-
Die
Erfindung betrifft eine Halteeinrichtung zur Festlegung von Gegenständen an
einer Halteschiene eines Operationstisches mit zwei in einer Klemmstellung
an die Halteschiene anlegbaren und die Halteeinrichtung dabei klemmend
an der Halteschiene festlegbaren Klemmbacken, wobei einer die Klemmbacken
aus der Klemmstellung in eine die Halteschiene freigebende Freigabestellung
bewegende Betätigungseinrichtung
vorgesehen ist.
-
Derartige
Halteeinrichtungen werden verwendet, um an einem Operationstisch
Geräte
und Instrumente zu positionieren. Dabei ist wichtig, dass normalerweise
das Untergestell des Operationstisches unsteril ist und durch sterile
Tücher
abgedeckt wird, während
der Bereich oberhalb der Abdecktücher
steril ist. Herkömmliche
Klemmeinrichtungen, die beispielsweise mittels Klemmschrauben bedient werden,
sind normalerweise im unsterilen Bereich unterhalb der sterilen
Abdecktücher
angeordnet, während
an der Halteeinrichtung gehaltene Teile durch die Tücher hindurch
in den sterilen Bereich hineinragen. Zur Festlegung derartiger Halteeinrichtungen
am Operationstisch wird daher meistens eine zusätzliche Person benötigt, die
im unsterilen Bereich die Klemmeinrichtung bestätigt, während im sterilen Bereich lediglich
die an der Halteeinrichtung gehaltenen Geräte und Instrumente positioniert
werden.
-
Dies
ist umständlich
und schränkt
die Anwendbarkeit der Halteeinrichtung, insbesondere deren Verstellbarkeit
während
einer Operation, deutlich ein.
-
Es
ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Halteeinrichtung so auszubilden,
dass ihre Handhabbarkeit verbessert wird, insbesondere im Hinblick
auf eine Handhabbarkeit im sterilen Bereich.
-
Diese
Aufgabe wird bei einer Halteeinrichtung der eingangs beschriebenen
Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass zur Betätigung
der Betätigungseinrichtung
ein Betätigungshebel
an der Halteeinrichtung angeordnet ist, der zwischen einer Arbeitsstellung,
in der die Klemmbacken in der Klemmstellung gehalten werden, und
einer Ruhestellung bewegbar ist, in der die Klemmbacken ihre Freigabestellung
einnehmen, und dass an dem Betätigungshebel
Halteelemente zum Halten der Gegenstände gehalten sind.
-
Bei
dieser Konstruktion wird dem Betätigungshebel
eine doppelte Funktion zugeordnet, nämlich einmal die Funktion der
Halterung von Gegenständen,
die üblicherweise
ein Haltestab oder ein Halterohr an derartigen Halteeinrichtungen
ausfüllt, und
zum anderen auch die Funktion der Betätigung der Betätigungseinrichtung,
mit der die Klemmbacken zwischen der Klemmstellung und der Freigabestellung
bewegbar sind. Auf diese Weise kann die Betätigung dieser Betätigungseinrichtung
von der sterilen Seite des Operationsbereiches aus erfolgen, und
zwar einfach dadurch, dass das normalerweise ohnehin an derartigen
Halteeinrichtungen vorgesehene stab- oder rohrförmige Halteelement bewegt wird
zwischen einer Arbeitsstellung und einer Ruhestellung.
-
Ein
zusätzliches
Betätigungsglied
ist also nicht notwendig, sondern es wird das Halteelement selbst
verwendet, welches bei derartigen Halteeinrichtungen in aller Regel
vorhanden ist.
-
Besonders
vorteilhaft ist es, wenn der Betätigungshebel
schwenkbar an der Halteeinrichtung gelagert ist.
-
Dabei
kann der Betätigungshebel
die Form eines Stabes oder einer Stange haben, beispielsweise in
Form eines Rohres.
-
Es
ist günstig,
wenn der Betätigungshebel
in der Arbeitsstellung im Wesentlichen senkrecht verläuft und
damit als Ständer
für daran
festgelegte Halterungen dient.
-
Bei
einer ersten bevorzugten Ausführungsform
ist vorgesehen, dass der Betätigungshebel über eine
exzentrische Anlagefläche
an einem der Klemmbacken anliegt. Bei der Verschwenkung des Betätigungshebels
wird die exzentrische Anlagefläche
um die Schwenkachse des Betätigungshebels verschwenkt
und verschiebt dadurch den Klemmbacken zwischen der Freigabestellung
und der Klemmstellung.
-
Eine
andere Möglichkeit
der Übertragung
der Bewegung des Betätigungshebels
auf einen Klemmbacken ergibt sich dadurch, dass der Betätigungshebel über zwei
gelenkig miteinander verbundene Hebelarme eines Kniehebels mit einem
der Klemmbacken verbunden ist. Bei der Verschwenkung des Betätigungshebels
wird dieser Kniehebel mehr oder weniger gestreckt und überträgt dadurch
die Verschwenkbewegung des Betätigungshebels
auf eine Verschwenkbewegung des Klemmbackens.
-
Grundsätzlich können beide
Klemmbacken gegeneinander verschwenkbar oder bewegbar ausgestaltet
sein, günstig
ist es jedoch, wenn nur einer der beiden Klemmbacken verschwenkbar
oder anderweitig bewegbar am anderen Klemmbacken gelagert ist. Günstig ist
es weiterhin auch, wenn der Betätigungshebel
an dem feststehenden Klemmbacken gelagert ist, beispielsweise durch
eine Schwenklagerung. Dadurch ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau
der Halteeinrichtung.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform ist
vorgesehen, dass der Betätigungshebel
in der Arbeitsstellung mit der Halteeinrichtung lösbar verriegelbar
ist. Dadurch werden auch die Klemmbacken in der Klemmstellung festgelegt,
wenn der Betätigungshebel
die Arbeitsstellung erreicht.
-
Es
ist dabei vorteilhaft, wenn zur Verriegelung ein federbelasteter
Riegelkörper
und eine Riegelausnehmung vorgesehen sind, in die der federbelastete
Riegelkörper
beim Erreichen der Arbeitsstellung eintaucht.
-
Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass der Riegelkörper eine gegenüber der
Verschiebebahn des Riegelkörpers
beim Eintauchen in die Riegelausnehmung geneigte Anlagefläche aufweist,
an der der Rand der Riegelausnehmung beim Eintauchen des Riegelkörpers in
die Riegelausnehmung anliegt. Dadurch werden der Riegelkörper und
die Riegelausnehmung relativ zueinander zentriert, und diese Zentrierung überträgt sich
auf die Teile, an denen der Riegelkörper und die Riegelausnehmung
angeordnet sind, so dass dadurch eine definierte Positionierung
des Betätigungshebels
in seiner Arbeitsstellung erreicht werden kann.
-
Beispielsweise
kann der Riegelkörper
konisch ausgebildet sein.
-
Besonders
vorteilhaft ist es, wenn der Riegelkörper pneumatisch oder hydraulisch
aus der Riegelausnehmung entfernbar ist. Dadurch beschränkt sich
die manuelle Betätigung
der Halteeinrichtung auf das Verschwenken des Betätigungshebels,
zum Lösen
desselben genügt
es, den Riegelkörper
pneumatisch oder hydraulisch aus der Riegelausnehmung zu entfernen.
-
Die
nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
-
1:
eine perspektivische Teilansicht der Lagerfläche eines Operationstisches
mit einer daran angeordneten Halteschiene und einer an dieser festgeklemmten
Halteeinrichtung mit einem Betätigungshebel
in seiner Arbeitsstellung;
-
2.
eine perspektivische Ansicht der Halteeinrichtung der 1;
-
3:
eine Schnittansicht der Halteeinrichtung der 2 längs Linie
3-3 in 2 mit dem Betätigungshebel
in dessen Arbeitsstellung und mit den Klemmbacken in der Klemmstellung;
-
4:
eine vergrößerte Detailansicht
des Bereiches A in 3 mit einem in eine Riegelausnehmung
eintauchenden Riegelkörper
und einem vorgeschobenen Betätigungskolben;
-
5:
eine Ansicht ähnlich 4 mit
einem zurückgezogenen
Betätigungskolben
und einem aus der Riegelausnehmung ausgehobenen Riegelkörper;
-
6:
eine perspektivische Ansicht der längs Linie 3-3 in 2 geschnittenen
Halteeinrichtung von der Rückseite
her gesehen;
-
7:
eine Ansicht ähnlich 3 mit
in die Ruhestellung verschwenktem Betätigungshebel und mit in der
Freigabestellung stehendem Klemmbacken;
-
8:
eine Ansicht ähnlich 3 mit
einer Kniehebelübertragung
zwischen Betätigungshebel und
verschwenkbaren Klemmbacken mit dem Betätigungshebel in der Arbeitsstellung
und
-
9:
eine Ansicht ähnlich 8 mit
dem Betätigungshebel
in der Freigabestellung.
-
In 1 ist
die Lagerfläche 1 eines
Operationstisches teilweise dargestellt, an einer Längskante dieser
Lagerfläche 1 ist
eine parallel zu dieser Längskante
verlaufende, im Querschnitt rechteckförmige Schiene 2 angeordnet, über die
zur Abdeckung ein steriles Tuch 3 gelegt ist. In 1 ist
von dem Tuch 3 nur ein schmaler Streifen dargestellt, tatsächlich erstreckt
sich dieses Tuch über
die gesamte Länge
der Lagerfläche 1 und
deckt die Schiene 2 vollständig ab.
-
An
der Schiene 2 ist ein diese umgreifender Halter 4 festgelegt,
und zwar unter Zwischenlage des Tuches 3, so dass sich
dieser Halter 4 im sterilen Bereich des Operationsraumes
befindet. Längs
der Schiene 2 sind mindestens zwei derartige Halter 4 festgelegt,
diese Halter 4 tragen gemeinsam eine parallel zu der Schiene 2 und
im Abstand dazu verlaufende, im Querschnitt rechteckförmige Halteschiene 5,
die sich vollständig
im sterilen Bereich befindet.
-
An
der Halteschiene 5 ist eine Halteeinrichtung 6 festklemmbar
gelagert. Diese umfasst einen oberen Klemmbacken 7 mit
einer senkrechten Anlagefläche 8,
einer quer davon abstehenden oberen Anlagefläche 9 und einer von
dieser schräg
nach unten weisenden Anlagefläche 10,
deren Abstand von der senkrechten Anlagefläche 8 zum freien Ende
der Anlagefläche 10 hin
zunimmt. Dabei ist der Abstand der schräg verlaufenden Anlagefläche 10 von
der senkrechten Anlagefläche 8 so
gewählt,
dass er unmittelbar anschließend
an die obere Anlagefläche 9 kleiner
ist als die Breite der Halteschiene 5, dagegen am freien
Ende größer, so
dass die an der senkrechten Anlagefläche 8 anliegende Halteschiene 5 etwa in
der Mitte der schrägen
Anlagefläche 10 mit
ihrer oberen äußeren Kante 11 zur
Anlage gelangt.
-
An
dem oberen Klemmbacken 7 ist über eine parallel zur Längsachse
der Halteschiene 5 verlaufende Drehachse verschwenkbar
ein unterer Klemmbacken 12 gelagert, der im Querschnitt
L-förmig
ausgebildet ist und einen senkrechten Schenkel 13 und einen
im Wesentlichen senkrecht davon abstehenden, horizontalen Schenkel 14 aufweist.
Die Oberseite des horizontalen Schenkels 14 ist als Anlagefläche 15 ausgebildet,
die an die Unterseite der Halteschiene 5 angelegt werden
kann und dadurch die Halteschiene 5 gegen den oberen Klemmbacken 7 spannt. In
diesem Zustand verläuft
die Anlagefläche 15 des horizontalen
Schenkels 14 nicht genau parallel zur Unterseite der Halteschiene 5,
sondern ist gegenüber
dieser geringfügig
geneigt, so dass sich die obere Anlagefläche 15 nur im Bereich
der äußeren unteren Kante 16 der
Halteschiene 5 an diese anlegt.
-
Am
oberen Klemmbacken 7 ist an seitlichen, senkrechten, nach
hinten abstehenden Seitenwänden 17, 18 um
eine die beiden Seitenwände 17, 18 verbindende,
senkrecht auf diesen stehende Drehachse verschwenkbar ein Lagerblock 20 gelagert, der
an seiner dem unteren Klemmbacken 12 zugewandten Seite
eine gebogene Anlagefläche 21 aufweist,
die an der Rückseite
des senkrechten Schenkels 13 des Klemmbackens 12 anliegt.
Die Anlagefläche 21 ist
gegenüber
der Drehachse des Lagerblockes 20 exzentrisch ausgebildet,
so dass sich ihr Abstand von der Drehachse beim Verschwenken ändert. Der
Abstand der Anlagefläche 21 ist
am größten, wenn
der Lagerblock 20 in einer im Wesentlichen horizontalen
Endposition steht (3), dagegen am kleinsten, wenn
der Lagerblock 20 gegenüber
dieser Stellung verschwenkt ist. Bei der Verschwenkung des Lagerblockes 20 verschiebt
dadurch die Anlagefläche 21 den
unteren Klemmbacken 12 mehr oder weniger in Richtung auf
die Halteschiene 5, so dass der Klemmbacken 12 dabei
seinerseits verschwenkt wird. Wenn der Lagerblock 20 gegenüber der
Horizontalen verschwenkt ist (7), ermöglicht er
dem Klemmbacken 12 ein Zurückschwingen und damit eine
Entfernung der oberen Anlagefläche 15 von
der Unterseite der Halteschiene 5. Der Klemmbacken 12 befindet
sich damit in einer Freigabestellung, in der die Halteeinrichtung
gegenüber
der Halteschiene frei verschoben oder auch von dieser abgenommen
werden kann.
-
In
dieser verschwenkten Lage steht der Lagerblock 20 in einer
Ruhestellung, in der die Halteeinrichtung 6 nicht mit der
Halteschiene 5 verspannt ist.
-
Wenn
der Lagerblock 20 dagegen in die horizontale Stellung verschwenkt
ist, die in 3 dargestellt ist, wird dadurch
auch der Klemmbacken 12 gegen den feststehenden Klemmbacken 7 verschwenkt
und spannt damit über
die obere Anlagefläche 15 die
Halteschiene 5 gegen die Anlageflächen des feststehenden oberen
Klemmbackens 7, das heißt die Halteeinrichtung 6 wird
dadurch mit der Halteschiene 5 verspannt. In dieser Stellung
steht also der untere Klemmbacken 12 in der Klemmstellung, während sich
der Lagerblock 20 in einer Arbeitsstellung befindet, in
der die Halteeinrichtung 6 mit der Halteschiene 5 durch
Klemmung verbunden ist.
-
Zum
Verschwenken des Lagerblockes 20 zwischen der Ruhestellung
und der Arbeitsstellung nimmt dieser in einer senkrechten, kreisförmigen Öffnung 22 eine
rohrförmige
Betätigungsstange 23 auf, die
fest mit dem Lagerblock 20 verbunden ist und die damit
einen Betätigungshebel
zum Verschwenken des Lagerblockes 20 ausbildet. Diese Betätigungsstange 23 dient
jedoch nicht nur der Verschwenkung des Lagerblockes 20,
sondern gleichzeitig bildet die Betätigungsstange 23 einen
Haltestab für
Halterungen, an denen Gegenstände
befestigt werden können,
beispielsweise Instrumente, chirurgische Apparate, Zubehörteile von
Apparaten. In der Arbeitsstellung steht die Betätigungsstange 23 bei
den dargestellten Ausführungsbeispielen
senkrecht, so dass bei einer an der Halteschiene 5 festgeklemmten
Halteeinrichtung 6 an dieser senkrechten Betätigungsstange 23 die
Gegenstände
wie an einem senkrechten Stativ befestigt werden können.
-
In 1 ist
stellvertretend für
alle Gegenstände,
die an der Betätigungsstange 23 befestigt werden
können,
an dieser Befestigungsstange 23 eine Manschette 41 dargestellt,
die beispielsweise als Klemm-Manschette ausgeführt sein kann und die einen
Gegenstand 42 trägt,
der in der Zeichnung lediglich als Rechteck dargestellt ist. An
dieser Stelle kann jeder Gegenstand befestigt werden, der in der Nähe des Operationstischs
in einer bestimmten Position benötigt
wird, beispielsweise eine Beleuchtung, ein chirurgisches Instrument
oder ein Retraktor.
-
Die
Schwenkbewegung der Betätigungsstange 23 wird
bei dem Ausführungsbeispiel
der 1 bis 7 über einen Lagerblock 20 mit
einer exzentrischen Anlagefläche 21 auf
den verschwenkbaren Klemmbacken 12 übertragen.
-
Bei
dem Ausführungsbeispiel
der 8 und 9, das weitgehend gleich aufgebaut
ist und bei dem gleiche Teile dieselben Bezugszeichen tragen, ist
der Lagerblock 20 mit der exzentrischen Anlagefläche 21 ersetzt
durch einen Kniehebel 24, dessen einer Arm 25 von
der Rückseite
des verschwenkbaren Klemmbackens 12 absteht und dessen
anderer Arm 26 nach vorne von der Betätigungsstange 23 absteht.
Beide Arme 25, 26 sind an ihren einander zugewandten
Enden um eine parallel zur Schwenkachse der Betätigungsstange 23 verlaufende
Drehachse verschwenkbar miteinander verbunden. Diese Kniehebelverbindung
führt ebenfalls
dazu, dass beim Verschwenken der Betätigungsstange 23 aus
der Ruhestellung in die Arbeitsstellung der Klemmbacken 12 von
seiner Freigabestellung in die Klemmstellung verschwenkt wird und
umgekehrt.
-
Zur
Festlegung der Betätigungsstange 23 in der
Arbeitsstellung ist eine Verriegelungseinrichtung 27 vorgesehen.
Diese umfasst eine konische Riegelvertiefung 28 an der
Oberseite des Klemmbackens 7 und einen ebenfalls konischen
Riegelkörper 29,
der in einem seitlich aus der Betätigungsstange 23 hervor stehenden
Gehäuse 30 in
senkrechter Richtung verschieblich gelagert ist und in einer unteren
Stellung in die Riegelvertiefung 28 eintaucht, wenn sich die
Betätigungsstange 23 in
der Arbeitsstellung befindet (4), und
die in ihrer angehobenen Stellung aus der Riegelvertiefung 28 austritt
(5). Zur Verschiebung des Riegelkörpers 29 zwischen
diesen zwei Stellungen ist in dem Gehäuse 30 in dessen Längsrichtung
ein Kolben 31 verschiebbar, der über eine schräge Gleitfläche 32 an
einer ebenfalls schrägen
Gleitfläche 33 des
Riegelkörpers 29 anliegt. Wenn
der Kolben 31 im Gehäuse 30 in
Richtung auf den Riegelkörper 29 verschoben
wird, drückt
er diesen nach unten, umgekehrt kann der Riegelkörper 29 nach oben
verschoben werden, wenn der Kolben 31 sich von dem Riegelkörper 29 entfernt.
Zu diesem Zweck ist im Bereich der Gleitfläche 32, 33 eine
Führung
zwischen den beiden Gleitflächen
vorgesehen, beispielsweise eine Schwalbenschwanzführung, so dass
die Horizontalbewegung des Kolbens 31 in eine Vertikalbewegung
des Riegelkörpers 29 umgesetzt werden
kann.
-
Der
Kolben 31 wird durch eine Schraubenfeder 34, die
sich einerseits an dem Kolben 31 und andererseits am Boden
des Gehäuses 30 abstützt, in Richtung
auf den Riegelkörper 29 verschoben.
-
Die
Verschiebung des Kolbens 31 erfolgt pneumatisch oder hydraulisch.
Zu diesem Zweck ist das Gehäuse 30,
das den Zylinder eines Kolbenzylinderaggregates ausbildet, mit einer
Anschlussleitung 39 verbunden, in die ein Schließventil 40 eingesetzt ist
und die in aus der Zeichnung nicht näher ersichtlicher Weise mit
einer Quelle für
ein hydraulisches oder pneumatisches Medium verbunden ist, beispielsweise
mit einer Druckluftquelle. Beim Öffnen des
Schließventils 40 strömt somit
hydraulisches oder pneumatisches Medium in das Gehäuse 30 ein und
verschiebt den Kolben 31 in der von Kolben und Zylinderaggregaten
bekannten Weise entgegen der Wirkung der Schraubenfeder 34,
so dass dabei der Riegelkörper 29 angehoben
und aus der Riegelvertiefung 28 ausgehoben wird, wie dies
in 5 dargestellt ist. Beim Schließen des Schließventils 40 fällt die
auf den Kolben 31 wirkende Kraft weg, der Kolben 31 wird
dann unter der Wirkung der Schraubenfeder 34 in umgekehrter
Richtung verschoben und drückt
dabei den Riegelkörper 29 gegen
die Oberseite des Klemmbackens 7, bis die Betätigungsstange 23 in
der Arbeitsstellung steht, in der sich der Riegelkörper 29 genau über der
Riegelvertiefung 28 befindet und daher federnd in diese
eintauchen kann. Dadurch wird die Betätigungsstange 23 in
der Arbeitsstellung arretiert, in der der Klemmbacken 12 in
seiner Klemmstellung steht.