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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Membranventil und insbesondere ein Membranventil für eine Wasserpfeife. Die vorliegende Erfindung stellt darüber hinaus einen Ventiladapter umfassend das erfindungsgemäße Membranklappenventil, einen Verteiler umfassend das erfindungsgemäße Membranklappenventil, sowie eine Wasserpfeife bereit, die wenigstens ein erfindungsgemäßes Membranklappenventil, einen erfindungsgemäßen Ventiladapter oder einen erfindungsgemäßen Verteiler umfasst.
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Stand der Technik
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Wasserspfeifen oder auch Shishas sind Rauchgeräte, mit denen Tabak vorzugsweise mit Aromen geraucht wird. 1 zeigt ein Beispiel einer herkömmlichen Shisha 10, die aus einem Wassergefäß 20, einer Rauchsäule 30 mit einem Verteiler 32 (auch Basis genannt), an der mehrere Rauchanschlüsse 31 angeordnet sind, und einem Kopfbereich 40 mit Tabakkopf 41 besteht. An den Rauchanschlüssen 31 der Basis 32 sind ein oder mehrere Schläuche 50 mit Mundstücken angeordnet. Der Tabak wird in dem Tabakkopf 41 platziert, der im Kopfbereich 40 auf das obere Ende der Rauchsäule 30 aufgesteckt ist. Der Tabakkopf 41 ist ein kleines Gefäß aus einem hitzebeständigen Material und weist eine Vertiefung auf, in die der Tabak eingebracht wird. Ein oder mehrere Löcher im Boden des Tabakkopfes 41 stellen eine Verbindung zur Rauchsäule 30 her.
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Zum Rauchen wird zunächst das Wassergefäß 20 so mit Flüssigkeit gefüllt, dass das in das Wassergefäß 20 ragende Ende der Rauchsäule 30 einige Zentimeter in die Flüssigkeit eintaucht. Der Tabak wird in dem Tabakkopf 41 platziert und mit einer feuerfesten Folie wie beispielsweise Aluminiumfolie oder einem Metallsieb abgedeckt, auf die/das glühende Kohlestückchen aufgelegt werden. Die Glut der Kohlen erhitzt den darunter liegenden Tabak. Durch Saugen am Mundstück eines Schlauches 50 entsteht in dem Wassergefäß 20 ein Unterdruck, der bewirkt, dass durch den Tabakkopf 41 und die Rauchsäule 30 das durch die Erhitzung des Tabaks entstehende Gemisch von Luft, Dampf, Rauchpartikeln und Aromastoffen nachgezogen wird. Im Wassergefäß 20 filtert die darin befindliche Flüssigkeit den Rauch von Schwebstoffen und einigen wasserlöslichen Substanzen. Der Rauch wird dabei auch gekühlt und gelangt zu den oberhalb des Wasserspiegels an der Basis 32 angeordneten Rauchanschlüssen 31 und von dort durch die Schläuche 50 zum Konsumenten.
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Wasserpfeifen weisen für gewöhnlich mehrere Anschlussöffnungen für Rauchschläuche auf, damit mehrere Personen die Wasserpfeife gemeinsam nutzen können. Um bei einer Anordnung mit mehreren Anschlüssen zu verhindern, dass durch die nicht genutzten Anschlussöffnungen unerwünschte Nebenluft gezogen wird, schlägt der Stand der Technik, wie beispielsweise die
DE 20 2019 101 422 U1 , ein Rückschlagventil an den Rauchanschlüssen vor. Zum Einblasen von Frischluft in den Luftraum des Wasserbehälters über einen der Rauchschläuche wird üblicherweise das zugehörige Rückschlagventil des Rauchanschlusses entfernt. Nachteilig ist dabei, dass dann über diesen Rauchanschluss unkontrolliert Luft eingezogen werden kann. Um dies zu verhindern, wird der Schlauch manuell verschlossen gehalten, was von Nutzern als störend oder unangenehm empfunden wird. Zur Lösung des Problems schlägt die
DE 20 2017 002 153 U1 ein Rückschlagventil vor, dessen Sperrwirkung aufgehoben werden kann. Dazu wird einerseits eine Ventilplatte offenbart, die durch manuellen Druck oder durch Einblasen von Luft in den Rauchschlauch gegen eine Federkraft bewegt wird. Die auf der Ventilplatte gelagerte Ventilkugel wird so zusammen mit der Ventilplatte nach unten bewegt, was einen Luftweg an der Ventilplatte vorbei in den Rauchraum freigibt. Alternativ schlägt die
DE 20 2017 002 153 U1 eine federbelastete Hülse vor, auf der die Ventilkugel gelagert ist. Durch Einblasen von Luft durch den Rauchschlauch wird ein Überdruck erzeugt, der die Ventilkugel mit der Hülse gegen die Federkraft nach unten drückt und einen Weg an der Ventilkugel und der Hülse vorbei in den Rauchraum freigibt.
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Die
EP 3 011 848 A1 offenbart ebenfalls Rauchanschlüsse mit Rückschlagventil für Wasserpfeifen. Dabei ist der Ventilkörper als Kugel ausgebildet, die durch die Schwerkraft auf ihren Ventilsitz gedrückt wird. Um Frischluft in den Rauchbehälter einzublasen, wird ein Gestänge betätigt, mit dem die Ventilkugel aus ihrem Ventilsitz angehoben wird.
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Die aus dem Stand der Technik bekannten Ventilvorrichtungen weisen alle den Nachteil auf, kompliziert und für Störungen anfällig gebaut zu sein. Ferner ist ein manuelles Betätigen nötig, um den Rauchfluss in die eine oder andere Richtung durch das Ventil zu leiten.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung löst die aus dem Stand der Technik bekannten Probleme durch Bereitstellung des erfindungsgemäßen Membranventils, das einen einfachen Aufbau aufweist, sowie leicht und zuverlässig bedienbar ist.
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Gemäß eines ersten Aspekts stellt die vorliegende Erfindung ein Membranventil bereit, das insbesondere in Verbindung mit einer Wasserpfeife verwendet werden kann. Das Membranventil ist als Klappenventil ausgebildet und wird daher vorliegend auch als Membranklappenventil bezeichnet. Das erfindungsgemäße Membranklappenventil umfasst eine Trägerplatte mit zwei nebeneinander liegenden halbkreisförmigen Öffnungen und eine Membranklappe. Die beiden Öffnungen grenzen derart aneinander, dass zwischen den Öffnungen ein Steg in der Trägerplatte die beiden Öffnungen voneinander abgrenzt. Die Membranklappe weist eine Membran aus einem flexiblen Material auf und ist auf einer flachen Seite der Trägerplatte derart klappbar angeordnet, dass die Membran der Membranklappe im geschlossenen Zustand die beiden halbkreisförmigen Öffnungen abdeckt.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die zwei halbkreisförmigen Öffnungen auf der Trägerplatte exzentrisch angeordnet.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das flexible Material der Membran bei einem ersten auf das Membranklappenventil einwirkenden Druck formbeständig und deckt die beiden halbkreisförmigen Öffnungen ab, wodurch das Ventil geschlossen ist. Bei einem zweiten auf das Membranklappenventil einwirkenden Druck, der größer als der erste Druck ist, gibt die Membran der Membranklappe dem Druck nach und wird durch Verformung der Membran in die beiden halbkreisförmigen Öffnungen gedrückt, wodurch sich ein Weg durch das Ventil öffnet. Bei einem Nachlassen des zweiten Drucks kehrt die Membran in ihre Ausgangsform zurück und deckt die beiden Öffnungen ab.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht die Membran bevorzugt aus Silikon.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht die Trägerplatte aus einem nicht rostenden Material, bevorzugt aus Edelstahl, Aluminium oder einem Kunststoff.
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Gemäß eines weiteren Aspekts stellt die vorliegende Erfindung einen Ventiladapter für eine Wasserpfeife bereit, wobei der Ventiladapter einen im Wesentlichen zylindrischen und hohl ausgebildeten Hauptkörper mit einem ersten und einem zweiten Innendurchmesser und einer Stufe umfasst, sowie ein erfindungsgemäßes Membranklappenventil. Der zweite Innendurchmesser des Hauptkörpers ist größer als der erste Innendurchmesser. Die Stufe ist zwischen dem Bereich des ersten Innendurchmessers und dem Bereich des zweiten Innendurchmessers ausgebildet ist. An der Stufe liegt das Membranklappenventil der vorliegenden Erfindung an.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Ventiladapters besteht die Stufe oder ein an der Stufe fest angeordnetes im Wesentlichen ringförmiges Element aus einem Material, an das das nicht rostende Material der Trägerplatte wieder lösbar fest angeordnet werden kann.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst ein erfindungsgemäßer Ventiladapter ferner ein zweites Adapterelement, das mit dem Hauptkörper durch Aufschrauben, Aufstecken oder Aufschieben des Adapterelements verbunden werden kann. Dabei ist die Stufe als Auflagefläche für das zweite Adapterelement ausgebildet.
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Gemäß eines weiteren Aspekts stellt die vorliegende Erfindung einen Verteiler für eine Wasserpfeife bereit. Der Verteiler umfasst wenigstens ein erfindungsgemäßes Membranklappenventil und/oder wenigstens einen erfindungsgemäßen Ventiladapter.
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Gemäß eines weiteren Aspekts stellt die vorliegende Erfindung eine Wasserpfeife bereit, umfassend wenigstens ein erfindungsgemäßes Membranklappenventil, wenigstens einen erfindungsgemäßen Ventiladapter oder wenigstens einen erfindungsgemäßen Verteiler.
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Figurenliste
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- 1 zeigt eine Wasserpfeife mit Anschlüssen und daran angeordneten Rauchschläuchen.
- 2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Membranklappenventils in geöffnetem Zustand bei einem durch Saugen entstehenden Unterdruck.
- 3 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Membranklappenventils in geschlossenem Zustand.
- 4 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Membranklappenventils in dem Zustand bei einem Überdruck durch Einblasen von Luft.
- 5 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ventiladapters mit Membranklappenventil.
- 6 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verteilers mit Membranklappenventilen in geschlossenem Zustand.
- 7 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verteilers mit Membranklappenventilen in geöffneten Zustand beim Ansaugen von Rauch.
- 8 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verteilers mit Membranklappenventilen im Zustand beim Einblasen von Frischluft.
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Detaillierte Beschreibung einer Ausführungsform
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In den 2 bis 4 ist eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Membranklappenventils 100 in Verbindung mit einem Ventiladapter 300 für eine Wasserpfeife gezeigt, wobei die 2 das Membranklappenventil 100 in geöffnetem Zustand, die 3 das Membranklappenventil 100 in geschlossenem Zustand und die 4 das Membranklappenventil 100 in dem Zustand zeigt, in dem der Durchfluss entgegen der Flussrichtung des normalen Rauchbetriebs erfolgt. Es wird darauf hingewiesen, dass die 2 bis 4 das erfindungsgemäße Membranklappenventil in Verbindung mit einem Ventiladapter 300 zeigen, die folgende Beschreibung des Membranklappenventils sich aber nicht auf die Verwendung in einem Ventiladapter beschränkt sondern allgemein für das erfindungsgemäße Membranklappenventil gilt. Das erfindungsgemäße Membranklappenventil 100 weist eine Trägerplatte 110 auf, in der zwei halbkreisförmige Öffnungen 120 so voneinander beabstandet angeordnet sind, dass sie zusammen eine kreisrunde Öffnung bilden, in deren Mitte ein Steg 111 ausgebildet ist und die beiden Öffnungen 120 voneinander trennt. Die Trägerplatte 110 besteht bevorzugt aus einem nicht rostenden Material, besonders bevorzugt aus Edelstahl, Aluminium oder einem Kunststoff.
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Die Membranklappe 130 ist auf einer flachen Seite der Trägerplatte 110 angeordnet und umfasst eine klappbare Membran 131, die aus einem flexiblen Material besteht. Vorzugsweise besteht die Membranklappe aus Silikon. Um eine Befestigung der Membranklappe 130 an der Trägerplatte 110 zu erleichtern, sind die beiden Öffnungen 120 exzentrisch in der Trägerplatte 110 angeordnet. Durch diese nicht mittige Anordnung sind die beiden Öffnungen 120 auf eine Seite der Trägerplatte versetzt, so dass auf der gegenüberliegenden Seite der Trägerplatte 110 auseichend Platz zum Befestigen der Membranklappe 130 bereitsteht. In der gezeigten Ausführungsform ist die Membranklappe 130 mittels einer Schraube, bevorzugt einer Halbrundkopfschraube, an der Trägerplatte 110 lösbar angeordnet. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass auch andere Befestigungsmittel verwendet werden können wie beispielsweise ein Verkleben. Ein lösbares Befestigungsmittel hat jedoch den Vorteil, dass bei die Membranklappe 130 bei einer Beschädigung leichter ausgetauscht werden kann. Die Membranklappe 130 ist derart an der Trägerplatte 110 angeordnet, dass die Membran 131 klappbar ist und sich in einem geschlossenen Zustand über die beiden Öffnungen 120 legen kann und diese vollständig abdeckt. Die Membran 130 ist bevorzugt so dimensioniert, dass sie die beiden Öffnungen sowie einen Rand um die Öffnungen 120 herum abdeckt, um einen Durchfluss von Rauch durch die Öffnungen 120 und somit durch das Membranklappenventil 100 zu verhindern, wie in 3 gezeigt. Die 3 zeigt auch den Ausgangszustand des Membranklappenventils 100. Das bedeutet, dass die Membranklappe ohne einen oder bei einem nur geringen auf das Membranklappenventil wirkenden Druck die beiden Öffnungen 120 abdeckt. Im Zusammenhang mit einer Wasserpfeife wird das Membranklappenventil 100 so angeordnet, dass sich die Membran 131 der Membranklappe 130 in Richtung des durch das Ansaugen am Rauchanschluss entstehenden Unterdrucks in Richtung des Saugdrucks (durch den Pfeil dargestellt) öffnet, wie in 2 gezeigt, und Rauch aus der Wasserpfeife durch die beiden Öffnungen 120 des Membranklappenventils 100 in Richtung des Mundstücks (nicht gezeigt) strömen kann. Insbesondere entsteht beim Saugen an dem Mundstück des Rauchschlauchs (nicht gezeigt) in dem Membranklappenventil 100 ein Unterdruck, durch den die Membran 131 aus ihrer in 3 gezeigten Lagerposition angehoben wird und dabei den Weg durch die Öffnungen 120 des Membranklappenventils 100 frei gibt. Beim Nachlassen des Unterdrucks klappt die Membran 131 der Membranklappe 130 wieder in ihre Ausgangsposition zurück und deckt die beiden Öffnungen 120 ab (3). Dabei dichtet die Membran 131 das Membranklappenventil 100 derart ab, dass beim Saugen an anderen Anschlüssen der Wasserpfeife kein Rauch an die Umgebung beziehungsweise an einen mit der Wasserpfeife verbundenen und gerade nicht benutzten Rauchschlauch abgegeben wird und gleichzeitig ein ungewolltes Einsaugen von Luft durch das Membranklappenventil 100 in die Wasserpfeife verhindert wird.
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Das flexible Material der Membran 131 ist ohne Druck und bei einem ersten auf das Membranklappenventil 100 einwirkenden Druck formbeständig und deckt die beiden Öffnungen 120 ab (3). Beim Rauchen aus einer Wasserpfeife ist es immer wieder nötig, Frischluft in den Luftraum des Wasserbehälters über einen der Rauchschläuche einzublasen. Dazu wird für gewöhnlich ein aus dem Stand der Technik bekanntes Rückschlagventil an einem der Rauchanschlüsse entfernt beziehungsweise manuell entsperrt. Bei dem erfindungsgemäßen Membranklappenventil 100 gibt das flexible Material der Membran 131 bei einem zweiten auf das Membranklappenventil 100 einwirkenden und dem ersten Druck entgegengesetzten Druck, diesem zweiten Druck nach und wird gegen den Steg 110 und in die beiden halbkreisförmigen Öffnungen 120 gedrückt. So ermöglicht ein starkes Einblasen über den Rauchschlauch ein Umklappen der Membran 131 entgegen ihrer Ausgangsposition und dadurch eine Öffnung des Membranklappenventils in eine dem normalen Betrieb entgegengesetzten Richtung, wodurch der Fluss (durch den Pfeil in 4 angedeutet) für die von außen eingebrachte Frischluft durch das Membranklappenventil 100 freigegeben wird. Bei einem Nachlassen des zweiten Drucks kehrt die Membran 131 in ihre Ausgangsform zurück und kann die Öffnungen 120 wieder abdecken.
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Ein erfindungsgemäßer Ventiladapter 300 insbesondere für eine Wasserpfeife, wie in den 2 bis 5 gezeigt, weist das erfindungsgemäße Membranklappenventil 100 auf. Ferner umfasst ein Ventiladapter 300 einen im Wesentlichen zylindrischen und hohl ausgebildeten Hauptkörper 310, der einen Bereich mit einem ersten Innendurchmesser 311, einen Bereich mit einem zweiten Innendurchmesser 312, der größer als der erste Innendurchmesser 311 ist, und eine Stufe 320 umfasst, die zwischen dem Bereich des ersten Innendurchmessers 311 und dem Bereich des zweiten Innendurchmessers 312 ausgebildet ist. In der 3 sind die jeweiligen Innendurchmesser durch gestrichelte Linien angedeutet. Das erfindungsgemäße Membranklappenventil 100 liegt an der Stufe 320 an. Die Stufe 320 ist bevorzugt aus einem Material hergestellt, an das das nicht rostende Material der Trägerplatte 110 lösbar angeordnet werden kann. Eine bevorzugte Ausführungsform ermöglicht die lösbare Befestigung der Trägerplatte 110 mittels Magnetismus. Alternativ kann an der Stufe 320 ein ringförmiges Element aus einem entsprechenden Material angeordnet sein, an das die Trägerplatte 110 des Membranklappenventils 100 lösbar angeordnet ist. Gemäß der in den 2 bis 5 gezeigten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ventiladapters 300 wird die Verbindung zu einem Rauchschlauch (nicht gezeigt) mittels eines zweiten Adapterelements 330 ermöglicht, das einen Außendurchmesser aufweist, der ein Aufschrauben, Aufstecken oder Aufschieben auf den 310 ermöglicht. Beim Verbinden des Hauptkörpers 310 mit dem zweiten Adapterelement 330 drückt das zweite Adapterelement 330 bevorzugt gegen das an der Stufe 320 anliegende Membranklappenventil 100 und hält dieses in seiner Position. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst der Ventiladapter ferner einen Dichtring oder O-Ring 350. Der Dichtring 350 besteht bevorzugt aus Silikon, ist wie in 5 gezeigt zwischen dem Membranklappenventil 100 und dem zweiten Adapterelement 330 angeordnet und verhindert ein Vorbeiströmen von Rauch an dem Membranklappenventil 100 und hält das Membranklappenventil 100 in seiner Position. Zum Wechseln des Membranklappenventils 100 kann dieses durch einfaches Entfernen des O-Rings 350 entfernt und ausgetauscht beziehungsweise repariert und dann erneut wiedereingesetzt werden. Im Falle einer anderen Verbindung zwischen dem Membranklappenventil 100 und der Stufe 320, wie beispielsweise einer magnetischen Verbindung, kann auf den O-Ring 350 auch verzichtet werden und ein Austausch beziehungsweise Entfernen des Membranklappenventils 100 erfolgt durch Überwinden der Magnetkraft.
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Um eine Verbindung mit möglichst vielen unterschiedlichen Rauchanschlüssen zu ermöglichen, kann an dem zweiten Adapterelement 330 ein oder mehrere weitere Adapterelemente 340 mit beispielsweise konischem Verlauf angeordnet werden. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist das zweite Adapterelement 330 oder ein mit dem zweiten Adapterelement 330 verbundenes weitere Adapterelement 340 eine Spirale 360 auf, die in einen Rauchschlauch (nicht gezeigt) hineinragt und somit ein Abknicken eines mit dem Ventiladapter 300 verbundenen Rauchschlauchs verhindert. Die Spirale 360 ist bevorzugt als Spiralfeder ausgebildet. Ein bevorzugtes Material der Spirale 360 ist Edelstahl. Der erfindungsgemäße Ventiladapter 300 kann mittels jeglicher bekannter Verfahren mit einer Wasserpfeife fest oder auch wieder lösbar verbunden werden. Der Ventiladapter 300 kann auch mit einem bereits an der Wasserpfeife bestehenden Anschluss verbunden werden. Um beispielsweise mit einem bereits bestehenden Rauchanschluss an einer Wasserpfeife verbunden zu werden, kann der Hauptkörper 310 des Ventiladapters 300 an diesem Ende konisch ausgebildet sein, um in den bestehenden Anschluss eingesteckt zu werden. Ferner kann der Hauptkörper 310 mit einem Innengewinde oder alternativ mit einem Außengewinde bereitgestellt sein, um eine feste Verbindung mit einer Wasserpfeife zu ermöglichen, vorzugsweise eine Verbindung mit einem Verteiler beziehungsweise einer Base einer Wasserpfeife.
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In der 6 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gezeigt, in der das erfindungsgemäße Membranklappenventil 100 angewendet werden kann.
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Die 6 bis 8 zeigen einen Verteiler 400 für eine Wasserpfeife, der mehrere erfindungsgemäße Membranklappenventile 100 aufweist. Ein Verteiler oder auch Base befindet sich bei einer Wasserpfeife für gewöhnlich zwischen Wassergefäß und Rauchsäule und weist einen oder mehrere Rauchanschlüsse auf. Der erfindungsgemäße Verteiler weist zusätzlich zu den Membranklappenventilen 100 mehrere Rauchanschlüsse 410 auf, an die die Rauchschläuche mittels Adapter oder direkt angeordnet werden können, sowie eine zentral senkrecht durch den Verteiler 400 verlaufende Durchgangsöffnung 420.
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Die 6A, 7A und 8A zeigen einen erfindungsgemäßen Verteiler 400 in schräger Draufsicht in Teilschnittansicht. Die 6B, 7B und 8B zeigen den erfindungsgemäßen Verteiler 400 in Draufsicht von schräg unten. Die 6A und 6B zeigen die Membranklappenventile 100 in Ausgangsstellung in geschlossenem Zustand in der die Membran die Öffnungen abdeckt. Die 7A und 7B zeigen die Membranklappenventile 100 während des Ansaugens von Rauch durch den beziehungsweise die Rauchanschlüsse. Die 8A und 8B zeigen die Membranklappenventile 100 während des Einblasens von Frischluft in den Luftraum des Wasserbehälters, wobei die Membran 131 durch den Einblasdruck um den Steg 111 herum in die Öffnungen 120 gezwungen wird.
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Das erfindungsgemäße Membranklappenventil 100 weist einen einfachen Aufbau auf, funktioniert zuverlässig und kann in mehreren Baugruppen einer Wasserpfeife eingesetzt werden. Das erfindungsgemäße Membranklappenventil 100 eignet sich somit nicht nur zur neuen Konzeption der einzelnen vorstehend beschriebenen Baugruppen wie beispielsweise Ventiladapter und Verteiler, sondern auch zur Nachrüstung bereits bestehender Wasserpfeifen. Durch seinen einfachen Aufbau ermöglicht das erfindungsgemäße Membranklappenventil 100 einen zuverlässigen und unterbrechungsfreien Betrieb einer Wasserpfeife.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 202019101422 U1 [0004]
- DE 202017002153 U1 [0004]
- EP 3011848 A1 [0005]