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Die Erfindung betrifft eine Installationsdose aus Kunststoff für elektrotechnische Zwecke, zumindest aufweisend einen topfartigen Dosenkörper mit einem Boden und eine vom Boden abragende umlaufende Wandung.
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Derartige Installationsdosen sind im Stand der Technik bekannt und weit verbreitet.
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Derartige Installationsdosen finden insbesondere bei der Hohlwand-Installation Verwendung.
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Dabei können die Installationsdosen an den entsprechenden Installationsplätzen einzeln oder auch mehrfach nebeneinander am Installationsplatz angeordnet und miteinander verbunden werden.
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So ist es bei einer im Stand der Technik bekannten Installationsdose zur Verbindung mit einer daneben angeordneten weiteren Installationsdose erforderlich, an den entsprechenden Verbindungsbereichen entsprechend ausbrechbare oder austrennbare Wandteile zu entfernen, so dass durch die gebildeten Wandungsausschnitte eine parallele Schiebeführung gebildet ist, mittels derer zwei nebeneinander angeordnete Dosenkörper miteinander schubverbindbar sind. Dies erfolgt dadurch, dass die Dosen parallel zu ihrer Mittelachse gegeneinander verschoben werden.
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Bei dieser Parallelschubverbindung ist es nachteilig, dass der Monteur vor Ort die Kupplungsbereiche exakt ineinander einfädeln muss, um die Verbindung der nebeneinander befindlichen Dosenkörper zu erreichen. Dabei können schon geringe Verschmutzungen der Einschubkonturen zu Montageschwierigkeiten und Funktionsstörungen führen. Zudem können bereits beim Ausbrechen oder Ausschneiden der Wandteile die Einschubkonturen Schaden nehmen, so dass eine spätere Verbindung der Dosenkörper nicht oder nur bedingt möglich ist.
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Aus der
DE 102 49 289 ist eine Installationsdose der eingangs genannten Art bekannt, bei der eine einfache und schnelle Schubverbindung von nebeneinander befindlichen Installationsdosen dadurch ermöglich ist, dass die den Wandausschnitt begrenzenden Seitenrandkanten im Bereich der Mündung größeren Abstand voneinander haben als in dem bodennahen Bereich.
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Eine derartige Installationsdose kann somit auf einfacher Art und Weise mit einer weiteren Installationsdose gleicher Art verbunden werden und hat sich an sich bewährt.
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Jedoch ist es bei all diesen Installationsdosen nachteilig, dass zugeführte Leitungen oder Kabel zuerst in die erste Installationsdose hineingeführt werden, anschließend aus dieser ersten Dose wieder herausgeführt werden und durch entsprechende Öffnungen in eine weitere Dose hineingeführt und gegebenenfalls aus dieser wiederum hinausgeführt und in eine weitere Dose hineingeführt werden müssen. Zudem ist die Anordnung einer Mehrzahl von Installationsdosen nebeneinander innerhalb der Wände oder Decken zum Teil mit erhöhtem Montageaufwand verbunden.
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Aufgrund des eingangs genannten Standes der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Installationsdose der eingangs genannten Art derart weiter zu entwickeln, dass diese zum einen auf besonders schnelle und einfache Art und Weise vom Monteur vor Ort montierbar ist, und zum anderen bei Bedarf nahezu beliebig hinsichtlich der Anzahl der aufzunehmenden elektrischen Installationseinsätzen erweiterbar ist, wobei lediglich eine geringe Anzahl an verschiedenen Teilen vom Monteur mitgeführt werden muss.
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Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass der topfartige Dosenkörper aus zwei miteinander verbindbaren oder verbundenen Halbschalen besteht, die in Zusammenbaulage den topfartigen Dosenkörper bilden.
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Eine derartige aus zwei Teilen bestehende Installationsdose kann auf kostengünstige und einfache Art und Weise beispielsweise im Spritzgießverfahren aus Kunststoff hergestellt werden und entweder in der Zusammenbaulage oder in einer getrennten Vormontagelage an den Verbraucher, wie beispielsweise einen Elektroinstallateur, ausgeliefert werden. Zur Verwendung als Einzel-Installationsdose muss der Installateur vor Ort lediglich die beiden Halbschalen aneinanderführen und durch Ausübung von geringem Druck diese aneinanderpressen, um sie miteinander zu verbinden.
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Insbesondere kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Installationsdose aus zwei identischen Halbschalen besteht.
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Die Ausbildung von identischen Halbschalen, die zusammengesetzt eine topfartige Installationsdose bilden, reduziert insbesondere die Anzahl von verschiedenen Teilen, die ein Monteur zur Montage derartiger Installationsdosen mit sich führen muss. Zudem wird lediglich ein Werkzeug zur Herstellung im Kunststoff-Spritzgießverfahren benötigt.
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Um einen besonders sicheren Halt der Halbschalen in der Zusammenbaulage zu ermöglichen, kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Halbschalen formschlüssig miteinander verbindbar oder verbunden sind.
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Darüber hinaus kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, jede Halbschale Rastmittel zur rastenden Befestigung an der jeweils anderen Halbschale aufweist.
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Dabei kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Rastmittel jeweils an der oder nahe der Trennfuge der in Zusammenbaulage aneinander angeordneten Halbschalen angeordnet sind, vorzugsweise nur im Bereich der Wandungen der Halbschalen.
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Hierdurch ist eine besonders schnelle und einfache Verbindung zweier Halbschalen zu einer in der Zusammenbaulage topfartigen Installationsdose ermöglicht. Es müssen zur Verbindung lediglich die Halbschalen händisch vorpositioniert und anschließend durch Verrasten der Rastmittel aneinander befestigt werden. Nun kann die aus zwei Halbschalen bestehende Installationsdose auf an sich bekannte Art und Weise verwendet werden.
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Weiter kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass jede Halbschale jeweils mit der anderen Halbschale korrespondierende Rastmittel aufweist, wobei in der zusammengesetzten Gebrauchslage der Installationsdose jeweils mindestens ein von der einen Halbschale abragendes Rastmittel, insbesondere eine Rastnase, ein Rastvorsprung, ein schwalbenschwanz- oder ein T-förmiger Vorsprung in Eingriff ist mit einer dem abragenden Rastmittel entsprechenden Vertiefung oder einem dem abragenden Rastmittel entsprechenden Hinterschnitt, welche beziehungsweise welcher an der jeweils anderen Halbschale ausgebildet ist. Durch die Anordnung von korrespondierenden Rastmitteln ist es ermöglicht, ein erstes Rastmittel wie beispielsweise eine Rastnase, einen Rastvorsprung, einen schwalbenschwanz- oder T-förmigen Vorsprung oder dergleichen Rastmittel mit einem korrespondierenden Rastmittel, welches einen Eingriff für das entsprechende erste Rastmittel bildet, wie beispielsweise eine entsprechende Vertiefung oder einen dem ersten Rastmittel entsprechenden Hinterschnitt, zu verbinden, so dass auf besonders schnelle und einfache Art und Weise durch Verbinden der entsprechenden Rastmittel die Dosenhälften dauerhaft aneinander befestigbar sind. Hierzu müssen keinerlei Spezialwerkzeug und auch keine Fachkenntnisse vorhanden sein. Die Verbindung zweier derartiger Halbschalen zu einer aus einem topfartigen Dosenkörper bestehenden Installationsdose kann somit auf schnelle Art und Weise auch von einem ungeübten Verbraucher erfolgen.
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Insbesondere kann zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass zwischen zwei Halbschalen mindestens ein kanalartiges Ergänzungsteil mit einem Boden und vom Boden abragenden Wandungen, angeordnet, insbesondere lösbar befestigbar oder lösbar befestigt ist, welches oder welche die Halbschalen zu einer hinsichtlich ihres Aufnahmevolumens größeren Installationsdose ergänzt oder ergänzen. Durch die Anordnung eines derartigen kanalartigen Ergänzungsteils zwischen zwei erfindungsgemäßen Halbschalen kann die Installationsdose auf besonders schnelle und einfache Art und Weise nahezu beliebig hinsichtlich ihres Bauraumes und somit hinsichtlich ihrer Anzahl an einzusetzenden elektrischen Installationseinsätzen erweitert werden. Zur Erweiterung, beispielsweise zu einer Doppel-Installationsdose, muss lediglich vom Monteur vor Ort bei der Installation ein entsprechendes kanalartiges Ergänzungsteil zwischen zwei Halbschalen angeordnet werden. Die kanalartigen Ergänzungsteile sind dabei derart ausgebildet, dass sie jeweils in Verbindung mit einer Halbschale oder mit einem weiteren Ergänzungsteil den Aufnahmeraum um einen weiteren Aufnahmeraum für einen elektrischen Installationseinsatz erweitern.
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Somit ist es durch derartige Ergänzungsteile ermöglicht, eine nahezu beliebige Anzahl von elektrischen Installationseinsätzen innerhalb einer Installationsdose, die dann eine Doppel-Installationsdose oder eine Mehrfach-Installationsdose bildet, anzuordnen. Der Monteur muss zur Montage von einer derartigen Mehrfach-Installationsdose lediglich eine äußerst geringe Anzahl an verschiedenen Teilen mit sich führen, nämlich eine entsprechende Anzahl an Halbschalen und eine gewünschte Anzahl an Ergänzungsteilen. Zusätzliche Teile oder Spezialwerkzeug werden nicht benötigt, da aus jeweils zwei Halbschalen in Kombination mit einer beliebigen Anzahl an Ergänzungsteilen eine Doppel-Installationsdose oder Mehrfach-Installationsdose mit einer beliebigen Anzahl an Aufnahmeräumen für elektrische Installationseinsätze geschaffen werden kann.
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Somit sind zudem die Vorhaltungskosten für den Monteur äußerst niedrig gehalten, da die mitzuführende Anzahl an verschiedenen Teilen sehr gering ist.
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Dabei kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass jedes Ergänzungsteil gleiche Bauform und Größe wie jedes weitere Ergänzungsteil aufweist.
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Auch hierdurch sind die Herstellungskosten äußerst niedrig, da lediglich ein Werkzeug zur Herstellung, beispielsweise im Spritzgießverfahren nötig ist.
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Zudem kann dabei besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass jedes Ergänzungsteil formschlüssig mit einer Halbschale oder einem weiteren Ergänzungsteil verbunden oder verbindbar ist.
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Auch hierdurch ist ein besonders sicherer Halt der Teile in der verbundenen Zusammenbaulage als Doppel-Installationsdose oder Mehrfach-Installationsdose ermöglicht.
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Darüber hinaus kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass jedes Ergänzungsteil Rastmittel aufweist, mittels derer das Ergänzungsteil rastbar an den Halbschalen und/ oder an einem weiteren Ergänzungsteil lösbar befestigt oder lösbar befestigbar ist.
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Dabei kann insbesondere besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Rastmittel des Ergänzungsteils identisch zu den an den Halbschalen ausgebildeten Rastmitteln sind, wobei die Rastmittel der Halbschale jeweils mit den Rastmitteln des Ergänzungsteils beziehungsweise die Rastmittel des Ergänzungsteils mit den Rastmitteln eines weiteren Ergänzungsteils in der zusammengesetzten Gebrauchslage korrespondieren beziehungsweise in Eingriff sind.
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Die Anordnung von zu den Halbschalen identischen und somit zu den Rastmitteln der Halbschalen korrespondierenden Rastmitteln an dem Ergänzungsteil ermöglicht ein besonders schnelles und einfaches Verbinden eines Ergänzungsteils mit den Halbschalen. Zur Verbindung müssen lediglich die Rastmittel einer Halbschale mit den an der einen Seite eines Ergänzungsteils ausgebildeten Rastmitteln ineinander in Eingriff gebracht werden, so dass diese aneinander verrasten und somit die Teile miteinander verbunden sind. Dies erfolgt analog der Verbindung zweier Halbschalen aneinander, indem der Monteur vor Ort die zwei Teile, nämlich eine Halbschale und ein Ergänzungsteil oder zwei nebeneinander angeordnete Ergänzungsteile händisch vorpositioniert und durch Zusammendrücken die Rastmittel in Eingriff bringt. Nun sind die Teile wie Halbschale und Ergänzungsteil oder zwei nebeneinander angeordnete Ergänzungsteile rastend miteinander verbunden, so dass sie beispielsweise in der Einbauöffnung einer Wand platziert und dort befestigt werden können.
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Bei einer derartigen Doppel-Installationsdose oder Mehrfach-Installationsdose ist es dem Monteur ermöglicht, gegebenenfalls je nach Art der verwendeten elektrischen Installationseinsätze lediglich an einer Stelle einer Halbschale oder eines Ergänzungsteils die elektrischen Leitungen in die Doppel-Installationsdose oder Mehrfach-Installationsdose einzuführen und innerhalb der Dose entsprechend den elektrischen Installationseinsätzen zu verteilen. Es ist also nicht mehr nötig, die elektrischen Leitungen in jede Einzeldose ein- und anschließend wieder herauszuführen, um sie anschließend wieder in eine erneute Einzeldose einzuführen und gegebenenfalls aus dieser herauszuführen. Somit ist ein erheblicher Zeitvorteil bei der Installation von einer derartigen Doppel-Installationsdose oder Mehrfach-Installationsdose gegeben.
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Abhängig von dem einzubauenden elektrischen Installationseinsatz kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass jedes Ergänzungsteil Aufnahmen für eine einsetzbare Trennwand aufweist, in die wahlweise eine Trennwand eingesetzt ist.
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Hierdurch kann der Aufnahmeraum der Doppel-Installationsdose oder Mehrfach-Installationsdose je nach Wunsch des Monteurs getrennt werden, so dass beispielsweise eine Berührung von nebeneinander eingebauten elektrischen Installationseinsätzen wirksam verhindert ist.
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Auch kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass im Boden jeder Halbschale und im Boden jedes Ergänzungsteils die die Trennfuge bildenden Randkanten Stützflächen aufweisen, die in der Zusammenbaulage ineinander oder übereinander greifen.
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Dabei kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die die Trennfuge bildenden Randkanten in der Zusammenbaulage mittels Verrasten aneinander gehalten sind.
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Durch die Anordnung von ineinander oder übereinander greifenden Stützflächen im Bereich der Böden sowohl jeder Halbschale als auch jedes Ergänzungsteils sind die Stabilität und insbesondere die Verwindungssteifigkeit in der Zusammenbaulage jeweils erhöht.
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Um den Einsatzbereich der Installationsdose zu erweitern, kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass jeweils zwischen den Halbschalen und/ oder zwischen Halbschale und Ergänzungsteil im Bereich von deren Trennfugen ein Dichtmittel, beispielsweise ein Elastomer, angeordnet ist.
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Dabei kann insbesondere besonders vorgesehen sein, dass das Dichtmittel durch eine auf die in der zusammengesetzten Gebrauchslage aneinander liegenden Flächen oder Bereiche der Halbschalen und/ oder des Ergänzungsteils aufgebrachte, insbesondere aufgeformte, Weichkomponente aus Elastomer besteht.
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Auch kann dabei besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass das Dichtmittel durch eine in die Trennfuge eingebrachte und/oder an einem der Teile gehaltene Dichtschnur gebildet ist.
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Durch die Anordnung eines Dichtmittels, wie beispielsweise eines Elastomers, jeweils im Bereich der Trennfuge zwischen zweier Halbschalen oder zweier Ergänzungsteile oder zwischen einer Halbschale und einem daneben angeordneten Ergänzungsteil kann eine derartige Installationsdose, beispielsweise fluiddicht ausgebildet werden. Hierdurch ist der Einsatzbereich auf Spezialgebiete, die dieses erfordern, einer derartigen Installationsdose erweitert.
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Hierdurch können beispielsweise die Anforderungen für energieeffiziente Elektroinstallationen nach EnEV erfüllt werden.
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Die Abdichtung kann dabei durch eine aufgebrachte, wie beispielsweise aufgeformte Weichkomponente oder auch durch eine eingebrachte, wie beispielsweise an einem der Teile gehaltene Dichtschnur gebildet sein.
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Auch kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass jede Halbschale und jedes Ergänzungsteil am Boden und/oder an einem dem Boden nahen Bereich der Wandung mindestens eine Kabeleinlass- oder Kabelauslassöffnung aufweist, die mit einem vorzugsweise angeformten, ausbrechbaren oder durchstoßbaren Verschlussteil verschlossen ist.
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Die Anbringung derartiger Kabeleinlass- oder Kabelauslassöffnungen ist an sich bekannt und hat sich bewährt. Hierdurch ist ein schnelles und einfaches Einführen und gegebenenfalls auch wieder Herausführen von Kabeln oder flexiblen Schläuchen in die Installationsdose hinein und gegebenenfalls aus der Installationsdose heraus ermöglicht.
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Weiter kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass der Übergangsbereich vom Boden zur Wandung sowohl jeder Halbschale als auch jedes Ergänzungsteils gerundet oder als Schräge ausgebildet ist.
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Zudem kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass am mündungsseitigen freien Ende der Wandung der Installationsdose und/oder des Ergänzungsteils ein radial nach außen abragender Flanschrand ausgebildet ist.
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Auch der mündungsseitig radial nach außen abragende Flanschrand ist an sich bekannt und hat sich bewährt.
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Nach Einführen der Installationsdose in den Wandausschnitt liegt der Flanschrand bündig an den Seitenrandkanten des Wandausschnittes an und kann somit auf schnelle und einfache Art und Weise eine lagerichtige Ausrichtung der Installationsdose dem Monteur anzeigen.
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Weiterhin kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass an jeder Halbschale und/oder an jedem Ergänzungsteil Halteelemente zur Befestigung an einer Wand oder hinter einer Hohlwand, insbesondere ausschwenkbare und entlang der Wandung der Installationsdose oder des Ergänzungsteils verstellbare Laschen, angeordnet sind.
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Derartige Laschen sind in der Vormontagelage der Installationsdose in Richtung des topfartigen Gehäuses der Installationsdose eingeschwenkt und können durch Verstellen von Stellschrauben, deren Werkzeugeingriff nahe des Flanschrandes endet, betätigt und ausgeschwenkt werden, um in der ausgeschwenkten Lage von hinten gegen die Hohlwand durch Betätigen der Stellschraube angezogen zu werden, so dass die Installationsdose oder Doppel-Installationsdose oder gegebenenfalls Mehrfach-Installationsdose einen sicheren Halt an der Wand findet.
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Schließlich kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass an jeder Halbschale und/oder an jedem Ergänzungsteil an oder nahe an der Wandung parallel zur Wandung verlaufende Lochungen oder Führungen mit Schrauben zur Befestigung von elektrischen Installationseinsätzen angeordnet sind.
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Auch eine derartige Anordnung zur schnellen und einfachen Befestigung von elektrischen Installationseinsätzen ist an sich bekannt und hat sich bewährt.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und im Folgenden näher beschrieben.
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Es zeigt:
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1 zwei erfindungsgemäße Halbschalen in perspektivischer Ansicht;
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2 desgleichen in Frontansicht;
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3 desgleichen in Draufsicht;
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4 desgleichen in Seitenansicht;
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5 zwei erfindungsgemäße Halbschalen in einer Vormontagelage in perspektivischer Ansicht;
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6 desgleichen in Draufsicht;
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7 die Halbschalen aus 5 in der Zusammenbaulage in perspektivischer Ansicht;
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8 desgleichen in Draufsicht;
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9 ein erfindungsgemäßes Ergänzungsteil in Frontansicht;
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10 desgleichen in Draufsicht;
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11 desgleichen in perspektivischer Ansicht;
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12 eine erfindungsgemäße Doppel- Installationsdose in der Vormontagelage in perspektivischer Ansicht;
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13 desgleichen in Draufsicht;
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14 die Doppel-Installationsdose aus 12 in der Zusammenbaulage in perspektivischer Ansicht;
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15 desgleichen in Draufsicht;
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16 ein weiteres Ausführungsbeispiel als 3-fach- Installationsdose, perspektivisch gesehen;
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17 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung als 4-fach-Installationsdose in perspektivischer Ansicht;
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18 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Installationsdose in der Vormontagelage in perspektivischer Ansicht;
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19 desgleichen in der Zusammenbaulage in perspektivischer Ansicht;
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20 desgleichen aus 18 in Frontansicht mit Schnitt F:F;
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21 desgleichen in Draufsicht;
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22 den Schnitt F:F aus 20 in Frontansicht;
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23 eine Ausschnittsvergrößerung E aus 22;
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In den Figuren ist eine Installationsdose aus Kunststoff für elektrotechnische Zwecke gezeigt. Die Installationsdose weist zumindest einen in der Zusammenbaulage topfartigen Dosenkörper 1 mit einem Boden 2 und eine vom Boden 2 abragende umlaufende Wandung 3 auf. Derartige Installationsdosen werden insbesondere bei Hohlwänden verwendet und dienen zum Einbau von elektrischen Installationseinsätzen verschiedenster Art.
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Erfindungsgemäß besteht der topfartige Dosenkörper 1 aus zwei miteinander verbindbaren (beispielsweise 1 bis 6) oder miteinander verbundenen (beispielsweise 7, 8 und 19 bis 22) Halbschalen 1a, 1b. Die Halbschalen 1a, 1b bilden in der Zusammenbaulage, wie beispielsweise in den 7,8, 19 bis 22 gezeigt, den topfartigen Dosenkörper 1. In den Ausführungsbeispielen besteht die Installationsdose jeweils aus zwei identischen Halbschalen 1a, 1b. Alternativ und in den Figuren nicht gezeigt, können auch geringfügig voneinander abweichende Halbschalen zu einer Installationsdose zusammengesetzt werden und somit Verwendung finden.
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Die in den Ausführungsbeispielen gezeigten Halbschalen sind formschlüssig miteinander verbindbar bzw. verbunden.
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Bei den in den Ausführungsbeispielen gezeigten Halbschalen 1a, 1b sind jeweils Rastmittel zur rastenden Befestigung an der jeweils anderen Halbschale 1a, 1b ausgebildet. Dabei sind die Rastmittel jeweils an oder nahe an der Trennfuge der in Zusammenbaulage aneinander angeordneten Halbschalen 1a, 1b angeordnet. Im Ausführungsbeispiel sind die Rastmittel nur im Bereich der Wandungen 3 der Halbschalen 1a, 1b angeordnet. Alternativ und in den Ausführungsbeispielen nicht gezeigt, können jedoch auch im Bereich des Bodens 2 Rastmittel angeordnet sein.
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Die Rastmittel jeder Halbschale 1a, 1b korrespondieren jeweils mit den Rastmitteln der anderen Halbschale 1a, 1b.
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Bei dem in den 1 bis 8 gezeigten Ausführungsbeispiel ist in der zusammengesetzten Gebrauchslage der Installationsdose jeweils mindestens ein von einer Halbschale 1a, 1b abragendes Rastmittel, welches hier durch einen knopfartigen Rastvorsprung 4 gebildet ist, in Eingriff mit einer dem abragenden Rastmittel entsprechenden Vertiefung 6, die ein entsprechendes Gegenstück für den knopfartigen Rastvorsprung 4 bildet.
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Bei dem in den 18 bis 21 gezeigten Ausführungsbeispiel ist in der zusammengesetzten Gebrauchslage der Installationsdose das abragende Rastmittel durch eine Rastnase 5 gebildet, welche in der zusammengesetzten Gebrauchslage in einer Nut mit Hinterschnitt 7 angeordnet und gehalten ist.
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Zur besonders schnellen und einfachen und ohne Zuhilfenahme von Spezialwerkzeug ermöglichten Erweiterung einer erfindungsgemäßen Installationsdose zu einer Doppel-Installationsdose oder Mehrfach-Installationsdose kann zwischen zwei Halbschalen 1a, 1b mindestens ein kanalartiges Ergänzungsteil 8 mit einem Boden 9 und vom Boden 9 abragenden Wandungen 10 angeordnet werden. Das kanalartige Ergänzungsteil 8 kann dabei lösbar zwischen zwei Halbschalen 1a, 1b oder mit einem weiteren kanalartigen Ergänzungsteil 8 verbunden werden. Hierdurch ist die Installationsdose hinsichtlich ihres Aufnahmevolumens vergrößert, so dass je nach Wunsch des Verbrauchers eine nahezu beliebige Anzahl von nebeneinander angeordneten elektrischen Installationseinsätzen mittels einer erfindungsgemäßen Installationsdose, die dann eine Mehrfach-Installationsdose bildet, ermöglicht ist.
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Dabei weist jedes Ergänzungsteil 8 gleiche Bauform und Größe wie jedes weitere Ergänzungsteil 8 auf und ist formschlüssig mit einer Halbschale 1a, 1b oder einem weiteren Ergänzungsteil 8 verbindbar bzw. verbunden.
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Zudem weist jedes Ergänzungsteil 8 Rastmittel auf, mittels derer das Ergänzungsteil 8 rastbar an den Halbschalen 1a, 1b und/oder an einem weiteren Ergänzungsteil 8 lösbar befestigbar oder lösbar befestigt ist. Durch die Rastmittel kann ein Ergänzungsteil 8 entweder mit einem weiteren Ergänzungsteil 8 auf schnelle und einfache Art und Weise durch in Eingriff bringen der entsprechenden Rastmittel aneinander befestigt werden oder das Ergänzungsteil einerseits oder beidseits mit jeweils einer Halbschale 1a, 1b verbunden werden oder einerseits mit einer Halbschale 1a, 1b und andererseits mit einem weiteren Ergänzungsteil 8 verbunden werden. Somit ist hierdurch nahezu eine beliebige Anzahl von Ergänzungsteilen 8 zwischen zwei Halbschalen 1a, 1b befestigbar, so dass die Installationsdose auf schnelle und einfache Art und Weise erweitert werden kann, um einer gewünschten Anzahl von elektrischen Installationseinsätzen einen Einbauort zu bieten.
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Dabei sind die Rastmittel des Ergänzungsteils 8 identisch zu den an den Halbschalen 1a, 1b ausgebildeten Rastmitteln. In der zusammengesetzten Gebrauchslage sind somit die Rastmittel der Halbschale 1a, 1b jeweils mit den Rastmitteln des Ergänzungsteils 8 in Eingriff, so dass die Halbschalen 1a, 1b mit dem Ergänzungsteil 8 verbunden sind und eine Einheit bilden.
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Alternativ können die Rastmittel auch in Eingriff sein mit den Rastmitteln eines weiteren Ergänzungsteils 8, so dass eine Mehrfach-Installationsdose gebildet ist.
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Wie insbesondere aus den 10 bis 17 ersichtlich, kann jedes Ergänzungsteil 8 Aufnahmen 11 für eine einsetzbare Trennwand aufweisen, in die wahlweise eine Trennwand einsetzbar ist. In den Ausführungsbeispielen gemäß den 10 bis 17 ist diese Trennwand nicht ersichtlich. Hierdurch können elektrische Installationseinsätze je nach Bedarf voneinander getrennt werden, beispielsweise um eine ungewünschte Berührung dergleichen zu vermeiden.
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Im Boden 2 jeder Halbschale 1a, 1b und im Boden 9 jedes Ergänzungsteils 8 sind die Trennfuge bildende Randkanten mit Stützflächen 12 ausgebildet, die in der Zusammenbaulage ineinander oder übereinander greifen, um den Halt der Teile aneinander zu vergrößern. Auch die Verwindungssteifigkeit einer Einzel-Installationsdose, einer Doppel-Installationsdose oder einer Mehrfach-Installationsdose ist durch die im Boden 2 bzw. 9 ausgebildeten und ineinander oder übereinander greifenden Stützflächen 12 vergrößert.
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Alternativ und in den Figuren nicht gezeigt, können die die Trennfuge bildenden Randkanten in der Zusammenbaulage auch mittels Verrasten aneinander gehalten sein.
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Bei den in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispielen erfolgt die Verrastung in einer Parallelen zur Längsachse des Ergänzungsteils 8. In weiteren, in den Figuren nicht gezeigten Ausführungsbeispielen kann auch eine formschlüssige Verbindung durch beispielsweise Ineinanderschieben der entsprechend ausgebildeten, die Trennfuge bildenden, Randkanten der jeweiligen Halbschalen 1a, 1b und/oder die Trennfuge bildenden Randkanten des oder der Ergänzungsteile 8 erfolgen.
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Hierzu kann beispielsweise eine Nut an dem ersten Teil und eine entsprechende Feder an dem damit zu verbindenden zweiten Teil ausgebildet sein.
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Wie insbesondere aus 22 und 23 ersichtlich, kann jeweils zwischen den Halbschalen 1a, 1b und/oder zwischen Halbschale 1a, 1b und Ergänzungsteil 8 im Bereich von deren Trennfugen ein Dichtmittel, im Ausführungsbeispiel ein Elastomer 13, angeordnet sein. Hierdurch kann beispielsweise eine derartige Installationsdose fluiddicht sein, um entsprechenden Anforderungen, wie beispielsweise den Anforderungen der EnEV, zu genügen.
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Im Ausführungsbeispiel ist das Dichtmittel, welches aus einem Elastomer 13 besteht, auf die in der zusammengesetzten Gebrauchslage aneinander liegenden Flächen oder Bereiche der Halbschalen 1a, 1b und des Ergänzungsteils 8 aufgeformt.
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Alternativ kann das Dichtmittel auch durch eine in die Trennfuge eingebrachte und/oder an einem der Teile gehaltene Dichtschnur gebildet sein.
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Zur schnellen und einfachen Zuführung in die Installationsdose hinein und gegebenenfalls wieder Herausführung aus der Installationsdose heraus von Kabeln oder dergleichen Langformteilen weist jede Halbschale 1a, 1b und jedes Ergänzungsteil 8 am Boden 2 bzw. 9 und an einem den Boden 2 bzw. 9 nahe Bereich der Wandung 3 bzw. 10 Kabeleinlass- oder Kabelauslassöffnungen 14 auf. Diese Kabeleinlass- oder Kabelauslassöffnungen 14 sind im Ausführungsbeispiel mit einem angeformten, ausbrechbaren Verschlussteil verschlossen und können je nach Bedarf auf schnelle und einfache Art und Weise vom Monteur vor Ort ausgebrochen werden, um beispielsweise Kabel in die Installationsdose hinein- oder aus der Installationsdose herauszuführen.
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Zum erleichterten Einbau ist der Übergangsbereich 15 vom jeweiligen Boden 2 bzw. 9 zur Wandung 3 bzw. 10 sowohl jeder Halbschale 1a, 1b als auch jedes Ergänzungsteils 8 als Schräge ausgebildet. Am mündungsseitigen freien Ende der Wandung 3 bzw. 10 der Installationsdose und des Ergänzungsteils 8 ist ein radial nach außen abragender Flanschrand 16 ausgebildet. Dieser liegt in der Montagesolllage der Installationsdose an der Hohlwand an.
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An jeder Halbschale 1a, 1b und an jedem Ergänzungsteil 8 sind Halteelemente zur Befestigung an einer Wand bzw. hinter einer Hohlwand angeordnet. Diese sind durch ausschwenkbare und entlang der Wandung 3 bzw. 10 der Installationsdose oder des Ergänzungsteils 8 verstellbare Laschen gebildet. Die Laschen sind nach Einführen der Installationsdose in die Wandausschnittsöffnung hinter der Hohlwand verschwenkbar und gegen diese anziehbar, so dass die Installationsdose festen Halt an der Wandung, insbesondere Hohlwand, findet.
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Schließlich sind zur Befestigung von elektrischen Installationseinsätzen innerhalb der Installationsdose an jeder Halbschale 1a, 1b und an jedem Ergänzungsteil 8 nahe an der Wandung 3 bzw. 10 parallel zur Wandung 3 bzw. 10 verlaufende Lochungen oder Führungen mit darin geführten Schrauben angeordnet, mittels derer die elektrischen Installationseinsätze auf schnelle und einfache Art und Weise mittels Verschrauben an den Installationsdosen dauerhaft befestigbar sind.
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Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.
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Alle in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Dosenkörper
- 1a
- Halbschale
- 1b
- Halbschale
- 2
- Boden
- 3
- Wandung an 1)
- 4
- Rastvorsprung
- 5
- Rastnase
- 6
- Vertiefung
- 7
- Hinterschnitt
- 8
- Ergänzungsteil
- 9
- Boden an 8)
- 10
- Wandung an 8)
- 11
- Aufnahmen (für Trennwand)
- 12
- Stützflächen (an 2 und 9)
- 13
- Elastomer
- 14
- Kabeleinlass- bzw. Auslassöffnung
- 15
- Übergangsbereich (Schräge)
- 16
- Flanschrand
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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