DE203785A - - Google Patents

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DE203785A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JYi 203785-KLASSE 77h. GRUPPE
LOUIS GATHMÄNN in WASHINGTON.
Luftschraube. Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. August 1907 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Luft-' schraube, mittels welcher eine möglichst große Auftriebs- oder Hebewirkung erreicht und die hauptsächlich in Verbindung mit einer Flugmaschine, Ballon usw. verwendet werden soll. Das Kennzeichen der Erfindung besteht in der eigenartigen Konstruktion der Schraubenflügel, durch welche bei der Drehung eine starke Luftreaktion erzeugt wird, die die Hervorrufung einer beträchtlichen Auftriebskraft des betreffenden Luftfahrzeuges zur Folge hat. Jeder einzelne Flügel besteht aus mehreren Schaufeln, die so angeordnet sind, daß. sich ihre hinteren Ränder überragen. Hierdurch wird die durch die Drehung der Flügel nach außen gedrängte und zusammengepreßte Luft von den Schaufeln festgehalten, so daß sie infolgedessen einen Druck gegen die Schaufeln ausüben muß.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist
Fig. ι eine Oberansicht einer Luftschraube mit zwei Flügelgruppen.
Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1.
Fig. 3 zeigt zwei Luftschrauben auf zwei Wellen 12,121, von denen die Welle 121 hohl ist, so daß die Luftschrauben in entgegengesetzten Richtungen gedreht werden können. Fig. 4 zeigt teilweise im senkrechten Schnitt die beispielsweise Anwendung der Luftschrauben bei einer Flugmaschine.
In der Mitte der Luftschraube 10 ist die Nabe 11 angeordnet, welche mit den Flügeln fest verbunden ist. 131 und 132 sind die Schaufeln, 14 ist der vordere und 15 der hintere Rand derselben. 16 ist die die Flügel außen
umgebende Abschlußwand, 17 ist der Körper des Flugapparates, dessen Antriebsmotoren zum Drehen der Luftschrauben welle oder -wellen mit ig angedeutet sind.
Bei schneller Drehung der Luftschrauben ergibt sich ein Unterschied zwischen dem Druck auf die obere und untere Seite der Schaufeln, der dem Propeller eine hebende oder treibende Kraft gibt.
Die hohe Wirkung der beschriebenen Luftschraube beruht auf der Anordnung und Kombination der übereinandergelegten Luftschaufeln 13, 131,-132 und der dieselben umgebenden Abschlußwand 16. Die unter atmosphärischem Druck an dem vorderen Teil 14 zwischen die Lüftschaufeln eintretende Luft wird infolge der Drehung der Flügel in der Richtung der Pfeile durch die Zentrifugalkraft gegen die Abschlußwand 16 gepreßt und wird daher, bevor sie die Austrittskanäle X, X an dem hinteren Teil 15 der Luftschaufeln nach unten verläßt, komprimiert. Wenn diese komprimierte Luft aus den Ausströmungskanälen X, X nach unten hin austritt, entsteht eine Reaktionswirkung, wodurch der Propeller in entgegengesetzter Richtung zu dem austretenden Luftstrom getrieben wird. Die Schaufeln 13, 131 und 132 sind nach außen hin geneigt angeordnet, so daß beim Rotieren derselben die Luft, welche infolge der Zentrifugalwirkung in horizontaler Richtung nach außen strömt, gegen die ihr den Weg versperrenden Schaufeln drückt und' die Triebkraft des Propellers erhöht.
Die oberste Luftschaufel 13 reicht über die hintere Kante der unteren Luftschaufel hin-
weg und die hintere Kante 15 der Luftschaufel 13 reicht weiter nach unten als die der darunter angeordneten Luftschaufeln, wie dies aus der Schnittansicht Fig. 2 zu ersehen ist. Dies verhindert, daß beim Rotieren die Luft aus den Schaufeln seitlich herausgeschleudert werden kann.
Es würde nichts ausmachen, wenn die vorderen Ränder der Schaufeln nicht senkrecht übereinanderliegen. Sie können auch derart schräg übereinanderliegen, daß die weiter untenliegenden Schaufeln gegenüber den weiter
obenliegenden an den Vorderrändern zurückstehen.
Selbstverständlich kann der Propeller in jeder beliebigen Lage von vertikal bis horizontal angewendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Luftschraube, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Rand der ersten Schaufel die hinteren Ränder der folgenden Schaufeln so überragt, daß diese Schaufeln ganz von der ersten Schaufel gedeckt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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