DE202832C - - Google Patents

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DE202832C
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ropes
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H11/00Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types
    • B61H11/14Combinations of different types of brakes, e.g. brake blocks acting on wheel-rim combined with disc brakes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 202832 KLASSE 20/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. November 1906 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Neuerung an Kupplungen für die Bremszugstangen von miteinander gekuppelten Eisenbahn- oder anderen Fahrzeugen, und zwar solcher Züge, die dauernd in gleicher Wagenfolge, d. h. ohne daß die einzelnen Gefährte umgestellt werden, verkehren. Die besonderen Vorteile, die mit der neuen Kupplung erreicht werden, bestehen darin, daß die
ίο Zugkraft auf alle Bremsen des Zuges gleichmäßig übertragen wird und daß die bei der Fahrt in Gleiskrümmungen und durch das Schlingern hervorgerufenen Stöße vollständig ausgeglichen werden, so daß die Lage der Bremszugstangen durch diese Stöße nicht beeinflußt und ein ruckweises Schleifen der Bremsklötze an den Radkränzen vollständig vermieden wird.
Es sind Ausgleichvorrichtungen bekannt, bei denen durch Aufrollen von Seilen oder Seilenden dem unter gewissen Umständen unbeabsichtigt auftretenden Anlegen der Bremsklötze gegen die Rädkränze entgegengewirkt wird. Bei diesen ist aber lediglich den bei Drehgestellwagen auftretenden Lageveränderungen . der beweglichen und festen Teile gegeneinander Rechnung getragen. Dagegen können mit diesen bekannten Einrichtungen, die im übrigen auf den Bremshebel selbst wirken, die mit dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung erreichten Vorteile nicht erzielt werden, auch kommen sie für die eigentliche Kupplung bzw. Verbindung der Zugstangen aneinandergehängter Wagen nicht in Betracht. Die vorliegende Erfindung ermöglicht gegenüber den bekannten Einrichtungen die eingangs aufgeführten Vorteile.
Die Fig. ι und 2 veranschaulichen zwei Ausführungsformen der Bremsstangenkupplung.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist die Bremszugstange 29 mittels des Hakens 31 an das auf die Trommel 40 aufgewickelte Seil 51 angeschlossen. Die Trommel 40 ist auf der in der Längsrichtung des Fahrzeuges schwingbaren Welle 41 gelagert. An die Trommelwelle 41, die in dem Schlitzlager 36 durch den Stein 35 geführt ist, ist die Zugstange 29 des benachbarten Fahrzeuges mittels einer auf die Welle aufgeschobenen Buchse gelenkig angeschlossen. Demnach greift die Bremszugstange eines jeden Wagens mit dem einen Ende an dem Seil 51 und mit dem anderen Ende an der Welle 41 an. Diese Welle 41 ist mittels des Kreuzgelenkes 42 mit der bei 33 und 34 ,unterhalb des Wagenkastens gelagerten Welle 39 verbunden. Auf diese Welle 39 sind die Trommeln 37 und 38 aufgekeilt, auf denen zwei biegsame Drahtseile 43 bzw. 44 befestigt und in entgegengesetzter Richtung aufgewunden sind. Die freien Enden dieser beiden Seile sind über Führungsrollen 45, 46, die am Fahrzeuguntergestell gelagert sind, geleitet und mittels der Karabinerhaken 48 mit den Federbolzen 47 bzw. 50 verbunden. Die Federbolzen 47 und 50 sind unter Zwischenschaltung der Federn 49 am Untergestell des nächsten Fahrzeuges symmetrisch zur Längsachse desselben befestigt. Eine zweite an jedem Wagen vorhandene Brems-
Zugstange 30 dient dazu, mittels des Handrades 32 die Bremsen eines abgekuppelten, nicht im Zuge laufenden Wagens zu bedienen. Die Kupplung nach Fig. 1 wirkt wie folgt: Bei der Fahrt auf gerader Strecke hält der Zug an den Seilen 43 und 44 die Trommeln 37 und 38 im Gleichgewicht. Bewegt sich der Zug in einer Krümmung, so wird das dem Krümmungsmittelpunkt abgewendete Seil,
z. B. 44, von der Trommel 38 abgewickelt, letztere also gedreht·. Die somit in Drehung versetzte Welle 39 nimmt die mit ihr verbundene Welle 41 mit und dreht die Trommel 40, Wodurch das Seil 51, das in demselben
.15 Sinne wie das Seil 44 aufgewunden ist, abgerollt wird.
Dadurch, daß das Seil 51 ab- oder aufgewickelt wird, bleibt die bei dem Durchfahren der Krümmung auftretende Entfernungsänderung zwischen zwei Wagen ohne Einfluß auf die Lage jeder einzelnen Bremszugstange. Diese verharren vielmehr in ihrer Ruhelage, so daß die Bremse unbeeinflußt bleibt.
Durch diese Anordnung wird auch erreicht, daß die die Verbindung zwischen den Stangen 29 herstellenden Seile 51 im ganzen Zuge stets straff gespannt bleiben, so daß, wenn zwecks Anstellens der Bremse ein Zug auf die Bremszugstange des ersten Wagens ausgeübt wird, diese Verschiebung sich unter Vermittlung der Seile 51 auf sämtliche Stangen des Zuges überträgt. Bei dem durch diese Bewegung verursachten Ausschlag der mit den Stangen verbundenen Wellen 41 werden diese in den Bodenschlitzen 36 geführt. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2, die den Vorteil hat; daß dem Pufferspiel in erhöhtem Maße Rechnung getragen wird, wird nur das eine der beiden entgegengesetzt zueinander aufgewundenen Seile an dem nächsten Wagen befestigt, während das andere Seil an dem eigenen Wagen unter Vermittlung des Flaschenzuges 55, 56 an den Federzaum 57, 58 angreift. Drücken sich beispielsweise bei einer (auf der Zeichnung) nach oben gerichteten Bahnkrümmung die (auf der Zeichnung) oberen Puffer zusammen, so' bewirkt der Federzaum 57, 58 das Aufrollen des infolge der Annäherung der (auf der Zeichnung) oberen Puffer durchhängenden Seilendes 44, gleichzeitig hiermit aber auch ein Aufrollen des Seiles 51 auf die Trommel 40, so daß auch hierbei wieder die Lage der Zugstangen unbeeinflußt bleibt. Im übrigen nehmen die Federn 57 die durch das Pufferspiel hervorgerufenen. Stöße auf, gleichen also die Spannungsänderung der Seile 44 und 51 aus.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Eine die Relativbewegungen zweier benachbarter Fahrzeuge oder Drehgestelle ausgleichende Kupplung der Bremsgestänge mit Ausgleichtrommel, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichtrommel (40)
,zwischen die Bremszugstangen (29) zweier benachbarter Fahrzeuge in der Weise geschaltet ist, daß die eine Zugstange an das auf die Trommel aufwickelbare Verbindungsseil (51) und die andere Zugstange (29) an die Trommelwelle (41) gelenkig angeschlossen ist und daß mit der ,Trommelwelle (41), die durch eine Führung (35, 36) begrenzbare wagerechte Schwingungen in der Längsrichtung des Fahrzeuges ausführen kann, mittels eines Gelenkes (42) eine einen Fortsatz derselben bildende Welle (39) angeschlossen ist, die zwei Trommeln (37, 38) trägt,, auf der zwei in entgegengesetzter Richtung aufgewundene, an dem benachbarten Fahrzeug angeschlossene Seile (43, 44) befestigt sind, in der Weise, daß jede Relativbewegung der benachbarten Fahrzeuge durch die Seile (43, 44) auf die Trommeln (38,37) und von diesen durch das Gelenk (42) auf die Ausgleichtrommel (40) übertragen ■ wird, durch die das Verbindungsseil (51) ausgegeben oder aufgenommen wird.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden auf den Trommeln (37, 38) entgegengesetzt zueinander aufgewundenen Seile (43, 44) an am nächsten Wagen symmetrisch zur Wagenlängsachse angeordneten Federbolzen (47, 50) angreifen.
3. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur das eine Seil der einen Trommel an dem nächsten Wagen, das entgegengesetzt aufgewundene Seil der anderen Aufwindetrommel über einen unter Wirkung eines Federzaumes (57, 58) stehenden Flaschenzug (55, 56) am eigenen Wagen befestigt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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