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Die Erfindung betrifft einen Spender für Desinfektions- und/oder Reinigungsmittel mit einem Halter für ein Behältnis, das mit dem Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittel befüllt ist, wobei das Behältnis über eine eigene Pumpe verfügt, die den Inhalt bei Betätigung nach außerhalb des Behältnisses transportiert.
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Insbesondere Flaschen mit Pumpmechanismus sind hinreichend aus der Kosmetikbranche bekannt, vor allem als Seifenspender.
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Derartige Flaschen sind im öffentlichen Raum nur begrenzt einsetzbar, da sie u. a. nur eine geringe Standfestigkeit aufweisen, also leicht umfallen und damit auslaufen, oder da sie vandalismus- und diebstahlgefährdet sind, mit dem Resultat, dass einem potentiellen Nutzer kein Desinfektions- bzw. Reinigungsmittel zur Verfügung steht.
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Des Weiteren sind Spender von Reinigungs- und/oder Desinfektionsmitteln bekannt, die als Stand- oder Wandgeräte mit einer die Flüssigkeit enthaltenen Flasche oder einem Beutel bestückt werden. Derartige Spender sind insbesondere in Gesundheitseinrichtungen im Einsatz und stehen angesichts der Corona-Pandemie auch in vielen anderen Bereichen zur Verfügung.
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Der Betätigungsarm eines solchen Spenders ist vielfach so gestaltet, dass er auch mit dem Arm betätigt werden kann, um den Handkontakt zu vermeiden.
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Ein derartiger Desinfektionsmittelspender ist aus der
EP 0 891 284 B1 bekannt. Durch einen Adapter, der auf das Gewinde der Desinfektionsmittel enthaltenen Flasche aufschraubbar ist, soll neben verschiedenen Dosiermöglichkeiten u. a. eine Wandfixierung erreicht werden.
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Bei dem Spender nach
EP 0 538 159 B1 wird durch eine schiefe Führungsebene eine bestimmte Lage des Desinfektionsmittelbehälters erreicht.
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Mit diesen Dosiereinrichtungen wird jedoch nicht das Problem gelöst, in einer Dosiereinrichtung Behältnisse wie Flaschen oder Beutel mit unterschiedlicher Größe und Anschlüssen einzusetzen, die selbst über einen Pumpmechanismus verfügen. Dies ist Aufgabe der Erfindung.
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Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Der erfindungsgemäße Spender für ein flüssiges Desinfektions- und/oder Reinigungsmittel mit einem das Desinfektions- und/oder Reinigungsmittel enthaltenen Behältnis mit einem Schraubverschluss mit einem behältnisseitigen Außengewinde, einer Schraubkappe und mit einer durch die Schraubkappe geführten Pumpe, wobei die Pumpe durch senkrechten Druck betätigbar ist und über ein Auslassrohr für das gepumpte Desinfektions- und/oder Reinigungsmittel verfügt, sieht vor, dass
an einer senkrechten Grundplatte des Spenders eine Halteplatte waagerecht angeordnet ist, die über eine Öffnung zum Durchstecken des behältnisseitigen Außengewindes von unten verfügt, wobei durch auswählbare Rückhaltemittel, die über das behältnisseitige Außengewinde oberhalb der Halteplatte steckbar sind, gewährleistet ist, dass nach dem Schließen des Schraubverschlusses mittels der Schraubkappe das Behältnis in der Öffnung hängt und weiter auf der Grundplatte senkrechte Führungen für die Schwenkachse eines Hebels zur Druckausübung auf die Pumpe angeordnet sind, so dass der Hebel in eine Auflage auf die Pumpe höhenverschieb- und hier schwenkbar in Richtung Behältnis fixierbar ist.
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Der vorgeschlagene Spender ist somit für Behältnisse, wie Flaschen und Beutel unterschiedlichster Form und Größe sowie unterschiedlichen Durchmessern des Schraubverschlusses geeignet. Der größte Durchmesser des Außengewindes wird durch den Durchmesser der Öffnung in der Halteplatte bestimmt - für kleinere Durchmesser des Außengewindes sind die bereitgestellten Rückhaltemittel vorgesehen, denn durch sie wird der Außendurchmesser des Außengewindes auf ein Maß vergrößert, das ein Durchfallen durch die Öffnung verhindert.
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Der Winkel zwischen Grundplatte und Halteplatte, der nach dem Wortlaut exakt 90° betragen würde, kann natürlich um einen Toleranzbereich von ± 10° abweichen, ohne dass die Funktionsweise des Spenders dadurch beeinträchtigt wird.
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Die Rückhaltemittel sind bei einer ersten Ausführung ringförmig ausgebildet mit einem Außenabmaß größer als der Öffnungsquerschnitt und mit einem Innenabmaß kleiner als der Außenrand der Schraubkappe des Schraubverschlusses jedoch größer als der Außendurchmesser des behältnisseitigen Außengewindes.
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Anstelle von ringförmig ausgebildeten Rückhaltemitteln können als Rückhaltemittel auch Spangen oder Klammern mit jeweils zwei Schenkeln eingesetzt werden, die bei durch die Öffnung gestecktem behältnisseitigen Außengewinde und aufgeschraubter Schraubkappe zwischen der Schraubkappe und der Halteplatte angeordnet sind und deren Ausdehnung so bemessen ist, dass sie die Ränder der Öffnung mindestes an zwei Stellen überragen. Auch bei dieser Ausführung hängt das Behältnis unterhalb der Halteplatte, gehalten durch die Spange oder Klammer oberhalb der Halteplatte.
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Die Führungen für die Schwenkachse des Hebels, mit dem die Pumpe bedient wird, bestehen aus senkrecht auf der Grundplatte angeordneten Stegen mit Langlöchern, durch die Befestigungsbolzen in die Schwenkachse des Hebels geführt und mit der Schwenkachse verspannbar sind. Bevorzugt ist der Hebel auf der Schwenkachse mittels gekröpfter Kantenabschnitte des Hebels gelagert.
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Durch diese Verstellmöglichkeit des Hebels ist dieser an unterschiedliche Höhen der Pumpe des Behältnisses anpassbar.
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Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass die Führungen Markierungen aufweisen, um die Schwenkachse ohne große Hilfsmittel in verschiedenen Höhen waagerecht zu positionieren.
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Da mittels des Hebels die Pumpe betätigt wird, ist es vorteilhaft, wenn der Hebel an seiner Unterseite über eine Führungsnut oder eine Einrastspange für das Auslassrohr aus der Pumpe verfügt. Das gibt dem Pumpmechanismus Stabilität.
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Um ein hohes Maß an Recyclingfähigkeit des Spenders zu gewährleisten, sind insbesondere die Grundplatte, die Halteplatte, eine an der Grundplatte angeordnete Tropfschale und der Hebel aus Aluminiumblech hergestellt.
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Der vorgeschlagene Spender ist somit an keine Behältnisgröße - im normalen Rahmen - gebunden und kann über verschieden große Außengewinde für die Schraubkappe verfügen. Es ist als Tisch-, Wand- oder Standgerät mit Standfuß einsetzbar.
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Bei Standgeräten ist in einer bevorzugten Ausführung vorgesehen, dass der Standfuß eine dreiecksform, vorzugsweise rechtwinklig, aufweist, so dass er in einer Raumecke bzw. Möbel-Wand-Ecke aufstellbar ist.
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Der Spender 1 soll an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden. 1 zeigt die Grundbestandteile des Spenders 1:
- - Die Grundplatte 2 als Trägerelement für die anderen Bestandteile. Die Grundplatte 2 wird bei einem Standgerät mit einem Ständer und bei einem Wandgerät mit der Wand verbunden. Entsprechende Anschlussbohrungen können dafür generell vorgesehen sein.
- - Die Halteplatte 3, die mit der Grundplatte 2 einen Winkel von ca. 90° einschließt und der Fixierung des Behältnisses 5 mit dem Desinfektions- und Reinigungsmittel dient.
- - Den Hebel 12, der an der Grundplatte 2 höhenverstellbar und mit seiner Schwenkachse 11 fixierbar ist, so dass er in eine optimale Position zur Betätigung der Pumpe des Behältnisses 5 einstellbar ist.
- - Den Führungen 8, die senkrecht an der Grundplatte 2 angeordnet sind und mit Langlöchern 9 versehen sind. Die Führungen 8 dienen der Verstellung und Fixierung des Hebels 12 mit Befestigungsbolzen 10 sowie
- - der Tropfschale 15, die ebenfalls an der Grundplatte 2 in einem Winkel von ca. 90° angeordnet ist. Die Toleranz des Winkels zu 90° sollte kleiner sein als die der Halteplatte 3, da die Tropfschale 15 sonst in ihrer Funktion eingeschränkt wäre (Überlauf).
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Die Halteplatte 3 weist eine Öffnung 4 auf, die vorzugsweise in ihrem Durchmesser so bemessen ist, dass die Außengewinde des Schraubverschlusses aller gängigen Behältnisse 5 von unten hindurchsteckbar sind.
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Durch die Anordnung eines Rückhaltemittels 7, hier eines Ringes, oberhalb der Halteplatte 3 ist die Differenz zwischen dem Durchmesser der Öffnung 4 und des Außengewindes des Behältnisses 5 nicht nur ausgleichbar, sondern der Außendurchmesser des Ringes ist größer als der der Öffnung 4, so dass der Ring bei aufgeschraubter Schraubkappe 6 mit dieser zusammen ein Widerlager gegen das Durchrutschen des Schraubverschlusses des Behältnisses 5 durch die Öffnung 4 bildet. Das Behältnis 5 hängt an der Halteplatte 3.
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Da die Behältnisse 5 mit der eigenen Pumpe unterschiedliche Höhen aufweisen können, ist auch der Hebel 12 in der Höhe verstellbar, was über die Führungen 8 und die Schwenkachse 11 des Hebels 12 realisierbar ist. Markierungen an den Führungen 8 rechts und links des Hebels 12 erleichtern das Einstellen der Schwenkachse 11 in eine waagerechte Position.
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Wie gezeigt, ist der Hebel 12 bevorzugt durch gekröpfte Kantenabschnitte 13 mit der Schwenkachse 11 verbunden.
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Um dem Auslassrohr der Pumpe Stabilität zu geben, ist der Hebel 12 an seiner Unterseite mit einer Führungsnut 4 oder einer Einrastspange für das Auslassrohr ausgerüstet.
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Mit den vorgeschlagenen Verbesserungen ist der Nutzer eines Spenders nicht mehr an ein bestimmtes Behältnis 5 eines bestimmten Herstellers gebunden, sondern kann auch auf andere Anbieter von Desinfektions- und/oder Reinigungsmittel zurückgreifen.
Ein Grundsortiment an Rückhaltemitteln 7 sollte mit der Lieferung des Spenders allerdings verbunden sein. Notfalls kann aber auch auf einfache Unterlegscheiben aus dem Baumarkt zurückgegriffen werden.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Spender
- 2
- Grundplatte
- 3
- Halteplatte
- 4
- Öffnung der Halteplatte
- 5
- Behältnis
- 6
- Schraubkappe des Schraubverschlusses
- 7
- Rückhaltemittel
- 8
- Führungen
- 9
- Langlöcher
- 10
- Befestigungsbolzen
- 11
- Schwenkachse
- 12
- Hebel
- 13
- gekröpfte Kantenabschnitte
- 14
- Führungsnut Auslassrohr
- 15
- Tropfschale
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- EP 0891284 B1 [0006]
- EP 0538159 B1 [0007]