DE2022015B2 - Entmagnetisierungsschaltung fuer farbfernsehempfaenger - Google Patents
Entmagnetisierungsschaltung fuer farbfernsehempfaengerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Entmagnetisierungsschaltung
für Farbfernsehempfänger mit einer Reihenschaltung aus einem Varistor und einer Entmagnetisierungsspule,
zu der ein erster Thermistor mit negativem Temperaturkoeffizienten parallel geschaltet ist,
während ein zweiter Thermistor mit positivem Temperaturkoeffizienten in Reihe mit der aus der Reihenschaltung
und dem ersten Thermistor bestehenden Parallelschaltung geschaltet ist und die beiden Thermistoren
mit einer Stromquelle verbunden sind.
Bei einer bekannten Entmagnetisierungsschaltung dieser Art (deutsche Auslegeschrift 1 282 679) sind
unmittelbar nach dem Schließen des Netzschalters die Temperaturen der beiden Thermistoren gleich und
auf Raumtemperatur. Der Thermistor mit positivem Temperaturkoeffizienten (PTC-Thermistor) hat deshalb
einen niedrigen Widerstandswert, der Thermistor mit negativem Temperaturkoeffizienten (NTC-Thermistor)
einen hohen Widerstandswert. Zu diesem Zeitpunkt ist die am Varistor liegende Spannung hoch.
Der Widerstandswert des Varistors ist deshalb klein. Nach einiger Zeit ist die Temperatur des PTC-Thermistors
auf Grund seiner Selbsterhitzung auf einen Temperaturwert angestiegen, der die Raumtemperatur
erheblich übersteigt. Mit dem Temperaturanstieg des PTC-Widerstandes geht ein Anstieg seines Widerstandswertes
Hand in Hand. Andererseits steigt die Temperatur des NTC-Thermistors auf Grund seiner
geringeren Selbsterhitzung nur auf eine Temperatur an, die geringfügig über der Raumtemperatur liegt.
Der Widerstandswert des NTC-Thermistors nimmt demnach auch nur geringfügig ab. Als Ergebnis dieser
Vorgänge erhält man für den Varistor eine stabile Betriebsspannung, die kleiner als die ursprünglich am
Varistor liegende hohe Spannung ist.
Es ist weiter bekannt (britische Patentschrift 1 091 659), einen PTC-Widerstand und einen NTC-Widerstand
thermisch miteinander zu koppeln. Bei der bekannten Schaltung wird dabei unmittelbar nach
dem Herstellen des Netzanschlusses an die Thermistoren eine sehr hohe Spannung angelegt. Das führt
wiederum zum Fluß hoher Stromstärken, so daß der Widerstandswert des NTC-Thermistors im wesentlichen
auf Grund seiner Selbsterhitzung, nicht aber durch die Erhitzung des PTC-Thermistors abnimmt.
Das führt dazu, daß am zum NTC-Thermistor parallelgeschalteten PTC-Thermistor nahezu keine Spannung
mehr anliegt, der durch den PTC-Thermistor fließende Strom entsprechend klein ist und entsprechend auch
die Selbsterhitzung des PTC-Thermistors kein Anwachsen des Widerstandswertes des PTC-Thermistors
hervorrufen kann. Das ist aber für die Entmagnetisierung unerwünscht. Um diesem Nachteil abzuhelfen,
wird deshalb der PTC-Thermistor auf hoher Temperatur gehalten, indem er durch thermische Kopplung
mit dem NTC-Thermistor dessen Selbsterhitzungswärme zugeführt erhält. Der NTC-Thermistor kann
bei dieser bekannten Schaltung keine strombegrenzende Wirkung haben, da er einen negativen Temperaturkoeffizienten
seines Widerstandswertes hat. Wird nun eine Spannung eines den vorbestimmten Spannungswert
übersteigenden Wertes aus irgendeinem Grunde, beispielsweise auf Grund einer Schwankung
der Netzspannung an den NTC-Thermistor angelegt, so kann dieser zerstört werden. Es ist deshalb erforderlich,
zu den Thermistoren die Heizkreise von Röhren als strombegrenzende Elemente in Reihe zu schalten.
Das ist bei transistorisierten Fernsehempfängern nicht möglich, bei denen Heizkreise gar nicht vorliegen.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Entmagnetisierungsschaltung der eingangs genannten Bauart die
Temperatur des Thermistors mit negativem Temperaturkoeffizienten beträchtlich anzuheben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Thermistor mit positivem Temperaturkoeffizienten
und der Thermistor mit negativem Temperaturkoeffizienten thermisch gekoppelt ist.
Auf Grund der thermischen Kopplung der Thermistoren wird die Temperatur des NTC-Thermistors
gleich der hohen Temperatur des PTC-Thermistors, die dieser auf Grund seiner Selbsterhitzung erreicht.
Die angehobene Temperatur des NTC-Thermistors führt dazu, daß sein Widerstandswert beträchtlich
geringer ist als sein Widerstandswert bei der Raumtemperatur. Die stabile Betriebsspannung für den
Varistor ist deshalb gegenüber der eingangs genannten Schaltung bekannter Bauart noch weiter vermindert.
Der Widerstandswert des Varistors ist jedoch bei dieser verminderten Spannung beträchtlich höher, so
daß der Varistor eine erheblich verbesserte Strombegrenzung für den Entmagnetisierungskreis erzielt.
Weiter hat auch der PTC-Thermistor selbst eine strombegrenzende Wirkung, weshalb keine Gefahr
einer Zerstörung des NTC-Thermistors besteht. Die Verwendung zusätzlicher Widerstände oder Widerstandskreise,
beispielsweise eines Heizkreises, ist deshalb nicht erforderlich. Die Entmagnetisierungsschaltung
ist vielmehr auch ohne zusätzliche Maßnahmen für transistorisierte Fernsehempfänger anwendbar."
Nach Beendigung der Entmagnetisierung liegt nämlich am PTC-Thermistor der größte Teil der Versorgungsspannung an. Der PTC-Thermistor heizt sich daher
weiter selbst auf und bewirkt eine Strombegrenzung, die auch durch den NTC-Thermistor nur einen sehr
kleinen Strom fließen läßt, wodurch sich der NTC-Thermistor nur sehr gering selbst aufheizt. Um aber
den NTC-Thermistor auf einer hohen Temperatur zu halten und ihm einen entsprechend niedrigen
Widerstandswert zu verleihen, wird er mit dem PTC-Thermistor thermisch gekoppelt.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 eine Entmagnetisierungsschaltung für einen Farbfernsehempfänger gemäß der Erfindung,
F i g. 2 die Widerstand-Temperatur-Kennlinien eines Thermistors mit positivem und eines Thermistors mit
negativem Temperaturkoeffizienten für die Schaltung von Fig. 1,
F i g. 3 die Lastkennlinien der Schaltung gemäß der Erfindung und
F i g. 4 die Strom-Kennlinien aller Elemente von Fig. 1.
F i g. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Schaltung mit einem Thermistor 1 mit positivem Temperaturkoeffizienten
(in der nachfolgenden Beschreibung kurz PTC-Thermistor genannt), einem Thermistor 2 mit
negativem Temperaturkoeffizienten (nachstehend kurz NTC-Thermistor genannt), einem Varistor 3, einer
Entmagnetisierungsspule 4, mit der eine Bildröhre des Farbfernsehempfängers bewickelt ist, sowie Klemmen
5 und 6 zum Anschluß an eine Stromquelle. Bei dieser Schaltung ist die Klemme 5 mit einer der
Klemmen des PTC-Thermistors 1 verbunden und der NTC-Thermistor 2 zwischen die andere Klemme des
PTC-Thermistors 1 und die zweite Klemme 6 der Stromquelle eingeschaltet. Die Entmagnetisierungs-
spule 4 und der Varistor 3, die miteinander in Reihe geschaltet sind, sind mit dem NTC-Thermistor 2
parallel geschaltet. Der PTC-Thermistor 1 und der NTC-Thermistor 2 sind also miteinander thermisch
gekuppelt. Bei der beschriebenen Anordnung ist die am Varistor 3 liegende Spannung Ev durch die Formel
R2
R2 +RL
R2 + R1
gegeben, worin R1 der Widerstandswert des PTC-Thermistors
1, R2 der Widerstandswert des NTC-Thermistors 2, jR4 der Widerstandswert der Entmagnetisierungsspule
4 und J der Wert des den Varistor 3 und die Entmagnetisierungsspule 4 durchfließenden
Stromes ist. Andererseits sind die Spannung-Strom-Kennlinien des Varistors 3 durch die
Formel
J = (ψ)
(2)
vorliegt. Die Gerade (d) ist also die Lastkennlinie bei
Temperatur T2, die durch Verwendung der Werte R[A und R'2Ban Stelle der Werte R1 bzw. R2 in Gleichung
(1) erhalten ist. Die Kurve (e) ist die Spannung-Strom-Kennlinie des Varistors 3, die durch die Gleichung
(2) wiedergegeben ist.
Auf diese Weise fällt bei Temperatur T1 der Arbeitspunkt in den Schnittpunkt der Geraden (c) mit der
Kurve (e), so daß ein vom Schnittpunkt C bestimmter Strom den Varistor 3 und die Magnetisierungsspule 4
durchfließt: der Wert dieses Stroms sei als J1 bezeichnet.
In diesem Fall ist der Punkt D durch die Formel
2 B
■^2 B + ^IA
und der Punkt E durch die Formel
^2B
20
+ ^2 B^l
gegeben, worin C und α Konstante der Kennlinien des Varistors sind. Auf diese Weise wird der Varistor 3
von einem Strom durchflossen, der gleichzeitig beiden Formeln (1) und (2) genügt. Selbstverständlich fließt
der gleiche Strom auch durch die mit dem Varistor 3 in Reihe geschaltete Entmagnetisierungsspule 4.
Die Entmagnetisierung in einem Farbfernsehempfänger wird dadurch erreicht, daß man durch die
Entmagnetisierungsspule 4, mit der der Umfang der Farbbildröhre bewickelt ist, zunächst einen Strom
von einigen Amperes und anschließend einen Schwingwechselstrom fließen läßt, dessen Amplitude allmählich
abnimmt. Je höher in diesem Fall der ursprüngliche Strom ist, desto niedriger wird der Reststrom sein,
der nach dem Abfallen des ersteren bis auf ein bestimmtes Niveau noch vorhanden ist.
Zum besseren Verständnis der oben beschriebenen Ausführungen folgt nachstehend eine Beschreibung ■
der Widerstand-Temperatur-Kennlinien des PTC-Thermistors 1 und des NTC-Thermistors 2. In F i g. 2
ist die Kurve (α) die Kennlinie des PTC-Thermistors 1 und die Kurve (b) die Kennlinie des NTC-Thermistors
2, worin A den Widerstandswert R1A des PTC-Thermistors
1 bei einer Temperatur von T1 und B den Widerstandswert R2 B des NTC-Thermistors 2
bei der gleichen Temperatur wiedergibt. Mit A' ist der Widerstandswert R1 A des PTC-Thermistors 1 bei
einer Temperatur T2 und mit B' der Widerstandswert
R2 B des NTC-Thermistors 2 bei der gleichen
Temperatur bezeichnet. Mit T1 ist die Raumtemperatur
bezeichnet, und die Temperatur T2 ist beträchtlich
höher als die Temperatur T1.
F i g. 3 zeigt den Betriebsübergang im Stromkreis gemäß F i g. 1 zwischen einem Zeitpunkt unmittelbar
nach Anlegen der Stromquellenspannung und einem Zeitpunkt, der ausreichend weit vom ersten Zeitpunkt
abliegt.
Die Gerade (c) in F i g. 3 ist die unmittelbar nach Einschalten der Stromquelle erhaltene Lastkennlinie
bei Raumtemperatur. Diese Lastkennlinie kann dadurch erhalten werden, daß die Werte R1A und R2B
an Stelle der Werte R1 des PTC-Thermistors 1 bzw. R2 des NTC-Thermistors 2 in die Formel (1) eingesetzt
werden. Die Linie (d) zeigt die Beziehung zwischen der Spannung und dem Strom, der nach
Ablauf einer ausreichend langen Zeitspanne von dem Zeitpunkt des Einschaltens der Stromquelle noch
bestimmt. Andererseits fällt bei der Temperatur T2
der Arbeitspunkt auf den Schnittpunkt der Geraden (d)
mit der Kurve (e), so daß ein vom Schnittpunkt F bestimmter Strom den Varistor 3 und die Entmagnetisierungsspule
4 durchfließt; der Wert dieses Stroms sei mit I2 bezeichnet. Auf gleiche Weise ist der Punkt G
durch die Formel
S2B
und der Punkt H durch die Formel
JR:
■2 B
2 B
+ #4
bestimmt.
Nachstehend folgt eine Beschreibung der Werte T1 ,
T2, R1A, R2B, R[A und R2B. Zum Zeitpunkt unmittelbar
nach Einschalten der Stromquelle haben der PTC-Thermistor 1 und der NTC-Thermistor 2 Raumtemperatur
bzw. den Wert 7J5 und ihre Widerstandswerte sind R1A bzw. R2 B. Dann steigt jedoch die Temperatur
des PTC-Thermistors 1 bis zum Wert T2 an, der auf
Grund von Selbsterhitzung höher ist als der Wert T1,
weil zwei einander überlagerte Ströme den PTC-Thermistor 1 durchfließen, nämlich der den Varistor 3
und die Entmagnetisierungsspule 4 durchfließende Strom I1 und ein den NTC-Thermistor 2 durchfließender
Strom, der beträchtlich schwächer ist als der Strom J1. Diese Temperatur T2 hängt von der
Form ab, der Größe, dem Widerstandswert R1 A und
dem mit dem Temperaturanstieg beginnenden Ansteigen des Widerstandswerts des PTC-TH rmistors 1,
der Form und Größe des NTC-Thermistors 2, der mit dem PTC-Thermistor 1 thermisch gekoppelt ist,
dem Thermowiderstand zwischen den zwei Thermistoren usw. Bei der Temperatur T2 ändern sich die
Widerstandswerte des PTC-Tßermistors 1 und des NTC-Thermistors 2 in die Werte R1'^ bzw. R2'B entsprechend
den Gleichungen
RIa.= mR1A
,1
,1
2B — n 2B
worin die Faktoren m und η von verschiedenen
Bedingungen abhängen, praktisch jedoch in folgenden Bereichen liegen:
m: 100 bis 1000, n: 10 bis 100.
Gemäß F i g. 3 muß vor allem die Spannung, die dem durch die Formel (3) bestimmten Punkt D
entspricht, und die Spannung, die dem durch die Formel (4) bestimmten Punkt E entspricht, auf einen
hohen Wert gebracht werden, also der Wert R1A
niedrig und der Wert R2 B hoch sein, um den ursprünglichen
Strom I1 zu erhöhen und den Reststrom I2
zu vermindern.
Anschließend muß die dem Punkt G entsprechende und durch die Formel (5) bestimmte Spannung,
sowie die dem Punkt H entsprechende und durch die Formel (6) bestimmte Spannung auf einen niedrigen
Wert gebracht werden, d. h. der Wert A1'^ muß hoch
und der Wert R2B muß niedrig sein. Dafür müssen
für den Faktor m in Formel (7) und den Faktor η
in Formel (8) hohe Werte gewählt werden. Darüber hinaus soll die Konstante α des Varistors 3 möglichst
ebenfalls hoch sein.
F i g. 4 zeigt die Beziehung zwischen den Werten der die jeweiligen Elemente durchfließenden Ströme
und der nach Einschalten der Stromquelle verstrichenen Zeitspanne, und zwar der Einfachheit
halber nur die positiv verlaufenden Komponenten der Ströme; die positiv verlaufenden und die negativ
verlaufenden Komponenten dieser Ströme sind nämlich symmetrisch. Der den Varistor 3 und die Entmagnetisierungsspule
4 durchfließende Strom ist mit (/), der den PTC-Thermistor 1 durchfließende Strom
mit (g) und der den NTC-Thermistor 2 durchfließende Strom mit (h) bezeichnet. Punkte J und K geben die
Werte I1 bzw. I2 wieder.
Wie aus der Schaltung von F i g. 1 ersichtlich, erhält man den die Entmagnetisierungsspule 4 durchfließenden
Strom (/) durch Subtrahieren des den NTC-Thermistor 2 durchfließenden Stroms (K) von
dem den PTC-Thermistor 1 durchfließenden Strom (g). Der den PTC-Thermistor 1 durchfließende Strom
nimmt also kurze Zeit nach Einschalten des Netzschalters ab, während der die Entmagnetisierungsspule
4 durchfließende Strom, der zum Erzielen des Entmagnetisierungseffektes tatsächlich notwendig ist,
in kürzerer Zeit abnimmt. Dies beruht auf der Tatsache, daß der den NTC-Thermistor 2 durchfließende
Strom (K) unmittelbar nach Einschalten der Stromquelle schnell ansteigt und sich so der Kurve (g)
annähert.
Der Grund dafür ist, daß die Temperatur des NTC-Thermistors 2 schnell zunimmt, weil er ebenfalls
einer Selbsterhitzung unterworfen ist, die von der Spannung herrührt, die nach Ausschalten des Netzschalters
unmittelbar daran angelegt wurde, so daß sein Widerstandswert abnimmt und folglich ein
stärkerer Strom hindurchfließt. Auf diese Weise erhält man, wenn sich die NTC- und PTC-Thermistoren 1
und 2 gleichzeitig erhitzen, eine sehr kurze Betriebszeit, was einen weiteren Vorteil der Erfindung darstellt.
Sind die Bedingungen nach Ablauf einer ausreichenden Zeitspanne stabil geworden, so sind die an den
NTC-Thermistor 2 angelegte Spannung und der diesen durchfließende Strom so niedrig, daß nur ein geringer
oder überhaupt kein Selbsterhitzungseffekt auftritt.
Die Temperatur des NTC-Thermistors 2 bleibt jedoch hoch, weil er die Selbsterhitzungswärme des PTC-Thermistors
1 zugeführt bekommt.
An Hand eines Beispiels der erfindungsgemäßen Schaltung werden deren ausgezeichneten Eigenschaften
besonders deutlich: Der PTC-Thermistor 1 hatte eine Abmessung von 15 χ 3 mm, R1A = 15 Ω, und
die Temperatur, bei der der rasche Anstieg des Widerstandswertes beginnt, liegt bei 75° C, während der
NTC-Thermistor 2 eine Abmessung von 14 χ 2 mm, R2 B = 300 Ω und eine Konstante B eines Werts von
3500° K hatte. Diese beiden Thermistoren waren an einer Elektrode mittels Löten thermisch miteinander
gekoppelt. Der Varistor 3 hatte eine Abmessung von 25 χ 2 mm, einen Stromwert von 100 mA bei 8 V
und α = 3; die Entmagnetisierungsspule 4 hatte einen
Widerstandswert von 20 Ω. Bei einer Energiequellenspannung von 120 V betrug der anfangs durch die
Entmagnetisierungsspule 4 fließende Strom etwa 3,5 bis 4 A (von Null bis zum Scheitel), und der Reststrom
betrug etwa 0,05 bis 0,1 mA. Der Ausgangsstrom J1 fiel innerhalb einer Sekunde bis auf ungefähr
ein Zehntel (V10) ab.
Angesichts der Tatsache, daß gegenwärtig die Farbfernsehempfänger im Feststartsystem gebaut werden,
wobei nach Einschalten des Netzschalters ein Bild erzeugt wird, ist es von besonderer Wichtigkeit,
daß die Zeitspanne, in der der Ausgangsstrom abnimmt, bis auf etwa ein Zehntel ihres Wertes verringert
ist, was einen großen Vorteil darstellt. Aus dem Ausgangsstrom I1 und dem Reststrom I2 ist ebenfalls
ersichtlich, daß sehr zufriedenstellende Kennlinien erzielt wurden.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich, können die nachstehenden Vorteile durch erfindungsgemäßes
Nutzbarmachen eines PTC-Thermistors, eines NTC-Thermistors und eines Varistors erzielt
werden. Das bedeutet, die vorliegende Schaltung bildet ein vollautomatisches Entmagnetisierungssystem,
in dem der Entmagnetisierungsbetrieb selbsttätig durch bloßes Einschalten des Netzschalters
durchführbar ist, ohne daß irgendeine weitere Betätigung für das Entmagnetisieren notwendig wäre.
Darüber hinaus ist die Betriebszeit sehr kurz und der Ausgangsstrom hoch, der Reststrom dagegen sehr
niedrig. Dennoch sind diese Ströme entsprechend den Kennlinien des PTC-Thermistors, des NTC-Thermistors
und des Varistors leicht steuerbar. Da die Schaltung gemäß der Erfindung kontaktfrei arbeitet,
treten keine Kontaktgeräusche auf, und die technische Stromquelle kann ohne Änderung verwendet werden,
so daß die Schaltung unabhängig von den anderen in den Fernsehempfänger eingebauten Stromkreisen konstruiert
werden kann, wodurch gegebenenfalls beim Aufbau eines derartigen Stromkreises auftretende
Schwierigkeiten ausgeschaltet werden können. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen
Schaltung besteht darin, daß sie unter verhältnismäßig niedrigen Kosten herstellbar ist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Entmagnetisierungsschaltung für Farbfernsehempfänger mit einer Reihenschaltung aus einem Varistor und einer Entmagnetisierungsspule, zu der ein erster Thermistor mit negativem Temperaturkoeffizienten parallel geschaltet ist, während ein zweiter Thermistor mit positivem Temperaturkoeffizienten in Reihe mit der aus der Reihen-schaltung und dem ersten Thermistor bestehenden Parallelschaltung geschaltet ist und die beiden Thermistoren mit einer Stromquelle verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Thermistor (1) mit positivem Temperaturkoeffizienten und der Thermistor (2) mit negativem Temperaturkoeffizienten thermisch gekoppelt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP3588469 | 1969-05-06 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE2022015A1 DE2022015A1 (de) | 1970-11-12 |
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ID=12454419
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702022015 Pending DE2022015B2 (de) | 1969-05-06 | 1970-05-05 | Entmagnetisierungsschaltung fuer farbfernsehempfaenger |
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