DE20201877U1 - Kunststein für Pflasterzwecke - Google Patents

Kunststein für Pflasterzwecke

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Kombilith GmbH
Entwicklung und Verwertung
Wasserstr. 1
40213 Düsseldorf
Anwaltsakte: Dn-2 701
Düsseldorf, den 07.02.2002
Kunststein für Pflasterzwecke
Die vorliegende Neuerung betrifft einen Kunststein für Pflasterzwecke mit mindestens einem auf mindestens einer Seitenfläche angeordneten vertikalen leistenförmigen Verbundabschnitt, der im verlegten Zustand mit einem leistenförmigen Verbundabschnitt eines benachbarten Kunststeines zusammenwirkt und sich in seiner Abmessung senkrecht zur zugehörigen Seitenfläche nach oben verjüngt.
Derartige Kunststeine sind bekannt. Durch die vertikalen leistenförmigen Verbundabschnitte von benachbarten Steinen, die im verlegten Verband zusammenwirken, wird eine Verzahnungswirkung zwischen den einzelnen Kunststeinen erreicht, so daß das verlegte Pflaster entsprechend hohe Belastungen aufnehmen kann, ohne daß sich einzelne Steine aus ihrer Verlegeposition lösen und bei entsprechend hohen Belastungen kippen oder beschädigt werden. Allerdings hat ein direkter Kontakt der Verbundabschnitte des einen Steines mit der Seitenfläche oder den Verbundabschnitten des anderen Steines den Nachteil, daß hierunter die Elastizität des verlegten Pflasters leidet, so daß die einzelnen Steine bei Belastungen erhöhten Spannungen ausgesetzt sein können, die zur Beschädigung der Steine führen. Um dies zu verhindern, hat man daher den Kontakt zwischen den Verbundabschnitten des einen Steines und der Seitenfläche bzw. den Verbundab-
schnitten des anderen Steines auf den unteren Steinbereich begrenzt, indem man die Verbundabschnitte so ausgebildet hat, daß diese sich in ihrer Abmessung senkrecht zur zugehörigen Seitenfläche nach oben verjüngen. Damit treten im verlegten Zustand im oberen Bereich des Steines die Verbundabschnitte des einen Steines nicht mehr mit der Seitenfläche oder den Verbundabschnitten des anderen Steines in direkten Kontakt. Darüber hinaus läßt sich in den oberen Bereich der Fuge mehr Fugenmaterial einfüllen, was ebenfalls erwünscht ist.
Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kunststein der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, der sich herstellungsmäßig, transportmäßig und/oder verlegemäßig besonders gut handhaben läßt.
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß bei einem Kunststein der angegebenen Art dadurch gelöst, daß auf der mindestens einen Seitenfläche ferner mindestens ein Verbundabschnitt angeordnet ist, dessen Abmessung senkrecht zur zugehörigen Seitenfläche sich über seine Höhe nicht ändert.
Die Neuerung sieht somit auf einer Seitenfläche neben mindestens einem sich nach oben verjüngenden Verbundabschnitt mindestens einen Verbundabschnitt vor, dessen Abmessung senkrecht zur zugehörigen Seitenfläche sich über seine Höhe nicht ändert. Dieser eine Verbundabschnitt,tritt daher auch im oberen Bereich der Seitenfläche mit der Seitenfläche des benachbarten Steines in Kontakt, während der mindestens eine sich verjüngende Verbundabschnitt im oberen Seitenflächenbereich keinen Kontakt aufweist. Diese neuerungsgemäße Ausgestaltung dient folgendem Zweck:
Es ist bekannt, daß die hier in Rede stehenden Kunststeine im Herstellungswerk nach ihrer Herstellung transportfähig
gemacht und somit verpackt werden müssen. Hierzu werden Steinreihen nebeneinander und übereinander angeordnet, bis sich etwa würfelförmige bzw. quaderförmige Verpackungseinheiten ergeben, die beispielsweise umreift werden, um beim Transport nicht auseinanderzufallen. Um diese Maßnahmen durchzuführen, werden Steinreihen bzw. Steinlagen von Greifern ergriffen und in die gewünschte Position gefördert. Dabei werden die Steine einer einzelnen Reihe bzw. Lage durch Druckaufbringung gegeneinander gepreßt (dieser Vorgang wird als sogenanntes "Abklammern" bezeichnet).
Bei einer solchen Handhabung mittels Greifern werden benachbarte Steine gegeneinander gepreßt, wobei die Verbundabschnitte des einen Steines zwischen den Verbundabschnitten des anderen Steines angeordnet werden. Wenn sich diese Verbundabschnitte nunmehr in ihren Abmessungen senkrecht zur zugehörigen Seitenfläche nach oben verjüngen, werden die Steine bei seitlicher Druckaufbringung gegeneinander verkippt, so daß eine einwandfreie Handhabung durch Greifer bei der Herstellung, beim Transport und auch beim Verlegen nicht mehr möglich ist. Ein solcher Kippeffekt tritt auch dann auf, wenn entsprechende Steinreihen bzw. Steinlagen für die maschinelle Verlegung von einer entsprechenden Maschine ergriffen werden.
Mit der neuerungsgemäßen Lösung wird ein derartiges Verkippen vermieden. Da auf der Seitenfläche zusätzlich zu dem sich verjüngenden Verbundabschnitt mindestens ein Verbundabschnitt angeordnet ist, dessen Abmessung senkrecht zur zugehörigen Seitenfläche sich über seine Höhe nicht ändert, können bei seitlicher Druckaufbringung auf beispielsweise eine Steinreihe oder Steinlage die Steine nicht mehr verkippen, da der mindestens eine, sich nicht verjüngende Verbundabschnitt über seine gesamte Höhe an der Seitenfläche des benachbarten Steines anliegt.
Vorzugsweise ist der Kunststein so ausgebildet, daß auf der einen Seitenfläche eine Vielzahl von sich verjüngenden Verbundabschnitten im Abstand voneinander angeordnet ist. Bei dieser Ausführungsform reicht dann ein sich nicht verjüngender Verbundabschnitt der Seitenfläche, um ein gegenseitiges Verkippen der Steine beim Abklammern zu verhindern.
Zweckmäßigerweise sind die sich verjüngenden Verbundabschnitte umlaufend auf allen Seitenflächen angeordnet, wobei dann auf jeder Seitenfläche auch mindestens ein sich nicht verjüngender Verbundabschnitt vorgesehen ist. Sämtliche Verbundabschnitte sind vorzugsweise in einem bestimmten Rastermaß angeordnet, wobei der sich nicht verjüngende Verbundabschnitt bzw. die sich nicht verjüngenden Verbundabschnitte in das Rastermaß integriert sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die sich verjüngenden Verbundabschnitte teilkegelstumpfförmig ausgebildet. Hierbei sind die Verbundabschnitte, die sich in ihrer Abmessung senkrecht zur zugehörigen Seitenfläche nach oben verjüngen, auch in ihrer Abmessung in seitenflächenparalleler Richtung nach oben verjüngt. Auf diese Weise wird der für Fugenmaterial zur Verfügung stehende Raum nochmals vergrößert.
Der neuerungsgemäß vorgesehene Verbundabschnitt, dessen Abmessung sich nicht ändert, ist vorzugsweise teilzylinderförmig ausgebildet. Diese Ausführung hat den Vorteil, daß im verlegten Zustand zwischen diesem Verbundabschnitt und der Seitenfläche des benachbarten Steines nur ein linienförmiger Kontakt vorhanden ist.
Sämtliche Verbundabschnitte erstrecken sich zweckmäßigerweise nicht bis zur Oberseite des Steines, so daß für den
Betrachter von oben der Eindruck einer durchlaufenden Fuge entsteht.
Der hier in Rede stehende Kunststein besteht vorzugsweise aus Beton. Andere Materialien, wie Klinkermaterialien, können ebenfalls verwendet werden.
Es sind bereits Kunststeine bekannt, die zwischen benachbarten Verbundabschnitten einen sogenannten Fugensicherungsabschnitt aufweisen. Dieser Fugensicherungsabschnitt hat die Funktion, im verlegten Zustand der Steine zu verhindern, daß ein Verbundabschnitt eines Steines direkt mit der Seitenfläche des Nachbarsteines in Kontakt tritt. Vielmehr tritt dieser Verbundabschnitt dann nur mit dem Fugen-Sicherungsabschnitt, der entsprechend klein ausgebildet ist, in Kontakt, während der restliche Bereich des Verbundabschnittes kontaktfrei bleibt. Der Fugensicherungsabschnitt reduziert somit einerseits den Kontakt zwischen den Steinen und bewirkt andererseits, daß beim Verlegen automatisch eine Fuge einer bestimmten Breite eingehalten wird.
Die vorliegende Neuerung findet auch bei einem derartigen Kunststein, der mit einem Fugensicherungsabschnitt versehen ist, Anwendung. Bei dieser Ausführungsform stößt der sich nicht verjüngende Verbundabschnitt des einen Steines gegen den im unteren Steinbereich angeordneten Fugensicherungsabschnitt. Im oberen Steinbereich verbleibt dann zwischen Verbundabschnitt des einen Steines und der Seitenfläche des anderen Steines ein kleiner Spalt, der der Dicke des Fugen-Sicherungsabschnittes entspricht. Dieser dann noch vorhandene Spalt könnte bei einem "Abklammern" der Steine zu einem geringfügigen Verkippen führen. Dieses Verkippen ist jedoch vernachläßigbar gering und wirkt sich kaum negativ auf die Handhabung der Steinreihen bzw. Steinlagen bei der Herstellung, beim Transport und beim Verlegen aus.
Die Neuerung findet ferner bei einem Kunststein Anwendung, bei dem die Verbundabschnitte in ihrem unteren Bereich in seitenflächenparalleler Richtung sockeiförmig erweitert sind. Diese sockeiförmige Erweiterung in seitenflächenparalleler Richtung vereinfacht das Verlegen weiter und verhindert, daß die Verbundabschnitte von benachbarten Steinen miteinander in direkten Kontakt treten können. Bei der vorliegenden Neuerung können sowohl die sich verjüngenden Verbundabschnitte als auch die sich nicht verjüngenden Verbundabschnitte mit einer derartigen sockeiförmigen, seitenflächenparallelen Erweiterung versehen sein.
Die vorliegende Neuerung wird nachfolgend anhand von Ausfuhrungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigen:
Figur 1
eine Draufsicht auf zwei Kunststeine im aneinandergesetzten Zustand, wobei nur die Verbundabschnitte in der von beiden Steinen gebildeten Fuge dargestellt sind;
Figur 2
Figur 3
eine Ansicht des oberen Steines der Figur 1 mit Blick auf die Seitenfläche 2;
eine räumliche Teilansicht einer anderen Ausführungsform eines Kunststeines; und
Figur 4
eine Teildraufsicht auf drei aneinandergesetzte Kunststeine der Figur 3.
Die in Figur 1 gezeigten Kunststeine 1 bestehen aus Beton und besitzen vier Seitenflächen 2 sowie eine Bodenfläche und eine Deckfläche. Sie haben im Horizontalschnitt Rechteckform. Auf jeder Seitenfläche 2 sind vertikale vorste-
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hende leistenförmige Verbundabschnitte 3, 4 vorgesehen, die im Abstand voneinander angeordnet sind. In Figur 1 sind nur die Verbundabschnitte in der von beiden Steinen gebildeten gemeinsamen Fuge dargestellt. Im verlegten Zustand greifen dabei die Verbundabschnitte 3, 4 des einen Steines zwischen die Verbundabschnitte 3, 4 des anderen Steines.
Die Verbundabschnitte 3 sind teilkegelstumpfförmig ausgebildet, wie man insbesondere Figur 2 entnehmen kann. Sie verjüngen sich somit von unten nach oben sowohl in seitenflächenparalleler Richtung als auch in einer Richtung senkrecht zur zugehörigen Seitenfläche. Zusätzlich zu diesen sich verjüngenden Verbundabschnitten 3 ist auf der Seitenfläche 2 eines jeden Steines ein Verbundabschnitt 4 vorgesehen, der eine teilzylindrische Form besitzt, sich somit nicht von unten nach oben verjüngt.
Im aneinandergesetzten Zustand der Steine, der in Figur 1 gezeigt ist, stehen somit die beiden teilzylindrischen Verbundabschnitte 4 mit der Seitenfläche 2 des benachbarten Steines über ihre gesamte Höhe in direktem linsenförmigen Kontakt, während die sich verjüngenden Verbundabschnitte einen solchen Kontakt nur im unteren Steinbereich haben.
Figur 3 zeigt eine Ausführungsform eines Kunststeines l, der auf jeder Seitenfläche 2 eine Vielzahl von im Abstand voneinander angeordneten leistenförmigen vertikalen Verbundabschnitten aufweist. Bei diesen Verbundabschnitten handelt es sich um sich nach oben verjüngende Verbundabschnitte 3, die teilkegelstumpfförmig ausgebildet sind, und einen einzigen sich nicht verjüngenden Verbundabschnitt 4 mit teilzylindrischer Form: Ferner weist bei dieser Ausführungsform der Kunststein einen um den Stein umlaufenden. FugensicherungsabSGhnitt 6 auf, der am unteren Rand des Steines angeordnet ist und einen seitenflächenparallelen
Abschnitt 8 besitzt, der über einen Schrägabschnitt 9 in die Seitenfläche 2 übergeht. Schließlich sind sämtliche Verbundabschnitte 3 und 4 in ihrem unteren Bereich in seitenflächenparalleler Richtung sockeiförmig erweitert, wie bei 5 gezeigt. Diese sockeiförmige Erweiterung 5 hat eine vertikale Umfangsflache, die an den Seitenflanken über eine Schrägfläche 7 in den darüber befindlichen Teil des Verbundabschnittes übergeht. Bei dieser Ausführungsform findet nur eine Erweiterung in seitenflächenparalleler Richtung und nicht in einer Richtung senkrecht zur Seitenfläche statt.
Auch der sich nicht verjüngende Verbundabschnitt 4 hat diesen erweiterten Sockel 5. Figur 4 zeigt einen Blick auf die Fugen zwischen drei verlegten Steinen von oben. Man erkennt, daß der sich nicht verjüngende Verbundabschnitt 4 mit dem Fugensicherungsabschnitt 6 des benachbarten Steines in Kontakt steht, darüber jedoch mit geringem Abstand zur Seitenfläche des Nachbarsteines angeordnet ist. Dieser geringe Abstand (Spalt) ermöglicht zwar noch ein geringfügiges Verkippen der Steine gegeneinander, ist jedoch im Vergleich zu dem Abstand zwischen dem sich verjüngenden Verbundabschnitt 3 und der Seitenfläche des gegenüberliegenden Steines im oberen Bereich sehr gering und kann vernachläßigt werden.

Claims (8)

1. Kunststein für Pflasterzwecke mit mindestens einem auf mindestens einer Seitenfläche angeordneten vertikalen leistenförmigen Verbundabschnitt, der im verlegten Zustand mit einem leistenförmigen Verbundabschnitt eines benachbarten Kunststeines zusammenwirkt und sich in seiner Abmessung senkrecht zur zugehörigen Seitenfläche nach oben verjüngt, dadurch gekennzeichnet, daß auf der mindestens einen Seitenfläche (2) ferner mindestens ein Verbundabschnitt (4) angeordnet ist, dessen Abmessung senkrecht zur zugehörigen Seitenfläche (2) sich über seine Höhe nicht ändert.
2. Kunststein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der einen Seitenfläche (2) eine Vielzahl von sich verjüngenden Verbundabschnitten (3) im Abstand voneinander angeordnet ist.
3. Kunststein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich verjüngenden Verbundabschnitte (3) umlaufend auf allen Seitenflächen (2) angeordnet sind.
4. Kunststein nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbundabschnitte (3, 4) in einem bestimmten Rastermaß angeordnet sind.
5. Kunststein nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbundabschnitt (4), dessen Abmessung sich nicht ändert, teilzylinderförmig ausgebildet ist.
6. Kunststein nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er zwischen benachbarten Verbundabschnitten (3, 4) einen Fugensicherungsabschnitt (6) aufweist.
7. Kunststein nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbundabschnitte (3, 4) in ihrem unteren Bereich in seitenflächenparalleler Richtung sockelförmig erweitert sind.
8. Kunststein nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbundabschnitt (3), der sich in seiner Abmessung senkrecht zur zugehörigen Seitenfläche (2) nach oben verjüngt, sich auch in seiner Abmessung in seitenflächenparalleler Richtung nach oben verjüngt.
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