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Die
Erfindung betrifft ein Schloss, insbesondere ein Zentralschloss
für eine Schließanlage mit Mehrfachverriegelung,
mit einem Schlossgehäuse mit zumindest einer Schließzylinderaufnahme
für zumindest einen Schließzylinder, wobei der
Schließzylinder über ein Zahnradgetriebe auf ein
z. B. verschiebbar im Schlossgehäuse angeordnetes Betätigungsglied
zum Verriegeln und/oder Entriegeln des Schlosses arbeitet. Schließanlage
mit Mehrfachverriegelung meint insbesondere ein Treibstangenschloss,
welches in seinem grundsätzlichen Aufbau zumindest ein
Zentralschloss und eine oder mehrere Zusatzverriegelungen aufweist,
wobei die Zusatzverriegelungen (jeweils) über zumindest
eine Treibstange mit dem Zentralschloss verbunden sind. Bei einem
derartigen Treibstangenschloss ist das Betätigungsglied
vorzugsweise als Treibstangenanschlussschieber ausgebildet, welcher
einerseits an die Treibstangen angeschlossen ist und andererseits eine
Zahnstange bildet bzw. eine Verzahnung aufweist, welche mit dem
Letztrad des Zahnradgetriebes kämmt. Der Schließzylinder
greift mit seinem Schließbart in der Regel in eine Ausnehmung
eines Übertragungsrings mit Außenverzahnung ein,
d. h. der Schließbart nimmt den Übertragungsring
mit, wobei der Übertragungsring mit seiner Außenverzahnung über
das Zahnradgetriebe auf das Betätigungsglied, z. B. den
Treibstangenanschlussschieber arbeitet.
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Ein
derartiges Schloss ist beispielsweise aus der
DE 20 2007 003 890 U1 bekannt.
Wie bei Treibstangenschlössern üblich ist lediglich
ein Schließzylinder vorgesehen.
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Außerdem
kennt man ein Einsteckschloss (ohne Mehrfachverriegelung), welches
mit zwei Schließzylindern ausgerüstet ist (vgl.
DE 297 09 827 U1 ).
Ein solches Schloss mit mehreren Profilzylindern soll beispielsweise
in zwei voneinander getrennte Schließanlagen einbezogen
werden. Ein Beispiel dafür sind z. B. spezielle Türen,
die von Mitarbeitern der Stadtwerke und der Energieversorgung getrennt voneinander
betätigt werden müssen. Die beiden Schließzylinder
greifen mit ihrem jeweiligen Schließbart in eine korrespondierende
Ausnehmung des Riegels ein, so dass im Zuge der Betätigung
des Schließzylinders der Riegel in an sich bekannter Weise
ein- bzw. ausgeschlossen wird.
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Ein
Schloss mit Doppel-Schließzylinder kennt man ferner aus
der
DE 10 2006
060 450 A1 . Das bekannte Schloss ist als selbstverriegelndes, elektromechanisches
Panikschloss ausgebildet. Die Schließnasen der beiden Schließzylinder
arbeiten auf das gleiche Schließglied direkt oder indirekt
ein. Dabei steuert das translatorisch verschiebbare Schließglied
als zentrales Bauteil sowohl den Riegelhub als auch die Fallenbewegung.
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Die
bekannten Schlösser mit Doppelzylinder sind ausschließlich
als Einsteckschlösser ausgebildet. Auf die Entwicklung
von Schließanlagen mit Mehrfachverriegelung hatten derartige
Ausführungsformen keinen Einfluss. Im Übrigen
erfordern die bekannten Schlösser mit Doppelzylinder speziell
ausgestaltete Schlossgehäuse, welche verhältnismäßig groß bauen.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schloss, insbesondere
Zentralschloss für eine Schließanlage mit Mehrfachverriegelung,
zu schaffen, welches sich durch einen kompakten und funktionsgerechten
Aufbau auszeichnet.
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Zur
Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung bei einem gattungsgemäßen
Schloss, insbesondere Zentralschloss für eine Schließanlage
mit Mehrfachverriegelung, der eingangs beschriebenen, Art, dass
das Schlossgehäuse zumindest eine erste Schließzylinderaufnahme
für einen ersten Schließzylinder und zumindest
eine zweite Schließzylinderaufnahme für einen
zweiten Schließzylinder aufweist, wobei der erste Schließzylinder
und der zweite Schließzylinder über dasselbe Zahnradgetriebe
oder zumindest Teile desselben Zahnradgetriebes auf das Betätigungsglied
arbeiten.
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Dabei
geht die Erfindung zunächst einmal von der (bekannten)
Erkenntnis aus, dass sich ein Türschloss funktionell verbessern
lässt, wenn zwei Schließzylinder bzw. zumindest
zwei Schließzylinder vorgesehen sind. Erfindungsgemäß arbeiten
diese beiden Schließzylinder nun jedoch über ein
und dasselbe (einheitliche) Zahnradgetriebe auf ein Betätigungsglied,
z. B. einen Treibstangenanschlussschieber einer Mehrfachverriegelung.
Auf diese Weise lassen sich die Vorteile, welche mit dem Einsatz
von zwei Schließzylindern verbunden sind, insbesondere auch
bei Schließanlagen mit Mehrfachverriegelung realisieren,
ohne dass der Aufbau dadurch wesentlich aufwendiger wird. Denn vorzugsweise
nimmt der erste Schließzylinder einen ersten Übertragungsring mit
Außenverzahnung rotierend mit, welcher über das
Zahnradgetriebe auf das Betätigungsglied arbeitet und der
zweite Schließzylinder nimmt einen zweiten Übertragungsring
mit Außenverzahnung rotierend mit. Besonders bevorzugt
arbeitet der zweite Übertragungsring dabei unmittelbar
oder über ein oder mehrere Zwischenzahnräder auf
den ersten Übertragungsring. Folglich kann auf einen herkömmlichen
Schlossaufbau mit Zahnradgetriebe und vorzugsweise Untersetzungsgetriebe
zurückgegriffen werden. Für den zweiten Schließzylinder
ist kein separates Zahnradgetriebe erforderlich. Vielmehr schlägt
die Erfindung vor, dass der zweite Schließzylinder mit
seinem Übertragungsring mit Außenverzahnung auf
den Übertragungsring mit Außenverzahnung des ersten
Schließzylinders arbeitet, so dass sowohl bei Betätigung
des ersten Schließzylinders als auch bei Betätigung
des zweiten Schließzylinders stets dasselbe Untersetzungsgetriebe
für die Kraftübertragung auf das Betätigungsglied
und damit vorzugsweise auf die Treibstangen und auch auf die Mehrfachverriegelungen
verantwortlich ist. Die Übertragungsringe und die Zwischenzahnräder
bzw. Übertragungszahnräder sind in der Nomen klatur
dieser Anmeldung nicht Bestandteil des (einheitlichen) Zahnradgetriebes,
sie sind jedoch mit dem Getriebe verbunden.
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So
besteht in der ersten, beschriebenen Ausführungsform die
Möglichkeit, dass der erste Übertragungsring unter
Zwischenschaltung von Zwischenzahnrädern auf das (einheitliche)
Zahnradgetriebe arbeitet und dass der zweite Übertragungsring über Zwischenzahnräder
mit dem ersten Übertragungsring gekoppelt ist. In einer
alternativen Ausgestaltung kann einerseits der erste Übertragungsring
unter Zwischenschaltung von Zwischenzahnrädern an das Zahnradgetriebe
angeschlossen sein und der zweite Übertragungsring ist
ebenfalls unter Zwischenschaltung von Zwischenzahnrädern
an das Zahnradgetriebe angeschlossen. So können einerseits
die mit dem ersten Übertragungsring kämmenden
Zwischenzahnräder und andererseits die mit dem zweiten Übertragungsring
kämmenden Zwischenzahnräder jeweils mit ein und
demselben Zahnrad, z. B. dem Erstrad des Zahnradgetriebes kämmen.
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Im
Rahmen der Erfindung ist es möglich, zwei blockierende
Zylinder als Schließzylinder vorzusehen. Damit ist es dann
erforderlich, beide Schließzylinder zu betätigen,
um das Schloss ordnungsgemäß zu öffnen.
Es sind folglich zwei Schlüssel erforderlich. Eine solche
Ausführungsform bietet sich beispielsweise für
Hochsicherheitsbereiche an.
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Alternativ
können aber auch zwei Schließzylinder eingesetzt
werden, welche als Freilaufzylinder ausgebildet sind. Damit wird
es dann möglich, mit lediglich einem Schlüssel
das Schloss zu öffnen. Dabei können die Schließzylinder
grundsätzlich auch identisch ausgebildet sein. Dieses kann
beispielsweise dann zweckmäßig sein, wenn die
Schließzylinder von außen und von innen in unterschiedlichen
Einbaupositionen montiert werden sollen. So wird es möglich,
dass für das öffnen von außen und von
innen jeweils ein eigener Schließzylinder vorgesehen ist,
wobei diese beiden Schließzylinder nicht fluchtend, sondern
versetzt zueinander angeordnet sind. Dieses ist in bestimmten Einbausituationen
zweckmäßig, um eine komfortable Schlüsselbetätigung
zu ermöglichen. So kann es beispielsweise vorteilhaft sein,
wenn der Schließzylinder auf der einen Seite einen größeren
Abstand vom Rahmen aufweist, um die Betätigung zu vereinfachen.
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Nach
einem weiteren Vorschlag der Erfindung, dem selbstständige
Bedeutung zukommt, geht die Erfindung von einem Schloss aus, welches
ein Schlossgehäuse in Modulbauweise aufweist, welches mehrere
Funktionsträger für jeweils ein oder mehrere Bauteile
bzw. Komponenten der Schlossmechanik (und/oder Schlosselektrik)
aufweist. Derartige Schlösser in Modulbauweise sind bekannt
(vgl.
DE 20 2007
003 890 U1 ). Die Mehrzahl von Funktionsträgern
werden in der Regel zwischen zwei Deckblechen fixiert, nämlich
einerseits dem Schlossblech und andererseits der Schlossdecke. Insbesondere
ist es bekannt, dass ein Funktionsträger eines solchen Schlosses
in Modulbauweise die Schließzylinderaufnahme für
den Schließzylinder sowie ggf. das Zahnradgetriebe aufnimmt.
Ausgehend von einem derartigen Schloss schlägt die Erfindung
nun in einer ersten Ausführungsform vor, dass ein Funktionsträger
vorgesehen ist, welcher sowohl eine erste Schließzylinderaufnahme
für einen ersten Schließzylinder als auch eine
zweite Schließzylinderaufnahme für einen zweiten
Schließzylinder aufweist. Es ist folglich ein kombinierter
Funktionsträger mit zwei Schließzylinderaufnahmen
vorgesehen, wobei ein solcher kombinierter Funktionsträger
austauschbar ist gegen einen (herkömmlichen) einfachen
Funktionsträger, welcher lediglich eine einzige Schließzylinderaufnahme
für einen einzigen Schließzylinder aufweist. Die
Erfindung bildet folglich das Modulkonzept von Schlössern
weiter, in dem nun der Funktionsträger für einen
Einfachzylinder ausgetauscht wird gegen einen Funktionsträger
mit Doppelzylinderaufnahme. Die übrigen Komponenten des
Türschlosses können unverändert bleiben,
so dass eine kostengünstige Konstruktion verwirklicht ist.
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In
einer alternativen Ausgestaltung schlägt die Erfindung
vor, dass ein erster Funktionsträger mit einer ersten Schließzylinderaufnahme
für den ersten Schließzylinder und ein zweiter
Funktionsträger mit einer zweiten Schließzylinderaufnahme
für einen zweiten Schließzylinder vorgesehen sind,
wobei der zweite Funktionsträger als separater Funktionsträger an
dem ersten Funktionsträger befestigbar ist. In dieser Ausführungsform
wird folglich ein zusätzlicher zweiter Funktionsträger
zur Verfügung gestellt, welcher an ein herkömmliches
Schloss angeschlossen bzw. angeflanscht wird. Auch auf diese Weise
wird eine kostengünstige Konstruktion zu Verfügung
gestellt wird, da auf bekannte Komponenten und Bauteile zurückgegriffen
werden kann.
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Das
Schlossgehäuse weist in an sich bekannter Weise ein (unteres)
Schlossblech und eine (obere) Schlossdecke auf, wobei die Funktionsträger zwischen
Schlossblech und Schlossdecke fixiert sind. Dabei besteht die Möglichkeit,
dass Schlossblech einerseits und Schlossdecke andererseits jeweils
einstückig gefertigt sind und sowohl den Bereich des ersten
Schließzylinders als auch den Bereich des zweiten Schließzylinders überdecken.
Die Erfindung schlägt bei dieser Ausgestaltung folglich vor,
dass spezielle Schlossbleche und Schlossdecken vorgesehen werden,
welche an die Ausgestaltung mit zwei Schließzylindern angepasst
sind. Alternativ besteht die Möglichkeit, dass Schlossblech und/oder
Schlossdecke (jeweils) mehrteilig ausgebildet sind und z. B. einen
ersten Abschnitt aufweisen, welcher den ersten Schließzylinder überdeckt
und einen zweiten Abschnitt aufweisen, welcher den zweiten Schließzylinder überdeckt.
Bei dieser Ausführungsform kann folglich mit herkömmlichen
Schlossblech und/oder herkömmlicher Schlossdecke gearbeitet
werden, welche lediglich den ersten Schließzylinder überdecken.
Sofern dann ein Funktionsträger mit zweitem Schließzylinder
bzw. ein zusätzlicher Funktionsträger mit dem
zweiten Schließzylinder eingesetzt werden, kann ein zusätzlicher
Abschnitt eines Schlossbleches bzw. einer Schlossdecke ergänzt
werden.
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Das
erfindungsgemäße Schloss kann grundsätzlich
als Einsteckschloss ausgebildet sein. Besonders bevorzugt handelt
es sich jedoch um ein Zentralschloss für eine Schließanlage
mit Mehrfachverriegelung. Die Erfindung betrifft folglich in bevorzugter
Weiterbildung ein Treibstangenschloss mit Mehrfachverriegelung mit
zumindest einem Zentralschloss der beschriebenen Art und mit einem
oder mehreren Zusatzschlössern, wobei die Zusatzschlösser über
eine oder mehrere Treibstangen mit dem Zentralschloss verbunden
sind. Bei einem solchen Treibstangenschloss schlägt die
Erfindung vor, dass die beiden Schließzylinder über
das Zahnradgetriebe auf zumindest ein als Treibstangenschieber ausgebildetes
Betätigungsglied arbeiten, wobei der bzw. die Treibstangenanschlussschieber
einerseits an die Treibstangen angeschlossen ist/sind und andererseits
eine Verzahnung aufweist/anweisen, welche mit dem Letztrad des Zahnradgetriebes
kämmt.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
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1 ein
Treibstangenschloss mit Mehrfachverriegelung in vereinfachter Darstellung,
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2 ein
Zentralschloss des Gegenstandes nach 1,
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3 den
Gegenstand nach 2 in einer möglichen
Einbausituation,
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4a einem
Funktionsträger 9' eines herkömmlichen
Schlosses mit Einfachzylinder und
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4b einen
Funktionsträger 9' für ein Schloss gemäß 2 mit
Doppelzylinder.
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In
den Figuren ist ein Treibstangenschloss mit Mehrfachverriegelung
dargestellt, welches in seinem grundsätzlichen Aufbau gemäß 1 ein
Zentralschloss 1 und zwei Zusatzschlösser 2 aufweist. Zentralschloss 1 und
Zusatzschlösser 2 sind rückseitig an
einem Schlossstulp 3 befestigt. Die Zusatzschlösser 2 sind über
verschiebbare Treibstangen 4 mit dem Zentralschloss verbunden.
Die Treibstangen 4 sind in der 2 nicht
dargestellt. Das Zentralschloss weist gemäß 2 in
an sich bekannter Weise einen Zentralriegel 5 sowie eine
Schlossfalle 6 auf. Eine Druckernuss 7 für
eine Betätigung mittels eines nicht dargestellten Türdrückers
ist ebenfalls erkennbar. Das Schlossgehäuse 8 des
Zentralschlosses 1 ist an sich bekannter Weise aus einer
Mehrzahl von Funktionsträgern 9, 9' zusammengesetzt,
wobei diese Funktionsträger 9, 9' zwischen
einerseits einem Schlossblech 10 und andererseits einer Schlossdecke 11 fixiert
sind. Erfindungsgemäß ist das Zentralschloss mit
einem ”Doppelzylinder” ausgerüstet. Das
Zentralschloss 1 weist folglich eine erste Schließzylinderaufnahme 13 für
einen ersten Schließzylinder 14 und eine zweite
Schließzylinderaufnahme 15 für einen
zweiten Schließzylinder 16 auf. Sowohl der erste
Schließzylinder 14 als auch der zweite Schließzylinder 16 arbeiten über
dasselbe Zahnradgetriebe 17 auf ein Betätigungsglied 18 (oder
auf mehrere Betätigungsglieder). Dieses Betätigungsglied 18 ist
im Ausführungsbeispiel als Treibstangenanschlussschieber 18 ausgebildet.
Der Treibstangenanschlussschieber 18 ist einerseits an eine
oder beide Treibstangen 4 angekoppelt. Andererseits weist
der Treibstangenanschlussschieber 18 eine Verzahnung auf,
welche mit dem Letztrad 19 des Zahnradgetriebes 17 kämmt.
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Der
erste Schließzylinder 14 nimmt einen ersten Übertragungsring 20 rotierend
mit, wobei der Schließbart 14a des ersten Schließzylinders 14 in eine
Ausnehmung des ersten Übertragungsrings 20 eingreift.
Der zweite Schließzylinder 16 nimmt einen zweiten Übertragungsring 21 rotierend
mit, wobei der Schließbart 16a des zweiten Schließzylinders 16 in eine
Ausnehmung des zweiten Übertragungsrings 21 eingreift.
Sowohl der erste Übertragungsring 20 als auch
der zweite Übertragungsring 21 weisen eine Außenverzahnung 22 auf.
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Der
erste Übertragungsring 20 arbeitet über zwei Übertragungszahnräder 23 auf
das Zahnradgetriebe 17. Der Übertragungsring 20 kämmt
folglich mit den Übertragungszahnrädern bzw. Zwischenzahnrädern 23 (d.
h. er steht mit diesen in Eingriff) und diese kämmen wiederum
mit dem Zahnradgetriebe 17, z. B. dem Erstrad 17a des
Zahnradgetriebes 17.
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Bei
dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel arbeitet
nun der zweite Übertragungsring 21 des zweiten
Schließzylinders 16 über Zwischenzahnräder 24 auf
den ersten Übertragungsring 20. D. h. der zweite Übertragungsring 21 kämmt
mit den Zwischenzahnrädern 24 und diese kämmen
wiederum mit dem ersten Übertragungsring 20.
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Insbesondere 2 macht
deutlich, dass sich das erfindungsgemäße Türschloss
in Anlehnung an ein herkömmliches Türschloss mit
Einfachzylinder durch relativ geringe konstruktive Änderungen
realisieren lässt. So ist es lediglich erforderlich, einen
zusätzlichen Schließzylinder mit zusätzlichem Übertragungsring 21 vorzusehen,
welcher dann über die Zahnräder 24 auf
den Übertragungsring 20 des ersten Schließzylinders 14 arbeitet.
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Dieses
lässt sich – wie in den 4a und 4b angedeutet – beispielsweise
dadurch realisieren, dass ein an sich bekannter Funktionsträger 9' mit
einfachem Schließzylinder (vgl. 4a) ausgetauscht
wird gegen einen ”neuen” Funktionsträger 9', welcher
in 4b dargestellt ist und sowohl eine Aufnahme 13 für
den ersten Schließzylinder 14 als auch eine Aufnahme 15 für
den zweiten Schließzylinder 16 aufweist. Ein an
sich bekanntes Zentralschloss lässt sich folglich durch
geringfügige Änderungen auf einfache Weise modifizieren.
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Optional
kann ein separater zweiter Funktionsträger für
den zweiten Schießzylinder vorgesehen werden, welcher an
den bekannten Funktionsträger mit dem ersten Schließzylinder
angeschlossen wird.
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In 3 ist
beispielhaft eine Einbausituation dargestellt, wobei zwei nebeneinander
angeordnete Schließzylinder 14, 16 vorgesehen
sind. Die Schließzylinder 14, 16 sind
im Ausführungsbeispiel als Einsteckzylinder ausgebildet,
welche jeweils lediglich von einer Seite betätigbar sind.
Es ist ein Türrahmen mit einem Rahmenprofil 25 dargestellt.
Außerdem ist ein Türblatt mit einem Türblattprofil 26 dargestellt, wobei
das Schloss an dem Türblatt bzw. Türblattprofil 26 befestigt
bzw. in dieses integriert ist. Bei der dargestellten Ausführungsform
besteht nun die Möglichkeit, dass für die Betätigung
von innen und von außen jeweils separate Schließzylinder 14, 16 vorgesehen
sind, welche von dem Türrahmen 25 einen unterschiedlichen
Abstand aufweisen. Dieses kann beispielsweise dann zweckmäßig
sein, wenn aufgrund der Ausgestaltung von Tür und/oder
Rahmen auf der einen Seite ein vergrößerter Abstand
vom Türrahmen erforderlich wird, um die Betätigung
zu vereinfachen.
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Es
wurde bereits erläutert, dass bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß 1 der erste Übertragungsring 20 mit
Zwischenzahnrädern 23 in Eingriff steht, welche
wiederum mit dem Erstrad 17a des Zahnradgetriebes 17 in
Eingriff stehen und dass der zweite Übertragungsring 21 über
Zwischenzahnräder 24 auf den ersten Übertragungsring 20 arbeitet.
In abgewandelter Ausführungsform, die nicht dargestellt
ist, besteht die Möglichkeit, dass sowohl der erste Übertragungsring 20 über
Zwischenzahnräder 23 auf das Erstrad 17a arbeitet
als auch der zweite Übertragungsring 21 über
Zwischenzahnräder 24 auf das Erstrad 17a des
Zahnradgetriebes 17 arbeitet. Dazu kämmen dann
einerseits die Zwischenzahnräder 23 mit dem Erstrad 17a und
andererseits die Zwischenzahnräder 24 mit dem
Erstrad 17a des Zahnradgetriebes 17. Bei einer
solchen Ausführungsform arbeiten die beiden Übertragungsringe 20, 21 folglich nicht ”in
Serie”, sondern gleichsam ”parallel” auf
das Erstrad 17a des gemeinsamen Zahnradgetriebes 17. Diese
Ausführungsform ist wie erläutert nicht dargestellt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 202007003890
U1 [0002, 0012]
- - DE 29709827 U1 [0003]
- - DE 102006060450 A1 [0004]