DE202013102000U1 - Abfallsammler und Teleskopbehälter - Google Patents
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Abstract
Abfallsammler mit einem in ein Möbel (24) einbaubaren Träger (12), der mindestens eine Aufnahme (18) aufweist, in die ein Behälter (20) zum Sammeln des Abfalls einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (20) ein Teleskopbehälter mit mehreren ineinandergreifenden, teleskopartig ausziehbaren Segmenten (20; 22a, 22b, 22c) ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Abfallsammler mit einem in ein Möbel einbaubaren Träger, der mindestens eine Aufnahme aufweist, in die ein Behälter zum Sammeln des Abfalls einstellbar ist, sowie einen Teleskopbehälter für einen solchen Abfallsammler.
- Aus
DE 20 2012 100 376 U1 ist ein Abfallsammler mit einem Träger bekannt, der mit Hilfe eines Beschlages so in einen Kücheneckschrank einbaubar ist, dass er aus dem Eckschrank herausgeschwenkt und herausgezogen werden kann. Der Träger bildet mehrere flache Mulden, in die einzelne Behälter zur Aufnahme des Abfalls so eingestellt werden können, dass sie sich leicht entnehmen lassen, jedoch bei den Bewegungen des Trägers nicht umfallen. - Aufgabe der Erfindung ist es, die Lagerhaltung und den Transport solcher Abfallsammler zu vereinfachen.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Behälter ein Teleskopbehälter mit mehreren ineinandergreifenden, teleskopartig ausziehbaren Segmenten ist.
- Wenn der Abfallsammler von einem Zulieferbetrieb zum Möbelhersteller ausgeliefert wird, so verursachen die verhältnismäßig sperrigen Behälter hohe Transportkosten sowie hohe Lagerkosten auf Seiten des Zulieferers und/oder des Möbelherstellers. Entsprechendes gilt ggf. auch bei der Auslieferung des Abfallsammlers und der Möbel an den Endkunden. Die Erfindung bietet nun den Vorteil, dass die als Teleskopbehälter ausgebildeten Abfallbehälter zunächst im eingeschobenen Zustand gelagert und transportiert werden können, so dass sie wesentlich weniger Platz beanspruchen. Erst bei Inbetriebnahme des Abfallsammlers auf Seiten des Endkunden werden die Teleskopbehälter in ihre gebrauchsfertige Konfiguration ausgezogen.
- Gegenstand der Erfindung ist außerdem ein Teleskopbehälter, der insbesondere als Abfallbehälter für solche Abfallsammler geeignet ist und bei dem die Segmente eine Rückschubsperre aufweisen, die, wenn die Segmente einmal ausgezogen wurden, verhindert, dass sich die Segmente wieder zusammenschieben lassen. Auf diese Weise wird insbesondere verhindert, dass der Abfallbehälter versehentlich wieder zusammengeschoben wird, beispielsweise wenn der mit Abfall gefüllte Behälter fallengelassen oder hart auf dem Boden abgesetzt wird.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert.
- Es zeigen:
-
1 einen Teil eines erfindungsgemäßen Abfallsammlers in einer Schnittdarstellung; -
2 einen Grundriss des Abfallsammlers im eingebauten Zustand in einem Kücheneckschrank; -
3 eine perspektivische Ansicht eines einzelnen Behälters; -
4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in3 ; -
5 eine Explosionsdarstellung zu4 ; -
6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI in4 ; -
7 einen Schnitt längs der Linie VII-VII in4 ; und -
8 einen Schnitt längs der Linie VIII-VIII in4 . - Der in
1 gezeigte Abfallsammler10 weist einen plattenförmigen Träger12 aus Kunststoff mit einem umlaufenden, hochgezogenen Rand14 auf, der mit Hilfe eines nicht gezeigten Ausziehbeschlages in ein Möbel eingebaut werden kann. In den Träger12 ist passend ein tiefgezogener Einsatz16 aus Kunststoff eingesetzt, der mehrere Aufnahmen18 für Behälter20 aufweist, in denen unterschiedliche Abfälle getrennt gesammelt werden können. Die Behälter20 sind als Teleskopbehälter ausgebildet und weisen jeweils mehrere ineinandergreifende und teleskopartig ausziehbare Segmente22 auf. In1 ist einer der Behälter20 im ausgezogenen, gebrauchsfertigen Zustand und in einer der Aufnahme18 stehend gezeigt, während der andere Behälter20 separat und im eingeschobenen Zustand gezeigt ist. -
2 zeigt einen Grundriss des Trägers12 im eingebauten Zustand in einem Kücheneckschrank24 . Die Aufnahmen18 sind als flache Mulden ausgebildet und haben einen Grundriss, der an den Grundriss der Behälter20 (des jeweiligen untersten Segments) angepasst sind. Zusätzliche Mulden26 können zur Aufnahme von Kleinutensilien dienen. - In einer anderen Ausführungsform kann der Träger auch die Form eines Einhängerahmens haben, die den die einzelnen Behälter eingehängt werden.
- In
3 ist ein einzelner Behälter20 perspektivisch dargestellt. Der Behälter weist ein oberes Segment22a auf, das eine Einwurföffnung des Behälters bildet und an dem Tragegriffe28 angebracht sind. In das obere Segment22a greift ein mittleres Segment22b ein, in das wiederum ein unteres Segment22c eingreift, das einen nicht gezeigten Boden des Behälters bildet. Das mittlere Segment22b bildet in Bezug auf das obere Segment23a ein inneres Segment und in Bezug auf das untere Segment22c ein äußeres Segment, so dass sich der Behälter20 insgesamt von oben nach unten verjüngt. An den Stellen, an denen die Segmente22a ,22b und22c ineinandergreifen, weist jeweils das innere Segment am oberen Rand einen nach außen vorspringenden Flansch30 auf, der sich auf einen nach innen vorspringenden Flansch32 (4 ) des äußeren Segments abstützt. - In
4 ist ein Teil der Wand des mittleren Segments22b in einem horizontalen Schnitt dicht oberhalb des unteren Randes dieses Segments gezeigt, so dass man auf den Flansch30 des unteren (inneren) Segments22c blickt. Auch ein Teil des darunter liegenden Flansches32 des äußeren Segments22b ist sichtbar. - Wie deutlicher in
5 zu erkennen ist, weist der Flansch32 eine Serie von Schlitzen34 ,36 auf, die unmittelbar an die Wand des Segments22b angrenzen. Der Flansch30 des Segments22c weist an seiner Unterseite Haken38 auf, die in der in6 gezeigten Weise passend in die Schlitze34 des Flansches32 eingreifen. - Jedes der Segmente
22a ,22b und22c ist nach unten hin pyramidenförmig verjüngt, so dass die Wände der Segmente22b und22c in6 sowie auch in7 und8 etwas schräg stehen. Der Haken38 ist noch stärker angewinkelt, so dass, wenn dieser Haken38 in den Schlitz34 eingreift, die äußere obere Kante des Flansches30 so an der Innenfläche der Wand des Segments22b anliegt, dass sich zwischen den beiden Segmenten keine Fuge öffnet. - In
7 verläuft die Schnittebene in einer Zone, in der der Flansch32 nicht durch Schlitze unterbrochen ist. Hier sieht man, dass die Flansche30 ,32 , die sich jeweils unter einem Winkel von etwa 45° erstrecken, satt aufeinander aufliegen. - Wie
5 und8 zeigen, weist der Flansch30 an seiner Unterseite in bestimmten Zonen Rastklauen40 auf, die mit den Haken38 abwechseln und in die Schlitze36 des Flansches32 eingreifen. Die Rastklauen40 rasten an einem Absatz42 ein, der in der Innenfläche der Wand des Segments22b dicht oberhalb des unteren Randes dieses Segments gebildet ist. Auf diese Weise bilden die Rastklauen40 und die Absätze42 eine Rückschubsperre, die, nachdem die Segmente einmal in die in3 gezeigte Position ausgezogen wurden und die Rastklauen40 eingerastet haben, ein erneutes Ineinanderschieben der Segmente22a ,22b ,22c verhindern, so dass der Behälter20 dann dauerhaft in der gebrauchsfähigen Konfiguration bleibt. - Im unbelasteten Zustand nimmt die Rastklaue
40 eine Position ein, in der sie von der Wand des Segments22c abgespreizt ist, wie in5 gezeigt und in8 strichpunktiert angedeutet ist. Wenn das Segment22c von oben in das Segment22b eingesetzt wird, so sorgt eine am freien Ende der Rastklaue40 gebildete Einlaufschräge dafür, dass die Rastklaue elastisch ausgelenkt und in Richtung auf die Wand des Segments22c verschwenkt wird. Wenn das Segment22c dann weiter nach unten aus dem Segment22b ausgezogen wird, gleitet die Rastklaue40 an der Innenfläche der Wand des Segments22b entlang, bis sie federnd am Absatz42 einrastet und so die endgültige Verriegelung herstellt. - Aufgrund ihrer elastischen Vorspannung haben die Rastklauen
40 eine gewisse Tendenz, die Wand des Segments22c von der Wand des Segments22b wegzudrücken. Dem wirken jedoch die abwechselnd zu den Rastkauen40 angeordneten Haken38 entgegen, die stets für eine dichte Anlage des Flansches30 an der Wand des Segments22b sorgen, insbesondere auch dann, wenn die Wände der Segmente aufgrund äußerer Kräfte etwas verbogen werden. - Die gleichen Flansche
30 ,32 mit den Haken und Rastklauen, die in4 bis8 gezeigt sind, sind auch am oberen Rand des Segments22b und am unteren Rand des Segments22a ausgebildet. Der Behälter20 lässt sich deshalb einfach und dauerhaft aus der platzsparenden Transportkonfiguration in die Gebrauchskonfiguration überführen, indem das obere Segment22a festgehalten wird und ein Druck auf den Boden des Behälters ausgeübt wird, so dass die Segmente auseinandergezogen werden, bis die Rückschubsperren einrasten. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 202012100376 U1 [0002]
Claims (8)
- Abfallsammler mit einem in ein Möbel (
24 ) einbaubaren Träger (12 ), der mindestens eine Aufnahme (18 ) aufweist, in die ein Behälter (20 ) zum Sammeln des Abfalls einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (20 ) ein Teleskopbehälter mit mehreren ineinandergreifenden, teleskopartig ausziehbaren Segmenten (20 ;22a ,22b ,22c ) ist. - Abfallsammler nach Anspruch 1, bei dem ein inneres Segment (
22c ), das in ein äußeres Segment (22b ) eingreift, einen nach außen vorspringenden Flansch (30 ) aufweist, der auf einem nach innen vorspringenden Flansch (32 ) des äußeren Segments (22b ) aufliegt. - Abfallsammler nach Anspruch 2, bei dem an dem nach außen vorspringenden Flansch (
30 ) Haken (38 ) ausgebildet sind, der in einen Schlitz des nach innen vorspringenden Flansches (32 ) eingreift. - Abfallsammler nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Segmente (
22a ,22b ,22c ) eine Rückschubsperre (40 ,42 ) aufweisen, die, nachdem die Segmente einmal ganz ausgezogen wurden, verhindert, dass sich die Segmente wieder ineinanderschieben lassen. - Teleskopbehälter mit mehreren ineinandergreifenden, teleskopartig ausziehbaren Segmenten (
22a ,22b ,22c ), insbesondere für einen Abfallsammler nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente eine Rückschubsperre (40 ,42 ) aufweisen, die, nachdem die Segmente einmal ganz ausgezogen wurden, verhindert, dass sich die Segmente wieder ineinanderschieben lassen. - Teleskopbehälter nach Anspruch 5, bei dem die Rückschubsperre zwischen einem äußeren Segment (
22b ) und einem in dieses eingreifenden inneren Segment (22c ) durch eine an dem inneren Segment (22c ) gebildete Rastklaue (40 ) gebildet wird, die an einem Absatz (42 ) an der Innenfläche des äußeren Segments (22b ) einrastet. - Teleskopbehälter nach Anspruch 6, bei dem die Rastklaue (
40 ) an einem nach außen vorspringenden Flansch (30 ) des inneren Segments (22c ) gebildet ist und einen Schlitz (36 ) eines nach innen von dem äußeren Segment (22b ) vorspringenden Flansches (32 ) durchgreift. - Teleskopbehälter nach Anspruch 7, bei dem die Rastklauen (
40 ) längs des Flansches (30 ) des inneren Segments (22c ) mit Haken (38 ) abwechseln, die in Schlitze (34 ) des Flansches (32 ) des äußeren Segments (22b ) eingreifen.
Priority Applications (3)
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- 2013-05-08 DE DE202013102000.1U patent/DE202013102000U1/de not_active Expired - Lifetime
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