DE2021702A1 - Strangfoermige Sprengladung und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Strangfoermige Sprengladung und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
D,pl,lng.6.S*M.b, «
Postscheckkonto« Frankfurt a. M. 111157 Bankverbindung:deutsche Bank AG., Darmjfadt
Telegramme: inventron
An das
Deutsche Patentamt
München 2
Zweibrückenstr. 12
Zweibrückenstr. 12
Ihr Zeichen Ihr Schreiben Mein Ztichen B 120 Ta8 4 «5.1970
Betrifft: Patentanmeldung '■ ■
Anmelder: ETAO? I1RAlIOAIS, vertreten durch Ministre des
Armees, Paris (Frankreich)
Strangförmige Sprengladung und Verfahren zu ihrer .Herstellung,
Die Erfindung betrifft eine strangförmige Sprengladung
hauptsächlich zum Einsatz im Tiefbau und im Bergbau. In
diesen Bereichen müssen oft Sprengungen durchgeführt werden,
bei denen ein Absprengen van Fels und ein Einreissen
des Felsens über eine gewünschte linie hinaus vermieden
werden muss. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung der Sprengladung.
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Bei bekannten Sprengverfahren sieht man Brennebenen im j
Fels vor, längs denen Sprenglöcher gebohrt worden. Man . ;
sprengt den Felsen dann innerhalb der vorgesehenen Brennebenen
oder -linien heraus. Die Sprenglöcher sind längs
der Trennlinien in regelmässigem Abstand angeordnet, der
im übrigen ziemlich genau proportional zum Durohmesser
der Bohrungen ist, der unterhalb von 200 mm liegt. Die zueinander parallelen Sprenglöcher werden dann mit kleinen
Sprengstoffladungen versehen, deren Volumen häufig einer
Füllung des Sprenglochhohlraumes von weniger als 10$ ent- ·
spricht. Das grosse Sprenglochvolumen kann dabei dazu
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führen, dass der durch die Explosion auftretende Druck
zum Trennen des Gesteines nicht ausreicht. Um dies zu vermeiden, füllt man oft nach dem Einsetzen des Sprengstoffes
die Sprenglöcher mit gesiebtem Splitt oder Kies, um so
eine wirksame Verstopfung des Sprengloches zu erreichen.
Die als "Schuss" bezeichnete Explosion der Sprengladungen,
die über die ganze länge der Bohrlöcher oder nur über einen
Teil derselben verteilt sind, darf lediglich eine Energie freimachen, die den Feiequerschnitt zwischen zwei benachbarten
Sprenglöchern zerbricht. Dann entsteht ein "Schnitt", auf den weitere Sprengungen jenseits dieses Schnittes nur
sehr kleine Ablöse- und Erschütterungewirkungen haben, so dass eich auf diese Weise sehr ebene und riesfreie Wände
aussprengen lassen.
Bei einem bekannten Verfahren, dae diese Forderung berücksichtigt,
besteht die Sprengladung aus einer detonierenden
Zündschnur, an der zum Beispiel Kartuschen aus Nitrogelatine befestigt sind, wobei das Ganze in das Sprengloch
eingeführt ist. Der Abstand zwischen den einzelnen Kartuschen gestattet die richtige Dosierung der Sprengwirkung.
Ee handelt sich um ein Sprengverfahren mit nicht kontinuierlicher
Sprengladung, die auf der Baustelle dosiert wird. Das Verfahren hat den Nachteil, gefährlich, zeitraubend
und demgemäss teuer zu sein. Ausserdem ist es nur anwendbar,
wenn die Bohrungen weniger ale 20°*zur Senkrechten geneigt sind«
Bei einem anderen bekannten Sprengverfahren ist die Sprengladung
eine strangförmige Ladung, die von einer verstärkten detonierenden Zündschnur gebildet wird, welche Penthrit
als Sprengstoff enthält. Obwohl eine derartige Ladung
leicht angebracht werden kann, weist auch dieses Verfahren
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erhebliehe Nachteile auf· -Der:-Durchmesser derartiger
Sprengschnüre ist aus technischen Gründen beschränkt, so
dass-es nicht möglich ist, sie einzeln in Sprenglöchern
mit einem Durchmesser Über 90 mm zu benutzen, da die
Sprengschnüre so grosse Durchmesser nicht ausreichend ausfüllen
würden. Man muss in diesem Fall den Abstand zwischen den Sprenglöchern vermindern, und das Verfahren wird sehr
teuer, Diese Schwierigkeit kann man umgehen, indem man;.für>
Sprenglöcher mit einem Durchmesser von mehr als 90 mm
mehrere Sprengschnüre für ein Loch benutzt. Das Einbringen
mehrerer Sprengschnüre-''In ein Bohrloch ist aber sehr mühevoll. Ausaerdem sind die Sprengschnüre relativ teuer.
Nach einem dritten bekannten Verfahren besteht die Sprengladung aus einem sehr empfindlichen Sprengstoff, der in
verBchraubten Kartuschen kleinen Durchmessers untergebracht
ißt. Die technische Begrenzung des Durchmessers verlangt
bei diesem Verfahren Bohrungen mit einem Durchmesser von
mehr ale 60 mm. Ausserdem hat diese Lösung den Nachteil,
einen hochempfindlichen Sprengstoff zu benutzen, was relativ gefahrvoll.-iB-.t.
Demgegenüber setzt sich die Erfindung zum Ziel, eine-*strangfcrmige
Sprengladung zu schaffen, die einen wenig empfindlichen und relativ billigen Sprengstoff enthält, in ein
Bohrloch relativ bequem einsetzbar und an alle Bohrlochdurchmesser
anpassbar ist, um die Sprengkosteh optimal su
vermindern.
Cremä-ss*; der Erfindung ist ein rieselfähiger Sprengstoff in
einen nachgiebigen Schlauch eingefüllt, und in die Füllung
ist eine im Schlauch laufende Zündschnur eingebettet, auf der der Schlauch an beiden Enden abgebunden ist und die an
einem Ende über die Abbindung hinausreicht. Als Sprengstoff
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BAD
! kann vorteilhaft eine Mischung von Ammoniumnitrat mit
Heizöl verwendet werden in Form mit Heizöl getränkter Ammoniumnitratkörner. Erfindungsgemäss beträgt der Heizölanttil
bevorzugt 6$, kann aber maximal bis zu IO96 des
Ammoniumnitratgewichtee betragen.
GemäsB weiterer Erfindung wird als nachgiebiger Schlauch
ein Kunststoffschlauch, bevorzugt aus Polyäthylen verwendet. Die Zündschnur kann eine übliche einfache Zündschnur sein.
In einer Abwandlungsform der Erfindung enthält der Sprengstoff ein inertes oder schwach aktives pulverförmiges Streckmittel.
Dieses Streckmittel gestattet es, die Sprengetoffkonzentration zu verändern und folglich auf die lineare
Sprengwirkung der Sprengladung einzuwirken. Die Zugabe des Streckmittels macht so eine Anpassung der Sprengleistung an
die jeweiligen örtlichen Bedingungen möglich. Als Streckmittel kann bevorzugt Holzmehl eingesetzt sein. Der Streckmittelanteil
kann bis 35$ des Sprengstoffgewichtes betragen.
Zur Herstellung der angegebenen Sprengladung sieht die Erfindung
ein Verfahren vor, bei dem in den nachgiebigen Schlauch ein mit einem pneumatischen Ladegerät verbundenes
Füllrohr eingeführt wird, das bei seiner Vorlaufbewegung
Druckluft in den Schlauch einströmen lässt, welche die Zündschnur in den Schlauch einzieht, und das bei seiner
Rücklaufbewegung, die nach Erreichen des Schlauchendes ein-' setzt, Sprengstoffgranulat in den Schlauch einfüllt.
Zur Herstellung von Einzelladungen in wählbaren Längen wird
das am Ende der Vorlaufbewegung des Füllrohres über den
Schlauch hinausreichende Ende der Zündschnur vor dem Beginn der Rücklaufbewegung des Füllrohres zusammen mit dem
■ Schlauch abgebunden.
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Zur Herstellung strangförmiger Sprengladungen in unterteilbaren Längen wird das Verfahren so geführt, dass der
Schlauch zunächst in dem Vor- und Hücklaufweg des Füllrohres
entsprechende Stücke zerteilt wird, dann das Füllrohr ein erstes Mal zur Einführung der Zündschnur nacheinander
durch die hintereinander liegenden Schlauchstücke
hindurchgeschoben wird mit Ausnahme des letzten Stückes,
bei dem wie bei der Herstellung von Einzelladungen verfahren wird, und anschliessend das Füllrahr ein zweites
Mal zur Einfüllung des Sprengstoffes in umgekehrter !Reihenfolge durch die einzelnen Schlauchstücke läuft, die nacheinander
mit den jeweils zuvor mit Sprengstoff gefüllten Stücken verbunden werden. Auf diese Weise entsteht eine zu
einem Bund aufwickelbare strangförmige Sprengladung grosser Länge, die auf der Baustelle in die gewünschten Teillängen
unterteilt werden kann.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung anhand der Zeichnung.
In dieser zeigen;
Fig. 1 in perspektivischer Ansicht ein Teilstück einer strangförmigen Sprengladung!
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Sprengladung, die sich schussbereit in einem senkrechten Sprengloch
im Fels befindet}
.Fig. 3 das Einführen einer Zündschnur während der Vorlaufbewegung
des Füllrohres eines pneumatischen Ladegerätes;
Fig. 4 in grösserem Masstab die Anordnung zum Vorschub
der Zündschnur;
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Pig. 3 dae Einfüllen des Sprengstoffea beim Rücklauf
des Püllrohresi
Pig, 6 entsprechend Pig, 5 die Herstellung einer unterteilbaren strangförmigen Sprengladung;
Pig· 7 entsprechend ?ig. 5 das Einfüllen des Sprengstoffes
bei dtr Herstellung einer unterteilbaren
strangförmigen Sprengladung}
Pig. 8 das Abtrennen einer einzelnen Sprengladung von
dem Strang in wählbarer Länge nach Einsatzzweck.
Eine strangförmige Sprengladung nach Pig. 1 enthält einen
Sprengstoff 1 in Granulatform, der im Inneren eines zylindrischen
KunststoffSchlauches 2 untergebracht ist, sowie
ein» einfache detonierende Zündschnur 3t welche den Schlauch
axial durchsieht und am Ende 4 nach ausβen herausgeführt
let. Dort ist der Schlauch durch eine Abbindung 5 fest mit
der Zündschnur verbunden. Deren axiale Lage im Schlauch kann in gewissen Grensen schwanken} sie muss also nicht, wie
in Flg. 1 gezeigt, konzentrisch im Schlauch angeordnet sein,
sondern sie kann auch beliebige Ablagen einnehmen.
In Pig. 2 1st eine strangförmige Sprengladung sprengfertig
in ein senkrechtes Bohr- oder Sprenglock 7 eingeschoben.
Die Zündschnur 3 tritt aus dem oberen Ende 4 des Schlauches
2 heraus und ragt -über das Sprengloch in hinreichender Länge
heraus zur Verbindung mit benachbarten Sprengladungen. Am unteren Ende 6 sind Schlauch und Zündschnur bündig.
Die Länge der Sprengladung ist der Tiefe des Bohrloches angepasst, dessen von der Sprengladung nicht ausgefüllter,
kreisringförmiger freier Raum mit Kies oder Splitt 8
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gefüllt werden kann, um die Sprengladung vollkommen einzubetten« Der obere freie Raum des Sprengloches ist mit einer
Sandstopfung 9 abgeschlossen«
Im folgenden wird ein bevorzugtes Herstellverfahren für
eine solche Sprengladung beschrieben (Pig. 3 bis 5·.). Dieses
Verfahren ist sowohl zur Anwendung auf der Baustelle als
auch in der Fabrik geeignet und liefert Sprengladungen in \
gebrauchsfertigen Einzellängen. Hierzu wird der Schlaucht
auf die gewünschte Länge a abgeschnitten und auf einem Ar- " beitstisch 11 ausgelegt* In einem ersten Arbeitsschritt
(Pig. 3) wird die Zündschnur 3 in den Schlauch 2 eingeführt, in einem zweiten Schritt (Pig* 5) der Sprengstoff
Diese beiden Arbeitsschritte werden nacheinander mit Hilfe eines Füllrohres 12 ausgeführt, das an ein pneumatisches
ladegerät A angeschlossen ist, welches im Detail nicht weiter dargestellt ist«, Bas Ladegerät erlaubt, wahrend des
ersten Arbeitsschrittee allein Druckluft suzufuhren und
während des zweiten Schrittes Sprengstoff mit Hilfe der
Druckluft zu transportieren.
Zuerst wird ein in der Mitte durchbohrter, aus einem Holzrundstückbestehender leichter Stopfen 13 über ein Ende
der Zündschnur 3 gezogen (Fig. 3 und 4) und dann an einem
linde des Schlauches 2 in dessen Mündung H eingeführt*
Durch die gleiche Mündung wird das pneumatische Püllrohr
eingeführt. Unter der Wirkung der aus diesem ausströmenden
Druckluft wird der Schlauch 2 zunehmend aufgeblasen, und
der Stopfen dringt unter dem auf ihn wirkenden Luftdruck unter Mitnahme der Zündschnur in den Schlauch ein. Der
Stopfen wird zurückgewonnen, wenn er am anderen Ende des
Schlauches an dessen Mündung 16 angekommen ist* und Zündschnur und Schlauch werden an diesem Ende durch eine Ab-"bixidung
5 fest miteinander verbunden.
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Danach wird der Sprengstoff pneumatisch durch das Füllrohr
12 augeführt (Fig. 5). In diesem zweiten Arbeitsschritt wird das Füllrohr zunehmend in dem Masse zurückgezogen,
in dem sich der Schlauch mit Sprengstoff füllt. Wenn das Füllrohr an der Eingangsmündung 14 des Schlauches
wieder angekommen ist, wird auch diese Öffnung auf der Zündschnur abgebunden, und die Zündschnur wird dann so abgeschnitten,
dass sie hinreichend weit aus dem Schlauch heraushängt.
Die Herstellung der Sprengladung ist nach einem Vor- und Rücklauf des Füllrohres beendet, wobei der erste Arbeitsechritt
dem Vorlauf in Pfeilrichtung f., (in Fig. 3) und
der zweite dem Rücklauf in Pfeilrichtung f2 (Fig. 5) entspricht.
Nach einem anderen Verfahren (Fig. 6 und 7) wird die Sprengladung
zu Bunden aufgewickelt in der Fabrik hergestellt. Man erhält so einen in beliebige Längen aufteilbaren Strang,
wobei die Aufteilung erst auf der Baustelle erfolgen muss. Die Herstellung erfolgt wie zuvor beschrieben mit Hilfe
desselben pneumatischen Ladegerätes. Ein nachgiebiger Schlauch 22 wird in Längen b abgeschnitten, die etwas kleiner
als die maximale Hublänge des Füllrohres 12 sind. Die abgeschnittenen Schlauchstücke werden hintereinander gelegt.
Ihre Anzahl ist von der gewünschten Stranglänge der Ladung abhängig.
Zuerst wird eine Zündschnur 23 nacheinander in die einzelnen Schlauchstücke eingeführt. Dies geschieht beim Vorlauf
des Füllrohres, das eine Leerrücklaufbewegung ausführt, um
zum nächsten Schlauchstück überzugehen. Nachdem die Zündschnur in das letzte Schlauchstück eingeführt -worden ist,
werden die gemeinsamen Enden dieses Stückes und der
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OASh
-3-
Zündschnur abgebunden, und der Sprengstoff 21 wird beim Rücklauf des Füllrohres 12 pneumatisch in dieses letzte
Stück eingefüllt.
Danach werden im Verlauf eines zweiten Arbeitsschrittes die anderen Schlauchstücke in umgekehrter Reihenfolge nacheinander
übereinandergesteckt und miteinander am Rande verklebt. Das Ansetzen eines neuen Schlauchstückes erfolgt
jeweils dann, wenn das vorangegangene Schlauchstück gerade mit dem Sprengstoff 21 gefüllt worden ist. Das Füllrohr
führt also bei jedem Schlauchstück einen Leervorlauf und eine Füllrücklaufbewegung aus. Wenn das letzte Sohlauchstück
gefüllt ist, wird dessen freies Ende auf der Zündschnur 23 abgebunden, die man eine gewünschte Länge über
das Schlauchende herausragen, lässt. Anschliessend wird der
Strang zu einem Bund aufgewickelt.
Wie bei der Herstellung von Sprengladungen in Einzellängen erfolgt also die Einführung der Zündschnur 23 während einer
Vorlaufbewegung des Füllrohres, und die Füllung mit Sprengstoff
erfolgt während einer Rücklaufbewegung dieses Füllrohres.
Wenn die zu Bunden gewickelte strangförmige Sprengladung zum Einsatz kommen soll, dann wird der Schlauch 22 abgebunden
(Fig. 8). Das Abbinden erfolgt ein erste Mal in einem Abstand c, welcher der Länge einer Einzelladung entspricht,
und dann ein zweites Mal in einem Abstand d von der ersten Abbindung, wobei der Abstand d der Länge entspricht, um die
die Zündschnur 23 herausgeführt sein soll, um die Ladung mit der nächsten Ladung verbinden zu können. Zwischen den
beiden AbbindesteMen wird der Schlauch abgeschnitten und der Sprengstoff entfernt.
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fcJV/ Λ. t I \J
In finer bevorzugten Ausbildungsform des Verfahrens betray die Vor- und Rücklaufamplitude des Füllrohres 20 m.
Auf diese Art kann man mit einer Vorrichtung Einzelsprengladungen in allen vorkommenden Abmessungen herstellen und
gleichzeitig unterteilbare Stränge von Sprengladungen.
Der Sprengstoff 1 bzw. 21 wird bevorzugt aus einer Mischung
von Ammoniumnitrat und Heizöl hergestellt. Das Ammoniumnitrat muss dabei in einer zu pneumatischen Füllung geeigneten
Qualität vorliegen, und zwar in Form von Körnern einer G-rösse von 1 bis 3 mm. Als Heizöl wird extra leichte«
Heizöl benutzt» das als Vorteil eine vollständige Ausnutzung dee Sauerstoffes im Nitrat gestattet. Dieses Heizöl
mit einem Flammpunkt über 70° wird im Mittel mit 6$ des
Nitratgewichtes zugesetzt, der ölanteil kann aber bis zu
10jf betragen. Bas Nitrat ist bevorzugt mit dem Heizöl imprägniert}
es behält dadurch seine Darstellung leicht aufeinander gleitender Körner. Die Mischung kann aber auch
breiartige Form aufweisen, wenn die ölmenge grosser ist.
Der Sprengstoff kann mit einem pulverförmigen Streckmittel, wi® a.B» Holzmehl versetzt sein. Hierzu kann man aber auch
andere 2J®llulo sear ten in Pulverform oder Natriumchlorid
oder allgemein jedes andere billige Füllmittel verwenden, da» eich pneumatisch transportieren lässt. Der Anteil des
Streckmittel» kann erftndimgsgemäss bis 35$ des Sprengatoffgewicktes
betragen*
ti
Als Zündschnur dient zweckmäeslg eine einfache Zündschnur
dieser Art» lie schmiegsam ist und z.B. 12 g/m wiegt.
Der Schlauch besteht vorteilhaft aus Kunststoff, bevorzugt
aus Polyäthylen. Es lassen sich aber auch alle anderen
Kunststoffe verwenden,, wie z.B. Weich-PVC oder.
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BAD
Vinylchloriä-Äthylenchlorid-MiechpolyineriBat. Der Schlauch- "
durchmesser liegt in der Hegel zwischen 25 und 80 mm und
bevorzugt zwischen 30 und 60 mm. Es lassen sich Bunde mit
unterteilbarer Sprengladung in einer Gesamtlänge von 50 bis 100 m herstellen.
Eine Sprengladung solcher Zusammensetzung weist den Vorteil
grosser Gebrauchesieherheit auf, da der Sprengstoff von sich
aus die Detonation nicht unterhalten kann.
Die Sprengladung lässt sich leicht in Bohrlöcher einführen. Bis zu einem Winkel von 60° zur Senkrechten ist dies ohne
besondere Massnahraen möglich, und selbst in waagerechte
oder leicht ansteigende Sprenglöcher lässt sich die Ladung
mit Hilfe einer Gleitschiene leicht einführen. Bei dieser Gleitschiene handelt ee sich um ein einfaches Winkelprofil,
das die Sprengladung bei der Einführung unterstützt. Der Durchmesser der Sprengladung kann an alle Abmessungen von
Bohrlöchern angepasst werden, da der maximale Schlauchdurchmesser
von 80 mm Bohrlöüherngröeseren Durchmessers, nämlich
200 mm, entspricht. .
Andererseits kann die Sprengladung infolge ihrer Anpassbarkeit
an die Einsatzbedingungen in den meisten Anwendunge—
fällen die Einführung von Füllsplitt überflüssig machen. Zu
den schon geringen Herstellkosten kommt noch hinzu, dass
auch die Sprengkosten bedeutend gesenkt werden, wobei ein
Maximum an Sicherheit geboten ist. So wurden Sprengungen durchgeführt, bei denen Sprenglöcher mit 65 mm Durchmesser
in einem Abstand von 60 cm mit einer Bohrtiefe von 10 bis
12 m und mit einer Neigung von 45° vorgesehen waren. Ss
wurde ein Polyäthylenschlauch mit 0,2 mm Wandstärke verwendet, der flachgelegt 55 mm breit war. Der Sprengstoff
war mit Streckmittel versetzt und hatte folgende Zusammen-
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setzung:
Ammoniumnitrat in pneumatisch förderbarer Qualität: 85$
leichtes Heizöl mit einem Flammpunkt über 70° : 5f°
Zellulose in Form von Holzmehl : 10$
Die Sprengladungen wurden als Einzellängen gefertigt mit einem Durchmesser von 35 mm und einer ladung von 760 g/m.
Zur Zündung wurde eine einfache Zündschnur mit 12 g/m verwendet. Die Einzelladungen wurden ohne Zugabe von Splitt
in den verbleibenden freien Raum der Bohrlöcher eingesetzt.
Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Änderungen an der strangförmigen Sprengladung und an dem Verfahren zu deren
Herstellung möglich. So kann man im einzelnen beispielsweise den Holzstopfen 15, der für das Einziehen der Zündschnur
3 in den Schlauch 2 vorgesehen ist, durch einen fest mit dem Ende der Zündschnur verbundenen Stopfen ersetzen.
Ebenso können bei einer Herstellung strangförmiger Sprengladungen in unterteilbarer Form die einzelnen Schlauchlängen
b des Schlauches 22 nach dem Füllen mit Sprengstoff untereinander mit Hilfe von Klebeband verbunden werden.
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Claims (12)
1. Strangförmige Sprengladung, dadurch gekennzeichnet, dass
ein rieselfähiger Sprengstoff (1), in einen nachgiebigen Schlauch (2) eingefüllt ist und in die Füllung eine im
Schlauch laufende Zündschnur (3) eingebettet ist, auf der der Schlauch an beiden Enden abgebunden ist und die an
einem Ende über die Abbindung (5) hinausreicht.
2. Sprengladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Sprengstoff (1) aus einer Mischung von Ammoniumnitrat und Heizöl besteht.
3. Sprengladung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der Sprengstoff (1) aus mit,Heizöl getränkten Ammoniumnitratkörnern besteht.
4. Sprengladung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 oder
3, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizölanteil maximal
bis zu 10$,bevorzugt 6$ des Ammoniumnitratgewichtes beträgt.
.5. Sprengladung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der nachgiebige Schlauch (2)
ein zylindrischer Kunststoffschlauch ist.
6. Sprengladung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sprengstoff (1) ein inertes oder schwach aktives pulverförmiges Streckmittel enthält.
7. Sprengladung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
als Streckmittel Holzmehl eingesetzt ist.
8. Sprengladung nach Anspruch 8 und/oder 9, dadurch gekenn- ·
' zeichnet, dass der Streckmittelanteil bis 35$ des Sprengstoffgewichtes beträgt.
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ÖAÖ
-AH-
9« Verfahren zur Herstellung strangförmiger Sprengladungen
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8f dadurch
gekennzeichnet, dass in den nachgiebigen Schlauch (2) ein mit einem pneumatischen Ladegerät (A) verbundenes Füllrohr
(12) eingeführt wird, das bei seiner Vorlaufbewegung Druckluft
in den Schlauch einströmen lässt, welche die Zündschnur (3) in den Schlauch einzieht, und das bei seiner
Rücklaufbewegung, die nach Erreichen des Schlauchendes einsetzt, Sprengstoffgranulat in den Schlauch einfüllt.
10. Verfahren nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, dass die
detonierende Zündschnur über einen Stopfen (13), an dem sie
befestigt ist, durch die Druckluft eingezogen wird,
11. Verfahren nach Anspruch 9 und 10 in Einzellängen, dadurch . gekennzeichnet ,· dass das am Ende der Vorlauf bewegung des
füllrohres über den Schlauch hinausreichende Ende der Zündschnur
vor dem Beginn der !Rücklaufbewegung des Füllrohres
"mit dem Schlauch abgebunden wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9 zur Herstellung strangförmiger
Sprengladungen in unterteilbaren Längen, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (22) zunächst in dem Vor- und
Rücklaufweg ά®Β Füllrohres (12) entsprechende Einzellängen
(b) zerteilt wird, dass dann das Fülliohr ein erstes Mal
zur EinfühOTBg der Zündschnur (23) nacheinander durch die
hintereinander liegenden Schlauchstücke hindurchgeschoben wird mit Ausnahme des letzten Stückes, bei dem wie bei der
Herstellung von Einzelladungen verfahren wird, und dass anschliessend das Füllrohr ein zweites Mal zur Einfüllung
dee Sprengstoffes in umgekehrter Reihenfolge durch die einzelnen Schlatiehstüeke läuft, die nacheinander mit den
jeweils zuvor mit Sprengstoff gefüllten Stücken verbunden werden.
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| FR6914184A FR2043961A5 (de) | 1969-05-05 | 1969-05-05 |
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| FR (1) | FR2043961A5 (de) |
| GB (1) | GB1281421A (de) |
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| EP0483657A1 (de) * | 1990-10-27 | 1992-05-06 | Dynamit Nobel Aktiengesellschaft | Verfahren zum Herstellen einer ummantelten Sprengschnur |
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| AU2003900435A0 (en) | 2003-02-03 | 2003-02-13 | Johnson Hi-Tech (Australia) Pty Ltd | Modular explosives cartridge and novel spider construction |
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1969
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1970
- 1970-04-03 CH CH493970A patent/CH507502A/fr not_active IP Right Cessation
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- 1970-05-05 GB GB2166770A patent/GB1281421A/en not_active Expired
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|---|---|
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| CH507502A (fr) | 1971-05-15 |
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