DE202638C - - Google Patents

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DE202638C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K23/00DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 202638 KLASSE 21 d. GRUPPE
FELTEN & GUILLEAUME-LAHMEYERWERKE ACT.-GES. in FRANKFURT a. M.
Verfahren und Anordnung zum Antrieb von Arbeitsmaschinen veränderlicher Geschwindigkeit oder Bewegungsrichtung mittels umlaufender
Gleichstrommotoren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1907 ab.
Bei Arbeitsmaschinen mit hin und her gehender Bewegung, z. B. bei Werkzeugmaschinen verschiedener Art, Hobelmaschinen, Stanzen, Pressen, Walzwerken u. dgl., aber auch bei anderen Betrieben, z. B. bei Aufzügen, bei welchen zwei gegenläufige Fahrkörbe zwischen zwei Geschossen sich dauernd auf und ab bewegen, benötigte man bisher besondere Umsteuervorrichtungen, z.B. Wendekupplungen zwischen antreibender Welle und Arbeitsmaschine ο. dgl. oder - Riemenwendegetriebe, oder bei unmittelbarem Antrieb mittels Elektromotoren mußte man die Antriebsmotoren durch Umkehr anlasser umsteuern.
Alle diese besonderen Vorrichtungen zur Änderung der Bewegungsrichtung' der Arbeitsmaschine sind nicht nur im Verhältnis zur eigentlichen Arbeitsmaschine ziemlich teure Apparate, sondern sie vermindern auch die Betriebssicherheit der Anlagen, da sie im allgemeinen mehr der Abnutzung und Störungen unterworfen sind als die Antriebsmaschine selbst.
Gemäß der Erfindung wird nun eine äußerst einfache Betriebsweise für Arbeitsmaschinen aller Art mit hin und her gehender Bewegung dadurch erreicht, daß man als An-. triebsmotoren Gleichstrommotoren verwendet, welche derart von genügend langsam pulsierendem Wechselstrom gespeist werden, daß sie ihre Drehrichtung periodisch umkehren.
Man kann entweder dem Läufer der Gleichstrommaschine mittels Bürsten Wechselstrom geringer Periodenzahl und der Erregerwicklung Gleichstrom zuführen oder umgekehrt der Erregerwicklung Wechselstrom geringer Periodenzahl zuführen und dem Läufer mittels Bürsten Gleichstrom zuführen. Benutzt man in letzterem Falle eine Akkumulatorenbatterie, ein gewöhnliches Gleichstromnetz 0. dgl. zum Speisen der Bürsten, so muß im allgemeinen zum Schütze des Motors ein Vorschaltwiderstand vorgesehen werden. Dieser Vorschaltwiderstand läßt sich vermeiden, wenn man als Gleichstromquelle eine Gleichstrommaschine wählt, welche praktisch konstanten Strom oder wenigstens Strom von begrenztem Höchstwert liefert.
Als Stromerzeuger für Wechselstrom geringer Periodenzahl kann vorteilhaft eine mit Gleichstrpmanker versehene Maschine benutzt werden, die mittels zweier Wicklungssysteme erregt wird, welche vom Strom oder von der Spannung der Maschine selbst unmittelbar oder mittelbar beeinflußt werden, so daß die Maxima der Felder der beiden Wicklungssysteme nicht gleichzeitig, sondern nacheinander eintreten.
Die Anordnung kann beispielsweise folgendermaßen getroffen werden: Von zwei selbsterregenden Gleichstrommaschinen speist jede eine Fremderregerwicklung der anderen Maschine derart, daß die Fremderregerwicklung

Claims (2)

das von der Selbsterregerwicklung erzeugte ■ Feld der Maschine umkehren kann. Hierbei tritt ein Pendeln der elektromotorischen Kräfte der Maschinen zwischen einem negativen und einem positiven Maximum ein, dessen Frequenz durch Änderung der Zeitkonstanten der Erregerwicklungen geändert werden kann. Bemißt man die Erregerwicklung unsymme- tris.ch, d. h. wählt man beispielsweise üei der einen der beiden Maschinen die von der anderen Maschine gespeiste Erregerwicklung so, daß sie das Nebenschlußfeld der Maschine . nicht überwiegen, sondern bis zu einem bestimmten Maximum schwächen kann, so liefert diese Maschine anstatt Wechselstrom pulsierenden Gleichstrom. In jedem Falle können die beiden beispielsweise genannten Erzeugermaschinen zu einer einzigen vereinigt werden. Die vorbeschriebene Erfindung ermöglicht noch besonders eine eigenartige !Betriebsweise bei sogenannten' Paternosteraufzügen u. dgl., wenn man an Stelle des Wechselstromes geringer Periodenzahl langsam pulsierenden . Gleichstrom anwendet; man kann dann erreichen, daß die Fahrkörbe, so oft sie in ein Geschoß auf der Fußbodenhöhe angelangt sind, für kurze Zeit zum Stillstand kommen und sich dann bis zum nächsten Geschoß weiterbewegen. Am vorteilhaftesten wird die vorliegende Betriebsweise dann, wenn mehrere Arbeitsmaschinen in gleichem Takte bewegt werden können. Dieser Betriebsfall liegt z. B. in Wäschereibetrieben beim Antrieb der Waschmaschinen vor. Auch Rührwerke in chemischen Betrieben lassen sich in derselben Weise antreiben. Paten τ-A N sprüche:
1. Verfahren zum Antrieb von Arbeitsmaschinen veränderlicher Geschwindigkeit oder Bewegungsrichtung mittels umlaufender Gleichstrommotoren, dadurch gekennzeichnet, daß entweder der Anker oder der Feldmagnet der letzteren mit einer unmittelbar erzeugten, selbsttätig sich ändernden elektromotorischen Kraft gespeist wird, die zwischen zwei positiven Grenzwerten, von denen der eine auch gleich Null sein kann, oder zwischen einem positiven und einem negativen Grenzwert periodisch so langsam schwankt, ■ daß die Motoren im ersten Falle nur ihre Drehzahl, im letzteren Falle hingegen auch ihren Drehsinn ändern, zum Zwecke, besondere Regelungsvorrichtungen und die damit verknüpften Energieverluste zu vermeiden.
2. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als. Erregerstromquelle für den Antriebsmotor eine Gleichstrommaschine oder ein Gleichstromnetz mit begrenzter Stromstärke dient.
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