DE202104C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE202104C DE202104C DENDAT202104D DE202104DA DE202104C DE 202104 C DE202104 C DE 202104C DE NDAT202104 D DENDAT202104 D DE NDAT202104D DE 202104D A DE202104D A DE 202104DA DE 202104 C DE202104 C DE 202104C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- floor
- smoking
- room
- pipes
- smoke
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B4/00—Preservation of meat, sausages, fish or fish products
- A23B4/044—Smoking; Smoking devices
- A23B4/052—Smoke generators ; Smoking apparatus
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Ventilation (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 202104 KLASSE 53 c. GRUPPE
FRITZ BÜRKI in STETTLEN, Schweiz.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. März 1906 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Räucheranlage für Fleisch und Wurst, welche
so eingerichtet ist, daß das Räuchergut abwechslungsweise mit Rauch und warmer Luft
in beliebiger Reihenfolge behandelt werden kann.
Zu diesem Zwecke ist der Räucherturm in mehrere absperrbar miteinander verbundene
Räucherräume eingeteilt, wobei gegenüber bekannten Einrichtungen wesentlich ist, daß
in die einzelnen Räucherräume gleichfalls absperrbare Leitungsrohre zur Zuführung erwärmter
Luft münden. Letztere wird in einem allseitig geschlossenen Zugluftraum in einer zum Erwärmen der Luft dienenden
Feuerstelle erzeugt und den Leitungsrohren durch Ventilatoren zugeführt. Durch die
Anwendung von Ventilatoren ist die Luftzuführung ergiebiger, kann jedoch auch noch
durch geeignete Vorrichtungen geregelt werden.. Die Räucherwaren können so durch
und durch und rasch getrocknet bzw. geräuchert werden, was eine Bildung von
Schimmelpilzen u. dgl. nach erfolgter Trocknung unmöglich macht. Auch ist nur eine
kleine Rauchmenge erforderlich, so daß das Räuchergüt weit schmackhafter und besser
wird als bei den bekannten Verfahren.
In der Zeichnung ist die Räucheranlage in einer Ausführungsform dargestellt, und 30'
zwar zeigt:
Fig. ι eine Vorderansicht,
Fig. 2 eine Seitenansicht von rechts und
Fig. 3 eine Rückansicht der Räucheranlage.
Die Fig. 4 bis 7 sind Schnitte nach den Linien A-A, B-B, C-C und D-D von Fig. 1.
Der den Hauptteil der Räucheranlage bildende Räucherturm ist in mehrere mit I,
II, III bezeichnete Etagen geteilt, von denen die untere I zur Erzeugung der Warmluft
sowie des Rauches dient und von einem Raum eingeschlossen ist, dessen Decke I in
den Fig. 1 bis 3 nur strichpunktiert angedeutet ist.
Durch eine bis zur Decke der zweiten Etage heraufgeführte Wand α ist der Räucherturm
in zwei durch eine verschließbare Öffnung vl miteinander in Verbindung stehende
Teile A, B geteilt, von denen der breitere A zur Aufnahme von Fleisch und der schmälere
B zur Aufnahme von Wurst dient. Die Räume der zweiten Etage sind sowohl nach
oben als auch nach unten hin durch mittels Zugstangen b von außen zu öffnende Klappen c
und c1 abgeschlossen. Außerdem sind unterhalb der Klappen c1 sogenannte Fanggitter d
vorgesehen, damit die von den Aufhängestangen sich etwa lösenden Waren nicht in
die Feuerung fallen können.
In der I. Etage befinden sich Feuerungen, und zwar im Räume A das Glimmfeuerbecken e
mit geneigten Seitenwänden, Rost und Aschenkasten, im Räume B das wie e ausgerüstete
Glimmfeuerbecken /, unter demselben der Glanzfeuerherd g. Die entsprechenden Feuertüren,
von welchen aus die Beschickung der Roste erfolgt, sind mit e1, fl und g^ bezeichnet.
Zwischen dem Feuerbecken /"und g ist eine den Glanzfeuerraum nach oben abschließende
Decke h eingebaut, in welcher sich Kanäle i befinden, die oben abgedeckt,
vorn und hinten aber offen sind. Ihr Einlaß ist mit dem auf der Rückseite des Räucherturmes
befindlichen Frischluftzuführungsrohr k (Fig. 6) verbunden, ihr Auslaß befindet sich
bei kl (Fig. 2 und 3). Die freie Öffnung
des Rohres k, in, welcher ein Absperrorgan angeordnet ist, wird zweckmäßig durch eine
Kappe von Drahtgaze überdeckt und ist oberhalb der Decke / der Warmluftkammer angeordnet.
Ein weiteres, ebenfalls oberhalb der Decke / endendes verschließbares Rohr m
dient zur Zuführung von Verbrennungsluft unter den Rost des Glanzfeuerherdes. Solche
Rohre m können auch noch unter die Roste der beiden Glimmfeuerherde geführt sein.
Unterhalb der Decke h (Fig. 1 und 2) sind den Glanzfeuerraum von vorn nach hinten
durchziehende Rohre η (Fig. 3) angeordnet, welche ebenso wie die Kanäle i zur Erwärmung
der durch sie streichenden Luft dienen. An der vorderen und der rechten Außenseite
sind je zwei Rohre 0 angebracht, die oberhalb der Klappen c in die Etage III des
Räucherturmes einmünden und durch verschließbare Abzweigrohre o1 auch mit den
Räumen A und B der Etage II in Verbindung stehen. Die Rohre 0, welche oberhalb der
Abzweigstellen der Rohre o1 ebenfalls verschließbar
sind, sollen die in dem Zugluftraum unter der Decke I vorhandene, durch die
Feuerstelle vorgewärmte Luft, die Trockenluft, den entsprechenden Räucherräumen zuzuführen.
'
An den unteren Enden der Rohre 0 sind Ventilatoren (in der Zeichnung nicht dargestellt)
angeordnet, und kann man durch Veränderung ihrer Umdrehungszahl die Menge der den Waren zugeführten Trockenluft
regeln.
An der linken Seite des Räucherturmes befindet sich ein in die Etage III mündender
Kamin C, welcher mit dem Glimmfeuerraum A der Etage I durch eine verschließbare Öffnung
ν (Fig. 1) in Verbindung steht. Des weiteren befindet sich auf der Rückseite des
Räucherturmes der Kamin D, welcher durch eine eventuell regulierbare Öffnung ρ mit dem
Glanzfeuerraum in Verbindung steht (Fig. 7), durch eine verschließbare öffnung^1 mit dem
Glimmfeuerraum A (Fig. 1 und 6) und durch Öffnungen p'1 bzw. verschließbare Rohre ο2
mit dem oberen Teil der Räume A und B von Etage II (Fig. 2 und 3) verbunden ist.
Im oberen Teile der Etage III befinden sich an bzw. auf der Mauer r angebracht
zwei Schirme s, die so übereinander angeordnet sind, daß ihre Längsachsen sich rechtwinklig
kreuzen. Jeder Schirm s wird durch zwei geneigte, oben auseinandergespreizte
Wände gebildet, deren größte Beitenausdehnung größer ist als die Rauchabzugsöffnung
des oben konisch zulaufenden Räucherturmes. Hierdurch soll das Einfallen von Licht verhindert
bzw. dem Eindringen von Insekten in die Räucherräume vorgebeugt werden. Die Beschickungstüren, durch welche die Waren
in die Räucherräume eingebracht werden, sind mit u1, u2 und u3 bezeichnet, w sind
Rußtüren.
Es ist zweckmäßig, den Räucherturm bis zur III. Etage durch einen Umbau einzuschließen,
dessen Wände die Fortsetzung derjenigen des unterhalb der Decke / gelegenen
Zugluftraumes bilden können. Auch kann eine weitere, als Laufboden dienende Zwischen- go
decke Z1 entsprechend der Decke Z oberhalb
der zweiten Etage eingebaut werden. Leitern oder Aufzugsvorrichtungen können an geeigneten
Stellen vorgesehen sein, damit die Waren nach den Räucherräumen gebracht werden können.
Nachstehend ist ein Beispiel angegeben, wie die oben beschriebene Räucheranlage benutzt
werden kann.
Angenommen, die Räucherräume seien leer und es wäre nasses, direkt aus der Salzerei
kommendes Fleisch sowie frische Wurst zu räuchern. Man hängt zunächt das Fleisch
in den Raum A von Etage II und schließt sämtliche Klappen c und c1. Auf dem
Herde g zündet man jetzt Glanzfeuer (Kohlenfeuer) an, wodurch die warme Luft im
Zugluftraum unterhalb der Decke / erzeugt wird. Gleichzeitig öffnet man die Absperrorgane
in den Abzweigrohren o1, während man die oberhalb der Abzweigstellen in den Rohren
0 befindlichen Absperrorgane schließt. Hinten werden die Absperrorgane der vom
Räume A abzweigenden Rohre o2 geöffnet,
worauf man den Luftzug regelt und jetzt die Anlage so lange sich selbst überläßt, als
man für die Trocknung des Fleisches Zeit für notwendig erachtet. Hierbei muß hin
und wieder nach dem Glanzfeuer gesehen werden. Nach der Trocknung des Fleisches schließt man die Rohre 0 durch Abschließen
der Bodenöffnung der auf die unteren Enden
der Rohre ο aufgesteckten Hülsen, öffnet die Klappen cl und entzündet auf dem Herde
Glimmfeuer, welches dann entsprechend reguliert wird. Während nun in der Abtei-"lung
A der Etage II geräuchert wird, können die Würste in den Raum B der Etage II eingehängt,
die zugehörigen Rohre ο bedient, das Glimmfeuer auf dem Herde/ entzündet
werden usw., wie vorher in Abteilung A.
ίο Dann wird wieder Fleisch der Salzerei entnommen,
in die Etage III eingehängt und die Ventilationsrohre ο entsprechend geregelt,
um auch diese dritte Beschickung zu trocknen. Muß eine größere Menge Ware schnell geräuchert
werden, so öffnet man die Klappen c des Raumes A, erforderlichenfalls auch die
des Raumes B, so daß der Rauch vom Herde e bzw. von beiden Herden e und f
außer den Raum A bzw. B auch die Etage III mit bestreichen kann, so daß dann eventuell
. beide Glimmfeuerherde e und f ihren Rauch auch nach dieser Etage abgeben. Findet der
die Anlage Bedienende, daß die bis jetzt dem Räucherprozeß ausgesetzte Ware in Abteilung
A der zweiten Etage einige Zeit der Luft ausgesetzt werden muß, so schließt er
die Klappen c und c1 der erwähnten Abteilung, regelt wieder entsprechend die Rohre
o, o1 und öffnet die Verbindungstür ν zwischen
A und C in der Etage I, so daß der Rauch vom Herde e durch den Kamin c nach der
III. Etage strömen kann, während durch, die Ventilationsrohre o, o1 Luft in die Abteilung .A
der II. Etage eintreten kann. In Etage III wird unterdessen weiter geräuchert. Soll
eine derartige Luftzufuhr für den Raum B der II. Etage stattfinden, . so öffnet man die
Tür von v1, schließt die Klappen c und c1 im
Räume B und regelt entsprechend die Rohre o, o1.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Räucheranlage mit mehreren absperrbaren Räucherräumen und Feuerungen zur Erzeugung von Räuchergasen und atmospharischenTrockenluft, die nach Belieben mit dem Räuchergut in Berührung gebracht werden können, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Räucherraum mit einer von dem die Trockenluft enthaltenden Raum ausgehenden absperrbaren, Ventilatoren enthaltenden Warmluftzuleitung versehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE202104C true DE202104C (de) |
Family
ID=464613
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT202104D Active DE202104C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE202104C (de) |
-
0
- DE DENDAT202104D patent/DE202104C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2629310A1 (de) | Brotbackofen | |
| DE3833090C1 (en) | Burning apparatus for wood and coal | |
| DE895054C (de) | Hausofen oder Hausherd mit einer Einrichtung zum Vorwaermen der Verbrennungsluft | |
| DE1679149A1 (de) | Heizvorrichtung fuer feste Brennstoffe | |
| CH681562A5 (de) | ||
| DE67529C (de) | Vereinigter Heiz- und Kochofen mit abnehmbarem Obertheil | |
| DE22952C (de) | Neuerungen an dem durch das Patent Nr. 10718 geschützten Backofen mit Oberfeuerung und Leitung der Feuergase unter dem Backraume hin | |
| DE11674C (de) | Verkürzter Ofen mit direkter und Gasfeuerung in Verbindung mit einer Luftkanal-Anlage | |
| DE87306C (de) | ||
| DE741774C (de) | Bautrockenofen | |
| DE122723C (de) | ||
| DE962C (de) | Eiserner Ofen für Centralheizung | |
| DE32690C (de) | Calcinirverfahren nebst Apparat | |
| DE89088C (de) | ||
| DE39209C (de) | Ein Darr- und Backapparat | |
| DE51746C (de) | Füllofenfeuerung | |
| DE34392C (de) | Abdampfthurm mit beweglichen, beliebig verstellbaren Rieselflächen | |
| DE315392C (de) | ||
| DE8806794U1 (de) | Heizeinsatz für Kachelöfen und offene Kamine | |
| AT23967B (de) | Rauchschwache Feuerung. | |
| DE5420C (de) | Kontinuirlich arbeitende Cylinder-Malzdarre | |
| DE55135C (de) | Stubenofen | |
| DE821835C (de) | Kuechenherd mit eingebautem Zentralheizungskessel | |
| DE5777C (de) | Verbesserung an continuirlichen Ziegelbrennöfen | |
| DE3302957C2 (de) |