DE203620C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Jv£ 203620 KLASSE 21 α. GRUPPE
Dr. LUIGI CEREBOTANI in MÜNCHEN und ALBERT SILBERMANN in BERLIN.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Typenfernschreiber, dessen Handhabung eine
ähnliche wie die einer Schreibmaschine ist. Er, gehört zu jener Klasse von Fernschreibern,
bei welchen das Niederdrücken einer beliebigen Taste die Einstellung der betreffenden
Type (mittels einer infolge eben dieses Niederdrückens erfolgenden schrittweisen
elektromagnetischen Fortschaltung eines
ίο mit dem Typenrad starr zusammenhängenden
'Stromschließarmes von Beleg zu Beleg einer Stromschlußscheibe, Patente 179669 und
187148), ferner den Abdruck der eingestellten Type, und endlich das Zurückspringen
des Typenrades in die Anfangslage zur Folge hat. . ,
Die Vorzüge dieser Fernschreibmaschine bestehen zunächst darin, daß erstens nur ein
Strom in einer Richtung, und zwar aus einer Batterie, weiche an einem Ende der Linie
aufgestellt ist, erforderlich ist, zweitens kein polarisiertes Relais und kein Stromumkehren
hierbei in Anwendung kommt, drittens der Abdruck sowohl wenn der Strom dauernd vorhanden ist als, wenn der Strom anhaltend
unterbrochen bleibt, vor sich geht. Ferner arbeitet der Apparat sehr schnell, weil sich
die zur Einstellung erforderlichen Stromstöße um die Hälfte reduzieren., so daß die Linie
weniger Stromstöße für die einzelnen Buchstaben als bisher zu übermitteln hat.
Der Einrichtung dieser Fernschreibmaschine liegt folgende Erwägung zugrunde: Eine
elektromagnetische Fortschaltung kann unterbrochen werden sowohl durch dauerndes Erregtbleiben
des Elektromagneten als auch durch ■ anhaltende Unterbrechung des Stromes.
Wenn also das Niederdrücken einer Taste derart die schrittweise Fortschaltung eines
Stromschließarmes mittels Belege veranlaßt, daß bei Erreichung des der niedergedrückten
Taste entsprechenden Belegs der Strom bald anhält, bald ganz ausbleibt, so kann ein
Typenrad verwendet werden, welches je zwei Typen für je einen Schritt (Zahn) des Steigrades
trägt, und welches sowohl infolge eines andauernden Stromes als auch durch anhaltende
Unterbrechung des Stromes stehen bleibt. Dies kann nun einerseits erreicht
werden durch dieselben Belege, welche die genannte schrittweise Bewegung bewirken,
indem die weitere Verbindung der Belege mit der den <Strom übermittelnden Leitung
von dem Ruhestande der betreffenden Tasten derart abhängig gemacht wird, daß sich die
Verbindung eines bestimmten Belegs aufhebt, sobald die betreffende Taste niedergedrückt
ist, andererseits durch die Anordnung einer zweiten Art von Belegen, welche derart
mit den ihnen entsprechenden Tasten verbunden sind, daß der Strom (welcher sich durch die erste Art von Belegen Beleg zu
Beleg unterbricht) dauernd anhält, sobald ein Beleg dieser Art erreicht wird, dessen entsprechende
Taste niedergedrückt ist.
Der Vorgang der selbsttätigen Entkuppelung des Typenrades von seiner Drehachse χ
(Fig. ι und 2) infolge des vollzogenen Ab-
druckes Und der Wiederkuppelung bei der Anfangslage desselben Typenrades wird hier als
bekannt vorausgesetzt.
Die beiden Figuren lassen erkennen:
a) wie durch Niederdrücken einer beliebigen Taste, sich eine Reihe von Stromstößen bildet, welche die .betreffende Type einzustellen hat;
a) wie durch Niederdrücken einer beliebigen Taste, sich eine Reihe von Stromstößen bildet, welche die .betreffende Type einzustellen hat;
b) wie sich die verlangte Type einstellt ίο entweder infolge einer Verlängerung des
Linienstromes oder infolge einer Verlängerung der Unterbrechung des Stromes, je nachdem eine Taste, welche mit t, oder eine,
welche mit t1 bezeichnet ist, niedergedrückt wird, und wie dabei die Zahl der zur Einstellung
der Type notwendigen Stromstöße um die Hälfte reduziert wird;
c) endlich, wie sofort nach der vollzogenen Einstellung der Type der Abdruck letzterer
vor sich geht.
Hinter dem Typenrad T steht unbeweglich eine nicht leitende Wand D, welche mit zwei
konzentrischen Reihen c, c und b, b metallischer Belege den Zähnen des Steigrades S
entsprechend versehen ist. Je ein Beleg b . . . liegt — in Richtung des Radius gesehen —
zwischen zwei Belegen c, c. Die Muffe h,
mit welcher das Typenrad starr verbunden ist, trägt außer diesem eine Art Zeiger Z,
welcher drei Schleifkontakte trägt. Der erste dieser Schleifkontakte fährt während der
Drehung der Muffe (somit des Typenrades) über die erste Reihe der genannten Belege
c, c . . .j der zweite Schleifkontakt über die
zweite Reihe b, b und der dritte über einen metallischen Ring a, welcher gleichfalls an der
Scheibe D angeordnet ist. Dieser Ring α ist ferner mit der Fernleitung / metallisch verbunden.
Die Klaviatur setzt sich zusammen aus 53 nicht leitenden Tasten, ferner aus einer
Platte pf, welche unbeweglich angeordnet ist, und endlich aus· einem gelenkartig angebrachten
Rahmen pm. Die Metallplatte pf verbindet sich metallisch mit der Platte pm
mittels des Kontaktstückes m, solange keine Taste niedergedrückt ist. Im Falle des Niederdrückens
einer Taste nimmt die Platte pm die punktierte Lage pm1 ein, somit'trennt sie sich
von der Platte pf (vgl. beide Figuren).
Die Tasten gehören, wie nachstehend-erläutert wird, teils zu der ersterUReihe von
Belegen c, c . . ., teils zu der zweiten Reihe b, b . . . und zerfallen daher in zwei Klassen.
Die der ersten werden hier mit t1, die der
zweiten mit t bezeichnet.
Die Tasten der einen Klasse t1, t1 . . . führen
einen Metallring unterhalb der Platte pf; welcher in der Ruhelage der Taste die
Platte pf berührt. Die Tasten der anderen Klasse f, f.. . . führen gleichfalls einen Metallring,
aber oberhalb der Platte pf, der von dieser so lange absteht, als die Tasten t nicht
niedergedrückt werden, beim Niederdrücken sich dagegen gleichfalls mit der Platte pf
metallisch verbindet. Die Ringe von f\ i1, . .
sind mit je einem Beleg c, c. . . und die Ringe von t, t. . . mit je einem Beleg b, b . . . durch
Drähte verbunden. An einem Ende der Fernleitung liegt die Linienbatterie LB. Der eine
Pol dieser Batterie ist geerdet, und mit dem anderen beginnt die Fernleitung, welche bei
jedem Apparat, der an die Fernleitung angeschlossen ist, folgenden Weg geht:
Um Elektromagnet E, über Platte pf, durch Kontakt m. über Platte pm und weiter zum
zweiten Fernort und endlich in die Erde.
Demgemäß ist der Linienstromkreis geschlossen und der Elektromagnet E bei der
Fernschreibmäschine erregt. Man erwäge aber hier gleich, daß es so eingerichtet ist,
daß bei der erwähnten Wiederherstellung der Normallage (welche sich unmittelbar nach
dem Abdruck vollzieht) der Zeiger Z die bei Fig. 2 angegebene Lage einnimmt bzw. um
einen halben Schritt des Steigrades hinter den ersten Belegen c zu stehen kommt.
Aus dem Dargelegten ergibt sich, daß der Linienstrom ständig und so lange vorhanden
ist, somit alles in der Anfangslage bleibt, als keine Taste in einer Station niedergedrückt
ist. Wird aber an irgendeiner Station bei der Fernschreibmaschine eine beliebige
Taste (der Klasse,i1 oder t) berührt, so unterbricht
sich sofort der Linienstrom, und die Folge davon ist, daß bei jeder an der Leitung
angeschlossenen Schreibmaschine sich das Typenrad und der Zeiger Z in der Richtung
des Pfeiles, wie nachstehend dargelegt wird, um einige Schritte dreht, bis der Zeiger
Z den Beleg c oder b erreicht, welcher mit dem Ringe der niedergedrückten Taste
verbunden ist. Dadurch stellt sich die der niedergedrückten Taste entsprechende Type
ein, die dann unmittelbar, wie nachstehend gleichfalls erläutert wird , zum Abdruck gelangt.
Bei Unterbrechung des Linienstromes durch
Niederdrücken einer beliebigen Taste t1 kommt die Abreißfeder/" zur Wirkung; dies hat die
Vorwärtsbewegung des Zeigers Z und des Typenrades T um einen halben Zahn des.
Steigrades S zur Folge. Dadurch ist aber der erste Schleifkontakt des Zeigers Z in Berührung
mit dem ersten Beleg c, welcher mit der ersten Taste t1 in Verbindung steht. Hier
schließt sich aber (auch wenn Platte pm von Platte £f in' der gebenden Station absteht)
wiederum der Linienstrom, welcher jetzt folgenden Weg geht: LB um E1 pf, Ring der
ersten Taste t1, c, Z, Ring a, I, Punkt η und
Erde.
Der Elektromagnet führt jetzt also (bei . jedem an die Fernleitung angeschlossenen
Apparat) den Zeiger Z bzw. das Typenrad T um einen halben Schritt wiederum vorwärts,
wodurch wieder Unterbrechung usf. stattfindet.
Wenn die niedergedrückte Taste keine andere Wirkung hätte, als den Rahmen pm von
der Platte ^/ metallisch zu trennen, so würde
ίο eine Bewegung des Typenrades um den . ganzen Kreis herum entstehen. Aber die
niedergedrückte Taste hat außerdem die Aufgabe, entweder ihren Ring von der Platte pf
zu trennen, wenn sie zu der Klasse i1, i1. . .
gehört, oder ihren Ring mit derselben Platte pf zu verbinden, wenn sie eine aus der Klasse t
ist.
Ist die betreffende Taste eine solche der ix-Gruppe und z. B. die fünfte in der Reihe,
so kann die Bewegung nur bis zu dem fünften Beleg c statthaben, welcher dann mit der
Platte pf nicht leitend verbunden ist. Die Abreißfeder / hat den letzten halben Schritt
vollzogen. Da aber hier bei dem fünften Beleg c kein Strom mehr vorhanden ist, so
bleibt hier f ungestört in Kraft bzw. bleibt alles unter der Wirkung von f stehen, und
zwar infolge einer andauernden Unterbrechung des Linienstromes.
Ist aber eine i-Taste niedergedrückt, z. B. die siebente, so kann die Bewegung nur bis
zu dem siebenten Beleg b dauern. Der Strom, welcher den Zeiger Z (bzw. T) vom unmittelbar
vorangehenden Beleg c zu diesem Belege b führte, unterbricht sich nicht, da dieser Beleg
b mit der Platte pf (durch die niedergedrückte. Taste) leitend verbunden ist. Der
Strom findet dadurch einen zweiten Weg, ehe sich der Weg über den letzten Beleg c
unterbricht, nämlich folgenden: LB um E, pf, über den Ring der siebenten Taste t, über
den siebenten Beleg b, Z, a, n, L usw.
Zur Vermeidung von Mißverständnissen sei hier aber nochmals bemerkt, daß der Schritt
von c nach b nicht durch Unterbrechung des Stromes, sondern durch den Strom, welcher
sich bei c wieder schließt, erfolgt. Den Schritt von b nach c bewirkt die Abreißfeder (oder
'eine ähnliche Einrichtung), den aber von c nach b bewirkt der Strom, welcher den Magneten E
wieder erregt. Nur wenn kein Strom mehr vorhanden ist, erfolgt kein weiterer Schritt,
sondern der Zeiger bleibt bei c stehen unter der Wirkung der Abreißfeder, welche eben
den Schritt von b nach c vollzogen hatte. Wenn sich aber hierbei der Strom wieder
schließen kann, so geht der Zeiger weiter nach b, und wenn sich der Strom beim Belege
b nicht wieder unterbricht, d. h. die Feder ihre Wirkung nicht ausüben kann, so
bleibt der Zeiger beim Belege b. Da also im angenommenen Falle beim siebenten Belege b
keine Unterbrechung stattfindet, so bleibt der Magnet E in Wirkung, und folglich bleibt
alles stehen, aber nicht mehr unter der Wirkung der Feder/, wie vorher, sondern unter
der Wirkung eines andauernden Stromes, weil· der Hebel W von E angezogen bleibt.
- Auf diese Weise wird also von halbem Schritt zu halbem Schritt das Steigrad S und folglich vermittels einer um die Hälfte reduzierten Zahl der dazu erforderlichen Stromstöße eine Type eingestellt.
- Auf diese Weise wird also von halbem Schritt zu halbem Schritt das Steigrad S und folglich vermittels einer um die Hälfte reduzierten Zahl der dazu erforderlichen Stromstöße eine Type eingestellt.
Das Typenrad führt je zwei Typen für je einen Schritt des Steigrades, so daß es halben
Schritt um halben Schritt bzw. sowohl beim Vorhandensein des Stromes als in der Unterbrechung
eine Type zum Abdrucken dem Papier vorführt. Mag daher die Taste, weiche niedergedrückt wird, eine sein, die
zu einem Belege c, oder eine zweite, die zu dem unmittelbar darauffolgenden Belege b
gehört, so ist es ein und derselbe Stromstoß, welcher die Einstellung sowohl der c-Type
als der & Type bewirkt.
Wäre sonst kein weiterer · Vorgang da, welcher den Abdruck bewirkt usw., so würde
auch nach erfolgter Einstellung des Zeigers Z und. des Typenrades alles stehen bleiben. Dem
ist aus folgenden Gründen aber nicht so.
Der den Abdruck bewirkende Magnet / befindet sich in einem Lokalstromkreis OB
derart, daß der Kreis nur dann geschlossen ist, erstens wenn der Zeiger Z aus der Ruhelage
ist, zweitens wenn der Anker von / nicht angezogen ist, und drittens, wenn entweder
eine Stromes- oder eine Unterbrechungsverlängerung eintritt. Der Weg des Stromlaufes
setzt sich nämlich aus folgenden Teilen zusammen: Batterie OB, Wicklung von J,
Kontaktstück 3 (welches eine Feder trägt, die mit dem Ankerhebel 4 in Berührung kommt), Anker 4, zu der Feder 1, welche,
solange Zeiger Z in der Ruhelage ist, vom Kontaktstück 2 abgehalten wird, dann (in der
Arbeitslage von Z) über 2 und zu dem einen oder anderen Kontaktstücks, über dasEchappement
6 zur Batterie OB zurück. Da die Verbindung von dem einen Kontakte 5 mit 6 nur dann
eine wirksame ist, wenn das Echappement in der Ruhe ist. (entweder weil der Elektromagnet
J nicht so empfindlich ist, daß er bei den raschen Kontakten 5,6 zum Ansprechen
gelangen könnte, oder weil der Kontakt 5, 6 sich nur dann genügend gut bildet, wenn
das Echappement ruht), und da die Feder 1 vom Stück 2 getrennt bleibt, solange Z nicht
aus der Ruhelage. (Anfangslage) kommt, so kann offenbar der Abdruckmagnet J nur
dann seine Wirkung ausüben, wenn das Rad T anhält bzw. die betreffende Type eingestellt
ist, denn nur in diesem Falle ist der Strom-
kreis des Elektromagneten J bei den drei, erwähnten
Stellen geschlossen.
Hat aber der Abdruckmagnet Jangesprochen, so unterbricht sich sofort sein Stromkreis
bei 4,3, und folglich wird der Anker 4, der nun wiederum der freien Wirkung seiner Abreißfeder
folgen muß, abgestoßen, was eben den Vorgang zur Folge hat, welcher als bekannt vorausgesetzt wurde, nämlich die Entkuppelung
der Muffe h und Zubehör von der Achse x, die Herstellung der Anfangslage
und die Wiederkuppelung. . Mit dem Ansprechen des Elektrogmagneten J hatte sich nämlich die Entkuppelung dadurch vorbereitet,
daß sich ein mit dem Anker 4 zusammenhängendes, nur nach der einen Richtung (vgl. auch Patent 145234) nachgebendes
Stück hinter einen mit der Muffe verbundenen Teil legt, so daß es hierauf nur durch Mitnehmen
der Muffe h seine Ruhelage unter dem Einfluß der am Anker 4 befindlichen Abreißfeder o. dgl. wieder erlangen kann. Hat
sich hierbei die Muffe h von der Achse χ entkuppelt, so folgt sie der Kraft einer Spiralfeder
und kommt dadurch wieder in die Anfangslage; in dieser Lage läßt auch das
genannte nachgiebige Stück die Muffe wieder frei, so daß sich diese mit der Achse χ wieder
kuppeln kann. . .
Es bedarf wohl kaum der Erwähnung, daß alle diese Vorgänge sowohl für den Gebeapparat
gelten, der mit den Fingern gehandhabt wird, also auch für einen- zweiten, dritten usw., welcher so in der Leitung liegt,
wie Fig. 2 angibt.
Der gebende Apparat regt Schritt für Schritt die Vorgänge derart an, daß jeder
Schritt sowohl die Folge des vorhergehenden als auch zugleich die Ursache des folgenden
Schrittes ist. Die übrigen Apparate haben nichts anderes zu tun, als gleichfalls dem
gebenden Apparate schrittweise zu folgen.
Claims (1)
- Patent-An Sprüche:i. Elektrischer Typenfernschreiber mit Klaviatur, bei welchem das Niederdrücken einer Taste sowohl beim Apparat, auf dem man schreibt, als auch bei weiteren an" dieselbe Leitung angeschlossenen Apparaten die elektromagnetische Einstellung und den Abdruck der betreffenden Type eines Typenrades bewirkt, worauf dieses selbsttätig unter Wirkung einer beim Einstellen gespannten Feder o. dgl. in die Anfangslage zurückspringt, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer festen Scheibe (D) zwei Arten metallischer Belege (c,c.. . und b,b...) vorgesehen sind, die mit zwei Gruppen Tasten (t1, t1... und t, P...)' in der Weise elektrisch zusammenwirken, daß bei der ersten Art von Belegen (c, c. . .) sich wohl die schrittweise von einem Elektromagneten beherrschte Bewegung des Verschlußarmes (Z) und des Typenrades (T) in bekannter Weise vollzieht, daß aber, da die weitere Verbindung derselben Belege (c, c ...) mit einer den Strom übermittelnden, die Tasten enthaltenden Platte (pf) von dem Ruhestand der betreffenden Tasten (t111. . .) abhängig ist, die Bewegung bei jenem Beleg (c) aufhört bzw. sich der Strom bei jenem Belege (c) unterbricht, dessen Taste ^/niedergedrückt wurde,· während bei der zweiten Art von Belegen (b, b . . .) der Strom, welcher sich durch die erste Art von Belegen (c, c) von Beleg zu Beleg unterbricht, fortbesteht, sobald ein Beleg dieser Art (b, b) erreicht wird, dessen entsprechende Taste (t) niedergedrückt ist. j · 2. Typenfernschreiber nach Anspruch 1 unter Verwendung einer einzigen Batterie an einem Ende der Linie ohne Zuhilfenahme eines polarisierten Relais oder einer 8g Vorrichtung zur Umkehrung der Stromrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß erstens, solange keine Taste ff oder i3^) | an irgendeinem Apparat niedergedrückt ;ist, der die Einstellung der Type bewirkende Elektromagnet (E) dauernd erregt ■ wird, indem ein Strom aus der Batterie (L1B), über den Elektromagneten (E) zur metallischen Tastaturplatte (pf), einen Kontakt (m), den Tastenrahmen (pm) und weiter über die Linienleitung (L) zum zweiten Ort über den dortigen Elektromagneten (E), Platte (pf) usw. und endlich zur Erde vorhanden ist, daß ferner dieser Strom infolge Niederdrückens irgendeiner Taste (t oder t1) unterbrochen wird, weil sich dabei der Rahmen (pm) neigt und sich von der Platte (pf) metallisch trennt, daß weiter sofort nach dieser ersten "Unterbrechung des Stromes der Batterie (LB) eine Reihe von Stromschließungen aus derselben Batterie entsteht, indem der Stromschließarm (Z), welcher auf nichtleitendem Stoff der Scheibe (D). stand, beim Stromloswerden des Hemmungselektromagneten (E) in bekannter Weise mit einem Metallbeleg (c) in Berührung kommt, welch letzterer mit einem mit der Platte (pf) in Verbindung stehenden Metallring einer Taste (t1) verbunden ist, wodurch sich der Strom der Batterie (LB) wieder schließt und jetzt den WTeg über den Beleg (c), den Stromschließarm (Z), Kontaktring (a), Punkt η der Linie L usw. geht, was sich beim zweiten Belege, (c) wiederholt und so fort, und daß endlich dieser Strom, je nachdem eine Taste (i1, also von jenerTastengruppe, die mit c, c. . . in Verbindung steht) oder eine Taste (t, von jener Tastengruppe, die zu den Belegen b, b .'. . gehört) niedergedrückt wird, entweder ständig an jenem Beleg (c) unterbrochen bleibt, der in Verbindung mit der betreffenden Taste (t1) steht, deren Ring infolge ihres Niederdrückens von der Platte (pf) absteht, oder ständig über jenem Beleg (b) fortbesteht, der mit einer niedergedrückten Taste (t) in Verbindung steht, da der sonst von der Platte (pf) abstehende Ring dieser Taste (t) jetzt mit dieser Platte (pf) verbunden ist, wodurch der Strom nunmehr folgenden Weg geht: E, pf, t, b, a, n, L, und am folgenden Ort wieder E,pf, m, pm .. . und Erde, so daß durch die Anordnung der zweierlei Tasten (t und V) und entsprechender Doppelbelegreihe (c, c ... und b, b . . .), erlangt wird, daß das Typenrad (T) bei Verlängerung sowohl der Stromdauer als auch der Stromunterbrechung angehalten und somit das Typenrad (T) mit je zwei Typen für je einen Schritt des Steigrades (S) bzw. für je einen diesen Schritt veranlassenden Stromstoß versehen werden kann.3. Fernschreiber nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung erstens einer Kontaktfeder (1), welche in der Anfangslage des Kontaktarmes (Z), der durch Federkraft in dieser Lage gehalten wird, von einem Kontaktstück (2) abgezogen wird, ferner von zwei Kontaktfedern (5, 5), welche nur dann in wirksamer Berührung mit dem Echappement (6) kommen, wenn entweder der Strom selbst oder dessen Unterbrechung anhält, drittens einer Kontaktfeder (3), die mit dem Anker (4) des Druckelektromagneten (J) so lange in Berührung steht, als dieser nicht anspricht, und viertens endlich einer Ortsbatterie (OB), deren Kreis die drei Unterbrechungsstellen (bei 1,2; 3,4 und 5, 6) aufweist, wodurch erreicht wird, daß erstens der Druckelektromagnet (J) nur dann zum Ansprechen kommt, wenn der Zeiger (Z) in der Arbeitslage ist, zweitens daß das Ansprechen von / bzw. der Abdruck der eingestellten Type sowohl beim Vorhandensein des Linienstromes als bei einer anhaltenden Unterbrechung desselben stattfindet, und daß drittens sich sofort nach dem Abdruck der Strom aus der Ortsbatterie (OB) bei der Stelle 4 unterbricht und folglich der Anker (4) wieder umkippt, wodurch in bekannter Weise die Anfangslage des Typenrades (T) und des Zeigers (Z) wiederhergestellt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE228045T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE203620C true DE203620C (de) |
Family
ID=5866976
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT228045D Active DE228045C (de) | |||
| DENDAT203620D Active DE203620C (de) |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT228045D Active DE228045C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE203620C (de) |
-
0
- DE DENDAT228045D patent/DE228045C/de active Active
- DE DENDAT203620D patent/DE203620C/de active Active
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|---|---|
| DE228045C (de) |
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