DE202021106830U1 - Arbeitsbühne mit höhenverstellbarer Plattform - Google Patents

Arbeitsbühne mit höhenverstellbarer Plattform Download PDF

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Abstract

Arbeitsbühne (1) mit höhenverstellbarer Plattform (3), mit zwei Stützrahmen (5) mit Holmen (7) und der Plattform (3), die höhenverstellbar und zwischen den Stützrahmen (5) an diesen gelagert ist, mit einer Höhenverstelleinrichtung (13) an jedem Stützrahmen (5), die je auf die Plattform (3) wirkt und ein Zugelement, insbesondere ein Zugseil (15) oder eine Zahnstange aufweist, und mit einer Fallsicherung (29) an jedem Stützrahmen (5), die bei Entlastung des Zugelements die Höhenverstelleinrichtung (13) blockiert, dadurch gekennzeichnet, dass die Fallsicherung (29) eine Fangschiene (37) an dem Stützrahmen (5) und einen mit dieser zusammenwirkenden Fangbolzen (33) an der Plattform (3) aufweist und dass eine Vorspannvorrichtung, insbesondere eine Feder (23), den Fangbolzen (33) zur Fangschiene (37) hin vorspannt, und dass eine Sperrvorrichtung an dem Stützrahmen (5) gelagert ist, die bei unter Zug stehendem Zugelement den Eingriff des Fangbolzens (33), der insbesondere Teil eines Fanghakens (31) ist, in die Fangschiene (37) sperrt oder zu sperren versucht und bei entlastetem Zugelement freigibt.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Arbeitsbühne gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
  • Hebebühnen oder Arbeitsbühnen werden vielfältig eingesetzt, u.a. bei der Gebäudereinigung, im Bauwesen und in der Veranstaltungstechnik, um Personen für Arbeiten, auch für Überkopfarbeiten, auf dem je erforderlichen Niveau über Bodenniveau arbeiten zu lassen.
  • Derartige Hebebühnen werden oft in der Wartung und Montage von Fahrzeugen oder in Bauwesen, beispielsweise beim Bau von Brücken und sonstigen Bauwerken in einer Höhe zwischen 3m und 8m eingesetzt.
  • Bei bekannten Arbeitsbühnen erfolgt die Höhenverstellung oft über vier Spindelantriebe, die in vier Teleskopstützen der Arbeitsbühne integriert sind. Diese Ausgestaltung erfordert eine komplexen Mechanik damit die Höheneinstellung gleichmäßig erfolgt, ohne dass es zu Verkantungen kommen würde.
  • Herkömmliche Hebebühnen verwenden als Arretiervorrichtung und Sicherungsmechanismus gegen einen Absturz der Bühne oft Sicherungsbolzen. Beispielsweise können diese bei vier-Holm-Ausführungen an beiden Seiten oder an jedem Holm vorgesehen sein. Aber es sind auch Lösungen bekannt, die nur einen Holm mittig auf jeder Seite aufweisen, an dem die Plattform befestigt ist, sodass auch nur ein Sicherungsbolzen je Seite vorsehen ist. Dies ist vor allem bei Arbeitsbühnen für geringere Höhen eine einfache Lösung, da diese Sicherungsbolzen auf eine einfache Weise per Hand eingeführt werden können. Bei bekannten höhenverstellbaren Wartungsbühnen werden Sicherungsbolzen an jedem Holm der beidseitigen Stützrahmen, also insgesamt vier Sicherungsbolzen verwendet, welche manuell eingesteckt und entfernt werden müssen.
  • Bei höheren Höhen stellen derartige Sicherungsbolzen ein Sicherheitsproblem dar. Arbeiter, die unter Zeitdruck stehen, vergessen oft den Sicherungsbolzen oder ignorieren diesen bewusst. Wenn die Sicherungsbolzen nicht eingesteckt sind, kann die Bühne, beispielsweise beim Versagen des Spindelantriebes nach unten stürzen. Ohne das aktive Einsetzen der Sicherung sind die Arbeiter somit absturzgefährdet.
  • Die DE 20 2006 010 625 U1 zeigt demgegenüber eine Verbesserung, da sie als Arretiervorrichtung eine Klinkensicherung verwendet, welche einfacher einzusetzen ist als herkömmliche Sicherungsbolzen. Eine derartige Klinkensicherung ist jedoch ggf. schwer zu lösen und muss ebenso wie ein Sicherungsbolzen aktiv per Hand betätigt werden.
  • Ferner sind weiterhin Verbesserungen solcher Lösungen mit Klinken vorgeschlagen worden, beispielsweise mittels eines Kraftspeichers sowie eines Elektromagneten. Auch eine derartige Klinkensicherung ist jedoch ggf. schwer zu lösen.
  • Deshalb besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Arbeitsbühne gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 zu schaffen, die eine Sicherheitsvorrichtung aufweist, welche auch für hohen Arbeitshöhen geeignet ist und betriebssicherer ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Erfindungsgemäß weist die Arbeitsbühne Stützrahmen mit je mindestens zwei Holmen und einer zwischen den Stützrahmen liegenden Plattform auf.
  • Die Plattform ist höhenverstellbar zwischen den Stützrahmen an diesen gelagert. Hierzu weist jeder Stützrahmen eine Höhenverstelleinrichtung auf, welche je auf die Plattform wirkt. Diese Höhenverstelleinrichtung besteht bevorzugt aus einer Hubmechanik sowie ein daran angebrachtes Zugelement. Dieses Zugelement kann beispielsweise ein Zugseil sein. Jedoch sind auch andere Höhenverstelleinrichtungen wie beispielsweise eine Zahnstange oder Trapezgewindespindeln möglich.
  • Bei Verwendung eines Zugseils wird das Zugseil über eine feste Rolle oben, also am oberen Ende des Stützrahmens, umgelenkt. Ein Ende des Zugseils ist an der Hubmechanik, beispielsweise einer mechanischen Seilwinde, die mit einer Kurbel betrieben wird, und das andere Ende an einem Halteelement, welches an einer Seite der höhenverstellbaren Plattform fixiert ist, befestigt. An diesem Halteelement des Seils ist eine Feder angebracht, welche das Zugseil unter einer gewissen Vorspannung hält.
  • Ab einem gewissen Maß der Entspannung des Zugseils, insbesondere bei einem Bruch des Zugseils, muss aber verhindert werden, dass die Arbeitsbühne abstürzt. Nicht nur der Bruch des Zugseils kann zu einem Absturz führen, auch das Versagen der Hubmechanik, indem beispielsweise ein Lager bricht.
  • Daher ist erfindungsgemäß an jedem der mindestens zwei Stützrahmen eine Fallsicherung oder eine kombinierte Rast-/Fallsicherung vorgesehen, die bei vollständiger Entlastung des Zugelements einen Absturz der Arbeitsbühne verhindert, indem die Arbeitsbühne an der je aktuellen Höhenposition festgehalten wird.
  • Erfindungsgemäß weist diese Rast- und/oder Fallsicherung eine Fangschiene mit Zähnen sowie einen Fanghaken mit einer Fanghakenachse und einem Fangbolzen auf. Um eine Absturzsicherung zu gewährleisten, stehen die Fangschiene und der Fanghaken in Wechselwirkung miteinander. Die Fangschiene ist an der einen Seite, bevorzugt am Stützrahmen, und der Fanghaken gegenüber an der anderen Seite, bevorzugt an der Plattform, befestigt.
  • Hier wird zunächst die Ausführungsform mit der Fangschiene am Stützrahmen und dem Fanghaken an der Plattform beschrieben,
  • Die Fangschiene ist fest und unbeweglich mit dem Rahmen verbunden und weist, insbesondere nach oben weisende, Zähne auf, die etwa 10 cm voneinander beabstandet sind. Diese Zähne sind bevorzugt unten abgerundet.
  • Der Fanghaken weist auf der einen Seite, bevorzugt oben, eine Fanghakenachse und auf der anderen Seite, bevorzugt unten, einen Fangbolzen auf. Über die Fanghakenachse ist der Fanghaken beweglich mit der Plattform verbunden, insbesondere schwenkbar von der Plattform weg in Richtung Stützrahmen. Der Fangbolzen ist an der der Fanghakenachse gegenüberliegenden Seite des Fanghakens, also in diesem Fall am unteren Ende des Fanghakens, angebracht. Weiterhin ist eine Vorspannvorrichtung am Fanghaken vorgesehen. Diese Vorspannvorrichtung kann bevorzugt eine Feder sein, welche den Fanghaken von der Plattform weg vorspannt.
  • Um die Fangwirkung auszuüben, spannt die Vorspannvorrichtung den Fanghaken zur Fangschiene hin vor, so dass der Fangbolzen, an dem Ende des Fanghakens, das am weitesten vorsteht, mit den Zähnen der Fangschiene in Wechselwirkung treten, also an diesen einrasten, kann.
  • Das Hochfahren der Plattform wird durch die bevorzugt abgerundete oder abgeschrägte Ausgestaltung der Unterseite der Zähne nicht behindert. Der zur Fangschiene hin vorgespannte Fanghaken wird beim Hochfahren durch die Abrundung des Zahns nach hinten, also in Richtung Plattform, gedrückt und schnappt oberhalb dieses Zahns automatisch wieder nach vorne, also zur Fangschiene hin.
  • Jedoch verhindert der vorgespannte Fanghaken, wenn der Fanghaken nicht von der Fangschiene weg in Richtung Plattform gedrückt wird, ein Absenken der Plattform, da durch den zur Fangschiene hin vorgespannten Fanghaken der Fangbolzen beim Absenken der Höhenverstelleinrichtung in der nächstfolgenden Lagerstelle, also dem nächsten Zahn der Fangschiene, einrastet. Falls der Fangbolzen in einem Zahn der Fangschiene eingerastet ist, kann keine weitere Absenkung der Plattform vorgenommen werden.
  • Um das Absenken der Höhenverstelleinrichtung dennoch zu ermöglichen, ist an dem Stützrahmen eine Freihalteschiene mit einem Lösehebel angebracht. Bei, insbesondere einer aktiven manuellen, Betätigung des Lösehebels wirkt die Freihalteschiene gegen die Vorspannung des Fanghakens und drückt so den Fanghaken von der Fangschiene weg, sodass er nicht einrasten kann. Nur so ist eine Verlagerung der Plattform nach unten gegen die Wirkung des Sicherungsmechanismus möglich.
  • Diese Freihalteschiene fällt beim Loslassen des Lösehebels automatisch in die ursprüngliche Position zurück, sodass der Fangbolzen durch die Vorspannvorrichtung automatisch wieder das Absenken blockiert.
  • Für das Absenken ist es somit erforderlich, die Freihalteschiene und zusätzlich zur gleichen Zeit die Höhenverstellung zu betätigen, um die Sperre des Fanghakens zu überwinden.
  • Bevorzugt ist das Profil der Fangschiene so gestaltet, dass man die Bühne anheben muss, um den betreffenden Fangbolzen aus der Schiene zu lösen, da die Zähne der Fangschiene nach oben zeigen. Dies stellt eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Betriebssicherheit dar. Durch diese Ausgestaltung der Fangschiene wird auch bei nicht beabsichtigter Betätigung der Freihalteschiene ein Abstürzen der Bühne verhindert.
  • Dies stellt jedoch noch nicht sicher, dass bei einer beabsichtigen Betätigung der Freihalteschiene und während des aktiven Absenkens die Bühne abstürzt, falls genau in diesem Moment das Zugelement versagt, da beim Absenken der Benutzer aktiv die Freihalteschiene betätigen muss. Die Bühne könnte also in diesem Fall trotz des Fanghakens abstürzen, wenn beispielsweise das verwendete Zugseil reißt.
  • Um diese Möglichkeit auszuschließen, ist erfindungsgemäß ein weiterer, zweiter Fanghaken als Sperrvorrichtung an der Plattform bzw. dem Stützrahmen vorgesehen, welcher mit dem Zugelement in Wechselwirkung steht. Bei diese Ausgestaltung bildet der erste Fanghaken eine Standard-Sicherung der Plattform während normaler Bedienung und der zweite Fanghaken eine Zusatz-Sicherung bei einem etwaigen Versagen des Seilzugs genau während der Höhenverstellung der Plattform. Dies wird im folgenden ausführlich erläutert.
  • Der zweite Fanghaken kann oberhalb oder aber auch unterhalb des ersten Fanghakens angebracht sein. In einer Ausgestaltung ist der zweite Fanghaken um einen Zahn gegenüber dem ersten Fanghaken nach oben bzw. nach unten versetzt. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der zweite Fanghaken um etwa 10 bis 20 mm weiter als ein Zahn gegenüber dem ersten Fanghaken nach oben bzw. nach unten versetzt, liegt also insofern außerhalb des Rasters der Zähne. Dies garantiert, dass standardmäßig der ersten Fanghaken einrastet und der zweite Fanghaken zur Abwärtsfahrt nicht arretiert ist, was andernfalls die Abwärtsfahrt blockieren würde. Wäre der zweite Fanghaken arretiert, könnte dieser durch die Freihalteschiene nicht gelöst werden, um die Plattform aus den Zähnen der Fangschiene zu lösen, und somit wäre ein Absenken unmöglich.
  • Dieser zweite Fanghaken tritt nur dann in Funktion, wenn das Zugseil versagt. Er liegt im Normalbetrieb unter Vorspannung, welche ihn von der Fangschiene fern hält. Um diese Vorspannung zu erzeugen, weist in einer Ausführungsform das Halteelement des Zugseils eine Druckfeder auf, welche mit der Vorspannvorrichtung des zweiten Fanghakens in Verbindung steht und eine höhere Kraft ausübt als die Vorspannungsvorrichtung des Fanghakens. Somit wird im normalen Betrieb der zweite Fanghaken von der Fangschiene ferngehalten. In einer anderen Ausführungsform ist eine Zugfeder im Verlauf des Zugseils vorgesehen.
  • Die Verwendung einer Druckfeder ist bevorzugt. Eine Druckfeder wirkt der Zugkraft entgegen und wird entsprechend Ihrer Federkonstante bis zu einem festen Anschlag zusammengedrückt. Im Falle eines Bruchs des Zugseils entspannt sich die Druckfeder.
  • Eine Zugfeder hingegen wird durch das unter Spannung stehende Zugseil auseinandergezogen, ohne dass ein Anschlag bestehen würde. Dies kann zu einer Überdehnung der Feder, oder gegebenenfalls zu einer Materialermüdung, führen, so dass sie bei Entlastung nicht mehr oder nicht mehr vollständig in die Ausgangsposition zurück federn kann. Folglich ist die Verwendung einer Zugfeder mit einer hohen Federkonstante möglich.
  • Sollte das Zugelement seine Vorspannung verlieren, beispielsweise bei einem Riss des Zugseils oder bei einem Bruch der Umlenkrolle , wird die, die Vorspannvorrichtung des zweiten Fanghakens vorspannende, Feder entlastet, so dass diese die Vorspannung des zweiten Fanghakens aufgehoben wird. Folglich springt der zweite Fanghaken automatisch in Richtung Fangschiene vor, wenn das Zugseil reißt und rastet mit seinem Fangbolzen in den beim Absturz nächstgelegenen Zahn der Fangschiene ein, so dass dieser Absturz schon beim Erreichen des nächsten Zahnes abgefangen wird. Dieser zweite Fanghaken dient somit als zusätzliche Fall- oder Absturzsicherung für die Plattform.
  • Der Bolzen des zweiten Fanghakens weist erfindungsgemäß bevorzugt eine Aussparung auf, welche genau an der Stelle positioniert ist, an welcher die Freihalteschiene bei Betätigung den Bolzen des ersten Fanghakens weg drückt, während man die Arbeitsbühne absenkt. Beim Absenken der Arbeitsbühne muss - wie oben beschrieben - der Lösehebel der Freihalteschiene zeitgleich mit der Hubmechanik betätigt werden. Die Aussparung stellt daher sicher, dass der zweite Fanghaken nicht durch die Freihalteschiene gelöst werden kann. Durch diese Aussparung am Fangbolzen des zweiten Lösehebels kann somit auf eine einfache Weise sichergestellt werden, dass auch während des Herablassens der Arbeitsbühne ein Versagen des Zugelements nicht zu einem Absturz führt. Dieser Mechanismus ist fest verbaut und kann aufgrund der Aussparung an der Stelle der Freihalteschiene nicht vom Benutzer umgangen werden.
  • Bevorzugt sind beide Fangbolzen, insbesondere der zweite Fangbolzen, sowie die Zähne der Fangschiene bruch- und verformungsstabil ausgebildet, da sie die Elemente der Absturzsicherung bilden, auf die bei Auslösung die stärksten Kräfte wirken.
  • Eine derartige Fallsicherung ist insbesondere bei höhenverstellbaren Arbeitsbühnen, welche auf eine Höhe von in etwa 3m oder mehr ausgefahren werden können, wichtig, da für den Fall, dass ein Zugseil der Höhenverstelleinrichtung reißt oder diese auf sonstige Weise versagt, dennoch sichergestellt sein muss, dass etwaige auf der Bühne agierende Personen nicht zu Schaden kommen.
  • Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen.
  • Es zeigen:
    • 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Arbeitsbühne in perspektivischer Ansicht in einer möglichen Ausführungsform;
    • 2 eine schematische Darstellung eines Ausschnittes des Stützrahmens einer erfindungsgemäßen Arbeitsbühne in einer möglichen Ausführungsform; und
    • 3 eine schematische Darstellung der einen Seite der Fallsicherung einer erfindungsgemäßen Arbeitsbühne in einer möglichen Ausführungsform; und
    • 4 eine schematische Darstellung der anderen Seite der Fallsicherung einer erfindungsgemäßen Arbeitsbühne in einer möglichen Ausführungsform; und
    • 4a eine schematische Darstellung der anderen Seite der Fallsicherung einer erfindungsgemäßen Arbeitsbühne in einer möglichen Ausführungsform in Seitenansicht; und
    • 4b eine schematische Darstellung der anderen Seite der Fallsicherung einer erfindungsgemäßen Arbeitsbühne in einer möglichen Ausführungsform in Rückansicht; und
    • 5 eine schematische Darstellung des Zusammenwirkens der beiden Seiten der Fallsicherung einer erfindungsgemäßen Arbeitsbühne in einer möglichen Ausführungsform.
  • 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Arbeitsbühne 1 in perspektivischer Ansicht in einer möglichen Ausführungsform. Die Arbeitsbühne 1 ist mit einer Plattform 3 und mindestens zwei Stützrahmen 5, die je mindestens zwei Holme 7 aufweisen, aufgebaut. Weiterhin weist jeder Stützrahmen 5 ein Bodengestell 9, das in diesem Ausführungsbeispiel mit zwei, insbesondere feststellbaren, Rollen 11 ausgestattet ist. Das Bodengestell 9 kann aber auch mit auf Schienen verfahrbar sein, durch andere mobile Konstruktionen beweglich, mit festen Stützen ausgebildet oder gegebenenfalls am Boden fixiert sein.
  • Die Plattform 3 ist höhenverstellbar zwischen den Stützrahmen 5 an diesen gelagert. Die Höheneinstellung erfolgt über mindestens eine Höhenverstelleinrichtung 13, insbesondere auf jeder Seite eine Höhenverstelleinrichtung 13, welche je auf die Plattform 3 wirkt, wobei ein Zugelement, in diesem Ausführungsbeispiel eine Seilzug 15, an der Höhenverstelleinrichtung 13 angebracht ist. Hierbei wird das Seil über eine feste Umlenkrolle 17 oben, also am oberen Ende des Stützrahmens 5, umgelenkt.
  • Um die Plattform 3 kann ein Geländer 19 angebracht sein, das entweder einstückig oder mehrteilig ausgebildet sein kann. Außerdem kann das Geländer 19 auch eine Tür aufweisen, welche bevorzugt nur nach innen geöffnet werden kann. Hierdurch können Unfälle durch Fehlbedienung und somit ein Absturz vermieden werden.
  • 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausschnittes des Stützrahmens einer erfindungsgemäßen Arbeitsbühne in einer möglichen Ausführungsform. Hierbei ist die Höhenverstelleinrichtung 13, welche auf die Plattform 3 wirkt, in Detailansicht dargestellt. Auch in dieser Ausführung ist Zugelement als Seilzug 15 realisiert. An einem Halteelement 21 des Seils, das insbesondere den Seilzug 15 mit der Plattform 3 verbindet und bevorzugt mit einem zweiten Fanghaken 31.2 (dargestellt und beschrieben in 3) in Verbindung steht, ist eine Feder 23 angebracht, welche verhindert, dass das Seil beim Absenken der Arbeitsbühne biegeschlaff wird.
  • In dieser Ausführung kann das Zugseil 15 zur Höhenverstellung mit einer mechanischen Seilwinde 25, die mit einer Kurbel 27 betätigt wird, betrieben werden.
  • 3 zeigt eine schematische Darstellung der einen Seite der Fallsicherung 29 einer erfindungsgemäßen Arbeitsbühne in einer möglichen Ausführungsform. Diese Fallsicherung 29 besteht aus zwei Teilen, zum einen der Fangschiene 37 und dem Freihalteschiene 41 und zum anderen den mit ersteren zusammenwirkenden Fanghaken 31 und den Fangbolzen 33. In dieser Ausführung ist nur die Seite der Fallsicherung 29 mit den Fanghaken 31 und den Fangbolzen 33 dargestellt, welche in diesem Beispiel an der Plattform 3 befestigt sind.
  • Bei Entlastung des Zugelements, hier des Seilzugs 15, blockiert diese Fallsicherung 29 die Höhenverstelleinrichtung 13.
  • In dieser Ausgestaltung sind zwei Fanghaken 31.1 und 31.2 vorgesehen. Diese Fanghaken können als herkömmliche Haken, welche in Seitenansicht eine „J“- oder „L“-Form zeigen, ausgestaltet sein. Es ist aber auch - wie hier dargestellt - möglich, dass die Haken in Draufsicht eine „U“-Form oder eine rechteckige Form mit zwei Seitenschenkeln, einer insbesondere oberen Fanghakenachse 32.1 und 32.2 und einem insbesondere unteren Fangbolzen 33.1 und 33.2 bilden. Die Fangbolzen 33.1 und 33.2 können je in einen Zahn 39 der Fangschiene 37 einrasten.
  • Jeder Fanghaken 31 ist mittels einer ersten Vorspannvorrichtung, wie beispielsweise einer Feder, zur Fangschiene 37 hin vorgespannt. Der zweite, hier der obere, Fanghaken 31.2 weist eine weitere Vorspannvorrichtung, wie eine Zug- oder Druckfeder, auf, welche am Halteelement des Zugseils angebracht ist und die Vorspannung der ersten Vorspannvorrichtung übersteigt und so den zweiten, hier oberen, Fanghaken 31.2 von der Fangschiene 37 fern hält. Somit weist der zweite Fanghaken 31.2 eine erste Vorspannung auf, die den Fanghaken 31.2 zur Fangschiene hin vorspannt, und eine weitere zweite Vorspannvorrichtung auf, welche die Kraft der ersten Vorspannvorrichtung übersteigt und den zweiten Fanghaken somit im Normalbetrieb von der Fangschiene 37 fern hält.
  • Der durch die Vorspannvorrichtung vorgespannte erste Fangbolzen 33.1 rastet beim Absenken der Höhenverstelleinrichtung 13 in der nächstfolgenden Lagerstelle, also dem nächsten Zahn 39 der Fangschiene 37, ein. Zum Absenken muss ein dafür vorgesehener Lösehebel oder eine Freihalteschiene 41, der den Fanghaken 31.1 zusammen mit dem Fangbolzen 33.1 von der Fangschiene 37 weg drückt, sowie der Seilzug 15 gleichzeitig betätigt werden, ansonsten wird die Bewegung automatisch blockiert.
  • Der zweite Fanghaken 31.2 dient als Sperrvorrichtung und steht mit dem Zugelement, hier dem Zugseil 15, über eine zweite Vorspannvorrichtung 24 in Wechselwirkung. Diese zweite Vorspannvorrichtung 24 ist im Halteelement 21 angeordnet und spannt mittels einer Feder 23 den zweiten Fanghaken 31.2 vor, solange das Zugseil 15 gespannt ist. Im dem Falle, dass das Zugseil 15 erschlafft oder reißt, entspannt sich die Feder 23, insbesondere die Druckfeder, der zweiten Vorspannvorrichtung 24, so dass nun die erste Vorspannvorrichtung greift und den zweiten Fanghakens 31.3 automatisch in Richtung Fangschiene 37 hin vorspringen lässt, so dass der Fangbolzen 33.2 automatisch in den nach unten hin nächstgelegenen Zahn 39 der Fangschiene 37 einrastet. Dieser zweite Fanghaken 31.2 dient somit als Fall- oder Absturzsicherung für die Arbeitsbühne 1.
  • Der Federweg dieser Feder 23 ist bevorzugt etwa 40 mm, kann aber an die Anforderungen angepasst werden.
  • Erfindungsgemäß weist der zweite Fangbolzen 33.2 eine Aussparung 35 auf, welche genau an der Stelle positioniert ist, an welcher die Freihalteschiene 41 bei Betätigung den Bolzen weg drücken würde. Dies stellt sicher, dass auch ein Versagen des Seilzugs 15 während des Herablassens, während diesem die Freihalteschiene 41 dauerhaft gedrückt werden muss, keinen Absturz zur Folge hat und dass auch ein Umgehen des Sicherheits-Mechanismuses durch den Benutzer unmöglich ist.
  • 4 zeigt eine schematische Darstellung der anderen Seite der Fallsicherung 29 einer erfindungsgemäßen Arbeitsbühne 1 in einer möglichen Ausführungsform (4a in Seitenansicht, 4b in Rückansicht). Wie bereits erwähnt besteht diese Fallsicherung 29 aus zwei Teilen, zum einen der Fangschiene 37 und dem Freihalteschiene 41 und zum anderen den mit ersteren zusammenwirkenden Fanghaken 31 und den Fangbolzen 33, welche in 3 dargestellt sind. In dieser Ausführung ist nur die Seite der Fallsicherung 29 mit der Fangschiene 37 und dem Freihalteschiene 41 dargestellt, welche in diesem Beispiel an dem Stützrahmen 5 befestigt sind.
  • Die Fangschiene 37 weist mehrere Zähne 39 auf, mit welchen der Fanghaken 31 mit seinem Fangbolzen 33 einrasten kann. Ferner ist eine Freihalteschiene 41 vorgesehen, welche bei Betätigung mittels eines Lösehebels 42 so neben die Fangschiene 37 geschoben wird, dass sie alle Zähne 39 der Fangschiene 37 abdeckt und den ersten Fangbolzen 33.1 des ersten Fanghakens 31.1 wegdrückt. So wird das Einrasten des ersten Fangbolzens 33.1 verhindert und ein Absenken der Plattform 3 überhaupt erst möglich.
  • Ferner ist es entscheidend, dass die Freihalteschiene 41 an der Stelle der Aussparung 35 des Fangbolzens 33 desjenigen Fanghakens 31 platziert ist, der als sogenannte Sperrvorrichtung vorgesehen ist, also hier Fanghaken 31.2. Nur so kann sichergestellt werden, dass mittels der Freihalteschiene 41 die Sperrvorrichtung umgangen wird.
  • Der Lösehebel 42 ist über zwei Kulissenführungen mit der Freihalteschiene 41 verbunden, so dass diese auf eine einfache Weise bevorzugt annähernd horizontal verschoben werden kann. Diese Verschiebung bewirkt - wie oben beschrieben, dass die Freihalteschiene 41 so neben die Fangschiene 37 geschoben wird, dass sie alle Zähne 39 der Fangschiene 37 abdeckt und den ersten Fangbolzen 33.1 des ersten Fanghakens 31.1 wegdrückt.
  • 5 zeigt eine schematische Darstellung des Zusammenwirkens der beiden Seiten der Fallsicherung 29 einer erfindungsgemäßen Arbeitsbühne 1 in einer möglichen Ausführungsform.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Arbeitsbühne
    3
    Plattform
    5
    Stützrahmen
    7
    Holme
    9
    Bodengestell
    11
    Rollen
    13
    Höhenverstelleinrichtung
    15
    Seilzug
    17
    Umlenkrolle
    19
    Geländer
    21
    Halteelement
    23
    Feder
    24
    zweite Vorspannvorrichtung
    25
    mechanische Seilwinde
    27
    Kurbel
    29
    Fallsicherung
    31.1
    erster/unterer Fanghaken
    31.2
    zweiter/oberer Fanghaken
    32.1
    erste/untere Fanghakenachse
    32.2
    zweite/obere Fanghakenachse
    33.1
    erster/unterer Fangbolzen
    33.2
    zweiter/oberer Fangbolzen
    35
    Aussparung
    37
    Fangschiene
    39
    Zähne
    41
    Freihalteschiene
    42
    Lösehebel der Freihalteschiene
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 202006010625 U1 [0007]

Claims (8)

  1. Arbeitsbühne (1) mit höhenverstellbarer Plattform (3), mit zwei Stützrahmen (5) mit Holmen (7) und der Plattform (3), die höhenverstellbar und zwischen den Stützrahmen (5) an diesen gelagert ist, mit einer Höhenverstelleinrichtung (13) an jedem Stützrahmen (5), die je auf die Plattform (3) wirkt und ein Zugelement, insbesondere ein Zugseil (15) oder eine Zahnstange aufweist, und mit einer Fallsicherung (29) an jedem Stützrahmen (5), die bei Entlastung des Zugelements die Höhenverstelleinrichtung (13) blockiert, dadurch gekennzeichnet, dass die Fallsicherung (29) eine Fangschiene (37) an dem Stützrahmen (5) und einen mit dieser zusammenwirkenden Fangbolzen (33) an der Plattform (3) aufweist und dass eine Vorspannvorrichtung, insbesondere eine Feder (23), den Fangbolzen (33) zur Fangschiene (37) hin vorspannt, und dass eine Sperrvorrichtung an dem Stützrahmen (5) gelagert ist, die bei unter Zug stehendem Zugelement den Eingriff des Fangbolzens (33), der insbesondere Teil eines Fanghakens (31) ist, in die Fangschiene (37) sperrt oder zu sperren versucht und bei entlastetem Zugelement freigibt.
  2. Arbeitsbühne (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Stützrahmen (5) eine Freihalteschiene (41), insbesondere ein Lösehebel (42), angebracht ist, die bei Betätigung gegen die Vorspannung des Fangbolzens (33) wirkt und so den den Fangbolzen (33) von der Fangschiene (37) wegdrückt.
  3. Arbeitsbühne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangschiene (37) nach oben weisende Zähne (39) aufweist und dass die Arbeitsbühne (1) nur bei gleichzeitiger Betätigung der Freihalteschiene (41) und der Höhenverstelleinrichtung (13) absenkbar ist.
  4. Arbeitsbühne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung als zweiter Fangbolzen (33.2) ausgestaltet ist.
  5. Arbeitsbühne (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Fangbolzen (33.2) eine Ausnehmung an der Position der Freihalteschiene aufweist.
  6. Arbeitsbühne (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Fanghaken (31) mit dem Zugelement in Wechselwirkung steht, und insbesondere, dass das Halteelement (21) des Zugseils (15) eine Kulissenführung für den zweiten Fanghaken (31.2) aufweist.
  7. Arbeitsbühne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement ein Seilzug (15) ist, der mittels einer mechanischen Seilwinde (25) über eine Kurbel (27) höhenverstellbar ist.
  8. Arbeitsbühne (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Vorspannvorrichtung vorgespannte erste Fanghaken (31.1) beim Absenken der Höhenverstelleinrichtung (13) mit seinem Fangbolzen (33.1) in der nächstfolgenden Lagerstelle, also dem nächsten Zahn (39) der Fangschiene (37), einrastet.
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DE202006010625U1 (de) 2006-07-11 2006-09-28 Frank Krüger Metall- und Anlagenbau GmbH Höhenverstellbare Modulbühne

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