DE2022015B2 - Entmagnetisierungsschaltung fuer farbfernsehempfaenger - Google Patents

Entmagnetisierungsschaltung fuer farbfernsehempfaenger

Info

Publication number
DE2022015B2
DE2022015B2 DE19702022015 DE2022015A DE2022015B2 DE 2022015 B2 DE2022015 B2 DE 2022015B2 DE 19702022015 DE19702022015 DE 19702022015 DE 2022015 A DE2022015 A DE 2022015A DE 2022015 B2 DE2022015 B2 DE 2022015B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thermistor
current
temperature
varistor
circuit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702022015
Other languages
English (en)
Other versions
DE2022015A1 (de
Inventor
Kazuo Kadoma; Yamashita Hiroshi Neyagawa; Ishikawa (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Panasonic Holdings Corp
Original Assignee
Matsushita Electric Industrial Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Matsushita Electric Industrial Co Ltd filed Critical Matsushita Electric Industrial Co Ltd
Publication of DE2022015A1 publication Critical patent/DE2022015A1/de
Publication of DE2022015B2 publication Critical patent/DE2022015B2/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N9/00Details of colour television systems
    • H04N9/12Picture reproducers
    • H04N9/16Picture reproducers using cathode ray tubes
    • H04N9/29Picture reproducers using cathode ray tubes using demagnetisation or compensation of external magnetic fields

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Video Image Reproduction Devices For Color Tv Systems (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Entmagnetisierungsschaltung für Farbfernsehempfänger mit einer Reihenschaltung aus einem Varistor und einer Entmagnetisierungsspule, zu der ein erster Thermistor mit negativem Temperaturkoeffizienten parallel geschaltet ist, während ein zweiter Thermistor mit positivem Temperaturkoeffizienten in Reihe mit der aus der Reihenschaltung und dem ersten Thermistor bestehenden Parallelschaltung geschaltet ist und die beiden Thermistoren mit einer Stromquelle verbunden sind.
Bei einer bekannten Entmagnetisierungsschaltung dieser Art (deutsche Auslegeschrift 1 282 679) sind unmittelbar nach dem Schließen des Netzschalters die Temperaturen der beiden Thermistoren gleich und auf Raumtemperatur. Der Thermistor mit positivem Temperaturkoeffizienten (PTC-Thermistor) hat deshalb einen niedrigen Widerstandswert, der Thermistor mit negativem Temperaturkoeffizienten (NTC-Thermistor) einen hohen Widerstandswert. Zu diesem Zeitpunkt ist die am Varistor liegende Spannung hoch. Der Widerstandswert des Varistors ist deshalb klein. Nach einiger Zeit ist die Temperatur des PTC-Thermistors auf Grund seiner Selbsterhitzung auf einen Temperaturwert angestiegen, der die Raumtemperatur erheblich übersteigt. Mit dem Temperaturanstieg des PTC-Widerstandes geht ein Anstieg seines Widerstandswertes Hand in Hand. Andererseits steigt die Temperatur des NTC-Thermistors auf Grund seiner geringeren Selbsterhitzung nur auf eine Temperatur an, die geringfügig über der Raumtemperatur liegt. Der Widerstandswert des NTC-Thermistors nimmt demnach auch nur geringfügig ab. Als Ergebnis dieser Vorgänge erhält man für den Varistor eine stabile Betriebsspannung, die kleiner als die ursprünglich am Varistor liegende hohe Spannung ist.
Es ist weiter bekannt (britische Patentschrift 1 091 659), einen PTC-Widerstand und einen NTC-Widerstand thermisch miteinander zu koppeln. Bei der bekannten Schaltung wird dabei unmittelbar nach dem Herstellen des Netzanschlusses an die Thermistoren eine sehr hohe Spannung angelegt. Das führt wiederum zum Fluß hoher Stromstärken, so daß der Widerstandswert des NTC-Thermistors im wesentlichen auf Grund seiner Selbsterhitzung, nicht aber durch die Erhitzung des PTC-Thermistors abnimmt. Das führt dazu, daß am zum NTC-Thermistor parallelgeschalteten PTC-Thermistor nahezu keine Spannung mehr anliegt, der durch den PTC-Thermistor fließende Strom entsprechend klein ist und entsprechend auch die Selbsterhitzung des PTC-Thermistors kein Anwachsen des Widerstandswertes des PTC-Thermistors hervorrufen kann. Das ist aber für die Entmagnetisierung unerwünscht. Um diesem Nachteil abzuhelfen, wird deshalb der PTC-Thermistor auf hoher Temperatur gehalten, indem er durch thermische Kopplung mit dem NTC-Thermistor dessen Selbsterhitzungswärme zugeführt erhält. Der NTC-Thermistor kann bei dieser bekannten Schaltung keine strombegrenzende Wirkung haben, da er einen negativen Temperaturkoeffizienten seines Widerstandswertes hat. Wird nun eine Spannung eines den vorbestimmten Spannungswert übersteigenden Wertes aus irgendeinem Grunde, beispielsweise auf Grund einer Schwankung der Netzspannung an den NTC-Thermistor angelegt, so kann dieser zerstört werden. Es ist deshalb erforderlich, zu den Thermistoren die Heizkreise von Röhren als strombegrenzende Elemente in Reihe zu schalten. Das ist bei transistorisierten Fernsehempfängern nicht möglich, bei denen Heizkreise gar nicht vorliegen. Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Entmagnetisierungsschaltung der eingangs genannten Bauart die Temperatur des Thermistors mit negativem Temperaturkoeffizienten beträchtlich anzuheben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Thermistor mit positivem Temperaturkoeffizienten und der Thermistor mit negativem Temperaturkoeffizienten thermisch gekoppelt ist. Auf Grund der thermischen Kopplung der Thermistoren wird die Temperatur des NTC-Thermistors gleich der hohen Temperatur des PTC-Thermistors, die dieser auf Grund seiner Selbsterhitzung erreicht. Die angehobene Temperatur des NTC-Thermistors führt dazu, daß sein Widerstandswert beträchtlich geringer ist als sein Widerstandswert bei der Raumtemperatur. Die stabile Betriebsspannung für den Varistor ist deshalb gegenüber der eingangs genannten Schaltung bekannter Bauart noch weiter vermindert. Der Widerstandswert des Varistors ist jedoch bei dieser verminderten Spannung beträchtlich höher, so daß der Varistor eine erheblich verbesserte Strombegrenzung für den Entmagnetisierungskreis erzielt. Weiter hat auch der PTC-Thermistor selbst eine strombegrenzende Wirkung, weshalb keine Gefahr einer Zerstörung des NTC-Thermistors besteht. Die Verwendung zusätzlicher Widerstände oder Widerstandskreise, beispielsweise eines Heizkreises, ist deshalb nicht erforderlich. Die Entmagnetisierungsschaltung ist vielmehr auch ohne zusätzliche Maßnahmen für transistorisierte Fernsehempfänger anwendbar." Nach Beendigung der Entmagnetisierung liegt nämlich am PTC-Thermistor der größte Teil der Versorgungsspannung an. Der PTC-Thermistor heizt sich daher weiter selbst auf und bewirkt eine Strombegrenzung, die auch durch den NTC-Thermistor nur einen sehr kleinen Strom fließen läßt, wodurch sich der NTC-Thermistor nur sehr gering selbst aufheizt. Um aber den NTC-Thermistor auf einer hohen Temperatur zu halten und ihm einen entsprechend niedrigen Widerstandswert zu verleihen, wird er mit dem PTC-Thermistor thermisch gekoppelt.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 eine Entmagnetisierungsschaltung für einen Farbfernsehempfänger gemäß der Erfindung,
F i g. 2 die Widerstand-Temperatur-Kennlinien eines Thermistors mit positivem und eines Thermistors mit negativem Temperaturkoeffizienten für die Schaltung von Fig. 1,
F i g. 3 die Lastkennlinien der Schaltung gemäß der Erfindung und
F i g. 4 die Strom-Kennlinien aller Elemente von Fig. 1.
F i g. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Schaltung mit einem Thermistor 1 mit positivem Temperaturkoeffizienten (in der nachfolgenden Beschreibung kurz PTC-Thermistor genannt), einem Thermistor 2 mit negativem Temperaturkoeffizienten (nachstehend kurz NTC-Thermistor genannt), einem Varistor 3, einer Entmagnetisierungsspule 4, mit der eine Bildröhre des Farbfernsehempfängers bewickelt ist, sowie Klemmen 5 und 6 zum Anschluß an eine Stromquelle. Bei dieser Schaltung ist die Klemme 5 mit einer der Klemmen des PTC-Thermistors 1 verbunden und der NTC-Thermistor 2 zwischen die andere Klemme des PTC-Thermistors 1 und die zweite Klemme 6 der Stromquelle eingeschaltet. Die Entmagnetisierungs-
spule 4 und der Varistor 3, die miteinander in Reihe geschaltet sind, sind mit dem NTC-Thermistor 2 parallel geschaltet. Der PTC-Thermistor 1 und der NTC-Thermistor 2 sind also miteinander thermisch gekuppelt. Bei der beschriebenen Anordnung ist die am Varistor 3 liegende Spannung Ev durch die Formel
R2
R2 +RL
R2 + R1
gegeben, worin R1 der Widerstandswert des PTC-Thermistors 1, R2 der Widerstandswert des NTC-Thermistors 2, jR4 der Widerstandswert der Entmagnetisierungsspule 4 und J der Wert des den Varistor 3 und die Entmagnetisierungsspule 4 durchfließenden Stromes ist. Andererseits sind die Spannung-Strom-Kennlinien des Varistors 3 durch die Formel
J = (ψ) (2)
vorliegt. Die Gerade (d) ist also die Lastkennlinie bei Temperatur T2, die durch Verwendung der Werte R[A und R'2Ban Stelle der Werte R1 bzw. R2 in Gleichung (1) erhalten ist. Die Kurve (e) ist die Spannung-Strom-Kennlinie des Varistors 3, die durch die Gleichung (2) wiedergegeben ist.
Auf diese Weise fällt bei Temperatur T1 der Arbeitspunkt in den Schnittpunkt der Geraden (c) mit der Kurve (e), so daß ein vom Schnittpunkt C bestimmter Strom den Varistor 3 und die Magnetisierungsspule 4 durchfließt: der Wert dieses Stroms sei als J1 bezeichnet. In diesem Fall ist der Punkt D durch die Formel
2 B
■^2 B + ^IA
und der Punkt E durch die Formel
^2B
20 + ^2 B^l
gegeben, worin C und α Konstante der Kennlinien des Varistors sind. Auf diese Weise wird der Varistor 3 von einem Strom durchflossen, der gleichzeitig beiden Formeln (1) und (2) genügt. Selbstverständlich fließt der gleiche Strom auch durch die mit dem Varistor 3 in Reihe geschaltete Entmagnetisierungsspule 4.
Die Entmagnetisierung in einem Farbfernsehempfänger wird dadurch erreicht, daß man durch die Entmagnetisierungsspule 4, mit der der Umfang der Farbbildröhre bewickelt ist, zunächst einen Strom von einigen Amperes und anschließend einen Schwingwechselstrom fließen läßt, dessen Amplitude allmählich abnimmt. Je höher in diesem Fall der ursprüngliche Strom ist, desto niedriger wird der Reststrom sein, der nach dem Abfallen des ersteren bis auf ein bestimmtes Niveau noch vorhanden ist.
Zum besseren Verständnis der oben beschriebenen Ausführungen folgt nachstehend eine Beschreibung ■ der Widerstand-Temperatur-Kennlinien des PTC-Thermistors 1 und des NTC-Thermistors 2. In F i g. 2 ist die Kurve (α) die Kennlinie des PTC-Thermistors 1 und die Kurve (b) die Kennlinie des NTC-Thermistors 2, worin A den Widerstandswert R1A des PTC-Thermistors 1 bei einer Temperatur von T1 und B den Widerstandswert R2 B des NTC-Thermistors 2 bei der gleichen Temperatur wiedergibt. Mit A' ist der Widerstandswert R1 A des PTC-Thermistors 1 bei einer Temperatur T2 und mit B' der Widerstandswert R2 B des NTC-Thermistors 2 bei der gleichen Temperatur bezeichnet. Mit T1 ist die Raumtemperatur bezeichnet, und die Temperatur T2 ist beträchtlich höher als die Temperatur T1.
F i g. 3 zeigt den Betriebsübergang im Stromkreis gemäß F i g. 1 zwischen einem Zeitpunkt unmittelbar nach Anlegen der Stromquellenspannung und einem Zeitpunkt, der ausreichend weit vom ersten Zeitpunkt abliegt.
Die Gerade (c) in F i g. 3 ist die unmittelbar nach Einschalten der Stromquelle erhaltene Lastkennlinie bei Raumtemperatur. Diese Lastkennlinie kann dadurch erhalten werden, daß die Werte R1A und R2B an Stelle der Werte R1 des PTC-Thermistors 1 bzw. R2 des NTC-Thermistors 2 in die Formel (1) eingesetzt werden. Die Linie (d) zeigt die Beziehung zwischen der Spannung und dem Strom, der nach Ablauf einer ausreichend langen Zeitspanne von dem Zeitpunkt des Einschaltens der Stromquelle noch bestimmt. Andererseits fällt bei der Temperatur T2 der Arbeitspunkt auf den Schnittpunkt der Geraden (d) mit der Kurve (e), so daß ein vom Schnittpunkt F bestimmter Strom den Varistor 3 und die Entmagnetisierungsspule 4 durchfließt; der Wert dieses Stroms sei mit I2 bezeichnet. Auf gleiche Weise ist der Punkt G durch die Formel
S2B
und der Punkt H durch die Formel
JR:
■2 B
2 B
+ #4
bestimmt.
Nachstehend folgt eine Beschreibung der Werte T1 , T2, R1A, R2B, R[A und R2B. Zum Zeitpunkt unmittelbar nach Einschalten der Stromquelle haben der PTC-Thermistor 1 und der NTC-Thermistor 2 Raumtemperatur bzw. den Wert 7J5 und ihre Widerstandswerte sind R1A bzw. R2 B. Dann steigt jedoch die Temperatur des PTC-Thermistors 1 bis zum Wert T2 an, der auf Grund von Selbsterhitzung höher ist als der Wert T1, weil zwei einander überlagerte Ströme den PTC-Thermistor 1 durchfließen, nämlich der den Varistor 3 und die Entmagnetisierungsspule 4 durchfließende Strom I1 und ein den NTC-Thermistor 2 durchfließender Strom, der beträchtlich schwächer ist als der Strom J1. Diese Temperatur T2 hängt von der Form ab, der Größe, dem Widerstandswert R1 A und dem mit dem Temperaturanstieg beginnenden Ansteigen des Widerstandswerts des PTC-TH rmistors 1, der Form und Größe des NTC-Thermistors 2, der mit dem PTC-Thermistor 1 thermisch gekoppelt ist, dem Thermowiderstand zwischen den zwei Thermistoren usw. Bei der Temperatur T2 ändern sich die Widerstandswerte des PTC-Tßermistors 1 und des NTC-Thermistors 2 in die Werte R1'^ bzw. R2'B entsprechend den Gleichungen
RIa.= mR1A
,1
2B — n 2B
worin die Faktoren m und η von verschiedenen
Bedingungen abhängen, praktisch jedoch in folgenden Bereichen liegen:
m: 100 bis 1000, n: 10 bis 100.
Gemäß F i g. 3 muß vor allem die Spannung, die dem durch die Formel (3) bestimmten Punkt D entspricht, und die Spannung, die dem durch die Formel (4) bestimmten Punkt E entspricht, auf einen hohen Wert gebracht werden, also der Wert R1A niedrig und der Wert R2 B hoch sein, um den ursprünglichen Strom I1 zu erhöhen und den Reststrom I2 zu vermindern.
Anschließend muß die dem Punkt G entsprechende und durch die Formel (5) bestimmte Spannung, sowie die dem Punkt H entsprechende und durch die Formel (6) bestimmte Spannung auf einen niedrigen Wert gebracht werden, d. h. der Wert A1'^ muß hoch und der Wert R2B muß niedrig sein. Dafür müssen für den Faktor m in Formel (7) und den Faktor η in Formel (8) hohe Werte gewählt werden. Darüber hinaus soll die Konstante α des Varistors 3 möglichst ebenfalls hoch sein.
F i g. 4 zeigt die Beziehung zwischen den Werten der die jeweiligen Elemente durchfließenden Ströme und der nach Einschalten der Stromquelle verstrichenen Zeitspanne, und zwar der Einfachheit halber nur die positiv verlaufenden Komponenten der Ströme; die positiv verlaufenden und die negativ verlaufenden Komponenten dieser Ströme sind nämlich symmetrisch. Der den Varistor 3 und die Entmagnetisierungsspule 4 durchfließende Strom ist mit (/), der den PTC-Thermistor 1 durchfließende Strom mit (g) und der den NTC-Thermistor 2 durchfließende Strom mit (h) bezeichnet. Punkte J und K geben die Werte I1 bzw. I2 wieder.
Wie aus der Schaltung von F i g. 1 ersichtlich, erhält man den die Entmagnetisierungsspule 4 durchfließenden Strom (/) durch Subtrahieren des den NTC-Thermistor 2 durchfließenden Stroms (K) von dem den PTC-Thermistor 1 durchfließenden Strom (g). Der den PTC-Thermistor 1 durchfließende Strom nimmt also kurze Zeit nach Einschalten des Netzschalters ab, während der die Entmagnetisierungsspule 4 durchfließende Strom, der zum Erzielen des Entmagnetisierungseffektes tatsächlich notwendig ist, in kürzerer Zeit abnimmt. Dies beruht auf der Tatsache, daß der den NTC-Thermistor 2 durchfließende Strom (K) unmittelbar nach Einschalten der Stromquelle schnell ansteigt und sich so der Kurve (g) annähert.
Der Grund dafür ist, daß die Temperatur des NTC-Thermistors 2 schnell zunimmt, weil er ebenfalls einer Selbsterhitzung unterworfen ist, die von der Spannung herrührt, die nach Ausschalten des Netzschalters unmittelbar daran angelegt wurde, so daß sein Widerstandswert abnimmt und folglich ein stärkerer Strom hindurchfließt. Auf diese Weise erhält man, wenn sich die NTC- und PTC-Thermistoren 1 und 2 gleichzeitig erhitzen, eine sehr kurze Betriebszeit, was einen weiteren Vorteil der Erfindung darstellt. Sind die Bedingungen nach Ablauf einer ausreichenden Zeitspanne stabil geworden, so sind die an den NTC-Thermistor 2 angelegte Spannung und der diesen durchfließende Strom so niedrig, daß nur ein geringer oder überhaupt kein Selbsterhitzungseffekt auftritt.
Die Temperatur des NTC-Thermistors 2 bleibt jedoch hoch, weil er die Selbsterhitzungswärme des PTC-Thermistors 1 zugeführt bekommt.
An Hand eines Beispiels der erfindungsgemäßen Schaltung werden deren ausgezeichneten Eigenschaften besonders deutlich: Der PTC-Thermistor 1 hatte eine Abmessung von 15 χ 3 mm, R1A = 15 Ω, und die Temperatur, bei der der rasche Anstieg des Widerstandswertes beginnt, liegt bei 75° C, während der NTC-Thermistor 2 eine Abmessung von 14 χ 2 mm, R2 B = 300 Ω und eine Konstante B eines Werts von 3500° K hatte. Diese beiden Thermistoren waren an einer Elektrode mittels Löten thermisch miteinander gekoppelt. Der Varistor 3 hatte eine Abmessung von 25 χ 2 mm, einen Stromwert von 100 mA bei 8 V und α = 3; die Entmagnetisierungsspule 4 hatte einen Widerstandswert von 20 Ω. Bei einer Energiequellenspannung von 120 V betrug der anfangs durch die Entmagnetisierungsspule 4 fließende Strom etwa 3,5 bis 4 A (von Null bis zum Scheitel), und der Reststrom betrug etwa 0,05 bis 0,1 mA. Der Ausgangsstrom J1 fiel innerhalb einer Sekunde bis auf ungefähr ein Zehntel (V10) ab.
Angesichts der Tatsache, daß gegenwärtig die Farbfernsehempfänger im Feststartsystem gebaut werden, wobei nach Einschalten des Netzschalters ein Bild erzeugt wird, ist es von besonderer Wichtigkeit, daß die Zeitspanne, in der der Ausgangsstrom abnimmt, bis auf etwa ein Zehntel ihres Wertes verringert ist, was einen großen Vorteil darstellt. Aus dem Ausgangsstrom I1 und dem Reststrom I2 ist ebenfalls ersichtlich, daß sehr zufriedenstellende Kennlinien erzielt wurden.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich, können die nachstehenden Vorteile durch erfindungsgemäßes Nutzbarmachen eines PTC-Thermistors, eines NTC-Thermistors und eines Varistors erzielt werden. Das bedeutet, die vorliegende Schaltung bildet ein vollautomatisches Entmagnetisierungssystem, in dem der Entmagnetisierungsbetrieb selbsttätig durch bloßes Einschalten des Netzschalters durchführbar ist, ohne daß irgendeine weitere Betätigung für das Entmagnetisieren notwendig wäre. Darüber hinaus ist die Betriebszeit sehr kurz und der Ausgangsstrom hoch, der Reststrom dagegen sehr niedrig. Dennoch sind diese Ströme entsprechend den Kennlinien des PTC-Thermistors, des NTC-Thermistors und des Varistors leicht steuerbar. Da die Schaltung gemäß der Erfindung kontaktfrei arbeitet, treten keine Kontaktgeräusche auf, und die technische Stromquelle kann ohne Änderung verwendet werden, so daß die Schaltung unabhängig von den anderen in den Fernsehempfänger eingebauten Stromkreisen konstruiert werden kann, wodurch gegebenenfalls beim Aufbau eines derartigen Stromkreises auftretende Schwierigkeiten ausgeschaltet werden können. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Schaltung besteht darin, daß sie unter verhältnismäßig niedrigen Kosten herstellbar ist.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Entmagnetisierungsschaltung für Farbfernsehempfänger mit einer Reihenschaltung aus einem Varistor und einer Entmagnetisierungsspule, zu der ein erster Thermistor mit negativem Temperaturkoeffizienten parallel geschaltet ist, während ein zweiter Thermistor mit positivem Temperaturkoeffizienten in Reihe mit der aus der Reihen-
    schaltung und dem ersten Thermistor bestehenden Parallelschaltung geschaltet ist und die beiden Thermistoren mit einer Stromquelle verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Thermistor (1) mit positivem Temperaturkoeffizienten und der Thermistor (2) mit negativem Temperaturkoeffizienten thermisch gekoppelt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE19702022015 1969-05-06 1970-05-05 Entmagnetisierungsschaltung fuer farbfernsehempfaenger Pending DE2022015B2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP3588469 1969-05-06

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2022015A1 DE2022015A1 (de) 1970-11-12
DE2022015B2 true DE2022015B2 (de) 1971-10-28

Family

ID=12454419

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19702022015 Pending DE2022015B2 (de) 1969-05-06 1970-05-05 Entmagnetisierungsschaltung fuer farbfernsehempfaenger

Country Status (5)

Country Link
US (1) US3617800A (de)
DE (1) DE2022015B2 (de)
FR (1) FR2042423B1 (de)
GB (1) GB1315207A (de)
NL (1) NL7006525A (de)

Families Citing this family (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL7614382A (nl) * 1976-07-14 1978-06-27 Philips Nv Ontmagnetiseerschakeling in een kleurentelevisie- -ontvanger.
JPH0753342Y2 (ja) * 1987-11-13 1995-12-06 株式会社村田製作所 ブラウン管用消磁装置
JPH0323794A (ja) * 1989-06-20 1991-01-31 Sony Corp 消磁装置
US5675219A (en) * 1995-12-21 1997-10-07 Thomson Consumer Electronics, Inc. Degaussing circuit for wide-range ac
JP3275689B2 (ja) * 1996-02-19 2002-04-15 株式会社村田製作所 消磁回路および消磁回路用部品
JPH11187416A (ja) * 1997-12-19 1999-07-09 Murata Mfg Co Ltd 消磁回路
GB2507268A (en) * 2012-10-23 2014-04-30 Ford Global Tech Llc Fast heat steering wheel
DE102020203583A1 (de) * 2020-03-20 2021-09-23 Robert Bosch Gesellschaft mit beschränkter Haftung Schutzvorrichtung für ein an eine Schnittstelle angeschlossenes elektronisches Bauteil

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3555343A (en) * 1968-03-11 1971-01-12 Rca Corp Automatic degaussing circuit for tv having half-wave voltage doubler power supply

Also Published As

Publication number Publication date
FR2042423B1 (de) 1974-03-01
FR2042423A1 (de) 1971-02-12
US3617800A (en) 1971-11-02
DE2022015A1 (de) 1970-11-12
GB1315207A (en) 1973-05-02
NL7006525A (de) 1970-11-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2833286A1 (de) Gleichstrommotor
DE3213558C2 (de) PTC-Widerstandsanordnung
DE2022015B2 (de) Entmagnetisierungsschaltung fuer farbfernsehempfaenger
DE1950581A1 (de) Beleuchtungseinrichtung mit in ihrer Lichtstaerke veraenderbarer Lichtquelle
EP0471332A1 (de) Schaltungsanordnung für den Betrieb einer Leuchtstofflampe
DE3874249T2 (de) Geraet zum auftragen hochschmelzenden klebstoffs und steuerkreis fuer seine temperatur.
DE1588888C3 (de) Übertemperatur-Schutzschaltung
DE1930266A1 (de) Entmagnetisierungsvorrichtung
DE2729913B2 (de) Entmagnetisierungsschaltungsanordnung in einem Farbfernsehempfänger und Farbfernsehempfänger mit einer solchen Anordnung
DE19704710C2 (de) Entmagnetisierungsschaltung und Komponenten für dieselbe
DE3105444C2 (de) Einphasenasynchronmotor für eine Spaltrohrmotorpumpe, insbesondere Heizungsumwälzpumpe
DE1614976B2 (de) Selbsttaetige entmagnetisierungsvorrichtung mit einem vier polkreuzglied
DE701380C (de) Verfahren zum Abgleich von Widerstaenden
DE2002405A1 (de) Waermefuehlender Regelkreis
DE2241266C3 (de) Überlastungsschutzstromkreis für Schallstrahler
DE2431279A1 (de) Steuereinrichtung fuer einen gleichstrommotor, insbesondere fuer einen lueftermotor in einem kraftfahrzeug
DE102007022213A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Begrenzung des Motorstroms
DE102020211010A1 (de) Heizungsanordnung
AT219737B (de) Schalteinrichtung für elektrische Wärmegeräte
DE1132670B (de) Schalteinrichtung mit Kaltleiter
DE2529281C2 (de) Nichtlinearer Widerstandskörper aus Zinkoxid (Varistor)
DE2905850C2 (de) Belichtungsfaktor-Schaltkreis in einer Belichtungsmeßschaltung für die Belichtungssteuerung einer Kamer a
DE738988C (de) Verfahren zur Erzielung eines grossen Regelbereiches von Heissleitern
DE1030396B (de) Schaltungsanordnung zur UEberwachung einer Spannung fuer die elektrische Nachrichtenuebertragungs- und Messtechnik
DE1023144B (de) Heissleiteranordnung zur Relaisverzoegerung mit steilem Stromanstieg