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Die
Erfindung betrifft ein handgeführtes Werkzeuggerät,
insbesondere eine Bohrmaschine oder einen Schrauber, mit einer motorischen
Antriebseinrichtung, einer Spindel, einem relativ zu der Spindel
drehbaren Antriebsteil und mit einem mit der Spindel drehfest verbundenen
Abtriebsteil, sowie mit einer Mitnahme-/Blockiervorrichtung, mit
welcher in einem Mitnahmezustand bei Antrieb durch die Antriebseinrichtung
eine Drehmomentübertragung vom Antriebsteil über
die Mitnahme-/Blockiervorrichtung auf das Abtriebsteil und auf die
Spindel erfolgt und mit welcher in einem Blockierzustand die Spindel bei einem
werkzeugseitigen Antrieb in Drehrichtung blockiert ist.
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Ein
solches Werkzeuggerät ist beispielsweise aus der
DE 297 15 257 U1 bekannt.
Die Mitnahme-/Blockiervorrichtung dient während des regulären Betriebs
des Werkzeuggeräts, wenn dieses also mit Hilfe der motorischen
Antriebseinrichtung angetrieben ist, dazu, eine Kraftkopplung zwischen
dem Antriebsteil und dem Abtriebsteil herzustellen, so dass ein
mit Hilfe der motorischen Antriebseinrichtung erzeugtes Drehmoment über
das Antriebsteil, die Mitnahme-/Blockiervorrichtung auf das Abtriebsteil
und über die drehfeste Verbindung auf die Spindel übertragen
werden kann. Hierbei befindet sich die Mitnahme-/Blockiervorrichtung
in ihrem Mitnahmezustand.
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Die
Mitnahme-/Blockiervorrichtung weist auch einen Blockierzustand auf,
welcher dann eingenommen wird, wenn werkzeugseitig ein Drehmoment auf
die Spindel ausgeübt wird. Dieses Drehmoment wird über
das Abtriebsteil in die Mitnahme-/Blockiervorrichtung eingeleitet,
wobei das Abtriebsteil Blockierelemente verlagert, welche dann üblicherweise zwischen
dem Abtriebsteil und einer gehäusefesten Klemmfläche
blockiert sind. Auf diese Weise kann ein von außen eingeleitetes
Drehmoment in das Gehäuse des Werkzeuggeräts abgeleitet
werden, so dass das Werkzeuggerät als Handschrauber verwendet werden
kann. Ohne Überführung der Mitnahme-/Blockiervorrichtung
in den Blockierzustand würde bei Einleitung eines Drehmoments
von der Werkzeugseite her eine Kraftkopplung zwischen dem Abtriebsteil und
dem Antriebsteil bewirkt, so dass ein von außen eingeleitetes
Drehmoment bis zu der motorischen Antriebseinrichtung übertragen
werden würde und dass ein solches Werkzeuggerät
nicht als Handschrauber verwendbar wäre.
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Eine
vorstehend beschriebene Mitnahme-/Blockiervorrichtung ermöglicht
einen besonders einfachen Werkzeugwechsel, da ein Werkzeughalter (beispielsweise
ein Bohrfutter) verwendet werden kann, der ein einteiliges Griffstück
aufweist. Dieses Griffstück kann mit einer Hand betätigt
werden, um ein Werkzeug aus dem Werkzeughalter zu lösen oder
in diesem einzuspannen. Hierbei befindet sich die Mitnahme-/Blockiervorrichtung
in ihrem Blockierzustand. Daher ist es nicht erforderlich, Werkzeughalter
mit mehreren, gegeneinander verspannbaren Griffstücken
zu verwenden, die insbesondere bei Werkzeughaltern mit kurzen Baulängen
relativ kleine, schwieriger handhabbare Griffflächen aufweisen.
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Bei
Werkzeuggeräten der eingangs genannten Art sind das Antriebsteil
und das Abtriebsteil innerhalb eines vorgegebenen Drehwinkelbereichs
relativ zueinander bewegbar. Diese Relativbewegung ermöglicht
es, dass die Mitnahme-/Blockiervorrichtung verschiedene Zustände,
nämlich mindestens einen Mitnahmezustand und mindestens
einen Blockierzustand einnehmen kann. Üblicherweise erlauben
die bekannten Mitnahme-/Blockiervorrichtungen zwei Mitnahmezustände,
welche einander entgegengesetzten Antriebsrichtungen zugeordnet
sind, sowie einen Blockierzustand.
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Es
hat sich herausgestellt, dass in bestimmten Betriebszuständen
des Werkzeuggeräts ein unerwünschter Wechsel zwischen
verschiedenen Zuständen der Mitnahme-/Blockiervorrichtung
stattfindet, welche für eine Bedienperson als störende
Klack-Geräusche wahrgenommen werden. Darüber hinaus bewirkt
ein unerwünscht häufiger Wechsel zwischen verschiedenen
Zuständen der Mitnahme-/Blockiervorrichtung einen Verschleiß des
Antriebsteils, von Teilen der Mitnahme-/Blockiervorrichtung und
des Abtriebsteils.
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Hiervon
ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein handgeführtes
Werkzeuggerät der eingangs genannten Art so zu verbessern, dass
es einen geräusch- und verschleißarmen Betrieb
ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird bei einem handgeführten Werkzeuggerät
der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass zur Hemmung einer Relativbewegung des Antriebsteils
und des Abtriebsteils mindestens ein Reibelement vorgesehen ist,
welches unter Umgehung der Mitnahme-/Blockiereinrichtung zwischen
dem Antriebsteil und dem Abtriebsteil wirksam ist.
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Im
Rahmen der Erfindung ist vorgesehen, unter Umgehung der Mitnahme-/Blockiervorrichtung einen
weiteren Kraftpfad zwischen dem Antriebsteil und dem Abtriebsteil
zu schaffen.
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Hierbei
werden das Antriebsteil und das Abtriebsteil mit Hilfe eines Reibelements
miteinander gekoppelt, so dass eine Relativbewegung des Antriebsteils
und des Abtriebsteils gehemmt wird. Hierdurch kann eine Reibkraft
erzeugt werden, welche einer Relativbewegung des Antriebsteils und
des Abtriebsteils entgegenwirkt. Eine ”Hemmung” der
Relativbewegung bedeutet, dass grundsätzlich, nämlich bei Überschreitung
einer mit Hilfe des Reibelements hergestellten Reibkraft, die Relativbewegbarkeit
zwischen dem Antriebsteil und dem Abtriebsteil erhalten bleibt.
Hierdurch ist gewährleistet, dass die Funktion der Mitnahme-/Blockiervorrichtung
nicht beeinträchtigt wird und diese trotz des mindestens
einen Reibelements sich weiterhin in ihren mindestens einen Mitnahmezustand
und in mindestens einen Blockierzustand überführen
lässt. Das Reibelement erschwert also die Relativbewegung
zwischen dem Antriebsteil und dem Abtriebsteil, verhindert sie aber
nicht.
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Dadurch,
dass das Reibelement zwischen dem Antriebsteil und dem Abtriebsteil
wirksam ist, kann während des Normalbetriebs des Werkzeuggeräts
mit motorischem Antrieb, bei welchem die Mitnahme-/Blockiervorrichtung
einen Mitnahmezustand einnimmt, gewährleistet werden, dass
keine Verlustleistung auftritt, da in diesem Zustand des Werkzeuggeräts
eine Relativbewegung zwischen dem Antriebsteil und dem Abtriebsteil
nicht auftritt. Hierdurch kann einem Verschleiß des Reibelements
vorgebeugt werden.
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Grundsätzlich
ist es möglich, dass das mindestens eine Reibelement unmittelbar
zwischen dem Antriebsteil und dem Abtriebsteil angeordnet ist und sowohl
mit dem Antriebsteil als auch mit dem Abtriebsteil in Berührung
steht. Dies ist jedoch nicht erforderlich, es ist auch möglich,
dass das Reibelement nur mit einem der Bauteile Antriebsteil und
Abtriebsteil in Berührkontakt steht und der Kontakt zu
dem anderen der Bauteile über ein zwischengeschaltetes, weiteres
Bauteil hergestellt ist. Gleichfalls ist es möglich, dass
das Reibelement weder mit dem Antriebsteil noch mit dem Abtriebsteil
unmittelbar in Berührkontakt steht, sondern über
jeweils zwischengeschaltete Bauteile eine Reibverbindung zwischen
dem Antriebsteil und dem Abtriebsteil hergestellt wird.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn das Reibelement zwischen dem Antriebsteil
und der Spindel angeordnet ist. Dies ermöglicht es, das
Reibelement bezogen auf die Spindel radial außen und bezogen auf
das Antriebsteil radial innen anzuordnen. Dies führt zu
einer besonders kompakten Anordnung, welche außerdem eine
besonders gute Einstellbarkeit der Reibkraft ermöglicht.
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Bevorzugt
ist es ferner, wenn das Reibelement mit Reibflächen zusammenwirkt,
welche fein- oder feinstbearbeitet sind. Insbesondere handelt es sich
bei einer solchen Reibfläche um einen Oberflächenabschnitt
der Spindel, welcher schleifend bearbeitet ist, um eine hochgenaue,
formschlüssige Verbindung mit einer Durchbrechung des Abtriebsteils herzustellen.
Eine weitere Reibfläche kann durch einen Oberflächenabschnitt
des Antriebsteils gebildet sein. Vorzugsweise wirkt das Reibelement
ausschließlich mit fein- oder feinstbearbeiteten Reibflächen
zusammen.
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Das
Reibelement ist vorzugsweise aus einem elastomeren Werkstoff hergestellt,
so dass Reibkräfte schonend auf die mit dem Reibelement
in Berührkontakt stehenden Bauteile übertragen
werden können. Der elastomere Werkstoff ermöglicht darüber
hinaus eine zuverlässige Übertragung von Reibkräften
in einem weiten Temperaturbereich.
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Das
Reibelement ist vorzugsweise ringförmig, so dass es Reibkräfte
entlang einer ringförmigen Übertragungsfläche übertragen
kann und lokale Kraftspitzen vermieden werden.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn das Reibelement an dem Antriebsteil gehalten
ist. Dies ermöglicht eine platzsparende Integration des
Reibelements in das Antriebsteil. Gleichzeitig ist es möglich, dass
das Reibelement an dem Antriebsteil fixiert ist uns sich relativ
zu dem Antriebsteil nicht bewegt. Hierdurch ist es möglich,
eine Reibverbindung entlang einer einzigen, vorzugsweise ringförmigen, Wirkfläche
auf die Reibfläche eines weiteren Bauteils, insbesondere
der Spindel, zu übertragen. Wenn das Reibelement ringförmig
ist, kann sich dieses nach radial außen an dem Antriebsteil
abstützen und mit einer nach radial innen weisenden Wirkfläche
mit einer Umfangsfläche, insbesondere der Spindel, zusammenwirken.
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Eine
besonders zuverlässige Anordnung des Reibelements an dem
Antriebsteil wird ermöglicht, wenn das Antriebsteil eine
Nut, insbesondere eine Ringnut, zur Aufnahme des Reibelements aufweist.
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Das
Reibelement weist vorzugsweise ein kreisförmiges oder ovales
Profil auf, so dass es mechanisch stabil ist und keine verschleißanfälligen Kanten
aufweist.
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Bei
dem Antriebsteil handelt es sich vorzugsweise um einen Teil eines
Planetengetriebes. Ein Planetengetriebe ermöglicht eine
zuverlässige Kraftübertragung von der motorischen
Antriebseinrichtung auf das Antriebsteil, wobei die Ausbildung des Antriebsteils
als Teil des Planetengetriebes zu einer kompakten Anordnung führt.
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Insbesondere
handelt es sich bei dem Antriebsteil um einen Planetenträger
eines Planetengetriebes, welcher in radialer Richtung weniger Bauraum
beansprucht als ein Hohlrad eines Planetengetriebes. Der Planetenträger
kann auch als Sonnenrad bezeichnet werden.
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Insbesondere
ist vorgesehen, dass eine Reibkraft des Reibelements derart eingestellt
ist, dass diese eine vorgebbare Minimalkraft nicht unterschreitet
und dass ein alternierender Wechsel zwischen dem Mitnahmezustand
und dem Blockierzustand der Mitnahme-/Blockiervorrichtung zumindest dann
verhindert wird, wenn das Werkzeuggerät im Mitnahmezustand
der Mitnahme-/Blockiervorrichtung betrieben und die Antriebsgeschwindigkeit
der Antriebseinrichtung reduziert wird und/oder wenn das Werkzeuggerät
in einem Impulsbetrieb betrieben wird.
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Beim
Betrieb des Werkzeuggeräts im Mitnahmezustand der Mitnahme-/Blockiervorrichtung und
gleichzeitiger Reduktion der Antriebsgeschwindigkeit kann es vorkommen,
dass aufgrund der Massenträgheit der Spindel und des mit
der Spindel verbundenen Werkzeugs die Abtriebsseite schneller dreht
als die Antriebsseite. Bei aus dem Stand der Technik bekannten Werkzeuggeräten
führt dies dazu, dass die Mitnahme-/Blockiervorrichtung
in den Blockierzustand überführt wird, bis die
Antriebsseite die Abtriebsseite wieder einholt und die Mitnahme-/Blockiervorrichtung
zurück in den Mitnahmezustand überführt.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Reibelements,
welches eine genügend hohe Reibkraft aufbringt, wird dieser
unerwünschte Wechsel zwischen Mitnahmezustand und Blockierzustand verhindert.
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Bei
Betrieb des Werkzeuggeräts in einem Impulsbetrieb wird
die Stromzufuhr zu der motorischen Antriebseinrichtung in aufeinanderfolgenden Intervallen
kurzzeitig unterbrochen. Hierdurch können Drehmomentspitzen
erzeugt werden, die für bestimmte Anwendungsfälle
(beispielsweise das Lösen einer festsitzenden Schraube)
gewünscht sind. Auch bei diesem Betrieb des Werkzeuggeräts
kann der vorstehend beschriebene, unerwünschte Wechsel zwischen
dem Mitnahmezustand und dem Blockierzustand der Mitnahme-/Blockiervorrichtung
verhindern werden.
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In
entsprechender Weise ist es vorteilhaft, wenn eine Reibkraft des
Reibelements derart eingestellt ist, dass diese eine vorgebbare
Maximalkraft nicht überschreitet und dass bei Antrieb durch
die Antriebseinrichtung das Antriebsteil unter Überwindung der
Reibkraft relativ zu dem Abtriebsteil bewegbar ist, um die Mitnahme-/Blockiervorrichtung
in ihren Mitnahmezustand zu überführen und/oder
dass bei werkzeugseitigem Antrieb das Abtriebsteil unter Überwindung
der Reibkraft relativ zu dem Antriebsteil bewegbar ist, um die Mitnahme-/Blockiervorrichtung in
ihren Blockierzustand zu überführen. Die Reibkraft ist
also niedrig genug eingestellt, damit die Antriebseinrichtung die
Reibkraft überwinden kann, um die Mitnahme-/Blockiervorrichtung
im Normalbetrieb des Werkzeuggeräts in mindestens einen
Mitnahmezustand überführen zu können.
Außerdem ist die vorgebbare Maximalkraft so bemessen, dass
bei werkzeugseitigem Antrieb die Mitnahme-/Blockiervorrichtung in
den Blockierzustand überführt wird.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden
Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels.
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In
der Zeichnung zeigt:
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1 eine
Ausführungsform eines Werkzeuggeräts in einem
Längsschnitt mit einer Mitnahme-/Blockiereinrichtung.
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Eine
in 1 dargestellte Ausführungsform eines
Werkzeuggeräts 10 umfasst ein Gehäuse 12. Das
Werkzeuggerät 10 weist eine nicht maßstabsgerecht
und schematisch dargestellte motorische Antriebseinrichtung 14,
insbesondere einen Elektromotor, auf, welcher von einer Energieversorgungseinrichtung 16 mit
Energie versorgt wird. Bei der Energieversorgungseinrichtung 16 handelt
es sich insbesondere um einen Akkumulator.
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Die
Antriebseinrichtung 14 dient zum Antrieb eines Ritzels 18,
welches über ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 20 bezeichnetes
Getriebe ein Antriebsteil 22 antreibt. Das Antriebsteil 22 ist
Teil einer Mitnahme-/Blockiereinrichtung 24, welche auch
ein Abtriebsteil 26 umfasst. Das Abtriebsteil 26 ist
drehfest mit einer Spindel 28 verbunden. Die Spindel 28 weist
ein werkzeugseitiges Spindelende 30 auf, an welchem ein
Werkzeug oder ein Werkzeughalter, insbesondere ein Bohrfutter, befestigbar
ist.
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Das
Getriebe 20 umfasst drei aufeinanderfolgende Getriebestufen,
nämlich eine erste Getriebestufe 32, eine zweite
Getriebestufe 34 und eine dritte Getriebestufe 36.
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Die
erste Getriebestufe 32 umfasst das Motorritzel 18,
welches ein Sonnenrad für erste Planetenräder 38 bildet.
Die ersten Planetenräder 38 kämmen in
einem gehäusefesten ersten Hohlrad 40.
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Die
ersten Planetenräder 38 sind an Achsen 42 eines
zweiten Sonnenrads 44 der zweiten Getriebestufe 34 gelagert.
Die zweite Getriebestufe 34 umfasst ferner mit dem zweiten
Sonnenrad 44 zusammenwirkende zweite Planetenräder 46 und
ein zweites Hohlrad 48. Das Hohlrad 48 ist mittels
eines Schaltrads 49 relativ zu dem Gehäuse 12 fixierbar oder
relativ zu dem Gehäuse 12 drehbar.
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Die
zweiten Planetenräder 46 sind auf Achsen 50 drehbar
gelagert. Die Achsen 50 sind integral mit einem dritten
Sonnenrad 52 der dritten Getriebestufe 36 ausgebildet.
Die dritte Getriebestufe 36 umfasst ferner dritte Planetenräder 54 und
ein drittes, relativ zu dem Gehäuse 12 drehfestes
Hohlrad 56. Die dritten Planetenräder 54 sind
auf Achsen 58 drehbar gelagert, welche einstückig
mit dem Antriebsteil 22 ausgebildet sind.
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Das
Antriebsteil 22 ist mittels eines Kugellagers 60 an
dem Gehäuse 12 drehbar gelagert.
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Das
Antriebsteil 22 weist auf seiner dem Getriebe 20 abgewandten
Seite eine Mehrzahl von Antriebsabschnitten 62 auf, welche
in einem Mitnahmezustand der Mitnahme-/Blockiereinrichtung 24 an
Abtriebsabschnitten 64 des Abtriebsteils 26 anliegen und
hierdurch eine Drehmomentübertragung ermöglichen.
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Die
Mitnahme-/Blockiereinrichtung 24 umfasst ferner mindestens
einen Klemmkörper 66, welcher in einem Blockierzustand
der Mitnahmeblockiereinrichtung 24 eine Klemmung des Abtriebsteils 26 relativ
zu einem gehäusefesten Klemmring 68 bewirkt.
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Hinsichtlich
des Aufbaus und der Funktionsweise der Mitnahme-/Blockiereinrichtung
24 wird
darüber hinaus Bezug genommen auf den Inhalt der europäischen
Patentanmeldung
EP
1 410 879 A1 der Metabowerke GmbH (”Automatischer
Spindellook”).
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Die
Mitnahme-/Blockiereinrichtung 24 ist in axialer Richtung
zum Spindelende 30 hin durch eine Scheibe 70 abgedeckt,
mit welcher ein axiales Auswandern der Klemmkörper 66 verhindert
wird.
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Das
Antriebsteil 22 und das Abtriebsteil 26 erstrecken
sich ringförmig um ein antriebsseitiges Spindelende 72 der
Spindel 28. Während das Antriebsteil 22 relativ
zu der Spindel 28 frei drehbar ist, ist das Abtriebsteil 26 drehfest
mit dem antriebsseitigen Spindelende 72 verbunden. Hierfür
weist das antriebsseitige Spindelende 72 Oberflächenabschnitte 74 auf,
welche eine formschlüssige, drehfeste Verbindung mit entsprechenden
Gegenflächen 76 des Abtriebsteils 26 ermöglichen.
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Die
Spindel 28 weist eine Spindelachse 78 auf, entlang
welcher die Spindel 28 mit Hilfe eines optionalen Schlagwerks 80 in
axialer Richtung hin- und herbewegbar ist.
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Die
Spindel 28 ist über ein Kugellager 81 in dem
Gehäuse 12 drehbar gelagert.
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Das
Antriebsteil 22 weist eine nach radial innen weisende Nut 82 auf,
welche ringförmig ist und im Profil vorzugsweise rechteckförmig.
In der Nut 82 ist ein Reibelement 84 aufgenommen,
welches an dem Antriebsteil 22 drehfest gehalten ist.
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Das
Reibelement 84 ist ringförmig und umgreift das
antriebsseitige Spindelende 72. Vorzugsweise ist das Reibelement 84 in
Form eines handelsüblichen O-Rings ausgebildet. Das Reibelement 84 ist
vorzugsweise aus einem polymeren Werkstoff, insbesondere aus einem
Elastomerwerkstoff, hergestellt.
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Das
Reibelement 84 weist eine nach radial innen weisende, ringförmige
Wirkfläche 86 auf, welche mit mindestens einer
Reibfläche der Spindel 28 zusammenwirkt.
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Beispielsweise
sind entlang des Umfangs des Spindelendes 72 verteilt drei
Reibflächen 88 vorgesehen, welche in Drehrichtung
jeweils zwischen zwei Oberflächenabschnitten 74 vorgesehen
sind.
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Die
Wirkfläche 86 des Reibelements 84 wirkt jeweils
entlang eines Ringsegments mit einer der Reibflächen 88 zusammen.
In diesen Bereichen steht das Reibelement 84 unter Vorspannung,
so dass eine Drehbewegung der Spindel 28 relativ zu dem
Antriebsteil 22 nicht verhindert, aber gehemmt wird.
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Das
Werkzeuggerät 10 funktioniert folgendermaßen:
Bei
Antrieb mittels der Antriebseinrichtung 14 wird das Motorritzel 18 gedreht,
welches mit den ersten Planetenrädern 38 der ersten
Getriebestufe 32 kämmt. Die ersten Planetenräder 38 wälzen
an dem ersten Hohlrad 40 ab, hierdurch werden die Achsen 42 um
die Spindelachse 78 herum bewegt und treiben das zweite
Sonnenrad 44 an. Von dem zweiten Sonnenrad 44 wird
die Drehbewegung über die zweiten Planetenräder 46,
welche mit dem zweiten Hohlrad 48 kämmen, auf
die Achsen 50 des dritten Sonnenrads 52 übertragen.
Von diesem aus wird die Drehbewegung auf die dritten Planetenräder 54 übertragen,
welche mit dem dritten Hohlrad 56 kämmen. Durch
das Abwälzen der dritten Planetenräder 54 auf
dem dritten Hohlrad 56 werden die Achsen 58 um
die Spindelachse 78 herum bewegt, so dass das Antriebsteil 22 drehangetrieben
wird. Die Antriebsabschnitte 62 des Antriebsteils 22 gelangen
in Anlage mit den Abtriebsabschnitten 64 des Abtriebsteils 26, so
dass die Spindel 28 in Drehrichtung angetrieben wird und
ein an dem werkzeugseitigen Spindelende montiertes Werkzeug oder
ein dort montierter Werkzeughalter in eine entsprechende Drehbewegung versetzt
wird.
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Bei
Antrieb der Spindel 28 von dem werkzeugseitigen Spindelende 30 her
ist die Antriebseinrichtung 14 ausgeschaltet. Ein über
ein Werkzeug, beispielsweise einen Schraubendreher, in die Spindel 28 eingeleitetes
Drehmoment wird auf das Abtriebsteil 26 übertragen
und von diesem über die Klemmkörper 66 in
den gehäusefesten Klemmring 68 eingeleitet. Hierdurch
wird die Mitnahme-/Blockiereinrichtung 24 in ihren Blockierzustand überführt. Hierdurch
kann das Werkzeuggerät 10 bei deaktivierter Antriebseinrichtung 14 als
Handgerät, insbesondere als handbetriebener Schrauber,
verwendet werden.
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Wenn
das Werkzeuggerät 10 in einem Impulsbetrieb mit
kurzfristiger Unterbrechung der Energieversorgung durch die Energieversorgungseinrichtung 16 betrieben
wird, oder wenn das Werkzeuggerät 10 bei aktivierter
Antriebseinrichtung 14 von einer höheren Antriebsgeschwindigkeit
auf eine niedrigere Antriebsgeschwindigkeit abgebremst wird, wird
ein unerwünschter Wechsel zwischen einem Mitnahmezustand
der Mitnahme-/Blockiereinrichtung 24 und einem Blockierzustand
mit Hilfe des Reibelements 84 verhindert. Das Reibelement 84 bremst
die Spindel 28 ab, so dass eine Relativbewegung zwischen
dem Abtriebsteil 26 und dem Antriebsteil 22 gehemmt wird.
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Die
mit Hilfe des Reibelements 84 erzeugte Reibkraft ist jedoch
niedrig genug, um bei einem werkzeugseitigem Antrieb die Mitnahme-/Blockiereinrichtung 24 in
ihren Blockierzustand zu überführen.
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Das
Werkzeuggerät 10 ermöglicht einen geräuscharmen,
verschleißarmen und gleichzeitig komfortablen Betrieb.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 29715257
U1 [0002]
- - EP 1410879 A1 [0038]