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Einleitung
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Die vorliegende Anmeldung betrifft einen Mauerstein zum Verbau in einer Wand, umfassend
- - mindestens ein Massivelement sowie
- - mindestens eine Ausnehmung,
wobei das Massivelement den Mauerstein räumlich begrenzt und wobei die Ausnehmung sich ausgehend von einer Unterseite des Massivelements parallel zu einer Hochachse desselben zumindest über einen Teil einer Höhe des Mauersteins erstreckt.
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Weiterhin betrifft die vorliegende Anmeldung eine auf einem Untergrund aufstehende Wand, die von einer Vielzahl von Mauersteinen gebildet ist, die in Reihen übereinander angeordnet sind, umfassend
- - mindestens einen Mauerstein,
- - mindestens eine elektrische Leitung, sowie
- - mindestens ein Leuchtmittel,
wobei die elektrische Leitung sich ausgehend von dem Untergrund innerhalb mindestens einer Ausnehmung des Mauersteins erstreckt und ausgehend von der Ausnehmung durch den Verbindungskanal des Mauersteins hindurch zu dem Rücksprung geführt ist, wobei das Leuchtmittel mit der elektrischen Leitung verbunden ist, sodass das Leuchtmittel mit elektrischem Strom versorgbar ist.
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Das „Massivelement“ beschreibt das Material, aus dem der Mauerstein hergestellt ist. In aller Regel besteht das Massivelement aus einem steinigen Material, beispielsweise Sandstein oder Betonstein. Ebenso ist jedes andere Material denkbar, das dazu geeignet ist, Druckkräfte zu übertragen. Hierzu können beispielsweise auch Kunststoffe zum Einsatz kommen.
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Eine „Ausnehmung“ kann beispielsweise eine Grifföffnung sein, die dazu dient, den Mauerstein besser greifen und auf diese Weise in einer Wand verbauen zu können. Derartige Ausnehmungen erstrecken sich in aller Regel über die gesamte Höhe des Mauersteins und sind somit „durchlaufend“. Auch sind Ausnehmungen bekannt, die in einem eingebauten Zustand des Mauersteins mit Beton verfüllbar sind. Auch ist die Führung von Bewehrungsstäben über mehrere Mauersteine hinweg denkbar. Derartige Maßnahmen tragen dazu bei, die Stabilität der von solchen Mauersteinen gebildeten Wand erheblich zu steigern. Auch sind Ausnehmungen bekannt, die dem zugehörigen Mauerstein bessere wärmedämmende Eigenschaften verleihen sollen. Die Ausnehmung erstreckt sich typischerweise zumindest ausgehend von einem oberen oder unteren Ende des Mauersteins, sodass ein Raum, den die Ausnehmung begrenzt, unmittelbar strömungstechnisch mit der Umgebung verbunden ist. In aller Regel durchdringt die Ausnehmung den Mauerstein vollständig.
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Stand der Technik
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Aus dem Stand der Technik sind bereits Mauersteine der eingangs beschriebenen Art bekannt, wobei insbesondere Ausnehmungen in Form von Verfüllkammern vorgesehen sind. Aus solchen Mauersteinen gefertigte Wände sind gleichermaßen bekannt. Hierzu wird beispielhaft auf die Gebrauchsmusterschrift
DE 20 2015 100 387 U1 verwiesen.
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Die bekannten Mauersteine haben den Nachteil, dass sie kaum gestalterisch eingesetzt werden können. Somit ist die gestalterische Wirkung auf das Format des jeweiligen Mauersteins beschränkt, das heißt dessen Höhe im Verhältnis zu dessen Breite. Die Wahl des Formats führt zu einem gewissen ästhetischen Eindruck einer aus einer Mehrzahl der Mauersteine gebildeten Wand. Über hierüber hinausgehende gestalterische Elemente verfügen die bekannten Mauersteine hingegen nicht.
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Aufgabe
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Der vorliegenden Anmeldung liegt entsprechend die Aufgabe zugrunde, einen Mauerstein bereitzustellen, der eine größere Gestaltungsvielfalt im Zusammenwirken mit anderen Mauersteinen in Form einer Wand ermöglicht.
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Lösung
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Die zugrunde liegende Aufgabe wird ausgehend von dem Mauerstein der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß durch mindestens einen an einer Sichtseite des Mauersteins, in dem Massivelement ausgebildeten Rücksprung gelöst. Dieser Rücksprung erstreckt sich ausgehend von einer Sichtfläche einer Sichtseite des Mauersteins in Richtung von dessen Steinmitte, wobei vorzugsweise das Massivelement des Mauersteins nicht mittels des Rücksprungs durchdrungen wird, zumindest jedoch nicht auf der gesamten Fläche des Rücksprungs. Der so gestaltete Rücksprung schafft gewissermaßen einen Aufnahmeraum, in dem ein Zubehörteil, insbesondere ein Leuchtmittel, aufgenommen werden kann, insbesondere ohne dass es über die Sichtfläche der Sichtseite des Mauersteins hinaus vorsteht. Dies ist nachstehend gesondert beschrieben. Vorzugsweise ist der Rücksprung langgestreckt ausgebildet, wobei eine Längsachse des Rücksprungs sich vorzugsweise parallel zu einer Breitenrichtung des Mauersteins erstreckt. Der Rücksprung kann gleichermaßen einen eckigen, insbesondere quadratischen, oder einen runden, insbesondere einen kreisförmigen oder ovalen, Querschnitt aufweisen.
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Der erfindungsgemäße Mauerstein hat viele Vorteile. Wie beschrieben, erlaubt der Rücksprung die Aufnahme eines Zubehörteils, insbesondere eines Leuchtmittels. Letzteres kann beispielsweise von einem LED-Stab gebildet sein, der vorzugsweise passgenau auf den Rücksprung abgestimmt ist. Der Rücksprung erlaubt mithin grundsätzlich eine Ausstattung des Mauersteins mit einem Zubehörteil, das eine optische Wirkung des Mauersteins entscheidend verändern kann und auf diese Weise den Mauerstein als solches als gestalterisches Element nutzbar macht.
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Höchst vorzugsweise umfasst der erfindungsgemäße Mauerstein mindestens einen, sich durch das Massivelement hindurch erstreckenden Verbindungskanal, der das Massivelement zumindest punktuell durchdringt und dadurch die Ausnehmung derart mit dem Rücksprung verbindet, dass eine strömungstechnische Verbindung zwischen der Ausnehmung und dem Rücksprung hergestellt ist. Mittels eines solchen Verbindungskanals kann ein etwaiges Zubehörteil, das mit dem Rücksprung zusammenwirkt, an eine Versorgung angeschlossen werden, insbesondere eine elektrische Versorgung.
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Unter einer „strömungstechnischen Verbindung“ wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung eine Verbindung verstanden, die den Durchgang beispielsweise eine Flüssigkeit ermöglicht. Insbesondere kann eine solche Verbindung die Verlegung eines Kabels erlauben, wobei ein Querschnitt des Verbindungskanals vorzugsweise mindestens 10 mm2, vorzugsweise mindestens 20 mm2, weiter vorzugsweise mindestens 30 mm2, beträgt. Der besonders vorteilhafte Verbindungskanal erlaubt es, beispielsweise eine elektrische Leitung ausgehend von der Ausnehmung des Mauersteins zu dem Rücksprung zu führen, um beispielsweise das Leuchtmittel mit elektrischem Strom zu versorgen.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Mauersteins entspricht eine Länge des Rücksprungs einer Breite des Mauersteins. Dies bietet den besonderen Vorteil, dass unmittelbar nebeneinander positionierte erfindungsgemäße Mauersteine gemeinsam genutzt werden können, da diese gemeinsam gewissermaßen einen durchgehenden Rücksprung bilden. Insbesondere ist es denkbar, ein stabförmiges Leuchtmittel in die kombinierten, durchlaufenden Rücksprünge einzusetzen, dessen Länge die Breite eines einzelnen Mauersteins übersteigt. Mit anderen Worten können mehrere einzelne Rücksprünge zu einer einem durchgehenden, vergleichsweise langen Rücksprung verbunden werden.
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Den erfindungsgemäßen Mauerstein weiter ausgestaltend umfasst selbiger mindestens ein Leuchtmittel, das in dem Rücksprung angeordnet ist. Ein derartig ausgestatteter Mauerstein bietet eine besondere Vielfalt an gestalterischen Möglichkeiten, beispielsweise die Ausleuchtung angrenzender Bereiche, beispielsweise einer Garagenauffahrt, oder die Erzeugung von Lichtstimmungen mittels bestimmter Lichtfarben, beispielsweise auf einer Terrasse. Vorteilhafterweise nimmt eine Tiefe des Leuchtmittels maximal den Wert einer Tiefe des Rücksprungs an, sodass das Leuchtmittel nicht aus dem Rücksprung hervorragt bzw. über die Sichtfläche der Sichtseite des Mauersteins vorsteht. Idealerweise sind das Leuchtmittel und der Rücksprung derart aufeinander abgestimmt, dass eine Frontfläche des ersteren bündig mit der Sichtfläche des Mauersteins abschließt. Auf diese Wise ergibt sich eine optisch ebene Sichtseite des Mauersteins bzw. einer mit Hilfe des Mauersteins gebildeten Wand.
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Zur Vermeidung etwaiger Fugen, die den optischen Gesamteindruck einer gebildeten Wand stören könnten, ist es ferner von Vorteil, wenn das Leuchtmittel den Rücksprung vollständig ausfüllt, wobei insbesondere eine Höhe des Leuchtmittels einer Höhe des Rücksprungs entspricht.
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Sofern der Mauerstein zwei nebeneinander befindliche, sich parallel zueinander erstreckende Ausnehmungen aufweist, kann es weiterhin von besonderem Vorteil sein, wenn jede der Ausnehmungen eigenständig mittels eines zugehörigen Verbindungskanals strömungstechnisch mit dem Rücksprung verbunden ist. Ein derart ausgebildeter Mauerstein umfasst mithin insgesamt zwei Verbindungskanäle. Auf diese Weise kann ein in dem Rücksprung angeordnetes Zubehörteil von zwei Stellen an etwaige Versorgungsmittel, insbesondere elektrischen Strom, angeschlossen werden. Beispielsweise ist es denkbar, dass ein Verbindungskanal zur Hindurchführung einer elektrischen Leitung von der Ausnehmung zu dem Rücksprung verwendet wird, während der zweite Verbindungskanal zur Hindurchführung eines Datenkabels verwendet wird, mittels dessen ein in dem Rücksprung angeordnetes Leuchtmittel mit Steuersignalen einer Steuerungseinrichtung versorgbar ist. Insbesondere ist es denkbar, das Leuchtmittel derart anzusteuern, dass es in Abhängigkeit äußerer Parameter, beispielsweise der äußeren Helligkeit, seine Leuchtfarbe oder Leuchtintensität ändert.
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Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn der Rücksprung an einem höhenmäßigen Endes des Mauersteins, das heißt an einem unteren oder einem oberen Ende, angeordnet ist. Vorzugsweise befindet sich der Rücksprung an einem oberen Ende des Mauersteins. Ein derartig ausgebildeter Rücksprung ist lediglich an zwei seiner (Querschnitts-)Seiten von dem Massivelement des Mauersteins begrenzt, nämlich nach hinten, das heißt in Richtung der Steinmitte, sowie nach unten bzw. oben. Nach vorne sowie nach oben bzw. unten ist der Rücksprung hingegen unbegrenzt. Demgegenüber ist ein auf mittigem Höhenniveau an dem Mauerstein ausgebildeter Rücksprung an insgesamt drei Seiten begrenzt, nämlich nach hinten, nach oben und nach unten. Er ist lediglich nach vorne zur Sichtfläche hin unbegrenzt. Die Anordnung des Rücksprungs an einem höhenmäßigen Ende ermöglicht einen besonders einfachen Zugriff auf den Rücksprung.
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Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn die mindestens eine Ausnehmung des Mauersteins derart durchgehend ausgeführt ist, dass sie den Mauerstein ausgehend von der Unterseite des Massivelements bis hin zu dessen Oberseite vollständig durchdringt. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, Ausnehmungen übereinander angeordneter Mauersteine miteinander zu verbinden, um beispielsweise Leitungen ungehindert durch die von den Mauersteinen gebildete Wand zu führen.
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Ausgehend von der Wand der eingangs beschriebenen Art wird die zugrunde liegende Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Leuchtmittel in dem Rücksprung des in der Wand verbauten erfindungsgemäßen Mauersteins angeordnet ist. Der Rücksprung ist zu mindestens einer im Querschnitt betrachteten Seite offen, sodass von dem Leuchtmittel ausgehendes Licht in eine Umgebung der Wand abstrahlbar ist.
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Die erfindungsgemäße Wand ist mittels eines oder mehrerer erfindungsgemäßen Mauersteine besonders einfach herstellbar. Die Vorteile der erfindungsgemäßen Wand ergeben sich analog zu dem erfindungsgemäßen Mauerstein. Insbesondere erlaubt die Ausgestaltung eines Rücksprungs mit einem darin angeordneten Leuchtmittel eine besondere gestalterische Freiheit.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Wand sind mindestens zwei der erfindungsgemäßen Mauersteine unmittelbar nebeneinander verbaut, wobei die Rücksprünge der Mauersteine derart ausgebildet sind, dass sie ineinander übergehen. Die so ausgebildete Wand ist zudem mit einem Leuchtmittel versehen, das mit beiden Rücksprüngen zusammenwirkt, das heißt sich über einen der Mauersteine hinaus erstreckt. Mit anderen Worten kann die derart ausgebildete Wand zu gestalterischen Zwecken besonders einfach mit vergleichsweis langen Leuchtmitteln ausgestattet werden.
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Figurenliste
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Der erfindungsgemäße Mauerstein sowie die erfindungsgemäße Wand werden nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels, das in den Figuren dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt:
- 1: Eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Mauersteins,
- 2: Eine Draufsicht des Mauersteins gemäß 1,
- 3: Eine Seitenansicht des Mauersteins gemäße 1,
- 4: Eine Frontansicht des Mauersteins gemäß 1,
- 5: Einen Vertikalquerschnitt durch eine erfindungsgemäße Wand und
- 6: Eine Frontansicht der Wand gemäß 5.
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Ein erstes Ausführungsbeispiel, das in den 1 bis 4 gezeigt ist, umfasst einen erfindungsgemäßen Mauerstein 1, der von einem Massivelement 3 sowie zwei Ausnehmungen 4 gebildet ist. Die Ausnehmungen 4 sind in dem gezeigten Beispiel parallel zueinander angeordnet und durchdringen den Mauerstein 1 entlang seiner gesamten Höhe 7 ausgehend von einer Unterseite 5 des Massivelements 3 bzw. einem unteren Ende 16 des Mauersteins 1 hin zu einer Oberseite 20 des Massivelements 3 bzw. zu einem oberen Ende 17 des Mauersteins 1. Die Ausnehmungen 4 sind ferner parallel zu einer Hochachse 6 des Mauersteins 1 angeordnet. Dies bedeutet nicht notwendigerweise, dass seitliche Wandungen der Ausnehmungen 4 ihrerseits parallel zu der Hochachse 6 ausgerichtet sein müssen.
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An einer vorderen Sichtseite 8 des Mauersteins 1 umfasst selbiger einen Rücksprung 9. Der Rücksprung 9 erstreckt sich ausgehend von einer Sichtfläche 10 der Sichtseite 8 in Richtung einer nicht näher bezeichneten Steinmitte. Der Rücksprung 9 ist hier an dem oberen Ende 17 des Mauersteins 1 angeordnet. Dies hat zur Folge, dass er in seinem Querschnitt betrachtet lediglich an zwei Seiten 18, 19 von dem Massivelement 3 begrenzt ist, wie sich besonders gut anhand der Darstellung gemäß 3 ergibt. Mit anderen Worten ist der Rücksprung 9 sowohl nach oben als auch nach vorne hin offen.
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Ferner erstreckt sich der Rücksprung 9 in dem gezeigten Beispiel über eine gesamte Breite 13 des Mauersteins 1. Der Rücksprung 9 ist dabei langgestreckt ausgeführt, wobei eine in den Figuren nicht dargestellte Längsachse des Rücksprungs 9 sich parallel zu einer Breitenrichtung des Mauersteins 1 erstreckt. Ferner entspricht eine Länge 12 des Rücksprungs 9 der Breite 13 des Mauersteins 1. Weiterhin weist der Rücksprung 9 in dem gezeigten Beispiel einen quadratischen Querschnitt auf, wobei eine Tiefe 25 des Rücksprungs 9 entlang dessen unterer Seite 18 einer in den Figuren nicht dargestellten Höhe des Rücksprungs 9 entlang dessen seitlicher Seite 19 entspricht.
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Der Mauerstein 1 ist mit insgesamt zwei Verbindungskanälen 11 versehen, die sich jeweils zwischen einer der Ausnehmungen 4 und dem Rücksprung 9 durch das Massivelement 3 erstrecken. Diese Verbindungskanäle 11 sind hier nach oben offen ausgebildet, was der Anordnung des Rücksprungs 9 am oberen Ende 17 des Mauersteins 1 geschuldet ist. Eine derart offene Ausbildung der Verbindungskanäle 11 ist nicht notwendig. Die Verbindungskanäle 11 dienen dazu, eine Verbindung zwischen dem Rücksprung 9 und den Ausnehmungen 4 zu schaffen, insbesondere zur Hindurchführung einer elektrischen Leitung 23. Dies ergibt sich nachstehend anhand einer erfindungsgemäßen Wand 2.
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Weiterhin ist der Mauerstein 1 an der Oberseite 20 des Massivelements 3 mit Positionierhilfen 27 versehen, die sich über die Oberseite 20 hinaus erstrecken. Diese Positionierhilfen 27 sind dazu geeignet, in Ausnehmungen 4 eines darüber angeordneten Mauersteins 1 einzugreifen und beide Mauersteine 1 auf diese Weise eindeutig nach dem Nur-Feder-Prinzip relativ zueinander zu positionieren.
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Das zweite Ausführungsbeispiel, das in den 5 und 6 dargestellt ist, umfasst eine erfindungsgemäße Wand 2, die von insgesamt drei übereinander angeordneten Reihen von Mauersteinen 1, 22 gebildet ist. Insgesamt umfasst die Wand 2 zwölf konventionelle Mauersteine 22, zwei erfindungsgemäße Mauersteine 1 sowie zwei halbierte konventionelle Mauersteine 22. An einem oberen Ende der Wand 2 ist letztere mit Abschlusselementen 29 versehen.
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Die erfindungsgemäßen Mauersteine 1 sind unmittelbar nebeneinander in der mittleren Reihe der Wand 2 angeordnet. Beide Mauersteine 1 umfassen jeweils einen Rücksprung 9, der sich über deren jeweilige gesamte Breite 13 erstreckt. Somit bilden beide Mauersteine 1 gemeinsam einen kombinierten Rücksprung, dessen Länge einer doppelten Länge 12 der Rücksprünge 9 für sich alleine betrachtet beträgt. In diesem kombinierten Rücksprung befindet sich ein langgestrecktes Leuchtmittel 14, dessen Länge 26 der doppelten Länge 12 der Rücksprünge 9 entspricht. Das Leuchtmittel 14 ist passgenau auf die Rücksprünge 9 abgestimmt. Das heißt, dass insbesondere eine Tiefe 24 des Leuchtmittels 14 der Tiefe 25 des Rücksprungs 9 bzw. der Rücksprünge 9 entspricht. Dies hat zur Folge, dass eine Frontfläche 15 des Leuchtmittels 14 bündig mit der vorderen Sichtfläche 10 der Sichtseite 8 des jeweils zugehörigen Mauersteins 1 abschließt. Für den Betrachter der Wand 2 ergibt sich somit eine plane Oberfläche, obschon das Leuchtmittel 14 in der Wand 2 verbaut ist.
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Zum Anschluss des Leuchtmittels 14 an elektrischen Strom ist die Wand 2 mit einer elektrischen Leitung 23 ausgestattet. Diese ist in dem gezeigten Beispiel in einem Leerrohr 28 verlegt, das durch einen Untergrund 21 bis zu der Wand 2 geführt ist. Im Bereich der Wand 2 ist das Leerrohr 28 mitsamt der darin angeordneten elektrischen Leitung 23 innerhalb der Ausnehmungen 4, 30 der Mauersteine 1, 22 nach oben bis auf ein Höhenniveau der Rücksprünge 9 bzw. des Leuchtmittels 14 geführt. Die elektrische Leitung 23 erstreckt sich durch mindestens einen der Verbindungskanäle 11 der erfindungsgemäßen Mauersteine 1 und ist elektrisch leitend mit dem Leuchtmittel 14 verbunden. Die innere Verlegung der elektrischen Leitung 23 innerhalb der Ausnehmungen 4, 30 vermeidet eine optische Wirksamkeit derselben. Mit anderen Worten ist die elektrische Leitung 23 unsichtbar verlegt, sodass der optische Eindruck der erfindungsgemäßen Wand 2 hiervon unberührt bleibt.
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Die vorstehend im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel beschriebenen Merkmale können grundsätzlich auch unabhängig voneinander positiv wirken und sind nicht zwingend aufeinander angewiesen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Mauerstein
- 2
- Wand
- 3
- Massivelement
- 4
- Ausnehmung
- 5
- Unterseite des Massivelements
- 6
- Hochachse
- 7
- Höhe des Mauersteins
- 8
- Sichtseite
- 9
- Rücksprung
- 10
- Sichtfläche
- 11
- Verbindungskanal
- 12
- Länge des Rücksprungs
- 13
- Breite des Mauersteins
- 14
- Leuchtmittel
- 15
- Frontfläche des Leuchtmittels
- 16
- unteres Ende des Mauersteins
- 17
- oberes Ende des Mauersteins
- 18
- Seite des Rücksprungs
- 19
- Seite des Rücksprungs
- 20
- Oberseite des Massivelements
- 21
- Untergrund
- 22
- Mauerstein
- 23
- elektrische Leitung
- 24
- Tiefe des Leuchtmittels
- 25
- Tiefe des Rücksprungs
- 26
- Länge des Leuchtmittels
- 27
- Positionierhilfe
- 28
- Leerrohr
- 29
- Abschlusselement
- 30
- Ausnehmung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 202015100387 U1 [0005]