DE2035761C2 - N-Pfad-Filter - Google Patents
N-Pfad-FilterInfo
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Description
35
Die Erfindung betrifft ein N-Pfad-Filter mit N zyklisch während höchstens dem N-ten Teil einer
Periode einer Steuerfrequenz nicht überlappend leitenden, in Querzweigen angeordneten Schaltern, dessen
Ausgang eine den Signalfluß während des Umschaltens (in den Schaltlücken zwischen den Anschaltzeiten der
Schalter des N-Pfad-Filters) hemmende Sperreinrichtung nachgeschaltet ist.
F i g. 1 zeigt ein z. B. aus der Zeitschrift »Frequenz«, Bd. 20/1966, Nr. 12, S. 404, Bild 11b, bekanntes
gebräuchliches N-Pfad-Querschalter-Filter, das aus N + 1 passiven Elementen (z. B. 1 Längswiderstand
und 3 Querkondensatoren) und aus N in den Querzweigen liegenden Schaltern besteht. Es kann in
mehreren Stufen angeordnet und in dualer Anordnung mit Längsschaltern ausgebildet werden.
N-Pfad-Filter werden in der elektrischen Meß- und Nachrichtentechnik zu Selektionszwecken verwendet.
Sie kommen zufolge der NichtVerwendung von Induktivitäten der allgemein bestehenden Forderung nach
»Integrierbarkeit« elektrischer Schaltungen nach, benötigen jedoch eine Steuerschaltung Für die Betätigung
ihrer Schalter.
Für die Schalter eines N-Pfad-Querschalter-Filters
besteht die Forderung, daß stets genau einer leitet. Wegen der endlichen Umschaltgeschwindigkeiten der
Schalter ist diese Forderung jedoch nicht exakt realisierbar.
Das tatsächliche Steuerprogramm liegt praktisch zwischen den beiden Grenzfällen, daß stets ein
Schalter völlig leitet (gestrichelt in Fig. 2) oder daß stets N-I-Schalter völlig sperren (durchgezogen in
Fig. 2).
Wenn stets ein Schalter völlig leitet, treten bei Umschaltzeiten tu Überlappungszeiten ta = 2tu auf,
während denen zwei Kondensatoren parallel geschaltet sind, so daß die betreffenden Kondensalorladungen
sich durch starke Ströme einander angleichen. Dabei werden die Unterschiede der Kondensatorspannungen
verringert, und die Hälf'e der Energieunterschiede geht verloren, was in einer zusätzlichen
Durchlaßdämpfung resultiert. Außerdem wirken sich die starken Ausgleichströme nachteilig auf die
Halbleiterschalter aus. insbesondere aus letzterem Grund vermeidet man diesen Grenzfall des ȟberlappenden
Schaltens«.
Wenn stets N-1-Schalter völlig sperren, so kommen keine Ausgleichströme vor, doch treten bei endlichen
Umschaltzeiten t„ Pausenzeiten tp = 2r„ auf, während
denen kein Schalter leitet und das N-Pfad-Filter praktisch eine Kurzschlußverbindung darstellt. Daher
verschlechtert dieser Grenzfall des »lückenden Schaltens« die Sperrdämpfung, insbesondere die Weitabdämpfung,
wesentlich und setzt ihr eine von dem Verhältnis
N-f„
abhängige obere Grenze (f0 = Gesamtdauer eines
Schaltzyklus). Bei einem zwischen den beiden Grenzfälkn
liegenden Steuerprogramm verschlechtern sich Durchlaß- und Sperrdämpfung.
Die Erfindung hat die Aufgabe, unter Beibehaltung der Vorteile des »lückenden Schaltens« den beschriebenen
Nachteil zu beseitigen, d. h. die hierbei praktisch erreichbare Sperrdämpfung zu vergrößern.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit Hilfe der im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 beschriebenen
Maßnahme.
Die Erfindung verwendet also als Sperreinrichtung ein ohnehin meist vorgesehenes, mit dem ersten
N-Pfad-Filter in Reihe geschaltetes zweites N-Pfad-Filter. Dies ergibt den Vorteil, daß sich eine besondere
Sperreinrichtung erübrigt.
Aus der GB-PS 11 15 940 ist zwar eine auch als N-Pfad-Filter arbeitende Modulator-Anordnung mit
längs angeordneten Pfadschaltern bekannt, bei der ausgangsseitig als Sperrvorrichtung ein besonderer,
den Signalfluß während des Umschaltens jedes Pfadschalters hemmender Schalttransistor (FET 5 in
Fig. 1 dieser Druckschrift) vorgesehen ist, die aber von einer Anordnung mit längs angeordneten Pfadschaltern
ausgeht, als Sperreinrichtung einen besonderen längs angeordneten Schalttransistor verwendet
und die andersartige Aufgabe löst, die während der Umschaltvorgänge durch die Ungleichheit der Pfadschalter
hervorgerufenen impulsförmigen Störspannungen zu unterdrücken. Der Einfluß eines praktisch
realisierbaren, mit Überlappungen und/oder Lücken arbeitenden Steuerprogramms auf die Durchfluß- oder
Sperrdämpfung ist in der GB-PS 1115 940 nicht angesprochen. Diese geht von einem idealen Steuerprogramm
aus, bei dem stets genau einer der Pfadschalter leitet. Sie behandelt nur N-Pfad-Filter mit
Längsschaltern, bei denen in dem bei der Erfindung vorausgesetzten Fall eines lückenden Schalterbetriebs
gar keine Beeinträchtigung der Sperrdämpfung auftritt.
In Fig. 5 der DT-OS 19 23 893 der zugehörigen
älteren Anmeldung ist als dortiges erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines N-Pfad-Filters mit Quer-
zweigen bereits eine Anordnung vorgeschlagen worden, die zwei separate Ausblendschalter vorsieht, von
denen der eine als gemeinsamer Querschalter 4 aller Querzweige und von denen der andere ausgangsseitig
wahlweise als Längsschalter 4 oder als Querschalter 4' angeordnet ist.
Aus Frequenz, a. O, S. 402, Bild 8, ist auch die
Kettenschaltung mehrerer N-Pfad-Filter bekannt, deren einander entsprechende Schalter gleichphasig von
einem einzigen Taktgeber gesteuert werden. ι ο
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht bei Verwendung von vier oder mehr in Kette geschalteten
N- Pfad-Filtern die in Anspruch 2 beschriebene Maßnahme vor.
Soll außerdem eine Störspannungsunterdrückung erfolgen, so sieht eine andere Weiterbildung der
Erfindung hierfür die im Anspruch 3 beschriebene Maßnahme vor.
Die Erfindung ist anhand von zwei Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt.
Es zeigt in der Zeichnung
F i g. 1 ein Schaltbild der bereits eingangs erläuterten bekannten N- Pfad-Filterstufe mit JV = 3 in kapazitiven
Querzweigen angeordneten Schaltern,
F i g. 2, a bis c, Diagramme der Einschaltzeiten der drei Schalter des in Fig. 1 bzw. des in Fig. 3 dargestellten
N-Pfad-Filters und Fig. 2d ein Diagramm der Sperrzeiten des Schalters einer in F i g. 3 enthaltenen
Sperreinrichtung,
F i g. 3 ein Schaltbild einer bereits vorgeschlagenen Anordnung mit zwei periodisch betätigten Schaltern
(DT-OS 1923 893, Fig. 5),
F i g. 4 ein Schaltbild eines ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels mit einem zweiten JV-Pfad-Filter
(4Γ) als Sperreinrichtung, dessen Schalter phasenverschoben gegenüber denen des ersten N-Pfad-Filters
(41) gesteuert werden, und
Fig. 5 ein Schaltbild eines zweiten erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiels mit einer Kettenschaltung aus drei untereinander phasenverschoben gesteuerten
JV-Pfad-Filtern und einem nachgeschalteten Ausblendschalter.
Die für alle dargestellten Anordnungen im wesentlich gleich vorgesehene JV-Pfad-Filterstufe 1 (41, 51)
hat drei in Querzweigen liegende Schalter la, Ib, Ic,
zu denen je ein Kondensator 11, 12, 13 in Serie geschaltet ist, und einen in Serie vor den Abzweigungen
liegenden Längswiderstand 14. Eine Steuereinheit 3 ist über Steuerleitungen mit einem Steuereingang eines
jeden der Schalter la, Ib, Ic verbunden. An den
Eingangsklemmen der Filterstufe 1 liegt eine Signalspannung U1, und an den Filterausgangsklemmen
tritt eine Filter-Ausgangsspannung u2 auf.
Die Kondensatoren 11, 12, 13 bilden zusammen mit dem Längswiderstand 14 RC-Tiefpaßglieder, deren
Durchlaßbereich in bekannter Weise mittels zyklischer Leitend-Steuerung der Schalter la, Ib, Ic
in den Durchlaßbereich eines Bandpasses hochtransformiert wird, dessen Mittenfrequenz die Zyklusfrequenz
ist.
Das entsprechende Steuerprogramm zeigt Fig. 2,
a bis c. In F i g. 2 ist L = leitend und 0 = sperrend. An den Soll-Umschaltzeiten tsl, ts2, ts3 treten im
durchgezogen gezeichneten Steuerprogramm und auch in den übergängen zwischen diesem und dem gestrichelt
gezeichneten Programm Schaltlücken (Pausenzeiten) tp auf mit der oben beschriebenen Folge der
Sperrdämpfungsverschlechterung.
Letztere wird bei der in F i g. 3 dargestellten, bereits vorgeschlagenen Anordnung durch eine der Filterstufe
31 nachgeschaltete Sperreinrichtung 32 verhindert, welche mindestens zu den in F i g. 2d dargestellten
Zeiten einen sperrenden Längsschalter 35 bzw., äquivalent dazu, einen leitenden Querzweig hat. Außerdem
ist ein weiterer, mit den drei Querzweigen in Reihe geschalteter periodisch betätigter Querschalter 35'
vorgesehen, der gleiche Einschaltzeiten der drei in den Querzweigen angeordnete Schalter erzwingt, wodurch
sich speziell eine Spiegelfrequenzreduktion ergibt.
Die Sperreinrichtung 32 sperrt den gesamten Signalfluß zu den in F i g. 2d als Hocker dargestellten Zeiten
(ein Querschalter mittels Leiten, der Längsschalter 32 mittels Sperren) und gibt ihn in den dazwischenliegenden
Zeitabschnitten, in denen genau einer der JV-Pfad-Filter-Schalter la, Ib, Ic leitet, frei. Damit
besteht zu keinem Zeitpunkt mehr eine Direktverbindung vom Eingang des Filters zu den Ausgangsklemmen
der Gesamtschaltung. Insbesondere werden die in der Umgebung der Soll-Schaltzeiten ίΆ, tS2 ts3
auftretenden Störspitzen durch den Ausblendschalter 35 von den Ausgangsklemmen abgetrennt.
Beim ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel (F i g. 4) ist der JV-Pfad-Filter-Stufe 41 eine
Entkopplungsstufe 40 nachgeschaltet, welcher als Sperreinrichtung ein in Kette geschaltetes, die gleiche
Frequenzcharakteristik wie Filter 41 aufweisendes zweites N-Pfad-Filter 41' folgt, dessen Schalter über
Steuerleitungen mit einer Steuereinheit 43 verbunden sind und von dieser um ^1 -φ0 = 2 n/2 N = π/3 phasenverschoben
gegenüber Schaltern der N-Pfad-Filter-Stufe 41 gesteuert werden. Damit ist sichergestellt,
daß sich keine Schaltlücken beider N-Pfad-Filter-Stufen überschneiden, so daß auch zu keinem Zeitpunkt
ein unbehinderter Signalweg vom Eingang zum Ausgang der Kette besteht. Andererseits ist nun auch
zu keinem Zeitpunkt der Signalfluß für alle Frequenzen unterbrochen, da das N-Pfad-Filter 41' die
Frequenzen seines Durchlaßbereiches immer passieren läßt, so daß die Durchlaßdämpfung im wesentlichen
unverändert bleibt gegenüber der des N-Pfad-Filters 41, womit indessen auch die Störspitzen nicht beeinflußt
werden.
Beim zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel sind über zwischengeschaltete Entkopplungsstufen 50,50' mehrere N-Pfad-Filterstufen 51,51', 51"
in Ketten geschaltet, die von einer Steuereinheit 53 um
2.-T
gegeneinander phasenverschoben gesteuert werden und denen ein einziger Ausblendschalter 52 nachgeschaltet
ist, welcher den Signalfluß während jeder Schaltlücke jedes der N-Pfad-Filter der Kette sperrt.
Eine solche gleichzeitige Verwendung mehrerer erfindungsgemäßer Sperreinrichtungen und eines Ausblendschalters
52 trägt zu einer weitgehenden Verbesserung der Sperrdämpfung bei und blendet zusätzlich
Störungen des letzten Filters aus.
Voraussetzung hierfür ist, daß die Entkopplungsstufen 50, 50' sowie eventuell zusätzlich eingefügte,
nicht näher dargestelte Verstärkerstufen breitbandig ausgelegt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. N-Pfad-Filter mit N zyklisch während höchstens dem N-ten Teil einer Periode einer Steuerfrequenz
nicht überlappend leitenden, in Querzweigen angeordneten Schaltern, dessen Ausgang
eine den Signalfluß während des Umschaltern {in den Schaltlücken zwischen den Anschaltzeiten
der Schalter des N-Pfad-Filters) hemmende Sperreinrichtung nachgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperreinrichtung ein nachgeschaltetes zweites N-Pfad-Filter (41') ist, dessen Schalter derart phasenverschoben gegenüber
denen des ersten N-Pfad-Filters (41) gesteuert werden, daß die Schaltlücken beider Filter sich
nicht überschneiden.
2. N-Pfad-Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Kettenschaltungen
unter sich konphas gesteuerter N-Pfad-Filter einander nachgeschaltet sind, wobei
die Ketten phasenverschoben zueinander gesteuert werden.
3. N-Pfad-Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem letzten N-Pfad-Filter
(Sl") der einander einzeln oder in Ketten nachgeschalteten, phasenverschoben angesteuerten
N-Pfad-Filter ein einziger, an sich bekannter Ausblendschalter (52) nachgeschaltet ist, der den
Signalfluß während des Umschaltens jedes Schalters aller N-Pfad-Filter hemmt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702035761 DE2035761C2 (de) | 1970-07-18 | N-Pfad-Filter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702035761 DE2035761C2 (de) | 1970-07-18 | N-Pfad-Filter |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2035761A1 DE2035761A1 (de) | 1972-03-09 |
| DE2035761B2 DE2035761B2 (de) | 1972-03-09 |
| DE2035761C2 true DE2035761C2 (de) | 1976-12-23 |
Family
ID=
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