mit einer exzentrischen Anlagefläche 21 auf den verschwenkbaren Klemmbacken 12 übertragen.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel der 8 und 9, das weitgehend gleich aufgebaut ist und bei dem gleiche Teile dieselben Bezugszeichen tragen, ist der Lagerblock 20 mit der exzentrischen Anlagefläche 21 ersetzt durch einen Kniehebel 24, dessen einer Arm 25 von der Rückseite des verschwenkbaren Klemmbackens 12 absteht und dessen anderer Arm 26 nach vorne von der Betätigungsstange 23 absteht. Beide Arme 25, 26 sind an ihren einander zugewandten Enden um eine parallel zur Schwenkachse der Betätigungsstange 23 verlaufende Drehachse verschwenkbar miteinander verbunden. Diese Kniehebelverbindung führt ebenfalls dazu, dass beim Verschwenken der Betätigungsstange 23 aus der Ruhestellung in die Arbeitsstellung der Klemmbacken 12 von seiner Freigabestellung in die Klemmstellung verschwenkt wird und umgekehrt.
  • Zur Festlegung der Betätigungsstange 23 in der Arbeitsstellung ist eine Verriegelungseinrichtung 27 vorgesehen. Diese umfasst eine konische Riegelvertiefung 28 an der Oberseite des Klemmbackens 7 und einen ebenfalls konischen Riegelkörper 29, der in einem seitlich aus der Betätigungsstange 23 hervor stehenden Gehäuse 30 in senkrechter Richtung verschieblich gelagert ist und in einer unteren Stellung in die Riegelvertiefung 28 eintaucht, wenn sich die Betätigungsstange 23 in der Arbeitsstellung befindet (4), und die in ihrer angehobenen Stellung aus der Riegelvertiefung 28 austritt (5). Zur Verschiebung des Riegelkörpers 29 zwischen diesen zwei Stellungen ist in dem Gehäuse 30 in dessen Längsrichtung ein Kolben 31 verschiebbar, der über eine schräge Gleitfläche 32 an einer ebenfalls schrägen Gleitfläche 33 des Riegelkörpers 29 anliegt. Wenn der Kolben 31 im Gehäuse 30 in Richtung auf den Riegelkörper 29 verschoben wird, drückt er diesen nach unten, umgekehrt kann der Riegelkörper 29 nach oben verschoben werden, wenn der Kolben 31 sich von dem Riegelkörper 29 entfernt. Zu diesem Zweck ist im Bereich der Gleitfläche 32, 33 eine Führung zwischen den beiden Gleitflächen vorgesehen, beispielsweise eine Schwalbenschwanzführung, so dass die Horizontalbewegung des Kolbens 31 in eine Vertikalbewegung des Riegelkörpers 29 umgesetzt werden kann.
  • Der Kolben 31 wird durch eine Schraubenfeder 34, die sich einerseits an dem Kolben 31 und andererseits am Boden des Gehäuses 30 abstützt, in Richtung auf den Riegelkörper 29 verschoben.
  • Die Verschiebung des Kolbens 31 erfolgt pneumatisch oder hydraulisch. Zu diesem Zweck ist das Gehäuse 30, das den Zylinder eines Kolbenzylinderaggregates ausbildet, mit einer Anschlussleitung 39 verbunden, in die ein Schließventil 40 eingesetzt ist und die in aus der Zeichnung nicht näher ersichtlicher Weise mit einer Quelle für ein hydraulisches oder pneumatisches Medium verbunden ist, beispielsweise mit einer Druckluftquelle. Beim Öffnen des Schließventils 40 strömt somit hydraulisches oder pneumatisches Medium in das Gehäuse 30 ein und verschiebt den Kolben 31 in der von Kolben und Zylinderaggregaten bekannten Weise entgegen der Wirkung der Schraubenfeder 34, so dass dabei der Riegelkörper 29 angehoben und aus der Riegelvertiefung 28 ausgehoben wird, wie dies in 5 dargestellt ist. Beim Schließen des Schließventils 40 fällt die auf den Kolben 31 wirkende Kraft weg, der Kolben 31 wird dann unter der Wirkung der Schraubenfeder 34 in umgekehrter Richtung verschoben und drückt dabei den Riegelkörper 29 gegen die Oberseite des Klemmbackens 7, bis die Betätigungsstange 23 in der Arbeitsstellung steht, in der sich der Riegelkörper 29 genau über der Riegelvertiefung 28 befindet und daher federnd in diese eintauchen kann. Dadurch wird die Betätigungsstange 23 in der Arbeitsstellung arretiert, in der der Klemmbacken 12 in seiner Klemmstellung steht.

Claims (12)

  1. Halteeinrichtung zur Festlegung von Gegenständen an einer Halteschiene eines Operationstisches mit zwei in einer Klemmstellung an die Halteschiene anlegbaren und die Halteeinrichtung dabei klemmend an der Halteschiene festlegbaren Klemmbacken, wobei eine die Klemmbacken aus der Klemmstellung in eine die Halteschiene freigebende Freigabestellung und umgekehrt bewegende Betätigungseinrichtung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung der Betätigungseinrichtung ein Betätigungshebel (23) an der Halteeinrichtung (6) angeordnet ist, der zwischen einer Arbeitsstellung, in der die Klemmbacken (7, 12) in der Klemmstellung gehalten werden, und einer Ruhestellung bewegbar ist, in der die Klemmbacken (7, 12) ihre Freigabestellung einnehmen, und dass an dem Betätigungshebel (23) Halteelemente (41) zum Halten der Gegenstände (42) gehalten sind.
  2. Halteeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (23) schwenkbar an der Halteeinrichtung (6) gelagert ist.
  3. Halteeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (23) die Form eines Stabes oder einer Stange oder eines Rohres hat.
  4. Halteeinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (23) in der Arbeitsstellung im Wesentlichen senkrecht verläuft.
  5. Halteeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (23) über eine exzentrische Anlagefläche (21) an einem der Klemmbacken (12) anliegt.
  6. Halteeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (23) über zwei gelenkig miteinander verbundene Hebelarme (25, 26) eines Kniehebels (24) mit einem der Klemmbacken (12) verbunden ist.
  7. Halteeinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Betätigungseinrichtung bewegbare Klemmbacken (12) zwischen der Klemmstellung und der Freigabestellung verschwenkbar an der Halteeinrichtung (6) gelagert ist.
  8. Halteeinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (23) in der Arbeitsstellung mit der Halteeinrichtung (6) lösbar verriegelbar ist.
  9. Halteeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verriegelung ein federbelasteter Riegelkörper (29) und eine Riegelausnehmung (28) vorgesehen sind, in die der federbelastete Riegelkörper (29) beim Erreichen der Arbeitsstellung eintaucht.
  10. Halteeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkörper (29) eine gegenüber der Verschiebebahn des Riegelkörpers (29) beim Eintauchen in die Riegelausnehmung (28) geneigte Anlagefläche aufweist, an der der Rand der Riegelausnehmung (28) beim Eintauchen des Riegelkörpers (29) in die Riegelausnehmung (28) anliegt.
  11. Halteeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkörper (29) konisch ausgebildet ist.
  12. Halteeinrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkörper (29) pneumatisch oder hydraulisch aus der Riegelausnehmung (28) entfernbar ist.
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